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Die Alben

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CD14,49 €

Pop - Erschienen am 25. August 1998 | Ruffhouse - Columbia

Bereits zwei Jahre vor "The Miseducation Of Lauryn Hill" hat Lauryn Hill mit ihrer gefeierten Crew, den Fugees, einen Klassiker der Hip Hop-Geschichte geschaffen. Es gibt wohl kaum jemanden in der Altersklasse 20 bis 40, der bei der Erwähnung des Titels "Killing Me Softly" nicht sofort die Stimme der Fugees-MC im Ohr hat (statt der der eigentlichen Interpretin Roberta Flack). Man kann nur den Hut vor ihr ziehen, wenn man bedenkt, dass es sich mit ihren beiden Solo-Nummern "Lost Ones" und "Doo Wop (Dat Thing)" ebenso verhält. "The Miseducation Of Lauryn Hill" verbreitet von der ersten bis zur letzten Sekunde eine ganz spezielle, dem Album eigene Atmosphäre. Harte Gegensätze treffen sich auf der Platte zum harmonischen Gruppenkuscheln. Sphärische Gospel-Momente schmiegen sich an eiskalte Punches direkt aus der Cypher und klebrigen R'n'B. Überhaupt spielt Religion eine große Rolle. Bevor sich Lauryn Hill allerdings dem Schöpfer zuwendet, muss sie erst einmal ihre Wut loswerden. Was passiert, wenn eine unfassbar talentierte MC, die noch dazu mit einem breitgefächterten Wortschatz ausgestattet ist, ihre Enttäuschung über den Verflossenen ausdrückt, zeigt der Über-Hit "Lost Ones" so: "A groupie call, you fall from temptation / now you wanna bawl over separation / tarnish my image in the conversation / who you gon' scrimmage, like you the champion? / you might win some, but you just lost one." Oder so: "Now don't you understand man, universal law? / What you throw out comes back to you, star / never underestimate those who you scar / 'cause Karma, Karma, Karma comes back to you hard." Ob mit Lines wie "Drop it, your whole crew's microscopic / like particles while I make international articles, and on the cover / don't discuss the baby mother" in "Final Hour" auf einem schweren, melancholischen Boombap-Beat oder dem R'n'B-lastigen "Everything Is Everything" mit weltweiten Referenzen, das auf vier Zeilen zwei Ägyptische Königinnen, eine afrikanische Savanne und Malcom X' Frau Betty Shabazz unterbringt: Es scheint unmöglich, sich an diesen ausgefeilten und versierten Reimen sattzuhören. Jede neu angesetzte Spieldauer offenbart einen neuen Verweis, eine neue Lenkflugrakete, die irgendwo einen MC in den sicheren Cypher-Tod schickt. Gleichzeitig setzt Lauryn Hill mit ihrer kraftvollen, rau-zarten Stimme dem harten Rap eine nicht zu unterschätzende Pop-Note entgegen. Das bekannteste Beispiel dürfte wohl das bereits genannte "Doo Wop (Dat Thing)" liefern. Einmal gehört, verlässt die mitreißende Melodie nie wieder den Kopf. Dabei wissen viele (deutsche) Hörer vermutlich noch nicht einmal von der ermutigenden Botschaft des Songs, seine Selbstachtung nicht für sexuelle Aufmerksamkeit über Bord zu werfen. Die MC wartet mit noch mehreren solchen Momenten auf. Das smoothe "Ex-Factor" beispielsweise, in dem Lauryn ihre Gefühle für ihrem Ex differenzierter betrachtet. "No matter how I think we grow you always seem to let me know / it ain't workin, no it ain't workin' / and when I try to walk away you'd hurt yourself to make me stay / This is crazy." Oder das Mary J. Blige-Feature "I Used To Love Him", das es sich zwischen