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Die Alben

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Rock - Erschienen am 18. September 2015 | Columbia

Hi-Res Booklet
Es ist viel passiert, seit David Gilmour vor gut neun Jahren sein letztes Solo-Album "On An Island" veröffentlichte. Zum Beispiel, dass Pink Floyd mit "The Endless River" das wohl letzte und natürlich viel diskutierte Kapitel ihrer kolossalen Bandgeschichte abgeschlossen haben. Finito, sagt Gilmour, vorbei ist es und weiter gehts - und legt mit seinem neuen Werk "Rattle That Lock" jene Floyd-Elemente vor, die für viele auf dem Finalwerk der Band (das sich in erster Linie aus Überbleibsel aus "The Division Bell" speiste) zu kurz gekommen waren. Alles beginnt mit einer Morgenmeditation. "5 A.M." baut sich auf sphärischen Fanfarenklängen auf, gleitet sanft und sinfonisch in den neuen, vor uns liegenden Tag. Wenige Sekunden rein ins Geschehen, und da ist sie schon, Gilmours melodiöse, melancholisch mäandernde (Solo)-Gitarre, minimal verzerrt, dazu begleitet er sich auf der Akustischen. Drei Minuten und fünf Sekunden dauert das Instrumentalstück. Und dann fährt der Zug ab, und zwar im wahrsten Sinne des Wortes - denn was "Rattle That Lock", den ersten Song des Albums und gleichzeitig die erste Singleauskoppelung einleitet, sind die Signaltöne der französischen Eisenbahngesellschaft SNCF. Dieses Signal gefiel Gilmour so gut, dass er es an einer Haltestelle mit dem Smartphone aufnahm und dann in den Song einbaute. Was diesen vier Tönen folgt, ist nichts anderes als ein fulminanter und üppiger Gilmour-Track, der beinahe mit allen Gilmour/Floyd-Trademark-Assen im Ärmel daherkommt und im Dub-Galopp vorantreibt. "Rattle that lock, and you'll lose those chains", singt Gilmour, es geht ums Ketten aufbrechen, da passt auch das durchaus kitschige Cover ganz gut, auf dem Vögel aus einem offenen Käfig in die Freiheit entlassen werden, der Horizont ist noch finster, weiße Löcher im schwarzen Himmel deuten aber unverkennbar darauf hin, dass sich das demnächst ändern sollte. Das Ausbrechen, aus der (eigenen Vergangenheit) etwa? Wohl weniger, denn dafür klingt "Rattle That Lock" - und das im besten Sinne - zu wohlvertraut. Viel mehr geht es ums Reisen an sich, so Gilmours Frau, Schriftstellerin Polly Samson, die für einen Großteil der Lyrics verantwortlich war. Als Inspiration diente Miltons Gedichtepos "Paradise Lost". "Faces Of Stone" ist baut auf einer Orgelfläche und wenigen verhallten Klaviertönen auf, lässt sich - wie Gilmours Stücke das eben gerne tun - genügend Zeit, wird mit der Zeit zu einer Moll-Ballade im Dreivierteltakt, geht über weite Strecken beinahe als Chanson durch, schwelgt in der Erinnerung, in vergangenen Liebschaften, in zurückgelassenen Ortschaften. Kurz betont etwas, das wie ein Akkordeon klingt, die Einsen im 3/4-Takt, da taucht auch schon wieder Gilmours unverkennbare Solo-Gitarre als kurzes Intermezzo auf. Schöner Track. Ebenso klavierlastig beginnt "A Boat Lies Waiting", eine dezente Slide-Gitarre kommt dazu, es geht um Atmosphäre, Stimmung, alles lässt sich Zeit, könnte auch ein Instrumental sein, aber nach zweieinhalb Minuten kommen dann ganze Klangschichten von Gilmours Stimme rein, eine melancholische Klangmalerei als Zwischenstück, eine langatmige Introspektion, die dann ins nächste Stück "Dancing Right In Front Of Me" mündet, ein durchwachsenes Stück, das sich mit dem Elternsein beschäftigt. Immer wieder steht natürlich Gilmours Gitarrengröße im Mittelpunkt, beim Instrumentalstück "Beauty" beispielsweise. Bei "The Girl In Te Yellow Dress", einen Song später, hat Gilmour dann Lust auf Jazz, das Schlagzeug gibt den Swing mit dem Besen und the man himself beweist seine Crooner-Qualitäten, sogar ein gehauchtes Saxophon darf mitspielen, Gilmour singt Sachen wie "This girl gets right down in the groove". Eine kurze, Spaß machende Exkursion, denn schon ein Stück darauf wummern die Synth-Flächen wieder, ein Chor ertönt, fast schon sakral, kurz darauf groovt der Synth als wären es die 1980er. Und dann? "And Then ...", das zehnte Stück, beschließt das Album. Wieder Gilmours-Sologitarre, wieder episch, wieder melancholisch, wieder symphonisch, wieder dramatisch, wieder Instrumental. Wieder spielt Gilmour seine Asse ganz locker aus, aus dem Handgelenk. Nachdem die E-Gitarre in punkto Solo alles gesagt hat, darf auch die Akustikgitarre noch einmal ran. Die Musik faded aus, es bleibt ein Flackern, ein Knarren, ein Knarzen. Auf "Rattle That Lock" besinnt sich Gilmour seiner Stärken, führt uns auf bewährte Art durch Klanglandschaften und glänzt mit seiner Vorstellung von Sound und seinem grandiosen Gitarrenspiel um ein Stück mehr als mit Songwriting, an dem es allerdings auch nichts auszusetzen gibt. © Laut
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Pop - Erschienen am 22. November 2019 | Rhino

Hi-Res
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Rock - Erschienen am 18. September 2015 | Columbia

