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Die Alben

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Aus aller Welt - Erschienen am 2. Juni 2008 | 4AD

Auszeichnungen Herausragende Tonaufnahme
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Aus aller Welt - Erschienen am 2. Juni 2008 | 4AD

Auszeichnungen Qobuz' Schallplattensammlung
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Alternativ und Indie - Erschienen am 13. August 2012 | [PIAS]

Hi-Res
Wenn sich Lisa Gerrard und Brendan Perry nach einer derart langen Zeitspanne noch einmal aufraffen, um ein neues Album aufzunehmen, darf sich das Duo nicht wundern, wenn die Erwartungshaltung der Fanschar in schwindelnde Höhen steigen. Nichtsdestotrotz treiben die beiden augenzwinkernd ihren Schabernack mit uns. Nennen ihre Rückkehr "Auferstehung" ("Anastasis"), nehmen für die Covergestaltung ihres Albums aber traurige, verwelkte Sonnenblumen, die im schwarzweißen Bild ein dräuendes Armageddon verheißen. So gruselig wie die Abbildung und das eher platte "Amnesia", das als Vorbote des Albums schon Schlimmstes befürchten ließ, ist "Anastasis" dann doch wieder nicht ausgefallen. Dramatische Änderungen im Soundkostüm fanden nicht statt. Wo das Duo in der Vergangenheit stets neue Territorien erkundete, nehmen Dead Can Dance Anno 2012 einfach aus all dem bisher Erforschten das, was ihnen am passendsten erscheint. Verspielte Extravaganzen bleiben auf der Strecke. Straighter denn je setzen sie ihre Songideen in die Tat um. Das Ergebnis ist ein stringenter Strauß von Songs, der nichts Revolutionäres bietet, aber auch ganz sicher nicht enttäuscht. Mal klingt etwas orientalischer Einfluss ans Ohr, oder dezent asiatische Klänge umschmeicheln den Hörer. Gemein ist den Liedern ein gemächlicher Strom an Tönen und Stimmungen, gekleidet in ein reduziertes Kostüm. Das Dahinfließen bedeutet jedoch keineswegs langweiliger Gleichklang. Dafür sorgen außergewöhnliche Songs: In "Anabasis" geht Gerrard gewohnt außergewöhnlich und gekonnt ihrem Faible fürs Zungenreden nach. "Agape" verzaubert mit einem nordafrikanischen Flair und einem sanft treibenden Rhythmus. Lediglich das eingangs erwähnte "Amnesia" fällt in der Tracklist qualitativ ab. Demgegenüber stehen jedoch Lieder, die mit zum Besten gehören, was das Duo bislang aus dem Ärmel geschüttelt hat. Vor allem das unfassbar schöne "Return Of The She-King" sticht gegen Ende monolithisch majestätisch heraus. Dudelsack-Klänge läuten ein wahrhaftes Song-Monster ein, das in einer Liste der besten DCD-Tracks ganz weit vorne landen dürfte. Perry nimmt gegen Ende Gerrards gesanglichen Faden auf und spinnt so ein großes Meisterwerk. Was das Kreieren von schaurig schönem Sound-Pathos gepaart mit undurchdringlicher Melancholie angeht, haben Dead Can Dance auch 2012 die Nase vorne. Ihr Zauber hat auch all die Jahre hindurch nichts an Glanz verloren. © Laut
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Alternativ und Indie - Erschienen am 22. April 2013 | [PIAS]

