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Vladimir Stoupel - Mikhail Glinka: Variations for Piano

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Mikhail Glinka: Variations for Piano

Vladimir Stoupel

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Die Idee hinter dem Programm dieser Aufnahme hatte zwei Bedeutungen: einerseits handelt es sich um fast alle Variationszyklen, andererseits zeichnet die chronologische Reihenfolge der Werke eine spannende Entwicklung der kompositorischen Technik Glinkas nach, sowie auch den Umgang seiner Nachfolger mit dem, was er erfunden hatte: die „Glinkasche Variation”, bei der das Thema oder ihre Struktur meist unverändert bleibt, aber die Begleitstimmen dafür umso stärker variiert werden. Diese Technik wurde von vielen russischen Komponisten – bei denen Glinka als „Vater der russischen Musik“ hohes Ansehen genoss – verinnerlicht und weiterentwickelt. Daher entschied sich der Pianist Vladimir Stoupel, zwei weitere Werke ins Programm aufzunehmen, die auf Glinka Bezug nehmen: Paraphrase über das Lied Die Lerche von Glinka von Milij Balakirew und Variationen über ein Thema von Glinka von Anatolij Ljadow. 


Die Variationen über das Lied Benedetta sia la madre schrieb Glinka 1826 im Alter von nur 22 Jahren. Dieser Zyklus zeigt nicht nur die ganze virtuose pianistische Palette des Komponisten, sondern auch seine Fähigkeit, das Thema unter sehr verschiedenen Blickwinkeln zu präsentieren. Es folgen Variationen über ein Thema aus der Oper Faniska von Cherubini. Das naive Thema wird in einem kurzen Zyklus humorvoll beleuchtet und zum krönenden Finale geführt. Während seiner Italienreise 1831 schrieb Glinka die Variationen über ein Thema aus der Oper Anna Bolena von Donizetti. Umfangreich angelegt, zeigt diese Komposition seine Eindrücke von der italienischen Oper. Hier gelingt es dem Komponisten, den italienischen Belcanto ins Pianistische zu übertragen. Dabei verzichtet er nicht auf die spezifisch „russische“ Virtuosität, sondern sorgt dafür, dass das italienische und das russische Melos sich zu einem neuen Ganzen verschmelzen. Die Variationen über zwei Themen aus dem Ballett Chao-Kang, auch 1831 entstanden, sind eine spannende Mischung aus modischer Chinoiserie und purer Spielfreude. Die inzwischen völlig unbekannte Ballett-Pantomime von Carlini war offensichtlich sehr populär, und Glinka war nicht der Einzige, der Themen aus diesem Ballett verarbeitet hatte. Neben den Variationszyklen komponierte Glinka 1831 auch ein Rondo brillante über ein Thema aus der Oper I Capuleti e i Montecchi von Bellini. Nostalgie ist viel ausgeprägter in einem anderen Werk aus dem Jahre 1833, als Glinka, noch auf Reisen, eine zutiefst russische Komposition verfasste, die Variationen über die Romanze Die Nachtigall von Alyabyev. Die Virtuosität des Werkes erinnert zuweilen an Mendelssohn, wobei Glinka durchgehend seine ihm eigentümliche Schreibweise behält.


Milij Balakirews Begegnung mit Glinka im Jahre 1855 in St. Petersburg war für ihn von entscheidender Bedeutung. Fortan machte er sich an die Schaffung eines original russischen Nationalstils. Gleichwohl orientierte er sich an Liszt. Diese zwei, sich nicht unbedingt widersprechenden Richtungen, kommen voll und ganz in der Paraphrase der Glinka-Romanze Die Lerche zur Geltung. Anatolij Ljadow bleibt nach wie vor in den Konzertprogrammen präsent. Aber seine Variations sur un thème de Glinka op. 35, geschrieben 1894, erklingen nur noch selten. Dies ist ein anspruchsvolles Werk, in dem das Originalthema von Glinkas Romanze Venezianische Nacht in 12 Variationen verarbeitet wird. Ljadow ließ sich von Chopin und vom frühen Alexander Scriabin beeinflussen. Der Zyklus endet mit einem stürmischen Finale in der besten virtuosen Art der damaligen Zeit. 


