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Die Alben

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Alternativ und Indie - Erschienen am 22. Januar 2007 | Parlophone UK

Auszeichnungen Stereophile: Face the Music
Wie lange ist das nun her, seit die englische Presse zur Auflagenstärkung eine angebliche Oasis-Blur-Fehde vom Zaun brach, bis sich die Protagonisten beider UK-Hoffnungen am Ende tatsächlich hassten? Eine gefühlte Ewigkeit. Was beide Bands eint, ist schnell erzählt: sehr gute Alben zu Beginn ihrer Karrieren. Es blieb allerdings Blur vorbehalten, später zu beweisen, welch wundersame Sound-Blüten das Bekenntnis zur Innovation treiben kann. Während Oasis-Songwriter Noel Gallagher heute selbst zugibt, dass seine frühen Alben zu den Klassikern seiner Band gehören, entflieht Blur-Kopf Damon Albarn der künstlerischen Stagnation seit Jahren mit Kollaborationen, die ein beängstigend hohes Level halten. Stets ist er bemüht, Musik zu erschaffen, die nicht nur ihn selbst fesselt, sondern auch den Kids neue Soundhorizonte aufzeigt. Die Zukunft immer im Blick, hat sich Albarn somit in gewisser Weise die Rolle eines musikalischen Erziehers angeeignet, einer Art Pop-Studienrat. Arbeitete er bei den Gorillaz vorwiegend mit jungen Kollegen, dominieren bei The Good, The Bad And The Queen die Alten. Auf die Musik wirkt sich das nur insofern aus, als dass man die Mitwirkung des hippen Produzenten Danger Mouse diesmal fast gar nicht bemerkt. Paul Simonon, The Clash-Bassist und Coverstar des Meilensteins "London Calling", Ex-The Verve-Gitarrist Simon Tong und Afrobeat-Legende Tony Allen ordnen sich dem Allroundkünstler Albarn überraschend deutlich unter. Folgerichtig beginnt die gemeinsame Arbeit mit einem "History Song", der in seiner sphärischen, zäh fließenden Umsetzung einerseits den Weg für die kommenden Songs ebnet, der schreibenden Journalistenzunft andererseits die Möglichkeit gibt, Parallelen zu jüngeren wie älteren Albarn-Highlights zu ziehen ("Out Of Time", "Strange News From Another Star"). Die Songs sind allesamt akustischen Ursprungs und lassen nur gelegentlich elektronische Soundschnipsel ("Northern Whale", "Nature Springs") oder verquere Beatmuster (Three Changes") zu. Hier und da liegen auch wieder Dub-Einflüsse als Schleier über den Songs, wie man es in ähnlicher Form von den Gorillaz kennt. Wie harmonisch das Quartett im Studio zueinander gefunden haben muss, lässt sich allein daran ablesen, dass selbst Fela Kuti-Drummer Allen, laut Brian Eno der "beste Musiker der vergangenen 50 Jahre", keine exzentrischen Soli auffährt. Stattdessen gibt sich jeder einzelne dem Fluss der Komposition hin. Zu den Highlights zählen die narkotische Vorabsingle "Herculean", das flüchtige "Kingdom Of Doom", die Velvet Underground-Hommage "Nature Springs" und das wunderbare, siebenminütige Abschlusswerk. Mit "Green Fields" nimmt Albarn gegen Ende noch eine Nummer mit rein, die er eigentlich für Marianne Faithfulls letztes Album geschrieben hat. Seine noch reduziertere Umsetzung, verbunden mit schönem Harmoniegesang und flirrenden Keyboards, bringt das Konzept The Good, The Bad And The Queen recht gut auf den Punkt. Musik als wabernder Bewusstseinsstrom in einer wirren Zeit der Virtualisierung sämtlicher Lebensbereiche und des Anhaltens wüster Kriegsszenarien. "We move on, endlessly", seufzt Albarn in "Northern Whale". Wenigstens musikalisch will man ihm sofort zustimmen. © Laut
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Alternativ und Indie - Erschienen am 16. November 2018 | Studio 13

