Genre :

Die Alben

3517 Alben sortiert nach Datum: neuestes zuerst
11,49 €15,99 €
11,49 €

Quartette - Erschienen am 11. Oktober 2019 | Aparté

Hi-Res Booklet Auszeichnungen Qobuzissime
Sechs Quartette – sechs Meisterwerke, die Joseph Haydns Beitrag zur Geschichte der westlichen Musik veranschaulichen. Das Vorhaben ist dem Hanson Quartett besonders gut gelungen, denn sie verstehen es meisterhaft, die Quintessenz dieser subtilen Kunstgattung mit einer faszinierenden instrumentalen Qualität zum Ausdruck zu bringen. Nach dem Anhören dieses Albums stehen wir wieder einmal sprachlos vor dem Genie des Komponisten, der mit Boccherini ein neues Genre erfunden und dieses sogleich mit zahlreichen Meisterwerken von einer überwältigenden Qualität ausgestattet hat. Die sechs Quartette dieses Albums wurden aus Haydns umfangreichem Korpus geschickt ausgewählt. Sie berühren sowohl durch ihren Ausdruck als auch durch die Perfektion ihrer Schreibweise: keine einzige Note zu viel, perfektes Gleichgewicht zwischen den vier Stimmen und höchste Inspiration in jedem Augenblick bis zum letzten, unvollendeten Opus 77. Dieses entstand zur gleichen Zeit wie die ersten Quartette op. 18 von Beethoven, der übrigens die Lehren seines Meisters weitgehend beherzigt hat.Mehr als zweihundert Jahre nach seinem Tod hat Haydn immer noch Mühe, als einer der Größten anerkannt zu werden. Dabei hatte er diesen Status bereits zu seinen Lebzeiten inne. Seine Klavierwerke, Quartette, Sinfonien, Oratorien und in geringerem Maße seine Opern sprechen jedoch für ihn. Haydn war mehr als ein Vorläufer: Er war ein Begründer und ein Genie, dessen Einfluss seine Nachfolger, allen voran Beethoven und Schubert, weithin prägte. Dieses großartige Album stellt ihn (wieder) an seinen ursprünglichen rechtmäßigen Platz. © François Hudry/Qobuz
10,99 €16,49 €
10,99 €

Klassik - Erschienen am 11. Oktober 2019 | Château de Versailles Spectacles

Hi-Res Booklet Auszeichnungen Qobuzissime
Weihnachten ist einer der wichtigsten Feiertage in der lutherischen Liturgie. Bach feierte sein erstes Jahr in Leipzig (1723) mit großem Glanz. Am Morgen des 25. Dezember erklang seine Kantate Christen, ätzet diesen Tag, BWV 63 in der Thomaskirche. Die Kantate beginnt und endet mit einem großen Chor und bildet so ein perfektes Präludium zum Magnificat, BWV 243A, das bei der Nachmittagsvesper aufgeführt wurde. Der junge Dirigent Valentin Tournet (er ist 23 Jahre alt!) befasst sich mit weniger bekannten Aspekten Bachs großer Werke. Für die erste CD seines Ensembles beschloss er daher, die erste Fassung des Magnificat aufzunehmen. Sie steht in Es-Dur, einer bei den Hörnern berüchtigten Tonart, und bevorzugt die Blockflöten mit ihrem pastoralem Timbre gegenüber den Traversflöten. Das Werk, das viel seltener gespielt und aufgenommen wird, als die im Jahr 1743 überarbeitete Fassung (in D-Dur, unter BWV 243 geführt), wird hier zusammen mit den vier Laudes für den Weihnachtstag dargeboten. Valentin Tournet hat diese beiden Werke mit Mut und Talent in Angriff genommen, und ihm ist dank klarer und kluger Entscheidungen eine besonders brillante Version gelungen. Als Gambist ist er sehr sensibel für die vitale Energie, die das Cello freisetzen kann, solange es nicht von der Orgel erdrückt wird. Die Begeisterung breitet sich umso mehr aus, wenn sich die Solisten nicht nur auf ihre Arien beschränken, sondern auch mit dem Chor singen. Dieses Album glänzt durch vollständige Kontinuität und wirkliche gemeinsame Ergriffenheit. © Elsa Siffert/Qobuz
21,49 €
14,99 €

