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Die Alben

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Alternativ und Indie - Erschienen am 7. März 2011 | Fiction - Cooperative Music USA - Downtown Records

Auszeichnungen Sélection Disques de l'année Les Inrocks - Sélection Les Inrocks - Sélection du Mercury Prize
Der besondere Status der Band aus Manchester zeigt sich bereits am Promo-Begleittext. Wo sonst ein DIN A4-Blatt meist dürftige Informationen vermittelt, liegt diesem Album ein Reclam-Büchlein bei, das sich bei genauerem Hinsehen als Reclaim-Heft entpuppt. Zwischen den bekannten gelben Deckblättern sind nicht nur die Kommentare zu jedem der neuen Songs zu finden, sondern auch die Texte aller fünf Elbow-Werke. Ein kleines Juwel für Sammler also. "Es ist mir extrem peinlich, dass ich kein Wort Deutsch spreche; trotzdem ist es vielleicht ganz hilfreich, wenn alle etwas mehr über diese Tracks erfahren. Schließlich benutze ich immer wieder Umgangssprache und Slangausdrücke, die selbst die Deutschen mit ihrem makellosen Englisch unter Umständen nicht sofort verstehen", erklärt Sänger und Texter Guy Garvey. Musikalisch bewegen sich er und seine Mitstreiter wie gewohnt auf Pfaden abseits der Hauptrouten. Schon der achtminütige Opener "The Birds" ist eine Reise für sich. Zunächst hört man ein schnelles Ticken, dann setzt ein Gitarrenriff ein. Behutsam singt Garvey über einen alten Mann, der über das Ende einer Beziehung sinniert, fast schon monoton von seiner Band begleitet. Nach und nach setzen Keyboards und Streicher ein, bis nach sechs Minuten elektronisch-symphonischer Bombast den Hörer abheben lässt. Ein wahrer Höheflug. "Lippy Kids" (mit der Zeile, die dem Album seinen Titel gibt), besteht neben Garveys hoher Stimme im Wesentlichen aus wenigen Klavier- und Gitarrennoten sowie gesampelten Hintergrundstimmen, die zu einem mächtigen Stimmgewitter anwachsen. Ein Element, das auf dem Album eine wichtige Rolle spielt, denn auf sechs von elf Stücken ist der Jugendchor des Hallé-Orchesters zu hören. Auf "With Love" hört sich der Sänger ein bisschen wie Sting an, doch auch hier sorgt der Chor für einen Aha-Effekt. "Jesus Is A Rochdale Girl" und "The Night Will Always Win" kommen dagegen wieder mit einfachen, leiseren Mitteln aus. Doch der weitere Verlauf bringt immer wieder Abwechlung, wie die schon fast volksmusikalischen Einlagen in "Open Arms" oder das zarte, rein vokale "The Birds (Reprise)". Mit "Dear Friends", einer Danksagung an alle, die die Band im Laufe der Jahre unterstützt haben, endet Elbows fünftes Album mit einer Verneigung. "Wir haben uns wie jedes Mal darauf konzentriert, ein Album aufzunehmen, das einen auf eine Reise mitnimmt. Das einem im Idealfall nach dem Anhören an einen anderen Ort transportiert hat. Wir sind in erster Linie noch immer eine Band, die Alben macht. Wenn wir damit mal nicht weiterkamen, stellten wir uns eine ganz simple Frage: 'Was wollen wir als nächstes hören?'", so Garvey zu Elbows Einstellung. In den Blueprint Studios in Salford aufgenommen, in denen schon die Vorgänger "Leaders Of the Free World" und "The Seldom Seen Kid" entstanden, strahlt die Platte eine bemerkenswerte Ruhe aus. Die einerseits dem gesunden Selbstbewusstsein entspringt, keinem etwas beweisen zu müssen, andererseits an der Produktion liegt, die wie schon beim Vorgänger Keyboarder Craig Potter übernommen hat. Mit "Build A Rocket Boys!" zeigen Elbow, dass sie dem Erwartungsdruck standgehalten und sich nicht von ihrem Weg haben abbringen lassen: Den, träumerische Klangwelten zu erschaffen, die den Hörer für die Dauer einer Platte in aus seinem täglichen Trara entführen. PS: Wem es nicht gelingt, eines der Reclaim-Büchlein zu ergattern, findet die Song-Kommentare auch auf der Labelseite www.elbowmusic.de. © Laut
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Alternativ und Indie - Erschienen am 1. Januar 2008 | Polydor Records