den Genres Soul und R'n'B gemütlich macht. Der emotionale Höhepunkt von "The Miseducation Of Lauryn Hill" findet sich jedoch in der Ode an ihren Sohn, "To Zion". Die langgezogenen Töne und der gospelartige Background-Gesang erzeugen eine kirchliche Atmosphäre. Die kommt nicht von ungefähr: Über alle fünfzehn Tracks verteilen sich mal mehr, mal weniger offensichtliche religiöse Verweise. "Forgive Them Father" warnt vor falschen Freunden, der letzte Song des Albums "Tell Him" baut sich auf wie eine Beziehungsgeschichte zu einem Mann, entpuppt sich jedoch als Liebeserklärung an Jesus: "Now I may have wisdom and knowledge on Earth / but if we speak wrong then what is it worth / see what we now know is nothing compared / to the love that was shown when oure lives were spared." Auch das Duett mit Neo-Soul-Legende D'Angelo "Nothing Even Matters", das im ersten Moment nach einer klassischen Schmachterei zwischen Liebenden klingt, interpretieren eifrige Hörer immer wieder als Hingabe an Gott: "These buildings could drift out to sea / some natural catastrophe / still there's no place I'd rather be / cause nothing even matters to me." Mancher Kritiker empfand vor zwanzig Jahren die The Doors-Adaption von "Light My Fire", "Superstar", als "völlig missraten". Man kann jedoch auch argumentieren, dass Hill den Song in eine völlig eigene Version verwandelt hat, die weit genug vom Original entfernt bleibt, um eine eigene Stimmung zu entwickeln. Das einzige, das man dem Album ankreiden könnte ist, dass die Produktionen sich schon stark an den Standards der Neunziger orientiert haben. Dieses Argument wird jedoch unwichtig, wenn man sich noch einmal vor Augen führt, was für ein Ausnahmetalent hinter diesen Aufnahmen steht. Eine extrem versierte MC, die unter männlichen und weiblichen Kollegen ihresgleichen sucht, eine begnadete Sängerin mit einem Händchen für intelligente Texte. Es bricht einem das Herz, zu wissen, dass "The Miseducation" das erste und einzige Album von Lauryn Hill ist, bedenkt man, wie viele Künstler diese Frau aus New Jersey beeinflusst hat, von Kanye West über Amy Winehouse, Talib Kweli und Nicki Minaj bis hin zu Adele. Lauryn Hill ist für Hip Hop, was Frida Kahlo für die Kunstszene war. Auch wenn man die Schicksale der beiden Künstlerinnen nicht unbedingt miteinander vergleichen kann, da die MC aus New Jersey nicht wie die mexikanische Malerin Zeit ihres Lebens unter körperlichen (und seelischen) Schmerzen litt. Zudem zeichnete Kahlo weit über hundert Werke, während Hill der Welt (bisher) nur dieses einzige Solowerk hinterließ. Dennoch sind die Ähnlichkeiten unübersehbar. Sowohl die Malerin als auch die Rapperin, beide setzten sich in einer fast ausschließlich von Männern bevölkerten Sparte durch und stellten ihre männliche Konkurrenz in einen sehr, sehr langen Schatten. Ihr unbändiges Temperament, ihr absoluter Drang nach Selbstbestimmtheit und ihre Liebe zur Sache sind in jedem Pinselstrich, in jedem Reim greifbar. Dass Lauryn Hill einen derartigen Legendenstatus erreicht hat, obwohl sie in ihrer mittlerweile 20-jährigen Solokarriere nur auf einen einzigen Langspieler zurückblickt, zeugt davon: Sie ist im musikalischen Bereich eine der komplettesten Künstlerinnen, die die Welt je zu Gesicht bekommen hat. © Laut
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CD18,99 €

