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Pop - Erschienen am 29. Januar 2021 | Polydor Records

Hi-Res Auszeichnungen 4F de Télérama
Die vollkommene Introspektion im Soul-Kontext macht sich die 26-jährige Celeste Waite aus dem Süden Englands zu eigen. Sie setzt auf einen harten Kontrast zu sonst genre-üblichen Themen und musikalischen Gestaltungsformen. Simple Beziehungs-Stories oder politischer Protest sind ihre Sache nicht, und ihr Debüt "Not Your Muse" fokussiert sich ganz auf ihre innere Mitte, Träume, Sehnsüchte und fragile Momente. Zu zarten Balladentönen reflektiert die Jazzliebhaberin ihre Gefühle und strahlt raumfüllende Ruhe aus. Dabei knistert jeder Ton, als wolle er sagen "Moment, da kommt gleich noch ein wichtiger Gedanke", etwa im dramatischen "Beloved". Celeste macht Musik für Tagebuch schreibende Menschen, die Kerzenlicht mögen, abends sorgsam die Kleidung für den nächsten Tag zurechtlegen und Songs bewusst zum 'Mood Management' einsetzen. Celeste schöpft aus alten Quellen der 1940er bis '60er Jahre weitaus mehr als aus heutigen. Wie sie selbst singt, "listening to love songs that no one listens anymore" (im Track "Tonight Tonight"), entrückt sie ihre Platte den Moden der Jetztzeit und transferiert sie in eine nostalgisch geprägte eigene Zeitblase. Deswegen erscheint es falsch und kurzatmig, ihr den Stempel "neue Adele" oder ähnliche Konstrukte aufzudrücken. Hype-suchende sehnen sich nach Parallelen, doch die Brit-Soul-Schublade verhakt beim Zuschieben, will man Celeste hineinstopfen. Superlative, wie der Vergleich mit Amy Winehouse oder Sade, strapazieren, zugleich übertünchen sie die besonderen Merkmale, die schweren Bässe im Opener "Ideal Woman", die Vielseitigkeit der Stimme, das Behutsame mancher Nummern und so vieles mehr. Denn Celeste ist Celeste und kein Phänomen, das es schon gab. Viele Songs auf dem Album klingen nicht wahnsinnig britisch, und Adele ist zwar eine Frau in der gleichen Altersliga, aber solchen Soul wie Adele machten ja auch Mick Hucknall, Roachford, Duffy und M People, im Grunde sogar Tom Jones. Celeste steht all diesen Acts näher als anderen Stilen, das ja. Sie groovt jedoch auf einem anderen Trip. Nehmen wir "Stop This Flame": Das synkopierte Tasten-Intro reißt vieles in der Komposition an sich und dominiert den Song, gleichwohl Celeste sehr laut und prägnant dagegen arbeitet. Ihre Phrasierung spannt einen starken, belastbaren Bogen, weil nahezu all ihr Text wie ein einziger ellenlanger Satz wirkt und nur wenige Gedankenstriche und entsprechende Denkpausen den rollenden Sprachfluss stoppen. Im mitreißenden Vortrag krächzt Celeste, erst klingt sie angeschlagen, dann als würde sie Kette rauchen. Mühelos switcht sie zu Trillertönen, dann zu engelgleicher ätherischer Klarheit, nörgeliger Stimmfarbe, MC-artigen Imperativ-Wiederholungen und inbrünstigem Bekenntnis-Gesang. Den schneidigen Beat rechnen wir mal der Chicago House-beeinflussten Manchester-Szene um Lisa Stansfield und den sehr späten 80ern zu. Generell gibt sich Celeste als eine genaue Handwerkerin perfekter Atemtechnik und eine zurückhaltende Team-Playerin ihrer Band, unprätentiös, niemals seifig, kein quengelndes Empowerment-Mädchen, sondern erwachsen und routiniert. Wie der beste Radiomoderator derjenige wäre, den man gar nicht bemerkt, so führt Celeste allürenfrei durch ihr Programm und überträgt das auch auf Platte. "Not Your Muse" ist ein Album wie eine Setlist. Die Tracks fließen recht natürlich hintereinander weg. Das autobiographische "Father's Son", die eingängige Klavierballade "Lately" wie auch die sanfte Jazzclub-Rauchnebel-Nummer "Both Sides Of The Moon" schafften es dagegen alle nicht aufs Album, finden sich sehr wohl aber in der Deluxe-Version. Zwei Duette, darunter das dreampoppige "Unseen" mit Lauren Arder, aber auch die erfolgreiche Vorabsingle "Hear My Voice" fielen im Zuge der zehn Monate langen Wartezeit bei "Not Your Muse" ebenfalls zur Seite. Solche Stücke können als Bonus-Track auf der 21-Tracks-DeLuxe-CD erworben werden, gleichwohl nicht in der Standardfassung. Die Vinyl-Ausgabe umfasst nur ein schmales Paket von acht Songs, was so verwirrend wie ärgerlich ist und sogar die andere Single (das geniale "Strange") missen lässt, aber durch eine Download Card für das Song-Dutzend der Standard-CD wettgemacht werden soll. "Strange" ist der seltene Fall, dass sich ein Lied nur mit völlig leisen Tönen zum YouTube-Hit entwickeln kann. Was in allen Fassungen auffällt, sind die beiden stillen Stücke "Ideal Woman" und "Some Goodbyes With Hellos", letzterer nur mit Akustikgitarre, die zusammen mit dem aufwändig instrumentierten "Tell Me Something I Don't Know" die vergessene Corinne Bailey Rae ins Gedächtnis rufen. "Tell Me Something I Don't Know" punktet mit seinem Saxophon-Arrangement als schrägstes, musikalisch waghalsigstes und impulsivstes Stück der Platte. Gesanglich lässt sich da schon ein bisschen Amy Winehouse raushören - das kann man nicht leugnen. Aber Celeste wird ihren eigenen Weg gehen, der sie nun zurecht erst einmal an die Spitze der UK-Charts führt. © Laut
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Pop - Erschienen am 6. Dezember 2019 | Polydor Records

