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Die Alben

CD14,99 €

Alternativ und Indie - Erschienen am 1. Januar 2011 | Universal Music Division Polydor

Booklet Auszeichnungen 5/6 de Magic - Sélection Les Inrocks
Diesmal sei alles viel chaotischer, viel bewegter und mit mehr Krach verbunden, sagte Leslie Feist über ihr drittes Werk. Tatsächlich nimmt einen "Metals" in aufwühlende Klangwelten mit, entwickelt aber über weite Strecken auch angenehm entspannte Stimmungslagen. Ein denkbar simpler, stampfender Beat leitet den wuchtigen Opener "The Bad In Each Other" ein. Das Loop-artig wiederholte Gitarren-Pattern schafft eine geheimnisvolle Atmosphäre und sorgt mit druckvollem Tieftöner, dröhnender Bassklarinette und sanften Pianoklängen für ein erstes Aufbäumen. Als Feist erstmals zu Wort kommt, zieht sich das Instrumental zurück und lässt der zierlichen Kanadierin genug Raum für ihre eindrucksvolle Stimme. Während der meist monochrom auf einem Akkord gehaltenen Strophe setzen Feists Mitmusiker immer wieder Akzente, ehe das Stück in einen grandiosen Refrain ausufert. Gefühlvolle Streicher unterlegen die hymnische Melodie. Die Singer/Songwriterin zeigt gleich zu Beginn, was "Metals" ausmacht: qualitativ hochwertiges Song-Material mit undurchsichtigem Klangbild. Generell schlägt Feist im ersten Drittel des Albums eher ruhige Töne an. Die Songs kommen im entspannten Tempo daher, schwanken ständig zwischen tiefster Schwermut und kräftigem Ausbrechen aus selbiger. Der Ohrwurm "How Come You Never Go There" pendelt dementsprechend fast auf Songlänge im Dreiertakt zwischen Dur und Moll hin und her. Er zeigt, wie viele andere Stücke, Feists Stärke auf, ihre Songs trotz geringer Abwechslung an Harmonien extrem interessant zu gestalten. Bereits an zweiter Stelle der Tracklist steht mit "Graveyard" eines der schönsten Lieder des Albums. In ständig wechselnder Taktart unterlegen Piano, Gitarre, Schlagzeug und gehaltene Orgelsounds die sanft gesungenen, flehenden Melodien. Immer wieder bescheren kräftige Einwürfe der Band dramatische Höhepunkte, um direkt danach wieder auf ein ganz behutsames Level herunterzufahren. Richtig finster wird es im Mittelteil, in dem die Nummer eine Pause einlegt und mit ruhigem Chor und dezentem Blechbläsereinsatz komplett depressive Stimmung annimmt. Die melancholische Passage mündet in einen Schlussrefrain, der das Stück würdig beendet. Der weitere Verlauf der Platte bewegt sich auf einem konstant hohen Niveau. Erwähnenswerte Höhepunkte markieren "Bittersweet Melodies", das seinem Namen alle Ehre macht, oder das stille "Cicadas And Gulls". Hier bewegt sich Feist mit mehrstimmigem Gesang über einer einsamen Akustikgitarre. Trübselige Blues-Stimmung prägt das nachdenkliche "Anti-Pioneer" sowohl musikalisch als auch emotional. Mit "A Commotion" bricht Feist aus dem langsam schreitenden Tempo aus und gibt im Vergleich zur restlichen Platte kräftig Gas. Streicher unterlegen die flotte Nummer mit gleichmäßigen Stakkatos, hinzu kommen treibende Drumbeats und lärmendes Tiefblech im Refrain. Das Ganze kombinieren immer wieder verzerrte, fast schon Industrial-artige Synthie-Sounds. Das Künstlerkollektiv um Leslie Feist, bestehend aus Chilly Gonzales, Mocky, Dean Stone (Percussion) und Brian LeBarton (Keyboard) verbindet auf "Metals" immer wieder altbekannte mit hochmodernen Elementen. So überlagern sich Instrumente aus verschiedenen Epochen und verschmelzen zu einer Einheit. Außerdem profitiert der Sound der Platte deutlich davon, dass neben Feist wieder das Allroundtalent Gonzales für die Produktion verantwortlich zeichnet. Die undurchsichtigen Klangteppiche passen perfekt zum musikalischen Inhalt der Stücke. Obwohl sehr oft viele Instrumente gleichzeitig zum Einsatz kommen, bedeutet es für den Hörer eine Herausforderung, die einzelnen Melodielinien zu identifizieren und aus dem großen Ganzen herauszutrennen. Mit "Metals" haben Leslie Feist und ihre Kollegen eine bestechend gute Platte geschaffen. Die zwölf Stücke schleichen sich nicht nur in Windeseile in die Gehörgänge, sie erobern auch den Gemütszustand des Zuhörers für sich und lassen einen nicht mehr los. © Laut
HI-RES21,49 €
CD14,99 €