Booklet Auszeichnungen Qobuz' perfekte Schallplattensammlung - Lauréat du Mercury Prize
Bombastisch, enthusiastisch, pompös, sensationell, traumhaft... ja, ich bin begeistert vom neuen Elbow-Album. Dieser vierte Triumphzug aus Manchester übertrifft seine Vorgänger mit emotionsgeladenen Melodien. Und man sollte ihn in vollen Zügen genießen, nicht nur weil der Titel dem verstorbenen Freund und Songwriter Bryan Glancy mit dem Spitznamen "Seldom Seen Kid" gewidmet ist, sondern auch weil die Band vorerst keine Studioplatten mehr herausgeben wird. Guy Garvey und seine Jungs haben keinen Bock mehr auf Massen-Downloads und Internet-Feilscherei. Ein Grund mehr, sich einen guten Background-Chor zu gönnen, einige Geiger, Cellisten, Trompeter und Bläser ins Studio einzuladen. Drei Jahre haben sich Elbow mit diesem Sound-Vergnügen Zeit gelassen, um Guys Liebesschwüre und betörende Stimme in ein harmonisches Streich-, Blas- und Piano-Bett zu decken. "Starlings" beginnt die gefühlvolle Komposition mit einer sich aufbauenden Orchester-Orgie. Deren Verneigung sich später auch Jazzgrößen wie George Gershwin zuwendet und Elemente vom ewigen Klassiker "Summertime" beinhaltet ("The Bones Of You"). Wenn der Mann liebt, dann bis auf die Knochen. Eindringliche und sentimentale Geständnisse schreibt Mr. Garvey in poetischen Worten und anschaulichen Metaphern. Ein wahrer Dichter unter den englischen Popbands. "I have an audience with the pope / And I'm saving the world at eight / But if she says she needs me / She says she needs me / Everybody's gonna have to wait..."("An Audience With The Pope"). Ist das nicht wunderschön gesagt? Kann der Mann mich bitte heiraten?! Derartige, tief romantische Wortattraktionen bietet Guy in jedem Lied. Rührende Melancholie steckt bereits im Titel. Ein lautes Seufzen durchdringt "The Loneliness Of A Tower Crane Driver" oder manchmal auch etwas wütender mit brachialer Tischperformance in der ersten Singleauskopplung "Grounds For Divorce" (im Video auch zu sehen). Der Cocktail aus Soul und Pop umschmeichelt süffig die Seele. Trotz Trauer und Schmerz mit starkem Alkohol- und Zigarettenkonsum hört man auch immer wieder die lebensfrohen Momente. Neue Lieben und der freudige Nachwuchs sind Themen der Platte. In "The Fix" liefern sich Gast Richard Hawley und Guy ein harmonisches Duett, im Geiste der 40er/50er Jahre-Kneipenfreundschaften. "One Day Like This" steigert sich am Ende noch mal zur innigen Offenbarung: "Well anyway, it's looking like a beautiful day." Mit der Sonne im Nacken und diesem Album auf den Ohren ist jeder Tag ein wunderschöner Tag. Kann man nur noch hoffen, dass Elbow uns mit komplettem Orchester-Arrangement auf ihrer Konzertreise besuchen. © Laut
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Alternativ und Indie - Erschienen am 1. Januar 2014 | Polydor Records