Folk - Erschienen am 20. September 2019 | Verve Forecast

Hi-Res Auszeichnungen Qobuzissime
Der American Dream ist ein unerschöpfliches Thema. Dafür geht man direkt an die Sache, oder auf schräge Art, oder aus dem Hinterhalt, von oben, von unten, jedenfalls ist es der beste Zündstoff endlos vieler Songwriter; auch wenn diese nicht von dort stammen, also aus Amerika. Genauso wie J.S. Ondara. Dieser junge Mann aus Kenia, den sein Label als „verbindendes Element zwischen Tracy Chapman und Michael Kiwanuka“ sieht (was ein bisschen einfach, aber doch nicht falsch ist), versucht es auf eigene Faust. Im Jahre 2013 macht Ondara bei seiner Tante in Minneapolis Halt. Und dann in den Bars und Clubs und sogar in der Straße. Er, der bis dahin nur sein heimatliches Nairobi gekannt hatte, macht sich nun mit seinen Songs auf den Weg und begleitet sich dabei auf einer einfachen Akustikgitarre, mit der leisen Hoffnung, ein Bob Dylan des dritten Jahrtausends zu werden. Dylans The Freewheelin’, seine Lieblingsplatte, aber auch Springsteens Nebraska sind mit dabei… Diese Größen aber bloß nachzuahmen, damit würde er niemanden interessieren. Mit Tales of America geht er dieses Risiko nicht ein. Erstens hat J.S. Ondara eine ganz eigene Stimme. Mit seinem klagenden, leicht androgynen Klang zeigt er, dass er anders ist. Was die Instrumente betrifft, so ist er dreist genug, mit Hilfe eines großartigen Andrew Bird, eines Griffin Goldsmith von den Dawes oder sogar eines Joey Ryan (vom Duo Milk Carton Kids) mit ein paar Aromen aufzuwarten. In einem zerrissenen Amerika und in einer mehr als je durchgerüttelten Welt wirken J.S. Ondaras Songs weitaus stärker als ein paar Wundpflaster. Eher wie ein kräftiger Balsam, der tief unter die Haut geht, sodass einem warm ums Herz wird. Ein Qobuzissime, das absolut nötig erscheint… © Marc Zisman/Qobuz
16,99 €
14,49 €

Alternativ und Indie - Erschienen am 20. September 2019 | Columbia

Hi-Res Auszeichnungen 4F de Télérama - Pitchfork: Best New Music - Qobuzissime
Jeder mag Soul und Vintage-Funk! Obwohl täglich weitere Nachkommen von Curtis Mayfield, Al Green, Prince und Leuten wie Sly Stone auftauchen, hält sich das Interesse daran oft in Grenzen… Die Gruppe Alabama Shakes hat es jedoch mit nur zwei Alben geschafft, ihre originelle und pulsierende Garage Funk-Version aus den amerikanischen Südstaaten durchzusetzen. Welches Geheimnis steckt dahinter? Brittany Howard, eine Sängerin mit Charisma soweit das Auge reicht. Und zwar hat sie dermaßen viel davon, dass sie nun dieses umwerfende Debüt im Alleingang startet. Diese Platte behält die Ideale von den Alabama Shakes bei, um sie jedoch auf weitaus überraschendere und weniger besonnenere Wege zu führen. Howard präsentiert hier einen ziemlich verrückten, funkigen und psychedelischen Trip, der an die Grenzen des Experimentellen reicht, etwa im Opener History Repeat mit dieser sägenden Gitarre, diesem fanatischen Rhythmus und der alles niederschreienden Stimme.Die aus Athens stammende Sängerin holte sich eine nur kleine Gruppe an Bord, nämlich Zac Cockrell, den Bassisten von Alabama Shakes, zwei hochgeschätzte und ihrerseits erstaunliche Jazzmusiker, den Pianisten/Keyboarder Robert Glasper und den Schlagzeuger Nate Smith. Auf ihrem makellosen, dem Inhalt nach umfangreichen und der Form nach minimalistischen Soundtrack verzahnt sie Selbstporträt und Beobachtung ihrer Zeitgenossen. Nichts wird übersehen! Weder Homosexualität (Georgia), noch Tod (der Albumtitel Jaime stammt vom Namen ihrer älteren, als 13-Jährige von Krebs betroffenen Schwester, als sie selbst 8 war), noch Religion (He Loves Me), noch Rassismus, dem sie als Tochter einer weißen Mutter und eines schwarzen Vaters oft höchstpersönlich begegnet ist (Goat Head schildert jenen Morgen, an dem ihre Mutter ihr Auto mit durchgestochenen Reifen und einem Ziegenkopf auf dem Rücksitz entdeckte). Hat man sich diese keineswegs angeglichene, recht persönliche Soloplatte erst einmal angehört, ist man ganz durcheinander. Ihre Ideale, ihre Bezüge und ihre Vorbilder (Prince, Curtis und wie gesagt Sly) sind uns ja bekannt – oder zumindest scheint es so – das Ergebnis hingegen ist definitiv originell. © Marc Zisman/Qobuz
16,99 €
14,49 €