Hi-Res
Giftgrünes Gegenlicht auf der Bühne. Die ersten zarten Klänge von "Children Of The Sun" ertönen. Plötzlich die Scheinwerfer. Brendan Perry intoniert den Opener der aktuellen Platte makellos und nuanciert. Dennoch schaut er fast die gesamte Tour über so sauertöpfisch, dass man ihm glatt den Tony Iommi Gedächtnispreis verleihen möchte. Dabei muss er sich gar keine Sorgen machen. Das Konzert wird eine Wucht, wie dieser Mitschnitt mühelos unter Beweis stellt. Musste man sich die ein wenig steril klingenden Lieder der Comebackplatte "Anastasis" noch mühsam schön hören, getreu der Bedeutung des Albumtitels ("Auferstehung"), erblühen die neuen Lieder vor Publikum erst zu voller Größe. Selten habe ich eine Live-CD gehört, die man von vorn bis hinten als anmutig bezeichnen muss. Schon allein der Sound ist eine Schau. In herausragender Spiellaune zelebriert das Duo die komplette letzte LP und bettet sie in einen perfekten Rahmen lieb gewordener Klassiker ein. Einziger Wermutstropfen: Es findet sich kein einziger Song ihres ewigen und unerreichten Meilensteines "Within The Realm Of A Dying Sun". Aber ein bisschen Schwund ist ja bekanntlich immer. Das freiere Live-Konzept befreit die beiden von der starren und limitierten Dramaturgie der Studioplatten. Jedes Konzert eröffnet ihnen stattdessen die Möglichkeit, aus dem reichhaltigen Fundus einen Spannungsbogen zu konstruieren, der ihr hypnotisches Charisma auf die Spitze treibt. Egal ob alt oder neu: jedes Lied bekommt seinen perfekten Platz zwischen den anderen. Willkommen zur totalen Verschmelzung aller Sinne mit Musik. Als die ersten Töne des zweiten Stücks "Anabasis" erklingen, ist das Publikum merklich über die Maßen angespannt. Die letzte echte Hohepriesterin des Gesangs erhebt die ebenso entrückte wie berückende Stimme. Mehr Erscheinung als Entertainerin! Mühelos zieht sie jeden einzelnen Besucher innerhalb von Sekunden in ihren Bann. Bei "Rakim" ergänzen sich beide traumwandlerisch. Während Mr. Perry bewusst stoisch die Strophen rezitiert, trällert das Lieschen im Hintergrund so betörend wie eine Sirene. Die Harmonien greifen ineinander wie Zahnräder. Noch besser als auf "Towards The Within", dem Live-Dokument von 1993. Zwei neue Stücke sind zu verzeichnen. Mit "Lamma Badda" (in etwa: "Wenn sie zu tanzen beginnt") widmet sich Perry einem arabischen Traditional. Seine melodische Interpretation bewahrt den archaischen Charakter des uralten Liedes. Man spürt schon beim Zuhören das Knirschen des Wüstensandes zwischen den Zähnen. Fast noch schöner: "Song To The Siren"! "Long afloat on shipless oceans, I did all my best to smile. Til your singing eyes and fingers drew me loving to your isle. " Brendan singt inbrünstig zu La Gerrards schwelgendem Pianofundament. Der bereits 1975 tragisch verstorbene Tim Buckley schrieb das Original 1970 für sein legendäres "Starsailor" Album. Die restlichen Höhepunkte gehören zweifellos der Koloraturkönigin aus Down Under. Im Gegensatz zu Perry lächelt die Chanteuse verschmitzt und gewinnend in sich hinein. Etwas weniger Altstimme als zuletzt in den Kollaborationen mit Klaus Schulze oder auf ihren Solopfaden. Dafür viel voluminöser Mezzosopran, dem es weder an technischer Perfektion, noch an ihrer typisch überbordenden, tonfärbenden Wärme mangelt. Doch selbst innerhalb der dargebotenen Superlative stechen drei Lieder hervor, die ich jedem Lauscher ans Herz legen möchte. "Dreams Made Flesh" schrieb und sang die Melbournerin bereits vor drei Dekaden für das 4AD Genieprojekt "This Mortal Coil". Nachzuhören auf deren 1984er LP "It'll End In Tears". Wie den Turm zu Babel erbaut sie dieses Lied zwischen Jubilieren und Wehklagen. Pure Dramatik und Emotion zu gleichen Teilen. Die im besten Sinne opulente Krönungsmesse "Return Of The She King" lässt als schöne "Summoning Of The Muse" Referenz im Gig sogar ein wenig "Realm"-Gefühl aufkommen. Man beachte besonders die Weltklasse Ensembleleistung beider Künstler bei Perrys nahtlosem Einstieg. Als ultimativer DcD-Moment erweist sich das 25 Jahre alte "Host Of The Seraphim" (von "Serpent's Egg"). Als Seraph bezeichnet man im Hebräischen einen Engel höchsten Ranges unter den Himmelswesen. Dementsprechend legt sie das Stück wie das Sanctus einer Liturgie an. Nur viel freier. Die gesangliche Perfektion und transportierte Energie ist dermaßen berückend. Man mag kaum glauben, dass das hier ein Live-Auftritt ist. Wer vor solch künstlerischer Erhabenheit keinen Kniefall macht, sollte gar keinen CD-Player besitzen dürfen. Weiterhören mit dem obig erwähnten Überalbum von 1987. © Laut
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Aus aller Welt - Erschienen am 2. Juni 2008 | 4AD

