Ihr Warenkorb ist leer!

Genre :

Ähnliche Künstler

Die Alben

Ab
CD12,49 €
O

Pop - Erschienen am 24. März 2003 | 14th Floor Records

Selbst Freunde ruhiger Singer/Songwriter-Musik dürften sich beim ersten Anhören dieses Albums die Frage stellen, wie Damien Rice damit in Irland und England Erfolg haben konnte, sogar den Sprung in die USA schaffte. Denn der erste Eindruck ergibt: In den hier angeführten zehn Stücken passiert rein gar nichts. "O" erweist sich allerdings als ein Werk, das sich erst bei mehrmaligem Anhören erschließt. "Wir küssen uns, wenn wir alleine sind, wenn uns niemand sieht ... nicht weil wir Angst haben, sondern weil es zärtlich ist" verkündet Rice zu Beginn des Openers mit zarter Stimme, begleitet von einer gezupften Gitarre. "Warum singst du hallelujah, wenn es dir nichts bedeutet, warum singst du dann überhaupt mit mir?", heißt es dagegen wehmütig wenige Zeilen später, unterstrichen von einer traurigen Geige. "Delicate" ist nicht das einzige Stück, in dem Text und Begleitung stark aneinander ausgerichtet sind. Gefühlsbetonte, dennoch kitscharme Musik ist der rote Faden, der sich durch dieses Album zieht. In seinem Minimalismus - meist nur Stimme, Bass, akustische Gitarre, ein paar Schlagzeugklänge und eine Geige - ist es dazu noch erstaunlich einfallsreich. In "Cheers Darlin'" wird es mit E-Gitarre und wirrem Gitarrengeklimper zum Schluss sogar vergleichsweise krachig, gerade rechtzeitig, um die letzten drei Stücke in einem halbwegs wachen Zustand zu erleben. Zumal die Sängerin Lisa Hannigan in "Cold Water" und "Remember" die Stimmung etwas aufhellt. Das letzte Stück "Eskimo" endet sogar mit einem prächtigen Sopran. "Die übliche alte Umgebung, der übliche alte Regen. Hier gibt es keine Explosionen. Dann passiert plötzlich etwas Unübliches. Etwas Merkwürdiges kommt von nichts und wieder nichts", dichtet Rice in "Amie". Zeilen, die auch gut zu seinem Debütalbum "O" passen. © Laut
Ab
HI-RES15,99 €
CD13,49 €

Pop - Erschienen am 31. Oktober 2014 | Atlantic Records UK

Hi-Res Booklet
