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Ähnliche Künstler

Die Alben

CD20,99 €

Alternativ und Indie - Erschienen am 10. März 2017 | Kill Rock Stars

Auszeichnungen Qobuz' perfekte Schallplattensammlung - Best New Reissue
CD9,99 €

Alternativ und Indie - Erschienen am 7. Dezember 2004 | Domino Recording Co

Auszeichnungen Qobuz' perfekte Schallplattensammlung
Die Geschichte des Rock strotzt nur so von gefallenen Engeln und vom Schicksal herausgeforderten Genies. In diesem düsteren Niemandsland bekamen Kurt Cobain und Jeff Buckley Gesellschaft von Elliott Smith. Schon mit ein paar wenigen Alben machte sich der Songwriter aus dem Nebraska mit seiner zartbesaiteten Stimme, seinen raffinierten Melodien und gehaltvollen Texten in den neunziger Jahren einen Namen, während gleichzeitig die Dezibel des Grunge den tonangebenden Soundtrack abgaben. Auf seinem dritten, im Februar 1997 veröffentlichten Album, Either/Or, ist das Folk-Gespenst Nick Drake mit seinem Pink Moon zum Greifen nah. Aber auch in seinem Innersten bleibt Elliott Smith der Pop-Sprache sehr verbunden. Diesem Pop der Beatles, Kinks, Zombies und Big Star, den er offenlegt, um allerhöchste Schlichtheit zu erreichen. Nach Roman Candle (1994) und Elliott Smith (1995) geht er noch einen Schritt weiter, um seine Vokalharmonien zu verherrlichen und dabei beweist er, dass er seine Kunst völlig im Griff hat, auch wenn ihm die Dämonen (Abhängigkeit und Depression) auf die Pelle rücken. Der Filmemacher Gus Van Sant ist vom Kaliber des Sängers recht beeindruckt und bereichert den Soundtrack seines Films Good Will Hunting mit den Songs Between the Bars, Angeles und Say Yes. Es wäre also nicht verwunderlich, wenn schließlich bestimmte Leute Elliott Smith auf das Podest „Stimme einer ganzen Generation“ heben. © Marc Zisman/Qobuz
CD13,99 €
XO