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Aus aller Welt - Erschienen am 2. Juni 2008 | 4AD

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Aus aller Welt - Erschienen am 2. Juni 2008 | 4AD

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Aus aller Welt - Erschienen am 2. Juni 2008 | 4AD

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Aus aller Welt - Erschienen am 2. Juni 2008 | 4AD

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Aus aller Welt - Erschienen am 14. Oktober 1991 | 4AD

Giftgrünes Gegenlicht auf der Bühne. Die ersten zarten Klänge von "Children Of The Sun" ertönen. Plötzlich die Scheinwerfer. Brendan Perry intoniert den Opener der aktuellen Platte makellos und nuanciert. Dennoch schaut er fast die gesamte Tour über so sauertöpfisch, dass man ihm glatt den Tony Iommi Gedächtnispreis verleihen möchte. Dabei muss er sich gar keine Sorgen machen. Das Konzert wird eine Wucht, wie dieser Mitschnitt mühelos unter Beweis stellt. Musste man sich die ein wenig steril klingenden Lieder der Comebackplatte "Anastasis" noch mühsam schön hören, getreu der Bedeutung des Albumtitels ("Auferstehung"), erblühen die neuen Lieder vor Publikum erst zu voller Größe. Selten habe ich eine Live-CD gehört, die man von vorn bis hinten als anmutig bezeichnen muss. Schon allein der Sound ist eine Schau. In herausragender Spiellaune zelebriert das Duo die komplette letzte LP und bettet sie in einen perfekten Rahmen lieb gewordener Klassiker ein. Einziger Wermutstropfen: Es findet sich kein einziger Song ihres ewigen und unerreichten Meilensteines "Within The Realm Of A Dying Sun". Aber ein bisschen Schwund ist ja bekanntlich immer. Das freiere Live-Konzept befreit die beiden von der starren und limitierten Dramaturgie der Studioplatten. Jedes Konzert eröffnet ihnen stattdessen die Möglichkeit, aus dem reichhaltigen Fundus einen Spannungsbogen zu konstruieren, der ihr hypnotisches Charisma auf die Spitze treibt. Egal ob alt oder neu: jedes Lied bekommt seinen perfekten Platz zwischen den anderen. Willkommen zur totalen Verschmelzung aller Sinne mit Musik. Als die ersten Töne des zweiten Stücks "Anabasis" erklingen, ist das Publikum merklich über die Maßen angespannt. Die letzte echte Hohepriesterin des Gesangs erhebt die ebenso entrückte wie berückende Stimme. Mehr Erscheinung als Entertainerin! Mühelos zieht sie jeden einzelnen Besucher innerhalb von Sekunden in ihren Bann. Bei "Rakim" ergänzen sich beide traumwandlerisch. Während Mr. Perry bewusst stoisch die Strophen rezitiert, trällert das Lieschen im Hintergrund so betörend wie eine Sirene. Die Harmonien greifen ineinander wie Zahnräder. Noch besser als auf "Towards The Within", dem Live-Dokument von 1993. Zwei neue Stücke sind zu verzeichnen. Mit "Lamma Badda" (in etwa: "Wenn sie zu tanzen beginnt") widmet sich Perry einem arabischen Traditional. Seine melodische Interpretation bewahrt den archaischen Charakter des uralten Liedes. Man spürt schon beim Zuhören das Knirschen des Wüstensandes zwischen den Zähnen. Fast noch schöner: "Song To The Siren"! "Long afloat on shipless oceans, I did all my best to smile. Til your singing eyes and fingers drew me loving to your isle. " Brendan singt inbrünstig zu La Gerrards schwelgendem Pianofundament. Der bereits 1975 tragisch verstorbene Tim Buckley schrieb das Original 1970 für sein legendäres "Starsailor" Album. Die restlichen Höhepunkte gehören zweifellos der Koloraturkönigin aus Down Under. Im Gegensatz zu Perry lächelt die Chanteuse verschmitzt und gewinnend in sich hinein. Etwas weniger Altstimme als zuletzt in den Kollaborationen mit Klaus Schulze oder auf ihren Solopfaden. Dafür viel voluminöser Mezzosopran, dem es weder an technischer Perfektion, noch an ihrer typisch überbordenden, tonfärbenden Wärme mangelt. Doch selbst innerhalb der dargebotenen Superlative stechen drei Lieder hervor, die ich jedem Lauscher ans Herz legen möchte. "Dreams Made Flesh" schrieb und sang die Melbournerin bereits vor drei Dekaden für das 4AD Genieprojekt "This Mortal Coil". Nachzuhören auf deren 1984er LP "It'll End In Tears". Wie den Turm zu Babel erbaut sie dieses Lied zwischen Jubilieren und Wehklagen. Pure Dramatik und Emotion zu gleichen Teilen. Die im besten Sinne opulente Krönungsmesse "Return Of The She King" lässt als schöne "Summoning Of The Muse" Referenz im Gig sogar ein wenig "Realm"-Gefühl aufkommen. Man beachte besonders die Weltklasse Ensembleleistung beider Künstler bei Perrys nahtlosem Einstieg. Als ultimativer DcD-Moment erweist sich das 25 Jahre alte "Host Of The Seraphim" (von "Serpent's Egg"). Als Seraph bezeichnet man im Hebräischen einen Engel höchsten Ranges unter den Himmelswesen. Dementsprechend legt sie das Stück wie das Sanctus einer Liturgie an. Nur viel freier. Die gesangliche Perfektion und transportierte Energie ist dermaßen berückend. Man mag kaum glauben, dass das hier ein Live-Auftritt ist. Wer vor solch künstlerischer Erhabenheit keinen Kniefall macht, sollte gar keinen CD-Player besitzen dürfen. Weiterhören mit dem obig erwähnten Überalbum von 1987. © Laut

