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Die Alben

CD5,99 €

Hip-Hop/Rap - Erschienen am 13. Januar 2014 | Big Dada

Auszeichnungen Qobuz' perfekte Schallplattensammlung - Pitchfork: Best New Music
"Public Enemy auf Trap Music", wenn ein befreundeter Redakteur der Juice (also dem einzigen Käsekuchen unter den Käseblättern und cheesy Rap-Blogs) spricht, schweigt man lieber still wie die Nacht am Heiligen Abend. Oder? Natürlich nicht. Wo die erste Kollabo von Killer Mike und El-P, "Rap Music", den jungen, politisch-wütenden Ice Cube ins Zeitalter von Snowden zitierte, drosselt das teuflische Duo auf "Run The Jewelz" die Beats und wühlt tief im Dreck des Trap. Das gilt besonders für die Lyrics. "Throw your hands in the air / And wave 'em like you just don't care / Keep 'em there / Run the jewels, run the jewels, run the jewels." El-P diggte die LL Cool J-Zeile aus "Cheesy Rat Blues" als ultimativen Teaser und läutet so bereits im Namen die Hardcore-we-don't-give-a-fuck-Attitüde des gesamten Albums ein. "We're not second to any rapper or producer. We rival all of your idols and we're going to spend the next 30-some-odd minutes proving that", so ein gelockerter Killer Mike. Keine Spur mehr von den harschen Angriffen auf die Übermacht an weißen Rappern, keine Spur von Polit-Rap à la "Reagan". Braggen und Spaß im Studio sind angesagt. Oder wie es der RZA 1997 so schön im "Wu-tang Forever"-Intro raushaute: "Fuck that, this is MCin' right here, this is hip hop / Wu-Tang, Wu-Tang gonna bring it to you in the purest form." Als Grundlage entschlackt sich Def Jux-Mastermind EL-P, wie auf Mikes "Rap Music", selbst, braucht also keinen Rick Rubin, gell, Kollege Kanye? Unerträgliche Giftstoffe wie chaotisch-lärmende, pseudo-deepe Industrial-Ungeheuer schwemmt er höchstpersönlich ins Studioklo. Im Soundkörper verbleiben so nur fein ins Nervenkostüm fegende Synthie-Akkorde, die sich mit knurrenden Keyboard-Tasten im gedrosselten Südstaaten-Tempo abwechseln. Punktgenau setzt El-P darauf dann Bongos, Orgel, Scratches und das eine oder andere Sample-Element. Absolutes Highlight: Wenn "DDFH" im Hook plötzlich den New Wave aus den 80ern reanimiert. Wiederbelebt wird anscheinend auch die einst so zielführende Rapper-Producer-Duo-Variante. Das Kollabo-Projekt Run The Jewelz steht 2014 in einer erfolgreichen Reihe mit "Albert Einstein", "Saaab Stories" oder Macklemore & Ryan Lewis. Die Jugend checkt Gang Starr, EPMD und Co. und macht in diesem Zuge einen kleinen Abstecher zu Public Enemy. Kill the nation with a groove, run the jewels! © Laut
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Hip-Hop/Rap - Erschienen am 3. Juni 2020 | BMG Rights Management (US) LLC

Hi-Res Auszeichnungen Pitchfork: Best New Music
Taub und machtlos schaut die Bevölkerung im Fernsehen zu, wie eine Gruppe Polizisten einen schwarzen Mann zu Boden ringt und ihm so lange die Luft abschnürt, bis sein anfängliches Schreien nur noch ein Flüstern ist: "Ich bekomme keine Luft mehr." I can't breathe. Die zugehörigen Bilder hat sicherlich jeder ihm Kopf. Was hier allerdings beschrieben ist, ist nicht die Ermordung George Floyds, sondern die fast unheimlich präzise anmutende Schilderung Killer Mikes, der seinen Zorn über Polizeigewalt und den Umgang der Medien in "Walking In The Snow" packt. Obwohl der Song Monate vor den aktuellen Protesten in den USA aufgenommen wurde, rechtliche Streitigkeiten um ein Sample verzögerten das Release, fühlt sich das vierte Album, das Killer Mike zusammen mit seinem kongenialen Partner El Producto aufgenommen hat, nicht nur an dieser Stelle an, als spreche es genau aus der aktuellen Lage heraus zu uns. Das ist einerseits wenig verwunderlich, hat es die gesellschaftliche Lage, zumindest der vergangenen Jahre, doch an sich, dass wütende Protestmusik à la Run The Jewels stets klingt, als sei sie genau auf den Moment zugeschnitten. Schon bei den drei vorhergegangen Alben war dies nicht anders, und immerhin ist auch "I Can't Breathe" spätestens seit der Ermordung Eric Garners im Jahr 2014 (die der George Floyds auf reichlich perverse Art und Weise ähnelt und auf die sich Mike wohl bezieht) zentraler Slogan der Black Lives Matter-Bewegung. Klar ist aber auch: Je furchteinflößender die politische Situation wurde, desto stärker haben sich Run The Jewels gegen die gesellschaftlichen Missstände positioniert. So wie "Walking In The Snow" in konsequenter Entwicklung von Mikes wiederkehrender Kritik an rassistischer Polizeigewalt steht (von "Reagan" auf R.A.P Music über "Early" auf dem zweiten Album des Duos), gipfelt auch "Run The Jewels 4" in der bisher deutlichsten Attacke gegen jene Kräfte, die den gesellschaftlichen Diskurs im Land zersetzen, von Fox News bis hin zu den evangelikalen Unterstützern des Präsidenten. Somit positionieren sich die beiden Rapper mit der zentralen Aussage "We don't mean no harm / but we truly mean all the disrespect" gleich zu Beginn des Albums als wichtige Stimme für einen friedvollen, aber zornigen Protest. Dass ein solches Gegenhalten über einen simplen Dualismus und stumpfe Parolen hinausgeht, zeigt nicht zuletzt die öffentliche Rede, die Killer Mike vor wenigen Tagen nach den wütenden Ausschreitungen in Atlanta hielt. Wie der Sohn eines Polizeibeamten hier gegen unkontrollierte Ausschreitungen und für ein strategisches Vorgehen plädiert, bestärkt den Eindruck, dass er wohl auch einen ziemlich guten und vor allem diplomatischen Politiker abgeben würde, schriebe er nicht gemeinsam mit seinem Partner den Soundtrack zur Protestbewegung. Tut er aber nun mal, und das nach einem durchaus wirkungsvollen Konzept. Nach drei gemeinsamen Alben wissen die Zuhörenden zugegebenermaßen doch ziemlich genau, wie ein Run The Jewels-Song klingt. Wenn man einen merklichen Unterschied im Soundkonzept festmachen will, dann besteht der wahrscheinlich darin, dass das Duo mit dem wachsendem Hass und der zunehmenden Spaltung der Gesellschaft noch kompromissloser und härter als ohnehin schon klingt. Wohl auch um ein Festfahren in liebgewonnenen Konventionen zu verhindern, findet sich auf dem vierten Alben deutlich mehr Unterstützung, als das bisher der Fall war. Die verschiedenen Stimmen helfen dabei auch, unterschiedliche Fassaden der beiden Protagonisten herauszustellen. Während Zack de la Rocha, als Bruder im Geiste mittlerweile fast so etwas wie ein drittes Crew-Mitglied, gemeinsam mit Pharrell Williams die Wut über soziale Ungerechtigkeit und das Geldsystem herausschreit, stellt die Kooperation mit 2 Chainz mehr den gewohnten, ziemlich derben RTJ-Humor in den Fokus. Eine weitere liebgewonnene Konstante bestätigt sich: Wie man von den vorhergehenden drei Alben weiß, kommen die absolut herausragenden Songs stets ganz zum Ende. Auch auf dem vierten Album stechen die apokalyptisch düsteren "A Few Words For The Firing Squad" und "Pulling The Pin" (sicher nicht zuletzt dank der emotionalen Performance der großen Mavis Staples) aus der ohnehin schon hohen Qualität der vorhergehenden zehn Lieder noch einmal merklich heraus. Run The Jewels bleibt eine großartige Symbiose, die beiden Rappern mit mittlerweile weit über vierzig in mehrerlei Hinsicht einen absoluten Karriere-Höhepunkt beschert. Nicht nur dass die Zusammenarbeit Jaime und Mike zu neuen qualitativen Höchstleistungen treibt, mit zunehmender Reichweite sind Run The Jewels angesichts stetig wachsender gesellschaftlicher Gräben im Land auch relevant wie nie zuvor. Wie stellt Killer Mike in seiner Rede in Atlanta heraus: "Wir wollen keine Läden brennen sehen. Wir wollen sehen, dass das System, das für den systemischen Rassismus sorgt, bis auf die Grundmauern niederbrennt." Dass dieses Ziel in weiter Ferne scheint, wird wohl dafür sorgen, dass sich auch ein mögliches fünftes Album des Duos anhören wird, als sei es genau für diesen Moment geschrieben worden. © Laut
HI-RES14,49 €
CD9,99 €

