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Die Alben

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Trip Hop - Erschienen am 20. September 1996 | EastWest U.K.

Auszeichnungen Qobuz' perfekte Schallplattensammlung
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Trip Hop - Erschienen am 20. September 1996 | EastWest U.K.

Auszeichnungen Qobuz' perfekte Schallplattensammlung
Als im September 1996 die Gebrüder Godfrey und Skye Edwards mit ihrem Debüt "Who Can You Trust?" fast aus dem Nichts auf der Bildfläche erscheinen, ist der Trip Hop-Zug eigentlich schon abgefahren. Der sonst so treffsichere Radiosender FM4 aus der Alpenrepublik versteigt sich anno Tobak im Zusammenhang mit Morcheeba gar zu der Behauptung, das Trio spiele in der zweiten Liga des Genres. Angesichts des Debüts: eine mittelschwere Fehlinterpretation. Den großen Erfolg feiern Morcheeba erst mit dem zweiten Album "Big Calm" und Überflieger-Tracks wie "The Sea" oder "Part Of The Process". Mit "Who Can You Trust?" stehen sie aber noch knietief in trippigen Gefilden, was ihnen im Rückblick auch am besten zu Gesicht steht. Die zwei Brüder und die Elfe am Mikrofon laufen sich eher zufällig über den Weg und beginnen um 1995 herum, an Songs zu basteln. DJ und Produzent Paul sowie sein an diversen Instrumenten versierter Bruder Ross bilden hierbei ein kongeniales Duo. Die beiden bereiten Skye, der Sängerin mit der Engelsstimme, das ideale Fundament, um darüber ihre Texte zu hauchen. Die Dame besitzt ein Timbre, mit dem sie auch ellenlange Epistel aus dem Brockhaus zitieren könnte, das Publikum hinge dennoch gespannt an ihren Lippen. Der Sound des Albums bietet oldschoolige Hip Hop-Beats, zahlreiche Scratches, funky Gitarreneinlagen, perkussive Spielereien mit Congas und Tablas, Sequenzer-Gezwirbel und allerlei weitere spaßige Ingredienzen. Das macht die Reise durch das Dutzend Tracks zum perfekten Sportzigaretten-Soundtrack. Am Meer, See, Fluss, zu Hause? Ganz egal: "Who Can You Trust?" einlegen, und man schwebt entspannt von einem angenehmen Emotions-Strudel zum nächsten. Trotz der wunderbar ineinander greifenden Rädchen der Produktion klingen die Songs nie aufdringlich. An allen Ecken und Enden sorgen Effekte und Spielereien für die richtige Auflockerung. Hier tut sich besonders Ross Godfrey hervor, der allerlei Saiteninstrumente aus seinem Fundus auspackt. Slidegitarre? Bitte, gerne! Die Single "Trigger Hippie" profitiert davon enorm, wenn er im Hintergrund wie ein zugedröhnter Blueser sein Instrument malträtiert. Über die gesamte Spielzeit befindet sich "Who Can You Trust?" im steten Fluss, lediglich von den beiden Instrumentals "Post Houmous" und "Enjoy The Wait" unterbrochen. Letzteres kommt eher einem Witz gleich, wenn Ross einmal mehr den John Lee Hooker mimt, während sein Geschwisterchen mit blubberndem Elektro dagegen hält. Das 2000er "Fragments Of Freedom" markiert die Hinwendung zu fröhlicheren Pop-Tunes, mit dem sträflich unterschätzten "Howling" findet sich hier das komplette Gegenstück zur unbeschwerten Heiterkeit. Ein düster und drohend wabernder Sound mit hübscher Streicher-Sektion begleitet die Slogans, die Skye von sich gibt und die die Stimmung im Ungefähren lassen. Wer heult hier warum? Wer feuert die Knarre ab und schaukelt durch den Himmel? Die Antwort lautet: egal. Wie oben erwähnt, Skye könnte auch ein Kochbuch vertonen, es klänge einfach umwerfend. "Small Town" flicht ein wenig Off-Beat ein, ein dröhnendes Saxophon sowie ein ganz famoses Orgel-Solo sorgen an den Flanken für den nötigen Drive. Immer schön nach vorne pumpend, aber mit Bedacht! Wer bis hier noch keinen durchgezogen hat, muss das spätestens beim fast neunminütigen Titeltrack. Wem kann man nun trauen? Na, diesem Trio hier. Die schicken dich nämlich mit Wah Wah-Gitarre, Blubber-Elektro, Fiep und Säusel gleich auf die nächste grüne Wolke. Aber keine Angst, man befindet sich in guten Händen. Keine Bewegung zu schnell, kein Gedanke zu hektisch, hier schälen sich angenehme Emotionen aus der Hirnrinde, verweilen einen schönen Moment und sagen sanft Auf Wiedersehen. Morcheeba lassen einen aber nicht in der benebelten Stimmung zurück. Wie der persönliche Gutenmorgen-Gruß zieht "Almost Done" den Hörer wieder ein Stück empor. Gerade so weit, um am Kaffee nippen zu können. Das abschließende "End Title" entschwindet in satten zwei Minütchen als funkige, gut gelaunte Arschwackel-Reprise des Openers "Moog Island" um die Ecke. Das Photoshop Philipp-Cover lässt vielleicht anderes vermuten, aber "Who Can You Trust?" stellt aufgrund seiner Kompaktheit, der grandiosen Kompositionen und der absolut relaxten Stimmung ein Highlight des Trip Hops dar. Über dieses Juwel muss jeder Liebhaber entspannter Zwirbelmusik irgendwann stolpern. Oder schweben. Je, nachdem. © Laut
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Electronic - Erschienen am 14. Oktober 2013 | [PIAS]

