Ihr Warenkorb ist leer!

Genre :

Ähnliche Künstler

Die Alben

Ab
HI-RES18,99 €
CD15,99 €

Jazz - Erschienen am 26. Januar 2018 | RCA - Sony Masterworks

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 5 Sterne Fono Forum Jazz
Mit der im Jahre 2016 erschienen Platte The Good Life, die sich im Great American Songbook Inspiration geholt hatte, war Till Brönner ganz oben angekommen. Der deutsche Trompeter und Sänger ist hier mit sorgfältig ausgesuchten und gespielten Standards zu hören, die eher in Richtung Love Songs gehen und die er auf elegante und raffinierte Weise neu interpretierte. Auf Nightfall holt sich Brönner seinen alten Komplizen Dieter Ilg am Kontrabass zur Hilfe, um ein weiteres Mal die Musik der ganz großen Komponisten neu zu erfinden. Das Programm könnte dieses Mal allerdings nicht vielfältiger sein: Von Eleanor Rigby der Beatles bis hin zu A Thousand Kisses Deep von Leonard Cohen, vorbei an Johann Sebastian Bach, Ornette Coleman oder Jerome Kern. Das Duo kennt keine Grenzen. Dennoch schafft die Virtuosität der beiden Musiker es, Homogenität in das Ganze zu bringen. Und erreicht so eine unglaubliche Sensualität. Jede Note ist ganz genau abgewogen und die Pausen bewusst eingesetzt. Nightfall sprüht nur so vor Eleganz. © CM/Qobuz
Ab
HI-RES18,99 €
CD15,99 €

Jazz - Erschienen am 30. Oktober 2020 | Masterworks

Hi-Res Booklet
Als würden sie den altbekannten Spruch „Gemeinsam sind wir stark“ verkünden wollen veröffentlichen nun der deutsche Trompeter und Sänger Till Brönner und der amerikanische Pianist Bob James gemeinsam dieses On Vacation, eine Art sanften, hedonistischen Jazz. Noch bevor Bob James zum Godfather des Smooth Jazz wurde, den alle Rapper in der ganzen Welt zu Tode sampeln (sein Nautilus landete auf mehr als 400 Titeln, die in sämtlichen Diskographien wiederzufinden sind, insbesondere der von Public Enemy, A Tribe Called Quest oder Ghostface Killah), spielte er waschechten Jazz und begleitete zwischen 1965 und 1968 sogar die großartige Sarah Vaughan. Eine Musik, die Lichtjahre entfernt ist von der funkigen Fusion-Musik, mit der er in den 70ern und 80ern dann sein Bankkonto auffüllen sollte. Was den um 30 Jahre jüngeren Brönner an Bob James so gefällt, das ist natürlich dessen außergewöhnliche Geschmeidigkeit. In dem von den beiden Musikern geschaffenen Werk gibt es weder Ecken noch Kanten und das Cover spiegelt das ziemlich genau wieder: soulige Themen mit sanftem, erbaulichem Groove. Übrigens ist anzumerken, dass auf mehr als der Hälfte aller Titel ein Crack aus der Reihe der Jazz’n’Funk-Drummer mit von der Partie ist, nämlich der umwerfende Harvey Mason… Insgesamt kommt Till Brönners Trompete ganz federleicht daher und seine Laid-Back-Stimme hört sich auf den wenigen gesungenen Titeln so unbekümmert an wie die von Donald Fagen. Gerade die schlichtesten Stücke aber, wie etwa Miranda, berühren uns letzten Endes mit ihrer stilistischen Tiefgründigkeit am meisten – es sind jene, die vom üblichen Weg abweichen und wo Brönner und James ganz ohne Rhythmussektion auskommen. © Max Dembo/Qobuz
Ab
HI-RES16,99 €
CD14,49 €