Hip-Hop/Rap - Erschienen am 26. Dezember 2016 | Run The Jewels, Inc.

Hi-Res Booklet Auszeichnungen Pitchfork: Best New Music
"Die Wahl von Donald Trump könnte zu einer Renaissance des Punk führen", orakelt es aus diesem Internet heraus. Antwort: "Dieser Punk, den du meinst, schreibt sich 'Hip Hop'." Schlagkräftige Beweise für diese These lieferten schon viele, darunter YG und Nipsey Hustle, Eminem, KXNG Crooked - oder eben Run The Jewels. El-P und Killer Mike haben in der Vergangenheit zwar längst gezeigt, dass sie, um musikalisch wie inhaltlich brachialgewaltige Platten unters Volk zu streuen, einen Steilvorlagenlieferanten wie Trump nicht zwingend brauchen. An einem politisch engagierten Duo mit einer Mission geht der beängstigende Ausgang der US-Präsidentschaftswahl aber natürlich nicht spurlos vorüber. Als am Tag der Stimmenauszählung beim Blick auf die Ergebnisse Hysterie und Panik das ungläubige Entsetzen ablösten, meldeten sich auch Run The Jewels zu Wort, stachen dabei aber mit unerwarteter Besonnenheit aus dem aufgescheuchten Stimmengewirr heraus. "Wir hatten eigentlich noch nicht vor, das zu veröffentlichen", gaben sie "2100" mit auf den Weg, "aber ... naja, es fühlt sich jetzt einfach richtig an. Es geht um Angst und es geht um Liebe und es geht darum, dass wir mehr wollen, für uns alle." Angst, ja. Angesichts des absurden, dennoch Realität gewordenen Horror-Comic-Szenarios "Narzisstisch gestörter, sexistischer, stinkreicher Rassist zieht ins Weiße Haus ein" sollte man sich tatsächlich fürchten, besser nicht zu knapp. "How long before the hate that we hold lead us to another Holocaust?" Könnte erschreckend schnell gehen. Deshalb: "We return from the depths of the badland with a gun and a knife in our wristband, went to war with the devil and shaytan he wore a bad toupet ad a spray tan." Allerdings ist keinem damit geholfen, wenn die negativen Gefühle die Oberhand gewinnen. Die Gegenpole, die Liebe und das Streben nach Gerechtigkeit, erscheinen gerade in düsteren Zeiten notwendiger denn je. "An eye for an eye, and a tooth for the tooth will leave us all mumbling and blind", erteilt Killer Mike trotz aller Militanz Gedanken an Rache und Selbstjustiz, der alttestamentarischen Vorstellung, Gleiches gehöre mit Gleichem vergolten, eine doch unmissverständliche Absage. Wer danach "Kill Your Masters" wortwörtlich nehmen und als Aufforderung zu einem bewaffneten Aufstand verstehen will, verpasst eine der Kernaussagen des Albums. Auch wenn der im Outro von "Thives! (Screamed The Ghost)" zitierte Dr. Martin Luther King Jr. richtig seziert: "But in the final analysis a riot is the language of the unheard." Außer auf historische Begebenheiten und Persönlichkeiten aus Geschichte und Zeitgeschehen verweist "Run The Jewels 3" auf Filme, Fernsehen und Musicals, Bücher, Animés, auf Sport, Poker und Blackjack. Da keiner der Akteure auch nur den Hauch eines Blattes vor den Mund nimmt, entwickelt sich erhebliche politische Sprengkraft: "And I'm scared that I talk too much about what I think's going on", so El-P in "A Report To The Shareholders". "I got away with this, they might drag me away for this / Put me in a cage for this, I might pay for this", trotzdem: "I just say what I want like I'm made for this." El-P und Killer Mike werben aggressiv dafür, sich eine Meinung zu bilden, und fordern den Mut, diese zu äußern und dafür einzustehen, gerade dann, wenn es unbequeme Folgen nach sich zieht. "Choose the lesser of the evil, people, and the devil still gon' win", prangern sie Missstände im System an und weigern sich, Dinge als gegeben hinzunehmen. Statt blindem Furor freien Lauf zu lassen, findet in den gewohnt Schädeldecken-zerbröselnden Produktionen, die El-P seinen Reglern abtrotzt, aber auch eine erhebliche Menge Nachdenklichkeit Platz. Was in der Theorie einigermaßen seltsam klingt, lassen El-P und Killer Mike in der Praxis wie die natürlichste Sache der Welt aussehen, indem sie zunächst einmal das Hohe Lied ihrer Freundschaft anstimmen: ein echter Glücksfall für alle Beteiligten. "I hope with the highest of hopes that I never have to go back to the trap and my days of dealing with dope", blickt Killer Mike auf seine wenig ruhmreiche Vergangenheit zurück. Heute sitzt er mit Präsidentschaftskandidaten am Tisch. "Came from feeling what a pure absence of hope can do", kennt sich auch El-P in den Niederungen des Lebens aus. "See the cold floor where I licked dirt when the dough dried and the pride died / had a dumb max, had to shop right gimme two meals and the lights on." Das alles war gestern. Inzwischen: "Call Ticketron": "Run The Jewels live at the Garden" gab es schon. "Woo! Step in the spotlight ... and the crowd goes: R! T! J!" 2017 steht eine Welttournee an: "Probably play the score for the World War / At the apocalypse, play the encore." Auch, wenn ich ihnen und uns allen friedlichere Rahmenbedingungen wünsche: Den zur Schau getragenen Stolz auf das Erreichte haben sich Killer Mike und El-P so redlich verdient wie die Goldkruste, die die Hände auf dem Cover inzwischen überzieht. "Die Hände auf 'RTJ1' bedeuteten für uns 'Nimm', was dir zusteht'", erläutern die beiden die Entwicklung des Artworks. "Deine Welt, dein Leben, deine Haltung. Auf 'RTJ2' waren die Hände verbunden, das stand für Verletzung und Heilung, was sich auch in Ideen und Stimmung auf der Platte wiederfindet. Bei 'RTJ3' sind die Bandagen ab, die Kette ist verschwunden, und die Hände haben sich in Gold verwandelt. Für uns repräsentiert das die Idee, dass es nichts gibt, das es wert ist, es sich zu nehmen, das nicht schon in uns selbst steckt. Das Juwel bist du selbst." Wenn das kein Licht der Hoffnung entzündet, was denn dann? Vielleicht die handverlesenen Gäste: Die fügen sich stimmig ein. Manchmal ein bisschen zu stimmig, so dass sie kaum auffallen: Joi aus den Kellern der Dungeon Family bleibt in "Down" doch sehr zurückhaltend, und wo hat noch gleich Tunde Adebimpe mitgemischt? An anderen Stellen fügen die Besucher dem Gemälde aber genau den einen fehlenden Pinselstrich hinzu, der das Bild vollendet: Ich sag' nur Kamasi Washington. Danny Brown, der als einziger verrückt genug klingt, um in der Lücke zu spielen, die der Verlust von ODB gerissen hat. Oder Zack De La Rocha. Der schwimmt in "Kill Your Masters" wieder genau in seinem Element: wütend, angepisst, ein bisschen von gestern, aber ein absolut würdiger Schlusspunkt für dieses Album. Auf die Beständigkeit des Guten lässt auch die Veröffentlichungspolitik hoffen: Obwohl inzwischen sicher kein "mystery to you captains of industry" mehr, halten Run The Jewels an ihrem Procedere fest. Auch den dritten Streich gab es wieder gratis. "Poor folk love us", kein Wunder. El-P und Killer Mike legten den Fans den Gratisdownload am ersten Weihnachtsfeiertag unter den Christbaum. Wer einen wenigstens halbwegs angemessenen Preis zahlen will: Ab dem 20. Januar gibts auch CDs und Vinyl. Ganz sicher hoffnungsfroh stimmen die Beats. Irgendwann - es muss schon zu Company Flow-Zeiten gewesen sein - hat El-P die gruselige Fähigkeit entwickelt, sich mit seinen Produktionen direkt in den Hirnstamm einzuklinken. Von dort speist er seine Bastarde aus wabernden Bässen, brummenden, bratzenden, knarrenden Synthies und sich aufschaukelnden Rhythmen direkt ins vegetative Nervensystem ein. Das Zeug macht Gänsehaut von innen. Früher war mehr Industrial, das stimmt. Inzwischen setzt El-Producto zunehmend auf die Macht, die im Unerwarteten steckt. Melodien keimen, wo eben noch Krach herrschte. "2100" wiegt sich stellenweise im Dreivierteltakt. In "Thursday In The Danger Room", einer Gedenkstunde für aus unterschiedlichen Gründen auf der Strecke gebliebene Freunde, weht Kamawasi Washingtons Saxofon herüber wie ein Gruß aus einer anderen Zeit. El-P rollt hier, nicht zum ersten Mal, aber herzzerfetzend wie nie, die Monate auf, in denen er Camu Tao dabei zusah, wie er gegen den Lungenkrebs kämpfte und verlor. Killer Mike erzählt die Geschichte eines seiner Homies, der sein Leben auf der Straße ließ - wegen einer Kette. Unterschiedliche Erfahrungen führen zur gleichen Erkenntnis: Das Universum gibt dir keine Antwort auf die Frage nach dem Warum. "Life is a journey, to live is to worry, to love is to lose your damn mind", und trotz allem: "Life's a blessing." Aller Wahrscheinlichkeit nach haben wir nur das eine. Machen wir gefälligst das beste draus. © Laut
CD14,99 €