Auszeichnungen 4F de Télérama
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Alternativ und Indie - Erschienen am 1. Januar 2002 | Polydor Records

Auszeichnungen Sélection du Mercury Prize
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Alternativ und Indie - Erschienen am 11. Oktober 2019 | Polydor Records

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Immer wieder Manchester: Auch Elbow stammen aus dieser Musikhochburg und bringen auf ihrer mittlerweile achten Platte eine weitere Facette des guten alten Britrock in die DNA der Stadt ein. Aufgenommen wurde "Giants Of All Sizes" jedoch in Hamburg. Was vielleicht erklärt, warum der aktuelle Brexit-Wahnsinn thematisch keine Hauptrolle spielt, im Untergrund aber immer mitgrummelt. Und so klingen die neuen Elbow-Songs zwar sehr entspannt bis erwachsen, die optimistischen Britpop-Kracher fehlen aber: Die verfahrene Lage der Nation hat Spuren hinterlassen - man habe den Sound der traurigen britischen Realität angepasst, betont die Band. Im siebenminütigen Opener "Dexter & Sinister" klingen Elbow ein wenig nach Peter Gabriel (in "My Trouble" denkt man hingegen an Sting), über eine minimal trotzige Melodie erhebt sich klagender, aber selbstbewusster Gesang - der Song endet in einem hymnisch psychedelischen Finale. Damit ist der Ton für das Motto des Albums gesetzt, das nach Frontmann Guy Garvey ein wütendes Lamento darstellt, das seine Erlösung in Freundschaft, Familie, Band und einem neue Leben findet. Man merkt Elbows Musik auch an, dass hier Freunde gemeinsam musizieren, die darüber hinaus noch einen Pub in Manchester betreiben: Die Songs spiegeln ein solides Selbstbewusstsein wider, das man im Fußball vielleicht als abgezockt bezeichnen würde. Denn Abgeklärtheit kann man den Liedern zwischen schlichter Elektronik, leichtem Soul, zarten Folkeinlagen, ein paar Streichern und viel melodischem Gitarrenspiel nicht absprechen. Vielleicht braucht es ja gerade angesichts des Irrsinns auf der Insel auch mal eine ruhige, wärmende Stimme, die im – ein wenig nach Radiohead klingenden - Song "Empires" die Situation wie folgt kommentiert: "Empires crumble all the time / Pay it no mind". © Laut
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Alternativ und Indie - Erschienen am 26. März 2020 | Polydor Records

Hi-Res
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Alternativ und Indie - Erschienen am 3. Februar 2017 | Polydor Records

