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Dank der Zusammenarbeit im Vorfeld mit den Tonstudios und einer immer größer werdenden Anzahl an Major- und Independent-Labels (ECM, Mirare, Aeolus, Ondine, Winter & Winter, Laborie, Ambronay Editions, Zig Zag Territoires, usw.) kann Qobuz immer mehr Neuheiten und eine umfangreichere Auswahl seines Backkatalogs in Hi-Res 24-Bit anbieten. Diese Alben geben den direkt vom Mischpult stammenden Originalklang wieder und ermöglichen ein unvergleichliches Hörerlebnis, das über die Qualität von CDs (die üblicherweise auf 44,1 kHz/ 16 Bit "reduziert" werden) hinausreicht. Die Dateien in "Qobuz Hi-Res" sind DRM-frei und zu 100 % mit Mac und PC kompatibel. Qobuz setzt sich so für die Klangverbesserung der Online-Musik ein, die lange Zeit vom komprimierten MP3-Format bestimmt war, und bietet Musikliebhabern Klangqualität und Komfort bei der Nutzung von digitaler Musik.

Hinweis Die auf Qobuz angebotenen Alben in Hi-Res 24-Bit werden direkt von den Labels bereitgestellt. Es findet keine SACD-Neukodierung statt, und wir garantieren, dass die Alben auf direktem Wege bezogen werden. Wir nehmen grundsätzlich keine manipulierten Alben in unser Angebot auf.

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Rock - Erschienen am 7. Juni 2013 | Rhino - Warner Records

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Pop - Erschienen am 22. August 2012 | WM Japan

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Disco - Erschienen am 28. Januar 2014 | Rhino Atlantic

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Pop - Erschienen am 25. März 2014 | Rhino - Elektra

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Rock - Erschienen am 17. Dezember 2013 | Rhino - Warner Records

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Oper - Erschienen am 22. September 2014 | Warner Classics

Hi-Res Booklets Auszeichnungen Diapason d'or de l'année - Diapason d'or - Choc Classica de l'année - 5 Sterne Fono Forum Klassik
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Pop - Erschienen am 1. Juli 2014 | Rhino

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Rock - Erschienen am 25. November 2020 | Reprise

