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Die Alben

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Funk - Erschienen am 7. Juni 2019 | Rhino - Warner Records

Hi-Res Auszeichnungen 4F de Télérama - Pitchfork: Best New Reissue
Nach den im Jahre 2018 veröffentlichen Klavierkompositionen Piano & A Microphone 1983 kommt nun ein zweites posthumes Album des Prinzen auf den Markt. Originals bleibt auf den Zeitraum 1981-1991 beschränkt, auf ein Jahrzehnt also, in dem Prince voller Schaffensfreude war, und damit ist die Produktion – mit den größtenteils für andere Leute geschriebenen Aufnahmen – wunderbar einheitlich geblieben. Rogers Nelson war in erster Linie ein sehr anpassungsfähiger Totalkünstler, denn einerseits konnte er in Purple Rain alle Instrumente spielen, andererseits konnte er sich bei seinen Bühnenauftritten auch mit seinem Idol James Brown messen. Er schrieb zugleich endlos viele Kompositionen für ihn sowie für die ganze „Galaxie Prince“, die aus einzigartigen Interpreten bestand. Zu seinen 15 Titeln gehören also The Glamourous Life für Sheila E, den Manic Monday der Bangles, Love Thy Will Be Done von Martika, aber auch You’re My Love des Country-Crooners Kenny Rogers. Originals, das sind also preziöse Demo-Versionen, die ganz einfach restauriert wurden. Damit kann man sich in die Kulissen  schleichen und sehen, wie der Maestro in seinem Labor an seinen besten Melodien feilte und sie mit Brio interpretierte, ohne noch wirklich zu wissen, was aus ihnen dann werden würde. Wie zum Beispiel Nothing Compares 2 U, der emotionsgeladene Gipfel dieses Opus. © Charlotte Saintoin/Qobuz
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Funk - Erschienen am 14. September 2018 | Warner Records

Hi-Res Auszeichnungen 4F de Télérama - Pitchfork: Best New Reissue
Zwei Jahre nach seinem allzu frühen Dahinscheiden liefert die Ali Baba-Höhle einen ersten Schatz des Prinzen. Mit dem treffend genannten Piano & A Microphone 1983 erklingt seine Kunst so wie Gott sie schuf. Bereits als 25-Jähriger kann Prince schon fünf Alben vorweisen (For You, Prince, Dirty Mind, Controversy und 1999) und so schickt es sich an, jene Platte herauszubringen, die ihn dann zum international bekannten Star machen sollte: Purple Rain. Der Multi-Instrumentalist verbringt Tag und Nacht im Studio, aber hier spielt er allein am Klavier ein Medley mit eigenen Kompositionen und zwei Neuinterpretationen: A Case Of You von Joni Mitchell und den Gospel-Song Mary Don't You Weep. Natürlich wird diese Erstveröffentlichung durch den persönlichen Kontext, in der die Aufnahme entstand, zu etwas Besonderem. So braucht man nur noch die Augen zu schließen und davon zu träumen, mit ihm allein zu sein… Mit seiner elastischen Stimme und seinem leidenschaftlichen Spiel liefert der Musiker aus Minneapolis jenen, die noch immer zweifeln, den Beweis, dass er ein Gesamtkünstler ist. Entertainer, aber auch genausogut Komponist, Showman und Improvisator. Seine Rohversion von Purple Rain ist durchaus erhaben und ein Titel wie Strange Relationship bietet die Möglichkeit, einen Blick auf seine Produktionsweise zu werfen, da er ihn vier Jahre später im Album Sign o' the Times unterbringt, natürlich in einer herausgeputzteren und energischeren Version. Auch wenn Piano & A Microphone 1983 in erster Linie an die Fans von Prince gerichtet ist, so werden die Neulinge – falls es überhaupt noch solche gibt – wohl höchst entzückt sein, hier einen überwältigenden Künstler zu entdecken. © Marc Zisman/Qobuz
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Funk - Erschienen am 25. September 2020 | Warner Records

