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Die Alben

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Jazz - Erschienen am 29. September 2017 | ECM

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 5 Sterne Fono Forum Jazz
Nach einem etwas gewagten Album im Duett mit dem Trompeter Wadada Leo Smith (A Cosmic Rhythm With Each Stroke) bringt Vijay Iyer eine unheimlich vielseitige Platte heraus. Sein erstes Album mit einem Sextett, das eigentlich sein übliches Trio ist (Stephan Crump am Bass und Tyshawn Sorey am Schlagzeug), zu dem sich Graham Haynes an der Trompete sowie Steve Lehman und Mark Shim jeweils am Saxofon gesellen. Ein sehr modernes Jazz-Ensemble mit einem verrückten, vielseitigen Ausweichmanöver, bei dem es sowohl in Richtung Miles und seine Elektrophase Ende der 1960er Jahre schielt (Iyer fingert hier ein bisschen am Fender Rhodes herum und das ist großartig) als auch in Richtung europäischen, ja sogar World Music Jazz. Ein ziemlich hohes Niveau, wenn dieser New Yorker Pianist seine sehr ehrgeizigen Kompositionen präsentiert. Seine Komplizen stehen ihm mit mal kopflastigen, mal sinnlichen Improvisationen zur Seite, und vertiefen sich mit Leib und Seele in die Themen ihres Leaders. Dieses Album bestätigt vor allem das Talent eines der faszinierendsten Pianisten seiner Generation. © MZ/Qobuz
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Jazz - Erschienen am 29. September 2017 | ECM

Jazz in Zeiten des Aussiebens. In zehn neuen, sorgfältig konzipierten Stücken, mit kompositorischer Sensibilität und inspiriertem Klavierspiel, stimuliert Vijay Iyer die Regsamkeit eines großartigen neuen Sextetts, das im Handumdrehen aus der Komfortzone der Hörgewohnheiten und des Mainstream lockt. Das Titelstück „Far From Over“, eine ältere Komposition, bezog sich auf den zweiten Wahlsieg Obamas. „Prekarität“ und „Dringlichkeit“ erwähnt der Bandleader im kurzen Begleittext. Musik heißt für Vijay Iyer immer auch Community; seit vielen Jahren hat er einen Pool von Gleichgesinnten um sich gebildet, die dieses Sextett überhaupt ermöglichten. „Was es auch sei, ich bin es nicht“ – das wäre genau das Gegenteil von dem, was der indo-amerikanische Künstler in unzähligen Projekten anstrebt. Dass er in den 70er- und 80er-Jahren viel unterschiedliche Musik hörend aufwuchs, bevor anstelle von Originalität die Surrogate ins Kraut schossen, zeigen u. a. „End of the Tunnel“ und „Wake“, die auf „Bitches Brew“ anspielen. Phänomenal, wie Steve Lehman und der erstaunliche Mark Shim ihre Timbres manipulieren, während Tyshawn Sorey die große Verzweigtheit seiner Trommelkunst zeigt, wunderbar kontrastiert vom samtigen Ton von Graham Haynes, dem Sohn des Drummers Roy Haynes. Leichtigkeit kommt zustande, wenn man nicht an sie denkt. Sinnvoll mit seinen Ressourcen umgehend, schließt Iyer mit neuer Gruppe und profunder Ästhetik auf seinem fünften Album bei ECM an seine Säulenheiligen Thelonious Monk („Poles), Horace Silver („Far From Over“) und Andrew Hill auf, während „Good On The Ground“ etwas von György Ligeti übersetzt. Im Finale „Threnody“ ertönt – nach einem Einstieg à la Satie – ein phänomenales Lehman-Solo. Wer Iyers Leuchtkraft der Ideen über Jahre gefolgt ist, erlebt hier ein ähnlich ohrenöffnendes Erlebnis wie bei der Big Band, die Thelonious Monk und Hall Overton 1959 in der Town Hall vorstellten. In diesem Sommer war das Sextett als eine der Hauptattraktionen bei den großen US-Festivals gebucht. Iyers Arbeitsmethode für Bands wie diese? „Interact and make something work, build something together.“ Gesagt, getan! © Lippegaus, Karl / www.fonoforum.de