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Die Alben

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Pop - Erschienen am 10. April 2015 | Rhino Atlantic

Auszeichnungen Pitchfork: Best New Reissue
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Pop - Erschienen am 1. Januar 2012 | Deutsche Grammophon (DG)

Hi-Res Booklet Auszeichnungen Hi-Res Audio
Fünf Jahre lang schwebte Tori Amos auf wattigen Klassik-Welten. Während dieser Zeit entstanden ein Weihnachtsalbum ("Midwinter Graces"), ein Konzeptalbum ("Night Of Hunters") und eine Retrospektive ("Gold Dust") – alles ummantelt von orchestralem Prunk. Damit ist jetzt Schluss: "Ich habe diese Abzweigungen gebraucht um wieder zu mir selbst zu finden", sagt die gebürtige Amerikanerin, die seit vielen Jahren im englischen Cornwall zu Bett geht. Auf ihrem 14. Studioalbum blickt die Piano-Virtuosin mit der unvergleichlichen Stimme wieder zurück. Weniger Opulenz, mehr Tiefe. Statt sich mit flächendeckenden Philharmonie-Arrangements zu duellieren, lehnt sich Tori Amos entspannt zurück und lässt die beiden Elemente zur Hochform auflaufen, die der Bardin bereits seit über zwanzig Jahren treu zur Seite stehen: ihre Stimme und ihr Klavier. Bereits "America" weckt Erinnerungen an Zeiten, als Alben wie "Under The Pink" oder "Boys For Pele" Melancholie neu definierten. Ähnlich betörende Intim-Highlights lassen nicht lange auf sich warten. Da wäre beispielsweise das zartbittere "Wild Way" – ein harmoniegeschwängertes Hin und Her zwischen Freud und Leid. Ebenso lieblich schleicht sich der moll-lastige Vergangenheitsbewältiger "Weatherman" durch die Boxen. Auch das mit akzentuierten Elektro-Einschüben versehene "16 Shades Of Grey" schmiegt sich butterweich in die Gehörgänge. Neben aufwühlenden Kammer-Momenten präsentiert Tori Amos aber auch nicht minder gehaltvolle Roots-Kost. So erinnert der famose Groover "Trouble's Lament" an die Hochzeiten des Man in Black, während sich die Sängerin mit dem Ukulele-Hüpfer "Giant's Rollin Pin" an die Fersen des pubertierenden Paul McCartney heftet. Mit lieblichen Harmonien, immer wieder eingestreuten Dynamik-Spielereien und bezirzender Stimmakrobatik zeigt die erfahrene Bardin der neuen weiblichen Singer/Songwriter-Generation die Grenzen auf. Großes Klang-Kino trotz kleinster Mittel: Tori Amos blüht beim Blick in den eigenen Rückspiegel regelrecht auf. Mit dem berührenden Mutter-Tochter-Duett "Promise" werden sogar noch Zukunftsängste verabschiedet. Sollte sich Toris Tochter Tash nämlich stimmlich weiter so entwickeln, dann wird der Name Amos auch in zwanzig Jahren noch eine große Rolle im Business spielen. © Laut
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Pop - Erschienen am 13. April 2015 | Rhino Atlantic

