Qobuz Store wallpaper
Kategorie:
Warenkorb 0

Ihr Warenkorb ist leer

Pumarosa|Devastation

Devastation

Pumarosa

Verfügbar in
logo Hi-Res
24-Bit 44.1 kHz - Stereo

Musik-Streaming

Hören Sie dieses Album mit unseren Apps in hoher Audio-Qualität

Testen Sie Qobuz kostenlos und hören Sie sich das Album an

Hören Sie dieses Album im Rahmen Ihres Streaming-Abonnements mit den Qobuz-Apps

Abonnement abschließen

Hören Sie dieses Album im Rahmen Ihres Streaming-Abonnements mit den Qobuz-Apps

Download

Kaufen Sie dieses Album und laden Sie es in verschiedenen Formaten herunter, je nach Ihren Bedürfnissen.

Die Band Pumarosa pirscht sich auf "Devastation" unmerklich und schnell an. Sie beißt dann mit perkussivem Electropop, destruktivem Industrial-Tönen, wirbelndem Drum'n'Bass und mit kantigen Texten beherzt zu. Eine Schlüsselzeile des Albums lautet "I choose to lose control" im Song "Lose Control". Doch das ist Tarnung. So wie ein Puma seinem Opfer mit einem Sprung und einem Biss das Genick bricht, so zielstrebig zerbrechen Pumarosa die verbreitete blubbernde Lieblichkeit, Banalität und Harmlosigkeit von Electropop unserer Tage. Obwohl die Band sich das "Typische" im letzten Track ironischerweise auch noch gönnt, bevor sie den Song nach drei Minuten mit einer plötzlichen Kehrtwende zu Fanfarenlärm und hyperschnellen Breakbeats bis zur Ekstase hochjazzt. Hier erklingt eine Reinkarnation von Garbage mit der Traurigkeit von PJ Harvey und einer Stimme zwischen 'wütend', 'resigniert', 'kindlich' und Beth Gibbons. On top boxen sich Big Beats à la Fatboy Slim ihre Bahn frei. Die englische Band bettet den kruden, stimmigen Mix in Rückkopplungen und Electro-Kakophonie ein. Sängerin Isabel Munoz-Newsome bringt diese Kreation auf authentische Art mit ihrem autobiographisch erlebten Leiden zum Glühen. Die Intensität steht dem Durchdringenden bei Skunk Anansie und den Vokal-Verrenkungen einer Skin in nichts nach. Um Pumarosas Sängerin dreht sich auf der ganzen Platte alles. In "Heaven" verliert sie sich völlig, lässt ihrem unbedingten Willen zur Selbstmitteilung freien Lauf. Einem pulsierenden, reduzierten Intro, folgt die Skizze einer Enttäuschung: "Wir geben auf / einfach um wegzugehen / (...) bleiben einen weiteren Tag / wenn das Liebe ist, Baby / können wir nicht spielen? spielen? / Oh, weck mich an einem anderen Tag auf / einem helleren Tag! / Ich stieg in den Himmel auf / ganz alleine / Ich habe die Last getragen / denn ich war stark / Jetzt sagst du / 'Besser bist du für dich allein.' / Ich lass es vorbei sein. / Oh, Mann, wirst du nicht bleiben? / Wirst du nicht bleiben? / Die Zeit tickt." Frontfrau Isabel erlebte unmittelbar vor der Arbeit an diesem Album ganz existentiell, dass ihr Leben ganz schnell vorbei sein könnte. Und: Wie es sich anfühlt, in der Krise, einer schweren Krankheit, mit sich alleine zu sein. Dem säuselnden Dream Pop-Arrangement mit harten Tastentönen im Stile von Talk Talk setzen Pumarosa gesteigertes Tempo in der Percussion und wachsende Lautstärke zum Ende des Tracks hin entgegen. Bloß keine simplen Tracks machen, lautet wohl die Devise. Parts des Songs klingen wie in einem Jan Hammer-Instrumental ("Miami Vice") und könnte man sich zu einem Polizeieinsatz in einem Krimi vorstellen. Vor lauter berstender Spannung greift die 'Schublade' "Dream Pop" zu kurz. Denn die Synthie-Beats verstören streckenweise auch. Sie rütteln auf. Sie docken an Post-Wave an. Drängend, atemlos klingt "Virtue", sowohl im Gesang als auch in den unablässigen Loops. Gerade weil sich sehr plötzliche Wechsel zwischen Knallhart und Verträumt ereignen, wirkt das Album äußerst dicht und intensiv. Mit "Into The Woods" bettet sich die Band zwischen Trip Hop, Gothic und Drum'n'Bass ein. Die Londoner Combo findet zwischen metalligen Riffs, dröhnend übersteuertem Verstärker, Air-artigen, sphärischen Melodiebögen und explosivem Zersägen aller Akkordstrukturen einen super Mittelweg. Kein Wunder, da der Bassist von Tool, Justin Chancellor, Hand anlegt und die LP in Vertretung durchspielt; Pumarosa haben gerade keinen eigenen Bassisten. Offbeat oder 4/4-Rock mit stolpernden Sechzehnteln? Da legen sich Pumarosa nicht fest und ändern von Takt zu Takt den rhythmischen Rahmen und die Betonungen. Das Quintett ballert scharfkantig bretternde Schmerz-Akkorde hinaus und kurbelt eine Drehung der Musik um sich selbst an, im Stile von The Prodigy und Propellerheads. Das Hin und Her lässt diese Musik atmen. Sie überrascht. In "I Am Lost" kommt als weiteres Highlight dann klassischeres Alternative-Songwritertum zum Vorschein, gedehnt auf eine achtminütige Seems-to-be-endless-Strecke: mit Kurven, retardierenden Momenten, quietschendem Art-Noise und Beschleunigung. Versunken introspektiv und zugleich reibungsfreudig, eignet sich das Stück bestens für Björk-, Bowie- und Amanda Palmer-Fans. Von TV On The Radio über Kate Bushs Mini-Dramen bis zu Pere Ubus punkigen Stil-Clashes und weiter bis zu A-has nordisch-kristallkalter Sound-Klarheit lassen sich die unterschiedlichsten Querverweise in mehrere Dekaden hinein entdecken. 90er-Nostalgiker werden an der geheimnisvollen "Devastation" ("Verwüstung") ihren besonderen Spaß haben, und das mit jedem Hören ein Stück mehr.
© Laut