Vladimir Stoupel ist ein Individualist mit einer außerordentlich reichen klanglichen wie emotionalen Ausdruckspalette: Er wagt sich an die äußersten Grenzen des Ausdrucks mit einer Intensität, die die Zuhörer unweigerlich in seinen Bann zieht. Seine Konzerte wurden von der internationalen Presse als „pianistisches Feuerwerk“ (Washington Post) und als eine „ganz besondere Interpretation“ (Der Tagesspiegel) bezeichnet. Als Solist ist der in Russland geborene Pianist Gast führender Orchester, wie z.B. der Berliner Philharmoniker, des Konzerthausorchesters Berlin, des Gewandhausorchesters Leipzig oder des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks.


 

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Mikhail Glinka: Variations for Piano

Vladimir Stoupel

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Variations in E Major on the Romance Benedetta sia la madre (Mikhail Glinka)

1
Moderato
00:00:30

Vladimir Stoupel, Performer - Mikhail Glinka, Composer

2017 Avi-Service for music, Cologne/Germany A production of Westdeutscher Rundfunk 2017

2
Theme
00:01:02

Vladimir Stoupel, Performer - Mikhail Glinka, Composer

2017 Avi-Service for music, Cologne/Germany A production of Westdeutscher Rundfunk 2017

3
Variation I
00:00:47

Vladimir Stoupel, Performer - Mikhail Glinka, Composer

2017 Avi-Service for music, Cologne/Germany A production of Westdeutscher Rundfunk 2017

4
Variation II
00:00:47

Vladimir Stoupel, Performer - Mikhail Glinka, Composer

2017 Avi-Service for music, Cologne/Germany A production of Westdeutscher Rundfunk 2017

5
Variation III
00:01:22

Vladimir Stoupel, Performer - Mikhail Glinka, Composer

2017 Avi-Service for music, Cologne/Germany A production of Westdeutscher Rundfunk 2017

6
Variation IV
00:00:42

Vladimir Stoupel, Performer - Mikhail Glinka, Composer

2017 Avi-Service for music, Cologne/Germany A production of Westdeutscher Rundfunk 2017

7
Variation V
00:02:23

Vladimir Stoupel, Performer - Mikhail Glinka, Composer

2017 Avi-Service for music, Cologne/Germany A production of Westdeutscher Rundfunk 2017

8
Variation VI
00:04:17

Vladimir Stoupel, Performer - Mikhail Glinka, Composer

2017 Avi-Service for music, Cologne/Germany A production of Westdeutscher Rundfunk 2017

Variations in B-Flat Major on a Theme from Luigi Cherubini’s Opera Fanika (Mikhail Glinka)

9
Theme Moderato
00:00:42

Vladimir Stoupel, Performer - Mikhail Glinka, Composer

2017 Avi-Service for music, Cologne/Germany A production of Westdeutscher Rundfunk 2017

10
Variation I
00:00:36

Vladimir Stoupel, Performer - Mikhail Glinka, Composer

2017 Avi-Service for music, Cologne/Germany A production of Westdeutscher Rundfunk 2017

11
Variation II
00:00:32

Vladimir Stoupel, Performer - Mikhail Glinka, Composer

2017 Avi-Service for music, Cologne/Germany A production of Westdeutscher Rundfunk 2017

12
Variation III
00:00:35

Vladimir Stoupel, Performer - Mikhail Glinka, Composer

2017 Avi-Service for music, Cologne/Germany A production of Westdeutscher Rundfunk 2017

13
Variation IV
00:01:17

Vladimir Stoupel, Performer - Mikhail Glinka, Composer

2017 Avi-Service for music, Cologne/Germany A production of Westdeutscher Rundfunk 2017

14
Finale
00:01:27

Vladimir Stoupel, Performer - Mikhail Glinka, Composer

2017 Avi-Service for music, Cologne/Germany A production of Westdeutscher Rundfunk 2017

Variations in A Major on a Theme from Gaëtano Donizetti’s Opera Anna Bolena (Mikhail Glinka)

