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Ähnliche Künstler

Die Alben

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Ambient - Erschienen am 30. Januar 2006 | Biophon Records (Norway)

Es gibt sie, die Alben, in deren Sound man einfach nur eintauchen möchte. Getragen von angenehmen Klängen und Effekten nahe am geräuschlichen Nichts, bieten sie einem die Möglichkeit, in ein Paralleluniversum einzusteigen, das sich vom hektischen Wumms und der Aufgeregtheit des medialen Alltags abhebt. Nichts schreit einem ins Gesicht, da ist genügend Raum, um die eigenen Gedanken im Gleichklang mit der Musik schweben zu lassen. Nein, hier geht es nicht um drogengeschwängerte Sounds vom Mars, die erst mittels Pilz- oder LSD-Flash ihre Wirkung entfalten. Geir Jenssen aka Biospere fungiert als Geburtshelfer für Kollagen aus seinem Klanglabor, die scheinbar wie von selbst den Weg in die Welt finden. Anders sind die wunderbaren tonalen Skulpturen kaum zu erklären. Alles beginnt mit einer simplen Tonfolge, die auch eine Durchsage auf einem Bahnsteig ankündigen könnte. Begleitet von einem merkwürdigen Hintergrundrauschen flirren viereinhalb Minuten rhythmisch unregelmäßig Töne hin und her. Bis dann mit "Dissolving Clouds" tatsächlich der Himmel aufzieht und der Blick wieder klarer wird. Hier kommt wieder der erwähnte Bahnsteig in den Sinn, denn auf einmal zieht das Tempo sanft an. Eine Geräuschkulisse wie ein fahrender Zug rattert voran, Keyboardflächen (die auch als solche erkennbar sind) greifen sich ihren Raum, und auf einmal ist er da, der Jazz. Sanft hoppelnde Hihat-Sounds und Besen-Samples sind mit das Letzte, was man von einer Biosphere-Platte erwarten konnte, nach all den Jahren, in denen Jenssen sanft dem vertonten Nichts entgegen schwebte. Und dann das. Aber egal, da haben wir sie wieder, diese nordische Kühle, gepaart mit organischer, menschlicher Wärme. Das erzeugt eine Stimmung, gerade so, als genieße man in einer absolut lebensfeindlichen, eisigen Umgebung mit seinem besten Freund ein Gläschen Rotwein, in die wärmsten Pullis gemümmelt, die man sich nur vorstellen kann. Den stringenten Faden führt Jenssen weiter, steigert die Geschwindigkeit nochmals, flankiert von allerlei verfremdeten Sprachsamples. Die Strömung, die sein Sound hinterlässt, wärmt in der Tat so, wie es der Trackname verlauten lässt. Im Vergleich zu den manchmal bedrückenden, tiefschwarzen Sound-Sphären der früheren Biosphere-Ära ("Microgravity", "Patashnik"), klingt "Dropsonde" an manchen stellen richtiggehend heiter. Der Frühling kann kommen, selbst wenn das Album auf Vinyl schon einige Monate auf dem Buckel hat. Die Fraktion der CD-Hörer darf sich das neueste Opus Dei aus dem Hause Jenssen ganz unbesorgt in den Player schieben und zigmal wieder von vorne hören. Es gibt genug zu entdecken. © Laut
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Ambient - Erschienen am 21. Mai 2001 | Biophon Records (Norway)

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Ambient - Erschienen am 7. Juni 2019 | Biophon Records (Norway)

