Ihr Warenkorb ist leer!

Genre :

Ähnliche Künstler

Die Alben

Ab
CD26,49 €

Alternativ und Indie - Erschienen am 1. Januar 2010 | UMC (Universal Music Catalogue)

Auszeichnungen Qobuz' Schallplattensammlung - Sélection Les Inrocks
Auflösung ("Disintegration") ist die Grundstimmung, die vor allem die politische Welt im Jahre 1989 prägt. Wir befinden uns am Vorabend zum Ende des Kalten Krieges und des Zusammenbruchs des Ostblocks in Europa. Und so könnte man mutmaßen, der Albumtitel des achten Studioalbums von The Cure, das in jenem Jahr veröffentlicht wurde, wäre in hellsichtiger Voraussicht der kommenden Ereignisse gewählt worden. Diese Band wäre jedoch nicht zum Inbegriff für melancholische Moll-Musik geworden, ginge es hier nicht um die ganz persönlichen und vor allem menschlichen Abgründe wie den Zerfall von Liebe und Freundschaft oder das Ende der Jugend. Der Gemütszustand von Bandleader Robert Smith ist während der Entstehungsphase im Frühjahr 1988 alles andere als frohgemut. Die enge Bande, die ihn über Jahre mit seinem Jugendfreund und Gründungsmitglied Lol Tolhurst verbindet, steht unmittelbar vor der Zerreißprobe. Auf den zunehmenden Kult um seine Person und den damit verbundenen Starrummel reagiert der introvertierte Smith mit Rückzug und igelt sich mit seiner Verlobten Mary ein. Als Hauptgrund für seine schwelende Schwermut nennt der Sänger später den unmittelbar bevorstehenden 30. Geburtstag. Für ihn das Alter, ab dem ein Popstar keine bedeutenden Werke mehr zustande bringen könne. So stürzt er sich zunehmend in eine Selbstmedikation aus Alkohol und halluzinogenen Drogen. Die Komponenten für die Entstehung eines Rock-Klassikers stehen also kurz vor ihrer Verquickung: Depressionen & LSD. Die seit der Veröffentlichung von "Hot! Hot! Hot!" in Lauerstellung erstarrten Fans können zunächst zwar die Singleauskopplung "Lullaby" als logisch und konsequent nachvollziehen. MTV-Heads rund um den Globus goutieren Smith dagegen als burlesk geschminkten Spinnenmann in dem seit April 1989 ausgestrahlten Video. Die erst auf Albumlänge erkennbare Metamorphose von der exzentrischen Chartsband hin zur düsteren Misanthropenkapelle ist für den Durchschnittshörer ein halbes Jahr später aber schwer zu erfassen. Nur die reiferen Anhänger, die der Band von Beginn an die Stange halten und "Pornography" als Meilenstein verehren, erkennen sofort das ihr innewohnende Potential. Das leise einsetzende Windspiel von "Plainsong", das in verheißungsvollen Keyboardwänden anschwillt und durch die typisch sphärische Cure-Gitarre dahin getragen wird, lässt zunächst noch offen, welche emotionale Richtung hier eingeschlagen wird. Die Seelenlage konkretisiert sich auch noch nicht mit "Pictures Of You", das im Grunde dieselbe bittersüße Ausstrahlung hegt, jedoch im Gesang eher zum (fast fröhlich) schmachtenden Mitträllern anregt. Vielmehr könnte man meinen, dass die Stimmung doch noch hin zu den erlösenden Popballaden umschwenkt, wenn die Downtempo-Orgel von "Lovesong" einsetzt und sich mit der schon von "Lullaby" bekannten pizzicatoähnlichen Gitarre vereinigt. Smiths persönlichster Song, der ursprünglich als Hochzeitsgeschenk an seine inzwischen geehelichte Jugendfreundin Mary gedacht war, gerät zum Superhit des Albums. "Last Dance" öffnet den Mahlstrom aus dunklen Keyboardwogen und einer ätherisch taumelnden Gitarre, die alles überragt. Smiths klagender Gesang zerrt einen schließlich hinab in den undurchdringlichen Schlund. Sollte es bis dahin noch Widerstand gegeben haben, vermögen Bassist Simon Gallup und Drummer Boris Williams mit "Fascination Street" den Herzschlag in Intensität und Frequenz neu zu eichen. Smiths wütende Hasspredigt an die ihm gegenüber praktizierte Verehrung, die bis hin zu bizarrem Götzendienst pervertiert, ist der Nährboden für einen der stärksten Cure-Songs überhaupt. Verwirrende, rückwärtslaufende Keyboardflächen intonieren das unterirdisch röhrende "Prayers For Rain". Die als psychedelisches Gitarren-Mantra angelegten Stoßgebete münden schließlich wirklich in den herbeigesehnten Regen als Basis für das in völliger Verzweiflung gipfelnde "The Same Deep Water As You". Eine Grundstimmung, die für dieses Album über die Jahre hinweg kennzeichnend sein wird. Robert Smith stellt im Jahr 2000 mit Erscheinen von "Bloodflowers" klar, dass zusammen mit "Pornography" nun ein Triptychon vorliegt, das die Essenz der Band über die Jahre zeigt und dessen Quell wahrscheinlich in dieser Verzweiflung zu finden ist - mit dem strahlenden "Disintegration" im Zentrum, als Mitteltafel, nicht nur durch seinen Stellenwert als kommerziell für die Band erfolgreichstes Album. Die nun 21 Jahre später vorliegende Neuauflage enthält dazu die für die Deluxe Editions von The Cure gewohnte Werkschau: Noch unfertige Demos, teilweise direkt aus Robert Smiths Wohnzimmer - nur er, seine Gitarre und ein Drumcomputer. Dazu auch alternative Takes aus dem Studio zusammen mit der Band. Ein Highlight ist das damals entstandene Judy Collins-Cover "Pirate Ships", das Smith für eine Compilation zum 40. Jubiläum von Elektra Records beisteuern wollte, aber nie Verwendung fand. Vervollständigt wird die Rückschau durch eine Neuauflage des Live-Albums "Entreat", ein um alle Disintegration-Songs ergänzter Mittschnitt des legendären Abschlusskonzerts zum europäischen Teil der Prayer-Tour im Wembley Stadion am 24. Juli 1989. Und damit nicht genug: Auf thecuredisintegration.com finden sich noch weitere Perlen aus der Cure'schen Schatztruhe. Darunter auch die sagenumwobene Tiananmen-Live-Version von "Faith" im Palaeur in Rom 1989, die am selben Tag entstand, als Panzer über den Platz des Himmlischen Friedens in Peking rollten. Der sonst so unpolitische Smith steigert sich darin gegen Ende in eine wütende Hasstirade über die Verantwortlichen des Massakers. © Laut
Ab
CD14,99 €