Alternativ und Indie - Erschienen am 1. Januar 1998 | DreamWorks

Auszeichnungen Qobuz' perfekte Schallplattensammlung
Inzwischen ist die Animationsserie "Rick & Morty" Kult, was zur Folge hat, dass sie auch einige Hater generiert. Egal, was man von dem verrückten Duo mit einem depressiven, alten Wissenschaftler und einem unsicheren Teenager hält, eine Sache haben die Schreiber dahinter wahnsinnig gut erfasst, nämlich die Wirkung der Musik von Elliott Smith: Während einer Prügelei zwischen Rick und Morty bekommt Rick über Kopfhörer den Song "Between The Bars" aufgezwungen, was zur Folge hat, dass er sofort aufhört zu rangeln und sagt: "Oh Gott, was ist eigentlich das Leben? Wie kann jemand, der so talentiert ist, so jung sterben?" Die Umstände von Smiths Tod sind nie richtig geklärt worden, vermutlich hat er sich 2003 selbst erstochen. Bis zu diesem Zeitpunkt war er einer der Vorreiter der Emo-Musik, verhandelte in seiner Musik Drogenkonsum, Selbstzweifel und Depressionen, noch immer wird er von Musizierenden wie Phoebe Bridgers, Beabadoobee und Death Cab For Cutie als Vorbild genannt. Zu dem, was er textlich leistete, komponierte er die passende Musik, die Emotionen wie Verzweiflung und Trauer perfekt widerspiegelte. Seine Stücke waren nie nette Nebenbei-Musik, empfängliche Hörer konnte sie schon immer in Existenzkrisen stürzen, so wie in der oben beschriebenen Situation Rick. Smith gab dazu auch optisch die passende tragische Figur ab: Ein zernarbtes Gesicht, ungewaschene Haare und ein zerbrechliches Auftreten. In Interviews drohte seine Stimme ständig wegzubrechen. Die Schöpfer der Animationsserie sind nicht die einzigen, die auf die betrübliche Strahlkraft von Smiths Musik zurückgriffen, um ihre Bilder zu untermalen. Wes Anderson nutzte für den zentralen Wendepunkt von "Die Royal Tenenbaums" 2000 den Song "Needle In The Hay" und 1997 engagierte Regisseur Gus Van Sant den damaligen Geheimtipp Smith für seinen Film "Good Will Hunting". Bis dahin hatte sich der Musiker erst mit der Band Heatmiser Szeneruhm im Indie-Rock-Bereich erspielt, dann mit seinen ersten drei Solo-Alben eine treue Hörerschaft gewonnen. Nebenbei verdingte er sich in zahlreichen Nebenjobs in und um Portland. Einer der Songs, die er für "Good Will Hunting" schrieb, hieß "Miss Misery" und führte nicht nur zu Smiths erstem Late-Night-Auftritt bei Conan O'Brien, sondern kurz darauf auch zu einer Oscar-Nominierung und einem Auftritt bei der Verleihung. Viele Erzählungen stellen diesen Auftritt als eines der zentralen Events der Smith-Geschichtsschreibung da. Plötzlich stand er da auf der großen Bühne, während zahlreiche Hollywood-Größen ihm zuschauten, im weißen Anzug und unsicher wie eh und je. Der kurze Auftritt im Rampenlicht hatte Auswirkungen auf das nächste Album "XO". Dreamworks Records zeigte sich interessiert, und so wechselte Smith für die vierte Platte vom Indie-Label Kill Rock Stars zu einem Major. Den Lo-Fi-Charme der drei Vorgänger erzeugt das Album deutlich seltener, dafür ermöglichte das größere Budget Smith auch das Verpacken seiner beatlesquen Kompositionen in entsprechend große Arrangements. Dabei lässt das zurückgenommene Gezupfe zu Beginn von "Sweet Adeline" annehmen, hier ginge es wieder ruhig zu, bevor sich der Song nach der Hälfte durch Einsatz des Schlagzeugs und des Pianos öffnet und man merkt, dass Smiths filigranes Songwriting endlich den ihm gebührenden Sound bekommt. "Tomorrow Tomorrow" fährt dann wieder runter, wird komplett auf Smiths mehrspurigen Gesang und das virtuose Gitarren-Picking reduziert. Mit der üppigeren Produktion entwickeln diese melancholischen Stücke noch viel mehr emotionale Wucht und zerpflücken den Hörer noch mehr. Dabei bietet Smith auch einen so gut aufgelegten Pop-Song wie "Baby Britain", der fast nicht zwischen "Waltz #2 (XO)" und "Pitseleh" passen will, am Ende aber doch eine dringend benötigte Verschnaufpause von den ganzen Trauer- und Schmerz-befeuernden Stücken bietet. Noch unerwarteter kommen an späterer Stelle die erstaunlich rockigen Songs "Amity" und "A Question Mark". Diese Vielfalt deutet schon an, was auf den beiden folgenden Alben "Figure 8" und "From A Basement On The Hill" kommen würde. "XO" weckt gleichzeitig aber den Eindruck, hier einen Smith zu erleben, der seine Ideen noch in etwas kleinere Kompositionen verpackt, immer noch irgendwie gehemmt wirkt, und dieses noch nicht Ausufernde stand ihm wunderbar. Der heimliche Star auf "XO" ist oft das Piano, das einen fantastischen Hintergrund für die Gesangs- und Gitarren-Melodien bildet oder, wie in der zweiten Hälfte von "Pitseleh", durch seinen Eintritt den Song nochmal veredelt. Allen voran ist es aber natürlich Smiths Stimme und die Texte, die sie singt, die diese Musik ausmachen. Das engelsgleiche Hauchen, das stets brüchig bleibt, aber großartig ausdrücken kann, was zwischen den Zeilen steht. Immer schweben da alte und frische Wunden mit, ganz besonders in "Waltz #1", dem wohl verträumtesten Titel des Albums, in dem Smith eine vergangene Beziehung bedauert: "Now I never leave my zone, we're both alone / I'm going home, I wish I'd never seen your face". Es reichen ihm oft wenige Zeilen, um seine individuellen Erfahrung universell greifbar zu machen. Besonders eindringlich ist auch "Everybody Cares, Everybody Understands", das wohl von einer Intervention handelt, in deren Rahmen Smith von Freunden auf die Konsequenzen seiner Drogenprobleme aufmerksam gemacht wurde: "You say you mean well, you don't know what you mean / Fucking oughta stay the hell away from things you know nothing about". Inzwischen weiß man, wie sehr Smith mit Substanzen und Depressionen tatsächlich zu kämpfen hatte, was viele der beinhalteten Texte noch trauriger macht. "Waltz #2 (XO)", einer seiner bekanntesten Songs, ist eine Verhandlung seiner familiären Beziehungen und auch, wenn er nicht konkret wird, spricht auch aus diesem Titel viel Schwere: "XO, Mom / It's okay, it's all right, nothing's wrong / Tell Mr. Man with impossible plans to just leave me alone / In the place where I make no mistakes / In the place where I have what it takes". Auf "XO" war Elliott Smith auf der Höhe seiner Kunst und hatte gleichzeitig das nötige Backing, um seine Vorstellungen auszuleben. © Laut
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Pop/Rock - Erschienen am 18. Oktober 2004 | Domino Recording Co