Hip-Hop/Rap - Erschienen am 24. Oktober 2014 | Run the Jewels, Inc under exclusive license to Mass Appeal

"Public Enemy auf Trap Music", wenn ein befreundeter Redakteur der Juice (also dem einzigen Käsekuchen unter den Käseblättern und cheesy Rap-Blogs) spricht, schweigt man lieber still wie die Nacht am Heiligen Abend. Oder? Natürlich nicht. Wo die erste Kollabo von Killer Mike und El-P, "Rap Music", den jungen, politisch-wütenden Ice Cube ins Zeitalter von Snowden zitierte, drosselt das teuflische Duo auf "Run The Jewelz" die Beats und wühlt tief im Dreck des Trap. Das gilt besonders für die Lyrics. "Throw your hands in the air / And wave 'em like you just don't care / Keep 'em there / Run the jewels, run the jewels, run the jewels." El-P diggte die LL Cool J-Zeile aus "Cheesy Rat Blues" als ultimativen Teaser und läutet so bereits im Namen die Hardcore-we-don't-give-a-fuck-Attitüde des gesamten Albums ein. "We're not second to any rapper or producer. We rival all of your idols and we're going to spend the next 30-some-odd minutes proving that", so ein gelockerter Killer Mike. Keine Spur mehr von den harschen Angriffen auf die Übermacht an weißen Rappern, keine Spur von Polit-Rap à la "Reagan". Braggen und Spaß im Studio sind angesagt. Oder wie es der RZA 1997 so schön im "Wu-tang Forever"-Intro raushaute: "Fuck that, this is MCin' right here, this is hip hop / Wu-Tang, Wu-Tang gonna bring it to you in the purest form." Als Grundlage entschlackt sich Def Jux-Mastermind EL-P, wie auf Mikes "Rap Music", selbst, braucht also keinen Rick Rubin, gell, Kollege Kanye? Unerträgliche Giftstoffe wie chaotisch-lärmende, pseudo-deepe Industrial-Ungeheuer schwemmt er höchstpersönlich ins Studioklo. Im Soundkörper verbleiben so nur fein ins Nervenkostüm fegende Synthie-Akkorde, die sich mit knurrenden Keyboard-Tasten im gedrosselten Südstaaten-Tempo abwechseln. Punktgenau setzt El-P darauf dann Bongos, Orgel, Scratches und das eine oder andere Sample-Element. Absolutes Highlight: Wenn "DDFH" im Hook plötzlich den New Wave aus den 80ern reanimiert. Wiederbelebt wird anscheinend auch die einst so zielführende Rapper-Producer-Duo-Variante. Das Kollabo-Projekt Run The Jewelz steht 2014 in einer erfolgreichen Reihe mit "Albert Einstein", "Saaab Stories" oder Macklemore & Ryan Lewis. Die Jugend checkt Gang Starr, EPMD und Co. und macht in diesem Zuge einen kleinen Abstecher zu Public Enemy. Kill the nation with a groove, run the jewels! © Laut
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Hip-Hop/Rap - Erschienen am 27. Oktober 2014 | Run the Jewels, Inc under exclusive license to Mass Appeal