15
Vivace
00:00:08

Vladimir Stoupel, Performer - Mikhail Glinka, Composer

2017 Avi-Service for music, Cologne/Germany A production of Westdeutscher Rundfunk 2017

16
Theme
00:01:41

Vladimir Stoupel, Performer - Mikhail Glinka, Composer

2017 Avi-Service for music, Cologne/Germany A production of Westdeutscher Rundfunk 2017

17
Variation I Con moto
00:01:23

Vladimir Stoupel, Performer - Mikhail Glinka, Composer

2017 Avi-Service for music, Cologne/Germany A production of Westdeutscher Rundfunk 2017

18
Variation II Brillante
00:01:17

Vladimir Stoupel, Performer - Mikhail Glinka, Composer

2017 Avi-Service for music, Cologne/Germany A production of Westdeutscher Rundfunk 2017

19
Variation III Un poco meno vivo
00:01:50

Vladimir Stoupel, Performer - Mikhail Glinka, Composer

2017 Avi-Service for music, Cologne/Germany A production of Westdeutscher Rundfunk 2017

20
Andante Cantabile
00:02:35

Vladimir Stoupel, Performer - Mikhail Glinka, Composer

2017 Avi-Service for music, Cologne/Germany A production of Westdeutscher Rundfunk 2017

21
Variation V Con brio - Coda
00:02:32

Vladimir Stoupel, Performer - Mikhail Glinka, Composer

2017 Avi-Service for music, Cologne/Germany A production of Westdeutscher Rundfunk 2017

Variations in D Major on Two Themes from the Ballet Chao Kang (Mikhail Glinka)

22
Theme Allegro. Andante quasi Allegretto
00:00:58

Vladimir Stoupel, Performer - Mikhail Glinka, Composer

2017 Avi-Service for music, Cologne/Germany A production of Westdeutscher Rundfunk 2017

23
Variation I
00:00:35

Vladimir Stoupel, Performer - Mikhail Glinka, Composer

2017 Avi-Service for music, Cologne/Germany A production of Westdeutscher Rundfunk 2017

24
Variation II Brillante
00:01:19

Vladimir Stoupel, Performer - Mikhail Glinka, Composer

2017 Avi-Service for music, Cologne/Germany A production of Westdeutscher Rundfunk 2017

25
Grazioso
00:00:29

Vladimir Stoupel, Performer - Mikhail Glinka, Composer

2017 Avi-Service for music, Cologne/Germany A production of Westdeutscher Rundfunk 2017

26
Variation I
00:00:32

Vladimir Stoupel, Performer - Mikhail Glinka, Composer

2017 Avi-Service for music, Cologne/Germany A production of Westdeutscher Rundfunk 2017

27
Variation II
00:00:30

Vladimir Stoupel, Performer - Mikhail Glinka, Composer

2017 Avi-Service for music, Cologne/Germany A production of Westdeutscher Rundfunk 2017

28
Coda
00:01:04

Vladimir Stoupel, Performer - Mikhail Glinka, Composer

2017 Avi-Service for music, Cologne/Germany A production of Westdeutscher Rundfunk 2017

Rondino in C Major on a Theme of Vincenzo Bellini’s Opera I Capuletti ed I Montecchi (Mikhail Glinka)

29
Grazioso
00:06:19

Vladimir Stoupel, Performer - Mikhail Glinka, Composer

2017 Avi-Service for music, Cologne/Germany A production of Westdeutscher Rundfunk 2017

Variations in E Minor on the Romance The Nightingale by Alexander Alyabyev (Mikhail Glinka)

30
Theme. Adagio - Andante con grazia
00:01:18

Vladimir Stoupel, Performer - Mikhail Glinka, Composer

2017 Avi-Service for music, Cologne/Germany A production of Westdeutscher Rundfunk 2017

31
Variation I
00:00:51

Vladimir Stoupel, Performer - Mikhail Glinka, Composer

2017 Avi-Service for music, Cologne/Germany A production of Westdeutscher Rundfunk 2017

32
Variation II
00:00:44

Vladimir Stoupel, Performer - Mikhail Glinka, Composer

2017 Avi-Service for music, Cologne/Germany A production of Westdeutscher Rundfunk 2017

33
Variation III
00:01:51

Vladimir Stoupel, Performer - Mikhail Glinka, Composer

2017 Avi-Service for music, Cologne/Germany A production of Westdeutscher Rundfunk 2017

34
Variation IV
00:02:48

Vladimir Stoupel, Performer - Mikhail Glinka, Composer

2017 Avi-Service for music, Cologne/Germany A production of Westdeutscher Rundfunk 2017

Paraphrase on The Lark by Mikhail Glinka (Mily Balakirev)

