Qobuz Store wallpaper
Kategorie:
Warenkorb 0

Ihr Warenkorb ist leer

Quatuor Ébène|Eternal Stories

Eternal Stories

Quatuor Ébène

Digitales Booklet

Verfügbar in
logo Hi-Res
24-Bit 44.1 kHz - Stereo

Musik-Streaming

Hören Sie dieses Album mit unseren Apps in hoher Audio-Qualität

Testen Sie Qobuz kostenlos und hören Sie sich das Album an

Hören Sie dieses Album im Rahmen Ihres Streaming-Abonnements mit den Qobuz-Apps

Abonnement abschließen

Hören Sie dieses Album im Rahmen Ihres Streaming-Abonnements mit den Qobuz-Apps

Download

Kaufen Sie dieses Album und laden Sie es in verschiedenen Formaten herunter, je nach Ihren Bedürfnissen.

Ein alter Regisseur reist durch China und hat noch einen Wunsch, den Wind zu filmen. Wenige Monate vor seinem Tod dreht Joris Ivens 1988 „Une Histoire du Vent“. Für den Soundtrack und diese unmögliche Idee gab es keinen Besseren als Michel Portal. Im Opener „City Birds“ aus seinem neuen Album „Eternal Stories“ manövriert seine Bassklarinette wie ein dunkler Riesenvogel durch städtische Labyrinthe. „Le souffle“ (der Atem) ist ein Wort, das im Gespräch immer wiederkehrt, während wir vor seinem Konzert in einer Kapelle im südfranzösischen Arles sitzen. Eben haben ihn die Veranstalter noch damit gequält, vor kleinen Kindern Fragen über Musik zu beantworten. „Ich weiß nicht, warum ich sowas mache.“ Dann erzählt Portal von Strawinskys „Drei Stücke für Solo-Klarinette“ – gerade mal wieder gespielt, aber jetzt endlich sei er zufrieden damit. Der ewige Selbstzweifler explodiert vor Lachen, als ich ihm den Satz von Sonny Rollins zitiere: Studioaufnahmen seien für ihn „eine traumatische Erfahrung“. „Mais oui!“ Deshalb nur die wenigen Platten in all den Jahren, jedes Mal ein neuer Anlauf, die reinste Sisyphos-Arbeit. Wie ein großer Schauspieler braucht er die Bühne und das Publikum. „So müde ich vorher gewesen sein mag – danach fühle ich mich wie nach einer Tonne Aspirin.“ Was auf ihn eindringt, was immer auf ihn eingedrungen ist, verwandelt er in Musik. Doch jetzt ist er über seinen Schatten gesprungen. Mit den vier jungen Musikern vom Quatuor Ébène, einem phänomenalen Streichquartett, kam der coup de foudre. „Vier abgehärtete Youngster und ein jugendlicher Veteran“ schwärmt „Le Monde“. Endlich mal kein von Marketing-Experten kalkulierter Crossover. Die Klischees vom „Brückenbauer“, „Wanderer zwischen den Welten“ und „musikalischen Geschichtenerzähler“ – all diese Bilder waren Portal stets fremd, mutig wechselte er immer von einer Sprache in die andere. Der Mann mit den Klarinetten ist einer der ganz wenigen, die sowohl im Jazz und der Klassik als auch in der Neuen Musik parallel reüssiert haben, zwischen Mozart und Charlie Parker, Barbara und Mauricio Kagel. Mit der Sängerin Barbara verband ihn ein besonderes Verhältnis. „Wir waren beide fast identisch, beunruhigt und unentschlossen.“ In das Chanson „Pierre“ injizierte Portal ihr den Geist des Jazz. Und da sein Blick immer nach vorne gerichtet war, sind auch diese neuen „Eternal Stories“ kein Versuch einer Mélange aus Klassik und Jazz, sondern vermutlich seine beste Platte seit „Turbulence“ (1987). Die Portals kamen als spanische Basken im Bürgerkrieg über die Pyrenäen. Als Kind in Bayonne sucht Michel schon immer die Nähe zu Musikern. Sein Vater hat eine Druckerei und dann ein Café. Michel, ein scheuer, in sich gekehrter Junge, der die Schule hasst, fühlt sich wie in einer kulturellen Wüste, und diesen „Horror vor der Provinz“ wird er nie mehr los. „Elucubration“ aus der neuen CD meint etwas hart Errungenes, das unendlich leicht daherkommt. Nach langer Suche wählt Michel für sich die Klarinette, doch er hat nie Ziele. Seine ewige Unruhe im Blick ist lebenslang geblieben. „Ravel, Bird und Stan Getz holten mich aus meiner Melancholie.“ 1959 gewinnt er den Ersten Preis am Konservatorium in Paris, 1965 ist er am epochalen Album „Free Jazz“ beteiligt, vier Jahre später formiert er „New Phonic Art“ mit Vinko Globokar. Auch Boulez und Stockhausen holen ihn. Erst mit 36 Jahren stellt er 1971 die „Michel Portal Unit“ in oft wechselnder Besetzung zusammen. „Ich durchquerte all diese Welten und stellte mir nie viele Fragen.“ Sein Leben war immer ein Chaos, nicht mal ein Tisch steht in der großen Wohnung im 6. Arrondissement in Paris, dafür aber 20 Koffer. Fliehen, aber wohin? Im Mai ́68 öffnen sich alle Schleusen, auch im Jazz, das Antrainierte gilt nicht mehr. „Der Respekt für Ellington und die anderen war immer da, aber jetzt wollten wir mal was Neues machen.“ Manche erholen sich nie wieder von diesem Schock, viele zieht es zum ersten Mal überhaupt zur freien Improvisation. Für einen kurzen Moment hören auch die Komponisten hin. „Ich habe größten Respekt für den Typen, der bis ins kleinste Detail notiert hat, wie man die Musik spielen soll.“ Für die CD „Eternal Stories“ hat er einige alte und neue Stücke subtil (re-)arrangiert, und sie klingen besser denn je. Zum Beispiel „Judy Garland“ aus der Zeit, als er oft nach Minneapolis reiste, um mit Musikern der Clique um Prince zu experimentieren. Oder „Solitudes“, das Ellington gewidmet ist. Der Bassist Miroslav Vitous schreibt ihm: „Michel, your problem is that you’re greater than you think.“ Nun müssten Sie noch hören, wie Portal lacht. Aber jetzt lassen Sie sich hineinziehen in seine „ewigen Geschichten“.
© Lippegaus, Karl / www.fonoforum.de

