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Die Alben

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Soul/Funk/R&B - Erschienen am 8. Februar 2010 | RCA Records Label

Auszeichnungen Herausragende Tonaufnahme
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CD14,49 €

Soul/Funk/R&B - Erschienen am 16. Juli 1984 | Epic

Auszeichnungen Qobuz' Schallplattensammlung
"Coast to Coast, L.A. to Chicago, Western male. Across the North and South to Key Lago" - dieser geheimnisvolle Refrain-Slogan ist eine der einprägsamsten und bekanntesten Songzeilen der 80er. Die raue, helle Stimme, die zugleich - als seltener Kontra-Alt - sehr tiefe Töne trifft, gehört einer jungen Frau namens Sade Adu. Ihre Band nennt sich einfach Sade, gesprochen Scha-'Dey, und bringt das Latino-Feeling nach Europa. Damit beenden die Briten das Regiment von Duran Duran und Talk Talk in den Charts und tragen einen überraschenden Kontrast zu den grellen Synthiepop-Glitzerfarben aufs Musikfernsehen auf. Cool, seriös, vertrackt und lang – und doch Easy Listening: So durchbrechen die neuen Songs die Monotonie des computerisierten 4/4-Taktes. Sades Debüt beeinflusst den Musikmarkt der folgenden fünfzehn Jahre und bereichert ihn um soulige Stilmischungen aus England. Um "Diamond Life" professionell aufnehmen zu können, muss die live sehr erfahrene Band erst einmal lange kämpfen. Viele Labels in London lehnen die Combo ab. Doch bereits die erste Single erreicht im Februar 1984 Platz 6 in England: "Your Love Is King". Die Rückseite der 12 Inch-Single enthält die Medley-Version "Smooth Operator/Snake Bite". Leider erscheint sie nie auf CD. "Smooth Operator" leitet ziemlich hart und kalt ins Album ein, erzählt von einem Waffenhändler, einem Angeber, beruflich viel in den USA unterwegs. Im Intro gestattet sich Sade Adu einen Spoken Word-Vortrag, der ihre ironisch-kritische Haltung zu dieser Sorte Mensch unterstreicht. Das Saxophon verleiht dem Song einen speziellen und damals neuartigen Lounge Jazz-Charakter. Die parallel veröffentlichte Cassette beinhaltet den "Smooth Operator" ohne Intro, dafür mit dem angefügten "Snake Bite", ihre B-Seite endet mit "Love Affair With Life". Selten bei einem Album, weichen Opener und Schlusstitel in den verschiedenen Formaten voneinander ab. Selbst unter den durchweg erstklassigen Songs ist "Hang On To Your Love" ein Highlight. Die jazzrockige Gestaltung macht sich in den trockenen Klängen gleich zu Anfang des Songs bemerkbar, das Schlagzeug schiebt den Song mit unnachgiebiger Wucht an. Eine E-Gitarre gesellt sich nach den ersten Takten hinzu und arbeitet die Rock-Linie des Tracks heraus. Den Text von "Hang On To Your Love" trägt die sonst kühle Dame flehend vor. Sade Adus leicht heisere Falsettstimme zu Beginn verfestigt sich im Verlauf der ersten Strophe. Die Botschaft: Zu Liebe muss man stehen, "in Heaven's name", im Namen Gottes - Liebe ist so etwas wie ein Geschenk, und das wirft man nicht leichtfertig oder willkürlich weg. (Jahre später verzweifelt Miss Adu daran, dass sie in ihrer ersten Ehe nur ein paar Monate lang durchhält. Dieser Vorfall, die frühe Scheidung, zerstört ihr Selbstbild, ihre Wertvorstellungen. Die Dame glaubte also an das, was sie singt.) Nach 3:17 Minuten scheint für einen langen Moment alles gesagt. Der Track könnte vorüber sein. Doch nun wird aus "Hang On To Your Love" ein Instrumental. Der Abschnitt beruht auf dem hellen Hämmern des Keyboards, gegenläufig zum Schlagzeug, das nun von der dumpfen Bass Drum-Dominanz auf die Hi-Hats 'umschaltet' und die Klangfarbe ins Tropisch-Karibische dreht. Produzent Robin Millar, Kind einer karibischen Mutter, liebt so etwas und wendet solche Kniffe später auch bei Boy George und Everything But The Girl an. Die britischen Cocktail-Jazzer nehmen in puncto Stilentwicklung zwei gewaltige Eingriffe vor: Erstens machen sie den Jazz-Fusion-Funk-Rock der 70er Single-Hit-fähig. Ohne Weather Report und das Mahavishnu Orchestra wäre ein Song wie "Hang On To Your Love" eine absolute Revolution gewesen. Doch in den Siebzigern hatten sich bereits gravierende Wandlungen im Spielfeld von Jazz, Soul und Rock vollzogen. Sie verwirklichen, symbolisieren oder drücken die Zusammenführung von Hautfarben, Subkulturen, Einkommensschichten