Qobuz Store wallpaper
Kategorie:
Warenkorb 0

Ihr Warenkorb ist leer

Barry Gibb - In The Now

Mes favoris

Cet élément a bien été ajouté / retiré de vos favoris.

In The Now

Barry Gibb

Verfügbar in
logo Hi-Res
24-Bit 44.1 kHz - Stereo

Musik-Streaming

Hören Sie dieses Album mit unseren Apps in hoher Audio-Qualität

Testen Sie Qobuz kostenlos und hören Sie sich das Album an

Hören Sie dieses Album im Rahmen Ihres Streaming-Abonnements mit den Qobuz-Apps

Abonnement abschließen

Hören Sie dieses Album im Rahmen Ihres Streaming-Abonnements mit den Qobuz-Apps

Download

Kaufen Sie dieses Album und laden Sie es in verschiedenen Formaten herunter, je nach Ihren Bedürfnissen.

Der homogen wabernde Sound des Titeltracks lässt uns nach mehreren Hördurchgängen ernsthaft zweifeln, ob wir uns aktuell wirklich im Jahr 2016 befinden. Pulsiert hier doch so eindeutig im Herzschlag längt vergangener Zeiten. Keinesfalls nostalgisch verklärt, sondern eben so, als wären die 80er Jahre nicht zu Ende gegangen. Als würde Michael Jackson gemeinsam mit den Modern Talking unter der Regie von Barry Gibb Moonwalk tanzen. Was für ein fluffiges Pop-Monster beißt denn hier um sich? Nur bittersüße Textzeilen verwaschen das zunächst so stimmige Aquarell zusehends. "I may be lonely but I'm not alone/ And we don't need conversation/ I'm only happy when I hear you move/ You speak the pleasure within/ In my heart/ In my soul/ In the now!" Da haben wir mit Mühe und Not Nick Caves tiefschwarzes Meisterwerk "Skeleton Tree" verarbeitet, da flattert uns schon die nächste Trauerbewältigung in Album-Form ins Haus. Denn Barry Gibb ist nach dem Tod seines Bruders Robin der letzte verbliebe Bee Gee. "In The Now" ist der Versuch einer Bestandsaufnahme, ein vorsichtiges Herantasten an die neue Situation. "Als Robin 2012 starb, bin ich wirklich abgestürzt. Es war, als ob ich mich in einem schwarzen Tunnel verlaufen hätte. Ich kämpfte mit Depressionen, Lust- und Planlosigkeit. (...) Das ging zwei Jahre so. Dann zwickte es mich doch wieder: Diese unstillbare Sehnsucht, Musik zu machen und auf Bühnen zu stehen, ist ein starkes Gefühl, das man auf Dauer nicht unterdrücken kann. Solokünstler zu sein ist für mich trotzdem etwas ganz Neues", erklärte Gibb seinen gegenwärtigen Status Quo in einem Interview mit der Zeit. Anders als Cave, der seinen noch brodelnden Schmerz direkt kanalisierte, hat sich Gibb Zeit gelassen, reflektiert und nachgedacht. Seine Wunden sind verheilt, aber nicht vergessen. Der der Geist der verlorenen Brüder schwebt stetig über dieser Platte. Der massiv gezeichnete Kontrast innerhalb der Grundkonstallation zwischen dem gibbschen Früh- und Spätwerk könnte kaum größer erscheinen. Einerseits die erfolgreichste Familienband der Welt, bunt poppige Disco-Mucke, glitzernde Schlaghosen, Welthits soweit das Auge reicht. Andererseits das versehrte und alleinstehende Mahnmal. Der verlassene Veteran. Trotzdem klingt "In The Now" keinesfalls ausschließlich nach Abschied und Depression. Denn seine musikalische Grunderziehung will der 70-Jährige Superstar, der auf dem diesjährigen Glastonbury die Bühne mit Coldplay teilte, weder ablegen noch verheimlichen. Anders als Nick Cave oder Johnny Cash erscheint die Rolle des Man in Black neu für Gibb. So ergibt sich eine bemerkenswerte Konstellation, die Genres vermischt. Die Platte offenbart 70er- und 80er-Jahre Pop mit eingebauten Falltüren. Die rissige