Soul/Funk/R&B - Erschienen am 7. Mai 2002 | Columbia

"Lauryn Hill hat mich zum Denken gebracht, zum Weinen, zum Hinterfragen, zum Lachen, ach und hab ich schon DENKEN erwähnt?" Das waren die Worte meiner Freundin aus Amerika zum Unplugged-Konzert von Lauryn Hill. Fast zwei Monate ist das her, doch da wusste ich bereits was mich erwartet. Eine neue Lauryn. Tja, meine Freundin hat den Nagel auf den Kopf getroffen. Um es vorweg zu nehmen, "Unplugged" ist kein zweites "Miseducation" und schon gar nicht die Lauryn aus der Fugee-Zeit. Die neue Lauryn nur mit Akustikgitarre muss man erst kennen lernen, wie sie selber sagt:" It's the first time y'all meeting me, y'all never knew me." "Unplugged" ist absolut unstrukturiert, ungeschnitten, mit Makeln und Fehlern. Nichts aus der Aufzeichnung ist heraus geschnitten worden. So hören wir Verspieler auf der Gitarre, vergessenen Text, dazu ihre sehr heisere Stimme, die gelegentlich bricht. Aber das ist "Reality", Lauryns Lieblingswort. "Fantasy is what people want, reality is what they need" sagt sie und hat das auch verinnerlicht. Sie verstellt sich nicht, besitzt ein gutes Maß an Selbstironie. Dass Leute sie als HipHopFolk-Singer beschreiben werden, ist ihr bewusst - no problem for Miss Hill. "Unplugged" ist ein Album voller Lektionen, die sie seit der letzten Platte erhalten hat: 13 Songs und sieben Interludes, die fast gleich wichtig sind, denn sie erklären die neue Lauryn Hill und machen die Hintergründe deutlich. Der Schwerpunkt liegt eindeutig auf den Lyrics: "I want you to listen to the words," sagt sie am Anfang. Die Gitarre ist meist nur Beiwerk. Die Tracks sind vielseitig, teils bis zu neun Minuten lang und stellenweise so frisch, dass sie noch in den Kinderschuhen stecken. Die Texte sind schwer, tiefgründig, philosophisch, anprangernd, emotional und metaphorisch. So handelt "Just like Water", ein mit Metaphern geladener Track, von ihrer Beziehung zu Gott und was dieser in ihr vollbringt. Auf jeden Fall wird klar, dass Miss Hill sehr viel gedacht hat. Zuhören ist auf diesem Album angesagt, es lohnt sich. Themen sind der Kampf mit sich selbst, Bitten und Flehen an Gott, Glaube, Selbstfindung und gesellschaftliche Missstände. Je nach Thema steigt und fällt die Intensität der Lieder und der Gitarre. Bei dem eher simpel- gehaltenen "Just Want You Around" steigt die Intensität schon an, doch bei der folgenden Bitte an Gott um Seelenfrieden "I Gotta Find Peace Of Mind" wächst die Emotionalität ins Unermessliche. Jede Minute des 8:40 Tracks führt tiefer in die Abgründe von Lauryn Hills Seele. Wenn sie dann am Ende in Tränen ausbricht und schluchzend weiter singt ist das überwältigend. "Free Your Mind!" Auch so eins ihrer Schlagworte. Bei "Mystery of Iniquity" rappt sie fast a cappella. Ein kritischer Text über das Verhalten in der Gesellschaft und im Rechtssystem. Es sind wilde Reime mit krasser Wortakrobatik, von hohem Intellekt zeugend. Songs wie "Adam Lives In Theory" und "I Get Out" handeln vom innerem Sterben, vom Kampf gegen das Schachteldenken der Menschen und die Unterdrückung. Sie sind sehr persönlich, sprechen aber doch irgendwie jedem aus dem Herzen. Mein Favorit ist "I get out", von Ziggy Marley inspiriert, trotz der Wackler beim Spiel. Abgesehen von zwei Bob Marley-Covers am Ende sind alle Texte und Melodien von Lauryn Hill. Insgesamt hat "Unplugged" nichts mit leichten Lyrics und fetten Beats zu tun. Textlich sprengt das Album mit lyrischer Genialität jede Punkteskala! Nur einige musikalische Mängel und teilweise enervierendes Gitarrenspiel werfen leichte Schatten auf die ganze lyrische Schönheit. © Laut
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Pop - Erschienen am 7. Mai 2002 | Columbia