Alternativ und Indie - Erschienen am 1. Mai 1980 | UMC (Universal Music Catalogue)

Auszeichnungen Qobuz' Schallplattensammlung
It's hard to believe that the Cure could release an album even more sparse than Three Imaginary Boys, but here's the proof. The lineup change that saw funkstery bassist Michael Dempsey squeezed out in favor of the more specific playing of (eventually the longest serving member outside Robert Smith) Simon Gallup, and the addition of keyboardist Mathieu Hartley resulted in the band becoming more rigid in sound, and more disciplined in attitude. While it is not the study in loss that Faith would become, or the descent into madness of Pornography, it is a perfect precursor to those collections. In a sense, Seventeen Seconds is the beginning of a trilogy of sorts, the emptiness that leads to the questioning and eventual madness of the subsequent work. Mostly forgotten outside of the unforgettable single "A Forest," Seventeen Seconds is an even, subtle work that grows on the listener over time. Sure, the Cure did better work, but for a new lineup and a newfound sense of independence, Robert Smith already shows that he knows what he's doing. From short instrumental pieces to robotic pop, Seventeen Seconds is where the Cure shed all the outside input and became their own band. © Chris True /TiVo
Ab
CD10,99 €

Alternativ und Indie - Erschienen am 1. Januar 2010 | UMC (Universal Music Catalogue)

Auszeichnungen Qobuz' Schallplattensammlung
Ab
CD10,99 €

Punk – New Wave - Erschienen am 1. Januar 1982 | UMC (Universal Music Catalogue)