Oberfläche tönt tanzbar, smooth, glatt, melodisch. Darunter aber schimmert es düster, elegisch und desolat. So ergibt sich eine pulsierende Mischung, deren Durchschlagskraft von einem Künstler in diesem Alter und nach einer so langen Schaffenspause keinesfalls zu erwarten war. "Home Truth Song" etwa überrascht mit gewissen Country-Anleihen, die sich erst im Refrain in glasklaren Pop kristallisieren und in jodelnde Powerpop-Riffs zerfahren. Diese kleinen meist schnell wieder eingefangenen Experimente ziehen sich wie der abgewickelte Faden eines roten Rollkragenpullovers durch das gesamte Album. Später werden wir noch mit Bläser-, Piano- und Streicher-Sequenzen konfrontiert, alles vermengt in einer auf Weltniveau produzierten Scheibe, die ihren Hörern auch kleinste Nuancen nicht vorenthält. Hier zeigt sich greifbar, dass Gibb sich abseits allen Superstartums immer als hart arbeitender Produzent verstand. Dass Barry einer der fähigsten Ohrwurmschreiber der Musikgeschichte ist, steht ohnehin außer Frage. Auf "In The Now" wurde er zudem von seinen Söhnen Ashley und Stephen unterstützt – das ist insofern bemerkenswert, weil Letzterer in seiner langen Karriere als Bassgitarrist bereits bei Bands wie Crowbar und Black Label Society spielte. Kompositionen wie "Grand Illusion" oder "Amy In Colour" wirken ein wenig altbacken und aus der Zeit gefallen, aber eben weil man solche Schinken schon seit Jahren und Jahrzehnten nicht mehr gehört hat, überrascht ihr konkreter Tonfall umso mehr. Da schiebt sich wenig zwischen das Mauerwerk Queen, da materialisiert sich Genesis offensichtlich im Gebälk. Und, selbstredend, der ikonische Falsettgesang, das urtypischste Merkmal der Bee Gees. Gibb schreckt nicht davor zurück, Soundstein über Soundstein zu klatschen und dabei zu ganz großen Gesten auszuholen und sein Innerstes großspurig ins Äußerste zu kehren. In einer Zeit, in der sich Popmusik oftmals durch Beliebigkeit auszeichnet, tut es gut, so einen rückwärts gewandten und in alle Richtungen um sich greifenden Retro-Epos zu hören. Auch wenn man sich, dressiert von gegenwärtigen Hörgewohnheiten, durchaus ein wenig schwer tut, sich durch die gesamten 15 Songs am Stück zu kämpfen. Speziell Balladen-Kitsch wie "The End Of The Rainbow" und "Daddys Little Girl" rutschen leider fast in Schlagergefilde ab und trüben den ansonsten rundum positiven Gesamteindruck. Mit "In The Now" veröffentlicht Barry Gibb ein wirklich bemerkenswertes Spätwerk. Der hier dargebotene Orchester-Pop besitzt 2016 absoluten Exotenstatus und schleicht sich so locker leicht in die Gehörgänge, dass man von Zeit zu Zeit zusammenzuckt, wenn man feststellt, wie tief man sich bereits in den weich federnden Songnetzen verstrickt hat. Auch der tragische Kontext, der immer wieder in den Texten durchscheint, trägt seinen Teil zur Gravitas dieser LP bei. Gibb jedenfalls hat seiner ohnehin schon schillernden Karriere mit diesem späten Ausrufezeichen eine finalen Grauton verpasst - das muss man auch als Bee Gees Hater lückenlos anerkennen.
© Laut

Weitere Informationen

In The Now

Barry Gibb

launch qobuz app Ich habe die Qobuz Desktop-Anwendung für Windows / MacOS bereits heruntergeladen Öffnen

download qobuz app Ich habe die Qobuz Desktop-Anwendung für Windows / MacOS noch nicht heruntergeladen Downloaden Sie die Qobuz App

Kopieren Sie den folgenden Link, um das Album zu teilen

Sie hören derzeit Ausschnitte der Musik.

