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Die Alben

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Hip-Hop/Rap - Erschienen am 8. September 2017 | Melee - Wild Pitch

Auszeichnungen Qobuz' perfekte Schallplattensammlung
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Hip-Hop/Rap - Erschienen am 14. April 2017 | Aftermath

Booklet Auszeichnungen 4F de Télérama - Qobuz' perfekte Schallplattensammlung - Pitchfork: Best New Music
Machen wir es kurz: "Section.80" ist ein Backpack-Klassiker, "Good Kid" sein "Illmatic" und "Butterfly" das sterbenslangweilige Opus Magnum für linksliberale Pitchfork-Pimps. Und "Damn."? "Damn." kommt einfach als verdammt gutes Rap-Album, das die Hit-Dichte des Debüts, den Straßengrind vom Nachfolger und die Black Power vom Grammy-Abräumer mit modernen Beat-Strukturen vereint. Endlich. Allein die harte Synthie-Single "Humble", produziert von Mike Will Made It, und ein kurzer Blick auf die weitere Producer-Truppe um Alchemist, Cardo und 9th Wonder schicken die jazzig-funkigen Sounds des 2015er-King Kunta in den Orbit der Indie-Blogs. In der Langfassung heißt das: Am Mic ist Kendrick wie Bayern München unter Pep. Er bietet keinen 08/15-Style an, er fordert Gegner wie Zuhörer, sich selbst wie Studiokollegen. Variabler flowend als jeder Emcee vor ihm, verpackt Lamar seine intensiven und vielschichtigen Lyrics dieses Mal in Radio-, Fitness- und Auto-taugliche Hits. Auf "Love" taucht er tief ins 80er Soul-Pop-Revival von Future Hendrix, sucht mit Rihanna auf einer trap-kuscheligen Liebesballade die "Loyalty" und croont bei "God" besser als Drake, wenn auch unterstützt von Bekon, der in den besten Momenten gar an den viel zu unterschätzten Mr Hudson erinnert. Kung-Fu Kenny mischt wieder als Sterblicher mit im Game. Nach den "Butterfly"-Jubelarien der Genre-übergreifenden Musikjournaille wähnte man den Kalifornier ja schon im erhabenen Genie-Club um Prince, Madonna und Co. und jenseits aller Rap-Profanität. Mit Zeilen wie "I'm willin' to die for this shit / I done cried for this shit, might take a life for this shit / Put the Bible down and go eye for an eye for this shit" kehrt er nun in den aggressiven Battle-Rap zurück. Drei Gegner visiert er an: Trump und den rassistischen Teil der amerikanischen Gesellschaft, alle anderen Emcees und seine eigenen Sünden. Seine Auge-um-Auge-Aussage aus dem zünftigen, irgendwo zwischen 40 und RZA holpernden "Elements" holt er aus dem Alten Testament und krakeelt sie in die verrückte Welt hinaus. In Zeiten von Donald und anderen Diktatoren wird Widerstand Pflicht. Kendrick wirft dafür seine Liebe zum Neuen Testament gleich im "Blood"-Intro aus dem Bentley. Über fast fröhliche Soul-Streicher erzählt er, wie er einer alten Dame auf der Straße hilft, nur um dann von ihr erschossen zu werden. Direkt im Anschluss sampelt er Fox News-Moderator Geraldo Rivera, als der seine provokante, politische BET-Performance 2015 on Air kritisiert – und switcht in den zweiten, fiebrigen und ultraharten Mike Will Made It-Beat "DNA". Klarer geht es nicht, Kendrick ist zornig und bläst zum Angriff auf das erzkonservative Amerika. Wie in "Yah". "I'm not a politician, I'm not 'bout a religion / I'm a Israelite, don't call me Black no mo' / That word is only a color, it ain't facts no mo'." Er sieht die Afroamerikaner und alle Unterdrückten vor demselben Schicksal stehen wie die Juden zu Zeiten von Moses und Co. Kendrick mag zwar kein Politiker sein, doch auch er weiß: Jeder braucht Verbündete. Zwar wütet er in "Feel", während nebenher ein leicht-wabernder Sade-Tune läuft: "Ain't nobody prayin form me." Doch im progressiven Amerika findet er gegen Trump altbekannte Freunde, repräsentiert von Bono und U2. "XXX" ist zuerst ein böse humpelnder Old School-Beat mit Run DMC-Scratches und Public Enemy-Sirenen, in dem Kendrick die fast aussichtslose Situation in Schlagwörter kleidet: "It's murder on my street, your street, back streets / Wall Street, corporate offices / Banks, employees, and bosses with / Homicidal thoughts: Donald Trump's in office." Im zweiten Teil gesellt sich neben tonnenschwerem Boom Bap Mister Vox zum Rapper aus Compton. Die Hook sagt alles: "It's not a place / This country is to be a sound of drum and bass / You close your eyes to look around." Musik kann die Welt besser machen, zumindest jede kleine. Kendrick ist jedoch kein stumpfer Prediger. Er kennt seine Feinde im Inneren und beendet das Album mit zwei Storytelling-Tracks auf Nas-Niveau. Im vom Alchemist-zerbrechlich produzierten "Fear" erzählt er drei Geschichten über die Furcht. Der erste Teil handelt von der Furcht eines Kindes, das mit häuslicher Gewalt aufwächst, in der zweiten Strophe kleidet Kendrick die Angst eines jeden Jugendlichen im Ghetto in eindrucksvolle Bilder: "I'll prolly die because I ain't know Demarcus was snitchin' / I'll prolly die at these house parties, fuckin' with bitches / I'll prolly die from witnesses leavin' me falsed accused / I’ll prolly die from thinkin' that me and your hood was cool." Im dritten Vers ist es dann die eigene Furcht, die Furcht von Mister Lamar Duckworth. Mit "Duckworth" endet "Damn." verdammt groß. 9th Wonder packt die ganze Karriere-Klaviatur seiner Boom Bap-Beats aus, und Kendrick erzählt stimmig die anscheinend wahre Geschichte, als sein Top Dawg-Labelboss Anthony Tiffith fast Kendricks Vater Ducky am Drive-In-Schalter von KFC getötet hat. Zusammengefasst: Wenn Drake Nas wäre und zugleich der Sohn von Ice Cube, dann wäre er Kendrick Lamar. Seine Leistung veranlasste Radio-DJ Paul Rosenberg zur frechen Äußerung, Kendrick sei der größte Rapper aller Zeiten. Das ist natürlich Quatsch. Noch. Die Diskussion rollt. Aber Kendrick holt auch dank "Damn." weiter auf. Die Top Five meiner Dead Or Alive-Liste hat er schon erreicht. Wen es interessiert: 1. Nas 2. 2Pac 3. Biggie 4. Jay-Z 5. Kendrick Lamar 6. Eminem 7. Rakim 8. Ghostface 9. Scarface 10. Ice Cube 11. André 3000 12. Big Daddy Kane 13. Lil Wayne 14. KRS-One 15. Common © Laut
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Hip-Hop/Rap - Erschienen am 13. November 2015 | Jive - Legacy