Der Herbst ist da, die Blätter fallen von den Bäumen und oben am Himmelszelt kämpft die Sonne verzweifelt gegen schwarzgraue Wolken. Wenn sich der Sommer verabschiedet und den tristen, nasskalten Monaten Platz macht, wechselt auch in der Musikbranche die Stimmung. Statt hibbeliger Muntermacher-Sounds rückt schluchzende Melancholie in den Vordergrund. Plötzlich hat das Singer/Songwriter-Genre wieder Hochkonjunktur. Einer der wohl elegischsten Trübsal-Barden des neuen Jahrtausends hört auf den Namen Damien Rice. Der Ire hat aber lange nichts mehr von sich hören lassen. Acht Jahre, um genau zu sein: eine ungewöhnlich lange Zeit für einen Mann, der nach der Veröffentlichung seines letzten Albums mit Platin-Ehren und Award-Nominierungen eingedeckt wurde. Nun geht er aber wieder an den Start, im Gepäck ein Album, das im Grunde genau da weitermacht, wo sein letztes Werk "9" im November 2006 aufgehört hat. Abermals suhlt sich der Insulaner in tiefgründigem Zweisamkeits-Schmerz und gewährt jedem noch so versteckten Leid in seinem Inneren den Weg nach draußen. Das machen viele seiner ähnlich gestrickten Kollegen auch, doch verfügt scheinbar nur Damien Rice über diese alles in Grund und Boden triefende pure Melancholie. Auch auf seinen ersten beiden Alben benötigte der Ire keine flächendeckenden Refrains um zutiefst zu berühren. Es war eher die Melange aus dynamischen Background-Wechseln und seiner leidenden Stimme, die der Taschentuch-Industrie Rekordumsätze bescherte. Radiotaugliche Harmonien sucht man auch auf seinem neuen Album vergebens. Songs, wie das sich im Mittelteil kratzig aufplusternde fast zehnminütige "It Takes A Lot To Know A Man" oder die wahlweise mit Piano- oder zarten Gitarren-Klängen untermalten "The Greatest Bastard" und "Colour Me In" brauchen auch keine pompösen Arrangements, um beim Hörer tiefste Gefühle in Wallung zu bringen. Ein Klavier, eine Akustik-Gitarre und hin und wieder eingeworfene Streicher-Flächen: Mehr passiert hier nicht. Aber es reicht aus. Damien Rice quält sich, hofft und fühlt mit jeder Faser seines Körpers. Selbst ein für seine Verhältnisse fast schon beschwingtes Stück wie das mit groovigen Rhythmen unterlegte "I Don't Want To Change You" hinterlässt den Hörer nachdenklich. Jetzt wüsste ich nur noch gerne, wie viele Tränen Produzent Rick Rubin am Ende dieser Aufnahmen vergossen hat. Eine dicke? Sturzbäche gar? Ganz ohne Taschentücher ist der bärtige Regler-Guru bestimmt nicht ausgekommen. © Laut
Ab
CD16,99 €
9