Hören Sie mehr als 70 Millionen Titel mit unseren Streaming-Abonnements

Hören Sie dieses Album und mehr als 70 Millionen weitere Titel im Rahmen Ihres Streaming-Abonnements mit unseren Apps.

1
In the Now
00:04:51

Barry Gibb, Associated Performer, Composer, Guitar, Lyricist, Main Artist, Producer - Stephen Gibb, Composer, Guitar, Lyricist - Ashley Gibb, Composer, Lyricist - Doug Emery, Keyboards, Other - Lee Levin, Drums, Percussion - Julio Hernandez, Bass - Dan Warner, Guitar - Ben Stivers, Keyboards - RICHARD BRAVO, Percussion - John Merchant, Producer, Recording Engineer - Sam Bohl, Assistant Engineer - Femio Hernandez, Assistant Engineer - MICK GUZAUSKI, Mixing Engineer - Bob Ludwig, Mastering Engineer

(P) 2016 Columbia Records, a Division of Sony Music Entertainment

2
Grand Illusion
00:04:40

Barry Gibb, Associated Performer, Composer, Guitar, Lyricist, Main Artist, Producer - Stephen Gibb, Composer, Guitar, Lyricist - Ashley Gibb, Composer, Lyricist - Doug Emery, Composer, Keyboards, Lyricist, Other - Lee Levin, Drums, Percussion - Julio Hernandez, Bass - Dan Warner, Guitar - Ben Stivers, Keyboards - RICHARD BRAVO, Percussion - John Merchant, Producer, Recording Engineer - Sam Bohl, Assistant Engineer - Femio Hernandez, Assistant Engineer - MICK GUZAUSKI, Mixing Engineer - Bob Ludwig, Mastering Engineer

(P) 2016 Columbia Records, a Division of Sony Music Entertainment

3
Star Crossed Lovers
00:03:18

Barry Gibb, Associated Performer, Composer, Guitar, Lyricist, Main Artist, Producer - Stephen Gibb, Composer, Guitar, Lyricist - Ashley Gibb, Composer, Lyricist - Doug Emery, Keyboards, Other, Strings - Lee Levin, Drums, Percussion - Julio Hernandez, Bass - Dan Warner, Guitar - Ben Stivers, Keyboards - RICHARD BRAVO, Percussion - Alfredo Olivia, Violin - Scott Flavin, Violin - Evija Ozolins, Violin - Carol Cole, Violin - Monica Cheveresan, Violin - Huifang Chen, Violin - Tomas Cotik, Violin - Valentin Mansurov, Violin - Mark Schuppener, Violin - Chauncey Patterson, Viola - Scott O'Donnell, Viola - Anthony Parce, Viola - Claudio Jaffe, Cello - David Cole, Cello - John Merchant, Producer, Recording Engineer - Sam Bohl, Assistant Engineer - Femio Hernandez, Assistant Engineer - MICK GUZAUSKI, Mixing Engineer - Bob Ludwig, Mastering Engineer

(P) 2016 Columbia Records, a Division of Sony Music Entertainment

4
Blowin' a Fuse
00:04:44

Barry Gibb, Associated Performer, Composer, Guitar, Lyricist, Main Artist, Producer - Stephen Gibb, Composer, Guitar, Lyricist - Ashley Gibb, Composer, Lyricist - Doug Emery, Keyboards, Other - Lee Levin, Drums, Percussion - Julio Hernandez, Bass - Dan Warner, Guitar - Ben Stivers, Keyboards - RICHARD BRAVO, Percussion - John Merchant, Producer, Recording Engineer - Sam Bohl, Assistant Engineer - Femio Hernandez, Assistant Engineer - MICK GUZAUSKI, Mixing Engineer - Bob Ludwig, Mastering Engineer