Hi-Res Auszeichnungen 4F de Télérama
Natürlich denkt man sofort, dass sich die Super Deluxe Neuauflage von Prince‘ Sign O the Times mit mehr als acht Stunden Musik vor allem an seine Hardcore Fans richtet. Da die gigantische Arbeit die Neuauflage eines der bedeutendsten Alben des Champions aus Minneapolis betrifft, bietet sie vielleicht den Neulingen die Gelegenheit, einen ersten Schritt zu wagen. Wenn man schließlich bedenkt, dass der Star nahezu ununterbrochen von jeder Musik, die er spielte, Aufnahmen machte, mögen diese acht Stunden recht spärlich erscheinen… Das Album Parade aus dem Jahr 1986 wird von Kiss getragen, diesem atemberaubenden, ultraminimalistischen Hit, der sich in den oberen Chartplätzen hält. Der Name Rogers Nelson dient einmal mehr als Headliner und die Prinzenfamilie tourt quer durch die Welt. Diese Familie steckt allerdings in der Krise, seit Prince seine Gruppe The Revolution aufgelöst und sich stattdessen in seinem Paisley Park Studio eingeschlossen hat, um seine neunte Prophezeiung im Alleingang auszutüfteln. Sie erscheint im April 1987: Sign ‘O’ The Times. Die treuen Amazonen – die Gitarristin Wendy, die Sitar- und Flötenspielerin Lisa und die Schlagzeugerin Sheila E sind die einzigen Gäste in seiner neuen, von allerlei Exzessen verpanzerten Zauberwelt. Sein Funk wird extrem minimalistisch, bis er zu einem effizienten Kondensat zusammenschmilzt (The Ballad of Dorothy Parker, Sign ‘O’ The Times, Starfish and Coffee), wogegen der frühere Soul nur selten angesagt ist (Slow Love). Prince’ Gehirn ist ständig in Bewegung und verströmt haufenweise Ideen, wie etwa The Cross, eine mit arabischen Klängen gewürzte Halluzination, wie auch Sly Stone sie gehabt haben könnte. Mit Soul, Funk, Jazz, Rhythm’n’Blues, Rock und Pop auf Sign ‘O’ The Times sprengt er eigentlich alle stilistischen Grenzen.Diese gigantische Super Deluxe Edition, die im Herbst 2020 erscheint, bietet bereits das von dem berühmten Spezialisten Bernie Grundman geremasterte Originalalbum. Die unumgänglichen Versionen der Singles und ihrer B-Seiten, die Maxi-Ausgaben und sogar die Dub-Versionen sind alle als Bonuszusätze enthalten. Den festlichen Höhepunkt bilden 63 unveröffentlichte Tracks, die unter dem Aushänger Vault Tracks zusammengefasst sind. Darunter sind vor allem 45 noch nie gehörte Studioaufnahmen! Es sind nicht irgendwelche Überreste, da Prince ursprünglich geplant hatte, ein Sign O the Times mit 22 Songs herauszubringen, womit der Warner Bros-Boss aber nicht einverstanden war. Er genehmigte ihm stattdessen nur ein Doppelalbum… In diesem Kochkessel findet man Bruchstücke seiner aufgegebenen Projekte The Dream Factory, Camille, Crystal Ball, The Dawn, für Miles Davis, Sheila E., Joni Mitchell oder Bonnie Raitt geschriebene Kompositionen, und Berge anderer Raritäten wie etwa Can I Play With U? mit Miles Davis. Kurz und gut, unzählige Teilchen, mit denen man das Puzzle namens Prince endlich fertigstellen könnte. Sie sind immer noch nicht satt? Diese Neuveröffentlichung enthält auch ein umwerfendes, am 20. Juni 1987 in Utrecht mitgeschnittenes Live-Set. © Marc Zisman/Qobuz
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Funk - Erschienen am 19. Juni 1984 | Rhino - Warner Records

Hi-Res Auszeichnungen Qobuz' perfekte Schallplattensammlung
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Funk - Erschienen am 23. Juni 2017 | Warner Records

