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Die Alben

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Pop/Rock - Erschienen am 2. Oktober 1987 | Columbia

Auszeichnungen Qobuz' Schallplattensammlung
Ein Rockmusiker wird selten Regierungsmitglied. Midnight Oil-Fronter Peter Garrett aber wechselte erst vom Mic ans Parlamentpult für die Labor-Partei, bevor er 2007 als australischer Minister für Umwelt, Kulturerbe und Kunst vereidigt wurde. Der großgewachsene, glatzköpfige Sänger mit dem lauten Organ und der kehlig exaltierten Intonation wagte den Sprung direkt ins Haifischbecken, frei nach dem Motto: nicht nur eine bessere Welt einfordern, sondern sie auch herbeiführen. Fast zwangsläufig spaltet Garrett seitdem sein Fanlager. Denn demokratische Politik beruht auf Kompromissen, nicht auf der Durchsetzung eigener Vorstellungen. So kam es, dass ausgerechnet er, der Anti-Atom-Sänger, den Bau einer Uranmine genehmigte. Oder er sich mit dem Vegetarier Paul McCartney stritt, ob 400 Kängurus getötet werden dürfen. Der Minister war dafür, in einem Riesenstaat, in dem die Tiere in manchen Landstrichen zur Plage werden. Gegen den kommerziellen Walfang in seinem Land ging er dagegen erfolgreich vor. Umweltschutz, Rufe nach einer atomwaffenfreien Welt und vor allem der Schulterschluss mit den Aborigines, denen der weiße Mann in Down Under Ähnliches antat wie den nordamerikanischen Ureinwohnern, waren die zentralen Themen - nicht gerade purer Chartsstoff. Mit ihrem Gegenentwurf zu Glamour und Künstlichkeit schafften Midnight Oil 1987 trotzdem den Sprung in die internationalen Hitparaden. Inspiriert wurde "Diesel And Dust" von einer Tour des Fünfers ins Outback (Northern Territory), wo sich die Band mit der harten Lebensrealität der Aborigines konfrontiert sah. Die beiden Leadsingles "The Dead Heart" sowie die bekannteste Oil-Nummer, die pumpende Mitsing-Nummer "Beds Are Burning", fordern offen Gerechtigkeit und Wiedergutmachung ein. In den Lyrics zu "The Dead Heart" schildert Garrett eindringlich deren Schicksal: "We don't serve your country / don't serve your king / know your custom don't speak your tongue / white man came took everyone", und später: "Mining Companies, Uranium Companies, Pastoral Companies, Collected Companies / got more right than people." Satte Chorvocals im Refrain schieben die Message an. Beide Tracks stehen exemplarisch für das Konzept der Platte. Sozialkritische Inhalte werden nicht nur hymnisch verpackt ("Sometimes"), sondern eine schnörkellos spielende Backline aus zwei glasklaren Gitarren, einem deftig präsenten (Achtel-)Bass und knallenden Drums bahnt ihnen den Weg. Dabei wirken die Songs durchweg nachvollziehbar arrangiert ohne zu langweilen. Stattdessen grooven Politik und Rockmusik erstaunlich geschmeidig zusammen. Ein Paradebeispiel stellt der Midtemposmasher, die dritte Single "Put Down That Weapon", dar. "Put down that weapon or we'll all be gone / You must be crazy if you think you're strong." Welche andere Band lässt dich einen Anti-Atomwaffen-Song dermaßen unverkopft und lauthals mitsingen? Jim Moginie und Martin Rotsey verzichten auf Verzerrer - was ja zur deprimierenden Thematik gepasst hätte - sondern greifen meist ausladend cleane, kräftige Powerchords. Das transparent und breit produzierte Rockfundament von "Diesel And Dust" steht gleichberechtigt an der Seite der Inhalte. So beschwören Basser Peter Giffords (er verließ die Band noch vor dem Release) sowie Drummer Robert Hirst nicht nur einmal so etwas wie Maschinenlärm herauf. Atmosphärische Unterstützung liefern Achtziger-typische düstere Keyboardsounds beziehungsweise perkussive Additionals. Zuweilen sorgen auch Bläsersätze für den letzten Schub. Manchmal meint man dann fast zu hören, wie sich der Rohstoffhunger als Bedingung des sogenannten Fortschritts in die Natur und den Lebensraum der Eingeborenen frisst ("Bullroarer"). Deshalb rollen zwar alle Stücke verdammt eingängig über den Highway, aber Midnight Oils Pick-Up hat eben doch zu viele Kratzer im Lack. Mittlerweile fungiert Garrett als Minister for School Education, Early Childhood and Youth. Dass "Diesel And Dust" 2010 in einer von Musikjournalisten kompilierten Liste der besten 100 australischen Alben an erster Stelle noch vor AC/DCs "Back In Black" oder INXS steht, dürfte ihn stolz zurückblicken lassen. © Laut
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Rock - Erschienen am 30. Oktober 2020 | Sony Music Entertainment