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Pop - Erschienen am 5. Februar 2021 | Polydor Records

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Die vollkommene Introspektion im Soul-Kontext macht sich die 26-jährige Celeste Waite aus dem Süden Englands zu eigen. Sie setzt auf einen harten Kontrast zu sonst genre-üblichen Themen und musikalischen Gestaltungsformen. Simple Beziehungs-Stories oder politischer Protest sind ihre Sache nicht, und ihr Debüt "Not Your Muse" fokussiert sich ganz auf ihre innere Mitte, Träume, Sehnsüchte und fragile Momente. Zu zarten Balladentönen reflektiert die Jazzliebhaberin ihre Gefühle und strahlt raumfüllende Ruhe aus. Dabei knistert jeder Ton, als wolle er sagen "Moment, da kommt gleich noch ein wichtiger Gedanke", etwa im dramatischen "Beloved". Celeste macht Musik für Tagebuch schreibende Menschen, die Kerzenlicht mögen, abends sorgsam die Kleidung für den nächsten Tag zurechtlegen und Songs bewusst zum 'Mood Management' einsetzen. Celeste schöpft aus alten Quellen der 1940er bis '60er Jahre weitaus mehr als aus heutigen. Wie sie selbst singt, "listening to love songs that no one listens anymore" (im Track "Tonight Tonight"), entrückt sie ihre Platte den Moden der Jetztzeit und transferiert sie in eine nostalgisch geprägte eigene Zeitblase. Deswegen erscheint es falsch und kurzatmig, ihr den Stempel "neue Adele" oder ähnliche Konstrukte aufzudrücken. Hype-suchende sehnen sich nach Parallelen, doch die Brit-Soul-Schublade verhakt beim Zuschieben, will man Celeste hineinstopfen. Superlative, wie der Vergleich mit Amy Winehouse oder Sade, strapazieren, zugleich übertünchen sie die besonderen Merkmale, die schweren Bässe im Opener "Ideal Woman", die Vielseitigkeit der Stimme, das Behutsame mancher Nummern und so vieles mehr. Denn Celeste ist Celeste und kein Phänomen, das es schon gab. Viele Songs auf dem Album klingen nicht wahnsinnig britisch, und Adele ist zwar eine Frau in der gleichen Altersliga, aber solchen Soul wie Adele machten ja auch Mick Hucknall, Roachford, Duffy und M People, im Grunde sogar Tom Jones. Celeste steht all diesen Acts näher als anderen Stilen, das ja. Sie groovt jedoch auf einem anderen Trip. Nehmen wir "Stop This Flame": Das synkopierte Tasten-Intro reißt vieles in der Komposition an sich und dominiert den Song, gleichwohl Celeste sehr laut und prägnant dagegen arbeitet. Ihre Phrasierung spannt einen starken, belastbaren Bogen, weil nahezu all ihr Text wie ein einziger ellenlanger Satz wirkt und nur wenige Gedankenstriche und entsprechende Denkpausen den rollenden Sprachfluss stoppen. Im mitreißenden Vortrag krächzt Celeste, erst klingt sie angeschlagen, dann als würde sie Kette rauchen. Mühelos switcht sie zu Trillertönen, dann zu engelgleicher ätherischer Klarheit, nörgeliger Stimmfarbe, MC-artigen