Jazz - Erschienen am 6. September 2019 | Sony Music CG

Hi-Res Auszeichnungen Qobuzissime
Es vergeht keine Woche, ohne dass ein neues Wunder in der quirligen englischen Jazz-Szene am Horizont auftaucht. Dieser Jazz ist recht vielseitig – mit einer Kombination aus Tradition und Klängen aus der Welt des Soul, des Funk, des Rap, des Afrobeat, des Grime oder der Karibik – allein darauf versteht sich Ashley Henry, und in diesem Sinne erlebt er es auch. Der junge, im November 1991 geborene Londoner Pianist, der in aller Munde ist, erhielt 2016 sein Diplom an der Royal Academy of Music und hat bereits mit hervorragenden und unterschiedlichen Musikern zusammengearbeitet wie etwa dem Rapper Loyle Carner, den Sängerinnen Christine & The Queens und Zara McFarlane, aber auch mit großen Hausnummern des Jazz wie Terence Blanchard, Robert Glasper, Jean Toussaint, Jason Marsalis oder Anthony Joseph.Mit seinem ersten richtigen Studioalbum namens Beautiful Vinyl Hunter präsentiert Henry ein aufrichtiges musikalisches Selbstporträt, auf dem er seine multikulturelle Erziehung und die dementsprechenden Einflüsse schildert. „Meine Musik bringt klar zum Ausdruck, was ich bin, was London mit seiner wunderbaren kunterbunten Vielfalt ist. Meine persönliche Immigrantenexistenz ist bis ins 17. Jahrhundert verwurzelt. Für mich ist es ausschlaggebend, dass meine Musik heute diese Erbfolge durch verschiedene musikalische Stilrichtungen und über verschiedene Generationen hinweg zum Ausdruck bringt.“Und eben genau das macht er mit kraftstrotzender Energie in Begleitung der Schlagzeuger Luke Flowers (vom Cinematic Orchestra) und Makaya McCraven, der Trompeter Theo Croker, Jaimie Branch und Keyon Harrold, des Saxofonisten Binker Golding, des Bassisten Dan Casimir, des Schlagzeugers Eddie Hick, des Perkussionisten Ernesto Marichales, der Sängerin Judi Jackson, des Sängers Milton Suggs und des Rappers Sparkz. Wie ein Herbie Hancock des dritten Jahrtausends verbreitet Ashley Henry einen geselligen Groove und dabei vereint er auf ganz natürliche Weise alles, was ihm unter die Finger kommt; auch dann, wenn er plötzlich mitten in seiner Platte eine neue Version eines Titels von Solange, Cranes (In the Sky), unterbringt! Dahinter steckt keine Berechnung, sondern einzig und allein das Vergnügen, miteinander zu teilen. © Marc Zisman/Qobuz
21,99 €