Hi-Res Auszeichnungen Best New Reissue
Die farbintensive Neuausgabe Purple Rain ist die Gelegenheit, eine hübsche Zeitreise zu machen…Als Prince 1999 herausbringt, hat er gleichzeitig einen Haufen Probleme mit seiner Umgebung. Der Höhepunkt dabei ist der Abgang des Gitarristen Dez Dickerson, der dann von Wendy Melvoin ersetzt wird. Der Star stürzt sich wieder in die Arbeit und brütet einen Plan aus, der größenwahnsinniger sit als ein Doppelalbum: einen quasi autobiografischen Film! Da er in der Zwickmühle sitzt, soll ihm sein Management so schnell wie möglich einen Filmvertrag aushandeln. Die Warner Filmabteilung ist nicht sehr begeistert und verlangt Garantien. Prince und seine immer größer werdende Familie (The Revolution, The Time, Vanity 6) treten regelmäßig im Klub First Avenue auf, sperren sich aber die restliche Zeit in einem riesigen Lagerhaus ein, machen Proben und nehmen Schauspiel- und Tanzkurse, um sich so auf die Dreharbeiten vorzubereiten. Prince verlegt schließlich sogar sein eigenes Studio in diese Lagerhalle, um die Musik seines nächsten Narrenstreichs auszuarbeiten. Auch vor dem First Avenue installiert er ein mobiles Studio, wo er weitere Titel live aufnimmt. Am Ende zücken die Warner Studios das Scheckheft für einen Film, der einer der schlechtesten werden sollte, den sie je produziert hatten, ein Schundfilm, der aber einen irren und genialen Soundtrack hinterlässt: Purple Rain gelangt auf den ersten Platz der R&B und Pop Charts. Let's Go Crazy, When Doves Cry, Take Me With U, Purple Rain und I Would Die 4 U sind lauter Hits von Prince, die 1984 und 1985 die Funkwellen monopolisieren. Sein dekadenter Funkrock im Rüschenhemd verführt jedermann. Einmal mehr gelingt es dem Musiker, wie ein neuer Sly Stone seine diversen Schnapsideen auf einen Nenner zu bringen. Purple Rain möchte mit seinen Popmelodien wie die der Beatles, rhythmischen Hendrix-Gitarren mit endlos funkigem Groove vor allem eine totale Erneuerung dieser für die Musik fundamentalen Werte… Diese Purple Rain Deluxe – Expanded Edition umfasst das remasterisierte Originalalbum (man ging von Originalaufnahmen aus, die 2015 in Paisley Park masterisiert worden waren und Prince überwachte das Remastering, das ein paar Monate vor seinem Tod gemacht wurde) sowie elf unveröffentlichte Titel und alle Edit Versionen der Singles und ihre B-Seite. Die unveröffentlichten Titel wurden aus Princes zahlreichen nicht veröffentlichten Archiven herausgegriffen und sind besonders seltene Stücke, ähnlich wie der instrumentale Father’s Song aus dem Jahr 1983. Ein paar unter ihnen, wie etwa die Studioversion Electric Intercourse, sind nicht einmal über Paisley Park hinausgekommen! Diese Perlen hat Bernie Grundman masterisiert, der am Originalalbum mitgearbeitet hatte. © MD/Qobuz
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Funk - Erschienen am 25. März 1986 | Warner Records

Auszeichnungen Qobuz' perfekte Schallplattensammlung
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Funk - Erschienen am 29. November 2019 | Warner Records

Hi-Res Auszeichnungen Pitchfork: Best New Reissue
Was bleibt übrig von Prince’ 1999, jetzt, wo seit seiner Veröffentlichung 37 Jahre vergangen sind? Mit diesem fünften Studioalbum legt Rogers Nelson einen Zahn zu! Elf Titel auf zwei, im Oktober 1982 veröffentlichten Platten: Exitus für schlichten Elektrofunk, für Prince fängt das Zeitalter der Maßlosigkeit an! Seine durchschlagenden nüchternen Stücke sind nunmehr festliche und dekadente Miniaturopern. Sein Funk ist kompakter geworden und quillt von eindeutig popartigen Elementen mit Rock’n’Roll und sogar New Wave nur so über. Seine Stimme hat nunmehr ein faszinierendes Echo, die avantgardistischen Rhythmen sind vom ganz und gar elektronischem Sound vorgegeben, die Gitarrenpartien stammen von einem anderen Planeten, kurz und gut, es gibt jetzt einen Prince-Sound, der einen Großteil der Plattenproduktion der achtziger Jahre beeinflussen wird. Mit diesem Meisterwerk, das keinerlei Staub angesetzt hat, sollte er vor allem endlich in den Top-Charts landen, und zwar dank der hitähnlichen 1999, Little Red Corvette und Delirious. Diese im Jahre 2019 erscheinende Super Deluxe Edition bietet das völlig neu gemasterte Originalalbum 1999, vor allem aber eine endlos lange Reihe an unglaublichen Bonuszusätzen. Zwei Platten sind eine Kompilation von 23 erstmals veröffentlichten Demoaufnahmen, Versionen für Werbezwecke, Singles und Live-Mitschnitten (eines Konzerts am 30. November 1982 in Detroit). Das ist eine wahre Schatzkiste für Fans (aber nicht nur) und mittendrin taucht dann eine Extra-Version von Possessed auf, eine andere, unbearbeitete Version von Delirious oder im Studio aufgenommene Live-Aufnahmen von International Lover ohne Falsettstimme! Diese hochkarätige Neuausgabe umfasst in erster Linie Songs von Prince, die noch nie in irgendeiner Form herausgegeben worden waren. Noch dazu sind diese in seinem Goldenen Zeitalter am Anfang der achtziger Jahre entstanden! Darunter Money Don’t Grow On Trees, Rearrange, Bold Generation, Purple Music, You’re All I Want oder Vagina, die sich nicht so anhören, als würden sie aus einer der hintersten Schubladen kommen, womit der Meister aus Minneapolis ein weiteres Mal sein Genie unter Beweis stellt… Mit dem zwei Jahre später erscheinenden Purple Rain avanciert Prince aus Minneapolis zum Prinzen, der die ganze Welt beherrscht. © Marc Zisman/Qobuz
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Funk - Erschienen am 30. Januar 2007 | Rhino - Warner Records