Imperativ-Wiederholungen und inbrünstigem Bekenntnis-Gesang. Den schneidigen Beat rechnen wir mal der Chicago House-beeinflussten Manchester-Szene um Lisa Stansfield und den sehr späten 80ern zu. Generell gibt sich Celeste als eine genaue Handwerkerin perfekter Atemtechnik und eine zurückhaltende Team-Playerin ihrer Band, unprätentiös, niemals seifig, kein quengelndes Empowerment-Mädchen, sondern erwachsen und routiniert. Wie der beste Radiomoderator derjenige wäre, den man gar nicht bemerkt, so führt Celeste allürenfrei durch ihr Programm und überträgt das auch auf Platte. "Not Your Muse" ist ein Album wie eine Setlist. Die Tracks fließen recht natürlich hintereinander weg. Das autobiographische "Father's Son", die eingängige Klavierballade "Lately" wie auch die sanfte Jazzclub-Rauchnebel-Nummer "Both Sides Of The Moon" schafften es dagegen alle nicht aufs Album, finden sich sehr wohl aber in der Deluxe-Version. Zwei Duette, darunter das dreampoppige "Unseen" mit Lauren Arder, aber auch die erfolgreiche Vorabsingle "Hear My Voice" fielen im Zuge der zehn Monate langen Wartezeit bei "Not Your Muse" ebenfalls zur Seite. Solche Stücke können als Bonus-Track auf der 21-Tracks-DeLuxe-CD erworben werden, gleichwohl nicht in der Standardfassung. Die Vinyl-Ausgabe umfasst nur ein schmales Paket von acht Songs, was so verwirrend wie ärgerlich ist und sogar die andere Single (das geniale "Strange") missen lässt, aber durch eine Download Card für das Song-Dutzend der Standard-CD wettgemacht werden soll. "Strange" ist der seltene Fall, dass sich ein Lied nur mit völlig leisen Tönen zum YouTube-Hit entwickeln kann. Was in allen Fassungen auffällt, sind die beiden stillen Stücke "Ideal Woman" und "Some Goodbyes With Hellos", letzterer nur mit Akustikgitarre, die zusammen mit dem aufwändig instrumentierten "Tell Me Something I Don't Know" die vergessene Corinne Bailey Rae ins Gedächtnis rufen. "Tell Me Something I Don't Know" punktet mit seinem Saxophon-Arrangement als schrägstes, musikalisch waghalsigstes und impulsivstes Stück der Platte. Gesanglich lässt sich da schon ein bisschen Amy Winehouse raushören - das kann man nicht leugnen. Aber Celeste wird ihren eigenen Weg gehen, der sie nun zurecht erst einmal an die Spitze der UK-Charts führt. © Laut
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Pop - Erschienen am 8. Oktober 2020 | Polydor Records

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Pop - Erschienen am 22. März 2019 | Polydor Records

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Pop - Erschienen am 9. Januar 2020 | Polydor Records

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Pop - Erschienen am 31. Dezember 2020 | Polydor Records

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Pop - Erschienen am 29. Januar 2021 | Polydor Records