(P) 2016 Columbia Records, a Division of Sony Music Entertainment

5
Home Truth Song
00:05:07

Barry Gibb, Associated Performer, Composer, Guitar, Lyricist, Main Artist, Producer - Stephen Gibb, Composer, Guitar, Lyricist - Ashley Gibb, Composer, Lyricist - Doug Emery, Horn, Keyboards, Other - Lee Levin, Drums, Percussion - Julio Hernandez, Bass - Dan Warner, Guitar - Ben Stivers, Keyboards - RICHARD BRAVO, Percussion - Jim Hacker, Trumpet - Doug Michels, Trumpet - John Kricker, Trombone - Ed Calle, Soprano Saxophone, Tenor Saxophone - Ed Maina, Baritone Saxophone - John Merchant, Producer, Recording Engineer - Sam Bohl, Assistant Engineer - Femio Hernandez, Assistant Engineer - MICK GUZAUSKI, Mixing Engineer - Bob Ludwig, Mastering Engineer

(P) 2016 Columbia Records, a Division of Sony Music Entertainment

6
Meaning of the Word
00:04:31

Barry Gibb, Associated Performer, Composer, Guitar, Lyricist, Main Artist, Producer - Stephen Gibb, Composer, Guitar, Lyricist - Ashley Gibb, Composer, Lyricist - Doug Emery, Keyboards, Other, Strings - Lee Levin, Drums, Percussion - Julio Hernandez, Bass - Dan Warner, Guitar - Ben Stivers, Keyboards - RICHARD BRAVO, Percussion - Alfredo Olivia, Violin - Scott Flavin, Violin - Evija Ozolins, Violin - Carol Cole, Violin - Monica Cheveresan, Violin - Huifang Chen, Violin - Tomas Cotik, Violin - Valentin Mansurov, Violin - Mark Schuppener, Violin - Chauncey Patterson, Viola - Scott O'Donnell, Viola - Anthony Parce, Viola - Claudio Jaffe, Cello - David Cole, Cello - John Merchant, Producer, Recording Engineer - Sam Bohl, Assistant Engineer - Femio Hernandez, Assistant Engineer - MICK GUZAUSKI, Mixing Engineer - Bob Ludwig, Mastering Engineer

(P) 2016 Columbia Records, a Division of Sony Music Entertainment

7
Cross to Bear
00:06:00

Barry Gibb, Associated Performer, Composer, Guitar, Lyricist, Main Artist, Producer - Stephen Gibb, Composer, Guitar, Lyricist - Ashley Gibb, Composer, Lyricist - Doug Emery, Keyboards, Other - Lee Levin, Drums, Percussion - Julio Hernandez, Bass - Dan Warner, Guitar - Ben Stivers, Keyboards - RICHARD BRAVO, Percussion - John Merchant, Producer, Recording Engineer - Sam Bohl, Assistant Engineer - Femio Hernandez, Assistant Engineer - MICK GUZAUSKI, Mixing Engineer - Bob Ludwig, Mastering Engineer

