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Die Musikexperten von Qobuz stellen in jedem Genre Alben zusammen, die jeder kennen sollte. Diese Alben haben die Musikgeschichte mitgeschrieben und sind zu Meilensteinen geworden. In der perfekten Schallplattensammlung finden Sie die symbolträchtigsten Werke, die Ihr Musikwissen erweitern.

Die Alben

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Electronic - Erschienen am 5. Mai 2017 | Sony Music CG

Hi-Res Auszeichnungen Qobuz' perfekte Schallplattensammlung
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Electronic - Erschienen am 14. Oktober 2016 | !K7 Records

Auszeichnungen Qobuz' perfekte Schallplattensammlung
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Dance - Erschienen am 1. Juli 2015 | UMC (Universal Music Catalogue)

Auszeichnungen Qobuz' perfekte Schallplattensammlung
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Electronic - Erschienen am 6. April 2015 | Combien Mille Records

Hi-Res Auszeichnungen 4F de Télérama - Qobuz' perfekte Schallplattensammlung - Qobuzissime
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Electronic - Erschienen am 23. März 2015 | Planet Mu Records Ltd.

Auszeichnungen Qobuz' perfekte Schallplattensammlung - Pitchfork: Best New Music
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Electronic - Erschienen am 6. Oktober 2014 | Warp Records

Hi-Res Auszeichnungen Qobuz' perfekte Schallplattensammlung - Pitchfork: Best New Music - Top du mois de Jazznews
Im Tod liegt die Kraft, das Leben zu leben. In den letzten Jahren hat Steven Ellison aka Flying Lotus mit seiner Großtante Alice Coltrane, Austin Peralta und J Dilla ihn inspirierende oder nahe stehende Menschen verloren, was ihn letztendlich dazu bewegte, sein neues Werk der Endlichkeit des Daseins zu widmen. Er sieht darin jedoch nicht ein endgültiges Abdriften in ein dunkles Nichts, sondern vielmehr den Übergang zu einer anderen Bewusstseinsstufe. Das finale Abenteuer. Der Weg ins Licht und darüber hinaus. Dementsprechend trägt nicht etwa Melancholie "You're Dead!", sondern vielmehr Tatendrang. Für diese Reise braucht ihr nichts einzupacken, denn das letzte Hemd hat keine Taschen. Stattdessen erwartet euch ein faszinierender, sonniger, befremdlicher, angstauslösender, respektloser, mysteriöser und hysterischer Trip. "Bitches Brew" auf Speed. Nie zuvor nahm Ellison das Erbe der Coltrane-Familie so direkt an. Die ersten vier Stücke "Theme", "Tesla", "Cold Dead" und "Fkn Dead", die zusammen gerade einmal fünfeinhalb Minuten dauern, behandeln die Ära des Fusion-Jazz im hektischen Zeitraffer. Rigoros streicht er jede Form von Stillstand und komprimiert Miles Davis, Weather Report, Mahavishnu Orchestra und Herbie Hancock auf deren Essenz. Letzterer lässt es sich nicht nehmen, Ellison in "Tesla" als persönlicher Obi Wan Kenobi am Fender Rhodes Piano zu begleiten und einen direkten Link zu seiner eigenen "Mwandishi"-Trilogie zu setzen. Hat man die Fahrt über die Styx erst einmal angetreten, scheint alles möglich. Ellison schaut nicht einfach zurück, sondern verwebt den freien Gedanken des Fusion-Jazz mit neuen Elektro- und Hip Hop-Fäden. Bereits in "Never Catch Me" übernimmt der wie immer unzähmbar virtuose Kendrick Lamar das Mikro. "This that final destination / This that find some information / This that find some inspiration / This that crack, the instillation / This that quantum jump and that fist pump and that bomb detonation." "You're Dead!" gleicht einem Origami-Hasen, der unruhig seine Haken schlägt und mit jedem Knick, jedem Falten, jedem Rythmuswechsel sein Gesicht verändert. Bereits "Dead Man’s Tetris" vollführt eine weitere berauschende Wende. Eine verpixelte 8-Bit-Mutprobe, voller Beeps, Gimmicks und Gewehrsalven. Snoop Dogg und Ellisons Alter Ego Captain Murphy treffen bei ihrem Ausflug ins Jenseits auf Freddie Mercury, Peralta und J Dilla. "Hold up, hold up / Me and Dilla 'bout to blow some trees / Hold up, pass to Austin and to Freddie Mercury." Die Band, bestehend aus dem verschlagenen Bassisten Thundercat, dem experimentellen Schlagzeuger Deantoni Parks und dem der Tradition von Albert Ayler und Ornette Coleman folgenden Tenorsaxophonisten Kamasi Washington bewegt sich meisterhaft durch ständig wechselnde Umgebung. Ebene um Ebene führen sie uns von den ersten Verwirrungen über den Tod immer tiefer in den Kaninchenbau. Bis sie schließlich in der psychedelischen Elegie "Your Potential//The Beyond", dem Niki Randa ihre interstellare Stimme leiht, mehr und mehr zerfließen. Irgendwann muss auch Steven Ellison seine letzte Reise antreten. Den Soundtrack für seine Abreise hat er mit "You're Dead!" bereits mit 31 Jahren geschrieben. In den Mokkasins seiner Großtante und seines Großonkels John Coltrane hat Ellison ewige Kunst erschaffen. Das Album, das uns Radiohead seit langer Zeit versprechen, es aber niemals fertig bringen werden. Ein Schwindelanfälle auslösender Rausch, dem Millionen Ideen innewohnen. Metaphysischer Jazz, gepaart mit Hip Hop, voll verwirrender Schönheit. "I can see the darkness in me and it's quite amazing / Life and death is no mystery and I wanna taste it." © Laut
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Electronic - Erschienen am 23. Februar 2014 | Kif music

