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Pop/Rock - Erschienen am 10. Februar 1971 | Ode - Epic - Legacy

Hi-Res Auszeichnungen Qobuz' perfekte Schallplattensammlung - Hi-Res Audio
1968 zieht eine 26 Jahre junge, frisch von ihrem Ehemann getrennte Mutter zweier Kinder von New York nach Los Angeles. Unter Geldsorgen muss sie zum Glück nicht leiden: Seit 1960 ist sie die vermutlich erfolgreichste Songschreiberin der USA. Zusammen mit ihrem Ex-Mann George Goffin hat Carole King Dutzende Hits geschrieben. Der erste, "Will You Still Love Me Tomorrow", landet in der Interpretation der Shirelles auf Platz 1 der US-Charts. Wie auch das eher flache "Loco-Motion", das ihr Kindermädchen Little Eva 1963 an die Spitze führt. Weitere bekannte Nummern sind "Cryin' In The Rain" (The Everly Brothers), "Up On The Roof" (The Drifters), "Take Good Care of My Baby" (Bobby Vee) oder "(You Make Me Feel Like) A Natural Woman" (Aretha Franklin). Er wolle mit Paul McCartney der Goffin-King Großbritanniens sein, soll John Lennon zu Beginn der Karriere der Beatles erklärt haben. In Los Angeles zieht Klein nicht in eines der Glitzerviertel, sondern ins eher ruhige Laurel Canyon. An einem steilen Hang gelegen, viele seiner Straßen ungeteert, befinden sich hier eher kleine Häuser und ein Tante-Emma-Laden, der den Treffpunkt der kleinen Community darstellt. Die zunehmend aus Musikern besteht. Frank Zappa hat sich hier ein Studio eingerichtet, die Partys des Bassisten der Monkees, Pete Tork, sind legendär. Bald folgt mit Crosby, Stills And Nash, die sich hier kennen lernen, Neil Young, Jackson Browne, Joni Mitchell oder James Taylor eine neue Generation an Folk-Musikern, die das Genre neu definieren. Nach ihrer Ankunft stellt King eine Band namens The City zusammen. Das gemeinsame Album "Now That Everything's Been Said" (1968) hinterlässt keine großen Spuren, wie auch Kings Solodebüt "Writer" (1970). Zwar erreicht es nur Platz 84 der Charts, doch legt es den Grundstein für ihr nächstes Werk. Einerseits, weil damit die Zusammenarbeit mit Lou Adler und seinem Label Ode beginnt, andererseits weil der gerade berühmt gewordene James Taylor darauf Gitarre spielt und im Hintergrund singt. Als Taylor im Januar 1971 im Studio sein Album "Mud Slide Slim And The Blue Horizon" aufnimmt, überzeugt er King, parallel einige Stücke einzuspielen. Adler, der sich später als Produzent der Rocky Horror Picture Show einen Namen macht, übernimmt die Regler, während Taylors Musiker gleichzeitig King unterstützen, die singt und Klavier spielt. Mit von der Partie sind auch ihre Mitstreiter aus City-Zeiten: Conga-Spieler Danny Kootch und Bassist Charles Larkey, wenig später ihr zweiter Ehemann. An Material mangelt es der Songwriterin, nun Sängerin, naturgemäß nicht. Kurzerhand interpretiert sie zwei Goffin-King-Hits, nämlich "Will You Still Love Me Tomorrow" und "(You Make Me Feel Like) A Natural Woman". Dazu gesellen sich ein unveröffentlichtes Stück aus jener Zeit, "Smackwater Jack" und zwei Tracks, die sie mit der Songwriterin und Dichterin Toni Stern geschrieben hat, "It's Too Late" und "Where You Lead". Der Opener, wie auch die restlichen Stücke, stammen von King selbst. Die das Album mit ihren angerauten Stimme und ihrem Piano schwungvoll beginnt. "I feel the earth - move - under my feet / I feel the sky tum-b-ling down - tum-b-ling down / I feel my heart start to trem-b-ling - Whenever you're around", kündigt sie rhythmusbetont an. Wüsste man nicht, dass King eine jüdische Frau aus New York ist, würde man vermuten, dass es sich um eine schwarze Soul-Sängerin handelt. Sogleich fällt auf, wie entspannt es bei den Aufnahmen zugegangen sein muss. Die Arrangements sind einfach, aber nicht simpel. So "duellieren" sich