"So fuck you fuckboys forever. I hope I said it politely." Es geht doch nix über eine höfliche Ansprache. "And that's about the psyche of Jaime and Mikey." Dass es dort eher nicht zugeht wie im Bällchenbad, haben Killer Mike und El-P eigentlich schon nachhaltig mit ihrem brachialen gemeinsamen Erstschlag klar gestellt. "Last album voodoo, proved that we was fuckin' brutal." Oh, ja - und heute? "This Run The Jewels is murder, mayhem, melodic music." Oh, ja! Wer auch immer die beiden Hauptakteure einander vorgestellt hat, reiche bitte bei Gelegenheit seine Hände zum Küssen vorbei: Er hat der Welt damit eine echte Arsch-auf-Eimer-Kombination beschert. Ein grandios rappender Produzent, ein grandioser Rapper: Mehr braucht im Grunde kein Mensch. Trotzdem freut sich die Run The Jewels-Familie über Zuwachs: Wie schon beim Debüt, lässt sich El Producto an den Reglern von Little Shalimar assistieren. Den libanesisch-stämmigen Produzenten aus Brooklyn sollte man, scheint mir, dringend auf dem Schirm behalten, hatte er doch diesmal bei satten zwei Dritteln der Beats die Finger im Spiel. ... und, Hölle, was sind das für Beats?! Ihre Macht lässt sich schier körperlich spüren, bringt neben Trommel- und Zwerchfell auch gleich Nerven und Sehnen zum Beben. Oder, in des Meisters Worten: "Fair enough, the way that the beat bump do sound tough / I made it in the dark like civil war surgery." Die dramatischen Klaviere, die anderenorts halbdutzendweise im Gewitterregen herumstehen, muten wie aus Teenie-Vampirromanzen an, angesichts dieser stockfinsteren Knochenbrecher hier. Obacht! "You are now listening to Run The Jewels." Absehbarkeiten kommen bei El-P und Little Shalimar nicht in die Tüte. Ihre Produktionen wechseln das Gesicht so mühelos wie Jaqen H'ghar und seine Zunftbrüder. Zu den gewaltigen Bässen gesellen sich stampfende, schrappende Industrial-Klänge, schiefe Melodiefragmente und wirkungsvoll zusammengeschnittene Vocal-Fetzen. Hier heult eine Gitarre, da quietschen Bläser. Für "Angel Duster" gerät schnell noch ein ganzes Streichorchester in Schräglage, ehe El-P für die Zugabe einen akustischen Elefanten durch den zweiten Teil der "Blockbuster Night" stapfen lässt. Die Beats schlagen Haken wie die Hasen und rennen, kaum dass man einen Moment nicht akribisch aufpasst, längst in eine ganz andere Richtung als noch im Augenblick zuvor. "Jeopardy" legt in seinen dreieinhalb Minuten Spieldauer stetig an Komplexität zu. "Oh My Darling Don't Cry" dreht und windet sich und kippt alle Nas' lang in eine neue Stimmung. Auch nach mehrfachem Hören habe ich noch immer keine Ahnung, wie ich von den zwitschernden Hintergrundgeräuschen vom Einstieg plötzlich in dieses bleepende Elektro-Geflacker geraten bin. Nicht nur in sich bergen die Beats gewaltige Dynamik. Auch ihre Abfolge sorgt für Wechselduschen. Zwischen kalt und eiskalt. "Blockbuster Night, Part 1" traktiert die Bauchdecke mit einer wahren Prügelsalve, ehe "Close Your Eyes (And Count To Fuck)", für das Rage Against The Machines Zack De La Rocha vorbeischaut, restlos das Schädeldach wegsprengt. Gesummte Gesänge schlagen darauf in "All My Life" zartere Saiten an. Einen Wimpernschlag lang, ehe einem El-P neue hypnotische Tentakel ins Hirn schraubt und jeden Gedanken zurück in die Schwärze zerrt. "Style: violent. Give a fuck if you deny it, kids", liefern auch die Raps keinen Krümel Nährboden für Zimperlichkeiten. "The passion of Pac, the depth of Nas, circa nine three / Mix the mind of Brad Jordan and Chuck D and find me / I spit with the diction of Malcolm or say a Bun B / Prevail through hell, so Satan get thee behind me." "While other rappers are vaginas for the fame the jewels runners will always stay rude." Beschränkten sich Killer Mike und El-P darauf, die eigene Härte und Größe zu beschwören oder zusammen mit Gangsta Boo in "Love Again" die Fick-Lyrik eines Akinyele hochleben zu lassen: "Run The Jewels 2" böte nur den halben Spaß. Derbe auf die Kacke hauen und dabei noch etwas zu erzählen: Darin steckt der wahre Sprengstoff. In "Early" etwa schildert Killer Mike einen Fall von Polizeigewalt, wie er sich nicht nur in den USA täglich zigfach ereignet: ein bei aller Grobheit berührendes (und beschämendes) Stück Realitäts-Reportage. Auch wenn die Ordnungsmacht jeden besonnenen Mann brauchen könnte, bin ich doch froh, dass Killer Mike den Rat seines Vaters beherzigte, nicht in dessen Fußstapfen getreten und kein Polizist geworden ist. El-P hat den Rat seiner Mutter dagegen in den Wind geschlagen und nicht ihrem Wunsch gemäß Karriere als Zahnarzt gemacht: ebenfalls gut so. Kaum anzunehmen, dass der Kerl ein ähnlich begnadetes Händchen für Wurzelbehandlungen gezeigt hätte, wie er es wieder und wieder für Hirnfick-Sound an den Tag legt. © Laut
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Hip-Hop/Rap - Erschienen am 26. Juni 2013 | Run The Jewels, Inc.

CD2,29 €

Hip-Hop/Rap - Erschienen am 25. März 2020 | BMG Rights Management (US) LLC

CD12,49 €

Hip-Hop/Rap - Erschienen am 3. Juni 2020 | BMG Rights Management (US) LLC

Auf RTJ4, dem im Juni 2020 veröffentlichten vierten Run-the-Jewels-Album, zeigen sich die beiden Rapper El-P und Killer Mike höchst politisch: Auf den vollgepackten Tracks finden die beiden deutliche Worte zu Polizeigewalt, systemischem Rassismus, Klassenungerechtigkeiten und anderen Problemen (nicht nur) ihres Landes. Die dazugehörige Produktion balanciert Old-School-Hip-Hop mit modernen Kanten. Mehrere namhafte Gäste sind auf den elf Tracks zu hören: Die Produzenten Boots und Dave Sitek haben an "Holy Calamafuck" mitgewirkt, Pharrell Williams und Zack de la Rocha sind auf der Single "Just" zu hören, Mavis Staples und Josh Homme auf "Pulling the Pin", und zusätzlich tauchen 2 Chainz, Greg Nice und DJ Premier auf. Als Singles wurden außerdem "Yankee and the Brave (Ep. 4)" und "Ooh La La" ausgekoppelt. © TiVo
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Hip-Hop/Rap - Erschienen am 25. September 2015 | Mass Appeal Records II