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Rock - Erschienen am 10. Juni 1990 | Midnight Oil

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Rock - Erschienen am 9. November 2018 | Sony Music Entertainment

Seit ihrem 1978 erschienenen Debütalbum Midnight Oil haben die Australier in allerlei Hinsicht von sich reden gemacht. Peter Garretts Gang ist bekannt für ihr ökologisches Engagement, ihren Hass auf die Atomenergie sowie ihre Vorliebe für pazifistische Aktionen und ihr zugleich atypischer und faszinierender Werdegang gleicht durchaus ihren Kompositionen. Armistice Day: Live at the Domain, Sydney ist ein Rückblick auf ihre Tournee im Jahre 2017. Dieses Doppelalbum ist eine Kompilation ihrer größten Hits wie Redneck Wonderland, U.S Forces und natürlich Beds Are Burning. Es ist ein Höhepunkt des Pop & Rock der achtziger Jahre und spiegelt sich in 26 Tracks eines engagierten, zweistündigen Konzertes wider. In dieser Show stehen politische Fragen auf dem Programm, aber auch die Gedanken über Freiheit und die Flüchtlingsdebatte. Man muss schon zugeben, dass Peter Garrett ausreichend Quellen zur Verfügung hat. Er war früher Mitglied der australischen Arbeiterpartei, Minister für Umwelt, Kulturerbe und Kunst von 2007 bis 2010 und zehn Jahre lange Präsident der Australian Conservation Foundation. Der Bandleader der Midnight Oil hatte also immer schon revolutionäres Blut in seinen Adern! Mit ausgelassenen Synthies und Harmonica in Blue Sky Mine oder mit dem abgedrehten, futuristischen Stück Don’t Wanna Be The One zeigen sich Midnight Oil von einer ziemlich rohen Seite und das ist im Laufe der Zeit nicht besser geworden. Neben Rock mit Pop- und Bluesklängen und zeitweise entgleisenden Stimmen entdeckt man auch schöne Perlen wie das Album aus dem Jahr 1981: Place Without a Postcard. © Anna Coluthe/Qobuz
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Pop/Rock - Erschienen am 2. November 2012 | Midnight Oil

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Pop/Rock - Erschienen am 1. April 1993 | Columbia

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Pop/Rock - Erschienen am 22. November 1982 | Sony BMG Music Entertainment

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Pop - Erschienen am 7. Juni 2013 | Columbia

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Pop/Rock - Erschienen am 1. September 2001 | Columbia

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Pop/Rock - Erschienen am 7. Oktober 2008 | Sony BMG Music Entertainment

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Pop/Rock - Erschienen am 7. Oktober 2008 | Sony BMG Music Entertainment

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Pop/Rock - Erschienen am 7. Oktober 2008 | Sony BMG Music Entertainment

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Pop/Rock - Erschienen am 1. September 1996 | Columbia

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Rock - Erschienen am 26. Mai 2017 | Sony Music Entertainment

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Pop/Rock - Erschienen am 1. September 1998 | Sony Music Entertainment

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Rock - Erschienen am 26. Mai 2017 | Sony Music Entertainment

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Rock - Erschienen am 7. August 2020 | Sony Music Entertainment

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Rock - Erschienen am 26. Mai 2017 | Sony Music Entertainment

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Pop/Rock - Erschienen am 7. Oktober 2008 | Sony BMG Music Entertainment

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Pop/Rock - Erschienen am 7. Oktober 2008 | Sony BMG Music Entertainment