Auszeichnungen Qobuz' Schallplattensammlung
Mai 1982. Ian Curtis, Sänger von Joy Division, ist seit zwei Jahren tot und Premierministerin Margaret Thatcher zieht in den Falklandkrieg gegen Argentinien: 253 britische Soldaten sterben innerhalb weniger Wochen. Und Robert Smith grollt: "It Doesn't Matter If We All Die". Es ist gleich die erste Zeile aus dem vierten Studioalbum von The Cure, das als Abschluss der "Dark Trilogy", der düstersten Drei-Alben-Phase der Bandgeschichte firmiert: "Seventeen Seconds", "Faith", "Pornography" (2002 wurden von The Cure auch "Pornography", "Disintegration" und "Bloodflowers" als Trilogy aufgeführt). Aus The Cure, einer noch recht gewöhnlichen Zeitgeist-Band mit paritär zusammengeleimten Post-Punk-, Rock- und Pop-Einflüssen sowie einem ausgeprägten Hang zur Anti-Inszenierung war 1980 innerhalb von nur zwei Jahren erst eine in ihrem ironischen Schwermut noch etwas gekünstelte New Wave-, dann eine alles negierende Dark-Wave-Band geworden, deren aggressiver Existenzialismus das Lebensgefühl der Gothic-Kultur der 80er Jahre entscheidend mit prägen sollte. Die ohnehin dunkelgraue Dramenwelt des jungen Robert Smith wurde nach "Seventeen Seconds" und "Faith" genauso tiefschwarz eingefärbt wie sein Lidschatten, der mit dem verschmierten, blutroten Lippen und den hochtoupierten Haaren in jener Zeit zum optischen Trademark von The Cure werden sollte. Diese sinistre Verpuppung konnte freilich nicht schmerzlos ablaufen. Smith hatte sich während der Aufnahmen mit Bassist Simon Gallup, der 1979 als Ersatz für den nicht minder streitlustigen Michael Dempsey zu The Cure gestoßen war, völlig überworfen. Beide wechselten acht Monate lang kein Wort miteinander, ehe Gallup nach Handgreiflichkeiten zum Abschluss der Album-Tour in Brüssel das Weite suchte und erst 1985 wieder zu The Cure stieß. Auch Smith selbst hatte jegliche Lust an seiner Hauptband verloren. Schlimmer noch: Er wollte The Cure zerstören und zwar mit "the ultimate fuck off record". Zum Glück sollte Smith sich mit etwas Abstand doch gegen die totale Vanitas und für einen leichtherzigen, amourösen Neustart entscheiden. "I Must Fight This Sickness/ Find A Cure", singt er am Ende von "Pornography". Zum Heilmittel sollte eine erste große Zäsur bei The Cure werden. Im November 1982 schloss sich Smith als Gitarrist ein zweites Mal den Post-Punk-Heroen Siouxsie & The Banshees an, mit deren Gitarrist Steven Severin er 1983 auch noch das Seitenprojekt The Glove startete. Und dann kamen auch schon "Let's Go To Bed" und "The Love Cats". Doch was war bei den Aufnahmen zu "Pornography" eigentlich geschehen? Man muss wohl schon vorher, bei "Faith" ansetzen: Die Melancholie und Spiritualität des Vorgängers – für viele Cure-Fans ist "Faith" trotz alledem ein Klassiker - waren noch ein Stück weit eine oberflächliche Masche des New Romanticism gewesen, der den britischen Deutungshorizont des Begriffs New Wave damals vom Punk in Richtung eines zunehmend vernebelten Synth-Pops drehte. Dabei hätte "Faith" bandintern eigentlich zunächst ein positives Signal setzen sollen – stattdessen bekam Smith auf Tour schlimme Migräne vom Leidensethos und der spirituellen Pose des Albums. Bei "Pornography" war der Ausgang dagegen alles andere als ergebnisoffen: Weltschmerz und -ekel sollten herrschen - bedingungslos. Die Atmosphähre innerhalb der Band war passenderweise auf dem Nullpunkt angekommen, die kolportierten Alkohol- und Drogenexzesse und die Unausstehlichkeit Roberts taten ihr Übriges, dass sich The Cure in kein Konzept, in keine Pose mehr flüchten konnten. Die Endzeitstimmung innerhalb der Band ließ sich nicht mehr kaschieren. "Nihilismus hatte von uns Besitz ergriffen", sollte Simon Gallup später über jene Sessions im Londoner Winter des Jahres 1982 sagen, bei denen eine dysfunktionale Band den damals 23-jährigen Robert Smith bei seinem bissigen Kreuzzug gegen die Freude nicht mehr aufzuhalten vermochte. Für poppige Elemente sollte es in dem eiskalten, zähflüssigen Sound des Albums keinen Platz mehr geben. Und doch hatte das Werk natürlich seine überlebensgroßen, enigmatischen Todesmelodien und - bei aller Faszination für die rhythmischen Avantgardismen des Industrial - durchaus auch einen gewissen Rock-Appeal. Schon der Titel war damals eine veritable Provokation, schließlich war Pornografie zu Beginn der 80er Jahre noch lange kein enttabuisierter Teil der Popkultur. Dafür war der gesellschaftliche Mainstream damals noch lange nicht liberal genug. Umso größer muss der Schock gewesen sein, als erst das Label Fiction, dann Fans das Album auch noch zu hören bekamen. Den lyrischen Charakter des Albums fängt der Titel allerdings ziemlich gut ein, ist den surrealistischen Texten der acht Songs zwar keine dezidiert sexuelle, wohl aber eine literarische Brutalität, ein penetranter Masochismus und die Empathielosigkeit eines Serienkillers zu attestieren. Für die erste Generation der Gruftis sollte "Pornography" deshalb voll von misanthropischen, apokalyptischen Botschaften sein: Da waren die harschen Todessehnsüchte von "One Hundred Years" und "A Short Term Effect", die animalische Horrorvision von "The Hanging Garden" - unvergessen, allein diese eine Zeile: "Cover My Face As The Animals Die". Da war die erotische Parabel von den "Siamese Twins". "The Figurehead", dieses große Goth-Drama mit Smith als eine Art Orpheus, der verzweifelt stöhnt: "I Can Never Say No To Anyone But You". Und schließlich kapituliert: "I Will Never Be Clean Again". Und dann am Ende "Pornography", diese düstere Collage aus Mordfantasien und dem mutierten Stimmenwirrwarr aus einer Fernsehdebatte, die sich angeblich um das Thema Pornografie dreht. Sicher steckt in diesen Texten so manche Trivia, die das populäre Horrorfilm-Genre seit den 1970er Jahren bereitgehalten hatte. Doch da war ja auch noch diese brilliant korrespondierende, schaurige Begleitmusik mit den schneidenden Zombi-Rhythmen von Gallup und Lol Tolhurst. In "Cold" klingt die Perkussion nach völlig trostloser Steinmetzarbeit, darüber thront ein schwerer Synthesizer, der einer Beerdigungsorgel nachempunden scheint. Dazu stets diese quengeligen, labyrinthartigen Gitarren von Robert Smith, die sich wie Schatten durch die Songs schleichen und nicht zu fassen sind. Das Album, das seinerzeit auf Platz Acht der britischen Charts landete, ist ohne jeden Zweifel der erste Großentwurf und das mit Abstand härteste und zynischste Werk, das The Cure in ihrer langen Karriere aufgenommen haben. Ein Manifest, das deshalb völlig zu Recht stilbildend für die alternative Musik der 80er Jahre werden sollte. Man muss es im Dunkeln hören. © Laut
Ab
CD13,99 €