"Katzen sind gut", befand Keanu Reeves in seiner Rolle als Dämonenjäger Constantine. "Halb diesseits, halb jenseits." Nicht nur halb, sondern zu einhundert Prozent jenseitig erscheint dagegen die Idee, ein ganzes Album aus Katzengeräuschen zu basteln. "A whole cat album? Damn!" Ja, verdammt, aber: "Somebody got to do it. So why not me?" Die dazugehörige Geschichte: längst Legende. Einen Witz wollte El-P machen, als er zwischen diversen anderen, ähnlich abstrus anmutenden Angeboten eine Katzen-Remix-Version von "Run The Jewels 2" feil bot. Bloß, dass diesem Witz erst Beine, dann Pfoten und Schnurrhaare wuchsen. "Ich habe die Macht von Katzen im Internet unterschätzt", räumte El-Producto später im Interview mit Newsweek ein. Außerdem wohl das Ausmaß der Durchgeknalltheit der Run The Jewels-Fans: Die brachten via Kickstarter mühelos nicht nur die spaßeshalber veranschlagten 40.000, sondern satte 65.000 Dollar auf. "Ihr habt es so gewollt", twitterte El-P in die Runde und castete fortan Miezen. Über Monate hinweg nahm das bekloppte Projekt Formen an. Die Liste der beteiligten Remixer haute einem final den Vogel raus, hätte den nicht längst die Katze gefressen: Unter anderem werfen Just Blaze, Zola Jesus, Prince Paul, The Alchemist, 3D von Massive Attack, Geoff Barrow von Portishead und Dan The Automator ihre Talente in den Ring. Bei dieser miauenden Demonstration epochalen Irrsinns möchte offenbar jeder mitmischen. Am Freitag, stilecht in der Nacht auf Caturday, entließ El-P nun ein fauchendes, maunzendes, schnurrendes Remix-Biest in die Welt. Viel bescheuerter geht es wirklich nicht mehr. Eine im Hause Run The Jewels durchaus konsensfähige Feststellung: "Wir möchten unseren Freunden, Fans und Familien danken, die diese Platte ermöglicht haben", salutiert es aus dem Booklet. "Zusammen haben wir es geschafft, ein kleines bisschen Gutes zu tun, auf die dümmstmögliche Art und Weise." Das Cover spricht ganz unverblümt von einem "very silly album". Das muss so stehen bleiben: El-P, Killer Mike und ihre illustren Mitstreiter greifen für "Meow The Jewels" tatsächlich einmal quer über die komplette Palette feliner Lautäußerungen. Vom zarten, beinahe schon melodischen Miau über samptpfötiges Maunzen und klagenden Katergesang hin zu grantigem Fauchen und zornigem Schrei darf mit, was die Katzenkehle hergibt, und darüber hinaus noch ein bisschen Schmatzen, Kratzen und ein, zwei klingelnde Halsband-Glöckchen. Was für exzellente, unter die Haut und direkt ins Gebein fahrende Basslinien sich aus Schnurren destillieren lassen, zeigen insbesondere Geoff Barrow in (Obacht: Tracktitel für die Ewigkeit!) "Close Your Eyes And Meow To Fluff" oder Boots bei "Meowrly". Little Shalimar lässt das Geräusch gewordene Wohlbehagen in "Snug Again" fast wie einen startenden Motor klingen. Während mancher die Mau- und Miau-Chöre nahezu unzensiert durchlässt, drehen andere Remixer dergestalt an den Reglern, dass man den tierischen Ursprung der zurecht geloopten Laute am Ende nur noch ahnt. Die Zähne und Krallen ihrer Diven behalten aber alle Tracks, genau wie die fiese Unberechenbarkeit der Pate stehenden Viecher. Von der Rabenschwärze der "Pawfluffer Night" lässt das Massaker, das Zola Jesus anrichtet, bestenfalls einen Haufen Federn übrig: großartig. Blood Diamonds "Paw Due Respect" entfaltet zwischendurch fast fröhlichen Vibe. Mit "Creown" beweisen The Alchemist und 3D unabhängig voneinander, dass unterschiedliche Miezen ganz unterschiedliche Kratzwunden schlagen. "Soft kitty, warm kitty, little ball of fur"-Romantik bleibt natürlich trotzdem die Ausnahme. Hier begegnet man eher Hardcore-Pussys als den Aristocats. Übrigens bekommen auch Fan-Katzen Feature-Parts: Zwei der Geldgeber erkauften sich die Option, Tonaufnahmen des eigenen Stubentigers auf "Meow The Jewels" unterzubringen. El-P verwurstet beide Muschis im Rahmen des einzigen Tracks, den er selbst remixte: "All Meow Life". Logo entpuppt sich die Katzenmusik auf Albumlänge als schier unhörbar. Die Hingabe, mit der sich alle Beteiligten in das durch und durch wahnwitzige Unterfangen stürzen, wiegt die stellenweise erhebliche Nervigkeit aber doppelt und dreifach auf. Zumal "Meow The Jewels" für eine gute Sache maunzt: Dem Gratisdownload (hier entlang!) wird, wie bei beiden beiden Run The Jewels-Alben zuvor, eine Vinyl-Edition folgen. Die Erlöse gehen zusammen mit den übrig gebliebenen Geldern aus der Crowdfunding-Kampagne sämtlich an Opfer von Polizeigewalt: ein Thema, mit dem sich El-P und Killer Mike seit Jahren immer wieder auseinandersetzen. "Wir tun mit etwas wirklich Dummem etwas wirklich Gutes", freute sich El-P darüber schon vor Monaten. "Was gibt es Besseres?" © Laut
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Hip-Hop/Rap - Erschienen am 26. Juni 2013 | Run The Jewels, Inc.

CD9,99 €

Hip-Hop/Rap - Erschienen am 11. Oktober 2018 | Run The Jewels, Inc.

CD9,99 €

Hip-Hop/Rap - Erschienen am 24. Dezember 2016 | Run The Jewels, Inc.

