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Die Alben

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Rock - Erschienen am 13. September 2010 | Mute

Auszeichnungen 3F de Télérama - 4 étoiles Rock and Folk - Sélection Les Inrocks
Der Porno-Schnäuzer ist verschwunden, die demonstrativ demonstrativen Momente ebenfalls. Nach ihrer Grundsatzerklärung räkeln sich die Herren Scalvunos, Ellis, Casey und Cave entspannt in einem Whirlpool mit frischem Sumpfwasser. Entspannt? Nun ja - einigen wir uns auf "weniger angespannt". Wobei die Cover der beiden Alben Inhalte und Differenzen perfekt widerspiegeln, vom brüllenden Affen im Regen zum Wolf, der durch die Halle schleicht. Immer eine Spur daneben, aber das bitte möglichst effektiv. 2010 wollte man die schon auf dem Debüt angedeutete Klangverliebtheit ausbauen, die Songs mit seltsam psychedelischen Effekten aufladen und im selben Atemzug ein wenig subtiler und morastiger gestalten. Der Truck, der 2007 noch mit Hochgeschwindigkeit und ohne Rücksicht auf Verluste den Highway hinunterbretterte, steckt nun tief im Sumpf, während die Räder freidrehen und den Dreck voller Spaß und Gewinn in alle Richtungen schleudern. Der Hörer wird nicht einfach nur überfahren, sondern bekommt Zeit, das bizarre Etwas angemessen zu würdigen. Mit "What I Know" streut man eine ins Dunkel tastende Ballade mit ambienten Qualitäten ein, das knapp siebenminütige "When My Baby Comes" versinkt nach der Hälft im Strudel eines bewusstseinserweiternden Codas, beim Closer "Bellringer Blues" leiern die Bänder und "Palaces Of Montezuma" entpuppt sich gar als das eingängigste Liebeslied, das Cave seit sehr langer Zeit einfiel. Neu oder revolutionär ist natürlich auch dieses Album nicht, die Leistung von Grinderman besteht eher darin, Nick Cave aus der Sackgasse zu befreien, von dem Sockel zu holen, auf den er nach "The Boatman's Call" geraten war. Ihn in eine Position zu bringen, in der seine Arbeit wieder als relevant und aufregend durchgeht. Wie die Auflistung kulturell - mehr oder weniger - bedeutender Gegenstände, die der Narrator seiner Angebeteten in "Palaces Of Montezuma" verspricht, wenn sie ihn denn nur erhören würde: Urplötzlich taucht hier "the spinal chord of JFK" auf. "Wrapped in Marilyn Monroe's negligé"! Ein Reim, so naheliegend und bescheuert, dass man sich wundert, wieso in den knapp 47 Jahren seit Dallas noch niemand darauf gekommen ist. Und weil Grinderman Grinderman sind und niemandem etwas beweisen müssen, koppelt man als erste Single nicht etwa diesen Track sondern das sperrige "Heathen Child" aus. Nicht, dass hier noch jemand auf falsche Gedanken kommt. Und spielte eine Version mit King Crimson-Wizard Robert Fripp an der Gitarre ein, die als exklusive B-Seite das Licht der Welt erblicken wird. Bei einem Benefizkonzert im Mai ließ Cave sich zwischen den breit grinsenden Pink Floyd-Veteranen Roger Waters und David Gilmour ablichten. Und wisst Ihr was? Dabei sah er richtig gut aus. © Laut
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Rock - Erschienen am 5. März 2007 | Mute, a BMG Company