Auszeichnungen Qobuz' perfekte Schallplattensammlung
Ein Blick in die Prince-Diskographie zeichnet das Bild eines übermenschlichen Workaholics. An die 900 Songs soll der sexy Motherfucker mittlerweile geschrieben und veröffentlicht haben, sowohl für sich selbst als auch für andere Künstler. Was darüber hinaus noch in den Schränken der Paisley Park Studios in Minnesota versteckt liegt, mag man sich kaum vorstellen. Fingerzeige auf Höhen und Tiefen bei einem solch umfangreichen Gesamtwerk sind nur schwer zu bewerkstelligen, trotzdem sticht aus der umtriebigen Zeit Mitte der Achtziger ein Album monolithartig heraus, egal ob bei Umfang, Komposition oder Produktion. "Sign 'O' The Times" sollte ursprünglich nie erscheinen. Mehr noch, es sollte nie produziert werden. Es war ein Unfall, eine ungeplante Abweichung von Weg, den Prince seit seinem Mainstream-Durchbruch "Purple Rain" anvisierte. Dieser Pfad bestand ursprünglich aus drei Projekten. "Dream Factory" sollte der Höhepunkt der Zusammenarbeit mit seiner Band The Revolution und vor allem mit Wendy und Lisa, seinen Songwritingpartnerinnen seit "Purple Rain" sein. Parallel bastelte er an einem ganzen Album unter dem Pseudonym "Camille", das beschleunigte und hochgepitchte Vocals verwendete und zeigen sollte, ob die Musik auch ohne die Marke Prince besteht. Doch weder "Dream Factory" oder "Camille" werden je veröffentlicht, stattdessen feuert Prince Wendy, Lisa und den Rest der Revolution und kombiniert die Songs zu einem drei LP-starken Mammutwerk namens "Crystal Ball". Stolz marschierte er damit zu Warner-Boss Mo Ostin, der nach schwachen Verkäufen der Vorgänger partout kein Dreifachalbum auf den Markt loslassen wollte. Zerknirscht gab the Purple One nach und kompilierte aus Tracks von "Dream Factory", "Camille" und "Crystall Ball" das Doppelalbum "Sign 'O' The Times", die sprichwörtlich Zeichen der Zeit, die alles andere als einfach waren. Nach so viel Hin und Her sollte das Album eigentlich wie eine auf den Kopf gestellte Plattensammlung klingen. Unterschiedliche Sounds, unterschiedliche Vocals, von schmusigen R'n'B über staubtrockenen Funk-Stampf bis hin zu Powerpop und Uptempo-Rock. Prince rumpelte über alle gängigen Albumstrukturen und roten Fäden mit vollem Karacho drüber. Erwartungen anderer interessierten den 1,58 Meter großen Multiinstrumentalisten nie. Wahrscheinlich deshalb erschuf er, wenn auch der ursprüngliche Plan etwas anderes vorgesehen hat, mit perfektionistischer Brillanz ein interessantes und höchst forderndes Stück Musik, das in Sachen Abwechslungsreichtum ganze Karrieren anderer Künstler in die Tasche steckt. Er mag zwar klein sein, aber die künstlerische Latte legte er mit "Sign 'O' the Times" auf Wolkenkratzerhöhe. Schlussendlich lieferte jeder Song, der den Weg auf dieses Doppelalbum fand, seinen Beitrag zu einem außergewöhnlichen Hörerlebnis, das Prince in dieser Form nicht mehr toppen konnte. Lyrisch beginnt das Album mit einem Aufschrei. "In France a skinny man died from a big disease with a little name". Gesellschaftskritische Texte von dem Herren, der auch Jahre später noch "23 positions in a one-night-stand" forderte und wie kein zweiter für den passenden Soundtrack zu rhythmischen Bettsport steht? Aber ja doch. Wenn auch bisher sehr dünn gesät, so ist die ernste Seite an Prince keineswegs zu vernachlässigen. Anprangerungen von Armut und Reichtum, Drogen und Nuklearkrieg federn über einem kühlen Keyboardgroove, den ein Snarebackbeat windelweich prügelt. Etwas distanziert steht der Prinz hier auf der Predigerkanzel, lehrt uns vom Bösen auf