Pop - Erschienen am 7. November 2006 | 1967 Ltd.

Booklet
Schöner Bube mit schöner Gitarre spielt schönste Melodien. Von so aufgebauten Singer-Songwriter-Universen wimmelt es nicht nur dieser Tage in Radio und Charts. Damien Rice darf aber zu Recht wenigstens einen Fürstenthron im Palast dieser Musiksparte für sich beanspruchen. Denn schon vor drei Jahren beglückte der Ire Ohr und Herz mit seinem Debüt "O" und trieb mit "The Blower's Daughter" im Film "Hautnah" Sturzbäche aus des Zuschauers Tränendrüsen. Ebenso kurz betitelt ist sein neues Werk, namentlich "9". Mit ihm demonstriert er den James Morrisons, Paolo Nutinis und James Blunts, wie man auf einen einzigen Silberling ordentlich Treibhauseffekt pressen kann: Schließlich setzt schon mit dem Opener "9 Crimes" eine bedenkliche lokale Herzschmelze ein. Der klatscht einem nämlich bereits eine patzig süße Packung Schmacht vor die Ohren: Von der Seite kuscheln zärtlich Streicher, vorne streichelt Rice das Piano und von irgendwoher dringt etwas Percussion. Im Gesang hauchen Lisa Hannigan und der Meister selbst. Gleich nebenan, in "The Animals Were Gone" bäckt dieser einen ähnlichen Trauerkloß: Lisa ist nicht mehr dabei und das Klavier ging mit ihr. Stattdessen darf Damiens anderer Kumpel, die Gitarre, akustisch, ihren Einstand feiern. Überhaupt setzt Rice nicht wie beispielsweise James Blunt auf imposante Wildbach-Refrainmelodien, sondern mehr auf seine Stimme. Die ist so brüchig wie auf "Elephant" und man verschluckt sich am Gefühl, dass man dem Barden sein Beileid ausdrücken und ihn bitten möchte, jetzt doch nicht zu weinen. Nachdem man ihn und seine Gitarre dann durch fast drei Minuten Jammertal begleitet hat, packt Rice dann – Streicher kommen ihm noch zu Hülf’ – die Arie aus: In wiederum kräftigstem Organ zeigt er, was er wirklich auf dem Kehlkopf hat und springt dann mühelos wieder zum kleinen Damien, der sich bei Mama über das aufgeschürfte Herz ausheult. "Elephant" mündet schließlich radikal gänsehauträchtig in ein drumunterlegtes Finale: "This has got to stop", singt er. "Nein, doch bitte noch nicht", möchte man zurückrufen! Rices "Na gut" kommt in Gestalt von "Rootless Tree". Hier langt er schließlich auch beim Refrain einmal ordentlich zu: "Fuck You / Leave It", verlangt er - wohl von einer Dame (genauere Textauskunft liefert die künstlerisch wertvolle Hülle der Promo-CD mangels Booklet leider nicht). Oft klingt Rice ohnehin, wenn er nicht gerade durch ein finsteres Tal wandert, im Gesang fast ein bisschen wie Herr Bob Dylan. Dennoch ist er dann am besten, wenn er sein Herz dem Laser des CD-Player bar gibt und nicht, wie bei "Coconut Skins" sich nett, aber viel zu sehr wie easy-peasy Jack Johnson durch die knapp vier Minuten klampft. Da fällt "Me, My Yoke And I" hübscher aus dem Rahmen. Hier spielt Rice schon zu Beginn mal deutlich an einer Gitarre samt Regler herum. Auch die Wangen bleiben von Beginn an trocken und die Trauer weicht einem hörbaren, hoch intonierten – sagen wir mal Ärgernis. Zwei Minuten später setzen dann auch die erwarteten Drums ein und Rice hangelt sich die restlichen knapp vier Minuten durch einen textarmen Wutausbruch, der seinen Schlusspunkt in einem dichten, selbstverständlich ordentlich Singer-Songwriter-weichgespülten Krach- und Kreischorgasmus findet. Rices vielem Leiden könnte man irgendwann leid werden. Aber indem er fast jedes seiner ähnlich beginnenden Stücke mit einer anderen Mittel- und Schlusswendung versieht und sie dadurch mit einer herrlich überraschen Schicht Spannung überzieht, hört man immer weiter und weiter. Vorausgesetzt, man hat nicht ohnehin eine gewisse Abneigung gegen tränentriefende Töne. Larmoyanz in Höchstform. Danke, Damien. © Laut
Ab
CD5,99 €