Hi-Res
Mit "The Take Off And Landing Of Everything" erreichte die Britpop-Institution Elbow 2014 zum ersten Mal die Pole Position der britischen Charts. Dennoch kam es zwischen Richard Jupp und den restlichen vier Mitgliedern zu Differenzen. Folglich verließ der Drummer die Band vor einem Jahr. Doch Elbow wären nicht Elbow, wenn sie nicht aus der Not eine Tugend machten. "Little Fictions" überzeugt entsprechend mit kleinen, detaillierten Veränderungen im Sound. Vor allem der ersten Single "Magnificent (She Says)" kommen die lebhaften, sprunghaften Verschlierungen und Feinheiten an den Drums zugute. Die Streicherarrangements des Hallé Orchestra aus Manchester und der sich aufbäumende Refrain lassen diese Nummer außerdem wie geschaffen für einen "James Bond"-Soundtrack erscheinen. Ein fulminanter Start, wie man ihn von den Briten nicht anders kennt. Jupps Posten nahm im Studio Sessiondrummer Alex Reeves ein. Zusätzlich experimentierte die Band bei den Aufnahmen mit Elektronik und Drumloops. Diese Herangehensweise dominierte auch schon Guy Garveys letzte Soloplatte "Courting The Squall" von 2015. "Little Fictions" klingt größtenteils organischer und souliger als gewohnt, verliert die Hymnenhaftigkeit Elbows jedoch nicht aus den Augen. "Gentle Storm" versprüht sogar einem repetitiven Ethno-Vibe. Das dezente Electronicapiano und der warme Gesang von Guy Garvey nehmen dem Song aber kaum Bodenhaftung. Die anschließenden Tracks verlangen dagegen etwas Geduld, um sie ins Herz zu schließen. Der Klang fällt nicht mehr ganz so üppig und voluminös wie auf früheren Alben aus. Besonders das melancholische Piano spielt eine für das Gesamtbild dominierendere Rolle als zuletzt. "Trust The Sun" lässt an den späteren Output von Talk Talk denken. Ihre unverkennbare, melodieverliebte Signatur bewahren sich Elbow trotzdem auf dieser rhythmischen Nummer. Die zweite Single "All Disco" changiert zwischen schwelgerischem Britpop und klassischer Beatles-Ballade à la "Yesterday". Die Chorgesänge setzen auf Opulenz, während der eingängige Refrain die Schwelle zum Radio-Pop nur knapp unterschreitet. Glücklicherweise bildet dieser Track eine Ausnahme auf der ansonsten so durchdachten Platte. "Firebrand & Angel" lässt sich drei Minuten Zeit, bis sich unter dem verspielten Gospel-Groove eine funkelnde Melodie herausschält. Selbstvertrauen besitzen Elbow auf diesem Album ohnehin. "K2" weist mit Loungesounds und Drum'n'Bass-artiger Polyrhythmik vom Sound her Parallelen zu Radioheads "In Rainbows" auf. Im Gegensatz zu Thom Yorke strahlt Guy Garvey allerdings Gelassenheit und Zufriedenheit aus. Mit seinem wohligen Timbre hält er "Little Fictions" auf beruhigende Art und Weise zusammen. Da wundert es nicht, dass er auf BBC 6 eine eigene Radiosendung moderiert. Der Titelsong mit dramatischer Pianoeinleitung und holprigen Drums steigert sich innerhalb von achteinhalb Minuten in Sphären, die man nur noch schwerlich als irdisch bezeichnen kann. Man will bei dieser Melodie, die am Schluss ihren überwältigenden Höhepunkt erreicht, für einen kurzen Augenblick die Welt umarmen. "Kindling" spendet mit seinen herzerwärmenden Streichern als würdiger Rausschmeißer noch einmal Trost. Garvey singt auf dieser Nummer so versöhnlich, als legte er einem die Hand auf die Schulter und möchte sagen, dass alles wieder gut wird. Den schwierigen Zeiten entgegnen Elbow also mit sehr viel Schönheit und Optimismus. Die Engländer nehmen den Hörer souverän auf eine vielschichtige, emotionale Reise mit und entwickeln sich musikalisch weiter. Ihr bisheriger Erfolg dürfte damit kaum abreißen, selbst wenn das Bild der eingeschworenen Pub-Treppe aus Manchester nach dem Ausstieg Richard Jupps für so manchen Fan ein paar Risse bekommen hat. Mit "Little Fictions" bewegt sich die Band noch immer auf konstant hohem Niveau. © Laut
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Alternativ und Indie - Erschienen am 19. Juni 2020 | Polydor Records

Hi-Res
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Alternativ und Indie - Erschienen am 1. Januar 2009 | Polydor Records

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Alternativ und Indie - Erschienen am 24. November 2017 | Polydor Records

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Alternativ und Indie - Erschienen am 1. Januar 2014 | Polydor Records

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Rock - Erschienen am 1. Januar 2005 | UMC (Universal Music Catalogue)