Hi-Res Auszeichnungen Qobuz' perfekte Schallplattensammlung - Pitchfork: Best New Reissue
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Hip-Hop/Rap - Erschienen am 19. März 2015 | Aftermath

Hi-Res Auszeichnungen 4F de Télérama - Qobuz' perfekte Schallplattensammlung - Pitchfork: Best New Music - Grammy Awards
Selten traf das im Rap wohl am häufigsten bemühte Sprichwort so sehr zu wie in diesem Fall: "You can take your boy out the hood / But you can't take the hood out the homie." Snoop Dogg bringt es in "Institutionalized" auf den Punkt - und beschreibt damit Kendrick Lamars Reise nahezu perfekt. Denn für "To Pimp A Butterfly" verlässt K-Dot sowohl musikalisch als auch thematisch das Viertel, das er in "Good Kid, M.a.a.d. City" so lebhaft vorstellte, um einen weitreichenden Blick auf die afroamerikanische Identität zu werfen. Zwischen Blaxploitation, Reflexion und dem Aufruf zum Selbstbekenntnis ist sein neues Werk noch vielschichtiger, noch intelligenter und wichtiger als der Vorgänger. Ein gewöhnungsbedürftiges, lyrisch wahnsinnig düsteres Album, aber auch das erwartet einzigartige. Dass sich der TDE-Rapper zu Höherem berufen fühlt als zu traditionellem West Coast-Sound, zeichnete sich schon auf seinem Major-Debüt, spätestens aber in der viel diskutierten Single "I" ab. Und wer mit der schnellen Pop-Funk-Nummer, die markante Elemente des Isley Brothers-Song "That Lady" verwendet, bislang nicht wirklich viel anfangen konnte, dürfte seine schlimmsten Befürchtungen im ersten Track zunächst bestätigt sehen. Flying Lotus, Kendricks kreativer Bruder im Geiste, haucht dem Opener "Wesley's Theory" nämlich pulsierenden P-Funk ein, den man sich von K-Dot zunächst nicht unbedingt erwartet, geschweige denn gewünscht hätte. Nicht minder mysteriös als der kunstvolle Albumtitel "To Pimp A Butterfly" setzt der Song dann mit den ebenso viel- wie nichtssagenden Zeilen von Parliament-Legende George Clinton ein: "When the four corners of this cocoon collide / You’ll slip through the cracks hoping that you’ll survive / Gather your wind, take a deep look inside / Are you really who they idolize? / To pimp a butterfly." Doch wenn King Kendrick aus der Steueraffäre um Wesley Snipes anschließend ein raffiniertes Rollenspiel zwischen einem abgehobenen schwarzen Künstler und dem mahnenden Uncle Sam strickt, öffnet die Geschichte um den aufgemotzten Schmetterling ihre Pforten. Lehrstoff für Universitäten, gar einen Ausdruck für die Ewigkeit habe er mit dem Titel erschaffen, behauptete Kendrick Lamar in einem Interview kurz vor Release. Und tatsächlich wird "To Pimp A Butterfly" im Laufe seiner fast 80 Minuten zum Rap-Politikum. Die Metapher vom schwarzen Musiker als Schmetterling, der, von Major-Labels zu deren Gunsten gepimpt, jegliche Schönheit und Inspiration verliert, dafür immer mehr von einer surrealen Welt aus Reichtum und Berühmtheit verschluckt wird, kritisiert dabei aber keinesfalls nur die Plattenfirmen. Im bereits vorab veröffentlichten "King Kunta", mit seinem stark repetitiven Funk-Beat eine der eingängigsten Nummern, schießt K-Dot auch gegen seine Kollegen, die sich selbst in Geld und Überheblichkeit ertränken: "I was gonna kill a couple rappers but they did it to themselves / Everybody's suicidal they don't even need my help." Das jazzige "Institutionalized" greift die Thematik auf und vertieft die