Auszeichnungen Qobuz' perfekte Schallplattensammlung
"Last stop for a resolution, end of the line, is it confusion?" Mit diesen Worten beginnt das letzte Album von Elliott Smith. Treffender hätte es der Folk-Sänger, der letztes Jahr Selbstmord beging, nicht formulieren können. "From A Basement On The Hill" ist eine Ansammlung von kleinen, melancholischen Meisterwerken. Jeder Song steht für sich allein - keine Vergleiche, kein besser oder schlechter, einfach nur ehrliche, geradewegs aus der Seele gespielte Musik. Das Echo zu Beginn von "Coast To Coast" klingt wirklich so, als sei die Platte in einem "Basement" aufgenommen worden. Düstere, verzerrte Gitarren fügen sich Smiths sanfter und doch eindringlicher Stimme. Ein so heftiger wie gleichzeitig zarter und zerbrechlicher Track. "Let's Get Lost" sowie das anschließende "Pretty (Ugly Before)" verwundern mit simpel-süßen Akustikgitarrenklängen, die tränenschweren Texte sind wohl ironisch zu verstehen. "Don't Go Down" und "Strung Out Again" spielen in der bekannten Elliott Smith-Liga. Langgezerrte, grungige Gitarrenklänge lassen Raum für sanfte und unaufdringliche Stimmeinlagen. Mit "Fond Farewell" erklingt dann mit relaxtem Rhythmus und rein akustischen Melodiebögen einer der vielen Höhepunkte dieser Platte. Der Refrain animiert zum Mitsingen, bevor man sich erinnert, dass es sich hier um eine Smith-Komposition handelt - sehr persönlich, sehr intim, nicht wirklich zur Teilhabe geeignet. Fröhliches Vogel-Gezwitscher begrüßt einen auf "Ostrich & Chirping", bevor der nahtlose Übergang zu meinem absoluten Lieblingstrack ertönt. "Twilight" geht mit den Zeilen "... you don't deserve to be lonely - but those drugs you got won't make you feel better ..." ziemlich tief unter die Haut. Die Melodie - einmal gehört, kriegt man sie nicht mehr aus den Gehirnwindungen. Wie alle Kompositionen weist auch "Twilight" eine dunkle Seite vor, und trotzdem gelingt es Smith immer wieder, eine verspielte, ja schon fast freudige Note unauffällig darunter zu mischen. Tatsächlich klingt die hier vorliegende CD über weite Strecken wie ein Abschiedsalbum. Eine leicht depressive Ader vereint die Songs, bestimmt kein Soundtrack für ein nettes Beisammensein. Aber kennen wir das nicht schon von früheren Smith-Platten? Der Unterschied ist, dass wir hier wissen, dass sich Smith gegen Ende der Aufnahmen das Leben nahm. Produzent Rob Schnapf und Elliotts Ex-Freundin Joanna Bolme stellten das Werk fertig. Wäre der sensible Songwriter noch am Leben, würden die Songs dann anders klingen? Ich glaube nicht. "From A Basement On The Hill" ist es eine wundervolle, bitter-süße Platte, aus der man den Gefühlszustand des Künstlers nicht deutlich heraus hören kann. Eindeutig ist aber, dass Elliott Smith sich in musikalischer Würde von dieser Welt verabschiedet hat. © Laut
CD14,99 €