Wie gerne wäre ich jetzt im schönen England mit einem uncoolen Cider in der einen und fettigen Fish & Chips in der anderen Hand. In London der Queen von Weitem zuwinken, in Cornwall den schmucken Surfern beim Scheitern zuschauen oder am allerliebsten Bier trinken mit Mark E. Smith in Manchester. Der entfernten Heimat von Elbow, die nach zweijähriger Schaffenspause endlich noch mal was von sich hören lassen. Wie schön, dass es genügend Musik aus diesem Lande gibt und man fürs erste sich damit zu Hause eindecken kann. Zum Beispiel mit "Leaders Of The Free World", dem dritten Werk der sympathischen Inselaffen. Auch wenn der Popper irgendwann zum Rocker mutiert, bleibt immer ein Plätzchen für herzzerreißende Melodramatik übrig. Vor allem, wenn Sänger Guy Garvey und sein typisch englisches Melancholie-Frühstück dabei im Vordergrund stehen. Liebe, Frust und Schmerzen sind natürlich auch hier wieder die Hauptthemen, wobei der Albumtitel sich diesmal vor allem auf George W. Bush und sein Erbsenhirn bezieht. Elbow sitzen seit 2001 mit auf dem königlichen Britpop-Thron, und selbst Chris Martin von Coldplay lässt sich von diesem Songwriting inspirieren und gilt als schmachtender Fan. Nach der letzten Platte Cast Of Thousands ist man natürlich gespannt, ob sich Guy und seine Mannen noch mal steigern. Nicht ganz, aber dennoch lässt das Anfangslied "Station Approach" wieder nur Gutes vermuten. Die Gänsehaut wächst mit Mr. Garveys Stimme, die sich gerne mal in eine höhere Stimmlage verirrt (Picky Bugger), um damit sein Leid noch fester in die Gehörwände zu pressen. Hier wird im übrigen vor exzessiven Partys gewarnt. Sehr vorbildlich. Die erste Mitsommernachts-Hymne ist auf jeden Fall "Forget Myself". Der nächste Ohrcatcher betört mit einem gewaltigen Bass in "Leaders Of The Free World". Dieser Titelsong protestiert weniger, als er sich lustig macht. Elbow sehen sich nicht als politische Band. Sie sahen lediglich eine Veranstaltung, bei der Bush als der "Commander in Chief and Leader of the free World" angekündigt wurde. Das fanden sie so unglaublich, dass sie diese Phrase in ihr Repertoire mit aufnehmen mussten. Ihrer Meinung nach hätte eher so was wie Darth Vader reinkommen müssen, und nicht dieser Cowboy. Die Aussichten auf sanfte Balladen verdichten sich mehr und mehr im zweiten Teil des Albums. Mit harmonischem Geigen- und Klavierzauber erfüllt spätestens "Great Expectations" die Erwartungen. Die Produktion fand diesmal ohne großen Aufwand im eigenen Studio statt. Bescheiden waren Elbow schon immer, um so gigantischer ihre Songs, und um so mehr freut man sich auf das nächste Livekonzert. Bestuhlt wäre es ein besonderes Erlebnis. Ich weiß nicht, wie sie es schaffen, aber die Engländer treiben einem immer wieder Tränen in die Augen, vor allem wenn sie aus ihren selbstbetitelten "Shitholes" kommen, wie hier zum Beispiel Bury. Öde ist da gar kein Ausdruck mehr, man muss schon die Zähne zusammen beißen, um den Glauben an das Gute nicht zu verlieren. Letztendlich ist doch alles gar nicht so schwarz, und selbst in Manchester regnet es auch nicht ununterbrochen. © Laut
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Alternativ und Indie - Erschienen am 1. Januar 2003 | UMC (Universal Music Catalogue)