Neue Kompositionen von Nick Cave versetzen die (intellektuelle) Musikwelt oft und schnell in eine Art ekstatische Lobeslaune. Auch was der Mann mit seiner neuen Formation Grinderman von sich hören lässt, ist wieder einer laudatorischen Erwähnung wert. Dennoch mag "Grinderman", so auch der Name des Albums des Quartetts, eigentlich gar nicht gefallen. Die elf Songs sind so gar kein Quell des ewigen Endorphins. Vielmehr begleitet sie eine latente Melancholie, die sich anschickt, die Synapsen des Hörers mit ihrer Dunkelheit zu erleuchten. So machen einem die beiden Begrüßungstracks, "Get It On" und "No Pussy Blues" (auch die ersten beiden Singleauskopplungen), den Einstieg nicht gerade leicht. Der Sprechgesang Caves legt sich in ein stark verzerrtes Gitarrenbett und lässt uns in ängstlicher Erwartung der (womöglich anstrengenden) Experimentalität, die da noch kommen mag, ausharren. "Electric Alice" schmeichelt sich mit seinem jazzigen Bass-Intro dann wieder an. Allerdings schwängern jeden Song extrem verzerrte Gitarren als Grundausstattung. Im erwähnten Song klingen sie ähnlich einer indischen Shehnai neben Caves minimalem Gesang. Dissonant gefiedelte und elektroverstellte Violinen (Geiger Warren Ellis ist hier mitverantwortlich) lesen sich vielleicht grauenhaft, fügen sich in den Song aber brav ein und machen ihn erst rund. Die äußerst markanten Ecken und Kanten werden dadurch zwar nicht abgeschliffen, sich an ihnen zu stoßen macht aber Spaß. Soweit der durchweg bluesige Unterton des Albums auf die Vokabel Spaß zutreffen mag. "I'm the grinderman / in the silver ray / in the pale moonlight" intoniert Cave einen Track später zu schweren Gitarren. Und wiederholt das in leichter Variation gleich mehrmals. Der Gitarrensound bleibt dabei stets der gleiche (bis auf einen sphärischen Solo-Ausflug nach dreieinhalb Minuten), bevor sich der Bass im Songverlauf etwas nach vorne drängelt. Eigentlich könnte "Grinderman" in seiner Einförmigkeit auch die Verrenkungen einer Yoga-Stunde des lokalen Sportstudios meditativ begleiten. Nur erlauben einem die scharfen Saitengriffe kaum auch nur eine Minute Entspannung. "Depth Charge Ethel" erlaubt es sich nach der Hälfte schließlich, auch dem poporientierteren Hörer zu gefallen. Dank schnellem Rhythmus, einem deutlich vernehmbaren Bass, den kräftigen Gitarren und dem bluesigen Hintergrund-Gesang im Refrain darf man hier fast schon von Ohrwurmpotenzial sprechen. Poetische Verszeilen wie "To kiss Ethel is like drinking the stars" erinnern einen dann wieder an den Mann, der sie geschrieben hat und sie hier vorträgt. Statt Caves Stimme bestreitet den Refrain von "Go Tell The Woman" eine hohe, metallisch-klare Gitarre, der Sänger selbst belässt es beim Murmeln. Gegen Ende kuscheln sich Synthie-Streicher in den bluesigen Kissenhaufen des Songs. "(I Don't Need You To) Set Me Free" gerät dafür nochmal überraschend eingängig: Mit einer einprägsamen Basslinie, herrlich viel Hall und eingebettet in Moll-Strukturen, kumuliert es mit den kratzenden, aber unaufdringlichen Gitarren zu einem Song, zu dessen atmosphärischer Dichte man gut auch mal den persönlichen Weltuntergang beheulen kann, ohne dass einen die Nachbarn hören. Für Freunde von Nick Caves romantisch-eingängigen Soloeskapaden dürfte der Grinderman-Trip ansonsten eher schwer verdaulich sein. Für den geneigten Fan ist gerade dies wahrscheinlich das Kaufargument schlechthin. © Laut
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Rock - Erschienen am 1. Oktober 2013 | Mute

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Rock - Erschienen am 1. Oktober 2013 | Mute

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Rock - Erschienen am 1. Oktober 2013 | Mute

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Rock - Erschienen am 19. Februar 2007 | Mute, a BMG Company

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Rock - Erschienen am 5. Dezember 2008 | Mute, a BMG Company

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Rock - Erschienen am 1. Oktober 2013 | Mute

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Rock - Erschienen am 1. Oktober 2013 | Mute