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Die Alben

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Alternativ und Indie - Erschienen am 12. Juli 2011 | XL Recordings

Auszeichnungen 3F de Télérama - Album du mois de Tsugi - Sélection Les Inrocks - Disque Roi VoxPop
Da liegt sie auf dem Schreibtisch, die neue Horrors-Platte. Fast ist man versucht, das erste Durchhören hinauszuschieben. Bloß ein wenig, um das liebgewonnene Bild der Band nicht zu gefährden. Immerhin muss ein enormer Druck auf den fünf Briten gelastet haben: Die Messlatte liegt hoch nach dem vielgelobten und Mercury-Prize-nominierten Vorgänger. Der riss die Musikpresse kollektiv zu Lobgesängen hin, für die andere Bands ihre letzte Fender dem Teufel verkaufen würden. Der NME kürte "Primary Colours" gar zum besten Album des Jahres. Doch die Neugier überwiegt: Wenn schon die Frage, ob das verkitschte Cover-Panorama ernst- oder scherzhaft verstanden sein soll, ungeklärt bleiben muss, so soll zumindest eruriert werden, was aus dem düster-effektvollen Songwriting und den passgenau gesetzten Akzenten geworden ist, die Kollege Schuh vor gut zwei Jahren zu Vergleichen mit My Bloody Valentine und Echo & The Bunnymen anspornte. Derlei Parallelen haben nach wie vor Gültigkeit, wenn auch mit anderer Ausrichtung. Der Nexus der Band hat sich verschoben und umschließt im Jahr 2011 auch synthpoppige Bezugspunkte aus einer Zeit, in der die fünf Mittzwanziger noch nichts von britischen Wave-Heroen wie Tears For Fears oder Ultravox wussten. Beim zweiten Anhören springt der Funke endgültig über: Der Opener "Changing The Rain" schichtet bedrohlich Percussions und den in typisch träger Horrors-Manier wabernden Bass übereinander. Ausgedehnte Gitarren- und Synthieflächen künden von Düsternis und Erhabenheit zugleich, und Faris Badwans schaurig-schönes Organ versetzt Herzwände in Vibration. Seine Stimme klingt noch runder, die Tonfarbe noch dunkler als zuvor. Das zeigt sich auch bei "Still Life": Fast stockend kommt die erste Single-Auskopplung in Gang. Das in unablässiger Wiederholungsschleife leiernde, rückgespulte Sample aus dem Intro, das den Song dezent durchzieht und ihm eine psychedelisch angefixte Schräglage verpasst, ist von einlullender Gleichförmigkeit. "Slow down, give it time", das Leitmotiv des Songs: Getragen von schleppender Bassline, weitschweifigen Keyboardmelodien, Schlittenglocken und Trompetenfanfaren findet das Album hier seinen melancholisch-glanzvollen Höhepunkt. Was auf "I Can See Through You" und "You Said" unter ausgedehnter Synthieklimperei, Arpeggio-Läufen und bedeutungsschwerem Timbre zunächst an die White Lies erinnert, wächst Takt um Takt über bloße Referenz hinaus. Ein schwerfälliges Drumset und diskret eingestreute Orgelklänge erheben die Songs über allzu manierierte Pomp- und Pathos-Momente. Zwar ist dem Songwriting eine gewisse reizvolle Theatralik immanent. Doch den großen Kitsch-Rundumschlag weiß die Band stets zu vermeiden. Die dramatische Garderobe und das affektierte Make-Up, zuvor noch Markenzeichen der Horrors-Optik, haben die Fünf entsprechend abgestreift. Trotz der Affinität zum eher pop-orientierten New Wave der Marke OMD haben Badwan und seine Gang ihren Hang zu rabenschwarzem Post-Punk mit Krautrock-Charakter und Shoegaze-Effektspiel nicht eingebüßt. Die betörende Monotonie von Rhys Webbs Bassspiel und die Liebe zum Reverb, das Schwelgen in morbider Soundästhetik und verhallten Songstrukturen, die tiefgreifende Festlichkeit in Fadwans Stimme und die leicht übersteuerten Gitarren wirken infektiös. Eine sukzessiv aufbauende Instrumentierung zu gloriosen, teils hymnenartigen Arrangements runden die ernste Gravität der Platte ab. Das somnambule "Oceans Burning" schließt den elegischen Reigen und dürfte allen Befürchtungen, The Horrors steckten im Post-Hype-Dilemma fest, Lügen strafen. © Laut
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Alternativ und Indie - Erschienen am 5. Mai 2009 | XL Recordings