Weitere Informationen

Eternal Stories

Quatuor Ébène

launch qobuz app Ich habe die Qobuz Desktop-Anwendung für Windows / MacOS bereits heruntergeladen Öffnen

download qobuz app Ich habe die Qobuz Desktop-Anwendung für Windows / MacOS noch nicht heruntergeladen Downloaden Sie die Qobuz App

Sie hören derzeit Ausschnitte der Musik.

Hören Sie mehr als 70 Millionen Titel mit unseren Streaming-Abonnements

Hören Sie dieses Album und mehr als 70 Millionen weitere Titel im Rahmen Ihres Streaming-Abonnements mit unseren Apps.

1
City Birds
00:07:54

Michel Portal, Clarinet, FeaturedArtist - Xavier Tribolet, Keyboards, FeaturedArtist - Richard Héry, Drums, FeaturedArtist - Quatuor Ébène, String Quartet, MainArtist - Pierre Colombet, Composer

2017 Parlophone Records Limited, a Warner Music Group Company 2017 Parlophone Records Limited, a Warner Music Group Company

2
L'Abandonite
00:07:38

Michel Portal, Composer, Clarinet, FeaturedArtist - Xavier Tribolet, Keyboards, FeaturedArtist - Richard Héry, Drums, FeaturedArtist - Quatuor Ébène, String Quartet, MainArtist

2017 Parlophone Records Limited, a Warner Music Group Company 2017 Parlophone Records Limited, a Warner Music Group Company

3
Judy Garland
00:04:22

Michel Portal, Composer, Clarinet, FeaturedArtist - Xavier Tribolet, Keyboards, FeaturedArtist - Richard Héry, Drums, FeaturedArtist - Quatuor Ébène, String Quartet, MainArtist

2017 Parlophone Records Limited, a Warner Music Group Company 2017 Parlophone Records Limited, a Warner Music Group Company