"Lauryn Hill hat mich zum Denken gebracht, zum Weinen, zum Hinterfragen, zum Lachen, ach und hab ich schon DENKEN erwähnt?" Das waren die Worte meiner Freundin aus Amerika zum Unplugged-Konzert von Lauryn Hill. Fast zwei Monate ist das her, doch da wusste ich bereits was mich erwartet. Eine neue Lauryn. Tja, meine Freundin hat den Nagel auf den Kopf getroffen. Um es vorweg zu nehmen, "Unplugged" ist kein zweites "Miseducation" und schon gar nicht die Lauryn aus der Fugee-Zeit. Die neue Lauryn nur mit Akustikgitarre muss man erst kennen lernen, wie sie selber sagt:" It's the first time y'all meeting me, y'all never knew me." "Unplugged" ist absolut unstrukturiert, ungeschnitten, mit Makeln und Fehlern. Nichts aus der Aufzeichnung ist heraus geschnitten worden. So hören wir Verspieler auf der Gitarre, vergessenen Text, dazu ihre sehr heisere Stimme, die gelegentlich bricht. Aber das ist "Reality", Lauryns Lieblingswort. "Fantasy is what people want, reality is what they need" sagt sie und hat das auch verinnerlicht. Sie verstellt sich nicht, besitzt ein gutes Maß an Selbstironie. Dass Leute sie als HipHopFolk-Singer beschreiben werden, ist ihr bewusst - no problem for Miss Hill. "Unplugged" ist ein Album voller Lektionen, die sie seit der letzten Platte erhalten hat: 13 Songs und sieben Interludes, die fast gleich wichtig sind, denn sie erklären die neue Lauryn Hill und machen die Hintergründe deutlich. Der Schwerpunkt liegt eindeutig auf den Lyrics: "I want you to listen to the words," sagt sie am Anfang. Die Gitarre ist meist nur Beiwerk. Die Tracks sind vielseitig, teils bis zu neun Minuten lang und stellenweise so frisch, dass sie noch in den Kinderschuhen stecken. Die Texte sind schwer, tiefgründig, philosophisch, anprangernd, emotional und metaphorisch. So handelt "Just like Water", ein mit Metaphern geladener Track, von ihrer Beziehung zu Gott und was dieser in ihr vollbringt. Auf jeden Fall wird klar, dass Miss Hill sehr viel gedacht hat. Zuhören ist auf diesem Album angesagt, es lohnt sich. Themen sind der Kampf mit sich selbst, Bitten und Flehen an Gott, Glaube, Selbstfindung und gesellschaftliche Missstände. Je nach Thema steigt und fällt die Intensität der Lieder und der Gitarre. Bei dem eher simpel- gehaltenen "Just Want You Around" steigt die Intensität schon an, doch bei der folgenden Bitte an Gott um Seelenfrieden "I Gotta Find Peace Of Mind" wächst die Emotionalität ins Unermessliche. Jede Minute des 8:40 Tracks führt tiefer in die Abgründe von Lauryn Hills Seele. Wenn sie dann am Ende in Tränen ausbricht und schluchzend weiter singt ist das überwältigend. "Free Your Mind!" Auch so eins ihrer Schlagworte. Bei "Mystery of Iniquity" rappt sie fast a cappella. Ein kritischer Text über das Verhalten in der Gesellschaft und im Rechtssystem. Es sind wilde Reime mit krasser Wortakrobatik, von hohem Intellekt zeugend. Songs wie "Adam Lives In Theory" und "I Get Out" handeln vom innerem Sterben, vom Kampf gegen das Schachteldenken der Menschen und die Unterdrückung. Sie sind sehr persönlich, sprechen aber doch irgendwie jedem aus dem Herzen. Mein Favorit ist "I get out", von Ziggy Marley inspiriert, trotz der Wackler beim Spiel. Abgesehen von zwei Bob Marley-Covers am Ende sind alle Texte und Melodien von Lauryn Hill. Insgesamt hat "Unplugged" nichts mit leichten Lyrics und fetten Beats zu tun. Textlich sprengt das Album mit lyrischer Genialität jede Punkteskala! Nur einige musikalische Mängel und teilweise enervierendes Gitarrenspiel werfen leichte Schatten auf die ganze lyrische Schönheit. © Laut
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Hip-Hop/Rap - Erschienen am 20. November 2020 | Active Driveway LTD

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Pop - Erschienen am 15. Januar 1999 | Columbia

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CD2,49 €

R&B - Erschienen am 18. Juni 2015 | Revive - RCA Records

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CD2,49 €

Soul - Erschienen am 15. November 2019 | Obverse Creation Music

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Soul/Funk/R&B - Erschienen am 15. Juli 2002 | Columbia

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R&B - Erschienen am 23. Juni 2015 | Revive - RCA Records

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CD1,99 €

Hip-Hop/Rap - Erschienen am 4. Oktober 2013 | Obverse Creation Music

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CD2,49 €

R&B - Erschienen am 29. Juni 2015 | Revive - RCA Records

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CD1,99 €

Pop - Erschienen am 20. August 2013 | Obverse Creation Music

Ab
CD1,99 €

Pop - Erschienen am 20. August 2013 | Obverse Creation Music