und verschiedenen Rhythmen aus - zumindest auf der Ebene der Unterhaltungsmusik. Auch der authentische, echte Sound von "Diamond Life" ist zu dieser Zeit absolut unüblich. Sade widersetzten sich den Labels, denen sie die Platte anfangs angeboten hatten: Sie wollen keine Drum Machine, obwohl sie in der Band gar keinen Drummer haben. Sade insistieren aber auf der rhythmischen Menschlichkeit des Jazz und behelfen sich mit (sehr guten) Session-Schlagzeugern. Ihr eigentlicher Drummer Paul Cooke verlässt die Band im Jahr der Veröffentlichung, sein Einfluss auf das Album ist umstritten. Zwischen 2001 und 2006 prozessiert er unter anderen gegen Sony Music und gegen die vier Bandmitglieder: er habe mit seiner Schlagzeug-Linie, die an Bossa Nova erinnere ("Rock, Jazz and Latin influences blended together"), eine einzigartige und allseits unterscheidbare Form von Perkussion geschaffen und mit dieser Arbeit habe er auch den Stil des ganzen Albums vorgegeben und transformiert. Cooke bestreitet, dass auf den finalen Aufnahmen der Songs Dave Early als Session-Honorarkraft oder eine Drum Machine zu hören sei, wobei Letzteres auch von Sony nie ins Booklet geschrieben wurde. Recht hat Cooke auf jeden Fall damit, dass "Diamond Life" und alles weitere von Sade ohne diesen einzigartigen Schlagzeug-Stil in der Tat weit weniger faszinierend wäre. Neben "Your Love Is King" über den Stellenwert der Gefühle des Partners nehmen auch "Cherry Pie" und "Frankie's First Affair" unter der Überschrift 'Liebeslieder' Platz. In "Cherry Pie" bricht ein Mensch die Herzen der anderen, obwohl er sich "so süß wie Kirschkuchen" benimmt. Frankie hat seine erste Liebesgeschichte, meint es aber nicht ernst, was die Sängerin zu einem der anklagendsten und ergreifendsten Soul-Momente der 80er Jahre bewegt. Nachdem sie sich singend ausgekotzt hat, verzeiht sie am Ende und stellt fest, Frankie sei ja noch ganz am Anfang, da müsse man sein Fehlverhalten locker nehmen. "When Am I Going To Make A Living" erläutert mit der folgenden Zeile den Albumtitel: "See the people fussing and stealing. / Too many lies, no one is achieving. / Haven't I told you before, we're hungry for a life we can't afford." ("Wir wollen ein Leben, das wir uns nicht leisten können, für das die Leute sogar lügen, streiten und stehlen. Doch am Ende erreicht es keiner.") Dem "Smooth Operator" wirft die Erzählerin vor: "Diamond life, lover boy / He move in space with minimum waste and maximum joy / City lights and business nights", und auch der Song "Sally" über die wertvolle, wenig gewürdigte Arbeit von Heilsarmeen übt Konsumkritik am "Diamond Life"-Lebensstil. In "Why Can't We Live Together" erproben sich die vier Jazzsoulfunkrocker in der einzigen Coverversion. Ein Paar werden trotz verschiedener Herkunft? Diese Grundsatzfrage zieht sich von Shakespeares "Romeo & Julia" über die Bürgerrechtsbewegung bis hin zum Soul-Genie Timmy Thomas, der den Tune schrieb. Die Instrumentierung, die extreme Dramatik und das ewig lange Intro brechen mit Konventionen aus Vocal Jazz und Popmusik jeglicher Couleur. Während das Schlagzeug, die Gitarre und das Saxophon eine sprechende Tätigkeit ausüben, betont die Sängerin später, als sie endlich drankommt, umso intensiver, worum es ihr im Text geht: das Wörtchen 'colour' schluchzt-schreit-singt-protestiert sie in einer unnachahmlichen Weise hinaus. Überhaupt: Sade Adu singt wie nur wenige zugleich im handwerklichen Sinne von Töne verkörpern, Geschichte erzählen, unterhalten. Andererseits berührt sie im selben Moment, löst eine Gänsehaut aus, wird lautmalerisch tätig, piekst oder kneift - und das alles gelingt ihr noch in vorbildlicher englischer Aussprache. Auch in allen späteren Songs der Briten bis 2010 dominiert die Bass Drum das Latin-Funk-Feeling, mit dem die Band heutigen Künstlern wie Bruno Mars und Demi Lovato Patin stand. Eine Erfolgsgeschichte: Sade haben sich durchgesetzt und immer an ihre Ideen und langen Songs geglaubt. Die Geschichte von "Diamond Life" möge allen Newcomern ohne Plattenvertrag Mut machen, die angeblich "zu lang" und andersartig spielen. Also, Sade auflegen, und dann volle Kraft voraus! © Laut
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Soul/Funk/R&B - Erschienen am 4. November 1985 | Epic