Hi-Res
Ganz wie in einer der italienisch-amerikanisch-französisch-albanesischen Koproduktion aus den sechziger Jahren blühen auch The Good, The Bad & The Queen mit ihrem ikonoklastischen, hochkarätigen Casting auf. Denn hinter dem Boss von Blur und den Gorillaz, dem großen Damon Albarn, werden die todschicken schweren Geschütze der Ehemaligen aufgefahren: Paul Simonon (Ex-The Clash), Tony Allen (Ex-Fela) und Simon Tong (Ex-The Verve). Als diese echt aussehende Gruppe 2007 mit dem Album und seinem einfachen Namen The Good, The Bad & The Queen sich zum ersten Mal zu Wort meldet, sind die Leute verblüfft von diesem irgendwie an Ennio Morricone erinnernden Soundtrack mit ein bisschen Reggae, ein bisschen etwas aus den 80ern und ein bisschen Pop (was eben The Kinks darunter verstanden). Dabei hatte man das fast bittersüße Gefühl, in einem surrealen London dahin zu wandeln, jedoch in einer, wegen der Weltlage drückenden Atmosphäre… Elf Jahre später geht es dieser Welt nicht besser. Und Brexit liefert Damon Albarn, der immer gerne meckert, mehr als je ganz neue Ideen. Grund genug für TGTBATQ, um mit Merrie Land nachzurücken. Auf dem Plattencover gibt es ein Foto des Schauspielers Michael Redgrave aus einem Film von Alberto Cavalcanti aus dem Jahre 1945, Traum ohne Ende (Dead of Night), in der Episode mit der Bauchredner-Puppe. Es ist die Geschichte eines neurotischen Bauchredners, der seine frivole Puppe tatsächlich für lebendig hält. Noch eine Personifikation von TGTBATQ? Bei der Produktion dieser zweiten Ausgabe wurde Danger Mouse von Tony Visconti ersetzt mit dem Ergebnis, dass es ein klein wenig wohlüberlegter klingt, sodass die melancholischen Melodien und die sarkastischen Texte zur Geltung kommen. Vor allem ähnelt der Bandleader von Blur und Gorillaz mit diesem ernüchternden Ambiente und den bissigen Worten wieder einmal dem Helden der Kinks, Ray Davies. © Marc Zisman/Qobuz
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Alternativ und Indie - Erschienen am 16. November 2018 | Studio 13

Ganz wie in einer der italienisch-amerikanisch-französisch-albanesischen Koproduktion aus den sechziger Jahren blühen auch The Good, The Bad & The Queen mit ihrem ikonoklastischen, hochkarätigen Casting auf. Denn hinter dem Boss von Blur und den Gorillaz, dem großen Damon Albarn, werden die todschicken schweren Geschütze der Ehemaligen aufgefahren: Paul Simonon (Ex-The Clash), Tony Allen (Ex-Fela) und Simon Tong (Ex-The Verve). Als diese echt aussehende Gruppe 2007 mit dem Album und seinem einfachen Namen The Good, The Bad & The Queen sich zum ersten Mal zu Wort meldet, sind die Leute verblüfft von diesem irgendwie an Ennio Morricone erinnernden Soundtrack mit ein bisschen Reggae, ein bisschen etwas aus den 80ern und ein bisschen Pop (was eben The Kinks darunter verstanden). Dabei hatte man das fast bittersüße Gefühl, in einem surrealen London dahin zu wandeln, jedoch in einer, wegen der Weltlage drückenden Atmosphäre… Elf Jahre später geht es dieser Welt nicht besser. Und Brexit liefert Damon Albarn, der immer gerne meckert, mehr als je ganz neue Ideen. Grund genug für TGTBATQ, um mit Merrie Land nachzurücken. Auf dem Plattencover gibt es ein Foto des Schauspielers Michael Redgrave aus einem Film von Alberto Cavalcanti aus dem Jahre 1945, Traum ohne Ende (Dead of Night), in der Episode mit der Bauchredner-Puppe. Es ist die Geschichte eines neurotischen Bauchredners, der seine frivole Puppe tatsächlich für lebendig hält. Noch eine Personifikation von TGTBATQ? Bei der Produktion dieser zweiten Ausgabe wurde Danger Mouse von Tony Visconti ersetzt mit dem Ergebnis, dass es ein klein wenig wohlüberlegter klingt, sodass die melancholischen Melodien und die sarkastischen Texte zur Geltung kommen. Vor allem ähnelt der Bandleader von Blur und Gorillaz mit diesem ernüchternden Ambiente und den bissigen Worten wieder einmal dem Helden der Kinks, Ray Davies. © Marc Zisman/Qobuz
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Alternativ und Indie - Erschienen am 27. Oktober 2006 | Parlophone UK