Hi-Res
Um Gottes Willen, eine Weihnachtsplatte! Ausgerechnet von Tori Amos? Ist sie nun ebenfalls auf diesen unheiligen Kitsch-Schlitten aufgesprungen, mit dessen Höllenfahrten uns jedes Jahr Heuler des Schlages Ronan Keating, Il Divo oder Nicole die Nacht der Nächte vorab vermiesen? Vom Cornflake Girl zur Röstkastanien-Verkäuferin? Entwarnung, liebe Fans und Leser! Auf dem Cover will Tori anscheinend engelsgleich herab schweben. Das erinnert eher an eine dieser sexy Vampiretten aus dem Trash-Movie "Van Helsing", was durchaus als Kompliment zu verstehen ist. Noch besser kommt's dann beim vorurteilsfreien Hören der zwölf Songs. Tori Amos ist tatsächlich eine untadelige Weihnachtsplatte gelungen, bei der sie eigene Kompositionen geschickt mit klassischen Carols vermischt. Im Opener "What Child, Nowell" sind allerlei handelsübliche Wintersong-Klangzutaten enthalten. Darunter natürlich die unvermeidlichen Schellen und Glockengeläut, die aber höchst zurückhaltend erklingen und keine Spur von womöglich zu süßlichen Lebkuchenherzen erkennen lassen. Hier siegt eindeutig Herz über Kommerz. "Star Of Wonder" wiegt sich in verrumpelten Harmonien, lässt aber stets das harmonische Prinzip (Weihnachts-) Hoffnung hindruchschimmern. Das Ganze überzeugt als sanft-versponnene Moritat. Intim flüsternd und wispernd verführt Tori auf "A Silent Night With You" mit innigen Versprechungen. "Candle: Coventry Carol" berührt als gälisch anmutende Litanei, während "Holly, Ivy And Rose" zart darniederschweben wie eine hingetupfte Schneeflocke. "Harps Of Gold" tänzelt sogar im Uptempo dahin. Toris "Snow Angel" landet sanft auf Piano und Streichern. "Jeanette, Isabella" erinnert von der Gesangstechnik her sehr angenehm an Kate Bush. Der schnurrigsten Happen kommt fraglos mit "Pink And Glitter" daher. Hier zerrt Tori die große Big-Band-Kiste unterm Tannenbaum hervor und lädt zum beschwingten Weihnachts-Swing ein. Die "Midwinter Graces" sind viel zu schade, um mit ihnen während des Festes das ganze schnöde, ahnungslose Verwandten-Pack zu beschallen. Wartet, bis es dunkel wird, dann Kerzen entzünden, aus dem Fenster dem Tanz der Eiskristalle zusehen, und im Hintergrund Tori: so sieht die angemessene Ambiente für dieses wunderschöne und stimmige Album aus. Sollen andere doch "Jingle Bells und "Last Christmas" grölen, wir haben dafür die einzig wahre Schneeprinzessin an unserer Seite. © Laut
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Pop - Erschienen am 1. Januar 2014 | Mercury (Universal France)

Hi-Res Booklet
Fünf Jahre lang schwebte Tori Amos auf wattigen Klassik-Welten. Während dieser Zeit entstanden ein Weihnachtsalbum ("Midwinter Graces"), ein Konzeptalbum ("Night Of Hunters") und eine Retrospektive ("Gold Dust") – alles ummantelt von orchestralem Prunk. Damit ist jetzt Schluss: "Ich habe diese Abzweigungen gebraucht um wieder zu mir selbst zu finden", sagt die gebürtige Amerikanerin, die seit vielen Jahren im englischen Cornwall zu Bett geht. Auf ihrem 14. Studioalbum blickt die Piano-Virtuosin mit der unvergleichlichen Stimme wieder zurück. Weniger Opulenz, mehr Tiefe. Statt sich mit flächendeckenden Philharmonie-Arrangements zu duellieren, lehnt sich Tori Amos entspannt zurück und lässt die beiden Elemente zur Hochform auflaufen, die der Bardin bereits seit über zwanzig Jahren treu zur Seite stehen: ihre Stimme und ihr Klavier. Bereits "America" weckt Erinnerungen an Zeiten, als Alben wie "Under The Pink" oder "Boys For Pele" Melancholie neu definierten. Ähnlich betörende Intim-Highlights lassen nicht lange auf sich warten. Da wäre beispielsweise das zartbittere "Wild Way" – ein harmoniegeschwängertes Hin und Her zwischen Freud und Leid. Ebenso lieblich schleicht sich der moll-lastige Vergangenheitsbewältiger "Weatherman" durch die Boxen. Auch das mit akzentuierten Elektro-Einschüben versehene "16 Shades Of Grey" schmiegt sich butterweich in die Gehörgänge. Neben aufwühlenden Kammer-Momenten präsentiert Tori Amos aber auch nicht minder gehaltvolle Roots-Kost. So erinnert der famose Groover "Trouble's Lament" an die Hochzeiten des Man in Black, während sich die Sängerin mit dem Ukulele-Hüpfer "Giant's Rollin Pin" an die Fersen des pubertierenden Paul McCartney heftet. Mit lieblichen Harmonien, immer wieder eingestreuten Dynamik-Spielereien und bezirzender Stimmakrobatik zeigt die erfahrene Bardin der neuen weiblichen Singer/Songwriter-Generation die Grenzen auf. Großes Klang-Kino trotz kleinster Mittel: Tori Amos blüht beim Blick in den eigenen Rückspiegel regelrecht auf. Mit dem berührenden Mutter-Tochter-Duett "Promise" werden sogar noch Zukunftsängste verabschiedet. Sollte sich Toris Tochter Tash nämlich stimmlich weiter so entwickeln, dann wird der Name Amos auch in zwanzig Jahren noch eine große Rolle im Business spielen. © Laut
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Pop - Erschienen am 10. April 2015 | Rhino Atlantic