Auszeichnungen Mercury Prize Selection
Schwer zu sagen, ob mir die Coverartwork-Analogie der neuen Horrors zum The Cure-Meilenstein "Pornography" aufgefallen wäre, hätte ich nicht schon vor Wochen eine Mail des Promoters erhalten, in der folgendes stand: "Die neue The Horrors ist auf dem Weg zu dir. Die Platte ist sehr sehr groß und weit weg vom Sound der letzten. Produziert hat Geoff Barrow." Dass Label-Mitarbeiter eine Platte ihres Repertoires toll finden, ist jetzt nicht sonderlich aussagekräftig. Handelt es sich aber um das Beggars-Label und ist bei der hochgelobten Produktion ein Mensch von Portishead im Spiel, hört man schon mal genauer hin. Die Recherche deckt die Namen Chris Cunningham und Nick Zinner im Bandumfeld auf, und die gesichteten Fotos der Horrors offenbaren, dass die Outfits anno 2007 von Cinema Bizarre irgendwie auch keine Lichtjahre entfernt waren. Von den "Strange House"-Horrors ist 2009 aber eigentlich nur der Bandname geblieben. Das nette, aber kaum erwähnenswerte Misfits-Soundupdate ist passé, Ex-Produzent Zinner wurde durch Barrow ersetzt, und die toupierten Haare und bleichgeschminkten Gesichter sind hinter der farbstichigen Pop-Art-Ästhetik der aktuellen Pressefotos auch nur noch zu vermuten. Und dann die Musik: Schon den facettenreich arrangierten Opener "Mirror's Image" mit seinem repetitiven Keyboardmuster und den drängenden Gitarren mag man den Milchbubis aus dem seinerzeit in Band-Presseinfos von Southend-On-Sea in Southend-On-Hell mühsam umgedichteten, südbritischen Badeort nicht recht zutrauen. "Three Decades" zieht das Tempo an und erhöht die Dramatik der Melodieführung anhand eines lichten wie schnörkellosen Noise-Teppiches, für den man dann wohl dem "The Rip"-Mastermind Barrow danken muss. Ich würde nicht so weit gehen, zu behaupten, man könne die Handschrift des Portishead-Mannes aus den Songs herauslesen. In jedem Fall muss Barrow aber eine gewaltige Rolle bei der Soundauswahl und in Arrangementfragen gespielt haben. Kaum ein Break ist überflüssig oder effekthascherisch gesetzt. Im Mittelpunkt steht immer die Atmosphäre des Songs. Als musikalische Koordinaten dürfen ohne falsche Scham die eleganten Rocker Chameleons genau so wie der schleppende Krautrock von Faust oder die Feedbackschleifen-Künstler My Bloody Valentine genannt werden. Trotz aller Hilfe von außen müssen Songs wie das vibrierend-metallische "Do You Remember" oder das rabenschwarze "I Only Think Of You" aber erstmal geschrieben werden. Hier wächst Sänger Faris Badwan über sich hinaus: Sein dunkles Timbre ist wahrscheinlich hauptausschlaggebend für die stilistische Einordnung in die frühen New Wave- und Gothic-80er. Nach dem gloriosen Titeltrack, auf den selbst die jungen Echo & The Bunnymen neidisch wären, verabschieden sich The Horrors mit der achtminütigen, keine Fragen offen lassenden Groove-Walze "Sea Within A Sea". Die Horrors haben sich im Vorfeld der Albumaufnahmen ganz offensichtlich eine Menge Gedanken gemacht mit dem Fazit, dass nach dieser überzeugenden Vorstellung die Zukunft der Ex-Krawallbrüder plötzlich ungeahnt rosig aussieht. The Cure veröffentlichten nach "Pornography" übrigens 3-Minuten-Popsongs fürs Radio. Mal schauen, wie die Southend-On-Heller diesen Kraftakt verarbeiten. © Laut
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V