"Die Wahl von Donald Trump könnte zu einer Renaissance des Punk führen", orakelt es aus diesem Internet heraus. Antwort: "Dieser Punk, den du meinst, schreibt sich 'Hip Hop'." Schlagkräftige Beweise für diese These lieferten schon viele, darunter YG und Nipsey Hustle, Eminem, KXNG Crooked - oder eben Run The Jewels. El-P und Killer Mike haben in der Vergangenheit zwar längst gezeigt, dass sie, um musikalisch wie inhaltlich brachialgewaltige Platten unters Volk zu streuen, einen Steilvorlagenlieferanten wie Trump nicht zwingend brauchen. An einem politisch engagierten Duo mit einer Mission geht der beängstigende Ausgang der US-Präsidentschaftswahl aber natürlich nicht spurlos vorüber. Als am Tag der Stimmenauszählung beim Blick auf die Ergebnisse Hysterie und Panik das ungläubige Entsetzen ablösten, meldeten sich auch Run The Jewels zu Wort, stachen dabei aber mit unerwarteter Besonnenheit aus dem aufgescheuchten Stimmengewirr heraus. "Wir hatten eigentlich noch nicht vor, das zu veröffentlichen", gaben sie "2100" mit auf den Weg, "aber ... naja, es fühlt sich jetzt einfach richtig an. Es geht um Angst und es geht um Liebe und es geht darum, dass wir mehr wollen, für uns alle." Angst, ja. Angesichts des absurden, dennoch Realität gewordenen Horror-Comic-Szenarios "Narzisstisch gestörter, sexistischer, stinkreicher Rassist zieht ins Weiße Haus ein" sollte man sich tatsächlich fürchten, besser nicht zu knapp. "How long before the hate that we hold lead us to another Holocaust?" Könnte erschreckend schnell gehen. Deshalb: "We return from the depths of the badland with a gun and a knife in our wristband, went to war with the devil and shaytan he wore a bad toupet ad a spray tan." Allerdings ist keinem damit geholfen, wenn die negativen Gefühle die Oberhand gewinnen. Die Gegenpole, die Liebe und das Streben nach Gerechtigkeit, erscheinen gerade in düsteren Zeiten notwendiger denn je. "An eye for an eye, and a tooth for the tooth will leave us all mumbling and blind", erteilt Killer Mike trotz aller Militanz Gedanken an Rache und Selbstjustiz, der alttestamentarischen Vorstellung, Gleiches gehöre mit Gleichem vergolten, eine doch unmissverständliche Absage. Wer danach "Kill Your Masters" wortwörtlich nehmen und als Aufforderung zu einem bewaffneten Aufstand verstehen will, verpasst eine der Kernaussagen des Albums. Auch wenn der im Outro von "Thives! (Screamed The Ghost)" zitierte Dr. Martin Luther King Jr. richtig seziert: "But in the final analysis a riot is the language of the unheard." Außer auf historische Begebenheiten und Persönlichkeiten aus Geschichte und Zeitgeschehen verweist "Run The Jewels 3" auf Filme, Fernsehen und Musicals, Bücher, Animés, auf Sport, Poker und Blackjack. Da keiner der Akteure auch nur den Hauch eines Blattes vor den Mund nimmt, entwickelt sich erhebliche politische Sprengkraft: "And I'm scared that I talk too much about what I think's going on", so El-P in "A Report To The Shareholders". "I got away with this, they might drag me away for this / Put me in a cage for this, I might pay for this", trotzdem: "I just say what I want like I'm made for this." El-P und Killer Mike werben aggressiv dafür, sich eine Meinung zu bilden, und fordern den Mut, diese zu äußern und dafür einzustehen, gerade dann, wenn es unbequeme Folgen nach sich zieht. "Choose the lesser of the evil, people, and the devil still gon' win", prangern sie Missstände im System an und weigern sich, Dinge als gegeben hinzunehmen. Statt blindem Furor freien Lauf zu lassen, findet in den gewohnt Schädeldecken-zerbröselnden Produktionen, die El-P seinen Reglern abtrotzt, aber auch eine erhebliche Menge Nachdenklichkeit Platz. Was in der Theorie einigermaßen seltsam klingt, lassen El-P und Killer Mike in der Praxis wie die natürlichste Sache der Welt aussehen, indem sie zunächst einmal das Hohe Lied ihrer Freundschaft anstimmen: ein echter Glücksfall für alle Beteiligten. "I hope with the highest of hopes that I never have to go back to the trap and my days of dealing with dope", blickt Killer Mike auf seine wenig ruhmreiche Vergangenheit zurück. Heute sitzt er mit Präsidentschaftskandidaten am Tisch. "Came from feeling what a pure absence of hope can do", kennt sich auch El-P in den Niederungen des Lebens aus. "See the cold floor where I licked dirt when the dough dried and the pride died / had a dumb max, had to shop right gimme two meals and the lights on." Das alles war gestern. Inzwischen: "Call Ticketron": "Run The Jewels live at the Garden" gab es schon. "Woo! Step in the spotlight ... and the crowd goes: R! T! J!" 2017 steht eine Welttournee an: "Probably play the score for the World War / At the apocalypse, play the encore." Auch, wenn ich ihnen und uns allen friedlichere Rahmenbedingungen wünsche: Den zur Schau getragenen Stolz auf das Erreichte haben sich Killer Mike und El-P so redlich verdient wie die Goldkruste, die die Hände auf dem Cover inzwischen überzieht. "Die Hände auf 'RTJ1' bedeuteten für uns 'Nimm', was dir zusteht'", erläutern die beiden die Entwicklung des Artworks. "Deine Welt, dein Leben, deine Haltung. Auf 'RTJ2' waren die Hände verbunden, das stand für Verletzung und Heilung, was sich auch in Ideen und Stimmung auf der Platte wiederfindet. Bei 'RTJ3' sind die Bandagen ab, die Kette ist verschwunden, und die Hände haben sich in Gold verwandelt. Für uns repräsentiert das die Idee, dass es nichts gibt, das es wert ist, es sich zu nehmen, das nicht schon in uns selbst steckt. Das Juwel bist du selbst." Wenn das kein Licht der Hoffnung entzündet, was denn dann? Vielleicht die handverlesenen Gäste: Die fügen sich stimmig ein. Manchmal ein bisschen zu stimmig, so dass sie kaum auffallen: Joi aus den Kellern der Dungeon Family bleibt in "Down" doch sehr zurückhaltend, und wo hat noch gleich Tunde Adebimpe mitgemischt? An anderen Stellen fügen die Besucher dem Gemälde aber genau den einen fehlenden Pinselstrich hinzu, der das Bild vollendet: Ich sag' nur Kamasi Washington. Danny Brown, der als einziger verrückt genug klingt, um in der Lücke zu spielen, die der Verlust von ODB gerissen hat. Oder Zack De La Rocha. Der schwimmt in "Kill Your Masters" wieder genau in seinem Element: wütend, angepisst, ein bisschen von gestern, aber ein absolut würdiger Schlusspunkt für dieses Album. Auf die Beständigkeit des Guten lässt auch die Veröffentlichungspolitik hoffen: Obwohl inzwischen sicher kein "mystery to you captains of industry" mehr, halten Run The Jewels an ihrem Procedere fest. Auch den dritten Streich gab es wieder gratis. "Poor folk love us", kein Wunder. El-P und Killer Mike legten den Fans den Gratisdownload am ersten Weihnachtsfeiertag unter den Christbaum. Wer einen wenigstens halbwegs angemessenen Preis zahlen will: Ab dem 20. Januar gibts auch CDs und Vinyl. Ganz sicher hoffnungsfroh stimmen die Beats. Irgendwann - es muss schon zu Company Flow-Zeiten gewesen sein - hat El-P die gruselige Fähigkeit entwickelt, sich mit seinen Produktionen direkt in den Hirnstamm einzuklinken. Von dort speist er seine Bastarde aus wabernden Bässen, brummenden, bratzenden, knarrenden Synthies und sich aufschaukelnden Rhythmen direkt ins vegetative Nervensystem ein. Das Zeug macht Gänsehaut von innen. Früher war mehr Industrial, das stimmt. Inzwischen setzt El-Producto zunehmend auf die Macht, die im Unerwarteten steckt. Melodien keimen, wo eben noch Krach herrschte. "2100" wiegt sich stellenweise im Dreivierteltakt. In "Thursday In The Danger Room", einer Gedenkstunde für aus unterschiedlichen Gründen auf der Strecke gebliebene Freunde, weht Kamawasi Washingtons Saxofon herüber wie ein Gruß aus einer anderen Zeit. El-P rollt hier, nicht zum ersten Mal, aber herzzerfetzend wie nie, die Monate auf, in denen er Camu Tao dabei zusah, wie er gegen den Lungenkrebs kämpfte und verlor. Killer Mike erzählt die Geschichte eines seiner Homies, der sein Leben auf der Straße ließ - wegen einer Kette. Unterschiedliche Erfahrungen führen zur gleichen Erkenntnis: Das Universum gibt dir keine Antwort auf die Frage nach dem Warum. "Life is a journey, to live is to worry, to love is to lose your damn mind", und trotz allem: "Life's a blessing." Aller Wahrscheinlichkeit nach haben wir nur das eine. Machen wir gefälligst das beste draus. © Laut
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Hip-Hop/Rap - Erschienen am 2. Juni 2020 | BMG Rights Management (US) LLC