Alternativ und Indie - Erschienen am 13. November 2001 | Polydor Records

Zum zigsten mal veröffentlichen The Cure heuer ein Gassenhauer-Album. Es verbietet sich also von vorne herein, über Klassiker wie "Boys Don't Cry", "Why Can't I Be You" oder "Lullaby" Worte zu verlieren, wenn sogar meine Oma diese noch im Ohr hat. Die "Greatest Hits" kommt allerdings auch als strikt limitierte Doppel-CD, die schon ein paar Zeilen wert ist. Die zweite CD enthält einen exklusiven Akustik-Gig, der bislang unveröffentlicht war. Die Tracklist ist dabei die selbe, wie auf der Hitcollection. Smith lockte dafür auch Cure-Veteran Boris Williams vom Rentnerdasein im Schrebergarten an die Percussion. Williams liefert unter anderem bei "Why Can't I Be You" und "High" eine furiose Arbeit ab. Ob einem The Cure mit ihrem Unplugged-Geschrammel den Stecker ziehen können, ist aber zweifelhaft, wo doch ihre eigentliche Stärke im Stromgitarrenbereich zu finden ist. Na ja, mit "Boys Don't Cry" kann mich Smith sowieso nicht mehr ködern, wohl aber mit "A Forest", das ich in akustischem Dessous zum ersten Mal zu Gesicht bekomme. Verführerisch und lecker. Und wie damals 1984, als mir erstmals die Live-Version auf "Concert" um die Ohren ballerte, bewirkt dieser Song nach fast 20 Jahren immer noch kalte Schauder im Nackenbereich, wo früher keine Haare waren. Erwähnenswert auch mein Dauerliebling "Just Like Heaven", der mit verträumten Akkordeon verziert wurde. Und selbst für diejenigen, die den 91er Auftritt von The Cure bei MTV Unplugged auf Bootleg besitzen, sind hier einige hörenswerte Tracks enthalten. Beispielsweise sind die Singles "Why Can't I Be You", "Lovesong", "Never Enough" und "High" erstmals unplugged zu hören. Für mich als Senior-Curist fehlen natürlich Tracks wie "100 Years" (was wohl akustisch nicht ernsthaft umsetzbar ist), "Seventeen Seconds", "Play For Today" und der Cure-Brenner ohne Beispiel "M". Was noch stört, ist die Einzählerei mit den Drumsticks am Anfang jedes Songs, nervig! In der Bonussektion finden sich noch zwei neue Songs. "Cut Here" wurde schon als Single ausgekoppelt und klingt, als wäre es in der 92er "Wish"-Zeit entstanden. Orientalisch kommt "Just Say Yes" daher, wo Smith im Duett mit Saffron von Republica um ein Sitar-Imitat herum singt. Die Platte hinterlässt ein beruhigendes Gefühl. Beruhigend, weil wir jetzt wieder amtlich wissen, dass es Cure noch gibt! © Laut
Ab
HI-RES21,49 €
CD14,99 €

Rock - Erschienen am 18. Oktober 2019 | Mercury Studios

Hi-Res
Anstatt ihren 40. Geburtstag unter Freunden zu feiern und dafür einen kleinen Club in Crawley, im heimisch vertrauten Sussex zu privatisieren, machten es The Cure viel einfacher, sie gingen dafür in den… Hyde Park! Ein renommierter Ort für eine renommierte Gruppe. Der Mitschnitt dieses Londoner Konzerts am 7. Juli 2018 vor 65 000 Personen bot vor allem eine Gelegenheit zu zeigen, dass Robert Smith und seine Freunde in alle Ewigkeit eine ganz bestimmte Art von Stil, Sound, Fantasiewelt, Kompositionsweise und Atmosphäre vertreten. Ein paar Monate vor seinem 60. Geburtstag ist der Leadsänger von The Cure in Höchstform und Mascara, Lippenstift und zersauste Haare sind immer noch frisch wie am ersten Tag. Wenn er vier hitgepflasterte Jahrzehnte durchquert, mit mal richtigem Cold Wave, mal großteils richtigem Pop, dann wird uns bewusst, wie weitreichend das Werk ist; die Melodien haben sich im kollektiven Unterbewusstsein genauso festgesetzt wie Robert Smiths Fähigkeit, zum Punkt zu kommen. Mit seinen alten Weggefährten Simon Gallup (Bass), Reeves Gabrels (Gitarren), Roger O'Donnell (Keyboards) und Jason Cooper (Schlagzeug) präsentiert er schöne, nie allzu kraftstrotzende Versionen von Pictures of You, In Between Days, Just Like Heaven, A Forest, Disintegration, Lullaby, The Caterpillar, Friday I’m in Love, Close to Me, Boys Don’t Cry, 10:15 Saturday Night oder auch Killing an Arab. © Max Dembo/Qobuz
Ab
CD34,99 €