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Alternativ und Indie - Erschienen am 23. Oktober 2018 | Studio 13

Die Platte sei "eine emotionale Antwort auf etwas, das niemand in der Band versteht", beschrieb Damon Albarn "Merrie Land". Gemeint ist das Brexit-Referendum von 2016, das den glühenden Heimat-Liebhaber und Britpop-Helden a.D. auf die Barrikaden brachte. Zwei Jahre später ist England ein gespaltenes Land, die Gräben verlaufen zwischen Landesteilen, Jung und Alt, zwischen Arm und Reich. Es wirkt wie feine Ironie, dass das erste The Good, The Bad And The Queen-Album seit elf Jahren exakt einen Tag nach Fertigstellung des Vertragsentwurfs zum EU-Austritt Großbritanniens vorliegt, der gestern vier Minister-Rücktritte forderte, während die britische Premierministerin Theresa May weiter um ihr politisches Überleben kämpft. Nach wie vor ziehen britische Unternehmen auf den Kontinent, Universitäten befürchten ausbleibende Milliardenzuschüsse für die Forschung und die Preise steigen, weil Einfuhren immer teurer werden. Der 50-jährige Albarn kennt die Fakten, er ist nicht verbittert, höchstens enttäuscht, aber ungebrochen kampfeslustig. Gerade unterschrieb er einen von Bob Geldof verfassten und daher wieder emotional flammenden Appell für ein zweites Referendum, dem sich auch Sting, Rita Ora, Ed Sheeran und Simon Rattle angeschlossen haben. Tenor: England ist auf Kulturexporte angewiesen, Kulturschaffende auf freie Grenzen, das Festhalten an einer Volksabstimmung, deren Auswirkungen kaum einem Wähler in vollem Ausmaß bekannt war, verheerend. Einer Studie zufolge googelten exorbitant viele Briten nach der Bekanntgabe des Ergebnisses das Wort "EU". Es ist ein facettenreiches Thema, zu dem es viel zu erzählen gibt. Albarn bringt den Dampfer mittels eines Filmsamples gleich auf Kurs: "And specially from every shires end of Engelond / the hooly blisful martir for to seke / that hem hath holpen / whan that they were weak", hallt es aus ferner Vergangenheit in die Gegenwart. Die identitätsstiftenden Canterbury-Erzählungen des Nationalhelden Geoffrey Chaucer als Prolog für einen Appell der Einheit: So beginnt der musikalisch sehr elegisch ausgefallene Nachruf auf Merry Ol' England. Trotz des politischen Themas macht Paul Simonon selbstverständlich zu keiner Sekunde von der Wut seiner Jugendtage Gebrauch. Der heimliche Star dieser Gruppe, Afrobeat-Erfinder Tony Allen, nannte "Merrie Land" ein tanzbares Album, eine auch für seine Verhältnisse eigenartige Lesart. Richtig ist, dass man ihn weitaus deutlicher heraushört als noch auf dem Debütalbum, während The Verve-Gitarrist Simon Tong sich fast ausschließlich um Keyboards und Geräusche kümmerte. Albarn schließlich übernimmt, ganz ähnlich der literarischen Vorlage, die Rolle des weltgewandten Pilgers, der Geschichten über England verbreitet. Hierfür reiste er zwar nicht nach Canterbury, aber kreuz und quer durchs Land, nach Oxford, Luton oder in die Seebäder Southend-On-Sea und Blackpool, um herauszufinden, wie der Brite von heute tickt. Getreu der Volksweise "Oh What A Merry Land Is England", die mir beim Albumtitel sofort in den Sinn kam, braucht es kaum zwei Minuten, bis Albarn offenherzig Liebe für seine Heimat offenbart, die jahrhundertealten Kämpfe zwischen Angelsachsen