Auszeichnungen Qobuz' perfekte Schallplattensammlung
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Electronic - Erschienen am 1. Januar 2014 | UMC (Universal Music Catalogue)

Hi-Res Auszeichnungen Qobuz' perfekte Schallplattensammlung
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Trip Hop - Erschienen am 1. August 2013 | Mute, a BMG Company

Auszeichnungen Qobuz' perfekte Schallplattensammlung
Soundtracks sind ja so eine Sache für sich. Es gibt nur selten welche, die sich wohltuend vom Gros der lieblosen Zusammenstellungen unterscheiden. "Felt Mountain" ist auch ein Soundtrack, aber nicht zu irgend einem Film, der demnächst zum Kassenschlager avancieren könnte, sondern eher zu den Gefühlen und Stimmungen, die damit transportiert werden. Melancholie herrscht vor, wenn Alison Goldfrapp und Will Gregory ganz tief in der Emotionsschublade kramen und Tragisches, Zerbrechliches und Aufwühlendes zu Tage fördern. Diese Zutaten werden miteinander verbacken und dann in ein wohltuendes Klangkostüm gewickelt, das sich dann den Ohren des geneigten Hörers entgegenschmeichelt. Hierbei stechen vor allem die fast schon genialen Arrangements der beiden hervor. Streicher, Bleeps und Noise-Anklänge werden nicht als Füllmaterial für fehlende songwriterische Fähigkeiten missbraucht, sondern bilden den goldenen Rahmen für die exzellenten Lieder. Wenn man auf Vergleiche steht, purzeln die Namen der üblichen Verdächtigen wie Portishead und Björk, aber dies sei nur als ungefährer Orientierungspunkt erwähnt, denn das Werk "Felt Mountain" hat seine ganz eigene Faszination, die sich nicht an eventuellen Vorbildern messen lassen muss. Hinzu kommt Alisons schaurig schöne Vokalakrobatik. Man muss schon genau hin hören, um zu erkennen, dass da an mancher Stelle kein Sampler am Werk ist, sondern sich die Gute in unglaubliche Höhen hinaufschraubt. Die erste Hälfte birgt den einen oder anderen Song, der das Zeug zum Klassiker hat. "Human" zum Beispiel, sorgt mit seinem dezenten Shuffle für verhaltenes Popowackeln. Die Streicher im Hintergrund sind ganz offensichtlich von den großen James Bond-Kompositionen wie "Goldfinger" beinflusst worden, die eine Shirley Bassey unsterblich machten. Den Vogel schießen Goldfrapp aber mit "Utopia" ab. Wie das Bouqet eines 50 Jahre alten Whiskeys entwickelt sich dieser Song erst langsam, bevor man dann von einer einzigartigen Soundkollage förmlich platt gewalzt wird, superb!!! "Felt Mountain" ist ein Riesenwurf. Selten hat mich eine Platte schon beim ersten Hören so beeindruckt. CD einlegen, zurücklehnen, genießen und auf einem wunderbaren Klangteppich von dannen schweben. Leider dauert der gesamte Flug nur knappe 40 Minuten, aber wer wird sich schon beschweren wollen, wenn er dafür 1A-Qualität geliefert bekommt? © Laut
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Electronic - Erschienen am 1. August 2013 | Mute, a BMG Company