Jazz - Erschienen am 2. September 2016 | RCA - Sony Masterworks

Hi-Res Booklet
Wenn er in das Great American Songbook eintaucht, ist Till Brönner am Zenith. Im Alter von 45 Jahren bringt der Trompeter nun das Album The Good Life mit geschmeidigen Klassikern und Lovesongs heraus, das gemeinsam mit vier virtuosen Musikern entstanden ist: dem Pianisten Larry Goldings, dem Kontrabassisten John Clayton, dem Gitarristen Anthony Wildon und dem Schlagzeuger Jeff Hamilton. Die Eleganz und die Raffinesse dieses Werkes werden Liebhaber von Frank Sinatra oder Nat King Cole erfreuen. Brönner besitzt die Intelligenz, diese unantastbaren Legenden nicht nachahmen zu wollen und seine Vocals und nüchternen Arrangements bieten eine ganz besondere und ihm eigene Athmosphäre. Heiße Luftzüge, samte Töne und ausgewogene Noten - pure Eleganz! © CM/Qobuz
Ab
CD14,99 €

Jazz - Erschienen am 20. November 2015 | Verve

Deutschlands Antwort auf Chet Baker wird von der Jazz-Polizei bisweilen als zu seicht abgetan. Sein letztes „The Movie Album“ kann daran wenig ändern, ist vor allem mächtig überproduziert. Vielleicht hat sein Label deshalb diesen Best-Of-Sampler nachgeschoben. Auf ihm wird deutlich, weshalb Brönner zu den wenigen weltweit renommierten deutschen Jazzern zählt. Er bräuchte keinen Bombast und auch kein gigantisches Staraufgebot, um zu glänzen. Genau Letzteres wird allerdings bei fast allen seinen Platten aufgefahren, was sicherlich dem Verkaufserfolg dienlich ist, musikalisch aber nicht unbedingt notwendig wäre. Sein warmer, vibratoarmer Trompetenton spricht nämlich für sich. Mit coolem Groove und pulsierendem Atem spielt sich Brönner durch 17 Jahre beim Verve-Label. Genau genommen sind es sogar 19 Jahre, denn der Song „Tribeca“ stammt von der ersten ursprünglich in New York veröffentlichten CD aus dem Jahr 1996, deren Rechte an Verve übergingen. „The Verve Years“ ist eine Weltreise, in deren Verlauf sich Brönner gekonnt bei den starken Sounds und Rhythmen bedient. Dabei darf es durchaus auch mal etwas funky und popig zugehen, wie auf seinem international erfolgreichen Album „Rio“. Gleich drei Stücke stammen von „Oceana“, der vielleicht stärksten Produktion aus dem Jahr 2006, die den Hörer mit auf einen melancholischen Trip gen Los Angeles führt. Weitere Highlights: das Zusammenspiel mit den fragilen Stimmen von Melody Gardot und Mark Murphy. Spätestens beim Folk-Klassiker „Danny Boy“ sorgt der wie eine menschliche Stimme im Raum schwebende Trompetenton für Gänsehaut. Ein Sampler, mit dem der Jazz durchaus neue Freunde gewinnen kann. © Nitschke, Reiner H. / www.fonoforum.de
Ab
CD14,99 €