Weitere Informationen

Devastation

Pumarosa

launch qobuz app Ich habe die Qobuz Desktop-Anwendung für Windows / MacOS bereits heruntergeladen Öffnen

download qobuz app Ich habe die Qobuz Desktop-Anwendung für Windows / MacOS noch nicht heruntergeladen Downloaden Sie die Qobuz App

Sie hören derzeit Ausschnitte der Musik.

Hören Sie mehr als 70 Millionen Titel mit unseren Streaming-Abonnements

Hören Sie dieses Album und mehr als 70 Millionen weitere Titel im Rahmen Ihres Streaming-Abonnements mit unseren Apps.

1
Fall Apart
00:04:21

Sean Cook, Asst. Recording Engineer, StudioPersonnel - Greg Calibi, Mastering Engineer, StudioPersonnel - Justin Chancellor, Bass Guitar, AssociatedPerformer - John Congleton, Producer, Mixer, Engineer, StudioPersonnel - Pumarosa, MainArtist - Isabel Munoz-Newsome, Piano, Vocals, AssociatedPerformer, ComposerLyricist - James Neville, Guitar, AssociatedPerformer, ComposerLyricist - John Tomoya Forster, Saxophone, Drum Programmer, Synthesizer, AssociatedPerformer, ComposerLyricist - Nicholas Owen, Drums, Percussion, AssociatedPerformer, ComposerLyricist