Auszeichnungen Qobuz' Schallplattensammlung
Sade's second album improved on the performance of her debut, as "Sweetest Taboo" was a huge hit and "Never as Good as the First Time" landed in both the R&B and pop Top 20. She was once again the personification of cool, laid-back singing, seldom extending or embellishing lyrics, registering emotion, or projecting her voice. This demeanor made her more desirable in the minds of many fans and was perhaps the ultimate misapplication of the notion of sophistication. But this album topped the pop charts and eventually went triple platinum. © Ron Wynn /TiVo
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Soul/Funk/R&B - Erschienen am 29. April 2011 | RCA Records Label

Ein ganzes Jahrzehnt war es bedenklich ruhig geworden um die nigerianisch-britische Soul-Göttin. 2010 katapultierte sich die "Stimme aus Seide" mit ihrem Comeback-Album "Soldier Of Love" zurück ins Rampenlicht. Als wäre sie nie weg gewesen, untermauerte sie mit ihrem sechsten Studio-Output seit 1984 ihre Thronherrschaft im Genre der zarten und lasziven Klänge. Wenn ein Comeback dieser Güteklasse nicht nur musikalisch fruchtet, sondern, wie im Falle von "Soldier Of Love" auch kommerzielle Grenzen sprengt, werden die Marketing-Promo- und Plattenfirmen natürlich hellhörig. Was bietet sich da mehr an, als im Rausche des Erfolges noch eine Best-Of-Compilation hinterher zu schieben? So verpasst Sade ihrem beeindruckenden Back-Katalog eine Frischzellenkur und präsentiert ihr nahezu komplettes musikalisches Erbe in einem zeitgemäßen Remastering-Paket. Sage und schreibe 29 Songs bieten einen Einblick in das bisherige Werk der Ausnahmekünstlerin. In chronologischer Reihenfolge präsentiert "The Ultimate Collection" die beeindruckende Entwicklung ihres Schaffens und glänzt neben zwei Remix-Versionen der Songs "The Moon And The Sky" und "By Your Side" obendrein mit drei neuen Tracks. Während das amerikanische Hip Hop-Produzententeam The Neptunes und RapperJay-Z den beiden umgekrempelten Songs eher befremdliche Noten verpassen, bestechen die neuen Ergüsse "Still In Love With You", "Love Is Found" und "I Would Never Have Guessed" mit Sade-typische Grazie und Melancholie. Vor allem der Thin Lizzy-Klassiker "Still In Love With You" bekommt durch Sades unvergleichliches Stimm-Organ eine Tiefe, die dem Original in Nichts nachsteht. "Love Is Found" belegt den Facettenreichtum der Soul-Diva und liefert zeitgemäße Beats mit experimentellem Songwriting. Mit "I Would Never Have Guessed" spielt die dreimalige Grammy-Gewinnerin dann alle ihre Trümpfe aus. Nur auf einem Piano begleitet schmachtet Sade dahin und reizt ihr Stimm-Volumen komplett aus. Natürlich überwiegt auf "The Ultimate Collection" in erster Linie der Glanz der Vergangenheit. Songs wie "Smooth Operator", "The Sweetest Taboo" oder "No Ordinary Love" gehören auch heute noch auf jedes Kuschel-Mixtape. Mit drei echte Neuzeit-Perlen bietet Sade zusätzlichen Kaufanreiz für die Generation der Liebenden und Träumenden. © Laut