Jazz - Erschienen am 1. Januar 2014 | We Love Music

Booklet
Ab
CD14,99 €

Jazz - Erschienen am 14. September 1998 | Verve

Ab
CD13,99 €

Jazz - Erschienen am 3. April 2000 | Verve

Ab
CD14,99 €
Rio

Jazz - Erschienen am 1. Januar 2008 | Boutique

Ab
HI-RES21,49 €
CD14,99 €

Jazz - Erschienen am 4. Dezember 2012 | Boutique

Hi-Res
Kübelweise Häme und mediale Prügel bezog Brönner für sein Engagement bei X-Factor. Die einen warfen ihm Oberflächlichkeit und Gier vor. Andere sahen eher die Naivität eines musikalischen Don Quijote, der gegen die Windmühlen des Voxschen Zirkus Maximus nicht gewinnen konnte. Doch wer ihn auf diese TV-Ausflüge und seinen gelegentlichen Hang zu extrem gefälligen Songs reduzieren möchte, tut dem 'German with the Horn' seit jeher Unrecht. Mit dem schlicht "Till Brönner" betitelten elften Album sprengt er alle Ketten des Kommerzkäfigs und schwimmt sich künstlerisch komplett frei. "Ich glaube, dass in meiner Brust zwei Herzen schlagen. Diese zwei Gegensätze werden aber durch einen roten Faden verbunden." So erklärte uns Brönner vor zwei Jahren im Interview den stetigen Tanz zwischen seinen Veröffentlichungen und den zahllosen Kollabo-Gigs (u.a. mit Günter Sommer) in erfrischend freiem Konzept. Doch diese Platte ist anders. Ganz und gar anders! Ähnlich wie des Trompeters Beitrag zu "Jazz Seen" verströmt sie einen ganz eigenen Reiz, der Puristen wie Novizen gemeinsam an einen Tisch bringen sollte. Eine fesche Melange aus Hardbop, Modern Jazz, ein wenig Cool Jazz im hochmodernen Produktionsgewand. Noch nie war Brönners Vorbild, der großartige Freddie Hubbard, präsenter. Letzterer setzte sich ebenfalls gern und häufig zwischen die Genrestühle. Den Spagat zwischen freieren Strukturen der Marke Ornette Coleman und fluffy Smoothjazz tut Brönner ihm auf diesem Album gleich. Melodien wandeln sich in offene Strukturen. Hochkomplexe Tonfolgen versickern nahezu aufreizend lässig in entspannten Harmonien. Es klingt wirklich wundervoll. Wer braucht schon den Nix-Factor, wenn ein solch musikalischer Suchtfaktor möglich ist? Der Atmosphäre nach meint man mitunter, es stünden die verschiedenen Inkarnation des Miles Davis Quintetts zusammen auf der Bühne. Hie und da fühlt man sich angenehm an Werke wie "Walkin", "Kind Of Blue" oder "In A Silent Way" (Anspieltipp: "Pegasus") erinnert. Sogar dessen seit Ende der 60er eingesetzte