Trip Hop - Erschienen am 23. August 2019 | Virgin Records

Auszeichnungen Qobuz' perfekte Schallplattensammlung
Nach mehr als zehnjährigem Bestehen hatte Massive Attack sich mit ihrer so eigenen Ästhetik und dem dazugehörigen Sound dermaßen durchgesetzt, dass die Band bereits damals quasi unantastbar war. Mit ihrem dritten Album im April 1998 bewiesen sie aber dennoch, dass noch längst nicht Alles gesagt wurde… Die Soulmusik der Gruppe aus Bristol, immerzu unwahrscheinlich mysteriös, klingt hier noch düsterer als zuvor. Giftiger Cold Wave hat sich beigemischt, wie gleich auf dem Eröffnungstrack Angel herauszuhören ist. Der Angstzustand scheint auf Songs wie dem Dubtrack Risingson auf dem Höhepunkt angelangt zu sein. Und sogar bei Techno-Songs wie Disolved Girl verspürt man eine bedrückende Stimmung. Und dann ist da noch das ebenfalls bedrohliche und gleichzeitig wunderschöne Lied Teardrop, bei welchem man sich erst beim Einstieg der Feenstimme Liz Frasers der Cocteau Twins etwas entspannen und endlich ein Licht am Ende des Tunnels sehen kann. Doch all diese Vogelscheuchen verwandeln sich in den Händen des Trios 3D/Daddy G/Mushroom, weltberühmte Vertreter des Trip-Hops, zu wahren Goldschätzen, die man auch heute noch, zwei Jahrzehnte nach ihrer Erschaffung, immer und immer wieder voller Erstaunen aufmachen möchte… © Marc Zisman/Qobuz
11,49 €
9,99 €

Alternativ und Indie - Erschienen am 16. August 2019 | Human Season Records

Hi-Res Auszeichnungen 4F de Télérama - Qobuzissime
Dublin - Epizentrum eines neuen Post-Punk-Bebens! Die aus 5 irischen Schulfreunden bestehende Gruppe The Murder Capital, die sich mit Fontaines D.C und Girl Band die Proberäume geteilt hatten, präsentieren jetzt ihre urbanbedingten Platzängste. Postapokalyptisch, zart, wild, gefühlvoll und mitreißend sind diese Leute, die uns an die 80er erinnern. Für ihr Debütalbum When I Have Fears, das sich auf ein Gedicht von John Keats  bezieht, übernehmen sie den jeweiligen Kodex von Joy Division, The Cure oder sogar Fugazi; das ist kein Zufall, wie ihr Frontman James McGovern erklärt:  „Ein Album mit zehn Punksongs und 170 bpm […] zu schreiben, das wäre nur allzu leicht, aber wir müssen darüber nachdenken, was sich in unseren Köpfen abspielt, denn so ewig lange kann man einfach nicht genervt sein“. Diesem nuancierten Manifest zwischen aufrührerischer Romantik und wilden Zornsausbrüchen liegen die sozialpolitischen Forderungen des erwähnten Sängers zugrunde, dessen Projekt infolge eines traumatischen Geschehens – dem Selbstmord eines ihm sehr nahestehenden Freundes – entstanden ist. „Wir wollten die Gleichgültigkeit betonen, die man in Irland zeigt, wenn es um geistige Gesundheit geht“, behauptet er. Die Texte des finsteren Baritons schöpfen im literarischen Erbe der Grünen Insel, und beschreiben mit recht scharfen Worten, wie verloren die Jugendlichen sind, die in einer von Alkohol und harten Drogen gespaltenen, gesellschaftlichen Umgebung aufwachsen. Seine Songs untermalt er mit beinhart gestrickten, äußerst nüchternen Arrangements, um ein Gefühl von höchst alarmierendem Notstand zu vermitteln. Nichtsdestotrotz beweisen Diarmuid Brennans pumpendes Schlagzeug – welch ein Spiel auf dem Hi-Hat! – in Don’t Cling To Life, sowie das Piano und das unheimliche Flüstern in How The Streets Adore Me Now, dass die Gruppe sehr wohl in der Lage ist, sich vom formellen Rahmen des binären und restriktiven Post-Punk der Nullerjahre loszueisen. When I have Fears kommt direkt aus Dublin und hebt Elend und Kälte auf die Ebene des Erhabenen, ohne dabei je etwas an Ehrlichkeit und Kraft einzubüßen –ein Qobuzissime – genauso  durchschlagend wie feinfühlig. © Alexis Renaudat/Qobuz
11,99 €
7,99 €