Piano und Gitarre kurz, während im zweiten Stück "So Far Away" ein blubbener Bass und eine Flöte dem eher melancholischen Text eine fröhliche Note verleihen. "It's Too Late" bietet den ersten Nummer 1-Hit der Platte. Ob King darin ihre Trennung von George Goffin verarbeitet oder Co-Songwriterin Stern ihre Affäre mit James Taylor – fest steht, dass er das Bild einer Frau vermittelt, die selbstbewusst eine Liebesgeschichte beendet, weil es nun zu spät sei. "Something inside has died and I can't hide / And I just can't fake it / Oh no, no, no". Danke für die schöne Zeit – und tschüss. Schließlich hat man ja Freunde. Ein Stück, das Kings Karriere prägt, aber noch mehr Taylors, der es parallel für sein Album aufnimmt und damit den größten Hit seiner Karriere landet. Die Vermutung liegt nahe, dass das "You've Got A Friend" gerade von Taylor handelt, der große Gockel im damaligen Folk-Stall, doch King verneint. Praktisch gleichzeitig und fast mit den selben Musikern aufgenommen, heimsen beide Künstler 1972 einen Grammy ein: Taylor für die beste männliche Interpretation, King für den Song des Jahres. Bei Taylors Version wirkt im Hintergrund seine Partnerin Joni Mitchell mit, die mit "Blue" bald selbst ein großartiges Werk veröffentlicht. Wie freundschaftlich die Beziehungen in der Musikerszene des Canyons gewesen sein muss, zeigt sich daran, dass sie auch auf Kings Album zu hören ist – als Teil des "Mitchell/Taylor / Boy-And-Girl Choir" in "Will You Still Love Me Tomorrow", wie die Liner-Notes verraten. Auch wenn "You've Got A Friend" der Überhit des Albums ist, stellt er die restlichen Stücke nicht wirklich in den Schatten. Das fröhliche "Beautiful" bietet gute Ratschläge fürs Leben ("You've got to get up every morning with a smile on your face / And show the world all the love in your heart / Then people gonna treat you better / You're gonna find that you're beautiful as you feel") und im neuen Jahrtausend die Vorlage für ein erfolgreiches Broadway-Musical, das Kings Leben zum Thema hat. Die Suche nach Glück führt sie erst nach Hause ("Home Again"), dann in die Ferne ("Way Over Yonder"), auf jeden Fall ist es in der Liebe zu finden ("Where You Lead"). Doch natürlich kommt nicht jeder in Frage, insbesondere nicht Smackwater Jack, der in gleichnamigen Rock'n'Roll-Stück wild um sich schießt und schließlich selbst zur Strecke gebracht wird. "You can't talk to a man with shotgun in his hand", eben. Zum Schluss zeigt King, dass sie kaum mehr als ihre Stimme, ihr Klavier und natürlich ihre Lieder braucht, um den Hörer in ihren Bann zu spielen: Der Titeltrack und das abschließende "(You Make Me Feel Like) A Natural Woman", beides Balladen, bestreitet sie fast im Alleingang. Alles freundschaftlich, alles easy. Und günstig. Gerade mal 15.000 Dollar habe die Produktion gekostet, freut sich Produzent Lou Adler später. Passend dazu das Cover, das King mit Katze und dem namensgebenden, handgefertigten Wandteppich in ihrem Wohnzimmer im Laurel Canyon zeigt. Eine Summe, die beide in wenigen Augenblicken nach der Veröffentlichung wieder reingeholt haben dürften. "Tapestry" verkauft sich im ersten Jahr 15 Millionen Mal (bis heute sind noch mal 10 Millionen Exemplare dazugekommen), heimst vier Grammys ein und macht King zum Vorbild späterer Singer/Songwriterinnen und zur Legende. Auch wenn sich ihre folgenden Werke ordentlich verkaufen, muss sich King am Einfluss und Erfolg von "Tapestry" heute noch messen lassen. Als sie das Album zum ersten Mal in voller Länge live spielt, strömen trotz teils horrender Eintrittspreise 64.000 Zuschauer in den Londoner Hyde Park. Das war im Juli 2016. © Laut
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Pop - Erschienen am 15. September 2017 | Legacy Recordings