Identitätskrise zwischen Erfolg, Ruhm und Verwurzelung in der "trap", während "Hood Politics" als einer der wenigen klassischen Hip Hop-Tracks auch auf "Good Kid, M.a.a.d. City" gepasst hätte. Die Wucht von "The Blacker The Berry" bleibt jedoch unerreicht. Schildert Kendrick in "I" noch Selbstliebe und Stolz als Afro-Amerikaner, entlädt sich hier die Kritik über die vermeintliche Scheinheiligkeit der schwarzen Bevölkerung: "So why did I weep when Trayvon Martin was in the street? / When gang banging make me kill a nigga blacker than me?" Nach wie vor beeindruckt dabei der Facettenreichtum, mit dem der Kalifornier seine Texte vorträgt. Mehr denn je variiert Kendrick in seiner Stimmlage, um Gefühlen und deren Schwankungen Ausdruck zu verleihen. Er flowt voller Selbstsicherheit, schreit vor Angst und zischt vor Wut, führt verworrene Selbstgespräche und ausgefeilte Dialoge. Neben Eminem bleibt er damit wohl der einzige MC, der eine optimistische Gute-Laune-Hymne ("I") ebenso überzeugend transportieren kann wie das von Selbstzweifeln getriebene, mit düster experimentellem Sound unterlegte "U": "I fuckin' tell you, you fuckin' failure you ain't no leader!" Und hat man sich darauf eingelassen, dass statt Hits wie "Bitch Don't Kill My Vibe" oder "Money Trees" Funk, Soul und Free Jazz ("For Free?") dominieren, zieht "To Pimp A Butterfly" auch abseits des fast unerreichbaren Vortrags des Hauptdarstellers in seinen Bann. Zumal immer noch reichlich G-Funk und Boom Bap-Elemente wie in "You Ain't Gotta Lie" zu finden sind. Kendrick Lamar und Dr. Dre, der wie schon auf "Good Kid, M.a.a.d. City" als Executive Producer über das Geschehen wacht, beweisen auf allen 16 Tracks gewohnte Geschmackssicherheit. Mit Flying Lotus, Terrace Martin oder Thundercat haben sie genau die richtigen Leute gefunden, um ihre Idee von Hip Hop umzusetzen, die phasenweise irgendwo zwischen Prince, The Roots, 7 Days Of Funk und eben Kendricks eigenem Sound liegt. Dass die Verantwortlichen dabei fast vollkommen auf Rap-Features wie die Black Hippy-Kollegen Jay Rock,- Ab-Soul und Schoolboy Q verzichten und sich Gastbeiträge auch ansonsten eher auf kurze, zusätzliche Vocals beschränken, überrascht zunächst. Weniger aber die Tatsache, dass Kendrick Lamar als Rapper, Spoken Word-Artist und Sänger trotzdem für einen unglaublich vielstimmiges Gesamtbild sorgt. Für einen mehr als würdigen Abschluss sorgt das mehr als zwölf Minuten lange "Mortal Man", das mit einem geschickt zusammengefügten Scheininterview mit Tupac Shakur überrascht. Das Gespräch über Armut, Rassismus und Endlichkeit spiegelt abschließend alles wider, was "To Pimp A Butterfly" ausmacht: Flüssig und lebendig wie "Undun", gleichzeitig aber fragment- und rätselhaft wie "ATYSYC" skizziert Kendrick Lamar die afroamerikanische Identität auf eine beeindruckend intelligente Weise, die im Hip Hop vielleicht über Jahre unübertroffen bleiben wird. Nach 16 mitreißenden und genialen Tracks, die "To Pimp A Butterfly" zum besten und bedeutendsten Rap-Album des Jahres machen, wundert es kaum, dass K-Dot für schwarze Teenager "the closest thing they have to a preacher" sein will, vielleicht sogar sein muss. Denn Kendrick ist nicht nur King und Messias - Kendrick is for the children. © Laut
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Hip-Hop/Rap - Erschienen am 24. November 2014 | Def Jam Recordings