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Neil Young hat keine Bedenken, was die Bankkonten seiner Fans betrifft. Der Loner gräbt nahezu alle drei Monate zuvor noch nie veröffentlichtes Archivmaterial aus, außer er hat gerade eine neue Idee, um wieder ein Album einzuspielen… Dieses Mal geht es aber um etwas ganz anderes, es handelt sich um die zweite „dicke CD-Box“ aus der Archives-Serie. Nach einer ersten, kraftstrotzenden Ausgabe mit 125, zwischen 1963 und 1972 eingespielten und im Juni 2009 veröffentlichten Titeln, stellt das zweite Volumen nun sein goldenes Zeitalter (1972/1976) in den Mittelpunkt, jene Zeit also, in der seine Meisterwerke Harvest, On the Beach, Tonight's the Night und Zuma auf dem Markt erschienen. Von den 139, tadellos remasterten Titeln (wir alle wissen, wie pingelig er ist, wenn es um den Klang geht) werden 63 zum allerersten Mal veröffentlicht. Dazu gehören sowohl Live-Mitschnitte als auch alternative Takes von bekannten Songs (wie etwa eine Coverversion von Joni Mitchells Raised on Robbery mit Joni Mitchell!) und 12, bis auf den heutigen Tag noch nie gehörte Kompositionen, darunter die wunderbare, introspektive Ballade Frozen Man sowie Goodbye Christians on the Shore. Dieses Fest breitet sich auf 10 Platten aus: Everybody’s Alone (1972 – 1973), Tuscaloosa (1973), Tonight's the Night (1973), Roxy: Tonight’s the Night Live (1973), Walk On (1973 – 1974), The Old Homestead (1974), Homegrown (1974 – 1975), Dume (1975), Look Out for My Love (1975 – 1976) und Odeon Budokan (1976). Man braucht nicht jeden einzelnen Titel dieser Folk-Rock-Orgie zu analysieren, man versteht auch so, dass Neil Young da am Höhepunkt seines künstlerischen Elans steht. Er lässt die Heilige Schrift des Rock mit der des Country und des Folk zusammenprallen, und so findet er im Handumdrehen seine eigene, einzigartige Sprache. Seine Stimme ist genauso unverwechselbar wie sein Gitarrenspiel, dieser faszinierende und betörende Elektrowellenritt. Es geht unter die Haut oder hört sich wie ein großes akustisches, halb trauriges, halb melancholisches Geständnis an, wodurch seine (oft grandiosen) Songs originell und fesselnd werden. Die Zeit damals war alles andere als heiter für den von Zweifeln geplagten Neil Young, der sich allerlei künstlerischen und persönlichen Dilemmata zu stellen hatte: Ditch Trilogy (Graben-Trilogie, bestehend aus Time Fades Away, Tonight's the Night, On the Beach, drei Alben, die damals seitens der Kritiker und des Publikums mit gemischten Gefühlen aufgenommen wurden, letzten Endes dann aber zu den bedeutendsten der siebziger Jahre zählen sollten), verloren gegangene oder in der Schublade verschwundene Aufnahmen, Danny Whittens Tod, heroinsüchtiger Gitarrist seiner Gruppe Crazy Horse, Trennung von seiner Angebeteten Carrie Snodgress – für sein Werk ist diese Art Sturm und Drang segensreich wie nie zuvor! Hat man sich erst einmal durch dieses beeindruckende und vielfältige Gesamtkunstwerk durchgearbeitet, scheint es mehr als je ein unentbehrliches Werk zu sein, an dem sich sowohl die Fans als auch Neulinge erfreuen können. © Marc Zisman/Qobuz
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Klassik - Erschienen am 11. Oktober 2019 | haenssler CLASSIC

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Als gewichtigen und unkonventionellen Beitrag zum anstehenden Beethoven-Jubiläumsjahr hat Profil Classics eine Box vorgelegt, die – meines Wissens zum ersten Mal –„sämtliche“ Klavierwerke des Komponisten zusammenfasst: Auf sechzehn CDs mit über zwanzig Stunden Spielzeit nicht nur die 32 Sonaten, sondern auch seine vielen Variationsreihen, Bagatellen, Tanzsätze und Albumblätter. Und sie alle in chronologischer Reihenfolge aneinandergereiht, damit zusammensteht, was der Entstehungszeit nach zusammengehört. So hat also zum Beispiel die beliebte Petitesse „Für Elise“ ihren Platz neben der großen Appassionata und den 32 c-Moll-Variationen, aber die G-Dur-Sonate aus dem op. 49 rangiert noch vor der Dreierserie des op. 10. Für die pianistische Realisierung des Großprojekts, das im Laufe eines Jahrzehnts im Leipziger Gewandhaus entstand, fiel die Wahl auf Martino Tirimo, den britisch-zypriotischen Allround-Musiker. Tirimo, Jahrgang 1942, ist in Großbritannien nicht nur als Pianist, sondern auch als Dirigent, Musikschriftsteller, Herausgeber und Hochschullehrer erfolgreich hervorgetreten, seine vielen Aufnahmen, vor allem mit Schubert, Mozart und Debussy, sind bei uns vertrieblich allerdings nie besonders promotet worden. Derlei Geringschätzung sollte jedoch niemanden von der Beschäftigung mit diesem klavieristischen Gesamt-Beethoven abhalten. Denn Tirimos Pianistik ist unbestreitbar erstklassig, sein Ton behält auch im zarten Piano Kern, alle Sätze sind klar konturiert, und sie sind ausnahmslos mit vorbildlicher handwerklicher Sorgfalt gestaltet. Der Gesamteindruck ist dennoch nicht einheitlich: Oft, vor allem in Beethovens abgelegeneren Werken, führt Tirimos unverdrossen penible Umsetzung des Notentextes zu einem leicht statischen und vordergründigen Eindruck. Andererseits stößt man beim Abhören aber nicht selten auch auf Darstellungen, in denen die Musik sich ohne alle demonstrative Mache aus sich selbst „organisch“ zu entwickeln scheint, zwingend in klanglichem Ebenmaß, erfreulicher Tempokonstanz und innerer Gespanntheit – so können zum Beispiel gleich die frühe f-Moll-Sonate oder auch die „Sturm“-Sonate glatt neben jeder Konkurrenz bestehen. Die Aufmachung der (preisgünstig angebotenen) Box ist sparsam: Die informativen englischen Anmerkungen Tirimos zu jedem einzelnen der Werke sind lesenswert, bleiben aber unübersetzt, und jede CD steckt unvorteilhaft in einer zugeklebten (!), kaum ohne Beschädigung zu öffnenden Papierhülle. © Harden, Ingo / www.fonoforum.de
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Rock - Erschienen am 9. September 2014 | Grateful Dead - Rhino