"Ich fand es immer schon faszinierend, wie Männer bestimmte Dinge sagen und wie das bei Frauen ankommt" sagte Tori Amos in einem Spiegel-Interview im Sommer. Auf "Strange Little Girls" hat sie sich nun zwölf von Männern geschriebene Stücke vorgenommen und neu interpretiert. Herausgekommen sind keine Coverversionen im eigentlichen Sinn, nein, viele der Stücke gehen viel weiter, wirken wesentlich intensiver, als es die Originale jemals zu tun vermochten. "'97 Bonnie & Clyde" von Oberbösewicht Eminem wirkt mit Streichern und ohne Beats auf einmal sehr dunkel und bedrohlich und macht einem die Brutalität und Perversion des eigentlichen Stückes mehr als deutlich. Depeche Modes "Enjoy The Silence" wird seines gesamten Bombastes beraubt und gewinnt gerade dadurch an Intensität und Intimität gegenüber dem Original. (Auch wenn mich Depeche Mode-Mastermind Schuh für diese Aussage steinigen wird.) 10cc's Klassiker "I'm Not In Love" kehrt sich dank Toris Interpretation ins Gegenteil. Keine in Watte gepackte, schwebende Ballade - düstere Stimmung macht sich breit, wenn sie schleppend von einer verletzten, zurückgewiesenen Person erzählt. An Ausdrucksstärke kann es kaum eines der Originale mit den Amos'schen Interpretationen aufnehmen. Gewöhnungsbedürftig ist die Version von Neil Youngs "Heart Of Gold", für die Tori ihren Bösendorfer verlässt und die Gitarre die Oberhand gewinnt. Bewegender wiederum "I Don't Like Mondays", von den Boomtown Rats. Vordergründig einlullend macht sich doch die Ernsthaftigkeit des Songs breit, der von einer Schießerei 1979 an einer Schule in San Diego inspiriert wurde. Kaum wiedererkennbar ist "Happiness Is A Warm Gun", im Original von den Fab Four. Die auf knapp zehn Minuten ausgedehnte Version lässt den Hörer verstört zurück, ohne etwas Greifbares in den Händen. Slayers "Raining Blood" zeigt Tori dann wieder von ihrer stärksten Seite - nur mit Stimme und Klavier bewaffnet, wie auch beim letzten Titel "Real Men" von Joe Jackson. Mit "Strange Little Girls" sind Tori Amos gleich zwei Dinge auf einmal gelungen. Zum einen ein beachtenswertes Konzeptalbum, dass es in dieser Weise noch nicht gab und welches über weite Strecken mehr als geglückt ist. Zum anderen gehen die meisten Interpretationen wieder mehr zu ihren "Wurzeln" zurück und lassen den schwächeren Vorgänger vergessen, was viele Fans freuen dürfte. Bemerkung am Rande: Interessanter Weise verändert Tori an einigen Stellen die Texte leicht, doch entscheidend: "Words are meaningless and unforgettable." © Laut
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Pop - Erschienen am 18. November 2016 | Rhino Atlantic

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Pop - Erschienen am 25. Oktober 2002 | Epic

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Alternativ und Indie - Erschienen am 8. September 2017 | Mercury (Universal France)