℗ 2019 Universal Music Operations Limited

2
I See You
00:03:57

Sean Cook, Asst. Recording Engineer, StudioPersonnel - Greg Calibi, Mastering Engineer, StudioPersonnel - Justin Chancellor, Bass Guitar, AssociatedPerformer - John Congleton, Producer, Mixer, Engineer, StudioPersonnel - Pumarosa, MainArtist - Isabel Munoz-Newsome, Piano, Vocals, AssociatedPerformer, ComposerLyricist - James Neville, Guitar, AssociatedPerformer, ComposerLyricist - John Tomoya Forster, Saxophone, Drum Programmer, Synthesizer, AssociatedPerformer, ComposerLyricist - Nicholas Owen, Drums, Percussion, AssociatedPerformer, ComposerLyricist

℗ 2019 Universal Music Operations Limited

3
Lose Control
00:05:34

Sean Cook, Asst. Recording Engineer, StudioPersonnel - Greg Calibi, Mastering Engineer, StudioPersonnel - John Congleton, Producer, Mixer, Engineer, StudioPersonnel - Pumarosa, MainArtist - Isabel Munoz-Newsome, Guitar, Vocals, AssociatedPerformer, ComposerLyricist - James Neville, Guitar, AssociatedPerformer, ComposerLyricist - John Tomoya Forster, Saxophone, Synthesizer, AssociatedPerformer, ComposerLyricist - Nicholas Owen, Drums, AssociatedPerformer, ComposerLyricist

℗ 2019 Universal Music Operations Limited

4
I Can Change
00:04:09

Sean Cook, Asst. Recording Engineer, StudioPersonnel - Greg Calibi, Mastering Engineer, StudioPersonnel - Justin Chancellor, Guitar, AssociatedPerformer - John Congleton, Producer, Mixer, Engineer, StudioPersonnel - Pumarosa, MainArtist - Isabel Munoz-Newsome, Guitar, Vocals, AssociatedPerformer, ComposerLyricist - James Neville, Guitar, AssociatedPerformer, ComposerLyricist - John Tomoya Forster, Saxophone, Synthesizer, AssociatedPerformer, ComposerLyricist - Nicholas Owen, Drums, AssociatedPerformer, ComposerLyricist

℗ 2019 Universal Music Operations Limited

5
Factory
00:03:42

Sean Cook, Asst. Recording Engineer, StudioPersonnel - Greg Calibi, Mastering Engineer, StudioPersonnel - John Congleton, Producer, Mixer, Engineer, Bass Guitar, Programmer, AssociatedPerformer, StudioPersonnel - Pumarosa, MainArtist - Isabel Munoz-Newsome, Guitar, Vocals, AssociatedPerformer, ComposerLyricist - James Neville, Guitar, AssociatedPerformer, ComposerLyricist - John Tomoya Forster, Saxophone, Synthesizer, AssociatedPerformer, ComposerLyricist - Nicholas Owen, Drums, AssociatedPerformer, ComposerLyricist

℗ 2019 Universal Music Operations Limited

6
Adam's Song
00:03:22

Sean Cook, Asst. Recording Engineer, StudioPersonnel - Greg Calibi, Mastering Engineer, StudioPersonnel - John Congleton, Producer, Mixer, Engineer, StudioPersonnel - Pumarosa, MainArtist - Isabel Munoz-Newsome, Guitar, Vocals, AssociatedPerformer, ComposerLyricist - James Neville, Guitar, AssociatedPerformer, ComposerLyricist - John Tomoya Forster, Programmer, Saxophone, Synthesizer, AssociatedPerformer, ComposerLyricist - Nicholas Owen, Drums, AssociatedPerformer, ComposerLyricist

℗ 2019 Universal Music Operations Limited

7
Heaven
00:04:48

Sean Cook, Asst. Recording Engineer, StudioPersonnel - Greg Calibi, Mastering Engineer, StudioPersonnel - John Congleton, Producer, Mixer, Engineer, StudioPersonnel - Pumarosa, MainArtist - Isabel Munoz-Newsome, Guitar, Vocals, AssociatedPerformer, ComposerLyricist - James Neville, Guitar, AssociatedPerformer, ComposerLyricist - John Tomoya Forster, Programmer, Saxophone, Synthesizer, AssociatedPerformer, ComposerLyricist - Nicholas Owen, Drums, AssociatedPerformer, ComposerLyricist

