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Noel Gallagher - wer hat eigentlich den Mond erschaffen ?

Ein drittes, kaleidoskopartiges Album des ältesten Gallagher-Bruders...

Von Sandra Zoor | Video des Tages | 1. Dezember 2017
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Qobuz

Es schien, als müsste ein Album, das auf den Namen Gallagher hört - egal, ob Liam oder Noel - unbedingt nach Oasis zu klingen haben. Ist dieses Muss dabei, sich langsam aber sicher in Luft aufzulösen? Mit Who Built The Moon ? bringt Noel, der ältere der beiden verfeindeten Brüder, der im Duo aus Manchester für die Kompositionen zuständig war, ein Solo-Album heraus, das sehr viel eklektischer klingt, als dies normalerweise bei ihm der Fall ist. So hat er zum ersten Mal in der Geschichte seiner Solo-Karriere die Produktion seiner Musik an eine dritte Person abgegeben. David Holmes, eher Experte für Elektro oder Trip Hop als für Rock, sitzt also hinter den Knöpfen und Hebeln von Who Built The Moon ?. Es verwundert also nicht weiter, dass die Musik von Noel Gallagher hier zu weniger erwarteten Klängen abdriftet.

Auch wenn dieses dritte Studioalbum in Teilen der Richtung seines Vorgängeralbums Chasing Yesterday folgt, so klingt es doch sehr viel vielseitiger und wandert vom Psychedelic zum Folk, vom Elektro zum Glam, vom Madchester-Sound zu Sixties-Klängen… Wir hören hier sogar köstliche Instrumental-Passagen, auf die David Exelrod stolz gewesen wäre, wie auf Interlude (Wednesday Part 1). Noel Gallagher bringt hiermit ohne Zweifel seine klangreichste und vielfältigste Platte heraus. Bei jedem Song spürt man, dass er ein wahrer Musik-Fan ist, ein faszinierendes Schlemmermäulchen, das sich wenig daraus macht, zwischen seinen Geschmäckern und Wünschen eine Auswahl zu treffen, sondern lieber alles einmal probiert. Um dem Ganzen noch ein Sahnehäubchen aufzusetzen, hat er dann auch noch zwei hochrangige Gäste eingeladen: Das Ex-Jam-Mitglied Paul Weller an der Orgel auf Holy Mountain und das ehemalige Mitglied der The Smiths Johnny Marr an der Gitarre und an der Harmonika auf If Love Is The Law.







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