Pop - Erschienen am 3. August 2004 | Vector Records - Warner Records

Ab
CD16,99 €
9

Pop - Erschienen am 7. November 2006 | 1967 Ltd.

Ab
CD16,99 €
9

Pop - Erschienen am 6. November 2006 | 14th Floor Records

Booklet
Schöner Bube mit schöner Gitarre spielt schönste Melodien. Von so aufgebauten Singer-Songwriter-Universen wimmelt es nicht nur dieser Tage in Radio und Charts. Damien Rice darf aber zu Recht wenigstens einen Fürstenthron im Palast dieser Musiksparte für sich beanspruchen. Denn schon vor drei Jahren beglückte der Ire Ohr und Herz mit seinem Debüt "O" und trieb mit "The Blower's Daughter" im Film "Hautnah" Sturzbäche aus des Zuschauers Tränendrüsen. Ebenso kurz betitelt ist sein neues Werk, namentlich "9". Mit ihm demonstriert er den James Morrisons, Paolo Nutinis und James Blunts, wie man auf einen einzigen Silberling ordentlich Treibhauseffekt pressen kann: Schließlich setzt schon mit dem Opener "9 Crimes" eine bedenkliche lokale Herzschmelze ein. Der klatscht einem nämlich bereits eine patzig süße Packung Schmacht vor die Ohren: Von der Seite kuscheln zärtlich Streicher, vorne streichelt Rice das Piano und von irgendwoher dringt etwas Percussion. Im Gesang hauchen Lisa Hannigan und der Meister selbst. Gleich nebenan, in "The Animals Were Gone" bäckt dieser einen ähnlichen Trauerkloß: Lisa ist nicht mehr dabei und das Klavier ging mit ihr. Stattdessen darf Damiens anderer Kumpel, die Gitarre, akustisch, ihren Einstand feiern. Überhaupt setzt Rice nicht wie beispielsweise James Blunt auf imposante Wildbach-Refrainmelodien, sondern mehr auf seine Stimme. Die ist so brüchig wie auf "Elephant" und man verschluckt sich am Gefühl, dass man dem Barden sein Beileid ausdrücken und ihn bitten möchte, jetzt doch nicht zu weinen. Nachdem man ihn und seine Gitarre dann durch fast drei Minuten Jammertal begleitet hat, packt Rice dann – Streicher kommen ihm noch zu Hülf’ – die Arie aus: In wiederum kräftigstem Organ zeigt er, was er wirklich auf dem Kehlkopf hat und springt dann mühelos wieder zum kleinen Damien, der sich bei Mama über das aufgeschürfte Herz ausheult. "Elephant" mündet schließlich radikal gänsehauträchtig in ein drumunterlegtes Finale: "This has got to stop", singt er. "Nein, doch bitte noch nicht", möchte man zurückrufen! Rices "Na gut" kommt in Gestalt von "Rootless Tree". Hier langt er schließlich auch beim Refrain einmal ordentlich zu: "Fuck You / Leave It", verlangt er - wohl von einer Dame (genauere Textauskunft liefert die künstlerisch wertvolle Hülle der Promo-CD mangels Booklet leider nicht). Oft klingt Rice ohnehin, wenn er nicht gerade durch ein finsteres Tal wandert, im Gesang fast ein bisschen wie Herr Bob Dylan. Dennoch ist er dann am besten, wenn er sein Herz dem Laser des CD-Player bar gibt und nicht, wie bei "Coconut Skins" sich nett, aber viel zu sehr wie easy-peasy Jack Johnson durch die knapp vier Minuten klampft. Da fällt "Me, My Yoke And I" hübscher aus dem Rahmen. Hier spielt Rice schon zu Beginn mal deutlich an einer Gitarre samt Regler herum. Auch die Wangen bleiben von Beginn an trocken und die Trauer weicht einem hörbaren, hoch intonierten – sagen wir mal Ärgernis. Zwei Minuten später setzen dann auch die erwarteten Drums ein und Rice hangelt sich die restlichen knapp vier Minuten durch einen textarmen Wutausbruch, der seinen Schlusspunkt in einem dichten, selbstverständlich ordentlich Singer-Songwriter-weichgespülten Krach- und Kreischorgasmus findet. Rices vielem Leiden könnte man irgendwann leid werden. Aber indem er fast jedes seiner ähnlich beginnenden Stücke mit einer anderen Mittel- und Schlusswendung versieht und sie dadurch mit einer herrlich überraschen Schicht Spannung überzieht, hört man immer weiter und weiter. Vorausgesetzt, man hat nicht ohnehin eine gewisse Abneigung gegen tränentriefende Töne. Larmoyanz in Höchstform. Danke, Damien. © Laut
Ab
CD2,29 €

Alternativ und Indie - Erschienen am 10. März 2020 | BMG Rights Management (Australia) Pty Ltd.

Ab
CD2,99 €

Pop - Erschienen am 14. Juni 2005 | 14th Floor Records

Ab
CD13,99 €

Pop - Erschienen am 26. November 2007 | 14th Floor Records

Ab
CD12,49 €

Pop - Erschienen am 11. Dezember 2007 | 1967 Ltd.