Dreiklangmotive finden eine erstaunlich authentische Verarbeitung im Brönnerschen Klangbild. Doch bevor man nun dem Irrglauben verfällt, der Mann liefere bloß elitäre Nischenmusik ab, greift er punktgenau in jedem Song die wuchernden Instrumentalstränge auf: Einige pointieren sich in schön eingängigen 70er-Themen, wie sie auch von Frank Duval oder Eberhard Schoener stammen könnten (Anspieltipp: "Condor"). Andere erhalten den typischen leichten Brönner-Cocktail-Touch oder angezuckerte Streicher aus den glorreichen CTI-Zeiten großartiger Seventiesproduktionen ("The Gate"). Und ausgerechnet diese Stücke, die ihm in Jazzkreisen seit jeher den Ruf des Weichspülers einbringen, begründen den verzaubernden Kontrast. Das Yin braucht sein Yang, damit es rockt. E Basta! Noch nie habe ich die zwei Musikseelen in seiner Brust so grandios vereinigt gehört. Besonders den Freunden seiner "Blue Eyed Soul"-Scheibe sollte dieses gar nicht mal dreckige Dutzend das Herz aufgehen lassen. Denn obwohl der gebürtige Viersener 2012 nur noch sporadisch Nu Jazz-Elemente in seiner Klanglandschaft wildern lässt: Die CD ist in ihren dynamischen Momenten verdammt groovy. Wem es hingegen nach etwas mehr Entspannung gelüstet, wird ebenfalls nicht im Regen stehen gelassen. Auf die emotionalen Momente im gedrosselten Balladentakt konnte man sich bei Till stets verlassen. Und das nicht erst seit der anmutigen Tränenziehervariante von Bowies "Space Oditty" anno 2010. Mit "Lazy Afternoon" bekommt der Hörer einen gut abgehangenen Leisetreter an die Hand, wie man ihn sich in entsprechender Stimmung eben wünscht. Es macht viel Spaß zu sehen, wie ein Mann, der anderen den Juror gab, es sich als einziger weit und breit in der gesamten teutonischen Juryriege von Connor über Pelham bis Nena "leisten kann, überhaupt künstlerische Ratschläge an Dritte zu verteilen. Brönner kann, weil er im Kontrast zu jenen alle Regeln, die er anderen abverlangt auch selbst spielend beherrscht . Die kuhäugige Überforderung, die sich dem Zuschauer bei allen Castingformaten präsentiert, ist TB so wohltuend fremd wie es Miles Davis die Abstinenz war. Sollte Till Brönner das Grauen der Castingshows benötigen, um solche Platten vorzulegen, dann darf er die derzeitige Riege gern wieder ablösen. Die Platte geht als seine mit Abstand souveränste Gesamtleistung überhaupt durch. © Laut
Ab
CD13,99 €