Alternativ und Indie - Erschienen am 1. Januar 2006 | UMC (Universal Music Catalogue)

Wenn Robert Smith nicht gerade Bandkollegen rauswirft, eine seit kurzem wieder aufgenommene Beschäftigung früherer Tage, kümmert er sich geradezu rührend um seine Fans. Dachte man 2004 noch, die Deluxe Edition des Cure-Debütalbums "Three Imaginary Boys" sei einem einmaligen Nostalgieschub des Düsterrock-Großmeisters zu verdanken, belehrte einen die nachgeschobene Raritäten-Palette mit den Folgealben "Seventeen Seconds", "Faith" und "Pornography" schnell eines Besseren. Und es hört nicht auf: heuer erscheinen gleich vier alte Alben auf einen Schlag. Der Chronologie fühlt sich Smith in seiner persönlichen Vergangenheitsbewältigung derart verpflichtet, dass selbst das kaum bekannte "Blue Sunshine"-Album von The Glove zu einer runderneuerten Version kommt, das Projekt von Robert Smith und Siouxsie And The Banshees-Basser Steve Severin aus dem Jahr 1983. Jene auf den ersten Blick nur mäßig prickelnde Deluxe Edition ist jedoch nicht weniger spannend, da dort alle seinerzeit von Gastsängerin Jeanette Landray interpretierten Glove-Songs erstmals in der Demoversion mit Roberts Vocals vorliegen. Charthits finden sich dagegen erst auf vorliegendem Werk von 1985 sowie der '87er Oper "Kiss Me Kiss Me Kiss Me", wohingegen der Raritätenschrank des vergleichsweise schwachen Albums "The Top" (1984) eher Nerd-Sehnsüchte stillt. Allen vier Alben gemein ist die verbesserte Aufnahmetechnik der Mittachtziger, denn was uns Smith auf "Seventeen Seconds" und "Faith" im Raritätenteil vorsetzte, klang zuweilen wie die zehnte Kopie einer Walkman-Aufnahme der Schwester eines Fans aus Australien. Denkt man sich die "Kiss Me"-Platte als das "Sergeant Peppers"-Werk der Briten, so ist "The Head On The Door" definitiv "Rubber Soul". Ein homogenes, unaufdringliches Album, das den neuen keyboardlastigen Trademark-Sound der Band in zehn Songs schnörkellos einführt, und anhand der Singles "Inbetween Days" und "Close To Me" beinahe unbemerkt Ansprüche auf die Weltherrschaft stellt. Oder wie Robert Smith im Booklet selbst sagt: "Als wir mit diesem Album nach Amerika kamen, rollte die Lawine richtig los. Die Songs passten ins Radio, MTV liebte unsere Videos und wir waren eine gute Liveband mit einem ordentlichen Song-Repertoire." Doch auch die Albumtracks glänzen. Auf dem flamenco-artigen, mit Kastagnetten angereicherten "The Blood" ist Smiths frisch erwachte Zuneigung zur Akustikgitarre sogar noch dominanter zu spüren als auf "Inbetween Days". Der Keyboard-Rocker "Push" könnte auch auf "Kiss Me" platziert sein, während das zäh fließende "Sinking" bereits verrät, wohin die Reise vier Jahre später mit "Disintegration" gehen sollte. Dank der liebgewonnenen Booklet-Anekdoten erfahren wir, dass Gründungsmitglied Lol Tolhurst bereits 1985 kaum noch Einfluss auf die Kompositionen hatte, obwohl er noch bis 1990 von der Band mitgeschleppt wurde. Smith erinnert sich dennoch an ein kompaktes Bandgefühl, gestützt vom zurück gekehrten Bassisten Simon Gallup, Drummer Boris Williams und Gitarrist Porl Thompson (2005/06 wieder im Live-Line Up gesichtet). Nun wage ich ja eher zu bezweifeln, dass der Indie-Freund mit Jahrgang 1985 lieber zu vorliegender Deluxe Edition greift, wenn er in der Indie-Disko oder auf laut.fm zufällig mit dem göttlichen "Inbetween Days" konfrontiert wird. Denn natürlich hat Smith vor allem die Geldbeutel der heutigen 30- bis 45-Jährigen im Sinn, denen der ganze Stress mit CD-Neuveröffentlichungen sowieso viel zu lästig ist und die an den modernen MP3-Downloads noch immer das Fehlen eines informativen Booklets kritisieren. Daher aufgekreischt: "The Head On The Door" bietet wie gehabt einmal das Originalalbum in der Digital Remastered-Fassung sowie eine zweite CD mit Demos jener Phase. Positiv hervorzuheben ist, dass Smiths Stimme hier auch meistens zu hören ist, wohingegen er uns auf der "Kiss Me"-Edition nur Instrumentalversionen seiner Demos offerierte, was Kollege Mengele in seiner demütigen Rezension vor Aufregung schlicht übersah. So quietscht "Close To Me" gar wunderlich dank eines spaßigen Keyboard-Basses, "A Night Like This" steht bis auf das Saxophonsolo schon zum Großteil auf eigenen Beinen und das eisige "Screw" war ursprünglich sogar fast schon niedlich. Dann allerdings kam Gallup und drehte seinen Bass lauter als die Synthies. Mit vier bislang unveröffentlichten Stücken ködert uns Smith dann endgültig: "Inwood" und "Innsbruck" sind zwei düstere, gitarrenlastige Instrumentals, die man eher auf "Faith" oder "Pornography" erwartet hätte, "Mansolidgone" dürfte die Blaupause der späteren B-Seite "A Man Inside My Mouth" darstellen, und "Lime Time" war Smith letztlich wohl doch allzu poppig, weswegen er lieber ein paar Worte und Sounds für "Inbetween Days" abzwackte, das hier übrigens nur in einer eineinhalbminütigen Orgelversion aufläuft. Da "The Head On The Door" ohnehin in jedem Schrank eines Indie Rock-Fans stehen sollte, rate ich all jenen zur Investition dieser Edition, die sich im Wust der Cure-Neuveröffentlichungen kaum mehr zurechtfinden, denn als Einstieg eignet sich diese Compilation äußerst gut. Zumal das Verhältnis von guten Songs, ansprechenden Demos und unveröffentlichten Songs bislang auf keiner Deluxe Edition außer "Three Imaginary Boys" sauberer austariert war. © Laut
Ab
CD13,99 €