Auszeichnungen Qobuz' perfekte Schallplattensammlung
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Ambient - Erschienen am 8. Juli 2013 | InFiné

Hi-Res Booklet + Video Auszeichnungen 4F de Télérama - Qobuz' perfekte Schallplattensammlung - Hi-Res Audio
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Trip Hop - Erschienen am 29. Juni 2013 | Inflamable Records

Auszeichnungen Qobuz' perfekte Schallplattensammlung
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Electronic - Erschienen am 3. Juni 2013 | Domino Recording Co

Hi-Res Auszeichnungen Qobuz' perfekte Schallplattensammlung - Pitchfork: Best New Music - Hi-Res Audio - Sélection du Mercury Prize
Während sich die Türkei auf dem Taksim-Platz die Köpfe einschlägt, Koalas vom Klimawandel bedroht sind, Afrika weiterhin unter Hunger und Entbehrung leidet und selbst Deutschland unter einer zum Teil selbst verschuldeten Flut versinkt, veröffentlicht ein Engländer ein Konzeptalbum über eine Partynacht. Eine Botschaft, die in ihrer Einfachheit und Dekadenz kaum zu überbieten bleibt. Wer kein Leid erfährt, hat keine guten Geschichten zu erzählen. "We Disappear". Jon Hopkins musste nicht einmal verschwinden, für die meisten war der Mann aus der zweiten Reihe einfach niemals da. Seine drei ersten Solo-Platten flogen unter dem Radar der öffentlichen Wahrnehmung entlang. Wer genau aufpasste, kennt seinen Soundtrack zum Science-Fiction-Drama "Monsters" oder seine Mitarbeit an Brian Enos "Small Craft On A Milk Sea" und Coldplays "Viva La Vida Or Death And All His Friends". Mit "Immunity" verlässt Hopkins seine Schutzzone. Seinen vierten Longplayer bezeichnet er als "das menschlichste elektronische Album, das es dieses Jahr zu hören gibt." In einem Jahr, in dem Daft Punk ("Random Access Memories"), Bonobo ("The North Borders") und Boards Of Canada ("Tomorrow's Harvest") einen ähnlichen Ansatz verfolgen, eine gewagte These. Große Klappe mit viel dahinter. Im Gegensatz zu den Helmträgern von Daft Punk bricht Hopkins den Konflikt Mensch-Machine nicht mit einer in den Rückspiegel schauenden Rückbesinnung auf Live-Instrumente. "Objects in the Rear-view mirror may appear closer than they are". Anstatt sie von sich zu stoßen, akzeptiert und nutzt er die uns allgegenwärtig umgebende Technologie als Instrument, aus der er Wärme, Leben und Emotionen bezieht. Nicht die Welt von gestern sondern die heutige mit all ihren Applikationen wird zum Grundstein seiner minimalistischen Musik. Die erste Hälfte von "Immunity" gilt dem Start in die Nacht. In "We Disappear" setzen wir die ersten nervösen Schritte hinaus auf die Straße, keinen Schimmer, was vor uns liegt. Frisch geduscht schlagen wir die Tür zum Alltag hinter uns zu. Die Dancefloor-Hyme "Open Eye Signal" nimmt uns mit ihrer wütenden Electro-House Bassline in Empfang. Entschlossene Euphorie, dominiert von reibenden Sub-Bässen und Techno-Beats. Über hypnotischen Schleifen der Erschütterung nimmt das düstere "Collider" Gestalt an. In die Irre führende Leidenschaft, die monoton an ihrem Ziel festhält: Rhythmus vs. Melodie. In der zweiten Hälfte wechselt die Stimmung zunehmend. Ambient-Parts nehmen zu. Während die Welt in ihrem verschwommenen Zauber weiter tanzt, wandelt man selbst mehr und mehr zum entrückten Beobachter. Ein unscharfer Blick durch den faul riechenden Nebel der Nebelmaschinen auf die tanzende Meute. Zeigt sich Hopkins kurz vorher noch von seiner düsteren Seite, wirkt das zwölf Minuten lange "Sun Harmonics" klar und mit Morgentau überzogen und leitet langsam das Ende der Reise ein. Ein Moment der Trance, des Abschiednehmens. Eine leere Bierflasche an dem letzten torkelndem Liebespärchen vorbei ins nichts kicken um danach mit zusammengekniffenen Augen ins erste Sonnenlicht zu treten. Diese kurzen Momente, die eine lange Nacht erst vollkommen machen. "Alle Lebewesen außer den Menschen wissen, dass der Hauptzweck des Lebens darin besteht, es zu genießen." (Samuel Butler) Also doch alles richtig gemacht? Der Titel-Track nimmt über wankenden Zugabteil-Beats den Weg nach Hause. Der alte Weggefährte Kenny Anderson (King Creosote) übernimmt diskret den Platz am Mikro, während Hopkins verträumt in Sigur Rós-Erzählgeschwindigkeit die ersten Lichtreflektionen auf seinem Piano nachklimpert. Das letzte Adrenalin verfliegt. Einfach nur noch nach Hause. In die Nussschale unserer Gesellschaft. Ins kuschelige Bett. In Sicherheit. In Immunität. "Immunity". © Laut
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Electronic - Erschienen am 20. Mai 2013 | Repertoire Records

