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Die Alben

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Ambient - Erschienen am 28. März 2020 | Erased Tapes

Hi-Res Booklet
Am 28. März 2015 hatte Nils Frahm die Idee, mit einem Piano Day dem Instrument und seinen Liebhabern einen eigenen Tag zu widmen. Bei der ersten Ausgabe beteiligte er sich an der Konstruktion des Klavins 450, dem größten Klavier der Welt. Jetzt schreiben wir das Jahr 2020 und da wegen einer Pandemie die ganze Welt mit Ausgangssperren kämpft, fasste Nils Frahm nach reiflicher Überlegung den Entschluss, den 28. März zu einem besonderen Tag zu machen und ganz überraschend ein neues Album auf den Markt zu bringen: jene Platte mit acht „Wiegenliedern“ aus der Zeit der Screws, die er mit einem gebrochenen Daumen komponiert hatte und „unvollendet“ fand. „Ich dachte, das sei der richtige Augenblick, andere Menschen daran teilhaben zu lassen. Ich hoffe, sie helfen Ihnen, in dieser einsamen Zeit stark und besonnen zu bleiben“, erklärt Nils Frahm, der meint, „Introspektion kann sich ganz unerwartet einstellen.“ Und das drücken diese herrlichen Solostücke am Klavier auch aus, denn sie alle zeigen jene melancholische Schönheit, die er nahezu sein Eigen nennen kann. Wie so oft werden wir auch hier von Anfang bis Ende von der Erzählkunst des Pianisten vereinnahmt, wobei er manchmal etwas nach Ramin Djawadi klingt (First Defeat und Second Defeat) oder auch schon mal fröhlichere Töne anschlägt (No Step on Wing). Er schafft eben Zusammenhalt, wenn wir Abstand halten müssen. © Smaël Bouaici/Qobuz
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Ambient - Erschienen am 26. Januar 2018 | Erased Tapes

