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Chi

Jazz - Erschienen am 22. Februar 2019 | RareNoiseRecords

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Manchmal können Plattentitel verwirren, verweist der Name des faszinierenden Albums von Dave Liebman, Adam Rudolph und Hamid Drake doch nicht auf den griechischen Buchstaben. Sondern steht in Abweichung von der üblichen Schreibweise Qì für einen zentralen Begriff ostasiatischen Lebens, der als weltbewegendes Element gleichermaßen Energie, Atem und menschliche Emotionen inkludiert. Und hier für die im von John Zorn kuratierten New Yorker Club „The Stone“ live aufgenommene Begegnung der beiden Trommelkünstler mit dem legendären Saxofonisten als spirituelles Leitmotiv für ihre organisch fließenden Interaktionen dient. Das ungemein intensive Geschehen wird vor allem von delikaten, dynamisch wie klanglich hochvariablen Rhythmen bestimmt, die Adam Rudolph händisch auf archaischen Perkussionsinstrumenten evoziert, während Hamid Drake am klassischen Drumset zwischen globalen Beats und filigranen Cymbal-Sounds oszilliert. Wobei häufig elektronische Effekte ins Spiel kommen, die kunstvoll etwa David Liebmans Sopransax hallig multiplizieren oder das Momentum sphärisch ausweiten. Ohnehin agiert der 72-jährige Bläser hier ausgesprochen unkonventionell und kontrastiert zarteste Bambusflöten-Melodien mit fast vögeligem Sopran-Geschnatter samt diskreter Miles-Zitate und groovigem Tenorsax über bunt-schillernden Rhythmusmustern, die voller raffinierter Details stecken. Dass er obendrein in „Formless Form“ den hypnotischen Trommelzauber mit zarten Pianoklängen bereichert, ist nur eine von vielen Facetten der kaleidoskopischen Klangbilder, die in diffizil mäanderndem Fluss eine wundersame Emotionalität entwickeln, deren Strahlkraft unvergleichlich ist. © Thielmann, Sven / www.fonoforum.de