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Lebensfreude mit The Orielles

Qobuzissime für das zweite sonnige Albumder Gruppe aus Halifax, die sowohl im Pop der 60s als auch in der psychedelischen Musik und im Disco zuhause sind...

Von Charlotte Saintoin | Video des Tages | 10. März 2020
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Die drei Querdenker aus Yorkshire - die Schwestern Esmé und Sidonie Hand Halford (Schlagzeug) und ihr Jugendfreund Henry Carlyle Wade (Gitarre) - gehören wieder einmal zu jenen Indie-Gruppen, die wir nicht aus den Augen lassen sollten. „Das Album ist ein Schlupfloch. Würde ich in den Weltraum fliegen, käme ich wohl nicht mehr zurück“, gesteht Esmé, der solide Bassist der Gruppe The Orielles, mit leiser Stimme. Nach ihrem betäubendenSilver Dollar Moment im Jahre 2018, das unter dem Einfluss von The Stone Roses stand, präsentiert nun dieses zweite, aus der Reihe tanzende Opus Disco Volador einen von türkischen Psychedelic-Elementen, aber auch von experimentellem Kino aus Italien gekennzeichneten Sound. Zwei Jahre sind eine lange Zeit, wenn man erst Anfang zwanzig ist, aus dem todlangweiligen Halifax kommt und eine Europatournee starten will. In der Zwischenzeit gesellte sich der Keyboarder Alex zu ihnen, und es kam das von Peggy Gou „recht informativ“ gestaltete Plattencover für It Makes You Forget (Itgehane) hinzu, das sie der Dancemusic nähergebracht hat. Es gab aber auch den Remix des dahingeschiedenen Andrew Weatherall, ihre Single Sugar Tastes Like Salt.



Auf dem von Marta Salogni (Liars, Temples, Björk oder The Moonlandingz) produzierten und im Eve Studio in Stockport eingespielten Album Disco Volador steht die Melodie im Mittelpunkt und die Devise heißt: aus Alt mach Neu.

„Alles, was uns bei der Komposition dieser Platte beeinflusst hat, floss auch mit in die Einspielung hinein. Wir wussten genau, wie das klingen sollte und wie wir das erreichen würden“, fährt die Sängerin fort. Energiegeladener, unbeschwerter Pop aus den Sixties (Come Down On Jupiter), experimenteller Disco (Space Samba (Disco Volador Theme), Funk aus den 70ern (Bobbie's Second World, Euro Borealis), psychedelisches Uptempo (Rapid i, 7th Dynamic Goo) oder abgehoben wie bei Khruangbin (A Material Mistake). Alles ist lebensfroh und lässt einen nicht mehr los. Eben ein Qobuzissime.

HÖREN SIE "DISCO VOLADOR" DER ORIELLES AUF QOBUZ



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