Jazz - Erschienen am 1. Januar 2002 | Boutique

Es darf wieder gejazzt werden! Nachdem eine bekennende DJ-Kultur den Jazz als wichtige Inspirationsquelle rehabilitiert hat, darf man sich wieder als Jazz-Hörer outen, ohne in die Ecke des intellektuellen Kopfmenschen gedrängt zu werden. Auch Jazz-Exportschlager Till Brönner weiß davon ein Lied zu spielen. Seine Auffassung von Jazz transportiert er in verschiedenste Genres. Eine Zusammenarbeit mit Hildegard Knef ("Aber Schön War Es Doch") darf ebenso sein wie die Verhiphoppung kölschen Karnevalguts (My Secret Love). Mit "Blue Eyed Soul" betritt er wieder einmal unerwartetes Terrain, oder, "Till Brönner ist immer für eine Überraschung gut", wie halb Petgroove versuchte, mir die Scheibe schmackhaft zu machen. Ich muss gestehen, die letzten Veröffentlichungen des gebürtigen Vierseners überzeugten mich nicht. Weder alte UFA-Schlager (German Songs) noch seichter Smooth-Jazz (Love) lockten mich hinter meiner Zentralheizung hervor. Und jetzt das! Nach einem kurzen Introschnipsel finde ich mich inmitten eines ultracool groovenden Songs wieder, der durch Tills Trompetenspiel zum Rap wird, ganz ohne Wortschwall. Das mag ich, wenn mich ein Album mit dem ersten Titel schon überzeugt! "Ich würde das Ganze als gute Chill-Out-Musik bezeichnen. Stress muss man sich nicht noch kaufen!" meint Till. Ich teile seine Einstellung uneingeschränkt und füge ein dreifach kräftiges KAUFEN hinzu. Der Mix aus R'n'B, Hip Hop, Soul, Blues und Jazz funktioniert auf Anhieb und gehört definitiv zum Besten, was aus diesem an sich unspektakulären Stilmix in den letzten Jahren meine nimmersatten Ohren erreichte. Nicht nur Till "würde die selber auch auflegen, wenn ich eine Party geben würde", auch alle anderen, die mit Tab Two, Erykah Badu und den Cafe del Mar-Samplern was anfangen können, werden "Blue Eyed Soul" lieben. "'Blue Eyed Soul' ist ursprünglich der Begriff, den Schwarze in Amerika etwas abschätzig gebrauchen, wenn Weiße Soulmusik machen. George Michael gilt übrigens mittlerweile auch als ein Vertreter von 'Blue Eyed Soul', was meines Erachtens für einen gewissen Respekt spricht", erklärt Till die Titelwahl des neuen Albums. Gleichzeitig muss er sich den bohrenden Fragen der Jazzpolizei stellen, die einst viel Hoffnung in den Abtrünnigen setzten: "Ist das noch Jazz oder nur genehme Stimmungsmusik? Ist das Dienstleistungs-Pop oder eine gewagte kosmetische Operation an der Zauselbart tragenden improvisierten Musik?" fragt im Auftrag von Wynton Marsalis, dem Polizeipräsidenten, ironischerweise das open mind-ige Jazzthing-Magazin. Worauf Till mindestens so lässige Worte findet, wie er ebensolche Töne aus seiner Trompete zaubert: "Ich stehe eben mittlerweile auf Sachen, die einem puren Jazzer die Zornesröte ins Gesicht treiben würden". Ich auch! © Laut
Ab
CD13,99 €

