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Die Alben

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So richtig in Love

Pauls Jets

Alternativ und Indie - Erschienen am 29. Oktober 2021 | Staatsakt Rec. GmbH

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Rolfie lebt

Rolf Blumig

Alternativ und Indie - Erscheint am 25. Februar 2022 | Staatsakt Rec. GmbH

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Jazzfest

Pauls Jets

Alternativ und Indie - Erscheint am 18. Februar 2022 | Staatsakt Rec. GmbH

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Europop

Carl Schilde

Nordamerika - Erscheint am 4. Februar 2022 | Staatsakt Rec. GmbH

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Gelbe Spinnerei

Eat Them

Rock - Erschienen am 17. Dezember 2021 | Staatsakt Rec. GmbH

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Montecarlo Magic

Mieke Miami

Pop - Erschienen am 17. Dezember 2021 | Staatsakt Rec. GmbH

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Cry Baby Cry

Mieke Miami

Electronic - Erschienen am 10. Dezember 2021 | Staatsakt Rec. GmbH

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Unter Einfluss

Veranda Music

Alternativ und Indie - Erschienen am 3. Dezember 2021 | Staatsakt Rec. GmbH

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Three Seconds

TRAINING

Electronic - Erschienen am 26. November 2021 | Staatsakt Rec. GmbH

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1000 Thomas

Rolf Blumig

Alternativ und Indie - Erschienen am 26. November 2021 | Staatsakt Rec. GmbH

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Traurige Gesichter

The Düsseldorf Düsterboys

Alternativ und Indie - Erschienen am 19. November 2021 | Staatsakt Rec. GmbH

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Roadworn

Carl Schilde

Nordamerika - Erschienen am 19. November 2021 | Staatsakt Rec. GmbH

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Das große Ganze

Girlwoman

Pop - Erschienen am 5. November 2021 | Staatsakt Rec. GmbH

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Mirrors & Smoke

Gio

Pop - Erschienen am 17. September 2021 | Staatsakt Rec. GmbH

Italien und Disco-Pop, diese eine Liebe wird nie zu Ende geh'n, wann werd' ich sie wiederseh'n? Jetzt! Auf "Mirrors & Smoke", dem Debütalbum von Gío. Es versteht sich von selbst, dass der Schöpfer hinter solch einem Cover-Artwork mit einem Höchstmaß an Stil und Ästhetik gesegnet ist, das zwangsweise auch auf die Musik abfärben muss. "Mirrors & Smoke" begeistert mit einer gefühlvoll proportionierten Dosis Synth-Kitsch und schnulzigem Soul, dass mir fast die Tränen kommen, was zu einem nicht unerheblichen Teil allein schon am Schnauzbart des Protagonisten liegt. Aber eben auch an den bärenstarken Hooks von "Mirrors & Smoke" oder "Why Am I Weary". Dreams are my reality, Ladies and Gentlemen, öffnen Sie sich in diesen verschlossenen Zeiten, das Ergebnis wird Sie begeistern. Das Album stellt viele Fragen, etwa warum man eher die Backgroundsängerinnen (Charlotte Brandi, Kat Frankie) oder den Drummer und Co-Produzenten (Philipp Janzen) kennt, als den Star des Abends. Oder was es mit diesem Parfum "Gío" auf sich hat, das in der LP beworben wird. Wie so oft sind es genau solche mysteriösen Details, die in der Musik wohlig mitschweben, ohne aufgelöst werden zu müssen. Dass Gío eigentlich Johannes Stankowski heißt und aus Köln kommt, ist eine absolut unerhebliche Information, spätestens wenn man das Video zum Titeltrack gesehen hat, wo er (natürlich) in weißem Sacko lässiger am Steinbalkon lehnt als Tom Selleck. Sein zitatkräftiger Stilmix ist gleichermaßen cheesy und exaltiert wie einfühlsam, man hört Zucchero, Nesthäkchen und "La Boum", aber vor allem Gío. Dies liegt sicherlich auch an den italienischsprachigen Songs, auf denen dann doch seine familiären Wurzeln durchschimmern. Mit etwas Anlauf kristallisieren sich auch "Good Life" oder "Amarsi Un Pó" als zeitlose Superpopschmachtfetzen heraus, "Da Solo In Città" mit "Careless Whisper"-Saxofon sowieso. Wer nicht gleich die 130 Euro für den speziell mit der Berliner Luxusparfümerie Atl. Oblique entwickelten Körperduft berappen mag, kommt dennoch nicht zu kurz: LP-Käufer können sich das duftgetränkte Innersleeve unters Kopfkissen legen. Weihnachten naht, und hier kommt die Alternative zu "Last Christmas". © Laut
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Der Dan