Alternativ und Indie - Erschienen am 1. Januar 2011 | Universal Music Division Polydor

Hi-Res Booklet Auszeichnungen Hi-Res Audio
Diesmal sei alles viel chaotischer, viel bewegter und mit mehr Krach verbunden, sagte Leslie Feist über ihr drittes Werk. Tatsächlich nimmt einen "Metals" in aufwühlende Klangwelten mit, entwickelt aber über weite Strecken auch angenehm entspannte Stimmungslagen. Ein denkbar simpler, stampfender Beat leitet den wuchtigen Opener "The Bad In Each Other" ein. Das Loop-artig wiederholte Gitarren-Pattern schafft eine geheimnisvolle Atmosphäre und sorgt mit druckvollem Tieftöner, dröhnender Bassklarinette und sanften Pianoklängen für ein erstes Aufbäumen. Als Feist erstmals zu Wort kommt, zieht sich das Instrumental zurück und lässt der zierlichen Kanadierin genug Raum für ihre eindrucksvolle Stimme. Während der meist monochrom auf einem Akkord gehaltenen Strophe setzen Feists Mitmusiker immer wieder Akzente, ehe das Stück in einen grandiosen Refrain ausufert. Gefühlvolle Streicher unterlegen die hymnische Melodie. Die Singer/Songwriterin zeigt gleich zu Beginn, was "Metals" ausmacht: qualitativ hochwertiges Song-Material mit undurchsichtigem Klangbild. Generell schlägt Feist im ersten Drittel des Albums eher ruhige Töne an. Die Songs kommen im entspannten Tempo daher, schwanken ständig zwischen tiefster Schwermut und kräftigem Ausbrechen aus selbiger. Der Ohrwurm "How Come You Never Go There" pendelt dementsprechend fast auf Songlänge im Dreiertakt zwischen Dur und Moll hin und her. Er zeigt, wie viele andere Stücke, Feists Stärke auf, ihre Songs trotz geringer Abwechslung an Harmonien extrem interessant zu gestalten. Bereits an zweiter Stelle der Tracklist steht mit "Graveyard" eines der schönsten Lieder des Albums. In ständig wechselnder Taktart unterlegen Piano, Gitarre, Schlagzeug und gehaltene Orgelsounds die sanft gesungenen, flehenden Melodien. Immer wieder bescheren kräftige Einwürfe der Band dramatische Höhepunkte, um direkt danach wieder auf ein ganz behutsames Level herunterzufahren. Richtig finster wird es im Mittelteil, in dem die Nummer eine Pause einlegt und mit ruhigem Chor und dezentem Blechbläsereinsatz komplett depressive Stimmung annimmt. Die melancholische Passage mündet in einen Schlussrefrain, der das Stück würdig beendet. Der weitere Verlauf der Platte bewegt sich auf einem konstant hohen Niveau. Erwähnenswerte Höhepunkte markieren "Bittersweet Melodies", das seinem Namen alle Ehre macht, oder das stille "Cicadas And Gulls". Hier bewegt sich Feist mit mehrstimmigem Gesang über einer einsamen Akustikgitarre. Trübselige Blues-Stimmung prägt das nachdenkliche "Anti-Pioneer" sowohl musikalisch als auch emotional. Mit "A Commotion" bricht Feist aus dem langsam schreitenden Tempo aus und gibt im Vergleich zur restlichen Platte kräftig Gas. Streicher unterlegen die flotte Nummer mit gleichmäßigen Stakkatos, hinzu kommen treibende Drumbeats und lärmendes Tiefblech im Refrain. Das Ganze kombinieren immer wieder verzerrte, fast schon Industrial-artige Synthie-Sounds. Das Künstlerkollektiv um Leslie Feist, bestehend aus Chilly Gonzales, Mocky, Dean Stone (Percussion) und Brian LeBarton (Keyboard) verbindet auf "Metals" immer wieder altbekannte mit hochmodernen Elementen. So überlagern sich Instrumente aus verschiedenen Epochen und verschmelzen zu einer Einheit. Außerdem profitiert der Sound der Platte deutlich davon, dass neben Feist wieder das Allroundtalent Gonzales für die Produktion verantwortlich zeichnet. Die undurchsichtigen Klangteppiche passen perfekt zum musikalischen Inhalt der Stücke. Obwohl sehr oft viele Instrumente gleichzeitig zum Einsatz kommen, bedeutet es für den Hörer eine Herausforderung, die einzelnen Melodielinien zu identifizieren und aus dem großen Ganzen herauszutrennen. Mit "Metals" haben Leslie Feist und ihre Kollegen eine bestechend gute Platte geschaffen. Die zwölf Stücke schleichen sich nicht nur in Windeseile in die Gehörgänge, sie erobern auch den Gemütszustand des Zuhörers für sich und lassen einen nicht mehr los. © Laut
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Pop - Erschienen am 1. Januar 2007 | Universal Music Division Polydor