Alternativ und Indie - Erschienen am 28. August 2020 | Universal Music Group International

CD19,49 €

Rock - Erschienen am 6. August 2019 | Geffen

CD19,49 €

Rock - Erschienen am 18. April 2000 | Geffen

CD5,99 €

Pop/Rock - Erschienen am 6. Mai 2007 | Domino Recording Co

Kein Singer/Songwriter hat mich neben Nick Drake so berührt wie Elliott Smith. Er verstand es wie kaum ein anderer, schmerzlich-zärtliche Lieder in ergreifende Melodien zu packen. Der Multi-Instrumentalist begleitete diese zumeist mit fantastischem Fingerpicking und trug sie mit sanft-brüchiger Stimme vor. Das trug zu einer manchmal verstörenden Unmittelbarkeit seiner Songs bei, in die der Musiker sein Innerstes legte, einfach so, weil er nicht anders konnte. Schwermut und Melancholie waren immer mit im Spiel und fester Bestandteil des musikalischen Schaffens des Amerikaners. Das alles gibt es nicht mehr, seit Smith 2003 34-jährig auf tragische Weise ums Leben kam. Nun bin ich immer skeptisch, wenn ich von einer Zusammenstellung bisher unveröffentlichter Songs eines Musikers höre, handelt es sich dabei doch allzu oft um musikalische Merkwürdigkeiten und Skurrilitäten verminderter Qualität, denen nur der ergebene Fan etwas abgewinnen kann. Im Falle des mit einem ausführlichen Booklet ausgestatteten posthum-Album "New Moon" liegen die Dinge anders. Die Doppel-CD beinhaltet 24 Songs, die in der Zeit von 1994 und 1997 während den Aufnahme-Sessions zu "Elliott Smith" und "Either/ Or" entstanden sind. Freund und Archivar Larry Crane hat die Songs sauber produziert und, wenn nötig, behutsam überarbeitet und zu einem runden Ganzen zusammengefasst. Jedes dieser Lieder hätte sich auch nahtlos in ein reguläres Smith-Album eingefügt. Die meisten Songs hat Smith mit einem 4- oder 8-Spur-Aufnahmegerät eingespielt, die Instrumentierung ist weitgehend karg und auf eine Gitarre reduziert, was im Elliott Smith-Universum aber keine Besonderheit darstellt. Mit "See You Later" und "Half Right" sind zwei Stücke aus seiner Zeit mit der Band Heatmiser dabei, mit "Thirteen" von Big Star eine Coverversion und eine frühe Version von "Miss Misery", das ihm 1998 eine Oskar-Nominierung für den besten Film-Song in Gus van Sants "Good Will Hunting" einbringen sollte. Zwei weitere Tracks sind bereits auf Compilations erschienen, "Pretty Mary K" existiert schon in einer anderen Fassung; alle anderen Tracks sind Erstveröffentlichungen. Und die offenbaren noch einmal die ganze Größe dieses einzigartigen, introvertierten Songwriters. Ich staune über die wunderbare Melodik von Nummern wie "Angel In The Snow", "New Monkey", "Looking Over My Shoulder" oder das verhalten optimistische "All Cleaned Out" und wundere mich, dass diese Songs keinen Platz auf einem seiner Alben gefunden haben. Andere gäben ihre Seele für solche Lieder. Und immer wieder dieser gedoppelte Gesang wie in "First Timer" oder "Go By", der eine unwiderstehliche, ergreifende Faszination ausübt. Da ist zudem das betörende, mit Keyboardklängen unterlegte "Either/Or", die vielseitigen und grandios gespielten Tracks "Almost Over" und "Big Decision" und das folkige "Georgia, Georgia" das mit dem "What a plan, suicide"-Text Diskussionen über das Ableben Smiths entfachen wird. So geht das auf qualitativ hohem Niveau weiter, es findet sich kein Stück, das dem Fluss des Albums abträglich ist. Für Fans ist diese äußerst gelungene und zeitlose Zusammenstellung mit 24 traurig schimmernden Perlen sowieso ein Muss, für alle anderen ein geeigneter Einstieg, sich die musikalische Frühphase dieses zu früh verstorbenen, melancholischen Indie-Helden anzueignen. Danke, Elliott. Ein Teil der Einnahmen von "New Moon" geht übrigens an eine soziale Einrichtung in Portland, die obdachlose Kinder und verarmte Erwachsene unterstützt. Nur ein weiterer Grund, sich "New Moon" zuzulegen. © Laut
CD12,49 €