4
Élucubration
00:04:19

Michel Portal, Clarinet, FeaturedArtist - Xavier Tribolet, Composer, Keyboards, FeaturedArtist - Richard Héry, Drums, FeaturedArtist - Quatuor Ébène, String Quartet, MainArtist

2017 Parlophone Records Limited, a Warner Music Group Company 2017 Parlophone Records Limited, a Warner Music Group Company

5
Eternal Story
00:06:21

Michel Portal, Composer, Clarinet, FeaturedArtist - Xavier Tribolet, Keyboards, FeaturedArtist - Richard Héry, Drums, FeaturedArtist - Quatuor Ébène, String Quartet, MainArtist

2017 Parlophone Records Limited, a Warner Music Group Company 2017 Parlophone Records Limited, a Warner Music Group Company

6
5 Tango Sensations: I. Asleep
00:04:48

Astor Piazzolla, Composer - Michel Portal, Bandoneon, FeaturedArtist - Quatuor Ébène, String Quartet, MainArtist

2017 Parlophone Records Limited, a Warner Music Group Company 2017 Parlophone Records Limited, a Warner Music Group Company

7
5 Tango Sensations: II. Loving
00:05:23

Astor Piazzolla, Composer - Michel Portal, Bandoneon, FeaturedArtist - Quatuor Ébène, String Quartet, MainArtist

2017 Parlophone Records Limited, a Warner Music Group Company 2017 Parlophone Records Limited, a Warner Music Group Company

8
5 Tango Sensations: III. Anxiety
00:05:22

Astor Piazzolla, Composer - Michel Portal, Bandoneon, FeaturedArtist - Quatuor Ébène, String Quartet, MainArtist

2017 Parlophone Records Limited, a Warner Music Group Company 2017 Parlophone Records Limited, a Warner Music Group Company

9
Plus l'Temps
00:03:12

Michel Portal, Clarinet, FeaturedArtist - Xavier Tribolet, Keyboards, FeaturedArtist - Richard Héry, Drums, FeaturedArtist - Quatuor Ébène, String Quartet, MainArtist - Gabriel Le Magadure, Composer

2017 Parlophone Records Limited, a Warner Music Group Company 2017 Parlophone Records Limited, a Warner Music Group Company

10
Solitudes
00:05:15

Michel Portal, Composer, Clarinet, FeaturedArtist - Xavier Tribolet, Keyboards, FeaturedArtist - Richard Héry, Drums, FeaturedArtist - Quatuor Ébène, String Quartet, MainArtist

2017 Parlophone Records Limited, a Warner Music Group Company 2017 Parlophone Records Limited, a Warner Music Group Company

11
Le Corbillon
00:05:26

Michel Portal, Bandoneon, FeaturedArtist - Xavier Tribolet, Keyboards, FeaturedArtist - Richard Héry, Drums, FeaturedArtist - Quatuor Ébène, String Quartet, MainArtist - Raphaël Merlin, Composer

2017 Parlophone Records Limited, a Warner Music Group Company 2017 Parlophone Records Limited, a Warner Music Group Company

12
It Was Nice Living Here
00:08:48

Xavier Tribolet, Keyboards, FeaturedArtist - Richard Héry, Drums, FeaturedArtist - Quatuor Ébène, String Quartet, MainArtist - Adrien Boisseau, Composer

2017 Parlophone Records Limited, a Warner Music Group Company 2017 Parlophone Records Limited, a Warner Music Group Company