Alternativ und Indie - Erschienen am 19. Juli 2019 | Mr Bongo

Hi-Res Auszeichnungen Qobuzissime
Lo-Fi-Samba aus Anatolien, gesungen in Englisch, Französisch und Türkisch. Mit einem derart außerirdischen Programm bringt Mantra Moderne alles Nötige mit, um zum Kultalbum des Sommers 2019 ernannt zu werden. Hinter diesem Indie-World-Music-Soundtrack versteckt sich das Duo Kit Sebastian. Der zwischen London und Paris lebende Musiker Kit Martin komponierte und interpretiert als Ein-Mann-Orchester die Schmuckstücke dieses Debütalbums für die Stimme seiner aus Istanbul stammenden Mitstreiterin Merve Erdem, die sich in Großbritannien niedergelassen hat. Unerwartete Stilmixe liegen derzeit voll im Trend und Mantra Moderne liefert den flammenden Beweis: Von brasilianischen Tropen-Klängen über englischen Pop der Sixties und türkischer Psychedelia bis zu analogem Elektro - Kit Sebastian schlagen den Weg der Musik des 20. Jahrhunderts ein, den zuvor Bands wie Stereolab, Broadcast oder Khruangbin geegbnet haben... Mit einem riesigen Baumarkt voller Akustik- und Analog-Instrumente, Tablas, Darbukas, einer Balalaika, einer Oud, einem Korg MS-20 und einer Farfisa-Orgel zaubert das Tandem eine entzückende und verspielte minimalistische Symphonie im Stil der Sechziger Jahre. Das vielleicht verwirrendste Qobuzissime des Jahres! © Marc Zisman/Qobuz  
16,49 €
11,99 €

Elektro - Erschienen am 5. Juli 2019 | Transgressive

Hi-Res Auszeichnungen 4F de Télérama - Qobuzissime
Nach zwei Maxi-Singles und einer Tournee, mit der sich die Combo aus Kinshasa in Europa einen Platz verschafft hat, versucht sie sich jetzt am Großformat, um ihr Debütalbum herauszubringen. Es handelt sich um eine Allianz zwischen zwei Instrumentenbastlern (Coladosen, Schreibmaschinen, Metallreste …) und dem Performer Makara Bianco alias Teufel von Lingwala. Zu KOKOKO! gehört auch der französische Produzent Xavier Thomas alias Débruit (dem der kleine Hit Nigeria What? zu verdanken ist), der von ihrem „experimentellen Charakter“ sofort begeistert war. „Sie entsprechen nicht dem Klischee der Weltmusik aus Afrika. Sie wollen einen Strich unter die Vergangenheit ziehen, in der sich die kongolesische Rumba so breitgemacht hatte. Dabei gibt es keine Grenzen, diese Leute schrecken nämlich vor nichts zurück.“ Auf Fongola entfaltet sich genau diese grenzenlose Freiheit, diese zwangsweise entstandene Kreativität, immer auf der Suche nach Klangereignissen, in denen Polyrhythmen sowie Harmonien aus der westlichen Welt, Gitarren und Lamellophone, Kanister und TR-808 aufeinanderprallen. Besser könnte man es kaum formulieren: Dadurch, dass KOKOKO! so viele Dinge miteinander vermischen, ohne sich je darüber den Kopf zu zerbrechen, ob es auch passt, ist es ihnen gelungen, ein permanentes Chaos zu schaffen. Das ist wohl der Grund, warum dieses Projekt so faszinierend ist. © Smaël Bouaici/Qobuz
16,49 €
11,99 €

Alternativ und Indie - Erschienen am 14. Juni 2019 | Heavenly Recordings

Hi-Res Auszeichnungen Qobuzissime
Inmitten eines beigefarbenen Fabrikgeländes posiert Fräulein Brown. Normalerweise ist die junge Frau tagsüber Illustratorin bei MailChimp. "Es ist, als hätte ich zwei Vollzeitjobs: Designerin und Musikerin", sagt sie. Wir bevorzugen sie als Musikerin mit ihrer wilden Stimme und leicht unhöflichen Ton. In den weiten Landschaften Georgias - wo diese raue Art vielleicht herkommt - wuchs Mattiel auf, bevor sie in das städtische Atlanta umzog und Randy Michael und Jonah Swilley kennenlernte. Sie beginnt, mit ihnen Songs zu schreiben, die die Grundlage von Satis Factory bilden werden. Zusammen kümmern sie sich um die Instrumentalkompositionen und die Texte. Die Alchemie funktioniert wunderbar. Die Riffs fesseln von Beginn an, die Melodien sind berauschend, und dann gibt es da diesen besonderen Stil, für den das Label Burger Records steht. Mit diesem Stil belebt Mattiel die sechziger Jahre mit Akzenten von Surf-Pop, Out-of-Age-Blues und Vintage-Soul zu neuem Leben. Eine ausgewogene Mischung aus Einflüssen von Screamin' Jay Hawkins, Andre 3000, Marc Bolan, The Staple Singers und Jack White. Sehr vielversprechend. Charlotte Saintoin/Qobuz
21,49 €
14,99 €

Kunstlieder (Deutschland) - Erschienen am 31. Mai 2019 | Decca Music Group Ltd.

