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Die Alben

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Electronic - Erschienen am 6. Dezember 2019 | Hyperdub

Auszeichnungen Pitchfork: Best New Reissue
Nur zwei Alben im Laufe einer dreizehnjährigen Karriere (Burial im Jahre 2006 und Untrue ein Jahr später), das ist wirklich herzlich wenig für einen Künstler vom Kaliber eines Burial – noch dazu, wo sich der enigmatische Produzent nie auf der Bühne blicken ließ. Vor allem ist es wenig für seine zahlreichen Fans, die innerhalb weniger Stunden den Vorrat seiner Maxi-Singles mit Vorbestellungen erschöpfen, die er dafür in den vergangenen zehn Jahren in regelmäßigen Abständen auf den Markt brachte, die meisten davon bei seinem langjährigen Label Hyperdub unter der Leitung von Kode9, abgesehen von ein paar Abstechern, als er mit Thom Yorke und Four Tet (mit dem zusammen er 2009 den unvergesslichen Moth komponiert hatte) zusammenarbeitete.Mit dieser ersten Kompilation, die wir unter dem Weihnachtsbaum entdecken, können wir uns ein besseres Bild von Burials Kompositionsarbeit in der Zeit zwischen 2011-2019 machen, mit immerhin 17 Titeln auf seinem Konto, was zwei Alben entspricht und somit einen annehmbaren Durchschnittswert erreicht. Und da der Londoner mit seiner von einem melancholischen Spektrum durchzogenen Mischung aus Dubstep, Jungle, Garage und Ambient immer im selben Fahrwasser geblieben ist, ist die Platte auf herrliche Weise kohärent. Das Schönste an der Geschichte ist, dass diejenigen, die einige Neuerscheinungen des genialen Croydon verpasst haben, nun mit dieser Kompilation sogar mehr oder weniger ein Doppelalbum haben. Es weihnachtet wirklich sehr… © Smaël Bouaici/Qobuz
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Electronic - Erschienen am 5. November 2007 | Hyperdub