So, die sonnige Periode ist vorbei. Zeit die Rotzfahnen rauszulegen, seine Sommerlochbekanntschaft vor die Tür zu setzen und die wirklich melancholischen, selbstzerfleischenden Platten rauszusuchen. Genau die richtige Zeit für unsere beliebten Inselbewohner Elbow, ein neues Album auf den Markt zu werfen. Eigentlich müsste ich diese mir vorliegende CD "Cast Of Thousands" verbrennen, mit dem Hammer draufschlagen oder einfach mal nur einen Punkt vergeben. Guy Garvey, Sänger und Kopf der Band, hasst nämlich Robbie Williams. Wo gibt es denn so was? Aber, fucking hell, ich muss sachlich bleiben, und trotz dieser ehrlichen Äußerung gefällt mir das neue Album von Elbow. Auf jeden Fall sehr viel besser als ihr Debüt Asleep In The Back von 2001. Bei der zweiten Auskopplung merkt man, dass man nicht unbedingt zehn Jahre im Übungskeller rumschimmeln muss, um einige großartige, ungewöhnliche Kompositionen zu kreieren. Die Jungs waren danach wohl öfter mal an der frischen Luft. Insgesamt klingt es nicht mehr so düster, alles ist ein wenig offener und gewagter. Diesmal sperrte man sich nur neun Monate ein. Dabei wurde viel diskutiert und alle sind sich einig, wenn das Ding floppt, haben wir nicht hart genug gearbeitet. Also Jungs, ich kann euch beruhigen. Meiner Meinung nach hattet ihr keine Angst davor, dem Erfolgsdruck gerecht zu werden. Ihr habt es einfach drauf. Muss wohl an Manchester liegen, oder vielleicht doch an Robbies Karma? Jeder Titel ist eine Überraschung. Schon der Opener ist eine bombastische Ohrspülung. "Ribcage" lässt nach vier Minuten voll den Gospel raushängen. Und der Londoner Community Chor steigert sich von Minute zu Minute. Tja, das können die jungen, neuen Briten. Blur hatten schließlich mit der selben "göttlichen" Unterstützung schon mit "Tender" einen spirituellen Akzent gesetzt. Bei Elbow bekommt die Gesangsgruppe hörbare Unterstützung durch die zahlreichen Publikums-Kehlen des vergangenen Glastonbury Festivals. Bei der Singleauskopplung "Fallen Angel" hat die Kirche dann mal kurze Pause. Hier explodiert die erste Hit-Kanone. Etwas lauter, etwas krachiger, um nicht zu sagen richtig fetzig. Mit "Fugitive Motel" wird man dann sofort noch mit der Kanone unterm Arsch in eine romantische Liebesfilmszene versetzt. Aber bitte nicht Mit Tom Hanks und Meg Ryan. Den absoluten Overkill bekomme ich bei "Snooks". Geniale Gitarrenparts, coole Drums, und der Refrain lässt dich auf die Knie fallen. Guys Stimme so mollig warm und einsam wie ein Wolf. Der Gesang mutiert durch extravagante Effekte zum einzigartigen Klangerlebnis. Danach werden sie ihrem britischen, leisem Image wieder gerecht. Zeit, um noch mal kurz über seine Sommerlochbekanntschaft nachzudenken. "I've Got Your Number": Spielerische Synthie-Töne die plötzlich von einer gewaltigen Orgel übertönt werden. "Crawling With Idiot" ist pure Schmachterei. Taschentücher raus und aus dem Fenster in den grauen Himmel schauen. Das mag deprimierend klingen, ist es auch, aber irgendwie auch schön, gemeinsam mit der Band ein wenig im Selbstmitleid zu verschmelzen. Die göttlichen Hoheiten finden bei "Grace Under Pressure" wieder zurück zu ihrem Spirit. Hallelujah! Das Album wird zwar nicht in meiner diesjährigen Top 5 vertreten sein, aber einige Stücke eignen sich bestens zum Vor -, Über- und Abspielen. Und denkt immer daran: Geiz ist Scheiße! © Laut
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Alternativ und Indie - Erschienen am 24. November 2017 | Polydor Records

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Alternativ und Indie - Erschienen am 30. März 2009 | Polydor Records