Pop - Erschienen am 16. Juli 1984 | Sony Music CG

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"Coast to Coast, L.A. to Chicago, Western male. Across the North and South to Key Lago" - dieser geheimnisvolle Refrain-Slogan ist eine der einprägsamsten und bekanntesten Songzeilen der 80er. Die raue, helle Stimme, die zugleich - als seltener Kontra-Alt - sehr tiefe Töne trifft, gehört einer jungen Frau namens Sade Adu. Ihre Band nennt sich einfach Sade, gesprochen Scha-'Dey, und bringt das Latino-Feeling nach Europa. Damit beenden die Briten das Regiment von Duran Duran und Talk Talk in den Charts und tragen einen überraschenden Kontrast zu den grellen Synthiepop-Glitzerfarben aufs Musikfernsehen auf. Cool, seriös, vertrackt und lang – und doch Easy Listening: So durchbrechen die neuen Songs die Monotonie des computerisierten 4/4-Taktes. Sades Debüt beeinflusst den Musikmarkt der folgenden fünfzehn Jahre und bereichert ihn um soulige Stilmischungen aus England. Um "Diamond Life" professionell aufnehmen zu können, muss die live sehr erfahrene Band erst einmal lange kämpfen. Viele Labels in London lehnen die Combo ab. Doch bereits die erste Single erreicht im Februar 1984 Platz 6 in England: "Your Love Is King". Die Rückseite der 12 Inch-Single enthält die Medley-Version "Smooth Operator/Snake Bite". Leider erscheint sie nie auf CD. "Smooth Operator" leitet ziemlich hart und kalt ins Album ein, erzählt von einem Waffenhändler, einem Angeber, beruflich viel in den USA unterwegs. Im Intro gestattet sich Sade Adu einen Spoken Word-Vortrag, der ihre ironisch-kritische Haltung zu dieser Sorte Mensch unterstreicht. Das Saxophon verleiht dem Song einen speziellen und damals neuartigen Lounge Jazz-Charakter. Die parallel veröffentlichte Cassette beinhaltet den "Smooth Operator" ohne Intro, dafür mit dem angefügten "Snake Bite", ihre B-Seite endet mit "Love Affair With Life". Selten bei einem Album, weichen Opener und Schlusstitel in den verschiedenen Formaten voneinander ab. Selbst unter den durchweg erstklassigen Songs ist "Hang On To Your Love" ein Highlight. Die jazzrockige Gestaltung macht sich in den trockenen Klängen gleich zu Anfang des Songs bemerkbar, das Schlagzeug schiebt den Song mit unnachgiebiger Wucht an. Eine E-Gitarre gesellt sich nach den ersten Takten hinzu und arbeitet die Rock-Linie des Tracks heraus. Den Text von "Hang On To Your Love" trägt die sonst kühle Dame flehend vor. Sade Adus leicht heisere Falsettstimme zu Beginn verfestigt sich im Verlauf der ersten Strophe. Die Botschaft: Zu Liebe muss man stehen, "in Heaven's name", im Namen Gottes - Liebe ist so etwas wie ein Geschenk, und das wirft man nicht leichtfertig oder willkürlich weg. (Jahre später verzweifelt Miss Adu daran, dass sie in ihrer ersten Ehe nur ein paar Monate lang durchhält. Dieser Vorfall, die frühe Scheidung, zerstört ihr Selbstbild, ihre Wertvorstellungen. Die Dame glaubte also an das, was sie singt.) Nach 3:17 Minuten scheint für einen langen Moment alles gesagt. Der Track könnte vorüber sein. Doch nun wird aus "Hang On To Your Love" ein Instrumental. Der Abschnitt beruht auf dem hellen Hämmern des Keyboards, gegenläufig zum Schlagzeug, das nun von der dumpfen Bass Drum-Dominanz auf die Hi-Hats 'umschaltet' und die Klangfarbe ins Tropisch-Karibische dreht. Produzent Robin Millar, Kind einer karibischen Mutter, liebt so etwas und wendet solche Kniffe später auch bei Boy George und Everything But The Girl an. Die britischen Cocktail-Jazzer nehmen in puncto Stilentwicklung zwei gewaltige Eingriffe vor: Erstens machen sie den Jazz-Fusion-Funk-Rock der 70er Single-Hit-fähig. Ohne Weather Report und das Mahavishnu Orchestra wäre ein Song wie "Hang On To Your Love" eine absolute Revolution gewesen. Doch in den Siebzigern hatten sich bereits gravierende Wandlungen im Spielfeld von Jazz, Soul und Rock vollzogen. Sie verwirklichen, symbolisieren oder drücken die Zusammenführung von Hautfarben, Subkulturen, Einkommensschichten und verschiedenen Rhythmen aus - zumindest auf der Ebene der Unterhaltungsmusik. Auch