Mit sanfter und trauriger Stimme eröffnet Leslie Feist ihr zweites Album. Verhaltene Gitarrenklänge und sparsam gesetzte Basstupfer begleiten die Sängerin, dahinter verstecken sich das leise Summen eines Background-Chors und ein wie aus weiter Ferne dringendes Keyboard. Das alles klingt, als würde es der Musik gerade ziemlich an Selbstbewusstsein mangeln, und, tatsächlich: in "So Sorry" geht es um eine verlorene Liebe. Wie anders tritt das folgende "I Feel It All" auf, wie fröhlich scheppern hier die Saiten! Forsch drängen die Instrumente in Strophe und Refrain nach vorne und versprühen, wiederum passend zu den Lyrics, heitere und sorglose Lebenslust. Da gehen Inhalt und Form wunderbar Hand in Hand, und schon nach zwei Tracks hat der Hörer einen Eindruck von der Vielfalt von Stimmungen, die "The Reminder" für ihn bereit hält. Vielleicht etwas aus der Reihe fällt "My Moon My Man" mit seinem exaltiert stampfenden Piano: typisch Gonzales! Ansonsten aber ordnen sich Rampensau, Sängerin und Begleitmusiker dem gemeinsamen Ziel unter und bilden ein harmonisches Ganzes. Kein Wunder: Eine ganze Reihe weiterer alter Bekannter unterstützten die Kanadierin bei den Aufnahmen. Jamie Lidell etwa ist wie Leslie auch auf Mockys "Navy Brown Blues" als Gastsänger zu hören, letzteren wiederum dürfte Feist über Peaches kennen gelernt haben. Produziert haben - wie schon beim Vorgänger "Let It Die" - Gonzales und Renaud Letang, der auch von seiner Arbeit für Manu Chao bekannt ist. Nach zwei weiteren sehr verhaltenen und melancholischen Tracks ("The Park", "The Water") legt das Nina Simone-Cover "Sealion" wieder einen ordentlichen Zacken zu: synkopiertes Klatschen treibt die Strophe vor sich her, der Refrain verliert sich in einer immer mehr ausufernden Gitarrenorgie. Tatsächlich hat fast jeder Titel seine ganz eigene Atmosphäre, da wirkt einmal sogar die Label-Info glaubwürdig, die von Aufnahmesessions mit Klavier, Vibraphonen, Orgel, Gitarren und zwei Schlagzeugsets in Leslie Feists Ess- und Wohnzimmer berichtet. Man kann sich regelrecht vorstellen, wie die Protagonisten sich am Morgen auf eine Stimmung einigten. Dazu passen die verschiedenen Nebengeräusche ebenso gut wie die analoge Aufnahmetechnik, auf die das luftige und natürliche Klangbild zurückzuführen sein dürfte. In diesem Umfeld wirkt nicht einmal das mehrfach zu hörende Vogelzwitschern aufgesetzt. © Laut
HI-RES19,49 €
CD13,99 €

Pop - Erschienen am 28. April 2017 | Universal Music Division Polydor

Hi-Res Booklet
Sie hat uns stets daran erinnert, dass Sie keine einfache Pop-Sängerin ist, nein, mehr als das...Mit Metals, das im Herbst 2011 erschien, unterstrich Leslie Feist noch einmal die Qualität ihrer Kompositionen und deren Präzision. Oh, diese Fähigkeit ihre Emotionen in ihre Musik zu projizieren! Manchmal sind es dunkle Gefühle, manchmal ist es archtitektonisch gewagt. Einige Streicher hier, einige da... - Metals wagte so viel! Ein starkes Werk, das seine Geheimnisse auf den Tisch packt, nach jedem Mal hören ein bisschen mehr und den Status des Anti-Popstars der Kanadierin, die zielstrebig und wunderschön ist, noch bestätigt...Sechs Jahre später bringt sie mit Pleasure die Komplexität ihrer Kunst noch auf den Gipfel. Dieses fünfte Album folgt den Spuren von Metals und positioniert Feist in der Welt einer PJ Harvey. Beim ersten namensgebenden Song Pleasure scheint sie sich allerdings in der Britin zu täuschen. Diese Platte ist wie eine Rundreise des zeitgenössigen Blues, ein eher urbaner Blues als ein ländlicher. In der Produktion finden wir weder Geschnörkerl noch Buchmalerei (Renaud Letang hat hervoragende Arbeit geleistet). Gonzalez fügt noch hier und da einige Klaviertöne hinzu oder gar Orgeltöne. Colin Stetson haucht dem Song The Wind das nötige an Fremde und Angst ein und Jarvis Cocker bezaubert mit seiner Erzählstimme bei Century. Nach dem Hören von Pleasure ist man ganz schön durchgeschaukelt, so intensiv ist diese Musikerin in ihrer Kunst. © MD/Qobuz
CD1,49 €