Bombastisch, enthusiastisch, pompös, sensationell, traumhaft... ja, ich bin begeistert vom neuen Elbow-Album. Dieser vierte Triumphzug aus Manchester übertrifft seine Vorgänger mit emotionsgeladenen Melodien. Und man sollte ihn in vollen Zügen genießen, nicht nur weil der Titel dem verstorbenen Freund und Songwriter Bryan Glancy mit dem Spitznamen "Seldom Seen Kid" gewidmet ist, sondern auch weil die Band vorerst keine Studioplatten mehr herausgeben wird. Guy Garvey und seine Jungs haben keinen Bock mehr auf Massen-Downloads und Internet-Feilscherei. Ein Grund mehr, sich einen guten Background-Chor zu gönnen, einige Geiger, Cellisten, Trompeter und Bläser ins Studio einzuladen. Drei Jahre haben sich Elbow mit diesem Sound-Vergnügen Zeit gelassen, um Guys Liebesschwüre und betörende Stimme in ein harmonisches Streich-, Blas- und Piano-Bett zu decken. "Starlings" beginnt die gefühlvolle Komposition mit einer sich aufbauenden Orchester-Orgie. Deren Verneigung sich später auch Jazzgrößen wie George Gershwin zuwendet und Elemente vom ewigen Klassiker "Summertime" beinhaltet ("The Bones Of You"). Wenn der Mann liebt, dann bis auf die Knochen. Eindringliche und sentimentale Geständnisse schreibt Mr. Garvey in poetischen Worten und anschaulichen Metaphern. Ein wahrer Dichter unter den englischen Popbands. "I have an audience with the pope / And I'm saving the world at eight / But if she says she needs me / She says she needs me / Everybody's gonna have to wait..."("An Audience With The Pope"). Ist das nicht wunderschön gesagt? Kann der Mann mich bitte heiraten?! Derartige, tief romantische Wortattraktionen bietet Guy in jedem Lied. Rührende Melancholie steckt bereits im Titel. Ein lautes Seufzen durchdringt "The Loneliness Of A Tower Crane Driver" oder manchmal auch etwas wütender mit brachialer Tischperformance in der ersten Singleauskopplung "Grounds For Divorce" (im Video auch zu sehen). Der Cocktail aus Soul und Pop umschmeichelt süffig die Seele. Trotz Trauer und Schmerz mit starkem Alkohol- und Zigarettenkonsum hört man auch immer wieder die lebensfrohen Momente. Neue Lieben und der freudige Nachwuchs sind Themen der Platte. In "The Fix" liefern sich Gast Richard Hawley und Guy ein harmonisches Duett, im Geiste der 40er/50er Jahre-Kneipenfreundschaften. "One Day Like This" steigert sich am Ende noch mal zur innigen Offenbarung: "Well anyway, it's looking like a beautiful day." Mit der Sonne im Nacken und diesem Album auf den Ohren ist jeder Tag ein wunderschöner Tag. Kann man nur noch hoffen, dass Elbow uns mit komplettem Orchester-Arrangement auf ihrer Konzertreise besuchen. © Laut
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Alternativ und Indie - Erschienen am 1. Januar 2012 | Polydor Records

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Alternativ und Indie - Erschienen am 11. Oktober 2019 | Polydor Records