Ab
CD14,99 €

Pop - Erschienen am 31. Oktober 2014 | Atlantic Records UK

Booklet
Der Herbst ist da, die Blätter fallen von den Bäumen und oben am Himmelszelt kämpft die Sonne verzweifelt gegen schwarzgraue Wolken. Wenn sich der Sommer verabschiedet und den tristen, nasskalten Monaten Platz macht, wechselt auch in der Musikbranche die Stimmung. Statt hibbeliger Muntermacher-Sounds rückt schluchzende Melancholie in den Vordergrund. Plötzlich hat das Singer/Songwriter-Genre wieder Hochkonjunktur. Einer der wohl elegischsten Trübsal-Barden des neuen Jahrtausends hört auf den Namen Damien Rice. Der Ire hat aber lange nichts mehr von sich hören lassen. Acht Jahre, um genau zu sein: eine ungewöhnlich lange Zeit für einen Mann, der nach der Veröffentlichung seines letzten Albums mit Platin-Ehren und Award-Nominierungen eingedeckt wurde. Nun geht er aber wieder an den Start, im Gepäck ein Album, das im Grunde genau da weitermacht, wo sein letztes Werk "9" im November 2006 aufgehört hat. Abermals suhlt sich der Insulaner in tiefgründigem Zweisamkeits-Schmerz und gewährt jedem noch so versteckten Leid in seinem Inneren den Weg nach draußen. Das machen viele seiner ähnlich gestrickten Kollegen auch, doch verfügt scheinbar nur Damien Rice über diese alles in Grund und Boden triefende pure Melancholie. Auch auf seinen ersten beiden Alben benötigte der Ire keine flächendeckenden Refrains um zutiefst zu berühren. Es war eher die Melange aus dynamischen Background-Wechseln und seiner leidenden Stimme, die der Taschentuch-Industrie Rekordumsätze bescherte. Radiotaugliche Harmonien sucht man auch auf seinem neuen Album vergebens. Songs, wie das sich im Mittelteil kratzig aufplusternde fast zehnminütige "It Takes A Lot To Know A Man" oder die wahlweise mit Piano- oder zarten Gitarren-Klängen untermalten "The Greatest Bastard" und "Colour Me In" brauchen auch keine pompösen Arrangements, um beim Hörer tiefste Gefühle in Wallung zu bringen. Ein Klavier, eine Akustik-Gitarre und hin und wieder eingeworfene Streicher-Flächen: Mehr passiert hier nicht. Aber es reicht aus. Damien Rice quält sich, hofft und fühlt mit jeder Faser seines Körpers. Selbst ein für seine Verhältnisse fast schon beschwingtes Stück wie das mit groovigen Rhythmen unterlegte "I Don't Want To Change You" hinterlässt den Hörer nachdenklich. Jetzt wüsste ich nur noch gerne, wie viele Tränen Produzent Rick Rubin am Ende dieser Aufnahmen vergossen hat. Eine dicke? Sturzbäche gar? Ganz ohne Taschentücher ist der bärtige Regler-Guru bestimmt nicht ausgekommen. © Laut
Ab
CD2,29 €