35
Paraphrase on The Lark by Mikhail Glinka
00:07:45

Vladimir Stoupel, Performer - Mily Balakirev, Composer

2017 Avi-Service for music, Cologne/Germany A production of Westdeutscher Rundfunk 2017

Variations on the Romance Venitian Night by Mikhail Glinka (Anatoli Lyadov)

36
Theme. Andante quasi Allegro
00:01:04

Vladimir Stoupel, Performer - Anatoly Liadov, Composer

2017 Avi-Service for music, Cologne/Germany A production of Westdeutscher Rundfunk 2017

37
I. Allegretto
00:00:46

Vladimir Stoupel, Performer - Anatoly Liadov, Composer

2017 Avi-Service for music, Cologne/Germany A production of Westdeutscher Rundfunk 2017

38
II. Allegro grazioso
00:00:30

Vladimir Stoupel, Performer - Anatoly Liadov, Composer

2017 Avi-Service for music, Cologne/Germany A production of Westdeutscher Rundfunk 2017

39
III. Allegro
00:00:57

Vladimir Stoupel, Performer - Anatoly Liadov, Composer

2017 Avi-Service for music, Cologne/Germany A production of Westdeutscher Rundfunk 2017

40
IV. Andante tranquillo
00:02:21

Vladimir Stoupel, Performer - Anatoly Liadov, Composer

2017 Avi-Service for music, Cologne/Germany A production of Westdeutscher Rundfunk 2017

41
V. Allegro energico
00:00:31

Vladimir Stoupel, Performer - Anatoly Liadov, Composer

2017 Avi-Service for music, Cologne/Germany A production of Westdeutscher Rundfunk 2017

42
VI. Con moto
00:01:21

Vladimir Stoupel, Performer - Anatoly Liadov, Composer

2017 Avi-Service for music, Cologne/Germany A production of Westdeutscher Rundfunk 2017

43
VII. Adagio
00:02:01

Vladimir Stoupel, Performer - Anatoly Liadov, Composer

2017 Avi-Service for music, Cologne/Germany A production of Westdeutscher Rundfunk 2017

44
VIII. Allegretto
00:01:04

Vladimir Stoupel, Performer - Anatoly Liadov, Composer

2017 Avi-Service for music, Cologne/Germany A production of Westdeutscher Rundfunk 2017

45
IX. Tranquillo
00:01:48

Vladimir Stoupel, Performer - Anatoly Liadov, Composer

2017 Avi-Service for music, Cologne/Germany A production of Westdeutscher Rundfunk 2017

46
X. Allegro
00:01:16

Vladimir Stoupel, Performer - Anatoly Liadov, Composer

2017 Avi-Service for music, Cologne/Germany A production of Westdeutscher Rundfunk 2017

47
XI. Andante commodo
00:01:18

Vladimir Stoupel, Performer - Anatoly Liadov, Composer

2017 Avi-Service for music, Cologne/Germany A production of Westdeutscher Rundfunk 2017

48
Finale. Vivo
00:03:09

Vladimir Stoupel, Performer - Anatoly Liadov, Composer

2017 Avi-Service for music, Cologne/Germany A production of Westdeutscher Rundfunk 2017

Albumbeschreibung

Die Idee hinter dem Programm dieser Aufnahme hatte zwei Bedeutungen: einerseits handelt es sich um fast alle Variationszyklen, andererseits zeichnet die chronologische Reihenfolge der Werke eine spannende Entwicklung der kompositorischen Technik Glinkas nach, sowie auch den Umgang seiner Nachfolger mit dem, was er erfunden hatte: die „Glinkasche Variation”, bei der das Thema oder ihre Struktur meist unverändert bleibt, aber die Begleitstimmen dafür umso stärker variiert werden. Diese Technik wurde von vielen russischen Komponisten – bei denen Glinka als „Vater der russischen Musik“ hohes Ansehen genoss – verinnerlicht und weiterentwickelt. Daher entschied sich der Pianist Vladimir Stoupel, zwei weitere Werke ins Programm aufzunehmen, die auf Glinka Bezug nehmen: Paraphrase über das Lied Die Lerche von Glinka von Milij Balakirew und Variationen über ein Thema von Glinka von Anatolij Ljadow. 