Hi-Res
Immer wieder Manchester: Auch Elbow stammen aus dieser Musikhochburg und bringen auf ihrer mittlerweile achten Platte eine weitere Facette des guten alten Britrock in die DNA der Stadt ein. Aufgenommen wurde "Giants Of All Sizes" jedoch in Hamburg. Was vielleicht erklärt, warum der aktuelle Brexit-Wahnsinn thematisch keine Hauptrolle spielt, im Untergrund aber immer mitgrummelt. Und so klingen die neuen Elbow-Songs zwar sehr entspannt bis erwachsen, die optimistischen Britpop-Kracher fehlen aber: Die verfahrene Lage der Nation hat Spuren hinterlassen - man habe den Sound der traurigen britischen Realität angepasst, betont die Band. Im siebenminütigen Opener "Dexter & Sinister" klingen Elbow ein wenig nach Peter Gabriel (in "My Trouble" denkt man hingegen an Sting), über eine minimal trotzige Melodie erhebt sich klagender, aber selbstbewusster Gesang - der Song endet in einem hymnisch psychedelischen Finale. Damit ist der Ton für das Motto des Albums gesetzt, das nach Frontmann Guy Garvey ein wütendes Lamento darstellt, das seine Erlösung in Freundschaft, Familie, Band und einem neue Leben findet. Man merkt Elbows Musik auch an, dass hier Freunde gemeinsam musizieren, die darüber hinaus noch einen Pub in Manchester betreiben: Die Songs spiegeln ein solides Selbstbewusstsein wider, das man im Fußball vielleicht als abgezockt bezeichnen würde. Denn Abgeklärtheit kann man den Liedern zwischen schlichter Elektronik, leichtem Soul, zarten Folkeinlagen, ein paar Streichern und viel melodischem Gitarrenspiel nicht absprechen. Vielleicht braucht es ja gerade angesichts des Irrsinns auf der Insel auch mal eine ruhige, wärmende Stimme, die im – ein wenig nach Radiohead klingenden - Song "Empires" die Situation wie folgt kommentiert: "Empires crumble all the time / Pay it no mind". © Laut
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Alternativ und Indie - Erschienen am 11. Oktober 2019 | Polydor Records

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Immer wieder Manchester: Auch Elbow stammen aus dieser Musikhochburg und bringen auf ihrer mittlerweile achten Platte eine weitere Facette des guten alten Britrock in die DNA der Stadt ein. Aufgenommen wurde "Giants Of All Sizes" jedoch in Hamburg. Was vielleicht erklärt, warum der aktuelle Brexit-Wahnsinn thematisch keine Hauptrolle spielt, im Untergrund aber immer mitgrummelt. Und so klingen die neuen Elbow-Songs zwar sehr entspannt bis erwachsen, die optimistischen Britpop-Kracher fehlen aber: Die verfahrene Lage der Nation hat Spuren hinterlassen - man habe den Sound der traurigen britischen Realität angepasst, betont die Band. Im siebenminütigen Opener "Dexter & Sinister" klingen Elbow ein wenig nach Peter Gabriel (in "My Trouble" denkt man hingegen an Sting), über eine minimal trotzige Melodie erhebt sich klagender, aber selbstbewusster Gesang - der Song endet in einem hymnisch psychedelischen Finale. Damit ist der Ton für das Motto des Albums gesetzt, das nach Frontmann Guy Garvey ein wütendes Lamento darstellt, das seine Erlösung in Freundschaft, Familie, Band und einem neue Leben findet. Man merkt Elbows Musik auch an, dass hier Freunde gemeinsam musizieren, die darüber hinaus noch einen Pub in Manchester betreiben: Die Songs spiegeln ein solides Selbstbewusstsein wider, das man im Fußball vielleicht als abgezockt bezeichnen würde. Denn Abgeklärtheit kann man den Liedern zwischen schlichter Elektronik, leichtem Soul, zarten Folkeinlagen, ein paar Streichern und viel melodischem Gitarrenspiel nicht absprechen. Vielleicht braucht es ja gerade angesichts des Irrsinns auf der Insel auch mal eine ruhige, wärmende Stimme, die im – ein wenig nach Radiohead klingenden - Song "Empires" die Situation wie folgt kommentiert: "Empires crumble all the time / Pay it no mind". © Laut
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Rock - Erschienen am 1. Januar 2012 | UMC (Universal Music Catalogue)

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Alternativ und Indie - Erschienen am 1. August 2019 | Polydor Records