Hi-Res Auszeichnungen Hi-Res Audio
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Pop - Erschienen am 31. Mai 2019 | Fly Agaric Records

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Pop - Erschienen am 27. Juni 2011 | [PIAS]

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Pop - Erschienen am 24. Juni 2003 | WM UK

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Pop - Erschienen am 1. Juli 2002 | EastWest U.K.

Am Anfang pfeift ganz kurz ein beunruhigender Wind durchs Studio. Spendete nicht nach ein paar Takten ein ruhig gestrichenes Cello etwas Wärme, klänge das depressive "Slow Down" wie ein typisch verregneter Trip Hop-Track aus der Frühzeit der Londoner. Auch wenn das Thema von "Otherwise" eher schlechte Gefühle sind, ist in der Klangfärbung nun allenfalls noch eine leichte Morgenkühle zu vernehmen. Das morgentliche Bad findet ohne Lungenautomat in großer Tiefe statt ("Aqualung"), bevor die musikalische Reise endlich in den heißen Süden führt: exotische Percussions und dem Tropicalismo entlehnte Harmonik machen in "Sao Paulo" erstmals den selbst gestellte Anspruch hörbar, Einflüsse aus der ganzen Welt zu verbinden. Ein "Charango" ist zwar eigentlich ein kleines, südamerikanisches Saiteninstrument, der Song klingt mit seinen scheppernden Samples und rauen Raps trotzdem nach Großstadt. Da passen natürlich die selbstzerzweifelten Lyriks von Lambchops Kurt Wagner ganz gut hin, auch wenn sich sein "What New York Couples Fight About" sehr langsam und bedächtig entwickelt und mit seiner schleppenden Melodieführung unter dem übrigen meist melancholisch-schönem Sommerpop wie ein Fremdkörper wirkt. Gewiss wollte Skye Edwards das folgende, ebenfalls von Wagner geschriebene "Undress Me Now" nicht nur deshalb selber singen, damit das intellektuelle Gewitter schneller abzieht; vielmehr ist ihr der Song geradezu auf den Leib geschneidert. Überhaupt herrschen ab hier Sonnenschein und Wohlklang vor, ein Lied ist liebreizender als das andere, bis Hörer und Band zuletzt erschöpft in die gut gelüfteten Kissen sinken ("The Great London Traffic Warden Massacre"). © Laut
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Electronic - Erschienen am 3. Februar 2008 | [PIAS] Recordings

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Pop - Erschienen am 1. Juli 2002 | EastWest U.K.