Pop - Erschienen am 9. Oktober 2006 | 14th Floor Records

Schöner Bube mit schöner Gitarre spielt schönste Melodien. Von so aufgebauten Singer-Songwriter-Universen wimmelt es nicht nur dieser Tage in Radio und Charts. Damien Rice darf aber zu Recht wenigstens einen Fürstenthron im Palast dieser Musiksparte für sich beanspruchen. Denn schon vor drei Jahren beglückte der Ire Ohr und Herz mit seinem Debüt "O" und trieb mit "The Blower's Daughter" im Film "Hautnah" Sturzbäche aus des Zuschauers Tränendrüsen. Ebenso kurz betitelt ist sein neues Werk, namentlich "9". Mit ihm demonstriert er den James Morrisons, Paolo Nutinis und James Blunts, wie man auf einen einzigen Silberling ordentlich Treibhauseffekt pressen kann: Schließlich setzt schon mit dem Opener "9 Crimes" eine bedenkliche lokale Herzschmelze ein. Der klatscht einem nämlich bereits eine patzig süße Packung Schmacht vor die Ohren: Von der Seite kuscheln zärtlich Streicher, vorne streichelt Rice das Piano und von irgendwoher dringt etwas Percussion. Im Gesang hauchen Lisa Hannigan und der Meister selbst. Gleich nebenan, in "The Animals Were Gone" bäckt dieser einen ähnlichen Trauerkloß: Lisa ist nicht mehr dabei und das Klavier ging mit ihr. Stattdessen darf Damiens anderer Kumpel, die Gitarre, akustisch, ihren Einstand feiern. Überhaupt setzt Rice nicht wie beispielsweise James Blunt auf imposante Wildbach-Refrainmelodien, sondern mehr auf seine Stimme. Die ist so brüchig wie auf "Elephant" und man verschluckt sich am Gefühl, dass man dem Barden sein Beileid ausdrücken und ihn bitten möchte, jetzt doch nicht zu weinen. Nachdem man ihn und seine Gitarre dann durch fast drei Minuten Jammertal begleitet hat, packt Rice dann – Streicher kommen ihm noch zu Hülf’ – die Arie aus: In wiederum kräftigstem Organ zeigt er, was er wirklich auf dem Kehlkopf hat und springt dann mühelos wieder zum kleinen Damien, der sich bei Mama über das aufgeschürfte Herz ausheult. "Elephant" mündet schließlich radikal gänsehauträchtig in ein drumunterlegtes Finale: "This has got to stop", singt er. "Nein, doch bitte noch nicht", möchte man zurückrufen! Rices "Na gut" kommt in Gestalt von "Rootless Tree". Hier langt er schließlich auch beim Refrain einmal ordentlich zu: "Fuck You / Leave It", verlangt er - wohl von einer Dame (genauere Textauskunft liefert die künstlerisch wertvolle Hülle der Promo-CD mangels Booklet leider nicht). Oft klingt Rice ohnehin, wenn er nicht gerade durch ein finsteres Tal wandert, im Gesang fast ein bisschen wie Herr Bob Dylan. Dennoch ist er dann am besten, wenn er sein Herz dem Laser des CD-Player bar gibt und nicht, wie bei "Coconut Skins" sich nett, aber viel zu sehr wie easy-peasy Jack Johnson durch die knapp vier Minuten klampft. Da fällt "Me, My Yoke And I" hübscher aus dem Rahmen. Hier spielt Rice schon zu Beginn mal deutlich an einer Gitarre samt Regler herum. Auch die Wangen bleiben von Beginn an trocken und die Trauer weicht einem hörbaren, hoch intonierten – sagen wir mal Ärgernis. Zwei Minuten später setzen dann auch die erwarteten Drums ein und Rice hangelt sich die restlichen knapp vier Minuten durch einen textarmen Wutausbruch, der seinen Schlusspunkt in einem dichten, selbstverständlich ordentlich Singer-Songwriter-weichgespülten Krach- und Kreischorgasmus findet. Rices vielem Leiden könnte man irgendwann leid werden. Aber indem er fast jedes seiner ähnlich beginnenden Stücke mit einer anderen Mittel- und Schlusswendung versieht und sie dadurch mit einer herrlich überraschen Schicht Spannung überzieht, hört man immer weiter und weiter. Vorausgesetzt, man hat nicht ohnehin eine gewisse Abneigung gegen tränentriefende Töne. Larmoyanz in Höchstform. Danke, Damien. © Laut
Ab
HI-RES2,99 €
CD2,29 €