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Electronic - Erschienen am 13. Mai 2013 | Domino Recording Co

Auszeichnungen Qobuz' perfekte Schallplattensammlung - Pitchfork: Best New Reissue
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Electronic - Erschienen am 15. April 2013 | Ninja Tune

Auszeichnungen Qobuz' perfekte Schallplattensammlung
Das Bonobo-Äffchen ist angeblich das einzige Säugetier, dass Sex nicht nur zum Zwecke der Fortpflanzung, sondern vor allem zum Spaß betreibt. Dieser unnütze Fakt macht uns Simon Green von Bonobo nur noch sympathischer. Mit Ninja Tune einen guten Labelpartner im Rücken, legt Green nun endlich wieder ein Album namens "The North Borders" vor. "Cirrus", das er nettwerweise auch vorab über seine Soundcloud-Seite verschenkte, ist ein toll schepperndes Klangwunder im etwas schnelleren Housegewand. Ein G8-Gipfel der Samples und Loops. Die Ästhetik von alten Filmsamples, charmantem Noise und Geräuschen, die man partout nicht zuordnen kann, hat ihren Reiz nicht verloren. Aber auch die Trip Hop-Wärme strahlt beruhigend auf einen ein ("Towers"). Um die Clap wird ihn so mancher Hip Hop-Produzent beneiden. Aber, wieso denn neiden, diesem Typen gönnt man nun wirklich alles, angesichts der großen Kunst, die er hervorbringt. Auch auf dem Feature-Sektor ist Simon gut aufgestellt. So leiht etwa Erykah Badu "Heaven For The Sinner" ihre großartige Stimme. Leicht verschrobene Beats ("First Fire") kann er auch noch, wo soll das denn noch hinführen mit all dieser Vielseitigkeit. Warm und druckvoll ist das Mastering ausgefallen, Kopfhörer und Festival sind erfreulicherweise gleichberechtigt. Richtig fett kommt das zerchoppte "Ten Tigers" rüber, gerade in Kombination mit tighten Drums und Klaviersamples klingt es einfach "rund". Hier hört man auch wieder den altbekannten "Hörspielcharakter" früherer Bonobo-Stücke heraus. Nirgendwo ist ein Abdriften in seichte Easy Listening-Gefilde zu verzeichnen. Selbst der totgeglaubte 2Step wird bei "Emkay" überzeugend defibrilliert. Mit am besten gefällt "Antenna", weil es eine Brücke schlägt zwischen Bonobos typisch krudem Samplesound, kombiniert mit schönen Streichern und einer mächtigen Kickdrum. Eine orientalisch anmutende Melodei gesellt sich hinzu, das Gesamtbild ein wahrer Genuss. "The North Borders" hat das Potential zum zukünftigen Klassiker nicht nur für die elektronische Musik. Überraschend vertraut und doch neu. Musikalisch anspruchsvoll, aber ohne jegliche Verkopftheit. Beim Hören solcher Klänge dürfte selbst das Äffchen beim Liebesspiel innehalten. © Laut
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Electronic - Erschienen am 3. Dezember 2012 | XL Recordings

Auszeichnungen Qobuz' perfekte Schallplattensammlung
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Electronic - Erschienen am 1. Oktober 2012 | Warp Records