der authentische, echte Sound von "Diamond Life" ist zu dieser Zeit absolut unüblich. Sade widersetzten sich den Labels, denen sie die Platte anfangs angeboten hatten: Sie wollen keine Drum Machine, obwohl sie in der Band gar keinen Drummer haben. Sade insistieren aber auf der rhythmischen Menschlichkeit des Jazz und behelfen sich mit (sehr guten) Session-Schlagzeugern. Ihr eigentlicher Drummer Paul Cooke verlässt die Band im Jahr der Veröffentlichung, sein Einfluss auf das Album ist umstritten. Zwischen 2001 und 2006 prozessiert er unter anderen gegen Sony Music und gegen die vier Bandmitglieder: er habe mit seiner Schlagzeug-Linie, die an Bossa Nova erinnere ("Rock, Jazz and Latin influences blended together"), eine einzigartige und allseits unterscheidbare Form von Perkussion geschaffen und mit dieser Arbeit habe er auch den Stil des ganzen Albums vorgegeben und transformiert. Cooke bestreitet, dass auf den finalen Aufnahmen der Songs Dave Early als Session-Honorarkraft oder eine Drum Machine zu hören sei, wobei Letzteres auch von Sony nie ins Booklet geschrieben wurde. Recht hat Cooke auf jeden Fall damit, dass "Diamond Life" und alles weitere von Sade ohne diesen einzigartigen Schlagzeug-Stil in der Tat weit weniger faszinierend wäre. Neben "Your Love Is King" über den Stellenwert der Gefühle des Partners nehmen auch "Cherry Pie" und "Frankie's First Affair" unter der Überschrift 'Liebeslieder' Platz. In "Cherry Pie" bricht ein Mensch die Herzen der anderen, obwohl er sich "so süß wie Kirschkuchen" benimmt. Frankie hat seine erste Liebesgeschichte, meint es aber nicht ernst, was die Sängerin zu einem der anklagendsten und ergreifendsten Soul-Momente der 80er Jahre bewegt. Nachdem sie sich singend ausgekotzt hat, verzeiht sie am Ende und stellt fest, Frankie sei ja noch ganz am Anfang, da müsse man sein Fehlverhalten locker nehmen. "When Am I Going To Make A Living" erläutert mit der folgenden Zeile den Albumtitel: "See the people fussing and stealing. / Too many lies, no one is achieving. / Haven't I told you before, we're hungry for a life we can't afford." ("Wir wollen ein Leben, das wir uns nicht leisten können, für das die Leute sogar lügen, streiten und stehlen. Doch am Ende erreicht es keiner.") Dem "Smooth Operator" wirft die Erzählerin vor: "Diamond life, lover boy / He move in space with minimum waste and maximum joy / City lights and business nights", und auch der Song "Sally" über die wertvolle, wenig gewürdigte Arbeit von Heilsarmeen übt Konsumkritik am "Diamond Life"-Lebensstil. In "Why Can't We Live Together" erproben sich die vier Jazzsoulfunkrocker in der einzigen Coverversion. Ein Paar werden trotz verschiedener Herkunft? Diese Grundsatzfrage zieht sich von Shakespeares "Romeo & Julia" über die Bürgerrechtsbewegung bis hin zum Soul-Genie Timmy Thomas, der den Tune schrieb. Die Instrumentierung, die extreme Dramatik und das ewig lange Intro brechen mit Konventionen aus Vocal Jazz und Popmusik jeglicher Couleur. Während das Schlagzeug, die Gitarre und das Saxophon eine sprechende Tätigkeit ausüben, betont die Sängerin später, als sie endlich drankommt, umso intensiver, worum es ihr im Text geht: das Wörtchen 'colour' schluchzt-schreit-singt-protestiert sie in einer unnachahmlichen Weise hinaus. Überhaupt: Sade Adu singt wie nur wenige zugleich im handwerklichen Sinne von Töne verkörpern, Geschichte erzählen, unterhalten. Andererseits berührt sie im selben Moment, löst eine Gänsehaut aus, wird lautmalerisch tätig, piekst oder kneift - und das alles gelingt ihr noch in vorbildlicher englischer Aussprache. Auch in allen späteren Songs der Briten bis 2010 dominiert die Bass Drum das Latin-Funk-Feeling, mit dem die Band heutigen Künstlern wie Bruno Mars und Demi Lovato Patin stand. Eine Erfolgsgeschichte: Sade haben sich durchgesetzt und immer an ihre Ideen und langen Songs geglaubt. Die Geschichte von "Diamond Life" möge allen Newcomern ohne Plattenvertrag Mut machen, die angeblich "zu lang" und andersartig spielen. Also, Sade auflegen, und dann volle Kraft voraus! © Laut

