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Augustin Hadelich und sein iberisches Intermezzo

Von François Hudry |

Mit seinem neuen Album "Recuerdos" begibt sich der große italienisch-amerikanische Geiger nach Spanien und vereint drei Stücke für Violine und Orchester sowie ein ursprünglich nur für Gitarre geschriebenes Werk...

Der brillante italienisch-amerikanische Geiger Augustin Hadelich hat jahrelang nach dem geeigneten musikalischen Kontext gesucht, um Benjamin Brittens Violinkonzert einem breiten Publikum nahezubringen. Das Konzert wurde 1940, während des Zweiten Weltkriegs, vom jungen britischen Komponisten in seinem Exil in den USA komponiert und ist den Opfern des Spanischen Bürgerkriegs gewidmet. Es bringt die friedliebenden und antimilitaristischen Ideen zum Ausdruck, denen Britten sein ganzes Leben anhing.

© Thomas Brill

Der aktuelle Kriegsausbruch in der Ukraine diente Augustin Hadelich als Aufhänger für das Programm seines Albums Recuerdos ("Erinnerungen"). Er umrahmt Brittens Werk mit musikalischen Visionen, die durch Spanien inspiriert sind: von Pablo de Sarasates Carmen-Fantasie nach der Oper von Georges Bizet über Sergei Prokofjew (geboren in der heutigen Ukraine), der im Finale seines Violinkonzerts Nr. 2, das 1935 in Madrid von seinem Widmungsträger, dem französischen Violinisten Robert Soëtens, uraufgeführt wurde, Spanien huldigt, bis hin zu Francisco Tárregas Recuerdos de la Alhambra.

© Paul Glickman

Augustin Hadelich, der selbst durch einen schrecklichen Brand schwer verunglückte und deshalb über ein Jahr lang sein Instrument nicht spielen konnte, möchte mit dieser Aufnahme das Leiden aufzeigen, von dem wir in dieser Welt alle umgeben sind. Der Geiger wurde 2018 von der Zeitschrift "Musical America" zum "Instrumentalisten des Jahres" ernannt. Er verfügt über ein umfangreiches Repertoire von großen klassischen, aber auch zeitgenössischen Werken, die er mit Leidenschaft verficht.

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