Hi-Res Booklet
Es ist viel passiert, seit David Gilmour vor gut neun Jahren sein letztes Solo-Album "On An Island" veröffentlichte. Zum Beispiel, dass Pink Floyd mit "The Endless River" das wohl letzte und natürlich viel diskutierte Kapitel ihrer kolossalen Bandgeschichte abgeschlossen haben. Finito, sagt Gilmour, vorbei ist es und weiter gehts - und legt mit seinem neuen Werk "Rattle That Lock" jene Floyd-Elemente vor, die für viele auf dem Finalwerk der Band (das sich in erster Linie aus Überbleibsel aus "The Division Bell" speiste) zu kurz gekommen waren. Alles beginnt mit einer Morgenmeditation. "5 A.M." baut sich auf sphärischen Fanfarenklängen auf, gleitet sanft und sinfonisch in den neuen, vor uns liegenden Tag. Wenige Sekunden rein ins Geschehen, und da ist sie schon, Gilmours melodiöse, melancholisch mäandernde (Solo)-Gitarre, minimal verzerrt, dazu begleitet er sich auf der Akustischen. Drei Minuten und fünf Sekunden dauert das Instrumentalstück. Und dann fährt der Zug ab, und zwar im wahrsten Sinne des Wortes - denn was "Rattle That Lock", den ersten Song des Albums und gleichzeitig die erste Singleauskoppelung einleitet, sind die Signaltöne der französischen Eisenbahngesellschaft SNCF. Dieses Signal gefiel Gilmour so gut, dass er es an einer Haltestelle mit dem Smartphone aufnahm und dann in den Song einbaute. Was diesen vier Tönen folgt, ist nichts anderes als ein fulminanter und üppiger Gilmour-Track, der beinahe mit allen Gilmour/Floyd-Trademark-Assen im Ärmel daherkommt und im Dub-Galopp vorantreibt. "Rattle that lock, and you'll lose those chains", singt Gilmour, es geht ums Ketten aufbrechen, da passt auch das durchaus kitschige Cover ganz gut, auf dem Vögel aus einem offenen Käfig in die Freiheit entlassen werden, der Horizont ist noch finster, weiße Löcher im schwarzen Himmel deuten aber unverkennbar darauf hin, dass sich das demnächst ändern sollte. Das Ausbrechen, aus der (eigenen Vergangenheit) etwa? Wohl weniger, denn dafür klingt "Rattle That Lock" - und das im besten Sinne - zu wohlvertraut. Viel mehr geht es ums Reisen an sich, so Gilmours Frau, Schriftstellerin Polly Samson, die für einen Großteil der Lyrics verantwortlich war. Als Inspiration diente Miltons Gedichtepos "Paradise Lost". "Faces Of Stone" ist baut auf einer Orgelfläche und wenigen verhallten Klaviertönen auf, lässt sich - wie Gilmours Stücke das eben gerne tun - genügend Zeit, wird mit der Zeit zu einer Moll-Ballade im Dreivierteltakt, geht über weite Strecken beinahe als Chanson durch, schwelgt in der Erinnerung, in vergangenen Liebschaften, in zurückgelassenen Ortschaften. Kurz betont etwas, das wie ein Akkordeon klingt, die Einsen im 3/4-Takt, da taucht auch schon wieder Gilmours unverkennbare Solo-Gitarre als kurzes Intermezzo auf. Schöner Track. Ebenso klavierlastig beginnt "A Boat Lies Waiting", eine dezente Slide-Gitarre kommt dazu, es geht um Atmosphäre, Stimmung, alles lässt sich Zeit, könnte auch ein Instrumental sein, aber nach zweieinhalb Minuten kommen dann ganze Klangschichten von Gilmours Stimme rein, eine melancholische Klangmalerei als Zwischenstück, eine langatmige Introspektion, die dann ins nächste Stück "Dancing Right In Front Of Me" mündet, ein durchwachsenes Stück, das sich mit dem Elternsein beschäftigt. Immer wieder steht natürlich Gilmours Gitarrengröße im Mittelpunkt, beim Instrumentalstück "Beauty" beispielsweise. Bei "The Girl In Te Yellow Dress", einen Song später, hat Gilmour dann Lust auf Jazz, das Schlagzeug gibt den Swing mit dem Besen und the man himself beweist seine Crooner-Qualitäten, sogar ein gehauchtes Saxophon darf mitspielen, Gilmour singt Sachen wie "This girl gets right down in the groove". Eine kurze, Spaß machende Exkursion, denn schon ein Stück darauf wummern die Synth-Flächen wieder, ein Chor ertönt, fast schon sakral, kurz darauf groovt der Synth als wären es die 1980er. Und dann? "And Then ...", das zehnte Stück, beschließt das Album. Wieder Gilmours-Sologitarre, wieder episch, wieder melancholisch, wieder symphonisch, wieder dramatisch, wieder Instrumental. Wieder spielt Gilmour seine Asse ganz locker aus, aus dem Handgelenk. Nachdem die E-Gitarre in punkto Solo alles gesagt hat, darf auch die Akustikgitarre noch einmal ran. Die Musik faded aus, es bleibt ein Flackern, ein Knarren, ein Knarzen. Auf "Rattle That Lock" besinnt sich Gilmour seiner Stärken, führt uns auf bewährte Art durch Klanglandschaften und glänzt mit seiner Vorstellung von Sound und seinem grandiosen Gitarrenspiel um ein Stück mehr als mit Songwriting, an dem es allerdings auch nichts auszusetzen gibt. © Laut
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Pop - Erschienen am 13. Dezember 2019 | Rhino - Parlophone

Hi-Res
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Pop/Rock - Erschienen am 9. Oktober 2017 | Renato Pezzano

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Pop - Erschienen am 31. März 2017 | Brothers Records

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