Alternativ und Indie - Erschienen am 1. Januar 2011 | Universal Music Division Polydor

CD14,99 €

Pop - Erschienen am 1. Januar 2006 | Universal Music Division Polydor

CD3,99 €

Pop - Erschienen am 1. Januar 2004 | Universal Music Division Polydor

CD2,99 €

Pop - Erschienen am 1. Januar 2004 | Universal Music Division Polydor

CD21,99 €

Pop - Erschienen am 1. Januar 2008 | Universal Music Division Polydor

HI-RES2,99 €
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Pop - Erschienen am 3. November 2017 | Universal Music Division Polydor

Hi-Res
CD13,99 €

Pop - Erschienen am 1. Januar 2004 | Universal Music Division Polydor

Mit warmer Akustikgitarre und einer brüchigen, aber keinesfalls schwachen Stimme empfängt uns Leslie Feist auf ihrem Album "Let It Die". Damit ist eigentlich schon klar, was uns erwartet: das Singer-Songwriter-Album einer musikverrückten Kanadierin. Könnte man denken. Wenn sie dann aber ihre ganz eigene Coverversion des Bee Gees-Stücks "Inside Out" oder Tanzrhythmen der 80er in "One Evening" einstreut, spätestens dann weiß man, dass Madame alles andere als einfach zu klassifizieren ist. Offbeat-Andeutungen im Song-Highlight "Mushaboom" runden den musikalischen Rundumschlag ab. Der Song zaubert ein unschuldiges Lächeln auf mein Gesicht. Er ist fröhlich und doch alles andere als aufdringlich. Einfach wundervoll. Und doch hatte man natürlich von Anfang an Recht: Bei Leslie Feist überwiegen die ruhigen Töne. Fast schon schleppend zieht sich der Lullaby "Let It Die" durch die Tiefen des Gemüts. Immer wirken die Stücke vorsichtig, obwohl Leslie sehr selbstbewusst mit ihrer Musik umgeht. Kaum zu glauben, dass so ein zurückhaltend klingendes Album vom als Rampensau bekannten Gonzales und Manu Chao-Produzent Renauld Letang produziert wurde ... Erinnert es doch eher an die Stimmung bei Norah Jones oder Julie Delpy. Wobei diese Vergleiche auch nur auf den ersten Blick Stand halten. © Laut
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Pop - Erschienen am 1. Januar 2008 | Universal Music Division Polydor

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Pop - Erschienen am 28. April 2017 | Universal Music Division Polydor