Die Variationen über das Lied Benedetta sia la madre schrieb Glinka 1826 im Alter von nur 22 Jahren. Dieser Zyklus zeigt nicht nur die ganze virtuose pianistische Palette des Komponisten, sondern auch seine Fähigkeit, das Thema unter sehr verschiedenen Blickwinkeln zu präsentieren. Es folgen Variationen über ein Thema aus der Oper Faniska von Cherubini. Das naive Thema wird in einem kurzen Zyklus humorvoll beleuchtet und zum krönenden Finale geführt. Während seiner Italienreise 1831 schrieb Glinka die Variationen über ein Thema aus der Oper Anna Bolena von Donizetti. Umfangreich angelegt, zeigt diese Komposition seine Eindrücke von der italienischen Oper. Hier gelingt es dem Komponisten, den italienischen Belcanto ins Pianistische zu übertragen. Dabei verzichtet er nicht auf die spezifisch „russische“ Virtuosität, sondern sorgt dafür, dass das italienische und das russische Melos sich zu einem neuen Ganzen verschmelzen. Die Variationen über zwei Themen aus dem Ballett Chao-Kang, auch 1831 entstanden, sind eine spannende Mischung aus modischer Chinoiserie und purer Spielfreude. Die inzwischen völlig unbekannte Ballett-Pantomime von Carlini war offensichtlich sehr populär, und Glinka war nicht der Einzige, der Themen aus diesem Ballett verarbeitet hatte. Neben den Variationszyklen komponierte Glinka 1831 auch ein Rondo brillante über ein Thema aus der Oper I Capuleti e i Montecchi von Bellini. Nostalgie ist viel ausgeprägter in einem anderen Werk aus dem Jahre 1833, als Glinka, noch auf Reisen, eine zutiefst russische Komposition verfasste, die Variationen über die Romanze Die Nachtigall von Alyabyev. Die Virtuosität des Werkes erinnert zuweilen an Mendelssohn, wobei Glinka durchgehend seine ihm eigentümliche Schreibweise behält.


Milij Balakirews Begegnung mit Glinka im Jahre 1855 in St. Petersburg war für ihn von entscheidender Bedeutung. Fortan machte er sich an die Schaffung eines original russischen Nationalstils. Gleichwohl orientierte er sich an Liszt. Diese zwei, sich nicht unbedingt widersprechenden Richtungen, kommen voll und ganz in der Paraphrase der Glinka-Romanze Die Lerche zur Geltung. Anatolij Ljadow bleibt nach wie vor in den Konzertprogrammen präsent. Aber seine Variations sur un thème de Glinka op. 35, geschrieben 1894, erklingen nur noch selten. Dies ist ein anspruchsvolles Werk, in dem das Originalthema von Glinkas Romanze Venezianische Nacht in 12 Variationen verarbeitet wird. Ljadow ließ sich von Chopin und vom frühen Alexander Scriabin beeinflussen. Der Zyklus endet mit einem stürmischen Finale in der besten virtuosen Art der damaligen Zeit. 


Vladimir Stoupel ist ein Individualist mit einer außerordentlich reichen klanglichen wie emotionalen Ausdruckspalette: Er wagt sich an die äußersten Grenzen des Ausdrucks mit einer Intensität, die die Zuhörer unweigerlich in seinen Bann zieht. Seine Konzerte wurden von der internationalen Presse als „pianistisches Feuerwerk“ (Washington Post) und als eine „ganz besondere Interpretation“ (Der Tagesspiegel) bezeichnet. Als Solist ist der in Russland geborene Pianist Gast führender Orchester, wie z.B. der Berliner Philharmoniker, des Konzerthausorchesters Berlin, des Gewandhausorchesters Leipzig oder des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks.


 

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