(P) 2016 Columbia Records, a Division of Sony Music Entertainment

8
Shadows
00:04:32

Barry Gibb, Associated Performer, Composer, Guitar, Lyricist, Main Artist, Producer - Stephen Gibb, Composer, Guitar, Lyricist - Ashley Gibb, Composer, Lyricist - Doug Emery, Horn, Keyboards, Other, Strings - Lee Levin, Drums, Percussion - Julio Hernandez, Bass - Dan Warner, Guitar - Ben Stivers, Keyboards - RICHARD BRAVO, Percussion - Alfredo Olivia, Violin - Scott Flavin, Violin - Evija Ozolins, Violin - Carol Cole, Violin - Monica Cheveresan, Violin - Huifang Chen, Violin - Tomas Cotik, Violin - Valentin Mansurov, Violin - Mark Schuppener, Violin - Chauncey Patterson, Viola - Scott O'Donnell, Viola - Anthony Parce, Viola - Claudio Jaffe, Cello - David Cole, Cello - Jim Hacker, Trumpet - Doug Michels, Trumpet - John Kricker, Trombone - Ed Calle, Soprano Saxophone, Tenor Saxophone - Ed Maina, Baritone Saxophone - John Merchant, Producer, Recording Engineer - Sam Bohl, Assistant Engineer - Femio Hernandez, Assistant Engineer - MICK GUZAUSKI, Mixing Engineer - Bob Ludwig, Mastering Engineer

(P) 2016 Columbia Records, a Division of Sony Music Entertainment

9
Amy In Colour
00:04:26

Barry Gibb, Associated Performer, Composer, Guitar, Lyricist, Main Artist, Producer - Stephen Gibb, Composer, Guitar, Lyricist - Ashley Gibb, Composer, Lyricist - Doug Emery, Horn, Keyboards, Other - Lee Levin, Drums, Percussion - Julio Hernandez, Bass - Dan Warner, Guitar - Ben Stivers, Keyboards - RICHARD BRAVO, Percussion - Jim Hacker, Trumpet - Doug Michels, Trumpet - John Kricker, Trombone - Ed Calle, Soprano Saxophone, Tenor Saxophone - Ed Maina, Baritone Saxophone - John Merchant, Producer, Recording Engineer - Sam Bohl, Assistant Engineer - Femio Hernandez, Assistant Engineer - MICK GUZAUSKI, Mixing Engineer - Bob Ludwig, Mastering Engineer

(P) 2016 Columbia Records, a Division of Sony Music Entertainment

10
The Long Goodbye
00:02:38

Barry Gibb, Associated Performer, Composer, Guitar, Lyricist, Main Artist, Producer - Stephen Gibb, Composer, Guitar, Lyricist - Ashley Gibb, Composer, Lyricist - Doug Emery, Horn, Keyboards, Other, Strings - Lee Levin, Drums, Percussion - Julio Hernandez, Bass - Dan Warner, Guitar - Ben Stivers, Keyboards - RICHARD BRAVO, Percussion - Alfredo Olivia, Violin - Scott Flavin, Violin - Evija Ozolins, Violin - Carol Cole, Violin - Monica Cheveresan, Violin - Huifang Chen, Violin - Tomas Cotik, Violin - Valentin Mansurov, Violin - Mark Schuppener, Violin - Chauncey Patterson, Viola - Scott O'Donnell, Viola - Anthony Parce, Viola - Claudio Jaffe, Cello - David Cole, Cello - Jim Hacker, Trumpet - Doug Michels, Trumpet - John Kricker, Trombone - Ed Calle, Soprano Saxophone, Tenor Saxophone - Ed Maina, Baritone Saxophone - Eric Kerley, French Horn - John Merchant, Producer, Recording Engineer - Sam Bohl, Assistant Engineer - Femio Hernandez, Assistant Engineer - MICK GUZAUSKI, Mixing Engineer - Bob Ludwig, Mastering Engineer

(P) 2016 Columbia Records, a Division of Sony Music Entertainment

11
Diamonds
00:05:17

Barry Gibb, Associated Performer, Composer, Guitar, Lyricist, Main Artist, Producer - Stephen Gibb, Composer, Guitar, Lyricist - Ashley Gibb, Composer, Lyricist - Doug Emery, Keyboards, Other - Lee Levin, Drums, Percussion - Julio Hernandez, Bass - Dan Warner, Guitar - Ben Stivers, Keyboards - RICHARD BRAVO, Percussion - John Merchant, Producer, Recording Engineer - Sam Bohl, Assistant Engineer - Femio Hernandez, Assistant Engineer - MICK GUZAUSKI, Mixing Engineer - Bob Ludwig, Mastering Engineer