Hi-Res
Vor wenigen Tagen hat Tori Amos ihr erst kürzlich erschienenes Album Native Invader bei einem Konzert im Grand Rex in Paris vorgestellt. Die Kritiken zum Auftritt deutlich positiv, wird der Sängerin nicht nur eine elfenhafte Stimme nachgesagt, sie wird außerdem für ihr besonderes Talent gelobt, verschiedene Instrumente perfekt zu beherrschen und diese in ihre Bühnenshow gekonnt mit einzubinden. Diese erstaunlichen künstlerischen Fertigkeiten überraschen möglicherweise etwas weniger schaut man sich einmal die musikalische Früherziehung und den allgemein außergewöhnlichen Werdegang der inzwischen 54-Jährigen Sängerin an. Bereits im Alter von 2½ Jahren beginnt sie Klavier zu lernen, es kommen weitere Instrumente hinzu. Mit nur 5 Jahren besucht sie ein Konservatorium und ist dort mit Abstand die jüngste unter ihren Mitschülern, zeitgleich schreibt sie ihre ersten eigenen Songs. Mit 13 Jahren spielt sie bereits regelmäßig in diversen Pianobars und entsendet nebenbei Demos ihrer Musik an unterschiedliche Plattenfirmen. Dies sind lediglich die Anfänge einer jungen Künstlerin, aus welchen doch schon bald eine erfolgreiche Karriere einer gestandenen Powerfrau entsteht, die es mittlerweile immerhin auf erstaunliche 14 Alben bringt. Native Invader, das 15. Album reiht sich nun mit ein in die Riege und zeigt eine Tori Amos, die uns mit einer Stimme, die nicht von dieser Welt zu sein scheint (da sind wir ganz einer Meinung mit den Kritikern), für zumindest einige Minuten Zeit und Raum vergessen lässt. Die ruhigen Klänge, die sich sanft wie eine Decke um die mythisch-anmutende Stimme der Sängerin legen, verstärken diesen Eindruck noch zusätzlich. Es entsteht eine beinahe zauberhafte Atmosphäre, so schön wie ein Traum, aus welchem man fürs erste nicht erwachen möchte. Hören Sie einmal die beiden Titel Reindeer King und Breakaway und Sie werden verstehen, wovon wir sprechen! © SL/Qobuz
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Alternativ und Indie - Erschienen am 8. September 2017 | Mercury (Universal France)

Hi-Res Booklet
Vor wenigen Tagen hat Tori Amos ihr erst kürzlich erschienenes Album Native Invader bei einem Konzert im Grand Rex in Paris vorgestellt. Die Kritiken zum Auftritt deutlich positiv, wird der Sängerin nicht nur eine elfenhafte Stimme nachgesagt, sie wird außerdem für ihr besonderes Talent gelobt, verschiedene Instrumente perfekt zu beherrschen und diese in ihre Bühnenshow gekonnt mit einzubinden. Diese erstaunlichen künstlerischen Fertigkeiten überraschen möglicherweise etwas weniger schaut man sich einmal die musikalische Früherziehung und den allgemein außergewöhnlichen Werdegang der inzwischen 54-Jährigen Sängerin an. Bereits im Alter von 2½ Jahren beginnt sie Klavier zu lernen, es kommen weitere Instrumente hinzu. Mit nur 5 Jahren besucht sie ein Konservatorium und ist dort mit Abstand die jüngste unter ihren Mitschülern, zeitgleich schreibt sie ihre ersten eigenen Songs. Mit 13 Jahren spielt sie bereits regelmäßig in diversen Pianobars und entsendet nebenbei Demos ihrer Musik an unterschiedliche Plattenfirmen. Dies sind lediglich die Anfänge einer jungen Künstlerin, aus welchen doch schon bald eine erfolgreiche Karriere einer gestandenen Powerfrau entsteht, die es mittlerweile immerhin auf erstaunliche 14 Alben bringt. Native Invader, das 15. Album reiht sich nun mit ein in die Riege und zeigt eine Tori Amos, die uns mit einer Stimme, die nicht von dieser Welt zu sein scheint (da sind wir ganz einer Meinung mit den Kritikern), für zumindest einige Minuten Zeit und Raum vergessen lässt. Die ruhigen Klänge, die sich sanft wie eine Decke um die mythisch-anmutende Stimme der Sängerin legen, verstärken diesen Eindruck noch zusätzlich. Es entsteht eine beinahe zauberhafte Atmosphäre, so schön wie ein Traum, aus welchem man fürs erste nicht erwachen möchte. Hören Sie einmal die beiden Titel Reindeer King und Breakaway und Sie werden verstehen, wovon wir sprechen! © SL/Qobuz
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Pop - Erschienen am 21. September 1999 | Rhino Atlantic

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Pop - Erschienen am 18. Dezember 2006 | Rhino Atlantic

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Pop - Erschienen am 17. September 2001 | Atlantic Records