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Klassik - Erschienen am 3. April 2020 | Klanglogo

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Pop - Erschienen am 30. April 2013 | Rhino - Elektra

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Pop - Erschienen am 7. Mai 2013 | Rhino Atlantic

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Hard Rock - Erschienen am 2. April 2013 | Rhino - Warner Records

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Ambient - Erschienen am 12. April 2019 | Infinite Best

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Rock - Erschienen am 13. Mai 2016 | Grateful Dead - Rhino

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Punk – New Wave - Erschienen am 27. September 2019 | Rhino - Warner Records

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Ein Rock’n’Roll-Tsunami! Auf der Bühne stellten sich die Ramones nicht viele Fragen und feuerten auf alles, was ihnen unter die Augen kam, um ihre originellen, traditionell fest im Rock’n’Roll verankerten Spielregeln allen in Erinnerung zu rufen, die von Surf Musik bis zu den Girl Groups reichen. Ihre Philosophie ist die Dummheit, ihr einziges Credo ist der jugendliche Leichtsinn und als Massenvernichtungswaffen setzen sie die Überschallgitarren ein: dieses der Form nach bipolare, im Grunde genommen hervorragende Glaubensbekenntnis bot Gelegenheit für amphetaminversetzte Bubble-Gum-Pop-Hymnen wie Blitzkrieg Bop, Now I Wanna Sniff Some Glue und Judy Is a Punk. Für das 1977 im Londoner Rainbow Theatre am Silvesterabend aufgenommene It’s Alive hängen sie sich mit 200 km/h rein, um dann mit diesen Hits anzukommen, sowie weiteren, die sie aus ihren ersten drei Alben, Ramones (1976), Leave Home (1977) und Rocket to Russia (1977) herauspicken. Die Gang der (falschen) Brüder von Forest Hills aus  Queens schafft es, in weniger als einer Stunde 28 Tracks aufzutischen! Anlässlich des 40-jährigen Bestehens dieser im April 1979 erschienenen Live-Anthologie präsentiert diese Deluxe-Edition das neu gemasterte Original-Album sowie eine ganze Reihe von Stücken, die bei derselben UK-Tour im Dezember 1977 bei anderen Konzerten mitgeschnitten wurden: im Top Ranking in Birmingham am 28., in der Victoria Hall in Stoke-on-Trent am 29. und im Friars in Aylesbury am 30. des Monats. Da sie nicht die Schnörkel (von denen es ohnehin nur sehr wenige gab) von Studioaufnahmen haben, zeigen alle Songs von It’s Alive ihre anfängliche Rage auf noch unverfälschtere und effizientere Weise. Eine 40th Anniversary Deluxe Edition, bei der der Produzent und Soundingenieur des ursprünglichen Albums Ed Stasium an den Reglern stand. © Marc Zisman/Qobuz
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Pop - Erschienen am 25. September 2015 | Parlophone UK