Es wird mir ewig in Erinnerung bleiben, wie "Untrue" das erste Mal durch unsere Redaktionsräume rotierte. Das Werk, das bald als Durchbruchsmoment für ein ganzes Genre bezeichnet werden sollte, löste in den Vorstandsreihen zunächst bloßes Schulterzucken aus: "Pah, Drum'n'Bass-Platten mit weniger Umdrehungen abspielen, kann ja jeder." Bald sollte betreffender Skeptiker übrigens selbst regelmäßig Dubstep-Clubnächte veranstalten. Nicht dass dessen Mitinitiator kein Verständnis für Tiefstapelei hätte. Lange Zeit hält William Bevan, extrem zurückgezogener Mastermind hinter dem Burial-Alias, seine Personalie völlig im Schatten: "I'm a lowkey person and I just want to make some tunes". Während manche anfangs IDM-Paten Richard D. James hinter dem Pseudonym vermuten, befördert der Südlondoner Dubstep zwischen 2006 und 2007 erstmals ins kollektive Kulturbewusstsein. "In der Schule habe ich Jungle und Drum'n'Bass geliebt", erklärt Bevan in einem der raren Interviews seine Wurzeln. Selbst zu jung für illegale Warehouse-Partys und Ecstasy, nimmt die Plattensammlung des großen Bruders entscheidend Einfluss auf Burials Dubstep. Jahre später transzendiert er jene Heydays der britischen Ravekultur - aus der Schlafzimmerperspektive heraus und durch eine dicke Nostalgia-Patina hindurch. Schon die Tracktitel legen davon unmittelbar Zeugnis ab ("Raver", "UK", "Endorphin"). Dieser Nostalgie kommt dabei ganz konkrete Bedeutung zu. "Untrue" zielt nämlich nicht lediglich auf die Übertragung spezifischer 90er-Tanzmusik in eine Gegenwart, die neben Drum'n'Bass auch die Genres Dub, Garage und 2-Step berücksichtigt. Im Unterschied zu anderen Dubstep-Pionieren wie Skream transplantiert Burial Sentimentalität in ein zeitloseres Post-Club-Szenario. Anstelle aktualisierter Sounds, bei der der Spätgeborene schlussendlich außen bleibt, vollzieht das Album in memoriam Rave-Ekstase eine Art nächtliche Gefühlsinventur. Artikuliert wird hierbei ein fundamentaler Mangel an Heimat und Zuneigung. Im hypnagogischen Dämmerzustand der Morgenstunden, der sich auch im schwarzgrauen Artwork widerspiegelt, ist der Raum des Geschehens nicht mehr der drogengetränkte Dancefloor, sondern das Nicht-Geschehen danach, oder: das einsame Runterkommen "In McDonalds". Diese isolationistischen Gefühle beschreibt der Producer anhand elliptischer Gesangssamples. So setzt die Single "Archangel" den Melancholiebegriff geradezu perfekt um, wenn es dort schmachtend heißt: "Holding you, couldn't be alone, couldn't be alone, couldn't be alone". Lange vor der subkulturellen Appropriation von R'n'B benutzt Burial Loops von z.B. Christina Aguilera ("Ghost Hardware"), Usher ("Near Dark") und Beyoncé ("Untrue"). Angesichts des eigentlich experimentellen Soundgerüsts voll markerschütternder Subbässe und synkopierter Shufflebeats verblüfft der hiermit einhergehende Popfaktor ungemein. Neben R'n'B bezieht Bevan sein Polstermaterial auch aus Filmen, Videospielen und Plattenspielerknistern. Ein weiteres Alleinstellungsmerkmal liegt derweil in der Verfremdung dieser Auszüge. Burial benutzt Samples nicht als reine Zitate, sondern pitcht Timbres hoch bzw. runter, bis sie nicht mehr als männlich bzw. weiblich erkennbar sind. Wo DJ Screws Chopped & Screwed seinen maskulinen Raps noch mehr Bassvolumen verpasste, entstehen jetzt geschlechtslose Lamentos, die sich, aus ihrem Kontext gerissen, zu entrückten Texturen wandeln. Auch abseits der Vocals haftet Burials Dubstep-Lingua trotz Science Fiction-Atmosphäre viel Organisches an. Denn der Producer verzichtet völlig auf Sequenzer-Software und damit auf Quantifizierung. Weil er folglich jeden Beat manuell im Audioeditor anordnen muss, entstehen diffuse Taktverschiebungen, die dem Klangbild Unschärfe, "menschliche Wärme" spenden. Nichts klingt hier mechanisch-sauber, überall strukturieren zusätzliche Fuzz- und Phaser-Effekte die Oberfläche. Auch daraus resultiert eine Zugänglichkeit, die "Untrue" vom Untergrund-Dubstep seiner Zeit unterscheidet. Dieses Spiel mit Distanz und Nähe - Nostalgia, Geschlechtsneutralität, "humanoide" Produktion - prägt die kathartische Albumdramaturgie. Defätismus macht peu à peu Platz für hoffnungsvollere Zwischentöne. Über der vernebelten Dunkelheit des ersten Albumteils graut der Morgen von "Shell Of Light", bis das geradlinige "Homeless" sowie das schließende "Raver" die geklärte Luft des Neuanfangs atmen. Dystopische Klaustrophobie weicht vorsichtiger Harmonie. Damit trifft William Bevan nicht allein den Nerv der Clubszene. Sein Dubstep enthüllt Isolation als Pendant zum Gemeinschaftsgefühl jeglicher Popkulturkreise. Statt seligem After Hour-Fade Out nach durchfeierter Nacht warten bei ihm Schlaflosigkeit und Sentimentalität bis zum Identitätsverlust. Gefühlszustände, die auch außerhalb des Ravekontexts nachvollziehbar und genau dadurch bis heute ideelle Grundlage von Post-Dubstep sind. Burials Entwurf rückt also Introspektion und Sehnsucht nachdrücklich in den Fokus von Funktionsmusik. Sein Dubstep reiht unmittelbares Zeitzeugentum hinter den mittelbaren Gefühlseindruck ein. "Möglicherweise war das Gefühl in den UK-Clubs damals nicht derart artifiziell, gezielt oder vom Internet gesteuert", spekuliert er. "Es war mehr wie ein Gerücht, Underground-Folklore. Raver reizten ihr Leben bis zum Maximum aus. Sie waren einfach da und die Tunes bedeuteten alles. Diese Ära ist vorbei. Heute gibt es weniger Gefahr, weniger Aufopferung, weniger Abenteuer auf der Suche nach Neuem." © Laut
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Electronic - Erschienen am 11. Dezember 2020 | XL Recordings

