Modeselektor, in da Club

Das deutsche Duo kehrt auf den Dancefloor zurück, mit einem einschlagenden Album, das von 5-Sterne-Featurings nur so strotzt. Bombig!

Von Sandra Zoor | Video des Tages | 9. März 2019
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Qobuz

Für Gernot und Sebastian Szary heißt es, zurück zum Ursprung! Nach dem ausgiebigen Abstecher mit Moderat, dem Trio, das Modeselektor mit ihrem Landesgenossen Sascha Ring alias Apparat (vier Alben und Konzerttourneen in der ganzen Welt) geformt hatten, kehren sie zu den Turntables und Clubproduktionen zurück. Das Duo präsentiert mit Who Else ein effizientes und kompaktes (nur 8 Titel umfassendes), fast durch und durch energiegeladenes Album, abgesehen vom letzten Track, Wake Me Up When It's Over, das klingt nämlich sehr nach … Moderat.

Was den Rest betrifft, so werden sich die Modeselektor-Fans der 2000er Jahre freuen, als sie Alben wie Hello Mum! und Happy Birthday! mit ihrem Mix aus Rap, Toasting und harten Beats herausgebracht hatten.

Nach einem hypnotisierenden Instrumental-Intro, das sie gemeinsam mit dem italienischen Produzenten Lorenzo Senni komponiert haben, der bei Warp arbeitet, bittet Modeselektor eine ganze Gästeschar ans Mikro: Die neueste Sensation, UK-Rapperin Flohio, profiliert sich mit dem Club Banger Wealth, und der aus Estland kommende Tommy Ca$h, der im Worldwide Web von sich reden machte, liefert uns Who, die Hymne der Platte, in der er mit dem ununterbrochen gebrüllten „blablabla“ eine Rave-Party-Stimmung erzeugt, als wäre man in einer Lagerhalle.

Die Berliner halten ihren Kurs mit dem Gabber-Tempo in Prügelknabe, ebenso wie das Hardcore-Techno in I Am Your God samt der genialen Stimme von Otto Von Schirach aus Florida, mit dem sie schon im Jahre 2011 Evil Twin herausgebracht hatten. Eine richtiggehende, Ohren zerschmetternde Soundorgie: Modeselektor ist mit Who Else wieder in Höchstform.






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