Am Anfang pfeift ganz kurz ein beunruhigender Wind durchs Studio. Spendete nicht nach ein paar Takten ein ruhig gestrichenes Cello etwas Wärme, klänge das depressive "Slow Down" wie ein typisch verregneter Trip Hop-Track aus der Frühzeit der Londoner. Auch wenn das Thema von "Otherwise" eher schlechte Gefühle sind, ist in der Klangfärbung nun allenfalls noch eine leichte Morgenkühle zu vernehmen. Das morgentliche Bad findet ohne Lungenautomat in großer Tiefe statt ("Aqualung"), bevor die musikalische Reise endlich in den heißen Süden führt: exotische Percussions und dem Tropicalismo entlehnte Harmonik machen in "Sao Paulo" erstmals den selbst gestellte Anspruch hörbar, Einflüsse aus der ganzen Welt zu verbinden. Ein "Charango" ist zwar eigentlich ein kleines, südamerikanisches Saiteninstrument, der Song klingt mit seinen scheppernden Samples und rauen Raps trotzdem nach Großstadt. Da passen natürlich die selbstzerzweifelten Lyriks von Lambchops Kurt Wagner ganz gut hin, auch wenn sich sein "What New York Couples Fight About" sehr langsam und bedächtig entwickelt und mit seiner schleppenden Melodieführung unter dem übrigen meist melancholisch-schönem Sommerpop wie ein Fremdkörper wirkt. Gewiss wollte Skye Edwards das folgende, ebenfalls von Wagner geschriebene "Undress Me Now" nicht nur deshalb selber singen, damit das intellektuelle Gewitter schneller abzieht; vielmehr ist ihr der Song geradezu auf den Leib geschneidert. Überhaupt herrschen ab hier Sonnenschein und Wohlklang vor, ein Lied ist liebreizender als das andere, bis Hörer und Band zuletzt erschöpft in die gut gelüfteten Kissen sinken ("The Great London Traffic Warden Massacre"). © Laut
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Pop - Erschienen am 10. Juli 2000 | EastWest U.K.

Ja ja, die Damen und Herren von der WEA wollen mich wohl verkackeiern. Was soll denn das hier sein? Morcheeba? Das war doch bislang immer ein Synonym für melancholische Popsongs. Das, was hier die Runde in meinem CD-Player macht, hat mit Melancholie ungefähr soviel gemein wie deutscher Fußball mit zündenden Ideen. Aus ist's mit tiefer Trübsinnigkeit. Zwar schleppt sich "World Looking In" noch etwas träge dahin und erinnert noch am ehesten an alte Trip Hop-Tage, aber mit der ersten Singleauskopplung "Rome Wasn't Built In A Day" geht die Sonne auf. Skye Edwards schmeichelt den Ohren einmal mehr mit ihrem Engelsgesang und spätestens, wenn der Song in den Refrain mündet, gibts kein Halten mehr. Klasse arrangierte Bläsersätze und - man glaubt es kaum - ein "Huuuhuuu"-Gospelchor zwingen geradezu, die Arme gen Himmel zu werfen und in das Shalala einzustimmen. Praise The Lord, Yeah, Yeah!!! Die Überraschungen nehmen auch danach kein Ende. Mit "Love Is Rare" gibt's die ideale Funk(o)-Packung für die Hüften, und auch "Let It Go" ist trotz etwas Schwermut noch ganz gut als Sundowner zu gebrauchen. Das Trio mutet ihren Fans schon harten Tobak zu. Klingt zwar immer noch nach Morcheeba, aber der Stilwechsel und der Mut zur Fröhlichkeit erstaunen mich doch ungemein. Das muss anstrengend gewesen sein und deswegen legen sie mit "A Well Deserved Break" eine Pause ein. Begleitet von karibischen Steel Drums fudelt die akustische Gitarre eine Melodie durch die Gegend, die ich nicht richtig ernst nehmen kann. Buchen wir das mal als kleinen Spaß ab. So manche Platte wird jetzt schon zum Sommerhit hochgejubelt, aber bislang ist noch keine in Hörweite, die dermaßen viele Vibes und Stimmungen durch die Seele schaukeln läßt wie "Fragments Of Freedom". Album Nr.3 der Engländer ist das mit dem größten Facettenreichtum und folglich hat es sich auch ohne Wenn und Aber die Höchstnote verdient. Von Album zu Album haben sich die drei immer weiter entwickelt und sich neuen Sounds und Stimmung geöffnet. Schön, dass es Bands gibt, die es sich und ihren Hörern nicht ganz einfach machen. Dadurch bleibt die Angelegenheit spannend für alle Seiten. Wenn's nach mir geht: bitte weiter experimentieren. *BRAVO* © Laut
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Pop - Erschienen am 7. Juni 2010 | [PIAS]