Hi-Res Booklet
"Im Prozess seiner Fertigstellung offenbart ein Album nicht nur, was es geworden ist, sondern, vielleicht noch wichtiger, was es nicht geworden ist. 'All Melody' sollte über die Zeit hinweg vieles Verschiedenes sein und wurde auch viel davon, allerdings nie genau das, was ich geplant hatte", gibt Nils Frahm gewohnt nachdenklich zu Protokoll. Dem Hörerlebnis hat die nur in Teilen gelungene Umsetzung seiner Vorstellungen aber keineswegs geschadet. Der 35-jährige Wahlberliner war nach seiner letzten Tournee 2015 vorrangig damit beschäftigt, sein Studio zu renovieren und vollständig seinen Bedürfnissen anzupassen. Das Albumcover entspricht der Relevanz der Aufnahmeräume: Sie lieferten Nährboden für eines der spannendsten elektronischen Alben seit Langem. Beim ersten Durchlauf überrascht das deutlich erweiterte musikalische Repertoire, mit dem Frahm in "All Melody" zu Werke geht. Arbeitete er bislang, grob gesagt, mit einem Zweiergespann aus Klavieren und Synthesizern, das er auch mal um Klobürsten erweiterte, lud er sich für die neuesten Aufnahmen Gäste ins Studio ein. Das macht sich schon im Opener "The Whole Universe Wants To Be Touched" bemerkbar. Dort erklingt ein Chor und generiert einen filmisch anmutenden Einstieg. Die Überleitung zu "Sunson" gelingt fließend, die stetig schwellende orchestrale Melodie mündet jäh in den Klängen von Frahms Synthesizer, der mit einer Kickdrum fürs rhythmische Grundgerüst sorgt. Stünde jetzt eigentlich schon ein fertiger Track zu Buche, gesellen sich auch noch panflötenartige Klänge zur Melodie, die sich zu keiner Zeit verdächtig machen, ins klischeebeladene Reich südamerikanischer Weltmusik abzudriften. "Sunson" wird so zu einem unruhigen, fast schon tanzbaren Stück, das eine Weiterentwicklung in Frahms Schaffen einläutet. Selbige Klänge ziehen sich auch durchs träge, intime "Human Range", in dem Trompete, Cello und sanfte Percussion zusehends hinter den dominierenden Chören abtauchen. Nach dem Klavierintermezzo "Forever Changeless" folgt das Titelstück. "All Melody" ist der legitime Nachfolger zum überragenden "Says" von 2013. Hier baut sich die Spannung jedoch nicht behutsam auf, sie bleibt konstant auf einem hohen Niveau. Der stets tonangebende Synthesizer-Loop klingt anfangs milde, konkretisiert sich dann und stellt sich in den Dienst der Funktionalität. Mit zunehmender Dauer bricht er allerdings aus seinem Korsett aus und scheint sich fast zu verselbstständigen. Unterstützt von zappelnden Beats fesselt "All Melody" in jeder Sekunde und flaut erst nach knapp zehn Minuten ab. "#2" legt allerdings sofort im Anschluss nach und beschwört mit den einleitenden Marimba-Klängen eine Jam-Atmosphäre im Sinne Nonkeens herauf. Deutlicher wird kaum mehr, wie gut Nils Frahm die Erweiterung seines instrumentalen Spektrums tut. Den finalen Teil bestreiten Frahm und sein Synthesizer dann selbst. Dort stellt er aufs Neue sein unnachahmliches Gespür für den perfekten Loop, den intuitives Klavierspiel bereichert, unter Beweis. Dass sich "All Melody" und "#2" derart gut ergänzen, ist übrigens kein Zufall: Schon bei den Live-Performances der letzten Jahre folgten sie stets aufeinander. Diese außerordentlich gelungene Symbiose aber als Kern des Albums zu titulieren, erschiene dem Rest gegenüber unfair. "Momentum", ein erneut vom Loop getragenes Stück, beginnt mit sakral wirkenden Chorälen. Eine der vielen fließenden Überleitungen, dieses Mal von Vogelgezwitscher begleitet, mündet in "Fundamental Values", das der Verzicht auf elektronische Elemente auszeichnet und mit seiner ruhigen Gangart auf dem Album dieses Mal in der Minderheit bleibt. Das letzte Epos, "Kaleidoscope", trägt eine treibende, rastlose Orgel. Diese tritt nach einer wiederholt pompösen Einleitung in den Vordergrund und produziert, gepaart mit sphärischen Chören, die sich ins Klangbild mischen, ein sogartiges Hörerlebnis. Zugleich liefert "Kaleidoscope" ein Musterbeispiel dafür, dass Frahms Melodien mit zunehmender Länge erst ihre ganze Kraft entfalten. Nicht unzählige virtuose Momente, die Frahm zweifelsohne im Petto hätte, machen aus dem erstaunlich groovigen "All Melody" ein überragendes Album. Die Stärke liegt in seinem Sinn für fesselnde Arrangements, dem Talent, Klangteppiche Stück für Stück aufzubauen und verschiedenste Instrumente zu einem stimmigen Ganzen zu einen. Besetzt der Pianist ohnehin schon eine eigene künstlerische Nische, entwickelt er seinen Sound auf kreative Weise weiter und erreicht mit der Öffnung seines Stils für neue Einflüsse eine nie dagewesene Vielseitigkeit. © Laut
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Ambient - Erschienen am 18. Oktober 2019 | Erased Tapes

Hi-Res
Als Nils Frahm  das Album All Melody Anfang 2018 auf den Markt brachte, war er von seiner eigenen Kreativität überwältigt und so musste er sich dazu entschließen, seine Kompositionen nur vereinzelt und zwar in Form von drei Maxi-Singles vom Stapel zu lassen. Es war auch eine Frage der Kohärenz, um ein mit künstlerischen Angeboten bedrängtes Publikum nicht vor den Kopf zu stoßen. „Ursprünglich sollte All Melody als Triple-Album erscheinen und jede einzelne Platte sollte ihren eigenen musikalischen Stil und ein eigenes Thema haben“, erklärte der Künstler. „All Melody wurde aber zu umfangreich und ist über das anfängliche Konzept hinausgegangen. Für mich sind diese Encores so etwas wie musikalische Inseln, die das Ganze vervollständigen."Dieses All Encores umfasst also diese drei „Inselchen“ – das erste war mit nur einem Klavier und einem Harmonium minimalistisch gedacht, das zweite ambientartiger, und bei der Einspielung hatte ein in Mallorca entdeckter, ausgetrockneter Steinbrunnen als Verstärker gedient. Encore 3 hingegen spricht eher den Elektro-Geschmack eines Pianisten des deustcehn Pianisten an. Insgesamt entstanden also 12 Tracks, wie immer voller Inspiration, und ihre Magie wird dank der Hi-Res-Qualität zusätzlich um ein Vielfaches verstärkt. © Smaël Bouaici/Qobuz
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Ambient - Erschienen am 18. November 2013 | Erased Tapes