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Electronic - Erschienen am 15. Mai 2006 | Hyperdub

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Electronic - Erschienen am 30. April 2021 | Keysound

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Electronic - Erschienen am 11. Dezember 2020 | XL Recordings

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Electronic - Erschienen am 15. Dezember 2012 | Hyperdub

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Metal - Erschienen am 8. Mai 2020 | Apocalyptic Witchcraft

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Electronic - Erschienen am 28. November 2016 | Hyperdub

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Electronic - Erschienen am 26. Mai 2017 | Hyperdub

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Hinter Burial versteckt sich der Producer William Emmanuel Bevan. Seine Anonymität wahrt der Südlondoner bis heute. Das letzte Album "Untrue" liegt mittlerweile zehn Jahre zurück. Danach hat er eine Reihe von Singles und EPs an der Schnittstelle von Garage, 2Step, Dubstep, Downbeat und House veröffentlicht. Seiner einzigartigen Soundvision aus verstörenden urbanen Geräuschen und fremdartigen Sprach- und Gesangs-Samples sollte er dadurch kontinuierlich neue verblüffende Facetten entlocken. Auch mit seiner aktuellen EP "Subtemple/Beachfires" entwickelt er sich konsequent weiter - diesmal in Richtung Ambient. Die A-Seite "Subtemple" baut bis zum Schluss eine subtile Spannung auf. Dieses für Burial so charakteristische Vinylgeknister und eine mysteriöse Spieluhrmelodie prägen die Nummer. Eine gesampelte Frauenstimme deutet mehrmals eine eingängige Soul-Melodie an, verschwindet jedoch stets im Nebel. Ein entrückter Trip Hop-Beat schreitet schleppend voran. Dunkle Ambient-Flächen umrahmen dabei das beklemmende Geschehen. Später hört man nervöse Monolog-Fetzen und langsame Schritte. Innere Unruhe kommt auf. Regen ergießt sich anschließend auf den grauen kalten Asphalt. Was für ein unheimliches Ritual hier vor sich geht, überlässt der Track dagegen der eigenen Fantasie. Dennoch belegt die Nummer, mit welcher klanglichen Dichte und atmosphärischen Geschlossenheit der Südlondoner nach wie vor agiert. Eine tiefgreifende Melancholie und Sehnsucht, die mit "Come Down To Us" auf "Rival Dealer" (2013) ihren Höhepunkt erreichen sollte, prägte viele seiner Tracks in den letzten Jahren. Auf den Stücken von "Subtemple/Beachfires" herrscht dagegen durchgehende Schwermut. Die B-Seite unterstreicht dies eindrücklich. Eine klare Songstruktur existiert auf diesem Track kaum noch. Man nimmt das zeitlupenartige Pochen des Herzens, unheilvolle Geisterchöre und etwas Beschwörendes wahr, das an eine Totenzeremonie erinnert. Abgründige Soundscapes, die man eher von Dark-Ambient-Projekten wie Lustmord und Raison D'Être erwarten würde, sorgen die weiteren Minuten für Unbehagen. Es benötigt daher schon mehrere Anläufe, um dieses ungemütliche Stück in seiner Komplexität zu erfassen. Burials Wandlungsfähigkeit überrascht letztendlich aber immer wieder aufs Neue. Bevan hat mit "Subtemple/Beachfires" eine alptraumhafte Klangwelt erschaffen, die es den Hörer alles andere als leicht macht, und die man nur durch intensives Eintauchen für sich erschließt. Letztendlich schert er sich ohnehin nicht um Erwartungshaltungen. Deshalb weist seine Musik auch nach über einem Jahrzehnt keinerlei Abnutzungserscheinungen auf. Demgegenüber hofft man auf den kommenden EPs auf ein paar lebensbejahendere und optimistischere Momente. © Laut
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Electronic - Erschienen am 21. Mai 2021 | Hyperdub

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Metal - Erschienen am 24. April 2020 | Apocalyptic Witchcraft

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Metal - Erschienen am 13. April 2012 | Burial

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Metal - Erschienen am 13. März 2020 | Apocalyptic Witchcraft