der Welt, während gegen Ende Marschtrommeln anschwellen. Sollte gar noch die Gefahr von Massenbewegungen in den ersten, knapp fünf Minuten angesprochen werden, so funkt er sich mit der Gitarre wieder auf Zehenspitzen aus der Kirche und rauf auf die sonnendurchflutete Blumenwiese: "Play In The Sunshine" erweckte im Geiste die Kraft einer James Brown-Performance, der seine Band auch mit dem kleinen Finger durch die waghalsigsten Breaks steuerte. Angetrieben von einer fließenden Bassline nimmt sich auch diesmal Prince Zeit für ein schmetterndes Gitarrensolo, das die violette Gitarre wieder ordentlich bluten lässt. Ohne seine Backingband spielte Prince, bis auf vereinzelte Guest-Spots, alle Instrumente selber ein. Und er nahm immer und überall auf. Auf Tour, im Schlafzimmer, in Studios überall zwischen London und Los Angeles. Dabei war immer nur die Technikerin Susan Rogers, die meist nicht mehr machte, als das Mischpult einzuschalten. "Arranged, Composed & Performed by Prince" prangt es auch in großen Buchstaben am Backcover, womit er ein für allemal klar stellt, dass er hier den Ton angibt. "Housequake" zelebriert knochentrockenen Funk, der ohne wirklichen Refrain als Frage-und-Antwort-Spiel mit Zeilen wie "The kick drum is the fault" oder "Let's do the twist, a little bit harder than they did in '66" für viel Schweiß an die Clubwände sorgte. Zwischen der ganzen Party-Attitüde baut sich ein ganzes Labyrinth an wahrlich kurzen Synthie-Flächen auf, die ehe man sie bewusst wahrgenommen hat, wieder verschwinden. Saxophonsoli werden eingezählt und nach wenigen Takten von Prince wieder mit den Worten "Shut up, already" zum Schweigen gebracht. Scheinbar versinkt alles in einem tanzwütigen Chaos, Perfektionist Prince erdachte jedoch jede einzelne Note dieses Erdbebenfunks. Kein Erdbeben, sondern ein Schneesturm sorgte eines Abends bei weiteren Sessions für einen Stromausfall, was dem Mischpult den halben Saft abdrehte. Resultat dieser hardware malfunction ist der etwas dumpfe, allen Höhen beraubte Klang von "The Ballad of Dorothy Parker", den Prince am nächsten Morgen allerdings als überaus passend für den Track empfand. Über die wabernde Keyboardfläche holt er den Geschichtenerzähler heraus, der Jahre zuvor auf "Little Red Corvette" eine ähnliche Begebenheit noch vergleichsweise wortkarg ins Mikro flüsterte. Wie zuvor verzichtet Prince hier auch auf einen Refrain als Songhöhepunkt. Er lässt den Rhythmus vor sich hin köcheln und singt sich seine Erzählungen von der Seele weg, variiert durch Intonation, Backingvocals und einer Unmenge winziger Melodielinien die Intensität, dass er die Hörer förmlich mitzieht, egal wohin er geht. Verliert man sich fast im blubbernden R'n'B-Groove, treiben schon die ersten Sekunden von "It" den Teufel der Einlullung wieder aus. Knallharte Synthie-Drums dreschen jedes Gefühl aus der Bahn, wollen so gar nicht die harmonischen Schichten der vielfachen Prince-Chöre über sich ergehen lassen. Doch beim beschwichtigen "Alright" am Ende jeder Textzeile fügt sich die steinkalte Percussion mit den wohligen, mehrstimmigen Vocals für einen kurzen Moment des Einklangs zusammen. Die Melodie will hier erst entblättert werden, leicht lässt sich Prince nicht in seine catchy Karten schauen. Aber der kreativen Theorie des Chaos folgend kann eigentlich nichts anderes folgen, als die luftige Pianonummer "Starfish And Coffee", dem auch die fette Reverb-Snare nichts vom Ohrwurmpotential nimmt. So einen straighten Popsong erlaubt er sich nicht oft, fährt aber damit genau zur rechten Zeit aus dem Tal der kruden