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Man kann es sich heute gar nicht mehr vorstellen, wie es wohl gewesen sein muss, etwa im Jahr 1972 David Bowie-Fan gewesen zu sein. Mitanzusehen, wie aus einem kaum bekannten Folkrock-Lockenschopf aus der Grafschaft Kent ein androgynes Zwitterwesen und schließlich ein globaler Superstar wurde, dessen wundersame Musik im damaligen Endzeit-Klima ausgelutschter Bluesrock-Adepten eine Schneise schlug wie 20 Jahre später "Nevermind". Der zu den Außenseitern sprach und trotzdem die Charts aufrollte. Der in Interviews über außerhalb von New York oder L.A. völlig unbekannte Musiker wie Lou Reed oder Iggy Pop ins Schwärmen geriet. Und der vor allem mit seinen ständigen optischen wie musikalischen Radikalumbrüchen Anhänger wie Gegner in Atem hielt. Kurz: Es muss absolut faszinierend gewesen sein. "Five Years: 1969-1973" ist genau das, was man einer Legende wie Bowie alleine schon für seine Heilige Album-Dreifaltigkeit "Hunky Dory"/"Ziggy Stardust And The Spiders From Mars"/"Aladdin Sane" (alle 5/5) widmen muss. Es ist Teil eins eines karriereumspannenden Sets, bestehend aus wahlweise 12 CDs, 13 Vinyls oder Downloads, je nach Belieben. Mit dabei sind sechs Studio-Alben, zwei Live-Alben, der 2003er Ken Scott-Mix von "The Rise And Fall Of Ziggy Stardust And The Spiders From Mars" und eine Fan-Compilation mit raren Single-Versionen und B-Seiten, etwa einem unveröffentlichten Single-Edit von "All The Madmen" oder der 1971er Originalversion von "Holy Moly". So kann man anhand der Alben noch einmal den unvergleichlichen Karrierebeginn dieses jungen, für alle Facetten der Kunst offenen Typen nachfühlen, der unter dem Einfluss von u.a. Warhol, Nietzsche, Kabuki und "Clockwork Orange" Songs komponierte, die den Boden für seinen heutigen Stellenwert als überlebensgroße, mythische Popfigur bereiteten. Hierzu zählt in der Regel weder sein folkpoppiges Debütalbum "David Bowie" von 1967 (3/5), noch das hier vorliegende "Space Oddity" von 1969 (3/5), obwohl die Worte des damals schon beteiligten Produzenten Tony Visconti im begleitenden, wunderschön aufgemachten "Five Years"-Buch nachvollziehbar klingen: "Man spielte mir Songs vor, die auf sein zweites Album kommen sollten. Ich mochte, was ich hörte. Es war sofort spürbar, dass er eine besondere Stimme hatte, weit über dem Durchschnitt des herkömmlichen Popsängers. Das gilt auch für sein Songwriting. Es war nicht dumm genug für zeitgenössischen Pop, obwohl die Beatles quasi jeden ermunterten, einfach zu machen, wozu man grade Lust hat." Das Album hatte einen Hit, der alles überstrahlte: Der Mondlandungssong "Space Oddity" ist aus der Sicht eines Raumfahrers geschrieben, der sich in ähnlich großer Entfernung zur Mutter Erde befand, wie Bowie bald zu seinen Kollegen des gängigen Rock'n'Roll-Betriebs. Doch diese Zeit begann auch noch nicht mit dem tendenziell düsteren, noch in derben Hippie-Rockismen badenden "The Man Who Sold The World" von 1970 (4/5). In "All The Madman", "Black Country Rock" und allen voran dem Titelsong leuchtet die Glamrock-DNA zukünftiger Heldentaten gleichwohl schon hell hervor. Es war die erste Platte in der Spiders-Besetzung mit Gitarrist Mark Ronson. "Hunky Dory" von 1971 beinhaltet mit "Changes" und "Life On Mars?" zwei der beeindruckendsten Bowie-Songs überhaupt. Unzählige spätere Stars berufen sich neben "Ziggy Stardust" auf dieses Album als