Auszeichnungen Qobuz' perfekte Schallplattensammlung
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Hip-Hop/Rap - Erschienen am 24. November 2014 | Warner (France)

Booklet Auszeichnungen Qobuz' perfekte Schallplattensammlung
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Hip-Hop/Rap - Erschienen am 14. Oktober 2014 | Def Jam Recordings

Auszeichnungen Qobuz' perfekte Schallplattensammlung - Pitchfork: Best New Reissue
Für viele ist dieses zweite Album von Public Enemy die bedeutendste Platte in der Geschichte des Rap. Und als es 1988 in die Plattenläden kommt, wird die Bande des Chuck D mit It Takes A Nation Of Millions To Hold Us Back offiziell zu den Rolling Stones des Hip-Hop. Public Enemy war ein regelrechter Aufwärtshaken, der die Geschichte dieser Musikgattung auf den Kopf stellte und dank dieser Platte bleibt er DIE Referenz schlechthin, wenn es darum geht, sich ideologisch UND musikalisch für etwas stark zu machen. Public Enemy bietet hier eine Version ohne die Floskeln des CNN, er hört auch die hintersten Winkel der amerikanischen Gesellschaft mit Hilfe seiner (sehr) reichhaltigen Reime und vielschichtigen, aussagekräftigen, oft bissigen Samples ab. Er setzt seine Worte, aber auch seine Töne durch. Eine aggressive Methode seitens der Produktion (die vom Produzenten Hank Schocklee geleitete Bomb Squad) sorgt für akustische Wunder. Ein elektrischer Tsunami mit Groove, der meilenweit vom Glamour-Rap entfernt ist, übernimmt die Kontrolle einer Musikgattung, die zu jener Zeit, nämlich um 1988, ihr kreatives goldenes Zeitalter erlebte. Zu dieser Deluxe Edition gehört eine zweite Platte mit dreizehn Bonuszusätzen, darunter insbesondere die Version No Noise von Bring The Noise, Instrumentalversionen von Rebel Without a Pause, Night Of The Living Baseheads und Black Steel In The Hour of Chaos und die Soundtrackversion des Fight The Power aus dem gleichnamigen Film von Spike Lee. © MZ/Qobuz
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Hip-Hop/Rap - Erschienen am 13. Oktober 2014 | Jarring Effects