Pop - Erschienen am 10. Juli 1995 | Universal Music

CD14,99 €

Rock - Erschienen am 1. Januar 2000 | DreamWorks

CD9,99 €

Pop/Rock - Erschienen am 6. Dezember 2004 | Domino Recording Co

Bei ihm ist nichts harmlos, nicht einmal sein Tod. Mit einem Messer in der Brust, so verabschiedet sich Steven Paul Smith alias Elliott Smith im Alter von 34 Jahren. Die Sache wird, ohne wirklich zu überzeugen, als Selbstmord ad acta gelegt. In einer Sache sind sich aber alle einig: nämlich über seine steile Karriere, die von der Rockwelt, die immer auf der Suche nach genialen Versagern ist, zweifach gewürdigt wird, und die er eben nicht im Fahrwasser des Grunge führt. Nach dem explosiven Post-Punk der Gruppe Heatmiser präsentiert die noch unbekannte Ikone aus Portland recht bald ihre Depression im Alleingang mit dem persönlichen Roman Candle (1993) und sammelt dabei schon ihre Lieblingsthemen, Abkehr und Ernüchterung. Mit diesem Eponym Elliott Smith stellt sich dann allmählich der Erfolg ein, langsam aber sicher. Das Label Kill Rock Stars – Ironie des Schicksals – sollte dann den Verkauf mit Elliotts Kopf auf einem Plakat in den Schaufenstern der Plattenläden fördern. Smith machte seine Einspielungen zu Hause und der dabei entstandene Sound ist dermaßen intim, dass man dabei das Gefühl hat, ihm dabei zuzusehen, wie er, auf der Couch seines Freundes Tony Lash sitzend, seine Finger über die Saiten gleiten lässt und sich seine Lippen leise zu seinen zahllosen Folk-Balladen bewegen. Angefangen vom Intro Needle in the Hay, dann weiter mit dem Satellite bis hin zum Outro The Biggest Lie breitet er ohne große Geschichten und mit melancholischer Langsamkeit sein Talent als Songwriter vor uns aus. Nur ab und zu sind kurz ein Schlagzeug und eine Harmonika zu hören, alles Übrige zeigt keinerlei demonstrativen Aufwand. „Was mich betrifft, so kann ich düsterer nicht sein“, sollte er später einmal sagen, gerade er, der doch seine Texte entschärfen wollte. Man lebt aber nur einmal. „Ich glaube, genauso glücklich zu sein, wie alle anderen auch, die ich kenne. Das heißt, ab und zu“. Daraufhin folgt die internationale Anerkennung mit der Oskar-Nominierung für Miss Misery aus Gus Van Sants Film Will Hunting, und anschließend der hervorragende Either/Or. © Charlotte Saintoin/Qobuz
CD12,49 €