Hi-Res
Qualität setzt sich mitunter doch durch, das belegt das Beispiel Nils Frahm auf erfreuliche Art und Weise. Dass die Zuschauer nicht nur hierzulande, sondern auch auf der Insel und in Nord- und Südamerika zu seinen Konzerten pilgern, kann bei derart schüchterner Musik schließlich nur an Frahms Sensibilität für große Gefühle liegen. Die verpackt der Wahlberliner irgendwo zwischen Neo-Klassik, Ambient, experimentellem Pop und Electro. Die Liveplatte "Spaces" hält eine Handvoll unveröffentlichter Stücke bereit und holt einige altbekannte in ein neues Zuhause. Die Vorstellung beginnt kurios: "An Aborted Beginning" erinnert in seinem ungestümen Attitüde an Portisheads "Machine Gun", endet aprupt und lässt das vereinzelt applaudierende Publikum ein wenig verwirrt zurück. Nicht der letzte Beweis dafür, welch ungeschönten Einblick dieser Mitschnitt gewährt. Mit dem vorab veröffentlichten "Says" gelingt Frahm anschließend ein Meisterwerk, das selbst in seinem beeindruckenden Oeuvre seinesgleichen sucht. Für eine gefühlte Ewigkeit spannt der progressive Ambient-Track mit einem einzigen Loop auf die Folter, lässt dabei aber nie den leisesten Zweifel zu, dass es sich dabei nur um die langsam schwindende Ruhe vor dem Sturm handelt. Nach sechs Minuten reißt einen schließlich der ersehnte Harmoniewechsel mit sich in die Fluten aufgestauter Emotionen. Gerade recht kommt danach die obligatorische Verschnaufpause "Said And Done" (2009), in der stoische Ton- und Akkord-Wiederholungen zu Tagträumen verleiten, die gegen Ende in fast schon resignative Melancholie münden. Noch behutsamer wirkt das "Felt"-Stück "Familiar" (2011), dem die Live-Aufnahme mehr Luft zum Atmen und damit eine neue Dimension beschert. Als Klavier-Virtuose zeigt sich Nils Frahm bei seiner "Improvisation For Coughs" und im geradliningen "Hammers", während er bei "Toilet Brushes" seinen Flügel tatsächlich mit Klobürsten traktiert. "For" und "Peter" widmen sich dagegen dem elektronischen Ambient, ehe das großartige "Over There, It's Raining" daran erinnert, wie Frahm es eben auch kann: einfach gestrickt, schlicht als gedämpftes Pianostück vertont, aber dennoch überaus wirksam. Über zwei Jahre sammelte der Ausnahmekünstler Material für dieses erste Livealbum, das er schließlich zu einem erfrischend unperfekten Gesamtwerk zusammenbastelte. "Spaces" bestätigt den Eindruck, der sich über Jahre immer weiter in den Vordergrund drängte: Was Nils Frahm in seinem Durton Studio ausbrütet, wird ausnahmslos zu Gold. © Laut
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Ambient - Erschienen am 29. März 2015 | Erased Tapes

Hi-Res
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Ambient - Erschienen am 7. Dezember 2009 | Erased Tapes

Hi-Res Booklet
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Ambient - Erschienen am 25. Januar 2019 | Erased Tapes

Hi-Res
Nils Frahm baut das Universum um sein letztes Album All Melody weiter aus. Nach Encore 1 im Juni 2018, erscheint sechs Monate später bereits Encores 2: “Bevor ich All Melody herausgegeben habe, wollte ich eigentlich ein dreiteiliges Album machen, in dem jede Platte ihren eigenen Stil und ihr eigenes Thema haben sollte,“ erklärt der Künstler. „Aber dann ist All Melody zu lang geworden und hat das ursprüngliche Konzept in den Hintergrund gedrängt. Daher betrachte ich diese Encores als musikalische Inseln, die All Melody ergänzen.” Wo das vorausgehende Album ganz minimalistisch für ein Klavier und ein Harmonium geschrieben wurde, hat der Musiker diese fünf Titel eher im Ambient-Stil komponiert, mit einer Tontechnik, die einen verstärkten Steinbrunnen aus Mallorca verwendet! Die Klangeindrücke dieses Albums sind wieder sehr beeindruckend, vor allem in der Intro zu Talisman mit diesem diskreten Drohnengeräusch, das um uns herumsummt. Nils Frahm liefert in den 12 Minuten des letzten Stücks, Spells, auch neue kontemplative Synth-Pads. Das Stück pendelt mit seinen kreisenden, verschwommenen Stimmen und einem Synthesizer-Klang aus den frühen 90ern zwischen Ambient und atmosphärischer Techno. 26 Minuten Musik für die Seele. © Smaël Bouaici/Qobuz
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Ambient - Erschienen am 1. Februar 2010 | Erased Tapes