℗ 2019 Universal Music Operations Limited

8
Virtue
00:03:24

Sean Cook, Asst. Recording Engineer, StudioPersonnel - Greg Calibi, Mastering Engineer, StudioPersonnel - John Congleton, Producer, Mixer, Engineer, StudioPersonnel - Pumarosa, MainArtist - Isabel Munoz-Newsome, Guitar, Vocals, AssociatedPerformer, ComposerLyricist - James Neville, Guitar, AssociatedPerformer, ComposerLyricist - John Tomoya Forster, Programmer, Saxophone, Synthesizer, AssociatedPerformer, ComposerLyricist - Nicholas Owen, Drums, AssociatedPerformer, ComposerLyricist

℗ 2019 Universal Music Operations Limited

9
Into The Woods
00:05:19

Sean Cook, Asst. Recording Engineer, StudioPersonnel - Greg Calibi, Mastering Engineer, StudioPersonnel - Justin Chancellor, Bass Guitar, AssociatedPerformer - John Congleton, Producer, Mixer, Engineer, StudioPersonnel - Pumarosa, MainArtist - Isabel Munoz-Newsome, Guitar, Vocals, AssociatedPerformer, ComposerLyricist - James Neville, Guitar, AssociatedPerformer, ComposerLyricist - John Tomoya Forster, Programmer, Saxophone, Synthesizer, AssociatedPerformer, ComposerLyricist - Nicholas Owen, Drums, AssociatedPerformer, ComposerLyricist

℗ 2019 Universal Music Operations Limited

10
Lost In Her
00:08:06

Sean Cook, Asst. Recording Engineer, StudioPersonnel - Greg Calibi, Mastering Engineer, StudioPersonnel - John Congleton, Producer, Mixer, Engineer, StudioPersonnel - Pumarosa, MainArtist - Isabel Munoz-Newsome, Guitar, Vocals, AssociatedPerformer, ComposerLyricist - James Neville, Guitar, AssociatedPerformer, ComposerLyricist - John Tomoya Forster, Programmer, Saxophone, Synthesizer, AssociatedPerformer, ComposerLyricist - Nicholas Owen, Drums, AssociatedPerformer, ComposerLyricist

℗ 2019 Universal Music Operations Limited

11
Devastation
00:04:49

Sean Cook, Asst. Recording Engineer, StudioPersonnel - Greg Calibi, Mastering Engineer, StudioPersonnel - John Congleton, Producer, Mixer, Engineer, Programmer, StudioPersonnel - Pumarosa, MainArtist - Isabel Munoz-Newsome, Guitar, Vocals, AssociatedPerformer, ComposerLyricist - James Neville, Guitar, AssociatedPerformer, ComposerLyricist - John Tomoya Forster, Saxophone, Synthesizer, AssociatedPerformer, ComposerLyricist - Nicholas Owen, Drums, AssociatedPerformer, ComposerLyricist