Booklet
Geir Jenssen hat sich mal wieder Zeit gelassen, um ein neues Studioalbum auf seine Anhängerschar loszulassen. "N-Plants" hat mittlerweile stattliche fünf Jahre auf dem Buckel. Aber außer Re-Releases ("Microgravity", "Patashnik") und Wiederverwurstung ("Patashnik 2") drang kaum neues Material aus den norwegischen Fjorden hinaus in die Welt. Nun also "Departed Glories", vergangene Herrlichkeiten. Die Idee kam dem Musiker, als er sich im polnischen Krakau aufhielt und den Wolski-Wald besuchte, in dem die Nazis im Zweiten Weltkrieg reihenweise Einheimische exekutierten. Kurioserweise handelte es sich bei jenem Forst auch um den Wald, in dem sich im 13. Jahrhundert die heilige Bronislawa vor den Tataren und den marodierenden Banden zweier Herzöge flüchtete, die um Krakau kämpften. Jenssens Ansatz war, sich zu überlegen, welche Musik zu der Abgeschiedenheit im Versteck passen könnte. Die Umsetzung mündet in ambientlastigeren Konstrukten, als es noch beim Soundtrack zu den Kraftwerken der Fall war. Gespenstisch, geheimnisvoll und wie Begrüßungsklänge beim Eintritt in eine Geisterwelt tönt es hier. Wobei die Stimmung den Hörer zwischen den Welten zurücklässt. Ob man sich jetzt gruselt oder verträumt den gefühlt hunderten Klangschichten hingibt, bleibt einem selbst überlassen. Einmal klingt "Departed Glories" wie nach Feentanz auf einer hell durchfluteten Lichtung im Zauberwald ("With Their Paddles In A Puddle", "Sweet Dreams Form A Shade"), wo andernorts die Töne wabern wie vor einem finsteren Tor zur Unterwelt ("Than Is The Mater", "Down On Ropes"). Immer dann, wenn Jenssen mit vielfach gelayerten Stimmen arbeitet, verzieht sich sofort die düstere Stimmung und Tinkerbell kommt um die Ecke geflattert. Um Songs im eigentlichen Sinne handelt es sichhier zu keiner Zeit. Vielmehr vertont Geir einmal mehr sein eigenes Kopfkino. Verfremdete Vocal-Sequenzen, untermalt mit zum Teil altbekannten Sounds, vermengen sich zu einem Hörerlebnis der etwas anderen Art. Weit mehr an seine Ambient-Meilensteine wie etwa "Substrata" und "Cirque" angelehnt, schwebt Jenssen in seinem ganz eigenen Orbit. Das maschinellen Element wirft der Norweger erneut über Bord und benutzt eine eher organische Ausdrucksweise, die dem eingangs erwähnten mystischen Konzept Tribut zollt. Gut gespukt, Herr Jenssen. © Laut
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Ambient - Erschienen am 7. November 2017 | Biophon Records (Norway)

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Dance - Erschienen am 27. Juni 2011 | Biophon Records (Norway)

Geir Jenssen steht nicht unbedingt in dem Ruf, ein ausgemachter Witzbold zu sein. Das soll sich mit "N-Plants" nicht wirklich ändern. Ein Treppenwitz der Musikgeschichte ist aber der Background des hier vorliegenden Albums. Jenssen wollte ein Konzeptalbum über die Architektur, die Lage und die Risiken japanischer Kernkraftwerke machen. Im Februar 2011 war das Vorhaben beendet und Geir legte letzte Hand an die Scheibe. Kurz darauf flog den Japanern Fukushima um die Ohren. Die Auswirkungen des Ganzen sind offenkundig. So viel zum künstlerischen Rahmen, der schon fast gruselig erscheint. Und die Musik? Jenssen bleibt mit Biospehere nicht stehen, sondern entwickelt sich abermals weiter. Der größte Schreck könnte denjenigen langjährigen Fans in die Glieder fahren, die es sich mit Ambient-Sound des Norwegers in der audiophilen Löffelchenstellung bequem gemacht haben. Denn, oh Schreck! Was ist das denn? Ein straighter Beat! Der Rhythmus überfährt den Hörer beinahe. Ein beinahe schon verloren geglaubter Kumpel schaut wieder einmal vorbei und hinterlässt einen ergreifenden Eindruck. Auch wenn Biosphere-Songs weit davon entfernt sind, unbeschwerte Fröhlichkeit zu verbreiten, geht den Tracks auf "N-Plants" die Schwere, Düsternis und Eiseskälte der voran gegangenen Alben weitestgehend ab. Fast ist man versucht, das böse P-Wort zu verwenden. Wo "Dropsonde" noch mit fein ziselierten Jazz-Anleihen hausieren ging, regiert heuer eine unaufgeregte Eingängigkeit, bei der Jenssen aus seiner musikalischen Vergangenheit zitiert, ohne sich zu plagiieren. "Genkai-I" sei hier beispielhaft erwähnt: Ein fast schon analoger Drum-Beat legt sich über einen wummernd-pumpenden Basslauf. Um dieses Gerüst mäandern wohldosierte Synthie-Klänge, die eine beschwinglich-wattierte Atmosphäre verbreiten. Wer jetzt allerdings ein Hippie-Pippie-Album mit rosaroter Klangfärbung erwartet, wird enttäuscht sein. Nach wie vor gilt: Wo Biosphere draufsteht, ist immer noch Geir Jenssen drin. Filter-Sounds und psychedelisch angehauchte Klangcollagen inklusive. Nur eben diesmal - wieder einmal - ein wenig anders. © Laut
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Dance - Erschienen am 11. November 2016 | Biophon Records (Norway)

