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Die Alben

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Aus aller Welt - Erschienen am 1. Dezember 2017 | Audiogram

Hi-Res Auszeichnungen 4F de Télérama
Im Mai 2009, kurze Zeit nach der Erscheinung des dritten Albums, spielte Lhasa eine Reihe an Konzerten als Vorgeschmack zu der Tournee ein, die sechs Monate später stattfinden sollte. Dabei wurde sie von der Mannschaft begleitet, die ihr bei der Entstehung dieser Kollektion aus ganz besonderen musikalischen Perlen half: Joe Grass an der Gitarre, Sarah Pagé an der Harfe, Miles Perkin am Kontrabass und Andrew Barr am Schlagzeug. Zusammen mit der Sängerin verschmelzen die Musiker zu einer Einheit. Natürlich nehmen vor allem die Kompositionen des neuen Albums einen Großteil des Platzes ein. Neun von vierzehn Liedern klingen mehr oder weniger wie die Studioaufnahmen, dabei ist eine leichte Tendenz zur Verlangsamung des Tempos zu beobachten, besonders bemerkbar auf 1001 Nights. Der mysteriöse Aspekt der Songs wird dadurch noch verstärkt. Und auch ältere Themen macht die Gruppe sich schnell zu Eigen und fügt Con Toda Palabra aus The Living Roadeinen eher jazzy-klingenden und schwungvolleren Rhythmus bei. Und auch das bekannte De Cara a la Pared, das das Album La Llorona eröffnete, wird durch ein langes, abstraktes Intro neu zum Leben erweckt. Par El Fin Del Mundo wird anhand einer Charango und einer Harfe ein andiner Aspekt beigefügt. Dadurch kann man sich schnell eine Idee von dem Vorhaben der Sängerin machen, die zu diesem Zeitpunkt bereits eine Hommage an die Latino-Ikonen Violeta Parra und Victor Jara plante. Wir finden hier außerdem ein für ihre Diskografie eher ungewöhnliches Cover des Sam Cooke-Hits A Change Is Gonna Come. Auch die schelmischen Interventionen und ihr berührendes Lachen zwischen den Stücken sind mehr als erfreulich. Bei so viel glühenden Emotionen ist es nur schwer zu begreifen, dass Lhasa hier ihr allerletztes Konzert gab, bevor sie einige Monate später im Alter von gerade einmal 37 Jahren an einer Krebskrankheit starb. © BM/Qobuz