Hi-Res Booklet Auszeichnungen Qobuz' perfekte Schallplattensammlung - Pitchfork: Best New Music - Qobuzissime - Hi-Res Audio - Sélection JAZZ NEWS
Und dann kommt die Stille. Unvermittelt, obwohl vorhersehbar, und fast ein bisschen ohrenbetäubend. 46 Minuten lang hatte Flying Lotus den Taktstock geschwungen und schien die ganze Welt zu dirigieren. Alles passte sich seiner Vorgabe an: Das Laub, das sich im Wind wog, der die Melodie pfiff. Passanten, die zu tanzen schienen, Autos, die wie auf Wolken dahin schwebten – alles nur noch Profane nach dem jähen Erwachen aus der Trance von "Until The Quiet Comes". In Worte fassen lässt sich Steven Ellisons Viertling kaum. Dazu ist er zu sehr Vision und zu wenig greifbar. Wie ein Traum spielt sich "Until The Quiet Comes" im Unterbewusstsein ab, erzählt eine Geschichte, die nur im Kopf des Hörers funktioniert. Hypnotische Soundskulpturen, die immer wieder abdriften, um mit einem Paukenschlag in Form einer grollenden Basslinie oder verzerrten Synthies ("Sultan's Request") zurückzuprallen. Genreeinteilung? Nicht denkbar! Wahrscheinlich Hip Hop, wahrscheinlich Elektro, auf jeden Fall Jazz. Seine Brüder im Geiste – Daedelus, Hudson Mohawke, Gaslamp Killer, um nur drei zu nennen – sie alle haben aufgeholt, hinken Flying Lotus aber noch meilenweit hinterher. Niemand sonst schafft es, ein so aufregendes Meisterwerk zu gestalten, das zugleich in so ruhigen Bahnen läuft. Stille Wasser sind tief, "Until The Quiet Comes" ist das beste Beispiel. Die 18 Tracks scheinen überhaupt keinen Grund zu haben, sondern nur unendliche Weite in alle Richtungen, die gefangen nimmt. So sehr, dass sich Gänsehaut breit macht, wenn Nikki Randa in "Hunger" singt: "I'm freezing." Ja, Gäste kennt diese Reise ins Unterbewusste auch, sie spielen aber keine hervorgehobene Rolle. Selbst Ausnahmekünstler wie Erykah Badu oder Thom Yorke sind bloß Begleiter, die in Flying Lotus' Universum fast wie Statisten erscheinen. Die Sounds sind nicht für Sänger gemacht, die Sänger sind Teil der Sounds, eine Art Instrument. Für persönliche Eitelkeiten ist kein Platz. Das Radiohead-Genie stellt sich in "Electric Candyman" brav hinter einem rumpelnden, knarzenden Beat an, dem er mit seinem unaufgeregten Gesang eine gewisse Ruhe verleiht. "See Thru To U" ist sehr viel geschäftiger und treibender, bleibt trotz gehörigen Mashups und mit Miss Badus Begleitung aber schwebend leicht. Das Thundercat-Feature "DMT Song" fasst die Reise in Worte: "I can take you to a world where you can spread your wings and fly away" Ein Basslauf genügt, um abzuheben, hier und da zurückhaltende Klänge, ferne Vocals im Hintergrund, keine Sperenzien. Der flirrenden Synthie im treibenden "The Nightcaller" bricht plötzlich mitten im Stück, wird mehr Hip Hop, um den klassischen Jazz von "Only If You Wanna" vorzubereiten. Die Steeldrum in "Me Yesterday//Corded" steht im krassen Gegensatz zum grollenden Rest des Stücks, "Tiny Tortures" schlägt in kleinen Abständen wabernd gegen das Trommelfell bis sich die süße Melodie durch den Basslauf gekämpft hat. "Putty Boy Strut" beginnt mit Claps und hochgepitchten Vocalklängen, um sich schließlich im funkigsten Bass zu ergießen. Diese dauernden Gegensätze und Entwicklungen machen jedes einzelne Stück zu ganz großen Titeln und die gesamte Platte zu einem Meisterwerk. Echte Highlights hat "Until The Quiet Comes" nicht, auf diesem Niveau geht es nur noch um Nuancen. Krasse Kontraste so einhellig erscheinen zu lassen, ist Flying Lotus' eigentliche Glanzleistung. Um so beklemmender wirkt die plötzliche Stille nach dem abschließenden "Dream To Me". Zum Glück ist "All In" nur einen Tastendruck entfernt. © Laut
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Electronic - Erschienen am 23. Juli 2012 | Mute

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Electronic - Erschienen am 25. Juni 2012 | Parlophone (France)

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