(P) 2016 Columbia Records, a Division of Sony Music Entertainment

12
End of the Rainbow
00:04:09

Barry Gibb, Associated Performer, Composer, Guitar, Lyricist, Main Artist, Producer - Stephen Gibb, Composer, Guitar, Lyricist - Ashley Gibb, Composer, Lyricist - Doug Emery, Keyboards, Other, Strings - Lee Levin, Drums, Percussion - Julio Hernandez, Bass - Dan Warner, Guitar - Ben Stivers, Keyboards - RICHARD BRAVO, Percussion - Alfredo Olivia, Violin - Scott Flavin, Violin - Evija Ozolins, Violin - Carol Cole, Violin - Monica Cheveresan, Violin - Huifang Chen, Violin - Tomas Cotik, Violin - Valentin Mansurov, Violin - Mark Schuppener, Violin - Chauncey Patterson, Viola - Scott O'Donnell, Viola - Anthony Parce, Viola - Claudio Jaffe, Cello - David Cole, Cello - Greg Leisz, Steel Guitar - John Merchant, Producer, Recording Engineer - Sam Bohl, Assistant Engineer - Femio Hernandez, Assistant Engineer - John Paterno, Recording Engineer - MICK GUZAUSKI, Mixing Engineer - Bob Ludwig, Mastering Engineer