Albumbeschreibung

Ein alter Regisseur reist durch China und hat noch einen Wunsch, den Wind zu filmen. Wenige Monate vor seinem Tod dreht Joris Ivens 1988 „Une Histoire du Vent“. Für den Soundtrack und diese unmögliche Idee gab es keinen Besseren als Michel Portal. Im Opener „City Birds“ aus seinem neuen Album „Eternal Stories“ manövriert seine Bassklarinette wie ein dunkler Riesenvogel durch städtische Labyrinthe. „Le souffle“ (der Atem) ist ein Wort, das im Gespräch immer wiederkehrt, während wir vor seinem Konzert in einer Kapelle im südfranzösischen Arles sitzen. Eben haben ihn die Veranstalter noch damit gequält, vor kleinen Kindern Fragen über Musik zu beantworten. „Ich weiß nicht, warum ich sowas mache.“ Dann erzählt Portal von Strawinskys „Drei Stücke für Solo-Klarinette“ – gerade mal wieder gespielt, aber jetzt endlich sei er zufrieden damit. Der ewige Selbstzweifler explodiert vor Lachen, als ich ihm den Satz von Sonny Rollins zitiere: Studioaufnahmen seien für ihn „eine traumatische Erfahrung“. „Mais oui!“ Deshalb nur die wenigen Platten in all den Jahren, jedes Mal ein neuer Anlauf, die reinste Sisyphos-Arbeit. Wie ein großer Schauspieler braucht er die Bühne und das Publikum. „So müde ich vorher gewesen sein mag – danach fühle ich mich wie nach einer Tonne Aspirin.“ Was auf ihn eindringt, was immer auf ihn eingedrungen ist, verwandelt er in Musik. Doch jetzt ist er über seinen Schatten gesprungen. Mit den vier jungen Musikern vom Quatuor Ébène, einem phänomenalen Streichquartett, kam der coup de foudre. „Vier abgehärtete Youngster und ein jugendlicher Veteran“ schwärmt „Le Monde“. Endlich mal kein von Marketing-Experten kalkulierter Crossover. Die Klischees vom „Brückenbauer“, „Wanderer zwischen den Welten“ und „musikalischen Geschichtenerzähler“ – all diese Bilder waren Portal stets fremd, mutig wechselte er immer von einer Sprache in die andere. Der Mann mit den Klarinetten ist einer der ganz wenigen, die sowohl im Jazz und der Klassik als auch in der Neuen Musik parallel reüssiert haben, zwischen Mozart und Charlie Parker, Barbara und Mauricio Kagel. Mit der Sängerin Barbara verband ihn ein besonderes Verhältnis. „Wir waren beide fast identisch, beunruhigt und unentschlossen.“ In das Chanson „Pierre“ injizierte Portal ihr den Geist des Jazz. Und da sein Blick immer nach vorne gerichtet war, sind auch diese neuen „Eternal Stories“ kein Versuch einer Mélange aus Klassik und Jazz, sondern vermutlich seine beste Platte seit „Turbulence“ (1987). Die Portals kamen als spanische Basken im Bürgerkrieg über die Pyrenäen. Als Kind in Bayonne sucht Michel schon immer die Nähe zu Musikern. Sein Vater hat eine Druckerei und dann ein Café. Michel, ein scheuer, in sich gekehrter Junge, der die Schule hasst, fühlt sich wie in einer kulturellen Wüste, und diesen „Horror vor der Provinz“ wird er nie mehr los. „Elucubration“ aus der neuen CD meint etwas hart Errungenes, das unendlich leicht daherkommt. Nach langer Suche wählt Michel für sich die Klarinette, doch er hat nie Ziele. Seine ewige Unruhe im Blick ist lebenslang geblieben. „Ravel, Bird und Stan Getz holten mich aus meiner Melancholie.“ 1959 gewinnt er den Ersten Preis am Konservatorium in Paris, 1965 ist er am epochalen Album „Free Jazz“ beteiligt, vier Jahre später formiert er „New Phonic Art“ mit Vinko Globokar. Auch Boulez und Stockhausen holen ihn. Erst mit 36 Jahren stellt er 1971 die „Michel Portal Unit“ in oft wechselnder Besetzung zusammen. „Ich durchquerte all diese Welten und stellte mir nie viele Fragen.“ Sein Leben war immer ein Chaos, nicht mal ein Tisch steht in der großen Wohnung im 6. Arrondissement in Paris, dafür aber 20 Koffer. Fliehen, aber wohin? Im Mai ́68 öffnen sich alle Schleusen, auch im Jazz, das Antrainierte gilt nicht mehr. „Der Respekt für Ellington und die anderen war immer da, aber jetzt wollten wir mal was Neues machen.“ Manche erholen sich nie wieder von diesem Schock, viele zieht es zum ersten Mal überhaupt zur freien Improvisation. Für einen kurzen Moment hören auch die Komponisten hin. „Ich habe größten Respekt für den Typen, der bis ins kleinste Detail notiert hat, wie man die Musik spielen soll.“ Für die CD „Eternal Stories“ hat er einige alte und neue Stücke subtil (re-)arrangiert, und sie klingen besser denn je. Zum Beispiel „Judy Garland“ aus der Zeit, als er oft nach Minneapolis reiste, um mit Musikern der Clique um Prince zu experimentieren. Oder „Solitudes“, das Ellington gewidmet ist. Der Bassist Miroslav Vitous schreibt ihm: „Michel, your problem is that you’re greater than you think.“ Nun müssten Sie noch hören, wie Portal lacht. Aber jetzt lassen Sie sich hineinziehen in seine „ewigen Geschichten“.
© Lippegaus, Karl / www.fonoforum.de

Informationen zu dem Album

Auszeichnungen:

Verbessern Sie diese Seite

Qobuz logo Warum Musik bei Qobuz kaufen?