Inspiration, auch Johnny Marr, der gleich noch ein paar Nachkömmlinge aufzählt: "Diese beiden Alben befreiten so viele Jugendliche aus den gleichförmigen Strukturen ihrer tristen Vororte. Menschen, zu denen ich aufschaute wie Pete Shelley von den Buzzcocks oder Ian Curtis waren sehr von Bowie beeinflusst. Kein Bowie, kein John Lydon, keine Sex Pistols. Unglaublich viele Eltern hassten die Alben, weil sie so offensichtlich sexuell aufgeladen waren", womit Marr auch den Nachfolger "Aladdin Sane" meinte. In der Phase erfand sich Bowie als Mod-Garbo neu, eine Art männliche Femme Fatale. Auf "Ziggy Stardust And The Spiders From Mars" befinden sich unsterbliche Tracks wie "Starman", der Titeltrack und das Velvet Underground-Esprit versprühende "Suffragette City". "You're not alone / you're wonderful", kreischt er auf dem Schlusstrack "Rock'n'Roll Suicide" allen Outsidern entgegen, die sich wie hypnotisiert ihrem rothaarigen Erlöser anschließen. Diese aufregende Zeit wird vom schicken Booklet ansprechend begleitet. Visconti darf hier noch einmal aus dem Nähkästchen plaudern und die eine oder andere Musikkritik von damals verleitet zum Schmunzeln. Das Vorwort überlässt man Kinks-Boss Ray Davies, einer von Bowies eigenen Idolen, der nicht allzu viel Spannendes zu berichten weiß, pflichtgemäß Bowies Kinks-Cover auf "Pin-Ups" (2/5) lobt und die floskeltriefende Feststellung "Ohne Bowie wären die 70er nicht diesselben gewesen" ausgerechnet Boy George zuschreibt. Als bestünde bei Bowie Mangel an Zitaten großer Künstler. "Ich bewundere alles, was David Bowie in den 70er Jahren erschaffen hat. Er war auf einer Mission. Er war gerade brillant, weil er auch mal nicht ins Schwarze traf", findet Radiohead-Gitarrist Ed O'Brien, der mit dem markerschütternd intensiven Album "Ok Computer" vielleicht das "Ziggy Stardust" der 90er Jahre miterschaffen hat. Für Trent Reznor zählt Bowie natürlich auch zu den Großen im Geschäft, da "er im Laufe seiner langen Karriere immer den Mut aufgebracht hat, Dinge zu zerbrechen und einen neuen Kurs einzuschlagen, obwohl der ihm eventuell hätte misslingen können." Während die enthaltenen Livealben "Live Santa Monica '72" (4/5) und "Ziggy Stardust: The Motion Picture Soundtrack" (5/5) vor allem von historischem Wert sind, zumal letzteres den Abschiedsgig der Bühnenfigur Ziggy Stardust im Juli 1973 in London dokumentiert, dürften vor allem die zwei "Re:Call" benannten CDs mit Raritäten als Kaufargument für "Five Years" herhalten. Obskuritäten wie "Ragazzo Solo, Ragazza Sola", die italienische Version von "Space Oddity", finden sich hier ebenso ein wie Outtakes früher Songs wie "Janine" oder "Memory Of A Free Festival", deren Reize man allerdings nur erkennt, wenn man die Studioversionen in- und auswendig kennt. Das gilt auch für die Mono-Single-Versionen von Tracks wie "Changes", "Andy Warhol" oder dem "German Single Edit" von "Drive-In Saturday", das eventuell zehn Sekunden kürzer ist als das Original. Dafür ist die Originalversion von "Holy Holy" dabei, die bislang nur 1971 als Mercury-Single veröffentlicht wurde. Letztlich richtet sich "Five Years: 1969-1973" an Bowie-Komplettisten oder an jene Neueinsteiger, die nichts mit Compilation-Boxsets wie "Nothing Has Changed" anfangen können. Schön aufgemacht ist das Package auf jeden Fall. © Laut
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Pop - Erschienen am 25. September 2015 | Parlophone UK