Pop - Erschienen am 7. Januar 1994 | Epic

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Es ist einfach, Sade als Kuschelmusik für Calvin Klein Obsession-Models zu bezeichnen. Allerdings sollte nicht vergessen werden, dass Sade im Laufe eines Jahrzehnts eindrucksvolle Arbeiten abgeliefert hat, unter anderem eine Reihe gefühlvoller Singles mit einer coolen Jazz-Leidenschaft und einer Spur gutem R&B. All diese Hits finden sich auf diesem Album, von „Smooth Operator“ bis „No Ordinary Love“. © Eddie Huffman /TiVo

Pop - Erschienen am 14. November 2000 | Epic

Download nicht verfügbar
Wissen Sie noch, was Sie im November 1992 gemacht haben? Vor acht Jahren? Sade weiß es ganz bestimmt, denn damals brachte sie ihr letztes reguläres Studioalbum heraus. Seitdem war es - bis auf ihre Best-Of CD - ruhig um die schöne Frau mit der sanften Stimme geworden. Im Herbst des letzten Jahres begann sie schließlich mit den Aufnahmen für ein neues Album, welches jetzt endlich fertig ist - und in den Charts lediglich von den Fab Four bezwungen wird. Durch die größtenteils sparsame Instrumentierung ist genug Raum vorhanden, um Sades Stimme voll zur Geltung zu bringen, die so großartig wie seit eh und je klingt und von der auch dieses Album lebt. Sanft, beruhigend, jedoch niemals die Ohren verklebend wie Mariah Carey oder auf Dauer nervtötend wie Whitney Houston. Auch dem allgemeinen Wahn, Comebacks mit supertrendigen Samples unterlegen zu müssen, ist man glücklicher Weise nicht verfallen. Einzig ein paar Hip Hop-Beats im Hintergrund von "Flow" lassen erkennen, in welchem Jahr wir uns befinden. Auch wenn sich die Songs teilweise ähneln, so hat man doch nie den Eindruck, Massenware vorgesetzt zu bekommen. Höhepunkte des Albums sind neben der ersten Single "By Your Side" das melancholische "Every Word" und "Somebody Already Broke My Heart". Ausfälle gibt es keine, einzig "The Sweetest Gift" ist für meinen Geschmack dann doch zu ruhig. Ansonsten ist "Lovers Rock" aber durchgehend gelungen. Kaufen, anhören, glücklich sein! © Laut