Die vollkommene Introspektion im Soul-Kontext macht sich die 26-jährige Celeste Waite aus dem Süden Englands zu eigen. Sie setzt auf einen harten Kontrast zu sonst genre-üblichen Themen und musikalischen Gestaltungsformen. Simple Beziehungs-Stories oder politischer Protest sind ihre Sache nicht, und ihr Debüt "Not Your Muse" fokussiert sich ganz auf ihre innere Mitte, Träume, Sehnsüchte und fragile Momente. Zu zarten Balladentönen reflektiert die Jazzliebhaberin ihre Gefühle und strahlt raumfüllende Ruhe aus. Dabei knistert jeder Ton, als wolle er sagen "Moment, da kommt gleich noch ein wichtiger Gedanke", etwa im dramatischen "Beloved". Celeste macht Musik für Tagebuch schreibende Menschen, die Kerzenlicht mögen, abends sorgsam die Kleidung für den nächsten Tag zurechtlegen und Songs bewusst zum 'Mood Management' einsetzen. Celeste schöpft aus alten Quellen der 1940er bis '60er Jahre weitaus mehr als aus heutigen. Wie sie selbst singt, "listening to love songs that no one listens anymore" (im Track "Tonight Tonight"), entrückt sie ihre Platte den Moden der Jetztzeit und transferiert sie in eine nostalgisch geprägte eigene Zeitblase. Deswegen erscheint es falsch und kurzatmig, ihr den Stempel "neue Adele" oder ähnliche Konstrukte aufzudrücken. Hype-suchende sehnen sich nach Parallelen, doch die Brit-Soul-Schublade verhakt beim Zuschieben, will man Celeste hineinstopfen. Superlative, wie der Vergleich mit Amy Winehouse oder Sade, strapazieren, zugleich übertünchen sie die besonderen Merkmale, die schweren Bässe im Opener "Ideal Woman", die Vielseitigkeit der Stimme, das Behutsame mancher Nummern und so vieles mehr. Denn Celeste ist Celeste und kein Phänomen, das es schon gab. Viele Songs auf dem Album klingen nicht wahnsinnig britisch, und Adele ist zwar eine Frau in der gleichen Altersliga, aber solchen Soul wie Adele machten ja auch Mick Hucknall, Roachford, Duffy und M People, im Grunde sogar Tom Jones. Celeste steht all diesen Acts näher als anderen Stilen, das ja. Sie groovt jedoch auf einem anderen Trip. Nehmen wir "Stop This Flame": Das synkopierte Tasten-Intro reißt vieles in der Komposition an sich und dominiert den Song, gleichwohl Celeste sehr laut und prägnant dagegen arbeitet. Ihre Phrasierung spannt einen starken, belastbaren Bogen, weil nahezu all ihr Text wie ein einziger ellenlanger Satz wirkt und nur wenige Gedankenstriche und entsprechende Denkpausen den rollenden Sprachfluss stoppen. Im mitreißenden Vortrag krächzt Celeste, erst klingt sie angeschlagen, dann als würde sie Kette rauchen. Mühelos switcht sie zu Trillertönen, dann zu engelgleicher ätherischer Klarheit, nörgeliger Stimmfarbe, MC-artigen Imperativ-Wiederholungen und inbrünstigem Bekenntnis-Gesang. Den schneidigen Beat rechnen wir mal der Chicago House-beeinflussten Manchester-Szene um Lisa Stansfield und den sehr späten 80ern zu. Generell gibt sich Celeste als eine genaue Handwerkerin perfekter Atemtechnik und eine zurückhaltende Team-Playerin ihrer Band, unprätentiös, niemals seifig, kein quengelndes Empowerment-Mädchen, sondern erwachsen und routiniert. Wie der beste Radiomoderator derjenige wäre, den man gar nicht bemerkt, so führt Celeste allürenfrei durch ihr Programm und überträgt das auch auf Platte. "Not Your Muse" ist ein Album wie eine Setlist. Die Tracks fließen recht natürlich hintereinander weg. Das autobiographische "Father's Son", die eingängige Klavierballade "Lately" wie auch die sanfte Jazzclub-Rauchnebel-Nummer "Both Sides Of The Moon" schafften es dagegen alle nicht aufs Album, finden sich sehr wohl aber in der Deluxe-Version. Zwei Duette, darunter das dreampoppige "Unseen" mit Lauren Arder, aber auch die erfolgreiche Vorabsingle "Hear My Voice" fielen im Zuge der zehn Monate langen Wartezeit bei "Not Your Muse" ebenfalls zur Seite. Solche Stücke können als Bonus-Track auf der 21-Tracks-DeLuxe-CD erworben werden, gleichwohl nicht in der Standardfassung. Die Vinyl-Ausgabe umfasst nur ein schmales Paket von acht Songs, was so verwirrend wie ärgerlich ist und sogar die andere Single (das geniale "Strange") missen lässt, aber durch eine Download Card für das Song-Dutzend der Standard-CD wettgemacht werden soll. "Strange" ist der seltene Fall, dass sich ein Lied nur mit völlig leisen Tönen zum YouTube-Hit entwickeln kann. Was in allen Fassungen auffällt, sind die beiden stillen Stücke "Ideal Woman" und "Some Goodbyes With Hellos", letzterer nur mit Akustikgitarre, die zusammen mit dem aufwändig instrumentierten "Tell Me Something I Don't Know" die vergessene Corinne Bailey Rae ins Gedächtnis rufen. "Tell Me Something I Don't Know" punktet mit seinem Saxophon-Arrangement als schrägstes, musikalisch waghalsigstes und impulsivstes Stück der Platte. Gesanglich lässt sich da schon ein bisschen Amy Winehouse raushören - das kann man nicht leugnen. Aber Celeste wird ihren eigenen Weg gehen, der sie nun zurecht erst einmal an die Spitze der UK-Charts führt. © Laut
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Pop - Erschienen am 5. Februar 2021 | Polydor Records