(P) 2016 Columbia Records, a Division of Sony Music Entertainment

Albumbeschreibung

Der homogen wabernde Sound des Titeltracks lässt uns nach mehreren Hördurchgängen ernsthaft zweifeln, ob wir uns aktuell wirklich im Jahr 2016 befinden. Pulsiert hier doch so eindeutig im Herzschlag längt vergangener Zeiten. Keinesfalls nostalgisch verklärt, sondern eben so, als wären die 80er Jahre nicht zu Ende gegangen. Als würde Michael Jackson gemeinsam mit den Modern Talking unter der Regie von Barry Gibb Moonwalk tanzen. Was für ein fluffiges Pop-Monster beißt denn hier um sich? Nur bittersüße Textzeilen verwaschen das zunächst so stimmige Aquarell zusehends. "I may be lonely but I'm not alone/ And we don't need conversation/ I'm only happy when I hear you move/ You speak the pleasure within/ In my heart/ In my soul/ In the now!" Da haben wir mit Mühe und Not Nick Caves tiefschwarzes Meisterwerk "Skeleton Tree" verarbeitet, da flattert uns schon die nächste Trauerbewältigung in Album-Form ins Haus. Denn Barry Gibb ist nach dem Tod seines Bruders Robin der letzte verbliebe Bee Gee. "In The Now" ist der Versuch einer Bestandsaufnahme, ein vorsichtiges Herantasten an die neue Situation. "Als Robin 2012 starb, bin ich wirklich abgestürzt. Es war, als ob ich mich in einem schwarzen Tunnel verlaufen hätte. Ich kämpfte mit Depressionen, Lust- und Planlosigkeit. (...) Das ging zwei Jahre so. Dann zwickte es mich doch wieder: Diese unstillbare Sehnsucht, Musik zu machen und auf Bühnen zu stehen, ist ein starkes Gefühl, das man auf Dauer nicht unterdrücken kann. Solokünstler zu sein ist für mich trotzdem etwas ganz Neues", erklärte Gibb seinen gegenwärtigen Status Quo in einem Interview mit der Zeit. Anders als Cave, der seinen noch brodelnden Schmerz direkt kanalisierte, hat sich Gibb Zeit gelassen, reflektiert und nachgedacht. Seine Wunden sind verheilt, aber nicht vergessen. Der der Geist der verlorenen Brüder schwebt stetig über dieser Platte. Der massiv gezeichnete Kontrast innerhalb der Grundkonstallation zwischen dem gibbschen Früh- und Spätwerk könnte kaum größer erscheinen. Einerseits die erfolgreichste Familienband der Welt, bunt poppige Disco-Mucke, glitzernde Schlaghosen, Welthits soweit das Auge reicht. Andererseits das versehrte und alleinstehende Mahnmal. Der verlassene Veteran. Trotzdem klingt "In The Now" keinesfalls ausschließlich nach Abschied und Depression. Denn seine musikalische Grunderziehung will der 70-Jährige Superstar, der auf dem diesjährigen Glastonbury die Bühne mit Coldplay teilte, weder ablegen noch verheimlichen. Anders als Nick Cave oder Johnny Cash erscheint die Rolle des Man in Black neu für Gibb. So ergibt sich eine bemerkenswerte Konstellation, die Genres vermischt. Die Platte offenbart 70er- und 80er-Jahre Pop mit eingebauten Falltüren. Die rissige Oberfläche tönt tanzbar, smooth, glatt, melodisch. Darunter aber schimmert es düster, elegisch und desolat. So ergibt sich eine pulsierende Mischung, deren Durchschlagskraft von einem Künstler in diesem Alter und nach einer so langen Schaffenspause keinesfalls zu erwarten war. "Home Truth Song" etwa überrascht mit gewissen Country-Anleihen, die sich erst im Refrain in glasklaren Pop kristallisieren und in jodelnde Powerpop-Riffs zerfahren. Diese kleinen meist schnell wieder eingefangenen Experimente ziehen sich wie der abgewickelte Faden eines roten Rollkragenpullovers durch das gesamte Album. Später werden wir noch mit Bläser-, Piano- und Streicher-Sequenzen konfrontiert, alles vermengt in einer auf Weltniveau produzierten Scheibe, die ihren Hörern auch kleinste Nuancen nicht vorenthält. Hier zeigt sich greifbar, dass Gibb sich abseits allen Superstartums immer als hart arbeitender Produzent verstand. Dass Barry einer der fähigsten Ohrwurmschreiber der Musikgeschichte ist, steht ohnehin außer Frage. Auf "In The Now" wurde er zudem von seinen Söhnen Ashley und Stephen unterstützt – das ist insofern bemerkenswert, weil Letzterer in seiner langen Karriere als Bassgitarrist bereits bei Bands wie Crowbar und Black Label Society spielte. Kompositionen wie "Grand Illusion" oder "Amy In Colour" wirken ein wenig altbacken und aus der Zeit gefallen, aber eben weil man solche Schinken schon seit Jahren und Jahrzehnten nicht mehr gehört hat, überrascht ihr konkreter Tonfall umso mehr. Da schiebt sich wenig zwischen das Mauerwerk Queen, da materialisiert sich Genesis offensichtlich im Gebälk. Und, selbstredend, der ikonische Falsettgesang, das urtypischste Merkmal der Bee Gees. Gibb schreckt nicht davor zurück, Soundstein über Soundstein zu klatschen und dabei zu ganz großen Gesten auszuholen und sein Innerstes großspurig ins Äußerste zu kehren. In einer Zeit, in der sich Popmusik oftmals durch Beliebigkeit auszeichnet, tut es gut, so einen rückwärts gewandten und in alle Richtungen um sich greifenden Retro-Epos zu hören. Auch wenn man sich, dressiert von gegenwärtigen Hörgewohnheiten, durchaus ein wenig schwer tut, sich durch die gesamten 15 Songs am Stück zu kämpfen. Speziell Balladen-Kitsch wie "The End Of The Rainbow" und "Daddys Little Girl" rutschen leider fast in Schlagergefilde ab und trüben den ansonsten rundum positiven Gesamteindruck. Mit "In The Now" veröffentlicht Barry Gibb ein wirklich bemerkenswertes Spätwerk. Der hier dargebotene Orchester-Pop besitzt 2016 absoluten Exotenstatus und schleicht sich so locker leicht in die Gehörgänge, dass man von Zeit zu Zeit zusammenzuckt, wenn man feststellt, wie tief man sich bereits in den weich federnden Songnetzen verstrickt hat. Auch der tragische Kontext, der immer wieder in den Texten durchscheint, trägt seinen Teil zur Gravitas dieser LP bei. Gibb jedenfalls hat seiner ohnehin schon schillernden Karriere mit diesem späten Ausrufezeichen eine finalen Grauton verpasst - das muss man auch als Bee Gees Hater lückenlos anerkennen.
© Laut

Informationen zu dem Album

Verbessern Sie diese Seite

Qobuz logo Warum Musik bei Qobuz kaufen?