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Ein paar Zahlen: Im ersten Jahr nach seiner Veröffentlichung im Februar 1971 verkaufte sich "Tapestry" 15 Millionen Mal und heimste vier Grammys ein. Weitere zehn Millionen Exemplare folgten. Bis April 2017 war es das einzige Album einer Künstlerin, das über 300 Wochen lang in den US-Billboard 200-Charts vertreten war (318, um genau zu sein), seitdem überflügelt von Adeles "21". Wirklich erstaunlich aber ist: Nie in ihrer Karriere hat Carole King das Album komplett aufgeführt. Bis zum Abend des 3. Juli 2016, als sie im Rahmen des British Summer Time-Festivals im Londoner Hyde Park auftrat. Ein denkwürdiges Ereignis also. 65.000 Zuschauer und die mittlerweile wie üblich gesalzenen Ticketpreise bewiesen, dass King und ihr Album 45 Jahre nach der Erstveröffentlichung nach wie vor eine große Anziehungskraft besitzen. Sichtlich gerührt betrat die 74-Jährige die Bühne, nicht barfuß, in Jeans und mit Strickpulli wie auf dem Cover von "Tapestry", sondern mit Stöckelschuhen und eleganter Abendgarderobe. Schließlich gab es etwas zu feiern. Erstaunlich wie ähnlich sich die beiden Caroles trotzdem noch sehen. Gut gelaunt nimmt sie am Flügel Platz und führt ihre Band in den Opener "I Feel The Earth Move". Ihre Stimme klingt rauer als damals, dafür energiegeladener. An Qualität hat sie nicht eingebüßt, wie das zweite Stück, die schmachtende Ballade "So Far Away" beweist. Ein Abend, der einen in Erinnerung schwelgen lässt, das Publikum als auch die Künstlerin. Die Arrangements orientieren sich am Original, auch wenn sich die Band die eine oder andere Ausschmückung zugesteht. Spätestens mit "You've Got A Friend", als die Zuhörer bei einem Takt Pause den Gesang übernehmen, sind sie mit den Musikern eins. King lächelt verschmitzt, zeigt sich erfreut ("Hey, das gefällt mir, wenn ihr singt!") und zum Schluss mit glänzenden Augen. Schade, dass auf der CD relativ wenige Ansagen übrig geblieben sind. So erzählt sie vor "Where You Lead", dass sie das Lied live nie gespielt habe, weil es ein allzu traditionelles Frauenbild vermittle. Für die TV-Serie "Gilmore Girls" entstand im neuen Jahrtausend jedoch eine umgeschrieben Version, die auf eine Mutter und ihre Tochter umgedeutet wurde. Folgerichtig, dass sie diese Neufassung im Duett mit ihrer eigenen Tochter Louise Goffin singt. Die Kürzungen sind wohl dem Umstand zu verdanken, dass die CD mit über 79 Minuten eh schon bis zum Rand gefüllt ist. So muss man auf die DVD/Blu-ray zurückgreifen, um sich im Vorspann die Video-Huldigungen namhafter Kollegen und Schauspieler wie Tom Hanks, Elton John, David Crosby, Graham Nash und "Tapestry"-Produzent Lou Adler anzuhören. James Taylor, der mit "You've Got A Friend" seinen größten Hit landete und der mit King 2010 tourte, huscht zu Beginn auch über die riesigen Videoflächen, steht allerdings nicht auf der Bühne. Ebenfalls gelungen sind die vielen Bilder aus den frühen Karriere-Jahren. Und für "Smackwater Jack", in denen Carole mit E-Gitarre auf Joan Jett macht und Louise eine Solo beisteuert, sowie "(You Make Me Feel) Like A Natural Woman". Das Stück, das "Tapestry" abschließt, war ursprünglich ein Hit für Aretha Franklin. Gelungen singt es King zu Beginn im Duett - mit sich selbst - ihrem jüngeren Ich auf den Video-Leinwänden. Den zweiten