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Charles Loyd, ewiger Atem

Lyrisch, spirituell und künstlerisch unabhängig: das Live-Album zum 80. Geburtstag des amerikanischen Jazz-Saxophonisten erschien beim Label Blue Note...

Von Marc Zisman | Video des Tages | 7. März 2020
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Anlässlich seines 80. Geburtstags genehmigte sich Charles Lloyd 2018 bei sich zu Hause in Kalifornien ein Konzert im herrlichen Lobero Theatre in Santa Barbara, und zwar mit einer eher außergewöhnlichen Gruppe, zu der der Gitarrist Julian Lage, der Pianist Gerald Clayton, der Bassist Reuben Rogers und der Schlagzeuger Eric Harland gehörten.

Das Resultat (8: Kindred Spirits) ist umso überwältigender als dieses beeindruckende Line-Up voller Virtuosen sonst nicht zusammen spielt, abgesehen von der Rhythmussektion Rogers/Harland, die Lloyd 2007 zu sich geholt hatte. Die Aura des Saxofonisten sowie die von ihm ausgehenden, schamanenhaften Klänge stimulieren umso mehr, da diese geegnseitigen Impulse unter Musikern auf den Hörer überschwappen.



8: Kindred Spirits wird somit ein 100%iger Trip à la Lloyd und Dream Weaver, der Opener der Platte ist mit - seinen 21 Minuten der Beweis dafür. Vor allem haben all die Jahre seinem unverwüstlichen Elan kaum Abbruch getan, auch nicht seiner vor Spiritualität nur so strotzenden Poesie im Sinne eines John Coltrane oder Pharoah Sanders. All diese Elemente machen sich auf diesem schönen Album bemerkbar.

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