Aktuelle Sonderangebote...

Debussy – Rameau

Víkingur Ólafsson

Debussy – Rameau Víkingur Ólafsson

The Köln Concert (Live at the Opera, Köln, 1975)

Keith Jarrett

Philip Glass: Piano Works

Víkingur Ólafsson

Philip Glass: Piano Works Víkingur Ólafsson

Prokofiev: Piano Concerto No.3 / Ravel: Piano Concerto In G Major

Martha Argerich

Mehr auf Qobuz
Von Barry Gibb

Greenfields: The Gibb Brothers Songbook Vol. 1

Barry Gibb

The Bee Gee's Sing & Play 14 Barry Gibb Songs

Barry Gibb

Greenfields: The Gibb Brothers' Songbook

Barry Gibb

Star Crossed Lovers

Barry Gibb

Star Crossed Lovers Barry Gibb

In the Now

Barry Gibb

In the Now Barry Gibb
Das könnte Ihnen auch gefallen...

Chemtrails Over The Country Club

Lana Del Rey

Pick Me Up Off The Floor

Norah Jones

Crime Of The Century [2014 - HD Remaster]

Supertramp

Meryem

Meryem Aboulouafa

Meryem Meryem Aboulouafa

Album No. 8

Katie Melua

Album No. 8 Katie Melua
Panorama-Artikel...
Weihnachten in 15 Alben

Sie haben keinen besonders guten Ruf. Oft werden sie unter Musikkritikern verpönt und doch werden sie von aller Welt gehört. Diese besondere Spezies der Weihnachtsalben sprießt jedes Jahr von den bekanntesten und renommiertesten Künstlern aus dem Boden. Die ersten Pop-Weihnachtstlieder, die keinen kirchlichen Bezug mehr aufwiesen, entstanden um 1934 aus Kinderliedern, wie etwa Santa Claus Is Coming to Town von Fred Coots und Haven Gillespie, das 1935 von Tommy Dorsey und seinem Orchester aufgezeichnet wurde. Mit den Croonern kamen die ersten LPs auf, die eine Sammlung an mehreren Songs für die Festtage vereinten. Hier ist eine Auswahl an Alben, die wir mit größter Sorgfalt für Sie auserlesen haben und die Ihnen die Weihnachtszeit in diesem Jahr ganz besonders schön machen soll...

Metallica, der Weg zum Mainstream

Mit 125 Millionen verkauften Alben weltweit, darunter ca. 30 Millionen Exemplare des "Black Album", ist Metallica eines der überraschendsten Phänomene der Popmusik in den letzten 50 Jahren. Wie hat es eine Metal-Band mit ihren komplizierten Songs geschafft, sich auf die Höhe von Madonna oder Michael Jackson hinaufzuschwingen? Durch Intuition und Entschlossenheit. Ein Blick zurück auf die Anfänge der wichtigsten Metal-Band der Geschichte.

10 Songs mit Norah Jones

Auch wenn ihre Alben beim Label Blue Note erscheinen, war Norah Jones nie eine reine Jazzkünstlerin. Seit Anfang der 2000er Jahre hat die amerikanische Sängerin und Pianistin immer alles getan, um stilistische Grenzen zugunsten ihrer eigenen staatenlosen Musik zu verwischen oder gar zu beseitigen, die sie gerne mit anderen Musikern unterschiedlicher Herkunft teilt. Eine kurze Rundfahrt durch ihre Welt in 10 Songs.

Aktuelles...