Man ist versucht, es ihnen besserwisserisch ins Stammbuch zu schreiben, dass es nur in dieser Konstellation klappen kann. Weder die Godfreys noch Skye Edwards konnten ohne einander an alte Glanzzeiten anknüpfen. Morcheeba ohne Skye war einfach nicht dasselbe, und Skye ohne das Sound-Fundament von Paul und Ross muss man auch nicht jeden Tag haben. Jetzt hat das Dreamteam endlich wieder zusammen gefunden und erfüllt die hochgesteckten Erwartungen, die man im Vorfeld kaum hegen mochte. Der typische abgehangene, melancholische Hip Hop- und Soul-Sound ist wieder am Start. Es scheint, als ob die Brüder nur mit Frau Edwards samtener Stimme zu Hochform auflaufen. Schon "Crimson" klingt nach der süßlich sehnsüchtigen Traurigkeit, die man in dieser Form höchstens noch von "Big Calm" oder "Who Can You Trust" her kennt. Und es kommt noch besser: Skye haucht nicht mehr nur, sondern gefällt sich auch in den Passagen, in denen sie ihr Stimme dem Hörer geradezu entgegen schmettert. Da hat jemand seine Hausaufgaben aber mal richtig erledigt. man hört ihr den Spaß förmlich an, wenn sie an den richtigen Stellen ein schönes Virbrato in ihre Stimme legt. Noisige Distort-Einlagen, Scratches, sanfte Beats, schummrige Keyboard-Teppiche, Wah Wah- und Akustik-Klampfen: alles wie gehabt. Mit dem Unterschied, dass es jetzt einfach wieder richtig klingt, wahrhaftig, eben so, wie der Fan sich Morcheeba in der idealisierten Besetzung eben vorstellt. Gut, sie gehen auf Nummer sicher und verzichten weitgehend auf Experimente. So darf man das Instrumental "Mandala" auch unter 'geschenkt' abhaken und die leichten Schwächen in der B-Note gegen Ende des Albums mit mildtätigem Augenaufschlag verzeihen. So lange beim Wiederkauen der alten Erfolgsrezepte Sachen wie das ganz famose Akustik-Stückchen "I Am The Spring" herausspringen, sieht man noch über ganz andere Sachen hinweg. Dem starken Dreierpack zu Beginn mit "Crimson", "Even Though" und dem Titeltrack folgt mit "Recipe For Disaster" ein weiterer ganz großer Morcheeba-Moment. Damit ihre Fans endgültig in die Glückseligkeits-Umlaufbahn einschwenken können, heißt es jetzt nur noch: weiter so! © Laut
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Pop - Erschienen am 30. Juni 2003 | Atlantic Records UK