Alternativ und Indie - Erschienen am 22. September 2017 | Wolf Tone

Hi-Res
Die in London ansässigen The Horrors haben sich mit jedem Album kontinuierlich weiterentwickelt. Auf ihren letzten beiden Platten "Skying" und "Luminous" klang ihr Sound breitwandiger und opulenter als man es bisher von der Formation gewohnt war. Vor Kurzem dürften sie sogar gemeinsam mit Depeche Mode auf Tour gehen. Ihr aktuelles Werk "V" produzierte Grammy-Gewinner Paul Epworth, der schon in der Vergangenheit mit Adele, Coldplay und Lorde zusammengearbeitet hat. In Mainstream-Pop-Gefilde stoßen die Briten jedoch nicht vor. Der Opener "Hologram" offenbart eine Verlagerung des Sounds in eine elektronischere Richtung. Trotz der vielen Störgeräusche und der dystopischen Synthies in Anlehnung an Gary Numan bleibt der Track wegen seiner repetitiven Schlagzeug-Rhythmik überaus eingängig und tanzbar. Womöglich erinnert der Ausgangsbeat in "Machine" nicht zufällig an "Machine Gun" von Portishead. Dennoch rückt die Band von ihrem sphärischen Shoegaze auf dieser Nummer keineswegs ab. Nur verfremdet man das Gitarrenspiel von Joshua Hayward bis zur Unkenntlichkeit. So mechanisch und unterkühlt hat man The Horrors noch nie gehört. Außerdem kam keine Platte der Briten so midtempolastig daher. Bis sich die melodische Klasse der einzelnen Songs herauskristallisiert, benötigt man mehrere Hördurchgänge. Trotzdem bietet dieses Album neben zu eintönig geratenen Trip Hop-Vibes ("Ghost") und einem kurzen und krachenden, aber kaum zwingenden Indie-Rock-Intermezzo ("World Below") nur hochklassiges Material. Vor allem die zweite Hälfte beweist fulminant, dass es die Briten immer noch verstehen, ihre Musik mit einer dicken klanglichen Nebelschicht zu umhüllen und den Hörer dadurch in einem tranceartigen Zustand zu versetzen. Die Ballade "Weighed Down" führt mit den dunklen Streichern, entrückten und schleppenden Industrial-Beats und der tiefen Stimme von Faris Badwan in die melancholischen Täler, die schon The Cure auf ihrem frühen Meisterwerk "Pornography" durchschritten haben. Zum Schluss mündet diese Nummer in ein erlösendes Finale. Der Song stellt sich letzten Endes als der schaurig-schöne Höhepunkt auf dieser Platte heraus. Demgegenüber braucht sich "Gathering" dahinter nicht zu verstecken. Mit den luftigen Ausflügen an der Akustikgitarre und dem psychedelischen und dramatischen Keyboardspiel dringt die Band in die himmlischen Sphären von Radiohead und The Verve vor. Die progressiven Ansätze in diesem Song erweitern das Klangbild des Quintetts um zusätzliche mitreißende Facetten. "Something To Remember Me By" zielt mit seinen EDM-Synthies dagegen auf den Dancefloor. Durch seine treibende Krautrock-Rhythmik und dem euphorische Refrain kann man sich der sogartigen Wirkung dieser Nummer nur schwer entziehen. Vom Aufbau her erinnert das an das grandiose "Sea Within A Sea" auf ihrer besten Scheibe "Primary Colours". Darüber hinaus weiß "Press Enter To Exit" mit seinen Madchester-Anleihen à la Primal Scream und Happy Mondays ebenso zu begeistern. Am Ende nimmt man noisige Gitarrenfeedbacks, die jegliche ausgelassene Partystimmung im Keim ersticken, wahr. Viel zu lachen gibt es bei The Horrors nach wie vor nicht. Auf die äußerst spannende Mixtur aus Psychedelik, Shoegaze und New Wave und dem abgründigen Charme von The Horrors braucht man auf "V" also nicht zu verzichten. Die Band vermag es seit jeher, catchy Hooks mit sehr viel Atmosphäre zu verbinden. Nur spielen die Maschinen eine tragendere Rolle als sonst. © Laut
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Alternativ und Indie - Erschienen am 5. Mai 2014 | XL Recordings