Pop - Erschienen am 27. Oktober 2014 | Atlantic Records UK

Hi-Res
Ab
CD1,79 €

Pop - Erschienen am 5. Februar 2007 | 14th Floor Records

Ab
CD2,29 €

Pop - Erschienen am 24. September 2014 | Atlantic Records UK

Ab
CD2,29 €

Pop - Erschienen am 3. November 2007 | WM UK

Ab
CD2,29 €

Pop - Erschienen am 31. Oktober 2006 | Vector Records - Warner Records

Schöner Bube mit schöner Gitarre spielt schönste Melodien. Von so aufgebauten Singer-Songwriter-Universen wimmelt es nicht nur dieser Tage in Radio und Charts. Damien Rice darf aber zu Recht wenigstens einen Fürstenthron im Palast dieser Musiksparte für sich beanspruchen. Denn schon vor drei Jahren beglückte der Ire Ohr und Herz mit seinem Debüt "O" und trieb mit "The Blower's Daughter" im Film "Hautnah" Sturzbäche aus des Zuschauers Tränendrüsen. Ebenso kurz betitelt ist sein neues Werk, namentlich "9". Mit ihm demonstriert er den James Morrisons, Paolo Nutinis und James Blunts, wie man auf einen einzigen Silberling ordentlich Treibhauseffekt pressen kann: Schließlich setzt schon mit dem Opener "9 Crimes" eine bedenkliche lokale Herzschmelze ein. Der klatscht einem nämlich bereits eine patzig süße Packung Schmacht vor die Ohren: Von der Seite kuscheln zärtlich Streicher, vorne streichelt Rice das Piano und von irgendwoher dringt etwas Percussion. Im Gesang hauchen Lisa Hannigan und der Meister selbst. Gleich nebenan, in "The Animals Were Gone" bäckt dieser einen ähnlichen Trauerkloß: Lisa ist nicht mehr dabei und das Klavier ging mit ihr. Stattdessen darf Damiens anderer Kumpel, die Gitarre, akustisch, ihren Einstand feiern. Überhaupt setzt Rice nicht wie beispielsweise James Blunt auf imposante Wildbach-Refrainmelodien, sondern mehr auf seine Stimme. Die ist so brüchig wie auf "Elephant" und man verschluckt sich am Gefühl, dass man dem Barden sein Beileid ausdrücken und ihn bitten möchte, jetzt doch nicht zu weinen. Nachdem man ihn und seine Gitarre dann durch fast drei Minuten Jammertal begleitet hat, packt Rice dann – Streicher kommen ihm noch zu Hülf’ – die Arie aus: In wiederum kräftigstem Organ zeigt er, was er wirklich auf dem Kehlkopf hat und springt dann mühelos wieder zum kleinen Damien, der sich bei Mama über das aufgeschürfte Herz ausheult. "Elephant" mündet schließlich radikal gänsehauträchtig in ein drumunterlegtes Finale: "This has got to stop", singt er. "Nein, doch bitte noch nicht", möchte man zurückrufen! Rices "Na gut" kommt in Gestalt von "Rootless Tree". Hier langt er schließlich auch beim Refrain einmal ordentlich zu: "Fuck You / Leave It", verlangt er - wohl von einer Dame (genauere Textauskunft liefert die künstlerisch wertvolle Hülle der Promo-CD mangels Booklet leider nicht). Oft klingt Rice ohnehin, wenn er nicht gerade durch ein finsteres Tal wandert, im Gesang fast ein bisschen wie Herr Bob Dylan. Dennoch ist er dann am besten, wenn er sein Herz dem Laser des CD-Player bar gibt und nicht, wie bei "Coconut Skins" sich nett, aber viel zu sehr wie easy-peasy Jack Johnson durch die knapp vier Minuten klampft. Da fällt "Me, My Yoke And I" hübscher aus dem Rahmen. Hier spielt Rice schon zu Beginn mal deutlich an einer Gitarre samt Regler herum. Auch die Wangen bleiben von Beginn an trocken und die Trauer weicht einem hörbaren, hoch intonierten – sagen wir mal Ärgernis. Zwei Minuten später setzen dann auch die erwarteten Drums ein und Rice hangelt sich die restlichen knapp vier Minuten durch einen textarmen Wutausbruch, der seinen Schlusspunkt in einem dichten, selbstverständlich ordentlich Singer-Songwriter-weichgespülten Krach- und Kreischorgasmus findet. Rices vielem Leiden könnte man irgendwann leid werden. Aber indem er fast jedes seiner ähnlich beginnenden Stücke mit einer anderen Mittel- und Schlusswendung versieht und sie dadurch mit einer herrlich überraschen Schicht Spannung überzieht, hört man immer weiter und weiter. Vorausgesetzt, man hat nicht ohnehin eine gewisse Abneigung gegen tränentriefende Töne. Larmoyanz in Höchstform. Danke, Damien. © Laut
Ab
HI-RES2,99 €
CD2,29 €

Pop - Erschienen am 30. Oktober 2014 | Atlantic Records UK

Hi-Res
Ab
CD1,79 €

Pop - Erschienen am 22. Januar 2007 | 14th Floor Records

Ab
CD2,99 €

Pop - Erschienen am 20. Juni 2005 | 14th Floor Records