Auf RTJ4, dem im Juni 2020 veröffentlichten vierten Run-the-Jewels-Album, zeigen sich die beiden Rapper El-P und Killer Mike höchst politisch: Auf den vollgepackten Tracks finden die beiden deutliche Worte zu Polizeigewalt, systemischem Rassismus, Klassenungerechtigkeiten und anderen Problemen (nicht nur) ihres Landes. Die dazugehörige Produktion balanciert Old-School-Hip-Hop mit modernen Kanten. Mehrere namhafte Gäste sind auf den elf Tracks zu hören: Die Produzenten Boots und Dave Sitek haben an "Holy Calamafuck" mitgewirkt, Pharrell Williams und Zack de la Rocha sind auf der Single "Just" zu hören, Mavis Staples und Josh Homme auf "Pulling the Pin", und zusätzlich tauchen 2 Chainz, Greg Nice und DJ Premier auf. Als Singles wurden außerdem "Yankee and the Brave (Ep. 4)" und "Ooh La La" ausgekoppelt. © TiVo
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Hip-Hop/Rap - Erschienen am 4. November 2016 | Run The Jewels, Inc.

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Hip-Hop/Rap - Erschienen am 29. September 2017 | Run The Jewels, Inc.

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Hip-Hop/Rap - Erschienen am 25. März 2020 | BMG Rights Management (US) LLC

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Hip-Hop/Rap - Erschienen am 24. März 2020 | BMG Rights Management (US) LLC

Taub und machtlos schaut die Bevölkerung im Fernsehen zu, wie eine Gruppe Polizisten einen schwarzen Mann zu Boden ringt und ihm so lange die Luft abschnürt, bis sein anfängliches Schreien nur noch ein Flüstern ist: "Ich bekomme keine Luft mehr." I can't breathe. Die zugehörigen Bilder hat sicherlich jeder ihm Kopf. Was hier allerdings beschrieben ist, ist nicht die Ermordung George Floyds, sondern die fast unheimlich präzise anmutende Schilderung Killer Mikes, der seinen Zorn über Polizeigewalt und den Umgang der Medien in "Walking In The Snow" packt. Obwohl der Song Monate vor den aktuellen Protesten in den USA aufgenommen wurde, rechtliche Streitigkeiten um ein Sample verzögerten das Release, fühlt sich das vierte Album, das Killer Mike zusammen mit seinem kongenialen Partner El Producto aufgenommen hat, nicht nur an dieser Stelle an, als spreche es genau aus der aktuellen Lage heraus zu uns. Das ist einerseits wenig verwunderlich, hat es die gesellschaftliche Lage, zumindest der vergangenen Jahre, doch an sich, dass wütende Protestmusik à la Run The Jewels stets klingt, als sei sie genau auf den Moment zugeschnitten. Schon bei den drei vorhergegangen Alben war dies nicht anders, und immerhin ist auch "I Can't Breathe" spätestens seit der Ermordung Eric Garners im Jahr 2014 (die der George Floyds auf reichlich perverse Art und Weise ähnelt und auf die sich Mike wohl bezieht) zentraler Slogan der Black Lives Matter-Bewegung. Klar ist aber auch: Je furchteinflößender die politische Situation wurde, desto stärker haben sich Run The Jewels gegen die gesellschaftlichen Missstände positioniert. So wie "Walking In The Snow" in konsequenter Entwicklung von Mikes wiederkehrender Kritik an rassistischer Polizeigewalt steht (von "Reagan" auf R.A.P Music über "Early" auf dem zweiten Album des Duos), gipfelt auch "Run The Jewels 4" in der bisher deutlichsten Attacke gegen jene Kräfte, die den gesellschaftlichen Diskurs im Land zersetzen, von Fox News bis hin zu den evangelikalen Unterstützern des Präsidenten. Somit positionieren sich die beiden Rapper mit der zentralen Aussage "We don't mean no harm / but we truly mean all the disrespect" gleich zu Beginn des Albums als wichtige Stimme für einen friedvollen, aber zornigen Protest. Dass ein solches Gegenhalten über einen simplen Dualismus und stumpfe Parolen hinausgeht, zeigt nicht zuletzt die öffentliche Rede, die Killer Mike vor wenigen Tagen nach den wütenden Ausschreitungen in Atlanta hielt. Wie der Sohn eines Polizeibeamten hier gegen unkontrollierte Ausschreitungen und für ein strategisches Vorgehen plädiert, bestärkt den Eindruck, dass er wohl auch einen ziemlich guten und vor allem diplomatischen Politiker abgeben würde, schriebe er nicht gemeinsam mit seinem Partner den Soundtrack zur Protestbewegung. Tut er aber nun mal, und das nach einem durchaus wirkungsvollen Konzept. Nach drei gemeinsamen Alben wissen die Zuhörenden zugegebenermaßen doch ziemlich genau, wie ein Run The Jewels-Song klingt. Wenn man einen merklichen Unterschied im Soundkonzept festmachen will, dann besteht der wahrscheinlich darin, dass das Duo mit dem wachsendem Hass und der zunehmenden Spaltung der Gesellschaft noch kompromissloser und härter als ohnehin schon klingt. Wohl auch um ein Festfahren in liebgewonnenen Konventionen zu verhindern, findet sich auf dem vierten Alben deutlich mehr Unterstützung, als das bisher der Fall war. Die verschiedenen Stimmen helfen dabei auch, unterschiedliche Fassaden der beiden Protagonisten herauszustellen. Während Zack de la Rocha, als Bruder im Geiste mittlerweile fast so etwas wie ein drittes Crew-Mitglied, gemeinsam mit Pharrell Williams die Wut über soziale Ungerechtigkeit und das Geldsystem herausschreit, stellt die Kooperation mit 2 Chainz mehr den gewohnten, ziemlich derben RTJ-Humor in den Fokus. Eine weitere liebgewonnene Konstante bestätigt sich: Wie man von den vorhergehenden drei Alben weiß, kommen die absolut herausragenden Songs stets ganz zum Ende. Auch auf dem vierten Album stechen die apokalyptisch düsteren "A Few Words For The Firing Squad" und "Pulling The Pin" (sicher nicht zuletzt dank der emotionalen Performance der großen Mavis Staples) aus der ohnehin schon hohen Qualität der vorhergehenden zehn Lieder noch einmal merklich heraus. Run The Jewels bleibt eine großartige Symbiose, die beiden Rappern mit mittlerweile weit über vierzig in mehrerlei Hinsicht einen absoluten Karriere-Höhepunkt beschert. Nicht nur dass die Zusammenarbeit Jaime und Mike zu neuen qualitativen Höchstleistungen treibt, mit zunehmender Reichweite sind Run The Jewels angesichts stetig wachsender gesellschaftlicher Gräben im Land auch relevant wie nie zuvor. Wie stellt Killer Mike in seiner Rede in Atlanta heraus: "Wir wollen keine Läden brennen sehen. Wir wollen sehen, dass das System, das für den systemischen Rassismus sorgt, bis auf die Grundmauern niederbrennt." Dass dieses Ziel in weiter Ferne scheint, wird wohl dafür sorgen, dass sich auch ein mögliches fünftes Album des Duos anhören wird, als sei es genau für diesen Moment geschrieben worden. © Laut
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Hip-Hop/Rap - Erschienen am 24. März 2020 | BMG Rights Management (US) LLC