Hi-Res
The Horrors sind eine Nerd-Band. Die Art von Typen, die sich mit Hits weltbekannter Bands gar nicht erst abgeben und stattdessen nonchalant behaupten, der beste Roxy Music-Song sei das spleenige "In Every Dream Home A Heartache" und der beste Velvet Underground-Song selbstverständlich "Ocean" (den ich spontan nicht mal verorten könnte). Zumindest spielten die Briten die zwei genannten Tracks kürzlich in einem Radio-Set. Für solch eine Band ist es denn auch das Selbstverständlichste der Welt, ein Album mit drei Minuten sphärisch dahinwabernden Klangmodulationen zu beginnen, haben Tangerine Dream ja auch nicht anders gemacht. Die assoziative Weite des Sounds, die dem Quintett seit jeher wichtig ist, wird hier sogar erstmals mit Bongotrommeln verstärkt, bevor dann doch die Drums über "Chasing Shadows" hereinbrechen und dem psychedelischen Auftaktmonster die Sporen geben. Was allerdings nicht heißt, dass Anhänger der noiserockigen Horrors-Frühphase hier viel zu lachen haben: Noch mehr als auf dem Vorgänger "Skying" tüftelten die Ost-Londoner an einer fein ziselierten Idee von Synthie-Pop, der in Kombination mit herkömmlichem Rock-Line Up und der Bigscreen-Produktion ein bislang nicht gekanntes Bombast-Level erreicht. Die repetitiven Songs erfordern nach wie vor intensive Auseinandersetzung, denn mit Ausnahme des fast schon arg cheesy geratenen Vorabtracks "I See You" werfen sich einem die durchaus vorhandenen Melodien nicht an den Hals. Zudem kann "Luminous" im Gegensatz zu "Skying" nicht mehr auf den Überraschungsmoment setzen, den der doch recht abrupte Stilwechsel 2011 bedingte. Das neue Album ähnelt dem letzten in seiner Arpeggio-getränkten Sprödigkeit über weite Strecken extrem. Je intensiver die Beschäftigung, desto stärker sinkt man jedoch in den Wave-Morast der Platte ein, besonders das sternenklare Acid-Bekenntnis "So Now You Know" und das dramatische Psychedelic-Juwel "Falling Star" machen sofort süchtig. Neu im Soundkosmos ist das im Dreivierteltakt wiegende "Change Your Mind", das wie eine subtile Smiths-Ballade beginnt, sich dann aber in einen dröhnenden Refrain hochschaukelt. Mit "Sleepwalk" samt "When The Levee Breaks"-Gedächtnisintro gelingt ihnen mal wieder ein majestätisches Krautrock-Finale. Zwischendrin platzieren The Horrors Songs wie "First Day Of Spring" oder "Mine And Yours", die weniger für Lieblingssong-Playlists geeignet sind, sondern vor allem der Sogwirkung der Platte in die Hände spielen. Das Cover verdeutlicht dieses künstlerische Ziel einmal mehr: Man erkennt eigentlich nichts und darüber prangt in angeschickertem Schriftzug das Wort "leuchtend" ("Luminous"). Die Band will uns einmal mehr durch die Dunkelheit führen und dabei helfen, hier und da helle, leuchtende Momente zu finden. Oder anders gesagt: Auf dem Grund von "Luminous" lagern zehn Goldnuggets in trüber Flüssigkeit. Das zeitintensive Schürfen lohnt sich jedoch nach wie vor. © Laut
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Alternativ und Indie - Erschienen am 12. März 2021 | Virgin Music UK LAS (License Internal)

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"The Horrors have released their heaviest material to date on this unhinged EP. Badwan’s vocals are nasty and coarse..." © TiVo
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Alternativ und Indie - Erschienen am 4. Dezember 2012 | XL Recordings

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Alternativ und Indie - Erschienen am 22. September 2017 | Wolf Tone