Hi-Res Booklet Auszeichnungen Diapason d'or - Gramophone Editor's Choice - Qobuzissime
Die 1987 in einem kleinen norwegischen Dorf geborene Sopranistin Lise Davidsen (die  damit zwangsläufig im Vergleich zu ihrer Landsfrau Kirsten Flagstad steht) scheint für die Rolle der wagnerianischen und straussischen Heldinnen geboren zu sein. Für ihre erste Platte bei Decca, einem Label, für das sie einen Exklusivvertrag unterschrieb, entschied sie sich, mehrere Facetten einer Frau in den Gesangspartien von Elisabeth (Tannhäuser), Ariadne (Ariadne auf Naxos) darzustellen und.... Pauline, der geliebten Frau von Richard Strauss, der er viele Lieder aus seinem op. 27 (dem Zyklus von 1894, als Hochzeitsgeschenk) bis zu den letzten Vier Liedern von 1948. Unter der flexiblen Leitung von Esa-Pekka Salonen verbindet das Philharmonia Orchestra die erzene Stimme der norwegischen Sopranistin mit Finesse und Eleganz. Wie wir verstehen können, pendelt dieses Album mit seinem durchdachten Programm zwischen Jugend und Alter, wo Geister und Tod lauern. Man fragt sich vielleicht, wie man über Sterblichkeit singen kann, wenn man erst dreißig Jahre alt ist, ein kraftvolles Timbre hat, bei bester Gesundheit ist und ein noch vor sich liegendes Leben lebt. Die Antwort liegt in Lise Davidsens Stimme, die mit den Lerchen wie ein Versprechen der Unsterblichkeit ertönt, die Musik des letzten Strauss, der sich ein letztes Mal mit seiner Vergangenheit in einem zerfallenen Europa beschäftigt. Malven wurde 1984 nach dem Tod ihrer Widmungsträgerin, der Sängerin Maria Jeritza, die es geheim gehalten hatte, entdeckt, und ist Richard Strauss' wahres "letztes Lied". Leichter im Ton als die Vier letzten Lieder, zu denen es gehören könnte, wird es hier in einer Orchestrierung von Wolfgang Rihm präsentiert. François Hudry/Qobuz
13,49 €
8,99 €

Soul - Erschienen am 10. Mai 2019 | Jagjaguwar

Hi-Res Auszeichnungen Pitchfork: Best New Music - Qobuzissime
Wozu bin ich eigentlich gut? Was soll ich mit dem anfangen, wozu mich meine Vorbilder inspiriert haben? Und was werde ich meinerseits zurücklassen? Diese herrlich metaphysischen Fragen hat sich Jamila Woods gestellt, als sie ihr zweites Album in Angriff nahm und das sie logischerweise Legacy! Legacy! nannte. Eine Qobuzissime Platte! Drei Jahre sind seit Heavn ins Land gezogen und die Soulsister aus Chicago präsentiert nun zwölf Songs, und jeder Titel erinnert jeweils an einen der Künstler oder Künstlerinnen, die ihr etwas Besonderes bedeutet haben. Musiker/innen, Maler/innen, Schriftsteller/innen, Aktivist/innen, Dichter/innen, niemand fehlt! Die Namen der Auserkorenen sind nämlich Betty Davis, Zora Neale Hurston, Νikki Giovanni, Sonia Sanchez, Frida Kahlo, Eartha Kitt, Miles Davis, Muddy Waters, Jean-Michel Basquiat, Sun Ra, Octavia Butler und James Baldwin. Nichts ist langweilig oder lehrmeisterhaft, denn die junge Afroamerikanerin, die ihrer Geburtsstadt Chicago sehr verbunden ist, erweist niemandem auf direkte Art die Ehre, sondern tut es auf recht subtile Weise, sie tut nämlich so “als ob”. Vor allem hält sie an ihrem eigenen Stil fest. Am Stil einer Dichterin an geraden Tagen (sie ist künstlerische Leiterin des YCA, Young Chicago Authors), am Stil einer Musikerin an ungeraden Tagen und an freien Tagen ist sie Lehrerin! Und als würdige Nachfolgerin von Erykah Badu und Lauryn Hill umgibt sie alle ihre Worte mit recht raffiniertem Groove und modernisiertem, rhythmusbetontem Nu Soul. Wenn Jamila Woods ihre Gästeliste aufstellt, sucht sie dabei lieber in heimischen Gefilden, um solidarisch zu handeln und Freunde einzuladen, die im Wesentlichen aus der Windy City stammen: den Trompeter Nico Segal, die MCs Saba und Nitty Scott, theMIND, Jasminfire… Und so präsentiert dann der Schützling von Chance The Rapper am Ende einen 49-minütigen, intelligenten und erstklassigen Mix voll engagierter Unterhaltung und kampflustigem Groove. Perfekt. © Marc Zisman/Qobuz
14,99 €
9,99 €