Aus aller Welt - Erschienen am 2. September 2002 | 4AD

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Alternativ und Indie - Erschienen am 2. November 2018 | [PIAS]

Hi-Res
Die Toten können tanzen. Die Lebenden auch. Um sie in Trance zu versetzen, wenden sich Lisa Gerrard und Brendan Perry nach sechsjähriger Abwesenheit und zwei Blitzbesuchen in der Unterwelt an Dionysos. Das Duo aus Melbourne, das in den Dark Wave-Zeiten von Bauhaus oder Cocteau Twins bei 4AD angefangen hatte, ging 1998 getrennte Wege, machte dann aber 2012 mit dem treffend genannten Anastasis (Wiederauferstehung auf Griechisch) erneut eine Platte. Sechzehn wortkarge Jahre also. Mit Dionysus wird die DCD-Formel leicht abgeändert: liturgische Bittgebete weichen traditionellen Streichern und Perkussionsinstrumenten aus alten Zeiten, der auf ein Minimum reduzierte Gesang der beiden stellt stattdessen Chöre in den Mittelpunkt. Das wirklich Besondere an diesem 11. Album liegt eigentlich in seiner Gestaltung. Dionysus, das erste Konzeptalbum des Duos, funktioniert eher wie ein Theaterstück, ein Diptychon in Form eines Zweiakters in sieben Sätzen. Anhand mystischer, mehr als sechzehn Minuten langer, instrumentaler Experimente befassen sich die beiden mit den dem griechischen Gott der Ekstase gewidmeten, regionalen Traditionen europäischer Völker. Perry: „Ich wollte Dionysus in arrangierter Form präsentieren, wie ein Oratorium im klassischen Format, weil ich sicher sein wollte, dass es den Leuten gefällt und sie es von Anfang bis Ende anhören.“ Akt I beginnt mit einem Meeresritual und geht nach etwa sechzehn Minuten mit Bacchanalien zu Ende. Darauf folgt der 19-minütige Akt II, zuerst mit The Mountain, in dem sich orientalische und europäische Flötenklänge und eine Schafsherde aus einem Field-Recording vermischen. Den Abschluss bildet Psychobomp. Ununterbrochen hört man inspirierte Beschwörungsformeln, von Vogelgezwitscher imitierenden Pfeifen getragene Melodien und eine Reihe folkloristischer Instrumente. Alles zusammen ergibt ein naturalistisches Fresko rund um den Bacchus-Mythos. Mystisch. © Charlotte Saintoin/Qobuz
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Aus aller Welt - Erschienen am 2. Juni 2008 | 4AD