Die in London ansässigen The Horrors haben sich mit jedem Album kontinuierlich weiterentwickelt. Auf ihren letzten beiden Platten "Skying" und "Luminous" klang ihr Sound breitwandiger und opulenter als man es bisher von der Formation gewohnt war. Vor Kurzem dürften sie sogar gemeinsam mit Depeche Mode auf Tour gehen. Ihr aktuelles Werk "V" produzierte Grammy-Gewinner Paul Epworth, der schon in der Vergangenheit mit Adele, Coldplay und Lorde zusammengearbeitet hat. In Mainstream-Pop-Gefilde stoßen die Briten jedoch nicht vor. Der Opener "Hologram" offenbart eine Verlagerung des Sounds in eine elektronischere Richtung. Trotz der vielen Störgeräusche und der dystopischen Synthies in Anlehnung an Gary Numan bleibt der Track wegen seiner repetitiven Schlagzeug-Rhythmik überaus eingängig und tanzbar. Womöglich erinnert der Ausgangsbeat in "Machine" nicht zufällig an "Machine Gun" von Portishead. Dennoch rückt die Band von ihrem sphärischen Shoegaze auf dieser Nummer keineswegs ab. Nur verfremdet man das Gitarrenspiel von Joshua Hayward bis zur Unkenntlichkeit. So mechanisch und unterkühlt hat man The Horrors noch nie gehört. Außerdem kam keine Platte der Briten so midtempolastig daher. Bis sich die melodische Klasse der einzelnen Songs herauskristallisiert, benötigt man mehrere Hördurchgänge. Trotzdem bietet dieses Album neben zu eintönig geratenen Trip Hop-Vibes ("Ghost") und einem kurzen und krachenden, aber kaum zwingenden Indie-Rock-Intermezzo ("World Below") nur hochklassiges Material. Vor allem die zweite Hälfte beweist fulminant, dass es die Briten immer noch verstehen, ihre Musik mit einer dicken klanglichen Nebelschicht zu umhüllen und den Hörer dadurch in einem tranceartigen Zustand zu versetzen. Die Ballade "Weighed Down" führt mit den dunklen Streichern, entrückten und schleppenden Industrial-Beats und der tiefen Stimme von Faris Badwan in die melancholischen Täler, die schon The Cure auf ihrem frühen Meisterwerk "Pornography" durchschritten haben. Zum Schluss mündet diese Nummer in ein erlösendes Finale. Der Song stellt sich letzten Endes als der schaurig-schöne Höhepunkt auf dieser Platte heraus. Demgegenüber braucht sich "Gathering" dahinter nicht zu verstecken. Mit den luftigen Ausflügen an der Akustikgitarre und dem psychedelischen und dramatischen Keyboardspiel dringt die Band in die himmlischen Sphären von Radiohead und The Verve vor. Die progressiven Ansätze in diesem Song erweitern das Klangbild des Quintetts um zusätzliche mitreißende Facetten. "Something To Remember Me By" zielt mit seinen EDM-Synthies dagegen auf den Dancefloor. Durch seine treibende Krautrock-Rhythmik und dem euphorische Refrain kann man sich der sogartigen Wirkung dieser Nummer nur schwer entziehen. Vom Aufbau her erinnert das an das grandiose "Sea Within A Sea" auf ihrer besten Scheibe "Primary Colours". Darüber hinaus weiß "Press Enter To Exit" mit seinen Madchester-Anleihen à la Primal Scream und Happy Mondays ebenso zu begeistern. Am Ende nimmt man noisige Gitarrenfeedbacks, die jegliche ausgelassene Partystimmung im Keim ersticken, wahr. Viel zu lachen gibt es bei The Horrors nach wie vor nicht. Auf die äußerst spannende Mixtur aus Psychedelik, Shoegaze und New Wave und dem abgründigen Charme von The Horrors braucht man auf "V" also nicht zu verzichten. Die Band vermag es seit jeher, catchy Hooks mit sehr viel Atmosphäre zu verbinden. Nur spielen die Maschinen eine tragendere Rolle als sonst. © Laut
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Alternativ und Indie - Erschienen am 1. Januar 2007 | Polydor Associated Labels

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Alternativ und Indie - Erschienen am 23. Februar 2021 | Virgin Music UK LAS (License Internal)

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"The Horrors have released their heaviest material to date on this unhinged EP. Badwan’s vocals are nasty and coarse..." © TiVo
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Alternativ und Indie - Erschienen am 2. Mai 2000 | In The Red

Alternativ und Indie - Erschienen am 9. August 2017 | Wolf Tone

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Electronic - Erschienen am 16. August 2019 | Virgin Music UK LAS (P&D)

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Alternativ und Indie - Erschienen am 12. März 2021 | Virgin Music UK LAS (License Internal)