Jazz - Erschienen am 26. April 2019 | Enter The Jungle

Hi-Res Booklet Auszeichnungen Qobuzissime
Anfang 2018 erschien die Kompilation We Out Here bei Gilles Petersons Label, das sich auf die aktuelle junge britische Jazzszene konzentriert. Ihre Vitalität, ihre Energie und vor allem ihre Stilvielfalt. Eine Bewegung, die den Saxophonisten Shabaka Hutchings (Sons Of Kemet, The Comet Is Coming, Melt Yourself Down...) zu einer Art Führer gemacht hat, eine Rolle, die er sich immer geweigert hat anzunehmen... Die Grenzen dieses Jazz, wie so oft bei Musikern dieser Generation, sind absichtlich verschwommen. Die fünf Mitglieder von Ezra Collective finden sich auf diesem erwählten Qobuzissime-Album vereint. Mit You Can't Steal My Joy hat die Londoner Bande unter der Leitung des Schlagzeugers Femi Koleoso endlich ihr erstes Album veröffentlicht. Im Jahr 2017 sorgte ihre EP Juan Pablo: The Philosopher (die mit einem schönen Cover von Sun Ra's Space Is the Place endete) für Aufsehen, gewann zahlreiche Auszeichnungen und bot eine sehr afro-beatige Vision des Jazz. Wir finden diese Besonderheit auch auf diesem ultra-funkigen Werk. Mit Joe Armon Jones an den Keyboards, TJ Koleoso am Kontrabass, Dylan Jones an der Trompete und James Mollison am Saxophon orchestriert Koleoso eine kühle, festliche Symphonie rund um Bläser und Rhythmen. Ein hybrider Tsunami aus Afrobeat, Jazz, Hip-Hop, Reggae, karibischer Musik und Soul. Und um diese 180°-Vision noch besser zu unterstreichen, begibt sich das Ezra Collective mit der Soul-Schwester Jorja Smith (Reason in Disguise), dem Rapper Loyle Carner (What Am I To Do?) und der Afrobeat-Gruppe Kokoroko (Shakara) auf eine polychrome Kreuzfahrt. Alles, was noch zu tun bleibt, ist, diese schöne, vielseitige Parade von groovigen Landschaften zu genießen © Marc Zisman/Qobuz
8,39 €11,99 €
5,59 €7,99 €