Veranda Music

Alternativ und Indie - Erschienen am 2. November 2021 | Staatsakt Rec. GmbH

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Erosão

Mariá Portugal

Pop/Rock - Erschienen am 29. Oktober 2021 | Staatsakt Rec. GmbH

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Maare

Rolf Blumig

Alternativ und Indie - Erschienen am 22. Oktober 2021 | Staatsakt Rec. GmbH

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Prisma

Girlwoman

Pop - Erschienen am 22. Oktober 2021 | Staatsakt Rec. GmbH

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Vibrations through the Glass (Işıl's Desk, Vienna)

TRAINING

Electronic - Erschienen am 22. Oktober 2021 | Staatsakt Rec. GmbH

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Geheimnis

Isolation Berlin

Alternativ und Indie - Erschienen am 8. Oktober 2021 | Staatsakt Rec. GmbH

Wie kann ein Album zugleich ein offenes Buch und ein "Geheimnis" sein? Das "Geheimnis" der Isolation ist beides zugleich, es scheint sich seinen Hörer*innen zu entziehen und sich ihnen anzubieten. Tobias Bamborschke, Sänger, Lyriker und Kopf der Isolation Berlin, buchstabiert sein Gedärme auf Papier, beleuchtet jeden Winkel seines Kopfes, will sich ganz offenlegen und behält dennoch in jeder Offenbarung das Wesentliche für sich. Als würde er seiner eigenen Offenheit und Ehrlichkeit misstrauen, müsste sich selbst vor sich beschützen. Es hat etwas Linkisches, wie er mit Ablehnung und Anziehung spielt. Passend dazu kreiert Arrangeur, Gitarrist und Klavierkönig Max Bauer wunderbar simpel-schräge Lieder. Irgendwo zwischen bösen, knurrendem, düsteren, zerstörerischen Post Punk und dadaistisch-simplistischem Zirkuslied sucht er nach Wegen, Bamborschke zur Entfaltung zu bringen und ihm dennoch Beine zu machen. Als würden die jungen Element Of Crime auf Einstürzende Neubauten auf Joy Division treffen. Nur in diesem wackeligen Konstrukt findet das Album eine Einheit, ein Brücke aus seinem wilden Bouquet der Stile. In seinem schrägsten Moment klingt das "Geheimnis" nach einer nachlässig zusammengezimmerten Jahrmarktsbude aus der Kaiserzeit, der Hauptgewinn an dieser Schießbude ist eine Sekunde ohne alles ergreifende Trauer und Einsamkeit, jeder andere Preis ist eine Fahrt auf dem traurigsten Karussell der Welt. "Ich Hasse Fußballspielen" nimmt diese Fahrt dankend an. Bamborschke zerbricht beinahe an der Erinnerung an gemeine Fußballmannschaften, die zerstörerische Enttäuschung des Vaters und nicht-schmeckende Pausenbrote in der Schulcafeteria. So oft er auch beteuert "Das Pausenbrot schmeckt mir", am Ende muss er zugeben "nicht mehr". Er steigert sich in seinen letzten Wunsch: "Ich wünschte / alle wären tot / oder wenigstens / ein bisschen netter". Seine zarte Knabenstimme verzehrt sich nach Erlösung vom Leid, man möchte ihn nur noch in den Arm nehmen. Doch da ist niemand, der ihn in den Arm nimmt. Stattdessen flüchtet er in das Eremitentum "Ich Zieh Mich Zurück". Er findet sich im Schneckenhaus wieder, versorgt seine Wunden, bis es ihm zum Gefängnis wird. Dazu serviert der Bauer eine Melange aus frühem Dylan-Folk und Früh-Schlagersker Seligkeit. "Ich könnt den ganzen Tag / schließe mich ein / schließe euch aus / ich komm hier nie wieder raus" ist sogleich Ankündigung als auch Selbstdiagnose. Nur durch solche finstere Zeile lässt sich das Subjekt des "Entfant Terrible" wirklich verstehen. Es ist eine Verschränkung aus zwei parallel geschalteten Oberflächen. Da ist die Parodie toxisch maskuliner Rockstars, sie könnte beinahe aus der Feder der Screenshots stammen. Doch so sehr der Text auch die unheilige Trias aus Gewalt, Misogynie und Alkoholismus beschwört, die Zartheit für das Subjekt geht nie verloren. Der Rockstar ist in