Alternativ und Indie - Erschienen am 1. Januar 1986 | Polydor Records

Ab
CD10,99 €

Alternativ und Indie - Erschienen am 1. September 1981 | UMC (Universal Music Catalogue)

Certainly not the "darkest" the Cure would eventually get, Faith is, as represented by the cover art, one of the most "gray" records out there. Melancholy and despondent (the feel of funerals and old churches just oozes from this record) without the anger that would over take Pornography, Faith comes off as not just a collection of songs, but as a full piece. "The Holy Hour," "All Cats Are Grey," and the spectacular "Faith" are slow atmospheric pieces that take the softer elements from Seventeen Seconds, and -- when sidled up next to faster tracks like the single "Primary" and "Doubt" -- paint an overall picture of the ups and downs contained within a greater depressive period. But it's not all gloomy keyboards and minimalist percussion, Faith is also a milestone for Robert Smith lyrically, branching out into questions of faith and spirituality he never quite touched on so well ever again. A depressing record, certainly, but also one of the most underrated and beautiful albums the Cure put together. They would not touch on this sort of lush sadness so well again until 1989's Disintegration. © Chris True /TiVo
Ab
CD14,99 €

Pop - Erschienen am 5. Februar 1979 | Polydor Records

Ab
HI-RES21,49 €
CD14,99 €

Rock - Erschienen am 18. Oktober 2019 | Mercury Studios

Hi-Res
Ab
CD26,49 €

Punk – New Wave - Erschienen am 5. November 1990 | Fiction

Der Remix, ein Grundelement der Dance Music aus den 1990er Jahren, ist eine Technik, die von Rockgruppen eher sparsam verwendet wurde. The Cure wollte sich jedoch zeitgemäß verhalten und entschied sich dazu, einige der Songs ihrer acht zwischen 1979 und 1989 veröffentlichten Studioalben neu zu bearbeiten. Ihre Fans reagierten zunächst verwirrt auf das Ergebnis, auch wenn dieses eine schöne Zusammenfassung der letzten Jahre darstellt. Mixed Up erstrahlt nun dank einer aus drei CDs bestehenden Deluxe Edition in neuem Glanze. Darauf sind selten zu hörende Remixe aus der Periode zwischen 1981 und 1990 (CD2) zu hören sowie neue, die aus der Hand von Robert Smith (CD3) stammen. Das eigentliche Album wurde vom Leader der Band höchstpersönlich neu gemixt. Hierauf sind einige, eher weniger originelle Überarbeitungen zu hören (Lullaby bleibt etwas zu nah am Original dran), aber auch viele sehr aufregende und gewagte Neuversionen (Close To Me) und sogar bis hierhin unveröffentlichte Titel wie Never Enough, auf dem eine Gitarren-Sintflut über uns hereinbricht. Die dritte CD dieser Deluxe Edition stellt dabei das wahre Sahnehäubchen der Fünf-Sterne-Neuauflage dar. Die frisch von Robert Smith produzierten 16 Remixe klingen dabei nämlich so gar nicht nach den 90ern. Wir stellen ihn uns nur zu gut vor, wie er sich einen Spaß daraus macht, an seinen alten Songs herumzuexperimentieren, manchmal bis zur Unkenntlichkeit. Und so klingt das ursprünglich sehr düstere Lied A Strange Day von Pornography plötzlich beinahe fröhlich (aber auch nur beinahe!). Und Lost aus dem Album The Cure ertönt hier als Drum’n’Bass-Version. Man kann also feststellen, dass die Band auch im Alter von fast 60 Jahren nach wie vor noch vor Kreativität übersprudelt… © Marc Zisman/Qobuz
Ab
CD20,99 €