"The Horrors have released their heaviest material to date on this unhinged EP. Badwan’s vocals are nasty and coarse..." © TiVo
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Alternativ und Indie - Erschienen am 30. März 2018 | Wolf Tone

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Alternativ und Indie - Erschienen am 5. Mai 2014 | XL Recordings

The Horrors sind eine Nerd-Band. Die Art von Typen, die sich mit Hits weltbekannter Bands gar nicht erst abgeben und stattdessen nonchalant behaupten, der beste Roxy Music-Song sei das spleenige "In Every Dream Home A Heartache" und der beste Velvet Underground-Song selbstverständlich "Ocean" (den ich spontan nicht mal verorten könnte). Zumindest spielten die Briten die zwei genannten Tracks kürzlich in einem Radio-Set. Für solch eine Band ist es denn auch das Selbstverständlichste der Welt, ein Album mit drei Minuten sphärisch dahinwabernden Klangmodulationen zu beginnen, haben Tangerine Dream ja auch nicht anders gemacht. Die assoziative Weite des Sounds, die dem Quintett seit jeher wichtig ist, wird hier sogar erstmals mit Bongotrommeln verstärkt, bevor dann doch die Drums über "Chasing Shadows" hereinbrechen und dem psychedelischen Auftaktmonster die Sporen geben. Was allerdings nicht heißt, dass Anhänger der noiserockigen Horrors-Frühphase hier viel zu lachen haben: Noch mehr als auf dem Vorgänger "Skying" tüftelten die Ost-Londoner an einer fein ziselierten Idee von Synthie-Pop, der in Kombination mit herkömmlichem Rock-Line Up und der Bigscreen-Produktion ein bislang nicht gekanntes Bombast-Level erreicht. Die repetitiven Songs erfordern nach wie vor intensive Auseinandersetzung, denn mit Ausnahme des fast schon arg cheesy geratenen Vorabtracks "I See You" werfen sich einem die durchaus vorhandenen Melodien nicht an den Hals. Zudem kann "Luminous" im Gegensatz zu "Skying" nicht mehr auf den Überraschungsmoment setzen, den der doch recht abrupte Stilwechsel 2011 bedingte. Das neue Album ähnelt dem letzten in seiner Arpeggio-getränkten Sprödigkeit über weite Strecken extrem. Je intensiver die Beschäftigung, desto stärker sinkt man jedoch in den Wave-Morast der Platte ein, besonders das sternenklare Acid-Bekenntnis "So Now You Know" und das dramatische Psychedelic-Juwel "Falling Star" machen sofort süchtig. Neu im Soundkosmos ist das im Dreivierteltakt wiegende "Change Your Mind", das wie eine subtile Smiths-Ballade beginnt, sich dann aber in einen dröhnenden Refrain hochschaukelt. Mit "Sleepwalk" samt "When The Levee Breaks"-Gedächtnisintro gelingt ihnen mal wieder ein majestätisches Krautrock-Finale. Zwischendrin platzieren The Horrors Songs wie "First Day Of Spring" oder "Mine And Yours", die weniger für Lieblingssong-Playlists geeignet sind, sondern vor allem der Sogwirkung der Platte in die Hände spielen. Das Cover verdeutlicht dieses künstlerische Ziel einmal mehr: Man erkennt eigentlich nichts und darüber prangt in angeschickertem Schriftzug das Wort "leuchtend" ("Luminous"). Die Band will uns einmal mehr durch die Dunkelheit führen und dabei helfen, hier und da helle, leuchtende Momente zu finden. Oder anders gesagt: Auf dem Grund von "Luminous" lagern zehn Goldnuggets in trüber Flüssigkeit. Das zeitintensive Schürfen lohnt sich jedoch nach wie vor. © Laut
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Alternativ und Indie - Erschienen am 2. August 2019 | Wolf Tone

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Alternativ und Indie - Erschienen am 9. August 2019 | Wolf Tone

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Alternativ und Indie - Erschienen am 23. Februar 2021 | Virgin Music UK LAS (License Internal)

"The Horrors have released their heaviest material to date on this unhinged EP. Badwan’s vocals are nasty and coarse..." © TiVo
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Alternativ und Indie - Erschienen am 15. April 2003 | In The Red

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Alternativ und Indie - Erschienen am 9. August 2019 | Wolf Tone