Keyboardsphären wieder raus. Es sind solche Gegensätze, mit denen Sign 'O' The Times immer zuerst fordert, dann aber belohnt. Alles war möglich beim Prince der Achtziger, dessen kreativer Mut noch lange nicht ausgeschöpft war. Nach der mit Bläser beladenen Kerzenlichtballade "Slow Love", aus der der Soul nur so trieft, geht es mit "Hot Thing" wieder ab auf den düsteren Haarspray-Dancefloor, auf den sich immer wieder Saxophonist Eric Leeds verirrt, einer der wenigen Gäste auf dem Album. Ganz ohne die bis zum letzten Schaltkreis ausgelasteten Synthies nickt sich dann "Forever In My Life" an einem vorbei. Percussion und drei Gesangsspuren, aus, fertig. Es genügt ihm eben auch ein einfacher "La la la dadadadada"-Singsang, um sich in den Ohren festzusetzen. Den Weg zur Gitarre fand dafür die weitere Single "U Got The Look". Protege Sheila E. darf ein paar Percussion-Overdubs beisteuern, Sheena Easton trällert den Chorus, ansonsten gelang Prince wieder ein Lehrstück in Popo bewegenden Pop. Neben der hypnotischen Hook, die auch seiner alten Funk-Kapelle The Time bestens auf die schulterbepolsterten Sakkos gepasst hätte, hat der Song besonders ab der Zwei-Minuten-Marke einige Verrücktheiten zu bieten. Mit Simplizität tat sich Prince seit jeher schwer, gab er einige seiner größten Popjuwelen doch an andere Künstler weiter. Seine großen Radiohits waren auf anderen Alben vertreten, und wie so oft in der Geschichte wurde solch künstlerischer Output selten mit dem Lorbeerkranz der guten Verkaufszahlen geadelt. Doch das kümmert Prince, der in letzter Zeit seine Alben in Kollaboration mit Zeitungen verschenkt, herzlich wenig. Mit "If I Was Your Girlfriend" tanzt er weiter auf dem schmalen Grat zwischen Kuriosität und Perfektionspop. Die Vocals sind als ein Bestandteil des Camille-Projekts in höchste Höhen verfremdet, teilweise so stark, dass das Signal im roten Bereich verschwimmt. Im Text reflektierte er seine Beobachtung (und seine Eifersucht) über die enge Bindung zwischen seiner Freundin und deren Zwillingsschwester. Liefert er am Anfang noch eine soulschwangere Gesangsperformance über den geslappten Funkbass, so steigert er sich immer weiter in die manischen Anflehungen einer Person hinein, die mit sich und der eigenen sexuellen Orientierung nicht ganz im reinen sein kann. Geradezu gewöhnlich mit Four on the floor-Bassdrum stampft im Vergleich "Strange Relationship" am mittlerweile gefangenen Ohr vorbei. Wieder mit Camille-Vocals transportiert vor allem die Hook "Baby I just can't stand to see you happy, more than this, I hate to see you sad", dass auf Beziehungsebene der Exfreund von Kim Basinger, Madonna, Carmen Electra und vielen mehr nicht unbedingt der einfachste Typ ist. Doch auch nachdenkliche Momente sollen erlaubt sein, wenn dann wieder die Gitarre umgeschnallt wird. "I Could Never Take The Place Of Your Man" rockt forsch und geradeaus an einer längeren Verpflichtung zu einer Beziehung vorbei. Kopf an Kopf mit "Play In The Sunshine" geht es im lebensfrohen Uptempo in ein feuriges Gitarrensolo, das, nachdem dem Pop lange genug gehuldigt wurde, eine bluesige Abzweigung nimmt und minutelang Licks mit sich selbst austauscht. Prince scheint scheinbar doch Gefallen am Rock gefunden zu haben, zumindest besteht "The Cross" zum größten Teil auch nur aus lauten Stromgitarren. Der Intensitätsschub beim Einsetzten des Grooves reißt förmlich die Fäuste nach oben. Gut so, denn die Füße bekommen bei Prince generell viel Gelegenheit, die Qualität der hauseigenen Schuster zu überprüfen. Thematisch wird Prince wieder zum Fürsprecher der Ungerechtigkeit, verweist auf die Stärke des Glaubens: "Don't cry, he is coming". Seit er Jehovas Zeuge wurde, nennt er den Song zwar "The Christ", die Mischung zwischen wuchtigem Schlagzeug und drückenden Akkorden funktioniert immer noch genauso. Was bei Prince-Konzerten auch immer gut klappt, sind endlose Funk-Orgien, wie z.B. "It's Gonna Be A Beautiful Night", dessen Grundgerüst von einem Liveauftritt in Paris stammt. Im Studio fügte Prince noch einige Overdubs dazu, beispielsweise einen Sheila E.