Teil des Konzerts widmet King ihrer "anderen Karriere", als sie mit Louises Vater Jerry in den 1960er Jahre eine Hitschmiede bildete. Das Medley aus "Take Good Care of My Baby", "It Might As Well Rain Until September" (beide für Bobby Vee), "Go Away Little Girl" (Bobby Vee, Steve Lawrence), "I'm Into Something Good" (Herman's Hermits) bestreitet sie alleine am Flügel. Für die restlichen Goffin/King-Stücke, darunter eine mitreißende Version von "Chains", steigt dann auch die Band mit ein, die natürlich aus Top-Session-Musikern besteht: Gitarrist Danny Kortchmar, der schon bei den Aufnahmen des Studioalbums mit von der Partie war und Keyboarder Robbie Kondor, der mit Kings Tochter Sherry verheiratet war und wiederum seinen Sohn (Kings Enkel), Gitarrist Dillon anschleppte. Zeitweise sind also drei Generationen an Goffin/Kings auf der Bühne. Die füllt sich dann richtig, als King mit dem Londoner Cast des erfolgreichen autobiographischen Musicals "Beautiful" erneut den "Tapestry"-Opener "I Feel The Earth Move" anstimmt. Zum Schluss setzt sie sich nochmal alleine ans Klavier und singt mit dem Publikum eine Kurzversion von "You've Got A Friend". Der rührende Abschluss eines wunderbaren Auftritts, der womöglich ihr letzter war. Davor hatte sie schon angekündigt, kürzer treten zu wollen. Bei der Veröffentlichung dieses Mitschnitts ein gutes Jahr später stehen immer noch keine neuen Termine fest. Schade. © Laut
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Pop - Erschienen am 1. Januar 2010 | Hear Music

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Pop - Erschienen am 28. Juli 2016 | Legacy Recordings

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Folk - Erschienen am 1. Dezember 1971 | Epic

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Folk - Erschienen am 1. Mai 1970 | Epic

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Lounge - Erschienen am 1. November 2011 | Legacy Recordings

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Folk - Erschienen am 17. März 2006 | Epic

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Folk - Erschienen am 1. März 1978 | Epic

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Folk - Erschienen am 1. September 1974 | Epic

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Pop - Erschienen am 28. Juli 2016 | Legacy Recordings

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Pop - Erschienen am 1. Juni 1973 | Epic

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Pop - Erschienen am 28. Juli 2016 | Legacy Recordings

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Lounge - Erschienen am 13. September 1994 | Ode - Epic - Legacy

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Pop - Erschienen am 24. April 2012 | Legacy Recordings

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Folk - Erschienen am 15. Oktober 1996 | Ode - Epic - Legacy

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Folk - Erschienen am 1. Dezember 1975 | Epic

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Rock - Erschienen am 5. August 2009 | Rhythm Safari Pty Ltd

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Pop/Rock - Erschienen am 24. April 2012 | Concord Records.

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Rock - Erschienen am 25. Juli 1993 | Rhythm Safari Pty Ltd