Hi-Res Booklet
Man kann es sich heute gar nicht mehr vorstellen, wie es wohl gewesen sein muss, etwa im Jahr 1972 David Bowie-Fan gewesen zu sein. Mitanzusehen, wie aus einem kaum bekannten Folkrock-Lockenschopf aus der Grafschaft Kent ein androgynes Zwitterwesen und schließlich ein globaler Superstar wurde, dessen wundersame Musik im damaligen Endzeit-Klima ausgelutschter Bluesrock-Adepten eine Schneise schlug wie 20 Jahre später "Nevermind". Der zu den Außenseitern sprach und trotzdem die Charts aufrollte. Der in Interviews über außerhalb von New York oder L.A. völlig unbekannte Musiker wie Lou Reed oder Iggy Pop ins Schwärmen geriet. Und der vor allem mit seinen ständigen optischen wie musikalischen Radikalumbrüchen Anhänger wie Gegner in Atem hielt. Kurz: Es muss absolut faszinierend gewesen sein. "Five Years: 1969-1973" ist genau das, was man einer Legende wie Bowie alleine schon für seine Heilige Album-Dreifaltigkeit "Hunky Dory"/"Ziggy Stardust And The Spiders From Mars"/"Aladdin Sane" (alle 5/5) widmen muss. Es ist Teil eins eines karriereumspannenden Sets, bestehend aus wahlweise 12 CDs, 13 Vinyls oder Downloads, je nach Belieben. Mit dabei sind sechs Studio-Alben, zwei Live-Alben, der 2003er Ken Scott-Mix von "The Rise And Fall Of Ziggy Stardust And The Spiders From Mars" und eine Fan-Compilation mit raren Single-Versionen und B-Seiten, etwa einem unveröffentlichten Single-Edit von "All The Madmen" oder der 1971er Originalversion von "Holy Moly". So kann man anhand der Alben noch einmal den unvergleichlichen Karrierebeginn dieses jungen, für alle Facetten der Kunst offenen Typen nachfühlen, der unter dem Einfluss von u.a. Warhol, Nietzsche, Kabuki und "Clockwork Orange" Songs komponierte, die den Boden für seinen heutigen Stellenwert als überlebensgroße, mythische Popfigur bereiteten. Hierzu zählt in der Regel weder sein folkpoppiges Debütalbum "David Bowie" von 1967 (3/5), noch das hier vorliegende "Space Oddity" von 1969 (3/5), obwohl die Worte des damals schon beteiligten Produzenten Tony Visconti im begleitenden, wunderschön aufgemachten "Five Years"-Buch nachvollziehbar klingen: "Man spielte mir Songs vor, die auf sein zweites Album kommen sollten. Ich mochte, was ich hörte. Es war sofort spürbar, dass er eine besondere Stimme hatte, weit über dem Durchschnitt des herkömmlichen Popsängers. Das gilt auch für sein Songwriting. Es war nicht dumm genug für zeitgenössischen Pop, obwohl die Beatles quasi jeden ermunterten, einfach zu machen, wozu man grade Lust hat." Das Album hatte einen Hit, der alles überstrahlte: Der Mondlandungssong "Space Oddity" ist aus der Sicht eines Raumfahrers geschrieben, der sich in ähnlich großer Entfernung zur Mutter Erde befand, wie Bowie bald zu seinen Kollegen des gängigen Rock'n'Roll-Betriebs. Doch diese Zeit begann auch noch nicht mit dem tendenziell düsteren, noch in derben Hippie-Rockismen badenden "The Man Who Sold The World" von 1970 (4/5). In "All The Madman", "Black Country Rock" und allen voran dem Titelsong leuchtet die Glamrock-DNA zukünftiger Heldentaten gleichwohl schon hell hervor. Es war die erste Platte in der Spiders-Besetzung mit Gitarrist Mark Ronson. "Hunky Dory" von 1971 beinhaltet mit "Changes" und "Life On Mars?" zwei der beeindruckendsten Bowie-Songs überhaupt. Unzählige spätere Stars berufen sich neben "Ziggy Stardust" auf dieses Album als Inspiration, auch Johnny Marr, der gleich noch ein paar