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Die Alben

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Indie-Pop - Erschienen am 3. Juni 2002 | Jeepster Recordings Ltd

Booklet
Die Simon and Garfunkel der Popmusik leben. Eigentlich mag ich Simon And Garfunkel gar nicht... Hm. Belle and Sebastian haben sich jedenfalls immer schon dadurch hervor getan, ergreifend solide und zugleich herzerweichend schöne Musik zu schreiben, fernab von zeitgenössischem Schnörkelwerk. "Storytelling" entstand eigentlich als Soundtrack zu Todd Solondz neuem gleichnamigen Film, und auch wenn es am Ende nur ein kleiner Teil davon tatsächlich in den Film geschafft hat, ist der Ausgangspunkt kaum zu überhören. So finden sich zwischen den für Belle And Sebastian typischen Songs, die wieder stark an die 60er und 70er Jahre erinnern, dank der Soundtrack Funktion des Albums erstaunlich viele Instrumentals. Wie schön. Wenn das Piano klimpert und die Violinen zartschmelzend streichen, klingt das als hätten die Schotten nie etwas anderes gemacht als Filmmusik komponiert. Umgekehrt dürfte es schwer werden, den Sound des Albums auf Zelluloid zu bannen. Weil Belle and Sebastian mal wieder über sich hinaus gewachsen sind, und unerwartete Saiten anschlagen. Ein "Consuela Leaving" schert etwa auch mal in eine, wenn auch verhaltene Latino Richtung aus. "Fuck This Shit" wiederum ist wie gemacht für den lonely Cowboy, der mit der Mundharmonika im Mundwinkel beschwingt in den Sonnenuntergang reitet, "Scooby Driver" müsste von den Beach Boys für einen Surfer-Streifen komponiert worden sein, usw.. Ein Dutzend Soundtracks in einem, wenn man so will. Als Anspieltipps seien "Big John Shaft" und "Storytelling" als Hommage an Regisseur Todd Solondz genannt, die sich beide an die Thematik Film halten. Oh, und aus aktuellem Anlass will ich "I don't want to play football" nicht unter den Tisch fallen lassen: "... i don't understand the thrill of running, catching, throwing, taking orders from a moron, grabbing for the sweaty crotches, getting hit by people I don't know..." Damit dürften sie momentan wohl recht allein da stehen. Aber was solls, "Storytelling" ist ohne Frage großes Kino. Auch ohne Film. Und ohne Fußball. © Laut