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Der unsterbliche Ozzy

Von Charlélie Arnaud |

Mit "Patient Number 9" präsentiert uns der Prince of Darkness ein Album, das nur so von Gästen gespickt ist, darunter Eric Clapton, Jeff Beck, Robert Trujillo von Metallica sowie Chad Smith von den Red Hot Chili Peppers.

Mit seinen 73 Jahren im letzten Frühling scheint Ozzy Osbourne nichts mehr aufzuhalten. Nach einem Studioalbum im Jahr 2019, dem verschmähten Ordinary Man, wird Patient Number 9 sicherlich viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Schon allein wegen der fantastischen Besetzung, die den Fürst der Finsternis hier umgibt und die einem Tagtraum gleicht: Während Robert Trujillo (Metallica) alle Bassparts übernimmt, wird das Schlagzeug abwechselnd von Chad Smith (Red Hot Chili Peppers) und dem verstorbenen Taylor Hawkins von den Foo Fighters bewacht. Die Gitarren werden je nach Titel von Jeff Beck, Eric Clapton, Mike McCready (Pearl Jam), Tony Iommi und natürlich dem treuen Leutnant Zakk Wylde gespielt.

© Jennifer Tzar

Was ist also mit diesem Treffen der Besten, diesem "Ro(ck)tary Club" der Luxusklasse? Halten Sie sich fest: Wir haben es mit einem richtig guten Ozzy-Album zu tun, gut geschrieben, gut gespielt, kurz gesagt: gut gemacht. Natürlich hinterlassen die eingeladenen Stargäste überall ihre eindeutig erkennbaren Spuren (Claptons weinerliche Gitarre auf One of Those Days oder Iommis Riff auf No Escape From Now, das zu 100 Prozent nach Sabbath klingt), aber all diese Einflüsse stehen im Dienste des Albums. Trotz seiner beachtlichen Länge von einer Stunde und den 13 Titeln, die es enthält, wird Patient Number 9 nicht ein einziges Mal in flagranti der Dürftigkeit oder des Füllens ertappt. Sie mögen Heavy Metal und heulende Gitarren? Dann kommen Sie mit Zakk Wylde und Tony Iommi voll auf Ihre Kosten. Mögen Sie die raffinierten Arrangements und die eher intime und nostalgische Seite von Osbourne? A Thousand Shades (mit Jeff Beck) wird mit seinem Hauch von So Tired aus dem Album Bark at the Moon Ihr Lieblingslied sein.

© Sam Taylor-Johnson

Sogar die radiofreundlichste Seite der späten 80er Jahre ist hier mit dem hervorragenden Dead and Gone vertreten. Treten Sie näher, es ist genug für alle da. Andrew Watt, der für die Produktion des letzten Albums verantwortlich war, hat seine klanglichen Exzentrizitäten deutlich zurückgeschraubt. Patient Number 9 klingt zwar wie ein Blockbuster, sehr groß und sehr zeitgemäß, aber wir haben es hier mit einem Metal-Album zu tun, da gibt es keine Tricks.

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