Nachkömmlinge aufzählt: "Diese beiden Alben befreiten so viele Jugendliche aus den gleichförmigen Strukturen ihrer tristen Vororte. Menschen, zu denen ich aufschaute wie Pete Shelley von den Buzzcocks oder Ian Curtis waren sehr von Bowie beeinflusst. Kein Bowie, kein John Lydon, keine Sex Pistols. Unglaublich viele Eltern hassten die Alben, weil sie so offensichtlich sexuell aufgeladen waren", womit Marr auch den Nachfolger "Aladdin Sane" meinte. In der Phase erfand sich Bowie als Mod-Garbo neu, eine Art männliche Femme Fatale. Auf "Ziggy Stardust And The Spiders From Mars" befinden sich unsterbliche Tracks wie "Starman", der Titeltrack und das Velvet Underground-Esprit versprühende "Suffragette City". "You're not alone / you're wonderful", kreischt er auf dem Schlusstrack "Rock'n'Roll Suicide" allen Outsidern entgegen, die sich wie hypnotisiert ihrem rothaarigen Erlöser anschließen. Diese aufregende Zeit wird vom schicken Booklet ansprechend begleitet. Visconti darf hier noch einmal aus dem Nähkästchen plaudern und die eine oder andere Musikkritik von damals verleitet zum Schmunzeln. Das Vorwort überlässt man Kinks-Boss Ray Davies, einer von Bowies eigenen Idolen, der nicht allzu viel Spannendes zu berichten weiß, pflichtgemäß Bowies Kinks-Cover auf "Pin-Ups" (2/5) lobt und die floskeltriefende Feststellung "Ohne Bowie wären die 70er nicht diesselben gewesen" ausgerechnet Boy George zuschreibt. Als bestünde bei Bowie Mangel an Zitaten großer Künstler. "Ich bewundere alles, was David Bowie in den 70er Jahren erschaffen hat. Er war auf einer Mission. Er war gerade brillant, weil er auch mal nicht ins Schwarze traf", findet Radiohead-Gitarrist Ed O'Brien, der mit dem markerschütternd intensiven Album "Ok Computer" vielleicht das "Ziggy Stardust" der 90er Jahre miterschaffen hat. Für Trent Reznor zählt Bowie natürlich auch zu den Großen im Geschäft, da "er im Laufe seiner langen Karriere immer den Mut aufgebracht hat, Dinge zu zerbrechen und einen neuen Kurs einzuschlagen, obwohl der ihm eventuell hätte misslingen können." Während die enthaltenen Livealben "Live Santa Monica '72" (4/5) und "Ziggy Stardust: The Motion Picture Soundtrack" (5/5) vor allem von historischem Wert sind, zumal letzteres den Abschiedsgig der Bühnenfigur Ziggy Stardust im Juli 1973 in London dokumentiert, dürften vor allem die zwei "Re:Call" benannten CDs mit Raritäten als Kaufargument für "Five Years" herhalten. Obskuritäten wie "Ragazzo Solo, Ragazza Sola", die italienische Version von "Space Oddity", finden sich hier ebenso ein wie Outtakes früher Songs wie "Janine" oder "Memory Of A Free Festival", deren Reize man allerdings nur erkennt, wenn man die Studioversionen in- und auswendig kennt. Das gilt auch für die Mono-Single-Versionen von Tracks wie "Changes", "Andy Warhol" oder dem "German Single Edit" von "Drive-In Saturday", das eventuell zehn Sekunden kürzer ist als das Original. Dafür ist die Originalversion von "Holy Holy" dabei, die bislang nur 1971 als Mercury-Single veröffentlicht wurde. Letztlich richtet sich "Five Years: 1969-1973" an Bowie-Komplettisten oder an jene Neueinsteiger, die nichts mit Compilation-Boxsets wie "Nothing Has Changed" anfangen können. Schön aufgemacht ist das Package auf jeden Fall. © Laut
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Klaviersolo - Erschienen am 11. September 2015 | Sony Classical

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