"Ich fand es immer schon faszinierend, wie Männer bestimmte Dinge sagen und wie das bei Frauen ankommt" sagte Tori Amos in einem Spiegel-Interview im Sommer. Auf "Strange Little Girls" hat sie sich nun zwölf von Männern geschriebene Stücke vorgenommen und neu interpretiert. Herausgekommen sind keine Coverversionen im eigentlichen Sinn, nein, viele der Stücke gehen viel weiter, wirken wesentlich intensiver, als es die Originale jemals zu tun vermochten. "'97 Bonnie & Clyde" von Oberbösewicht Eminem wirkt mit Streichern und ohne Beats auf einmal sehr dunkel und bedrohlich und macht einem die Brutalität und Perversion des eigentlichen Stückes mehr als deutlich. Depeche Modes "Enjoy The Silence" wird seines gesamten Bombastes beraubt und gewinnt gerade dadurch an Intensität und Intimität gegenüber dem Original. (Auch wenn mich Depeche Mode-Mastermind Schuh für diese Aussage steinigen wird.) 10cc's Klassiker "I'm Not In Love" kehrt sich dank Toris Interpretation ins Gegenteil. Keine in Watte gepackte, schwebende Ballade - düstere Stimmung macht sich breit, wenn sie schleppend von einer verletzten, zurückgewiesenen Person erzählt. An Ausdrucksstärke kann es kaum eines der Originale mit den Amos'schen Interpretationen aufnehmen. Gewöhnungsbedürftig ist die Version von Neil Youngs "Heart Of Gold", für die Tori ihren Bösendorfer verlässt und die Gitarre die Oberhand gewinnt. Bewegender wiederum "I Don't Like Mondays", von den Boomtown Rats. Vordergründig einlullend macht sich doch die Ernsthaftigkeit des Songs breit, der von einer Schießerei 1979 an einer Schule in San Diego inspiriert wurde. Kaum wiedererkennbar ist "Happiness Is A Warm Gun", im Original von den Fab Four. Die auf knapp zehn Minuten ausgedehnte Version lässt den Hörer verstört zurück, ohne etwas Greifbares in den Händen. Slayers "Raining Blood" zeigt Tori dann wieder von ihrer stärksten Seite - nur mit Stimme und Klavier bewaffnet, wie auch beim letzten Titel "Real Men" von Joe Jackson. Mit "Strange Little Girls" sind Tori Amos gleich zwei Dinge auf einmal gelungen. Zum einen ein beachtenswertes Konzeptalbum, dass es in dieser Weise noch nicht gab und welches über weite Strecken mehr als geglückt ist. Zum anderen gehen die meisten Interpretationen wieder mehr zu ihren "Wurzeln" zurück und lassen den schwächeren Vorgänger vergessen, was viele Fans freuen dürfte. Bemerkung am Rande: Interessanter Weise verändert Tori an einigen Stellen die Texte leicht, doch entscheidend: "Words are meaningless and unforgettable." © Laut
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Pop - Erschienen am 4. Dezember 2020 | Decca (UMO)

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Pop/Rock - Erschienen am 22. September 2008 | earMUSIC Classics

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Pop/Rock - Erschienen am 28. Februar 2005 | Epic

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Pop - Erschienen am 24. April 1998 | Atlantic Records

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Pop - Erschienen am 17. November 2003 | Atlantic Records

Das Feld der Rockopern und musikalischen Erzählungen haben die Jungs von Queen und Pink Floyd bisher am konsequentesten beackert. Dennoch gibt es Brachland en masse in dieser unorthodoxen Genre-Nische. Diesen Umstand nutzt Tori Amos gnadenlos aus, um genau dort ihre musikalischen Märchenschlösser zu errichten. Tori Amos gehört zu den Künstlerinnen, deren Person und Werk über jeden Qualitätsdiskurs erhaben ist. Von Publikum und Fachpresse gleichermaßen hoch gelobt, stellt sich bei ihrer Musik nur das oft formulierte "gefallen/nicht gefallen"?! Wer auf gehaltvolle Kompositionen, ausgeklügelte Arrangements und Balladen mit Tiefgang steht, wird von Frau Amos hervorragend bedient. "Tales Of A Librarian" ist das erste Best Of-Album der amerikanischen Künstlerin, die sich seit mehr als zehn Jahren erfolgreich im Musikbiz behauptet. Von Tori selbst kompiliert, wartet die Scheibe mit 20 Songs auf, die einen hervorragenden Überblick über ihr bisheriges Werkeln geben. Eine gesungene Autobiografie sozusagen. Eine Retrospektive über ihr acht Alben umspannendes Gesamtwerk mit Songs, die ihren Werdegang reflektieren und aufarbeiten. Im Unterschied zu anderen 08/15-Best-Ofs, die sich auf das Aufwärmen alter Kamellen beschränken, verzichtet Tori darauf, uns die Titel ungeschminkt zu servieren. Alle Songs sind deshalb "reworked" und "reconditioned", will sagen überarbeitet und neu eingespielt. Neben Hits wie "Cornflake Girl", "Winter" und "Crucify" serviert sie auch zwei brandneue Nummern, "Angels" und "Snow Cherries From France". Außerdem tummeln sich mit "Mary" (im Original auf der europäischen "Crucify"-Single zu finden) und "Sweet Dreams" (aus der '92er Limited Edition-CD 'Winter') noch zwei rare B-Seiten auf dem Album. Tori Amos spielt zweifellos in der Liga großer Songpoetinnen wie Joni Mitchell, Rickie Lee Jones und Kate Bush. Ihre oft klassisch inspirierten Ideen packt sie in komplexe Kompositionen, die mal mit Gospel-Chören ("Way Down"), mal mit Tuba ("Mr. Zebra"), immer aber mit Einfallsreichtum, Phantasie und wohldosiertem Pathos arrangiert werden. Als Paradebeispiel soll "God" dienen, das mit Taktarten ebenso spielt, wie mit eigenwilliger Instrumentierung und filigraner Linienführung. "Tales Of A Librarian" präsentiert eine reife Künstlerin, deren Ausdrucksvermögen sich als äußerst mannigfaltig und eigensinnig offenbart. Das mit 20 Songs vollgepackte Album stellt für Tori-Neulinge den perfekten Einstieg in den Amos'schen Klangkosmos dar. Altgediente Fans dürfen sich über die Neubearbeitungen vertrauten Materials freuen. Von Tori Amos lasse ich mich gern an der Hand nehmen und aus diesem trostlosen Winter entführen. © Laut
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Pop/Rock - Erschienen am 21. Februar 2005 | Epic