Modern Jazz - Erschienen am 26. April 2019 | Sekito

Hi-Res Auszeichnungen Qobuzissime
Man braucht erst gar nicht nachzuprüfen, ob Alfa Mist wirklich alle Bücher des Strukturalisten-Gurus Roland Barthes gelesen hat… Als der Brite für sein Album Structuralism hinter den Reglern stand, hatte er etwas Bescheideneres vor: „Ich bin von meiner Umgebung beeinflusst worden. Aufgrund meiner Erziehung weiß ich nicht, wie ich mich anderen mitteilen kann. Strukturalismus bedeutet so viel wie 'ich bin der, der ich bin aufgrund der Gesellschaftsstruktur in der ich aufgewachsen bin'. Jetzt muss ich lernen, mich anderen mitzuteilen.“ Mit seinem Album gibt Alfa Mist eine Sache sehr gut zu verstehen, nämlich seinen angeborenen Sinn für samtweichen Groove und sein riesiges Kommunikationsbedürfnis. Ein weiterer Beweis unter sehr vielen anderen, dass die derzeitige britische Jazz-Szene, die sich im Soul, im Funk und im Hip-Hop so manche Körner herauspickt, quietschlebendig ist. Der Hip-Hop sollte übrigens das erste Kapitel aus der Saga des jungen Musikers bilden. Der Londoner verbringt zuerst seine Zeit mit den Beats für Grime- und Rap-Produktionen und entdeckt dann den Jazz, als er ihn für Samples benutzt. Außerdem analysiert er sowohl Alben von J Dilla und Miles Davis als auch die des Filmkomponisten Hanz Zimmer, der zu seinen großen Idolen zählt. Alfa Mist bringt sich das Klavierspiel selbst bei und lernt somit auch die Welt der Keyboards kennen. Auf Structuralism skizziert er mit Hilfe eines Fender Rhodes oder eines klassischen Klaviers die Konturen eines melancholischen, sinnenfreudigen Jazz. Wie ein Bildhauer bringt er hier einen atmosphärischen, von Herbie Hancock/Robert Glasper beeinflussten Groove zum Vorschein, und zwar zusammen mit seinen Weggefährten, dem Trompeter Johnny Woodham, den Schlagzeugern Peter Adam Hill und Jamie Houghton, dem Gitarristen Jamie Leeming, den Bassisten Kaya Thomas-Dyke und James Rudi Creswick, den Violonistinnen Katie Neaves, Simmy Singh und Lucy Nolan sowie der Cellistin Peggy Nolan, und last but not least mit seinem Gast Jordan Rakai im Song Door. Das Ganze ergibt eine pastellfarbene Partitur (weder Slap-Technik noch doppelte Drum-Besetzung gibt es bei Alfa Mist !), welche beweist, dass man den für Klangfarben begabten Musiker nicht aus den Augen lassen darf. © Marc Zisman/Qobuz
10,49 €
7,49 €

Alternativ und Indie - Erschienen am 12. April 2019 | Partisan Records

Hi-Res Auszeichnungen 4F de Télérama - Qobuzissime
Kaum haben wir uns von Songs of Praise erholt, dem ersten Qobuzissime-Album von der Londoner Band Shame, zieht das Auge des Rock-Zyklons nun weiter nach Norden, nach Dublin. Dort beißt eine ebenso böse Bande namens Fontaines D.C. die Zähne zusammen, um zu zeigen, dass das aktuelle Post-Punk-Revival noch ein paar Ohrfeigen und andere Aufwärtshaken zu verteilen hat. Wenn das erste Album dieser Fontaines D.C., Dogrel, in einem bekannten Boden Wurzeln schlägt (The Fall, Joy Division, Gang Of Four, Public Image Ltd.), ist der Dünger anders. Zunächst einmal ist da die irische Einzigartigkeit, die auf dieser Platte hervortritt, welche der Idylle Dublins hinterher weint, die durch die Globalisierung und Gentrifizierung ausgelöscht wurde. Dogrel endet mit Dublin City Sky, einer akustischen Ballade, die nach einem alten Pub, nach frisch gezapftem Guinness riecht und man könnte schwören, dass man einer Aufnahme der Pogues, ihrer Lieblingsband, nur geradeso entkommen ist. Grian Chattens Band hat auch die Besonderheit, Literatur und Poesie ebenso wie Rock und Folk zu verehren. Daher das ständige Gefühl, ein Brennen von reinem Post-Punk zu hören, der niemals klein beigibt. Das ist Dogrels Stärke. Literarisch zu sein, ohne dies in den Vordergrund zu rücken. Verärgert aber immer hörbar. Auf dem Hit verdächtigen Big brüllt Chatten: "My childhood was small, but I'm gonna be big" (meine Kindheit war klein, aber ich werde groß sein). Ja, Big, das werden Fontaines D.C. sehr, sehr, sehr, sehr, sehr schnell werden.... © Marc Zisman/Qobuz