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Pop - Erschienen am 9. Mai 2005 | Echo

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Pop - Erschienen am 20. September 1996 | London Records

Als im September 1996 die Gebrüder Godfrey und Skye Edwards mit ihrem Debüt "Who Can You Trust?" fast aus dem Nichts auf der Bildfläche erscheinen, ist der Trip Hop-Zug eigentlich schon abgefahren. Der sonst so treffsichere Radiosender FM4 aus der Alpenrepublik versteigt sich anno Tobak im Zusammenhang mit Morcheeba gar zu der Behauptung, das Trio spiele in der zweiten Liga des Genres. Angesichts des Debüts: eine mittelschwere Fehlinterpretation. Den großen Erfolg feiern Morcheeba erst mit dem zweiten Album "Big Calm" und Überflieger-Tracks wie "The Sea" oder "Part Of The Process". Mit "Who Can You Trust?" stehen sie aber noch knietief in trippigen Gefilden, was ihnen im Rückblick auch am besten zu Gesicht steht. Die zwei Brüder und die Elfe am Mikrofon laufen sich eher zufällig über den Weg und beginnen um 1995 herum, an Songs zu basteln. DJ und Produzent Paul sowie sein an diversen Instrumenten versierter Bruder Ross bilden hierbei ein kongeniales Duo. Die beiden bereiten Skye, der Sängerin mit der Engelsstimme, das ideale Fundament, um darüber ihre Texte zu hauchen. Die Dame besitzt ein Timbre, mit dem sie auch ellenlange Epistel aus dem Brockhaus zitieren könnte, das Publikum hinge dennoch gespannt an ihren Lippen. Der Sound des Albums bietet oldschoolige Hip Hop-Beats, zahlreiche Scratches, funky Gitarreneinlagen, perkussive Spielereien mit Congas und Tablas, Sequenzer-Gezwirbel und allerlei weitere spaßige Ingredienzen. Das macht die Reise durch das Dutzend Tracks zum perfekten Sportzigaretten-Soundtrack. Am Meer, See, Fluss, zu Hause? Ganz egal: "Who Can You Trust?" einlegen, und man schwebt entspannt von einem angenehmen Emotions-Strudel zum nächsten. Trotz der wunderbar ineinander greifenden Rädchen der Produktion klingen die Songs nie aufdringlich. An allen Ecken und Enden sorgen Effekte und Spielereien für die richtige Auflockerung. Hier tut sich besonders Ross Godfrey hervor, der allerlei Saiteninstrumente aus seinem Fundus auspackt. Slidegitarre? Bitte, gerne! Die Single "Trigger Hippie" profitiert davon enorm, wenn er im Hintergrund wie ein zugedröhnter Blueser sein Instrument malträtiert. Über die gesamte Spielzeit befindet sich "Who Can You Trust?" im steten Fluss, lediglich von den beiden Instrumentals "Post Houmous" und "Enjoy The Wait" unterbrochen. Letzteres kommt eher einem Witz gleich, wenn Ross einmal mehr den John Lee Hooker mimt, während sein Geschwisterchen mit blubberndem Elektro dagegen hält. Das 2000er "Fragments Of Freedom" markiert die Hinwendung zu fröhlicheren Pop-Tunes, mit dem sträflich unterschätzten "Howling" findet sich hier das komplette Gegenstück zur unbeschwerten Heiterkeit. Ein düster und drohend wabernder Sound mit hübscher Streicher-Sektion begleitet die Slogans, die Skye von sich gibt und die die Stimmung im Ungefähren lassen. Wer heult hier warum? Wer feuert die Knarre ab und schaukelt durch den Himmel? Die Antwort lautet: egal. Wie oben erwähnt, Skye könnte auch ein Kochbuch vertonen, es klänge einfach umwerfend. "Small Town" flicht ein wenig Off-Beat ein, ein dröhnendes Saxophon sowie ein ganz famoses Orgel-Solo sorgen an den Flanken für den nötigen Drive. Immer schön nach vorne pumpend, aber mit Bedacht! Wer bis hier noch keinen durchgezogen hat, muss das spätestens beim fast neunminütigen Titeltrack. Wem kann man nun trauen? Na, diesem Trio hier. Die schicken dich nämlich mit Wah Wah-Gitarre, Blubber-Elektro, Fiep und Säusel gleich auf die nächste grüne Wolke. Aber keine Angst, man befindet sich in guten Händen. Keine Bewegung zu schnell, kein Gedanke zu hektisch, hier schälen sich angenehme Emotionen aus der Hirnrinde, verweilen einen schönen Moment und sagen sanft Auf Wiedersehen. Morcheeba lassen einen aber nicht in der benebelten Stimmung zurück. Wie der persönliche Gutenmorgen-Gruß zieht "Almost Done" den Hörer wieder ein Stück empor. Gerade so weit, um am Kaffee nippen zu können. Das abschließende "End Title" entschwindet in satten zwei Minütchen als funkige, gut gelaunte Arschwackel-Reprise des Openers "Moog Island" um die Ecke. Das Photoshop Philipp-Cover lässt vielleicht anderes vermuten, aber "Who Can You Trust?" stellt aufgrund seiner Kompaktheit, der grandiosen Kompositionen und der absolut relaxten Stimmung ein Highlight des Trip Hops dar. Über dieses Juwel muss jeder Liebhaber entspannter Zwirbelmusik irgendwann stolpern. Oder schweben. Je, nachdem. © Laut
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Pop - Erschienen am 27. Januar 2021 | Fly Agaric Records