-Rap. Nichtsdestotrotz steht hier aber ein neunminütiger Funkjam zu Buche, der vor Ohren führt, wie Prince seine Backingband damals (wie heute) im Griff hat. Der Film zum Album fing ein solches Konzert-Erlebnis der Sign 'O' The Times-Tour in den Niederlanden ein und zeigt das quietschbunte und wahrlich abgedreht Schauspiel, das Prince mit diesem Album auf die Bühne brachte. Als abschließender Verschnaufer stellt noch das träumerische "Adore" den Balladenzähler auf Zwei. Hier zieht Prince wirklich alle Register seines stimmlichen Könnens, vom säuselnden Falsett bis zu knurrenden Tieftönen kann der Typ mit seiner Stimme so ziemlich alles anstellen, was sich andere bloß in ihren kühnsten Träumen vorstellen. Ein Umstand, der ob der Verrücktheit der Albumkomposition fast etwas untergeht. Nach den 80 Minuten steht der geneigte Hörer erst einmal vor der Aufgabe, das eben Erlebte zu verarbeiten. Sign 'O' The Times dehnte das musikalische Spektrum von Prince in alle Himmelsrichtungen aus. Pop, Funk, Rock, R'n'B, Blues, Jazz, Dance – mit diesem Album erkannte er, dass er wirklich alles in den eineinhalb Meter großen Mixer namens Prince Roger Nelson hauen konnte, und gute Dinge würden folgen. Was eigentlich als Zugeständnis zu den Wünschen seines Musiklabels entstand, wurde des Künstlers größter Kreativstreich. Wenige Jahre später schrieb er sich Slave auf die Wange und entsagte seinem Namen. Seiner Musik war er jedoch immer treu. © Laut
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Funk - Erschienen am 27. Oktober 1982 | Warner Records

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Funk - Erschienen am 17. März 2014 | Epic

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Pop - Erschienen am 15. Mai 2020 | Warner Records

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Funk - Erschienen am 30. Juli 2001 | Rhino - Warner Records

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Funk - Erschienen am 30. Januar 2007 | Rhino - Warner Records

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Funk - Erschienen am 13. Februar 2007 | Rhino - Warner Records

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Funk - Erschienen am 17. April 2020 | Legacy Recordings

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Funk - Erschienen am 17. Dezember 2002 | Legacy Recordings

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Funk - Erschienen am 14. September 1993 | Warner Records

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Funk - Erschienen am 30. März 1987 | Rhino - Warner Records

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Funk - Erschienen am 20. November 2001 | Legacy Recordings

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Funk - Erschienen am 17. Dezember 2002 | Legacy Recordings

Der Interpret

Prince im Magazin
  • Prince, 1999 im Jahr 2019
    Prince, 1999 im Jahr 2019 Das Meisterwerk "1999" des King des Funk aus Minneapolis, das 1982 veröffentlicht wurde, erscheint in einer Super Deluxe Edition in Hi-Res 24Bit und ist voll von Bonusmaterial und zahlreichen unver...