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Jazz - Erschienen am 21. September 2018 | Sunnyside

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Vor einigen Jahren bekannte Allison Miller recht offenherzig, als Teenager habe sie sich nur für Jazz und Frauen interessiert. Um es mit Miles Davis zu sagen: so what? Schließlich gilt das bei Musikern als völlig normal. Weshalb wir diesen Aspekt samt des vergifteten Lobs, sie trommele nicht wie ein Mädchen, ebenso ignorieren wie den Titel ihres neuen Albums „Science Fair“. Beim Opener „What?!“ zeigt sich ein Ausbruch an Energie in lodernder Grandezza des Trompeters Ambrose Akinmusire, die von packenden Piano-Lines und treibenden Beats beflügelt sowie von Dayna Stephens’ geschmeidigem Tenorsax mitreißend gekontert wird. Wow, denkt man da angesichts der vom neuseeländischen Tieftöner Matt Penman wirkmächtig grundierten, rhythmisch vertrackten Chose, so könnte es weitergehen. Tut es aber nicht, weil die Bläser nur eine Gastrolle haben, wobei der kalifornische Saxofonist immerhin vier Tracks, etwa das filigran-quirlige „Symmetry“, bereichern darf. Und beim zehnminütigen „Weightless“ ein Rencontre mit dem hier duftigen Trompeter feiert. Der Rest ist natürlich nicht Schweigen, sondern spannende Piano-Trio-Kunst, die von kraftvollen Aktionen der beiden Damen geprägt ist. Da begegnen markante Block-Akkorde und delikat getastete Melodien über Penmans grandiosen Bass-Fundamenten dem „Boom Tic Boom“ von Allison Miller, die von zartem Brush-Work über prasselnde Cymbals bis hin zu knackigen Tom-Shots alle Optionen ihres Drum-Sets stimmig ausreizt. Das Ergebnis ist faszinierend dynamischer Modern-Jazz von erfrischend origineller Klangkraft. © Thielmann, Sven / www.fonoforum.de