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Pop/Rock - Erschienen am 1. Januar 2001 | Epic

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Lounge - Erschienen am 1. Januar 2009 | Tori Amos

Um Gottes Willen, eine Weihnachtsplatte! Ausgerechnet von Tori Amos? Ist sie nun ebenfalls auf diesen unheiligen Kitsch-Schlitten aufgesprungen, mit dessen Höllenfahrten uns jedes Jahr Heuler des Schlages Ronan Keating, Il Divo oder Nicole die Nacht der Nächte vorab vermiesen? Vom Cornflake Girl zur Röstkastanien-Verkäuferin? Entwarnung, liebe Fans und Leser! Auf dem Cover will Tori anscheinend engelsgleich herab schweben. Das erinnert eher an eine dieser sexy Vampiretten aus dem Trash-Movie "Van Helsing", was durchaus als Kompliment zu verstehen ist. Noch besser kommt's dann beim vorurteilsfreien Hören der zwölf Songs. Tori Amos ist tatsächlich eine untadelige Weihnachtsplatte gelungen, bei der sie eigene Kompositionen geschickt mit klassischen Carols vermischt. Im Opener "What Child, Nowell" sind allerlei handelsübliche Wintersong-Klangzutaten enthalten. Darunter natürlich die unvermeidlichen Schellen und Glockengeläut, die aber höchst zurückhaltend erklingen und keine Spur von womöglich zu süßlichen Lebkuchenherzen erkennen lassen. Hier siegt eindeutig Herz über Kommerz. "Star Of Wonder" wiegt sich in verrumpelten Harmonien, lässt aber stets das harmonische Prinzip (Weihnachts-) Hoffnung hindruchschimmern. Das Ganze überzeugt als sanft-versponnene Moritat. Intim flüsternd und wispernd verführt Tori auf "A Silent Night With You" mit innigen Versprechungen. "Candle: Coventry Carol" berührt als gälisch anmutende Litanei, während "Holly, Ivy And Rose" zart darniederschweben wie eine hingetupfte Schneeflocke. "Harps Of Gold" tänzelt sogar im Uptempo dahin. Toris "Snow Angel" landet sanft auf Piano und Streichern. "Jeanette, Isabella" erinnert von der Gesangstechnik her sehr angenehm an Kate Bush. Der schnurrigsten Happen kommt fraglos mit "Pink And Glitter" daher. Hier zerrt Tori die große Big-Band-Kiste unterm Tannenbaum hervor und lädt zum beschwingten Weihnachts-Swing ein. Die "Midwinter Graces" sind viel zu schade, um mit ihnen während des Festes das ganze schnöde, ahnungslose Verwandten-Pack zu beschallen. Wartet, bis es dunkel wird, dann Kerzen entzünden, aus dem Fenster dem Tanz der Eiskristalle zusehen, und im Hintergrund Tori: so sieht die angemessene Ambiente für dieses wunderschöne und stimmige Album aus. Sollen andere doch "Jingle Bells und "Last Christmas" grölen, wir haben dafür die einzig wahre Schneeprinzessin an unserer Seite. © Laut