Auszeichnungen Qobuz' perfekte Schallplattensammlung
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Hip-Hop/Rap - Erschienen am 16. September 2014 | Def Jam Recordings

Auszeichnungen Qobuz' perfekte Schallplattensammlung
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Hip-Hop/Rap - Erschienen am 11. April 2014 | Columbia - Legacy

Hi-Res Auszeichnungen Qobuz' perfekte Schallplattensammlung - Hi-Res Audio
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Hip-Hop/Rap - Erschienen am 13. Januar 2014 | Big Dada

Auszeichnungen Qobuz' perfekte Schallplattensammlung - Pitchfork: Best New Music
"Public Enemy auf Trap Music", wenn ein befreundeter Redakteur der Juice (also dem einzigen Käsekuchen unter den Käseblättern und cheesy Rap-Blogs) spricht, schweigt man lieber still wie die Nacht am Heiligen Abend. Oder? Natürlich nicht. Wo die erste Kollabo von Killer Mike und El-P, "Rap Music", den jungen, politisch-wütenden Ice Cube ins Zeitalter von Snowden zitierte, drosselt das teuflische Duo auf "Run The Jewelz" die Beats und wühlt tief im Dreck des Trap. Das gilt besonders für die Lyrics. "Throw your hands in the air / And wave 'em like you just don't care / Keep 'em there / Run the jewels, run the jewels, run the jewels." El-P diggte die LL Cool J-Zeile aus "Cheesy Rat Blues" als ultimativen Teaser und läutet so bereits im Namen die Hardcore-we-don't-give-a-fuck-Attitüde des gesamten Albums ein. "We're not second to any rapper or producer. We rival all of your idols and we're going to spend the next 30-some-odd minutes proving that", so ein gelockerter Killer Mike. Keine Spur mehr von den harschen Angriffen auf die Übermacht an weißen Rappern, keine Spur von Polit-Rap à la "Reagan". Braggen und Spaß im Studio sind angesagt. Oder wie es der RZA 1997 so schön im "Wu-tang Forever"-Intro raushaute: "Fuck that, this is MCin' right here, this is hip hop / Wu-Tang, Wu-Tang gonna bring it to you in the purest form." Als Grundlage entschlackt sich Def Jux-Mastermind EL-P, wie auf Mikes "Rap Music", selbst, braucht also keinen Rick Rubin, gell, Kollege Kanye? Unerträgliche Giftstoffe wie chaotisch-lärmende, pseudo-deepe Industrial-Ungeheuer schwemmt er höchstpersönlich ins Studioklo. Im Soundkörper verbleiben so nur fein ins Nervenkostüm fegende Synthie-Akkorde, die sich mit knurrenden Keyboard-Tasten im gedrosselten Südstaaten-Tempo abwechseln. Punktgenau setzt El-P darauf dann Bongos, Orgel, Scratches und das eine oder andere Sample-Element. Absolutes Highlight: Wenn "DDFH" im Hook plötzlich den New Wave aus den 80ern reanimiert. Wiederbelebt wird anscheinend auch die einst so zielführende Rapper-Producer-Duo-Variante. Das Kollabo-Projekt Run The Jewelz steht 2014 in einer erfolgreichen Reihe mit "Albert Einstein", "Saaab Stories" oder Macklemore & Ryan Lewis. Die Jugend checkt Gang Starr, EPMD und Co. und macht in diesem Zuge einen kleinen Abstecher zu Public Enemy. Kill the nation with a groove, run the jewels! © Laut

Hip-Hop/Rap - Erschienen am 7. Januar 2014 | 45 Scientific

Auszeichnungen Qobuz' perfekte Schallplattensammlung
Download nicht verfügbar
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Hip-Hop/Rap - Erschienen am 17. Oktober 2013 | Universal Music Division Polydor