Alternativ und Indie - Erschienen am 1. Januar 2005 | UMC (Universal Music Catalogue)

Ab
CD8,99 €

Alternativ und Indie - Erschienen am 5. Dezember 2011 | Sunday Best Recordings

Ab
CD13,99 €

Alternativ und Indie - Erschienen am 1. Januar 1983 | Polydor Records

Ab
CD14,99 €

Alternativ und Indie - Erschienen am 26. August 1985 | UMC (Universal Music Catalogue)

After recording one of their darkest albums, 1984's The Top, the Cure regrouped and shuffled their lineup, which changed their musical direction rather radically. While the band always had a pop element in their sound and even recorded one of the lightest songs of the '80s, "The Lovecats," The Head on the Door is where they become a hitmaking machine. The shiny, sleek production and laser-sharp melodies of "Inbetween Days" and "Close to Me" helped them become modern rock radio staples and the inspired videos had them in heavy rotation on MTV. The rest of the record didn't suffer for hooks and inventive arrangements either, making even the gloomiest songs like "Screw" and "Kyoto Song" sound radio-ready, and the inventive arrangements (the flamenco guitars and castanets of "The Blood," the lengthy and majestic intro to "Push," the swirling vocals on "The Baby Screams") give the album a musical depth previous efforts lacked. All without sacrificing an ounce of the emotion of the past, which songs as quietly desperate as "A Night Like This" and "Sinking" illustrate. With The Head on the Door, Robert Smith figured out how to make gloom and doom danceable and popular to both alternative and mainstream rock audiences. It was a feat the band managed to pull off for many years afterward, but never as concisely or as impressively as they did here. © Tim Sendra /TiVo
Ab
CD34,99 €

Alternativ und Indie - Erschienen am 8. Februar 2005 | UMC (Universal Music Catalogue)