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Ambient - Erschienen am 10. Oktober 2011 | Erased Tapes

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Ambient - Erschienen am 3. Dezember 2012 | Erased Tapes

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Ambient - Erschienen am 28. März 2016 | Erased Tapes

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Ambient - Erschienen am 10. Oktober 2011 | Erased Tapes

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Electronic - Erschienen am 11. September 2015 | Late Night Tales

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Original Soundtrack - Erschienen am 15. Juni 2015 | Erased Tapes

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Ambient - Erschienen am 18. November 2013 | Erased Tapes

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Qualität setzt sich mitunter doch durch, das belegt das Beispiel Nils Frahm auf erfreuliche Art und Weise. Dass die Zuschauer nicht nur hierzulande, sondern auch auf der Insel und in Nord- und Südamerika zu seinen Konzerten pilgern, kann bei derart schüchterner Musik schließlich nur an Frahms Sensibilität für große Gefühle liegen. Die verpackt der Wahlberliner irgendwo zwischen Neo-Klassik, Ambient, experimentellem Pop und Electro. Die Liveplatte "Spaces" hält eine Handvoll unveröffentlichter Stücke bereit und holt einige altbekannte in ein neues Zuhause. Die Vorstellung beginnt kurios: "An Aborted Beginning" erinnert in seinem ungestümen Attitüde an Portisheads "Machine Gun", endet aprupt und lässt das vereinzelt applaudierende Publikum ein wenig verwirrt zurück. Nicht der letzte Beweis dafür, welch ungeschönten Einblick dieser Mitschnitt gewährt. Mit dem vorab veröffentlichten "Says" gelingt Frahm anschließend ein Meisterwerk, das selbst in seinem beeindruckenden Oeuvre seinesgleichen sucht. Für eine gefühlte Ewigkeit spannt der progressive Ambient-Track mit einem einzigen Loop auf die Folter, lässt dabei aber nie den leisesten Zweifel zu, dass es sich dabei nur um die langsam schwindende Ruhe vor dem Sturm handelt. Nach sechs Minuten reißt einen schließlich der ersehnte Harmoniewechsel mit sich in die Fluten aufgestauter Emotionen. Gerade recht kommt danach die obligatorische Verschnaufpause "Said And Done" (2009), in der stoische Ton- und Akkord-Wiederholungen zu Tagträumen verleiten, die gegen Ende in fast schon resignative Melancholie münden. Noch behutsamer wirkt das "Felt"-Stück "Familiar" (2011), dem die Live-Aufnahme mehr Luft zum Atmen und damit eine neue Dimension beschert. Als Klavier-Virtuose zeigt sich Nils Frahm bei seiner "Improvisation For Coughs" und im geradliningen "Hammers", während er bei "Toilet Brushes" seinen Flügel tatsächlich mit Klobürsten traktiert. "For" und "Peter" widmen sich dagegen dem elektronischen Ambient, ehe das großartige "Over There, It's Raining" daran erinnert, wie Frahm es eben auch kann: einfach gestrickt, schlicht als gedämpftes Pianostück vertont, aber dennoch überaus wirksam. Über zwei Jahre sammelte der Ausnahmekünstler Material für dieses erste Livealbum, das er schließlich zu einem erfrischend unperfekten Gesamtwerk zusammenbastelte. "Spaces" bestätigt den Eindruck, der sich über Jahre immer weiter in den Vordergrund drängte: Was Nils Frahm in seinem Durton Studio ausbrütet, wird ausnahmslos zu Gold. © Laut
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Ambient - Erschienen am 22. Januar 2016 | Erased Tapes

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Ambient - Erschienen am 20. September 2019 | Erased Tapes