Pop - Erschienen am 4. November 1985 | Sony Music UK

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Sade's second album improved on the performance of her debut, as "Sweetest Taboo" was a huge hit and "Never as Good as the First Time" landed in both the R&B and pop Top 20. She was once again the personification of cool, laid-back singing, seldom extending or embellishing lyrics, registering emotion, or projecting her voice. This demeanor made her more desirable in the minds of many fans and was perhaps the ultimate misapplication of the notion of sophistication. But this album topped the pop charts and eventually went triple platinum. © Ron Wynn /TiVo

Pop - Erschienen am 20. Oktober 1992 | Epic

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Sade's fourth album, Love Deluxe, included the hit "No Ordinary Love" and marked a return to the detached cool jazz backing and even icier vocals that made her debut album a sensation. Although Sade's style is more suggestive than hypnotic and her production and arrangements are in an urbane mode rather than a jazz one, she maintained her popularity among the fusion and urban contemporary audiences. This release also includes "Mermaid," "Pearls," and "Feel No Pain." © Ron Wynn /TiVo
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Pop/Rock - Erschienen am 7. Mai 2012 | RCA Records Label

Pop - Erschienen am 1. Januar 1988 | Epic

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After two LPs with little or no energy, Sade demonstrated some intensity and fire on her third release. Whether that was just an attempt to change the pace a bit or a genuine new direction, she had more animation in her delivery on such songs as "Haunt Me," "Give It Up," and the hit "Paradise." Not that she was suddenly singing in a soulful or bluesy manner; rather, Sade's dry and introspective tone now had a little more edge, and the lyrics were ironic as well as reflective. This was her third consecutive multi-platinum album, and it matched the two-million-plus sales level of her debut. © Ron Wynn /TiVo

R&B - Erschienen am 5. Februar 2002 | Epic

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Sade made a strong comeback in 2000 with Lovers Rock, her first album in eight years. She sealed the deal in 2002 with Lovers Live, a collection of performances from her very successful summer tour. It's proof that Sade hasn't lost a note and her fans haven't missed a beat. Above all things, the record is smooth. Sade's new songs mix seamlessly with classics from every stage of her career. An energetic eight-piece band breathes new life to the old tunes and offers another look at the Lovers Rock material. The highlight, of course, is Sade's intoxicating voice and it's clear that the audience is under her spell from her first breath. Lovers Live is a sum greater than any one of its parts, but there are some standout moments, like the rocking version of "Paradise," "The Sweetest Gift" (a song written for her daughter), and a haunting rendition of "Jezebel." Even though the recordings were taking from various performances throughout the tour, the album feels like one cohesive performance and makes for a great listen all the way through. © Brad Kohlenstein /TiVo
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Pop - Erschienen am 7. Januar 1994 | Epic - Legacy

Es ist einfach, Sade als Kuschelmusik für Calvin Klein Obsession-Models zu bezeichnen. Allerdings sollte nicht vergessen werden, dass Sade im Laufe eines Jahrzehnts eindrucksvolle Arbeiten abgeliefert hat, unter anderem eine Reihe gefühlvoller Singles mit einer coolen Jazz-Leidenschaft und einer Spur gutem R&B. All diese Hits finden sich auf diesem Album, von „Smooth Operator“ bis „No Ordinary Love“. © Eddie Huffman /TiVo
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R&B - Erschienen am 14. November 2000 | Epic

