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Die Alben

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Alternativ und Indie - Erschienen am 22. Januar 2016 | Matador

Mit "Silence Yourself" lieferten die vier Damen von Savages eine grobe Skizze ihres Sounds ab. Roh, dunkel und aggressiv schallte der Londoner Post-Punk anno 2013 aus den Boxen. "Adore Life" verfeinert die Zeichnung nun, verstärkt die Konturen und füllt die Flächen aus. Bunte Farben verwenden Savages nicht, ihre bevorzugte Kombination bleibt Schwarz und Weiß. Das zweite Werk bringt einen liebestrunkenen Kokain-Trip, der schon beim Opener "The Answer" kickt. Das messerscharfe Riff überrollt ahnungslose Hörer gleich zu Beginn und räumt auf für dreieinhalb Minuten verzerrte Glückseligkeit. Sängerin Jehnny Beth raunt sich in den Wahnsinn: "If you don't love me / don't love anybody". Die höchsten Ekstasen und die tiefsten Löcher, in die uns die Liebe schicken kann, sollen ein wesentlicher Bestandteil des Albums bleiben. Die vier Post-Punk-Dealerinnen meinen es gut und versorgen uns mit feinstem, ungestrecktem Fuzz-Stoff. Bassistin Ayşe Hassan packt auf "Sad Person" einen Basslauf zum Niederknien aus. Was die Gute auf dieser Platte mit ihrem Instrument veranstaltet, gräbt die schmerzhafte Erinnerung an Carlos Denglers Abgang von Interpol wieder aus. Savages ohne Hassan am Viersaiter? Unvorstellbar. Spätestens jetzt führt uns die Band in die Abhängigkeit. Hinter dem Bass baut sich bedrohlich die einschneidende Gitarre auf, die im Refrain hervorbricht. Beth outet sich als Love Addict: "Love is a disease / the strongest addiction I know / What happens in your brain / is the same as a rush of cocaine". Ich nehme auch noch eine Nase davon. Auf dem Titeltrack "Adore" drosseln Savages das Tempo und grooven sich zwischen tragendem Bassspiel und waberndem Distortion-Teppich zum erlösenden Refrain. Der Song fällt ins Bodenlose, um wie der Phönix aus der Asche zu einem lebensbejahenden Crescendo wieder empor zu steigen. Savages bauen eine greifbare Spannung auf, die sie auf großartige Weise entfesseln. Der Timer des CD-Players zeigt nicht mal Halbzeit, und man ist bereits reif für einen Entzug. "Slowing Down The World" marschiert mit Ohrwurm-Riff und erneut unschlagbarem Basslauf zum knisternden Refrain. Mit "I Need Something New" packt das Quartett die Abrissbirne aus, die am Ende des Songs ganze Häuserblocks in Schutt und Asche legt. Erst gegen Ende geht dem Album etwas die Puste aus und ein kleiner Kater stellt sich ein. "Surrender" weiß nicht so recht, wo es mit dem Synthie-Pluckern hin will. Ein wenig verloren irrt der Track zwischen dunklem Dröhnen und hektischen Strophen hin und her. Auf "T.I.W.G." hämmern Savages die Abgründe der Liebe in den aufgeputschten Schädel. Der Trip kommt zu einem rabiaten Ende: "Suffering, straight from the gods / No medicine, no drugs". Nun also doch kalter Entzug. Mit "Mechanics" liefern die Londoner die Begleitmusik, um die Giftstoffe aus dem Körper zu schwitzen. Ein Abgesang auf eine verdammt grandiose Party, bei der am Ende nur wenig schief geht. Aber was wäre eine gelungene Eskalation schon ohne Ausfälle? © Laut
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Alternativ und Indie - Erschienen am 7. Mai 2013 | Matador

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Alternativ und Indie - Erschienen am 5. Mai 2014 | Matador

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Alternativ und Indie - Erschienen am 1. April 2016 | Matador

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Alternativ und Indie - Erschienen am 28. Mai 2012 | Pop Noire

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Trip Hop - Erschienen am 14. Januar 2020 | Mana Mana Records

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Hip-Hop/Rap - Erschienen am 20. November 2020 | Beat Jazz International

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Hip-Hop/Rap - Erschienen am 13. Februar 2018 | G.U.G

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Hip-Hop/Rap - Erschienen am 4. Mai 2018 | G.U.G

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Alternativ und Indie - Erschienen am 17. November 2014 | Stolen Recordings - Pop Noire

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