Auszeichnungen 4F de Télérama - Qobuz' perfekte Schallplattensammlung - Pitchfork: Best New Music
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Hip-Hop/Rap - Erschienen am 30. September 2013 | Parlophone (France)

Auszeichnungen Qobuz' perfekte Schallplattensammlung
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Hip-Hop/Rap - Erschienen am 1. Januar 2013 | Rock The World - IDJ - Kanye - LP6

Auszeichnungen Qobuz' perfekte Schallplattensammlung - Pitchfork: Best New Music
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Hip-Hop/Rap - Erschienen am 1. Januar 2013 | CM BLUE NOTE (A92)

Auszeichnungen Qobuz' perfekte Schallplattensammlung
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Hip-Hop/Rap - Erschienen am 1. Januar 2013 | Aftermath

Auszeichnungen 4F de Télérama - Qobuz' perfekte Schallplattensammlung - Pitchfork: Best New Music
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Hip-Hop/Rap - Erschienen am 1. Januar 2013 | Cash Money Records - Young Money Ent. - Universal Rec.

Booklet Auszeichnungen Qobuz' perfekte Schallplattensammlung - Pitchfork: Best New Music
"Machine Gun Rap for all my niggas back / Stadium Pack" – wenn Ladylover Cool D auf seinem Song "Wu-Tang Forever" den Clan sampelt und zitiert, dreht die Rap-Szene am Rad wie der Kapitän der Titanic. Darf der das? Kendrick oder Cole okay, aber dieser Rap-Sänger? Besonders die Backpack-tragenden Gralswächter der reinen Hip Hop-Lehre – von Jan Delay einst Hip Hop-Nazis genannt – dissten Drizzies Ehrerbietung aufs Derbste. Hatte nicht der Rza höchstpersönlich im Intro eben jenes "Wu-Tang Forever"-Doppelalbums 1997 im Intro der B-Seite den Weichspüler-Sound mit "... You make that shit R'n'B, Rap and Bullshit ..." gegeißelt? Und hat nicht eben Inspektah Deck getweetet, dass sein Song an sich den Wu-Titel nicht verdient? Die Antwort auf all diese Fragen lautet: Ja. Verdammt noch mal, ja, Drake darf das, er muss sogar. Künstlerisch von den 90ern geprägt, kreiert der Kanadier seine eigene Kammer. Im besagten Song spielt er mit dem Wu-Track "It's Yourz", aus dem die anfangs erwähnte Zeile stammt, und ein Entenparker kündigt sich an wie hupende Franzosen. Danach vernichten Beat und Lyrics jedoch as soon as possible jegliche Erwartungen an hypnotische Loop-Kunst, harte Drums und schmissige Slang-Editorials. "What made me think about the game, girl / And how I switched it up with a new thang / Young nigga came through on his Wu-Tang / And nowadays when I ask about who got it, they say it's yours." Die Liebe zum Rapgame als lieblich-süßlicher Singsang im Shaolin-Tempel? Drake, Digga, was zur Hölle tust du? Und dann holpert auch noch der Beat zwar mellow, aber arg knarzend durch die Boxen. Der erste Schock sitzt tief, erst beim 36. Durchlauf entfaltet sich urplötzlich die Genialität des Tracks. Drakes Crib- und Hof-Produzent 40 wirft die hypnotischen Sounds genau in die Mitte des Dreiecks aus "So Far Gone"-EP, "Take Care" und mittlerem Rza, während der Superstar die Fackel überreicht bekommt. "It's Yours", vollkommen verdient bereits nach dem ersten Lied. "This is nothin' for the radio, but they'll still play it though / Cause it's that new Drizzy Drake, that's just the way it go /Heavy airplay all day with no chorus / We keep it thoro, nigga, rap like this for all of my borough niggas." Der Opener "Tuscan Leather" sprüht vor straighter Spitterei und Rap-Verweisen wie das Prodigy-Zitat oder die Anspielung an die "No Chrous"-Tracks aus der New York-Ära (oder auch an das Rza-produzierte "No Hooks" von Shaquille O'Neal). Was befahl der Wu auf "Forever" noch: "Fuck that, this is MCin right here, this is hip-hop". Und genau das lebt Drake. Drei Mal