A Forest. Just Like Heaven. Lullaby. Drei Songs, erschienen zwischen 1980 und 1990 und stellvertretend für ein Jahrzehnt, dass so maßgeblich von The Cure geprägt wurde, wie die 70er Jahre von, sagen wir, Led Zeppelin. Allein die Begriffe "Forest", "Heaven" und "Lullaby" verweisen schon auf die schwer assoziative Kraft von Cure-Songs, die der Band gemeinsam mit der melancholischen Sound-Ausrichtung über die Jahre eine erbarmungslos devote Fangemeinde einbrachte. Und dann war da ja noch das beinahe sakrosankte Anbetungsobjekt in Gestalt des wohl größten Lamentierers der 80er Jahre: Robert Smith. Interviews schienen dem Berufsfatalisten nur dazu nütze, um sämtliche Äußerungen aus früheren Interviews zu revidieren. Ankündigungen vom heran nahenden Split seiner Combo oder Spekulationen über ein Soloalbum mutierten zum running gag. Die bekannteste aller Smith-Anekdoten dürfte allerdings seine Altersphobie aus jenen Tagen sein, hielt er doch vor allem das Erreichen des 30. Lebensjahres als im höchsten Maße verabscheuenswert. Dieses Jahr wird "Fat Bob" 45 Jahre alt, und mittlerweile ist er in seinen alten Spitznamen auch so richtig reingewachsen. Von der Existenz seiner Band zeugen derweil seit langem nur Festival-Auftritte. So warten wir auf das von Smith im LAUT-Interview vor zwei Jahren versprochene, angeblich "heavy rock" infizierte, neue Cure-Album noch heute. Nun, im Alter dauern ja bekanntlich alle Bewegungsabläufe etwas länger, schließlich ist auch das geplante Cure-Allstars-Konzert zum 25-jährigen Bandjubiläum im letzten Jahr gescheitert. So darf "Join The Dots" vor allem als Indiz dafür gewertet werden, dass Smith an seinem Lebenswerk noch immer Gefallen findet. Nachdem bereits das von der Plattenfirma geforderte "Greatest Hits"-Album 2001 mit einer schmucken Akustik-CD als Beilage in den Handel kam, begeistert vorliegende 4-CD-Box als luxuriöses und definitives Band-Paket, ja, als musikalisches Heiligtum. Hochformatig mit über 70 Seiten-Booklet, einer Band-Retrospektive, massig Fotos und eben sämtlichen B-Seiten, die die Band jemals veröffentlicht hat. Hinzu gesellen sich ein paar reizende Remixes sowie Versionen, die Robert erstmals aus seiner persönlichen Gruft zaubert. Muss ich mehr sagen? Meinetwegen. Robert Smith stammt ja aus einer Generation, für die eine Single-B-Seite noch keinem Müllabladeplatz verworrener Studio-Experimente gleichkam. "Das erste, was ich nach dem Kauf einer Single machte, war das Anhören der B-Seite. Ich hoffte immer, dadurch eine neue Seite meines Lieblingskünstlers zu entdecken, die trotzdem die Qualität der A-Seite hat", so Smith im Booklet. Nichts anderes verlangte er von seiner eigenen Band, die sich um 1977 aus dem britischen Post Punk-Umfeld empor spielte. Ja, auch der Boxenstarter "10.15 Saturday Night" war eine B-Seite, man glaubt es nicht, ebenso wie das noch sehr rauhe "Plastic Passion" oder das wahrhaft elektrifizierende "I'm Cold". Hendrix war hier tatsächlich nicht weit, und mit dem Vorzeige-Cover "Purple Haze" setzte ihm The Cure später ein würdiges Denkmal. Tatsächlich verfrachtete Smith einige Songs auf seine B-Seiten, für die andere Bands literweise Blut spenden würden. Das herrlich trübe "Lament" zum Beispiel, das auch in der raren, weitaus schrägeren Flexipop-Version verzeichnet ist, "The Upstairs Room" von 1983, oder der die ohnehin lahme A-Seite "The Caterpillar" aus dem Stand überragende New Wave-Pop von "Throw Your Foot". Einem sweeten "Lovecats"-Rip Off lauschen wir bei dessen B-Seite "Speak My Language". Außer der qualitativ wackligen Pop-Phase in den Frühachtzigern zeugen düstere Nummern wie die "Primary"-B-Seite "Descent", das Klassiker-Instrumental "Another Journey By Train" oder das Hallgerät-infizierte "New Day" von der Cure'schen Wandlungsfähigkeit der frühen Tage. Auf Box Numero Zwo biegen wir mit dem Psychedelic Rocker "A Japanese Dream" ohne Vorwarnung in die 'fascination street' der Briten ein. Wir befinden uns im Jahre 1987, genauer gesagt auf der Rückseite von "Why Can't I Be You". Ein Monsterhit. Smith, Gallup, Thompson, Williams und Tolhurst heißen die Bandmitglieder der Stunde, und mit dem "Kiss Me"-Album füllen The Cure plötzlich ganze Stadien in Amerika. "Sugar Girl", "Snow In Summer" und "Breathe" nennt Smith die schwer elegischen Keyboard-Hymnen seiner Gothic-Truppe und belegt eindrücklich deren stetig anwachsendes Mainstream-Potenzial. "To The Sky", bislang nur auf Bootlegs zu haben, und ein abgespeckter Remix von "Just Like Heaven" runden die Scheibe ab. Die dritte CD feiert die "Wish"-Phase ab, die so herrliche B-Seiten hervor brachte wie "This Twilight Garden" oder "The Big Hand", aber auch Unspektakuläres wie "A Foolish Arrangement". Ganz heiß ist dagegen die unveröffentlichte 12"-Version von "Doing The Unstuck". Pünktlich zum "Wild Mood Swings"-Release 1996 beginnt dann eine eher uninspirierte Cure-Phase, von der "It Used To Be Me" oder "Adonais" überdeutlich Zeugnis ablegen. Nicht so recht zünden will auch das jazzige Bowie-Cover "Young Americans" und der "X-Files"-Soundtrackbeitrag "More Than This", wohingegen die The Crow-Nummer "Burn" im wahrsten Sinne des Wortes bis heute brennt. Um das Jahr 2000 fand Chefdenker Smith langsam wieder zu alter Form zurück und entdeckte die Elektronik. So klingt das Depeche Mode-Cover "World In My Eyes" fast synthetischer als das Original, und mit "Coming Up" gibts noch einen "Bloodflowers"-Track, der (zu Recht) nur in Japan und Australien mit aufs Album gelangte. Aber das sind nur kleine Schwächen, die der stilvolle Paul Oakenfold-Mix von "Out Of This World" und besonders der mit Breakbeats und sägenden Gitarren rockende "A Forest"-Remix von Mark Plati und Ex-Bowie-Gitarrist Earl Slick im Alleingang vergessen machen. Das Fazit kann deshalb nur lauten: Ein in Inhalt und Form absolut notwendiges Teil einer einzigartigen Band, die ihre Geschichte mit Hilfe von Produzent Ross Robinson hoffentlich noch weiter schreibt. © Laut
Ab
CD13,99 €

Alternativ und Indie - Erschienen am 1. Januar 2008 | Geffen

Ab
CD20,99 €

Alternativ und Indie - Erschienen am 1. Januar 2011 | UMC (Universal Music Catalogue)

Ab
CD13,99 €

Rock - Erschienen am 29. Juni 2004 | Geffen