und Wikingern zitierend: "This is not rhetoric / It comes from my heart / I love this country / Daneland I am your kin." ("Merrie Land") Getragene Stimmung herrscht, es geht um existenzielle Dinge, Tong dirigiert die Streicher, Simonon tupft samtene Bassfiguren, Allen dagegen unterfüttert Albarns ungewöhnlich zügigen Sprechgesang mit elastisch pulsierendem Drumming. Ein starker Auftakt. "Gun To The Head", getragen von Flöten, Orgel und Chorgesang, schwingt sich im Refrain zu einem schunkeligen Singalong hinauf, bevor das Ende mit aufsteigenden, kreuz und quer herumdriftenden Tönen bis hin zum großen Schlussakkord einen Zwischenstopp im Jahr 1967 einlegt, bei John Lennons "A Day In The Life". Eingängiger wird es danach nicht mehr. Überhaupt legt sich nun ein dichter Nebel über die Platte, die Melodien teilweise so undurchschaubar wie der tatsächliche Ausgang des ganzen Brexit-Wahnsinns im kommenden Jahr. Streckenweise erinnern die Arrangements an die rätselhafte Distanziertheit der letzten Arctic Monkeys-Platte. Man sieht förmlich die Bandmitglieder im angemieteten Studio mit Blick auf den Stahlturm von Blackpool vor sich, wie sie die kreisenden Möwen betrachten und die Weite dieser Aussicht in die Kompositionen einfließen ließen. "Nineteen Seventeen" wirkt wie ein ferner Verwandter der "Ghost Town" (The Specials), und auch Albarn wandert seinen Weg unbeirrt weiter durch das England der Fabrikschornsteine, der tristen, verwahrlosten Landschaften, wo nur noch Bier und Bingo so selbstverständlich zusammengehen wie Fish'n'Chips. Sie wiegen schwer auf ihm, die Fragen nach der Zukunft: "And where do I go now / Where does it seem to be free / Where do I go now / Where will you carry me?", singt er wehmütig in der Ballade "Lady Boston". In Selbstmitleid zerfließen ist gleichwohl keine Lösung. In "Drifters & Trawlers" klingt er wieder selbstbewusster. Leute, reißt euch am Riemen, "throw away your fears / throw away the nets / and throw away the past". Das angstvolle Umklammern der Vergangenheit, Hauptantrieb der Brexiteers, ist eine Utopie. Eine Position, die konträr zu jener eines Morrissey steht, einst ein Idol Albarns. Songs wie "The Truce Of Twilight" meint Tony Allen wohl mit seinem Verweis auf die Tanzbarkeit der Platte, tatsächlich hellen vor allem seine Schlagzeug-Muster die Stimmung der Songs merklich auf. Ganz am Ende, nach dem leiernden "Parklife"-ähnlichen Skit "The Last Man To Leave" lädt Damon Albarn dann aber noch einmal Frust ab, wenn auch nur textlich: "If you've got dreams you keep / and you're leaving me / I'll see you in the next life." ("The Poison Tree") Was er scheinbar ernst meint: Sollte der Brexit tatsächlich Realität werden, verlasse er seine Heimat, wie der Sänger schon mehrfach ankündigte. So lange er an seinem neuen Standort immer ein Aufnahmestudio zur Verfügung hat, brauchen wir uns keine großen Sorgen machen. © Laut
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CD4,99 €

Alternativ und Indie - Erschienen am 12. Januar 2007 | Parlophone UK

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CD2,29 €

Alternativ und Indie - Erschienen am 5. November 2018 | Studio 13

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CD4,99 €

Alternativ und Indie - Erschienen am 30. März 2007 | Parlophone UK