Jazz - Erschienen am 1. Januar 2004 | Boutique

Ab
CD13,99 €

Jazz - Erschienen am 4. Dezember 2012 | Boutique

Kübelweise Häme und mediale Prügel bezog Brönner für sein Engagement bei X-Factor. Die einen warfen ihm Oberflächlichkeit und Gier vor. Andere sahen eher die Naivität eines musikalischen Don Quijote, der gegen die Windmühlen des Voxschen Zirkus Maximus nicht gewinnen konnte. Doch wer ihn auf diese TV-Ausflüge und seinen gelegentlichen Hang zu extrem gefälligen Songs reduzieren möchte, tut dem 'German with the Horn' seit jeher Unrecht. Mit dem schlicht "Till Brönner" betitelten elften Album sprengt er alle Ketten des Kommerzkäfigs und schwimmt sich künstlerisch komplett frei. "Ich glaube, dass in meiner Brust zwei Herzen schlagen. Diese zwei Gegensätze werden aber durch einen roten Faden verbunden." So erklärte uns Brönner vor zwei Jahren im Interview den stetigen Tanz zwischen seinen Veröffentlichungen und den zahllosen Kollabo-Gigs (u.a. mit Günter Sommer) in erfrischend freiem Konzept. Doch diese Platte ist anders. Ganz und gar anders! Ähnlich wie des Trompeters Beitrag zu "Jazz Seen" verströmt sie einen ganz eigenen Reiz, der Puristen wie Novizen gemeinsam an einen Tisch bringen sollte. Eine fesche Melange aus Hardbop, Modern Jazz, ein wenig Cool Jazz im hochmodernen Produktionsgewand. Noch nie war Brönners Vorbild, der großartige Freddie Hubbard, präsenter. Letzterer setzte sich ebenfalls gern und häufig zwischen die Genrestühle. Den Spagat zwischen freieren Strukturen der Marke Ornette Coleman und fluffy Smoothjazz tut Brönner ihm auf diesem Album gleich. Melodien wandeln sich in offene Strukturen. Hochkomplexe Tonfolgen versickern nahezu aufreizend lässig in entspannten Harmonien. Es klingt wirklich wundervoll. Wer braucht schon den Nix-Factor, wenn ein solch musikalischer Suchtfaktor möglich ist? Der Atmosphäre nach meint man mitunter, es stünden die verschiedenen Inkarnation des Miles Davis Quintetts zusammen auf der Bühne. Hie und da fühlt man sich angenehm an Werke wie "Walkin", "Kind Of Blue" oder "In A Silent Way" (Anspieltipp: "Pegasus") erinnert. Sogar dessen seit Ende der 60er eingesetzte Dreiklangmotive finden eine erstaunlich authentische Verarbeitung im Brönnerschen Klangbild. Doch bevor man nun dem Irrglauben verfällt, der Mann liefere bloß elitäre Nischenmusik ab, greift er punktgenau in jedem Song die wuchernden Instrumentalstränge auf: Einige pointieren sich in schön eingängigen 70er-Themen, wie sie auch von Frank Duval oder Eberhard Schoener stammen könnten (Anspieltipp: "Condor"). Andere erhalten den typischen leichten Brönner-Cocktail-Touch oder angezuckerte Streicher aus den glorreichen CTI-Zeiten großartiger Seventiesproduktionen ("The Gate"). Und ausgerechnet diese Stücke, die ihm in Jazzkreisen seit jeher den Ruf des Weichspülers einbringen, begründen den verzaubernden Kontrast. Das Yin braucht sein Yang, damit es rockt. E Basta! Noch nie habe ich die zwei Musikseelen in seiner Brust so grandios vereinigt gehört. Besonders den Freunden seiner "Blue Eyed Soul"-Scheibe sollte dieses gar nicht mal dreckige Dutzend das Herz aufgehen lassen. Denn obwohl der gebürtige Viersener 2012 nur noch sporadisch Nu Jazz-Elemente in seiner Klanglandschaft wildern lässt: Die CD ist in ihren dynamischen Momenten verdammt groovy. Wem es hingegen nach etwas mehr Entspannung gelüstet, wird ebenfalls nicht im Regen stehen gelassen. Auf die emotionalen Momente im gedrosselten Balladentakt konnte man sich bei Till stets verlassen. Und das nicht erst seit der anmutigen Tränenziehervariante von Bowies "Space Oditty" anno 2010. Mit "Lazy Afternoon" bekommt der Hörer einen gut abgehangenen Leisetreter an die Hand, wie man ihn sich in entsprechender Stimmung eben wünscht. Es macht viel Spaß zu sehen, wie ein Mann, der anderen den Juror gab, es sich als einziger weit und breit in der gesamten teutonischen Juryriege von Connor über Pelham bis Nena "leisten kann, überhaupt künstlerische Ratschläge an Dritte zu verteilen. Brönner kann, weil er im Kontrast zu jenen alle Regeln, die er anderen abverlangt auch selbst spielend beherrscht . Die kuhäugige Überforderung, die sich dem Zuschauer bei allen Castingformaten präsentiert, ist TB so wohltuend fremd wie es Miles Davis die Abstinenz war. Sollte Till Brönner das Grauen der Castingshows benötigen, um solche Platten vorzulegen, dann darf er die derzeitige Riege gern wieder ablösen. Die Platte geht als seine mit Abstand souveränste Gesamtleistung überhaupt durch. © Laut
Ab
CD14,99 €
Rio