wechselt der knallhart bangende Beat inklusive Rückwärts-Loops im Stile von Ghostface' "Stroke Of Death", und Drake schlägt eine Brücke von den 90ern zum eigenen softeren Yolo-Style. "I sip the Pora and listen to Cappadonna / The fresh prince just had dinner with Tatyana, no lie / All these 90's fantasies on my mind / The difference is that with mine, they all come true in due time / I might come through without security to check if you're fine / That's just me on my solo like fuck it, like YOLO / Wanted to tell you, "Accept yourself" / You don't have to prove shit to no one except yourself / And if you end up needin' some extra help, then I could help." Form gleicht Inhalt gleicht Form. Auf "Started From The Button" spannt Drake ein weiteres Mal den Bogen von der Vergangenheit zur Gegenwart und Derwisch 40 mixt passend ein bisschen DJ Mustard mit viel Mobb Deep zusammen. "From Time" erinnert durch den Melancholiker am Piano sehr an Curse' "Süßholz" und ist ebenfalls Balsam für die Seele. Überraschenderweise verirrt sich auch ein Gast (Jhené Aiko) auf das Album, fast ist man enttäuscht, nicht Drizzy zu hören - soweit ist es schon gekommen. Doch irgendwer muss seinen Liebesbekundungen und Selbsterkenntnissen eben mal antworten. In solchen Momenten wenden sich wahrscheinlich bonierte Backpacker ab, alle anderen fühlen jedoch seine Geschichte und die Wu'ler sollten an ihren Helden, dem Weicheiertum unverdächtigen Ghostface denken, der ja nun auch oft sein Innerstes nach außen kehrte, zu singen versuchte und gar ein ganzes Album voller Lovesongs aufnahm. Der wohl beste Track der Platte - "Furthest Thing" – unterstützt diese Interpretation. Drake erzählt seinen Mädchen, er sei immer noch "smokin on the low" und gesteht, "(I'm) the furthest thing from perfect / Like everyone I know". Jack One beginnt im soulig-poppigen Ambiente und wechselt dann ab der Mitte in mächtigen, orchestralen Kopfnicker. Der Brückenschlag, wir erinnern uns. Im Mittelfeld von "NWTS" drosselt er dann die Genialität - ein wenig. "Own It" blubbert als digitale Form der Power-Ballade durch den Äther, während Drake auf dem etwas hölzern klingenden "Worst Behaviour" – passend zum Titel – krakeelt wie der große, alte, dreckige Bastard. "Hold On" tanzt sich im Discofox auf die monatliche Ü30-Party in der Kleinstadt am See und "Connect" zeigt den klassischen Drake, der dank Elektro-Sounds für Momente das Level britischer Legenden wie Pet Shop Boys oder DM erreicht. Einzig die The Migos-Flow-Kopie auf "The Language" und das uninspirierte "305 To My City" werden aus der Top-Hit-Playlist gelöscht bzw. durch die Tracks "Come Thru" und "All Me" aus der Deluxe Edition ersetzt. Da wir aber mit Shaolin begonnen haben, enden wir auch auf Staten Island. "Pound Cake / Motion Music 2" sampelt im Refrain den Clan-Klassiker "CREAM" und geht mit geheimnisvoll-gepitchten Chören sehr tief. Dass Jay-Z zwei Strophen droppen darf, rundet den Trip von "then to now" perfekt ab. Wie ging noch einmal das Rza-Intro auf "Wu-Tang Forever" weiter? "... Come from your own heart with this shit ..." – und Drake treibt es hier endgültig zur Perfektion und reißt knapp die Fünf-Punkte-Marke. Seit heute gilt hoffentlich: When the smoke is clear, Drake und Wu-Tang still here! © Laut
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Hip-Hop/Rap - Erschienen am 1. Januar 2013 | FRONTLINE CATALOG (P81)

Auszeichnungen Qobuz' perfekte Schallplattensammlung
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Hip-Hop/Rap - Erschienen am 1. Januar 2013 | FRONTLINE CATALOG (P81)

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Das Genre

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