Wahrheit die verlorene Seele Bamborschkes auf der Bühne, der sich nach Menschlichkeit verzehrt und beständig daran scheitert. Der "Entfant Terrible" ist eine flammende Kampfansage an sich selbst und die Außenwelt zugleich. Diese Außenwelt hat klaffende Narben hinterlassen. Sie ist überall, selbst im privatesten Raum auf "Von Einem Der Hier Sitzt Und Bleistifte Spitzt". Der, der Bleistifte spitzt, wurde verlassen, sitzt alleine, die Jahre ziehen formlos an ihm vorbei. Der einzige Ausweg ist, die folternden Träume via Bleistift auf Papier zu bannen, nur so findet er den Moment, in dem "alles was in ihm verzweifelt schreit / schweigt". Natürlich ist der Moment flüchtig, am Ende des Songs erfolgt die Kapitulation vor den Träumen: Die immer wiederkehrn / ihm alle Kräfte stehln". All die Tocotronicsche Sanftheit, die Bamborschke und das subtile Schlagzeug von Simeon Cöster ausstrahlten, verfliegt. Stattdessen wird der Song zum Albtraum, er bricht in sich zusammen, wie der Bleistiftspitzer in sich zusammenbricht. Ganz an der Oberfläche und dennoch voller Subtext ist der Titelsong "Geheimnis". Stoisch marschiert das Schlagzeug, Bamborschke mutiert zum Schlangenbeschwörer. Gepeinigt zieht er die Worte in die Länge, als wäre dem jungen Thees Uhlmann der Pathos gestohlen worden. Die anfangs spärlich eingesetzte Gitarre mutiert zum Angriff auf das Gehirn". Ihre sägenden Laute schmerzen im Ohr, verwandelt die gesamte Musik zum Schmerz. Parallel zu den Hörer*innen legt sich auch der überbordende Song irgendwann in Embryonalstellung auf den Fußboden, er erträgt sich selbst nicht mehr. dort flüstert er ihnen böswillig ins Ohr: "Erzähl mir dein Geheimnis / ich erzähl dir mein Geheimnis", nur welches Geheimnis in ihm steckt, will der Song nicht verraten. Nach so einem emotionalen Kraftakt gönnt sich sogar "Geheimnis" eine geschwinde Verschnaufpause. "(Ich Will So Sein Wie) Nina Hagen" mag Zeilen wie "Ich kann mich selbst nicht mehr ertragen / Ich will so sein wie Nina Hagen" enthalten, ebenso wie das gesamte Geheimnis an der Last der eigenen Existenz leiden, doch das Tribut an Punk-Ikone Nina Hagen entfaltet eine ungeahnte Lieblichkeit, wie dereinst "Annabelle". Selig-kindlich zieht das Klavier seine Kreise um Bamborschke, er singt von "pinken, grünen, lila, blauen, gelben, roten Lichtern". Er sehnt sich nach dem Weltall, aus dem einst die überirdische Erscheinung Nina Hagen zu uns herabkam, wo er frei von den Zwängen der Erde sein kann. Hier auf der Erde warten nur "Private Probleme" auf ihn, ein räudiges Stück Post Punk, gnadenlos simpel in seinem Text und knarzig wie die Tür in einem unsanierten Berliner Altbau. Aus dem Bass von David Specht sprechen kalte, zugige Winter und gleichzeitig ein unwiderstehlicher Groove. Dagegen wirkt "Stimme Kopf" wie eine bloße, etwas wütendere Kopie. Die Drohung auszurasten klingt hohl, unmotiviert. Ebenso seltsam wirkt die Entscheidung, das Album mit "Am Ende Zählst Nur Du", einem langsamen, getragenen Folkgitarren-Stück. Es stört auf so vielen Ebenen. Es klingt deutlich mehr nach Closer denn Opener. Viel wichtiger aber: Es bricht die narrative Klammer aus "Entfant Terrible" und "Entfant Perdu" auf. Zum Glück sind solche kleineren Ausfälle mit dem wunderschönen "Entfant Perdu" vergessen. Der Closer dieses so außergewöhnlichen Albums ist langsam, sphärisch, traumwandlerisch. Die Absage an alles, die Akzeptanz des Ichs. Jetzt, da das Publikum der "Entfant Terrible" weitergezogen ist, bleibt nur das verlorenen Kind mit einem Leierkasten zurück, nostalgisch für vergangene Höhepunkte und dennoch zufriedener pfeifend als zuvor. Es ist der passende Abschluss für diese Ausnahmereise. Das "Entfant Terrible" hat sich selbst akzeptiert. © Laut