Aktuelle Sonderangebote...

Philip Glass: Piano Works

Víkingur Ólafsson

Philip Glass: Piano Works Víkingur Ólafsson

Beethoven : 9 Symphonies (1963)

Herbert von Karajan

Beethoven : 9 Symphonies (1963) Herbert von Karajan

Prokofiev: Piano Concerto No.3 / Ravel: Piano Concerto In G Major

Martha Argerich

Nevermind

Nirvana

Nevermind Nirvana
Mehr auf Qobuz
Von Quatuor Ébène

'Round Midnight

Quatuor Ébène

'Round Midnight Quatuor Ébène

Beethoven Around the World: The Complete String Quartets

Quatuor Ébène

Schubert : String Quintet - Lieder

Quatuor Ébène

Quatuors à cordes

Quatuor Ébène

Quatuors à cordes Quatuor Ébène

Brazil (Édition Studio Masters)

Quatuor Ébène

Playlists

Das könnte Ihnen auch gefallen...

Old Friends New Friends

Nils Frahm

Schubert: Winterreise

Mark Padmore

Schubert: Winterreise Mark Padmore

Souvenirs d'Italie

Maurice Steger

Souvenirs d'Italie Maurice Steger

BACH: The Art of Life

Daniil Trifonov

BACH: The Art of Life Daniil Trifonov

Exiles

Max Richter

Exiles Max Richter
Panorama-Artikel...
„Jauchzet, frohlocket!“ - Bachs Weihnachtsoratorium

Alle Jahre wieder… Die Beliebtheit von J.S. Bachs Weihnachtsoratorium (BVW 248) in der Vorweihnachtszeit ist unumstritten. Kein anderes geistliches Werk hat eine derartige Popularität und Reichweite erlangt, sowohl in seiner Aufführungspraxis als auch was Tonträgernaufnahmen angeht. Doch was genau ist es, dass das festliche Werk so magisch und einzigartig macht, sodass es noch fast 300 Jahre nach seiner Entstehung weltweit unzählige Male in der Adventszeit erklingt? Wir gehen dieser Frage auf die Spur...

Nils Frahm, ein untypischer Pianist

Das Talent von Nils Frahm wird seit zehn Jahren von Kritikern klassischer Musik sowie von Liebhabern elektronischer Experimente gleichermaßen hoch gelobt. Ob er auf einer Kirchenorgel oder auf einem mit Effektpedalen ausgestatteten Synthesizer spielt, der deutsche Pianist blickt immer nach vorn und das macht ihn anscheinend so überzeugend. Zum heutigen Piano Day, den er ins Leben gerufen hat, um dem Klavier und seinen Meistern Ehre zu gebühren, drehen wir eine Runde durch seine Diskographie.

Bernard Haitink, der Prophet im eigenen Land

Der berühmte holländische Dirigent, der vor Kurzem im ehrwürdigen Alter von 92 Jahren gestorben ist, straft das Sprichwort vom Propheten, der im eigenen Land nichts gilt, Lügen. Bernard Haitink war seit seiner Jugend sowohl in Kollegenkreisen als auch in seinem eigenen Land anerkannt und verfolgte den größten Teil seiner immensen Karriere in den Niederlanden, wo er zunächst das Niederländische Rundfunkorchester und dann 27 Jahre lang das renommierte Concertgebouw-Orchester in Amsterdam leitete, mit dem er für PHILIPS, DECCA und EMI CLASSICS zahlreiche legendäre Aufnahmen realisierte: mehr als 450 Einspielungen einer Vielzahl von Komponisten, unter denen Bruckner und Mahler einen wichtigen Platz einnehmen.

Aktuelles...