Pop - Erschienen am 1. November 2010 | Universal Music

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Alternativ und Indie - Erschienen am 25. Februar 1997 | Kill Rock Stars

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Pop/Rock - Erschienen am 1. November 2010 | Domino Recording Co

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Original Soundtrack - Erschienen am 5. Februar 2015 | Elliott Smith Documentary - Heaven Adores You

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Pop - Erschienen am 14. Juli 1994 | Universal Music

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Pop/Rock - Erschienen am 3. April 2010 | Domino Recording Co

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Pop - Erschienen am 1. Januar 2007 | Universal Music

Kein Singer/Songwriter hat mich neben Nick Drake so berührt wie Elliott Smith. Er verstand es wie kaum ein anderer, schmerzlich-zärtliche Lieder in ergreifende Melodien zu packen. Der Multi-Instrumentalist begleitete diese zumeist mit fantastischem Fingerpicking und trug sie mit sanft-brüchiger Stimme vor. Das trug zu einer manchmal verstörenden Unmittelbarkeit seiner Songs bei, in die der Musiker sein Innerstes legte, einfach so, weil er nicht anders konnte. Schwermut und Melancholie waren immer mit im Spiel und fester Bestandteil des musikalischen Schaffens des Amerikaners. Das alles gibt es nicht mehr, seit Smith 2003 34-jährig auf tragische Weise ums Leben kam. Nun bin ich immer skeptisch, wenn ich von einer Zusammenstellung bisher unveröffentlichter Songs eines Musikers höre, handelt es sich dabei doch allzu oft um musikalische Merkwürdigkeiten und Skurrilitäten verminderter Qualität, denen nur der ergebene Fan etwas abgewinnen kann. Im Falle des mit einem ausführlichen Booklet ausgestatteten posthum-Album "New Moon" liegen die Dinge anders. Die Doppel-CD beinhaltet 24 Songs, die in der Zeit von 1994 und 1997 während den Aufnahme-Sessions zu "Elliott Smith" und "Either/ Or" entstanden sind. Freund und Archivar Larry Crane hat die Songs sauber produziert und, wenn nötig, behutsam überarbeitet und zu einem runden Ganzen zusammengefasst. Jedes dieser Lieder hätte sich auch nahtlos in ein reguläres Smith-Album eingefügt. Die meisten Songs hat Smith mit einem 4- oder 8-Spur-Aufnahmegerät eingespielt, die Instrumentierung ist weitgehend karg und auf eine Gitarre reduziert, was im Elliott Smith-Universum aber keine Besonderheit darstellt. Mit "See You Later" und "Half Right" sind zwei Stücke aus seiner Zeit mit der Band Heatmiser dabei, mit "Thirteen" von Big Star eine Coverversion und eine frühe Version von "Miss Misery", das ihm 1998 eine Oskar-Nominierung für den besten Film-Song in Gus van Sants "Good Will Hunting" einbringen sollte. Zwei weitere Tracks sind bereits auf Compilations erschienen, "Pretty Mary K" existiert schon in einer anderen Fassung; alle anderen Tracks sind Erstveröffentlichungen. Und die offenbaren noch einmal die ganze Größe dieses einzigartigen, introvertierten Songwriters. Ich staune über die wunderbare Melodik von Nummern wie "Angel In The Snow", "New Monkey", "Looking Over My Shoulder" oder das verhalten optimistische "All Cleaned Out" und wundere mich, dass diese Songs keinen Platz auf einem seiner Alben gefunden haben. Andere gäben ihre Seele für solche Lieder. Und immer wieder dieser gedoppelte Gesang wie in "First Timer" oder "Go By", der eine unwiderstehliche, ergreifende Faszination ausübt. Da ist zudem das betörende, mit Keyboardklängen unterlegte "Either/Or", die vielseitigen und grandios gespielten Tracks "Almost Over" und "Big Decision" und das folkige "Georgia, Georgia" das mit dem "What a plan, suicide"-Text Diskussionen über das Ableben Smiths entfachen wird. So geht das auf qualitativ hohem Niveau weiter, es findet sich kein Stück, das dem Fluss des Albums abträglich ist. Für Fans ist diese äußerst gelungene und zeitlose Zusammenstellung mit 24 traurig schimmernden Perlen sowieso ein Muss, für alle anderen ein geeigneter Einstieg, sich die musikalische Frühphase dieses zu früh verstorbenen, melancholischen Indie-Helden anzueignen. Danke, Elliott. Ein Teil der Einnahmen von "New Moon" geht übrigens an eine soziale Einrichtung in Portland, die obdachlose Kinder und verarmte Erwachsene unterstützt. Nur ein weiterer Grund, sich "New Moon" zuzulegen. © Laut
CD12,49 €