Wissen Sie noch, was Sie im November 1992 gemacht haben? Vor acht Jahren? Sade weiß es ganz bestimmt, denn damals brachte sie ihr letztes reguläres Studioalbum heraus. Seitdem war es - bis auf ihre Best-Of CD - ruhig um die schöne Frau mit der sanften Stimme geworden. Im Herbst des letzten Jahres begann sie schließlich mit den Aufnahmen für ein neues Album, welches jetzt endlich fertig ist - und in den Charts lediglich von den Fab Four bezwungen wird. Durch die größtenteils sparsame Instrumentierung ist genug Raum vorhanden, um Sades Stimme voll zur Geltung zu bringen, die so großartig wie seit eh und je klingt und von der auch dieses Album lebt. Sanft, beruhigend, jedoch niemals die Ohren verklebend wie Mariah Carey oder auf Dauer nervtötend wie Whitney Houston. Auch dem allgemeinen Wahn, Comebacks mit supertrendigen Samples unterlegen zu müssen, ist man glücklicher Weise nicht verfallen. Einzig ein paar Hip Hop-Beats im Hintergrund von "Flow" lassen erkennen, in welchem Jahr wir uns befinden. Auch wenn sich die Songs teilweise ähneln, so hat man doch nie den Eindruck, Massenware vorgesetzt zu bekommen. Höhepunkte des Albums sind neben der ersten Single "By Your Side" das melancholische "Every Word" und "Somebody Already Broke My Heart". Ausfälle gibt es keine, einzig "The Sweetest Gift" ist für meinen Geschmack dann doch zu ruhig. Ansonsten ist "Lovers Rock" aber durchgehend gelungen. Kaufen, anhören, glücklich sein! © Laut
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Rock - Erschienen am 26. April 2021 | The Band Aid Trust

Hi-Res
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Pop - Erschienen am 20. Oktober 1992 | Epic

Sade's fourth album, Love Deluxe, included the hit "No Ordinary Love" and marked a return to the detached cool jazz backing and even icier vocals that made her debut album a sensation. Although Sade's style is more suggestive than hypnotic and her production and arrangements are in an urbane mode rather than a jazz one, she maintained her popularity among the fusion and urban contemporary audiences. This release also includes "Mermaid," "Pearls," and "Feel No Pain." © Ron Wynn /TiVo
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Soul/Funk/R&B - Erschienen am 1. Januar 1988 | Epic

After two LPs with little or no energy, Sade demonstrated some intensity and fire on her third release. Whether that was just an attempt to change the pace a bit or a genuine new direction, she had more animation in her delivery on such songs as "Haunt Me," "Give It Up," and the hit "Paradise." Not that she was suddenly singing in a soulful or bluesy manner; rather, Sade's dry and introspective tone now had a little more edge, and the lyrics were ironic as well as reflective. This was her third consecutive multi-platinum album, and it matched the two-million-plus sales level of her debut. © Ron Wynn /TiVo
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Soul/Funk/R&B - Erschienen am 5. Februar 2002 | Epic

Sade made a strong comeback in 2000 with Lovers Rock, her first album in eight years. She sealed the deal in 2002 with Lovers Live, a collection of performances from her very successful summer tour. It's proof that Sade hasn't lost a note and her fans haven't missed a beat. Above all things, the record is smooth. Sade's new songs mix seamlessly with classics from every stage of her career. An energetic eight-piece band breathes new life to the old tunes and offers another look at the Lovers Rock material. The highlight, of course, is Sade's intoxicating voice and it's clear that the audience is under her spell from her first breath. Lovers Live is a sum greater than any one of its parts, but there are some standout moments, like the rocking version of "Paradise," "The Sweetest Gift" (a song written for her daughter), and a haunting rendition of "Jezebel." Even though the recordings were taking from various performances throughout the tour, the album feels like one cohesive performance and makes for a great listen all the way through. © Brad Kohlenstein /TiVo
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CD2,99 €

Pop - Erschienen am 30. Oktober 2000 | Epic

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CD1,99 €

Soul/Funk/R&B - Erschienen am 4. Juni 2010 | RCA Records Label