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Ambient - Erschienen am 16. März 2018 | Biophon Records (Norway)

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Dance - Erschienen am 10. Juni 2016 | Biophon Records (Norway)

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Ambient - Erschienen am 5. Juni 2020 | Biophon Records (Norway)

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Downtempo - Erschienen am 12. Mai 2017 | Biophon Records (Norway)

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Electronic - Erschienen am 23. September 2016 | Smalltown Supersound

Hi-Res
Geir Jenssen hat sich mal wieder Zeit gelassen, um ein neues Studioalbum auf seine Anhängerschar loszulassen. "N-Plants" hat mittlerweile stattliche fünf Jahre auf dem Buckel. Aber außer Re-Releases ("Microgravity", "Patashnik") und Wiederverwurstung ("Patashnik 2") drang kaum neues Material aus den norwegischen Fjorden hinaus in die Welt. Nun also "Departed Glories", vergangene Herrlichkeiten. Die Idee kam dem Musiker, als er sich im polnischen Krakau aufhielt und den Wolski-Wald besuchte, in dem die Nazis im Zweiten Weltkrieg reihenweise Einheimische exekutierten. Kurioserweise handelte es sich bei jenem Forst auch um den Wald, in dem sich im 13. Jahrhundert die heilige Bronislawa vor den Tataren und den marodierenden Banden zweier Herzöge flüchtete, die um Krakau kämpften. Jenssens Ansatz war, sich zu überlegen, welche Musik zu der Abgeschiedenheit im Versteck passen könnte. Die Umsetzung mündet in ambientlastigeren Konstrukten, als es noch beim Soundtrack zu den Kraftwerken der Fall war. Gespenstisch, geheimnisvoll und wie Begrüßungsklänge beim Eintritt in eine Geisterwelt tönt es hier. Wobei die Stimmung den Hörer zwischen den Welten zurücklässt. Ob man sich jetzt gruselt oder verträumt den gefühlt hunderten Klangschichten hingibt, bleibt einem selbst überlassen. Einmal klingt "Departed Glories" wie nach Feentanz auf einer hell durchfluteten Lichtung im Zauberwald ("With Their Paddles In A Puddle", "Sweet Dreams Form A Shade"), wo andernorts die Töne wabern wie vor einem finsteren Tor zur Unterwelt ("Than Is The Mater", "Down On Ropes"). Immer dann, wenn Jenssen mit vielfach gelayerten Stimmen arbeitet, verzieht sich sofort die düstere Stimmung und Tinkerbell kommt um die Ecke geflattert. Um Songs im eigentlichen Sinne handelt es sichhier zu keiner Zeit. Vielmehr vertont Geir einmal mehr sein eigenes Kopfkino. Verfremdete Vocal-Sequenzen, untermalt mit zum Teil altbekannten Sounds, vermengen sich zu einem Hörerlebnis der etwas anderen Art. Weit mehr an seine Ambient-Meilensteine wie etwa "Substrata" und "Cirque" angelehnt, schwebt Jenssen in seinem ganz eigenen Orbit. Das maschinellen Element wirft der Norweger erneut über Bord und benutzt eine eher organische Ausdrucksweise, die dem eingangs erwähnten mystischen Konzept Tribut zollt. Gut gespukt, Herr Jenssen. © Laut
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Ambient - Erschienen am 5. Februar 2007 | Biophon Records (Norway)

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Ambient - Erschienen am 1. Januar 1997 | Biophon Records (Norway)

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Ambient - Erschienen am 27. Mai 2002 | Biophon Records (Norway)

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Dance - Erschienen am 15. September 2003 | Headphone

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Electronic - Erschienen am 30. März 2015 | Touch

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Ambient - Erschienen am 16. August 2004 | Biophon Records (Norway)

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Dance - Erschienen am 28. Juni 2004 | Headphone

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Downtempo - Erschienen am 21. April 2017 | Biophon Records (Norway)

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Klassik - Erschienen am 22. Juni 1999 | Rune Grammofon