Pop - Erschienen am 18. Oktober 2004 | Universal Music

"Last stop for a resolution, end of the line, is it confusion?" Mit diesen Worten beginnt das letzte Album von Elliott Smith. Treffender hätte es der Folk-Sänger, der letztes Jahr Selbstmord beging, nicht formulieren können. "From A Basement On The Hill" ist eine Ansammlung von kleinen, melancholischen Meisterwerken. Jeder Song steht für sich allein - keine Vergleiche, kein besser oder schlechter, einfach nur ehrliche, geradewegs aus der Seele gespielte Musik. Das Echo zu Beginn von "Coast To Coast" klingt wirklich so, als sei die Platte in einem "Basement" aufgenommen worden. Düstere, verzerrte Gitarren fügen sich Smiths sanfter und doch eindringlicher Stimme. Ein so heftiger wie gleichzeitig zarter und zerbrechlicher Track. "Let's Get Lost" sowie das anschließende "Pretty (Ugly Before)" verwundern mit simpel-süßen Akustikgitarrenklängen, die tränenschweren Texte sind wohl ironisch zu verstehen. "Don't Go Down" und "Strung Out Again" spielen in der bekannten Elliott Smith-Liga. Langgezerrte, grungige Gitarrenklänge lassen Raum für sanfte und unaufdringliche Stimmeinlagen. Mit "Fond Farewell" erklingt dann mit relaxtem Rhythmus und rein akustischen Melodiebögen einer der vielen Höhepunkte dieser Platte. Der Refrain animiert zum Mitsingen, bevor man sich erinnert, dass es sich hier um eine Smith-Komposition handelt - sehr persönlich, sehr intim, nicht wirklich zur Teilhabe geeignet. Fröhliches Vogel-Gezwitscher begrüßt einen auf "Ostrich & Chirping", bevor der nahtlose Übergang zu meinem absoluten Lieblingstrack ertönt. "Twilight" geht mit den Zeilen "... you don't deserve to be lonely - but those drugs you got won't make you feel better ..." ziemlich tief unter die Haut. Die Melodie - einmal gehört, kriegt man sie nicht mehr aus den Gehirnwindungen. Wie alle Kompositionen weist auch "Twilight" eine dunkle Seite vor, und trotzdem gelingt es Smith immer wieder, eine verspielte, ja schon fast freudige Note unauffällig darunter zu mischen. Tatsächlich klingt die hier vorliegende CD über weite Strecken wie ein Abschiedsalbum. Eine leicht depressive Ader vereint die Songs, bestimmt kein Soundtrack für ein nettes Beisammensein. Aber kennen wir das nicht schon von früheren Smith-Platten? Der Unterschied ist, dass wir hier wissen, dass sich Smith gegen Ende der Aufnahmen das Leben nahm. Produzent Rob Schnapf und Elliotts Ex-Freundin Joanna Bolme stellten das Werk fertig. Wäre der sensible Songwriter noch am Leben, würden die Songs dann anders klingen? Ich glaube nicht. "From A Basement On The Hill" ist es eine wundervolle, bitter-süße Platte, aus der man den Gefühlszustand des Künstlers nicht deutlich heraus hören kann. Eindeutig ist aber, dass Elliott Smith sich in musikalischer Würde von dieser Welt verabschiedet hat. © Laut
CD1,19 €

Alternativ und Indie - Erschienen am 22. November 2000 | Suicide Squeeze Records