Jazz - Erschienen am 1. Januar 2008 | Boutique

Ab
HI-RES2,99 €
CD2,49 €

Jazz - Erschienen am 26. August 2016 | RCA - Sony Masterworks

Hi-Res
Ab
CD14,99 €

Jazz - Erschienen am 7. Juni 2004 | Boutique

Ab
HI-RES2,99 €
CD2,49 €

Jazz - Erschienen am 25. Mai 2016 | RCA - Sony Masterworks

Hi-Res
Die Platten von Till Brönner, dem deutschen Goldjungen des Jazz, waren bislang entweder verdammt gut oder polierte Ärgernisse. "The Good Life" aber ist echtes Tafelsilber und eine glühende Liebeserklärung an die Kraft der Romantik. Die dreizehn Neuinterpretationen von Klassikern auf "The Good Life" kennzeichnen eine bedeutende Weiterentwicklung. Mit einer großartigen Allstar-Truppe verdienter Veteranen quadriert Brönner den eigenen Musikkreis. Obwohl die Songs allesamt ein breitenwirksames, recht eingängiges Naturell besitzen - und Brönner dieser Poppigkeit gewohnt inbrünstig huldigt - gibt es zahlreiche raffinierte Passagen und Ensemble-Ideen. Was auf den ersten Blick auf dem Papier nach Mittelweg und Kompromiss klingen mag, entpuppt sich auf dem Platz als Konzept beeindruckender Ästhetik und Feinjustierung mit Sinn fürs Detail. Große Teile dieses Triumphs gehören - wie so oft - der Crew. Das fängt schon beim Klangbild an. Alles klingt dermaßen transparent, saftig und elegant ausbalanciert. Ein echtes Highlight für Soundfetischisten. Brönners Band besteht aus John Clayton (Bass), Jeff Hamillton (Drums), Larry Goldings (Piano) sowie Anthony Willson (Gitarre). Hamilton, der u.a. bereits mit Milt Jackson (Modern Jazz Quartet) oder Ella Fitzgerald arbeitete, ist ohnehin ein alter Bekannter Brönners. Sein Drumming bietet das perfekte Fundament. Absoluter Überflieger und gar nicht so heimlicher Star ist jedoch Goldings. Der Pianoman ist im schwitzenden, sexy Groove (u.a. mit Maceo Parker) genau so zu Haus wie in komplexen, abstrakten Strukturen. Beide Karten spielt er songdienlich aus. Sobald seine Tasten die Initiative übernehmen, wird es richtig, richtig geil. Absolute Killer: Das fröhliche Solo in "Come Dance With Me", das Erobern von "I'm Confessin' That I Love You" plus Göldings sanfte Einlage im brillanten "O Que Resta". Trotz all dieser Superlative muss man zwischendurch auch immer etwas tapfer sein. Denn TB singt mal wieder. Er macht das gut und sich selbst einmal mehr zum lebenden Weichzeichner. Auch orientiert er sich gesanglich erfreulicherweise nicht an den berühmten Vorlagen von Sinatra und co. Doch jedesmal wenn er die Trompete auspackt, ist das berauschende Charisma seiner metallenen Stimme um so viele Welten berückender, fesselnder und anfixender. Man möchte diese Klänge nicht mehr zugunsten irgendwelcher Ladidah-Worte missen, die die jeweilige Nummer wegen der starken Instrumentalparts ohnehin nicht mehr benötigt. Das Horn ist "The Voice". So haut er eine zwingende Version von "I Loves You Porgy" heraus. Kein leichtes Unterfangen, hier in den Ring mit definierenden Varianten von Billie Holiday, Nina Simone und Bill Evans zu steigen. Gleichwohl ist Brönner immer dann besonders gut, wenn er sich jeglichen Drucks entledigt. Der Gershwin liegt ihm atmosphärisch sowieso. Rein instrumental nähern sich Band und Trompete diesem Evergreen und erschaffen eine wundervolle Mischung aus Ballade und Stilleben. Während Brönner die Kaminzimmer-Stimmung anknippst, bereiten Hamilton und co im Hintergrund einen funkelnden, dabei ambient-stillen See, auf dem die Leadmelodie sanft dahingleitet. Kaufempfehlung für Jazzmuffel und Kenner gleichermaßen. © Laut
Ab
HI-RES2,99 €
CD2,49 €

Jazz - Erschienen am 15. Juli 2016 | RCA - Sony Masterworks

Hi-Res
Ab
CD2,99 €

Pop - Erschienen am 1. Januar 2010 | UMI Jazz Germany

Der Interpret

Till Brönner im Magazin
  • Mit Till Brönner in die Herbstferien...
    Mit Till Brönner in die Herbstferien... Als würden sie den altbekannten Spruch „Gemeinsam sind wir stark“ verkünden wollen veröffentlichen nun der deutsche Trompeter und Sänger Till Brönner und der amerikanische Pianist Bob James gemeinsam dieses On Vacation, eine Art sanften, hedonistischen Jazz. Noch bevor Bob James zum Godfather des...
  • In die Nacht mit Till Brönner
    In die Nacht mit Till Brönner Der Startrompeter begeistert uns gemeinsam mit dem Kontrabassisten Dieter Ilg und ihrem bisher vielfältigsten und ersten gemeinsamen Album...
  • Till Brönner - klassisch und erstklassig!
    Till Brönner - klassisch und erstklassig! Der Trompeter widmet sich den großen Standardwerken...