Die vollkommene Introspektion im Soul-Kontext macht sich die 26-jährige Celeste Waite aus dem Süden Englands zu eigen. Sie setzt auf einen harten Kontrast zu sonst genre-üblichen Themen und musikalischen Gestaltungsformen. Simple Beziehungs-Stories oder politischer Protest sind ihre Sache nicht, und ihr Debüt "Not Your Muse" fokussiert sich ganz auf ihre innere Mitte, Träume, Sehnsüchte und fragile Momente. Zu zarten Balladentönen reflektiert die Jazzliebhaberin ihre Gefühle und strahlt raumfüllende Ruhe aus. Dabei knistert jeder Ton, als wolle er sagen "Moment, da kommt gleich noch ein wichtiger Gedanke", etwa im dramatischen "Beloved". Celeste macht Musik für Tagebuch schreibende Menschen, die Kerzenlicht mögen, abends sorgsam die Kleidung für den nächsten Tag zurechtlegen und Songs bewusst zum 'Mood Management' einsetzen. Celeste schöpft aus alten Quellen der 1940er bis '60er Jahre weitaus mehr als aus heutigen. Wie sie selbst singt, "listening to love songs that no one listens anymore" (im Track "Tonight Tonight"), entrückt sie ihre Platte den Moden der Jetztzeit und transferiert sie in eine nostalgisch geprägte eigene Zeitblase. Deswegen erscheint es falsch und kurzatmig, ihr den Stempel "neue Adele" oder ähnliche Konstrukte aufzudrücken. Hype-suchende sehnen sich nach Parallelen, doch die Brit-Soul-Schublade verhakt beim Zuschieben, will man Celeste hineinstopfen. Superlative, wie der Vergleich mit Amy Winehouse oder Sade, strapazieren, zugleich übertünchen sie die besonderen Merkmale, die schweren Bässe im Opener "Ideal Woman", die Vielseitigkeit der Stimme, das Behutsame mancher Nummern und so vieles mehr. Denn Celeste ist Celeste und kein Phänomen, das es schon gab. Viele Songs auf dem Album klingen nicht wahnsinnig britisch, und Adele ist zwar eine Frau in der gleichen Altersliga, aber solchen Soul wie Adele machten ja auch Mick Hucknall, Roachford, Duffy und M People, im Grunde sogar Tom Jones. Celeste steht all diesen Acts näher als anderen Stilen, das ja. Sie groovt jedoch auf einem anderen Trip. Nehmen wir "Stop This Flame": Das synkopierte Tasten-Intro reißt vieles in der Komposition an sich und dominiert den Song, gleichwohl Celeste sehr laut und prägnant dagegen arbeitet. Ihre Phrasierung spannt einen starken, belastbaren Bogen, weil nahezu all ihr Text wie ein einziger ellenlanger Satz wirkt und nur wenige Gedankenstriche und entsprechende Denkpausen den rollenden Sprachfluss stoppen. Im mitreißenden Vortrag krächzt Celeste, erst klingt sie angeschlagen, dann als würde sie Kette rauchen. Mühelos switcht sie zu Trillertönen, dann zu engelgleicher ätherischer Klarheit, nörgeliger Stimmfarbe, MC-artigen Imperativ-Wiederholungen und inbrünstigem Bekenntnis-Gesang. Den schneidigen Beat rechnen wir mal der Chicago House-beeinflussten Manchester-Szene um Lisa Stansfield und den sehr späten 80ern zu. Generell gibt sich Celeste als eine genaue Handwerkerin perfekter Atemtechnik und eine zurückhaltende Team-Playerin ihrer Band, unprätentiös, niemals seifig, kein quengelndes Empowerment-Mädchen, sondern