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Taub und machtlos schaut die Bevölkerung im Fernsehen zu, wie eine Gruppe Polizisten einen schwarzen Mann zu Boden ringt und ihm so lange die Luft abschnürt, bis sein anfängliches Schreien nur noch ein Flüstern ist: "Ich bekomme keine Luft mehr." I can't breathe. Die zugehörigen Bilder hat sicherlich jeder ihm Kopf. Was hier allerdings beschrieben ist, ist nicht die Ermordung George Floyds, sondern die fast unheimlich präzise anmutende Schilderung Killer Mikes, der seinen Zorn über Polizeigewalt und den Umgang der Medien in "Walking In The Snow" packt. Obwohl der Song Monate vor den aktuellen Protesten in den USA aufgenommen wurde, rechtliche Streitigkeiten um ein Sample verzögerten das Release, fühlt sich das vierte Album, das Killer Mike zusammen mit seinem kongenialen Partner El Producto aufgenommen hat, nicht nur an dieser Stelle an, als spreche es genau aus der aktuellen Lage heraus zu uns. Das ist einerseits wenig verwunderlich, hat es die gesellschaftliche Lage, zumindest der vergangenen Jahre, doch an sich, dass wütende Protestmusik à la Run The Jewels stets klingt, als sei sie genau auf den Moment zugeschnitten. Schon bei den drei vorhergegangen Alben war dies nicht anders, und immerhin ist auch "I Can't Breathe" spätestens seit der Ermordung Eric Garners im Jahr 2014 (die der George Floyds auf reichlich perverse Art und Weise ähnelt und auf die sich Mike wohl bezieht) zentraler Slogan der Black Lives Matter-Bewegung. Klar ist aber auch: Je furchteinflößender die politische Situation wurde, desto stärker haben sich Run The Jewels gegen die gesellschaftlichen Missstände positioniert. So wie "Walking In The Snow" in konsequenter Entwicklung von Mikes wiederkehrender Kritik an rassistischer Polizeigewalt steht (von "Reagan" auf R.A.P Music über "Early" auf dem zweiten Album des Duos), gipfelt auch "Run The Jewels 4" in der bisher deutlichsten Attacke gegen jene Kräfte, die den gesellschaftlichen Diskurs im Land zersetzen, von Fox News bis hin zu den evangelikalen Unterstützern des Präsidenten. Somit positionieren sich die beiden Rapper mit der zentralen Aussage "We don't mean no harm / but we truly mean all the disrespect" gleich zu Beginn des Albums als wichtige Stimme für einen friedvollen, aber zornigen Protest. Dass ein solches Gegenhalten über einen simplen Dualismus und stumpfe Parolen hinausgeht, zeigt nicht zuletzt die öffentliche Rede, die Killer Mike vor wenigen Tagen nach den wütenden Ausschreitungen in Atlanta hielt. Wie der Sohn eines Polizeibeamten hier gegen unkontrollierte Ausschreitungen und für ein strategisches Vorgehen plädiert, bestärkt den Eindruck, dass er wohl auch einen ziemlich guten und vor allem diplomatischen Politiker abgeben würde, schriebe er nicht gemeinsam mit seinem Partner den Soundtrack zur Protestbewegung. Tut er aber nun mal, und das nach einem durchaus wirkungsvollen Konzept. Nach drei gemeinsamen Alben wissen die Zuhörenden zugegebenermaßen doch ziemlich genau, wie ein Run The Jewels-Song klingt. Wenn man einen merklichen Unterschied im Soundkonzept festmachen will, dann besteht der wahrscheinlich darin, dass das Duo mit dem wachsendem Hass und der zunehmenden Spaltung der Gesellschaft noch kompromissloser und härter als ohnehin schon klingt. Wohl auch um ein Festfahren in liebgewonnenen Konventionen zu verhindern, findet sich auf dem vierten Alben deutlich mehr Unterstützung, als das bisher der Fall war. Die verschiedenen Stimmen helfen dabei auch, unterschiedliche Fassaden der beiden Protagonisten herauszustellen. Während Zack de la Rocha, als Bruder im Geiste mittlerweile fast so etwas wie ein drittes Crew-Mitglied, gemeinsam mit Pharrell Williams die Wut über soziale Ungerechtigkeit und das Geldsystem herausschreit, stellt die Kooperation mit 2 Chainz mehr den gewohnten, ziemlich derben RTJ-Humor in den Fokus. Eine weitere liebgewonnene Konstante bestätigt sich: Wie man von den vorhergehenden drei Alben weiß, kommen die absolut herausragenden Songs stets ganz zum Ende. Auch auf dem vierten Album stechen die apokalyptisch düsteren "A Few Words For The Firing Squad" und "Pulling The Pin" (sicher nicht zuletzt dank der emotionalen Performance der großen Mavis Staples) aus der ohnehin schon hohen Qualität der vorhergehenden zehn Lieder noch einmal merklich heraus. Run The Jewels bleibt eine großartige Symbiose, die beiden Rappern mit mittlerweile weit über vierzig in mehrerlei Hinsicht einen absoluten Karriere-Höhepunkt beschert. Nicht nur dass die Zusammenarbeit Jaime und Mike zu neuen qualitativen Höchstleistungen treibt, mit zunehmender Reichweite sind Run The Jewels angesichts stetig wachsender gesellschaftlicher Gräben im Land auch relevant wie nie zuvor. Wie stellt Killer Mike in seiner Rede in Atlanta heraus: "Wir wollen keine Läden brennen sehen. Wir wollen sehen, dass das System, das für den systemischen Rassismus sorgt, bis auf die Grundmauern niederbrennt." Dass dieses Ziel in weiter Ferne scheint, wird wohl dafür sorgen, dass sich auch ein mögliches fünftes Album des Duos anhören wird, als sei es genau für diesen Moment geschrieben worden. © Laut
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Hip-Hop/Rap - Erschienen am 12. November 2020 | BMG Rights Management (US) LLC

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