Booklet
Leslie Feist macht keine halben Sachen. Für ihr neues Album hat sich die Kanadierin sechs Jahre Zeit gelassen, es ist der Nachfolger des gefeierten "Metals" von 2011. Untätig war sie in der Zwischenzeit nicht, schließlich ist sie auf der kommenden Broken Social Scene-Platte vertreten, wo sie doch eigentlich eine liebevolle On/Off-Beziehung mit der Band führt. In einem Gespräch mit der Zeit erzählte sie, die "beschissensten drei Jahre hinter sich zu haben, die ein Mensch erleben kann" - das hört man der neuen Platte nur in kurzen Momenten an. Von Feist selbst beschrieben als Zusammenspiel von Einsamkeit, Zurückweisung, und dem Ausloten emotionaler Grenzen, ist "Pleasure" ihr wahrscheinlich intimstes Release. Es fordert Geduld und ist keineswegs eine leichte Kost. Wer auf die Idee kommt, die Platte unterwegs zu hören, darf sich nicht wundern, wenn dann alle gucken weil man die irre Person in der U-Bahn ist, die unter Kopfhörern still anfängt zu weinen. Nur, um einen Wimpernschlag später die Tränen mit einem breiten Grinsen wegzuwischen. Wobei - das Szenario kommt bei einer Fahrkartenkontrolle ganz gut. Feist sang schon immer von Gefühlen, und ihre Commercial Hits "1234" und "I Feel It All" sind super, aber irgendwie schafft sie es trotzdem, das altbekannte Thema der Innenwelt immer wieder neu einzukleiden. Der Song "Get Not High, Get Not Low" vom Titel her nicht gerade Feists Schlachtruf, wechselt sie doch auf der gesamten Platte zwischen leisen Akustik-Klängen und filigranem Stimmwerk, nur um dann für Sekunden fast brachial aus dem Soundgerüst auszubrechen. Schellen rasseln leise im Hintergrund, immerwährend hört man das Bandrauschen des Aufnahmeprozesses - bemerkenswert, denn wenige Künstler qualifizieren sich für solch einen nackten und intimen Einblick. Als versöhnliches Fast-Schlaflied und Hymne der Einsamkeit fängt "Lost Dreams" an, zwischendurch prescht eine nach allen Regeln der Kunst verzerrte E-Gitarre hervor. Der in Lo-Fi Sounds gekleidete Track endet mit einem Fade-Out, bis nur noch ein Flüstern zu hören ist. Das darauffolgende "Any Party" steht als Kontrast dazu - was hat man diesen verhaltenen Optimismus vermisst. Es ist einer der stärksten Songs des Albums, und legt Zeugnis von Feists wunderbarem stimmlichen Wechsel aus Höhen und Tiefen ab. Wenn sie "You know, I'd leave any party for you" singt, dann glaubt man ihr das und möchte am liebsten direkt mitgehen. Ein Chor aus vermeintlichen Partygästen unterstützt sie gegen Ende, und plötzlich verlassen wir wirklich die Party. Man hört das Quietschen einer sich schließenden Tür, Grillenzirpen, Hundegebell, und ein vorbeifahrendes Auto, welches den Titeltrack des Albums auf vollem Anschlag aufgedreht hat. Eine sehr schöne, lebensnahe Klang-Collage. Songs wie "Baby Be Simple" und "I Wish I Didn't Miss You" wirken zerbrechlich und sind größtenteils nur von einer melancholischen Akustik-Gitarre untermalt. Fast versagt und bricht Feists Stimme in den ungeahnten Höhen, aber gerade solche Zugeständnisse machen das Album aus. Im krassen Gegensatz dazu wirkt der Titeltrack und die erste veröffentlichte Single "Pleasure". Roher Gitarrensound à la PJ Harvey leitet den Refrain ein, stark und schon fast kreischend bestätigt Feist: "It's what we're here for!" Rhythmisches Klatschen rundet den Song ab. Auch die zweite Single "Century", die gegen Ende mit einem Spoken Word-Part von Pulp-Frontmann Jarvis Cocker aufwartet, zeugt von Feists starker Stimme und bricht schon fast in Punk-Gefilde ein. Die Überraschung der Platte ist wohl das Ende von "A Man Is Not His Song". Harmonisch inszeniert, Grillenzirpen im Background, ein Chor, der Gesang schraubt sich in himmlische Höhen und dann, im Fade-Out: ein Sample aus "High Road" von Mastodon. So ganz verwunderlich ist diese Hommage nicht, denn Leslie Feist und Mastodon teilten sich vor einigen Jahren eine 7", auf der die Metaller ihr Stück "A Commotion" coverten. Die Sängerin knüpft mit ihrer ehrlichen Art Freundschaften auch außerhalb von Genres und Schubladen. "Musikerin zu sein ist ein zweischneidiges Schwert. Musik kann kraftspendend sein, sie kann dich aber auch zugrunde gehen lassen. Du musst den Scheiß wirklich leben. Und einen Platz für ihn finden", erklärt Mrs. Feist und zeigt auf ihrer neuen Platte eindrücklich, dass sie hinter ihren Aussagen steht. Wer ein wenig Geduld für dieses Album mitbringt, der kann am Ende wirklich sagen: "It's a pleasure!" © Laut
CD1,99 €

Pop - Erschienen am 3. November 2017 | Universal Music Division Polydor

CD2,99 €

Pop - Erschienen am 1. Januar 2007 | Universal Music Division Polydor

CD4,99 €

Pop - Erschienen am 1. Januar 2004 | Universal Music Division Polydor

CD1,99 €

Pop - Erschienen am 1. Januar 2007 | Universal Music Division Polydor

CD2,99 €

Pop - Erschienen am 1. Januar 2007 | Universal Music Division Polydor

CD1,49 €

Pop - Erschienen am 1. Januar 2005 | Universal Music Division Polydor