erwachsen und routiniert. Wie der beste Radiomoderator derjenige wäre, den man gar nicht bemerkt, so führt Celeste allürenfrei durch ihr Programm und überträgt das auch auf Platte. "Not Your Muse" ist ein Album wie eine Setlist. Die Tracks fließen recht natürlich hintereinander weg. Das autobiographische "Father's Son", die eingängige Klavierballade "Lately" wie auch die sanfte Jazzclub-Rauchnebel-Nummer "Both Sides Of The Moon" schafften es dagegen alle nicht aufs Album, finden sich sehr wohl aber in der Deluxe-Version. Zwei Duette, darunter das dreampoppige "Unseen" mit Lauren Arder, aber auch die erfolgreiche Vorabsingle "Hear My Voice" fielen im Zuge der zehn Monate langen Wartezeit bei "Not Your Muse" ebenfalls zur Seite. Solche Stücke können als Bonus-Track auf der 21-Tracks-DeLuxe-CD erworben werden, gleichwohl nicht in der Standardfassung. Die Vinyl-Ausgabe umfasst nur ein schmales Paket von acht Songs, was so verwirrend wie ärgerlich ist und sogar die andere Single (das geniale "Strange") missen lässt, aber durch eine Download Card für das Song-Dutzend der Standard-CD wettgemacht werden soll. "Strange" ist der seltene Fall, dass sich ein Lied nur mit völlig leisen Tönen zum YouTube-Hit entwickeln kann. Was in allen Fassungen auffällt, sind die beiden stillen Stücke "Ideal Woman" und "Some Goodbyes With Hellos", letzterer nur mit Akustikgitarre, die zusammen mit dem aufwändig instrumentierten "Tell Me Something I Don't Know" die vergessene Corinne Bailey Rae ins Gedächtnis rufen. "Tell Me Something I Don't Know" punktet mit seinem Saxophon-Arrangement als schrägstes, musikalisch waghalsigstes und impulsivstes Stück der Platte. Gesanglich lässt sich da schon ein bisschen Amy Winehouse raushören - das kann man nicht leugnen. Aber Celeste wird ihren eigenen Weg gehen, der sie nun zurecht erst einmal an die Spitze der UK-Charts führt. © Laut
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Soul - Erschienen am 10. März 2017 | Bank Holiday Records

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Pop - Erschienen am 27. Mai 2020 | Polydor Records

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Pop - Erschienen am 25. August 2020 | Polydor Records

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Pop - Erschienen am 13. November 2020 | Polydor Records

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Pop - Erschienen am 28. August 2019 | Polydor Records

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Pop - Erschienen am 4. September 2019 | Polydor Records

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Pop - Erschienen am 2. Dezember 2020 | Polydor Records

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Pop - Erschienen am 20. Oktober 2017 | Atlas Artists

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Pop - Erschienen am 24. Juli 2020 | Polydor Records

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Pop - Erschienen am 24. Juni 2019 | Polydor Records

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Pop - Erschienen am 28. September 2018 | Polydor Records