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Pop - Erschienen am 5. Dezember 2005 | Rhino

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Electronic - Erschienen am 26. Februar 2021 | Fly Agaric Records

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Pop - Erschienen am 1. Juli 2002 | EastWest U.K.

Am Anfang pfeift ganz kurz ein beunruhigender Wind durchs Studio. Spendete nicht nach ein paar Takten ein ruhig gestrichenes Cello etwas Wärme, klänge das depressive "Slow Down" wie ein typisch verregneter Trip Hop-Track aus der Frühzeit der Londoner. Auch wenn das Thema von "Otherwise" eher schlechte Gefühle sind, ist in der Klangfärbung nun allenfalls noch eine leichte Morgenkühle zu vernehmen. Das morgentliche Bad findet ohne Lungenautomat in großer Tiefe statt ("Aqualung"), bevor die musikalische Reise endlich in den heißen Süden führt: exotische Percussions und dem Tropicalismo entlehnte Harmonik machen in "Sao Paulo" erstmals den selbst gestellte Anspruch hörbar, Einflüsse aus der ganzen Welt zu verbinden. Ein "Charango" ist zwar eigentlich ein kleines, südamerikanisches Saiteninstrument, der Song klingt mit seinen scheppernden Samples und rauen Raps trotzdem nach Großstadt. Da passen natürlich die selbstzerzweifelten Lyriks von Lambchops Kurt Wagner ganz gut hin, auch wenn sich sein "What New York Couples Fight About" sehr langsam und bedächtig entwickelt und mit seiner schleppenden Melodieführung unter dem übrigen meist melancholisch-schönem Sommerpop wie ein Fremdkörper wirkt. Gewiss wollte Skye Edwards das folgende, ebenfalls von Wagner geschriebene "Undress Me Now" nicht nur deshalb selber singen, damit das intellektuelle Gewitter schneller abzieht; vielmehr ist ihr der Song geradezu auf den Leib geschneidert. Überhaupt herrschen ab hier Sonnenschein und Wohlklang vor, ein Lied ist liebreizender als das andere, bis Hörer und Band zuletzt erschöpft in die gut gelüfteten Kissen sinken ("The Great London Traffic Warden Massacre"). © Laut
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Dance - Erschienen am 19. April 2019 | Fly Agaric Records

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Electronic - Erschienen am 28. Januar 2008 | Echo