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Aus aller Welt - Erschienen am 23. April 2021 | Holy Tongue Records

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Aus aller Welt - Erschienen am 14. Mai 2021 | Holy Tongue Records

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Alternativ und Indie - Erschienen am 11. November 2016 | 4AD

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Aus aller Welt - Erschienen am 25. Juni 2021 | Holy Tongue Records

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Aus aller Welt - Erschienen am 16. Juli 2021 | Holy Tongue Records

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Aus aller Welt - Erschienen am 6. August 2021 | Holy Tongue Records

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Alternativ und Indie - Erschienen am 13. August 2012 | [PIAS] Recordings

Wenn sich Lisa Gerrard und Brendan Perry nach einer derart langen Zeitspanne noch einmal aufraffen, um ein neues Album aufzunehmen, darf sich das Duo nicht wundern, wenn die Erwartungshaltung der Fanschar in schwindelnde Höhen steigen. Nichtsdestotrotz treiben die beiden augenzwinkernd ihren Schabernack mit uns. Nennen ihre Rückkehr "Auferstehung" ("Anastasis"), nehmen für die Covergestaltung ihres Albums aber traurige, verwelkte Sonnenblumen, die im schwarzweißen Bild ein dräuendes Armageddon verheißen. So gruselig wie die Abbildung und das eher platte "Amnesia", das als Vorbote des Albums schon Schlimmstes befürchten ließ, ist "Anastasis" dann doch wieder nicht ausgefallen. Dramatische Änderungen im Soundkostüm fanden nicht statt. Wo das Duo in der Vergangenheit stets neue Territorien erkundete, nehmen Dead Can Dance Anno 2012 einfach aus all dem bisher Erforschten das, was ihnen am passendsten erscheint. Verspielte Extravaganzen bleiben auf der Strecke. Straighter denn je setzen sie ihre Songideen in die Tat um. Das Ergebnis ist ein stringenter Strauß von Songs, der nichts Revolutionäres bietet, aber auch ganz sicher nicht enttäuscht. Mal klingt etwas orientalischer Einfluss ans Ohr, oder dezent asiatische Klänge umschmeicheln den Hörer. Gemein ist den Liedern ein gemächlicher Strom an Tönen und Stimmungen, gekleidet in ein reduziertes Kostüm. Das Dahinfließen bedeutet jedoch keineswegs langweiliger Gleichklang. Dafür sorgen außergewöhnliche Songs: In "Anabasis" geht Gerrard gewohnt außergewöhnlich und gekonnt ihrem Faible fürs Zungenreden nach. "Agape" verzaubert mit einem nordafrikanischen Flair und einem sanft treibenden Rhythmus. Lediglich das eingangs erwähnte "Amnesia" fällt in der Tracklist qualitativ ab. Demgegenüber stehen jedoch Lieder, die mit zum Besten gehören, was das Duo bislang aus dem Ärmel geschüttelt hat. Vor allem das unfassbar schöne "Return Of The She-King" sticht gegen Ende monolithisch majestätisch heraus. Dudelsack-Klänge läuten ein wahrhaftes Song-Monster ein, das in einer Liste der besten DCD-Tracks ganz weit vorne landen dürfte. Perry nimmt gegen Ende Gerrards gesanglichen Faden auf und spinnt so ein großes Meisterwerk. Was das Kreieren von schaurig schönem Sound-Pathos gepaart mit undurchdringlicher Melancholie angeht, haben Dead Can Dance auch 2012 die Nase vorne. Ihr Zauber hat auch all die Jahre hindurch nichts an Glanz verloren. © Laut