Hi-Res
Das Anfang letzten Jahres erschienene "All Melody" markierte das bislang ambitionierteste und vielseitigste Werk des Komponisten und Pianisten Nils Frahm. Dafür errichtete er sich ein Tonstudio an einem historischen Ort der ehemaligen DDR, im Saal 3 des Funkhauses an der Berliner Nalepastraße, renovierte es und baute es, suchend nach dem perfekten Klang, nach seinen Bedürfnissen um. Im Juni ließ er "Encores 1" folgen, eine EP, die fünf Akustik-Skizzen für Klavier und Harmonium enthält, die er ursprünglich für das Album schrieb. Nun erscheint mit "Encores 2" weiteres Material, das bei den Sessions zum Longplayer anfiel. Es zeigt seine Vorstellung von elektronischer Musik. Die Idee zur "Encores"-Serie reifte schon vor "All Melody" heran: "Nämlich drei Veröffentlichungen zu schaffen, von denen jede ihren eigenen Stil besitzt und ihr eigenes Thema", erzählt der 36-Jährige. Deswegen hatte er zunächst "ein Triple-Album" bilden wollen. Irgendwann habe sich jedoch "All Melody" verselbständigt und er verwarf den Gedanken. "Letztlich funktionieren die 'Encores' wie klangliche Inseln, die 'All Melody' umschließen", lässt er weiterhin wissen. Beim ersten Teil konzentrierte sich Frahm vor allem auf seine melodischen Arrangements. An einígen Stellen verlor er sich jedoch zu sehr in Lieblichkeit und Harmonie. Und dann gab es da noch "Harmonium In The Well": ein unfassbar niedergeschlagenes Stück, das mit seinem wehmütigen, fortdauernden Harmonium-Motiv, das in der düsteren Tradition Nicos steht, so einsam und verloren wie das Meer klingt. Da war sie wieder, die Gänsehaut. An "All Melody" ging Frahm dagegen mit einem ganz anderen Ansatz heran. So konstruierte er neue Klaviertypen, experimentierte mit riesigen Orgelpfeifen und nahm einen Großteil des Werks in der Hallkammer des alten Funkhauses des DDR-Radios auf. Unter Hinzunahme von Streichern, Trompete, Marimba und einem Chor erkundete er die Wechselbeziehung zwischen Raum und Klang. Sein intuitives Klavierspiel ergänzte er zusätzlich um technoide Loops, die sich zumindest als funktional erwiesen. Elektronik und Klassik wollte er daher zu einer schlüssigen Einheit verweben. Allerdings besteht eine gute Platte nicht nur aus grandiosem Handwerk. Manchmal lief sie melodisch zu sehr ins Leere. Mit "Encores 2", nicht an der Spree, sondern in einem alten ausgetrockneten Brunnen auf Mallorca eingespielt, schließt sich der Kreis. Es lässt zum Glück den gefälligen Schönklang, der auf "Encores 1" hier und da noch mitschwang, genau wie die Längen des Albums weit hinter sich und geht somit als herausragendste Veröffentlichung aus den "All Melody"-Sessions hervor. "Sweet Little Lie" durchzieht eine melancholische, aber einfache Piano-Melodie, bedeckt von dichten Hallschwaden, die Frahm von seiner zärtlichen und intimen Seite zeigt. Sie leitet, kurz unterbrochen vom Klappern der Technik und vom Rauschen der Umgebung, in "A Walking Embrace" über, das sich mit sanften Klavier-Tupfern und fast unmerklichen akustischen Nuancen in traumwandlerische Sphären bewegt. Die betrat in ähnlicher Form nur noch Harold Budd mit seinen Ambient-Arbeiten. Danach legen sich in "Talisman" windartige Geräusche und sphärische Elektronik wie ein Schleier der Trauer über das Gemüt des Hörers. Eindringlichkeit lässt sich schließlich auch mit stillen, reduzierten Klangmitteln erreichen. Trotz alledem setzt der Wahl-Berliner im abschließenden "Spells" auf mehr Breite und Opulenz. Percussions und Streicher bilden einen noch eher verhaltenen Einstieg, bis aus dem Nichts kreisende Sequencer-Sounds in bester Tangerine Dream-Manier auftauchen. Diese drehen sich für gut zwölf Minuten schwungvoll um 360 Grad, während meditative akustische Einschübe und Chorgesänge die trancehafte Wirkung des Tracks verstärken, der zu einer psychedelischen Reise ins Innere einlädt. Er endet so, wie er begonnen hat und rundet das Kurzformat beeindruckend ab. Hoffentlich bleibt es nicht das letzte Lebenszeichen von Nils Frahm. Auf "Encores 2" besinnt er sich auf seine atmosphärischen Stärken zurück, die er schon auf dem Soundtrack zu "Victoria" (2015) oder seiner Kollaboration mit Woodkid, "Ellis" (2016), mehr als einmal andeutete. So findet er endlich wieder zu sich selbst. Einziger Wermutstropfen: An die trostlose Schönheit von "Harmonium In The Well" reicht keines der Stücke ganz heran. Dafür lässt sich die Veröffentlichung hervorragend am Stück genießen. © Laut
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