℗ 2019 Universal Music Operations Limited

Albumbeschreibung

Die Band Pumarosa pirscht sich auf "Devastation" unmerklich und schnell an. Sie beißt dann mit perkussivem Electropop, destruktivem Industrial-Tönen, wirbelndem Drum'n'Bass und mit kantigen Texten beherzt zu. Eine Schlüsselzeile des Albums lautet "I choose to lose control" im Song "Lose Control". Doch das ist Tarnung. So wie ein Puma seinem Opfer mit einem Sprung und einem Biss das Genick bricht, so zielstrebig zerbrechen Pumarosa die verbreitete blubbernde Lieblichkeit, Banalität und Harmlosigkeit von Electropop unserer Tage. Obwohl die Band sich das "Typische" im letzten Track ironischerweise auch noch gönnt, bevor sie den Song nach drei Minuten mit einer plötzlichen Kehrtwende zu Fanfarenlärm und hyperschnellen Breakbeats bis zur Ekstase hochjazzt. Hier erklingt eine Reinkarnation von Garbage mit der Traurigkeit von PJ Harvey und einer Stimme zwischen 'wütend', 'resigniert', 'kindlich' und Beth Gibbons. On top boxen sich Big Beats à la Fatboy Slim ihre Bahn frei. Die englische Band bettet den kruden, stimmigen Mix in Rückkopplungen und Electro-Kakophonie ein. Sängerin Isabel Munoz-Newsome bringt diese Kreation auf authentische Art mit ihrem autobiographisch erlebten Leiden zum Glühen. Die Intensität steht dem Durchdringenden bei Skunk Anansie und den Vokal-Verrenkungen einer Skin in nichts nach. Um Pumarosas Sängerin dreht sich auf der ganzen Platte alles. In "Heaven" verliert sie sich völlig, lässt ihrem unbedingten Willen zur Selbstmitteilung freien Lauf. Einem pulsierenden, reduzierten Intro, folgt die Skizze einer Enttäuschung: "Wir geben auf / einfach um wegzugehen / (...) bleiben einen weiteren Tag / wenn das Liebe ist, Baby / können wir nicht spielen? spielen? / Oh, weck mich an einem anderen Tag auf / einem helleren Tag! / Ich stieg in den Himmel auf / ganz alleine / Ich habe die Last getragen / denn ich war stark / Jetzt sagst du / 'Besser bist du für dich allein.' / Ich lass es vorbei sein. / Oh, Mann, wirst du nicht bleiben? / Wirst du nicht bleiben? / Die Zeit tickt." Frontfrau Isabel erlebte unmittelbar vor der Arbeit an diesem Album ganz existentiell, dass ihr Leben ganz schnell vorbei sein könnte. Und: Wie es sich anfühlt, in der Krise, einer schweren Krankheit, mit sich alleine zu sein. Dem säuselnden Dream Pop-Arrangement mit harten Tastentönen im Stile von Talk Talk setzen Pumarosa gesteigertes Tempo in der Percussion und wachsende Lautstärke zum Ende des Tracks hin entgegen. Bloß keine simplen Tracks machen, lautet wohl die Devise. Parts des Songs klingen wie in einem Jan Hammer-Instrumental ("Miami Vice") und könnte man sich zu einem Polizeieinsatz in einem Krimi vorstellen. Vor lauter berstender Spannung greift die 'Schublade' "Dream Pop" zu kurz. Denn die Synthie-Beats verstören streckenweise auch. Sie rütteln auf. Sie docken an Post-Wave an. Drängend, atemlos klingt "Virtue", sowohl im Gesang als auch in den unablässigen Loops. Gerade weil sich sehr plötzliche Wechsel zwischen Knallhart und Verträumt ereignen, wirkt das Album äußerst dicht und intensiv. Mit "Into The Woods" bettet sich die Band zwischen Trip Hop, Gothic und Drum'n'Bass ein. Die Londoner Combo findet zwischen metalligen Riffs, dröhnend übersteuertem Verstärker, Air-artigen, sphärischen Melodiebögen und explosivem Zersägen aller Akkordstrukturen einen super Mittelweg. Kein Wunder, da der Bassist von Tool, Justin Chancellor, Hand anlegt und die LP in Vertretung durchspielt; Pumarosa haben gerade keinen eigenen Bassisten. Offbeat oder 4/4-Rock mit stolpernden Sechzehnteln? Da legen sich Pumarosa nicht fest und ändern von Takt zu Takt den rhythmischen Rahmen und die Betonungen. Das Quintett ballert scharfkantig bretternde Schmerz-Akkorde hinaus und kurbelt eine Drehung der Musik um sich selbst an, im Stile von The Prodigy und Propellerheads. Das Hin und Her lässt diese Musik atmen. Sie überrascht. In "I Am Lost" kommt als weiteres Highlight dann klassischeres Alternative-Songwritertum zum Vorschein, gedehnt auf eine achtminütige Seems-to-be-endless-Strecke: mit Kurven, retardierenden Momenten, quietschendem Art-Noise und Beschleunigung. Versunken introspektiv und zugleich reibungsfreudig, eignet sich das Stück bestens für Björk-, Bowie- und Amanda Palmer-Fans. Von TV On The Radio über Kate Bushs Mini-Dramen bis zu Pere Ubus punkigen Stil-Clashes und weiter bis zu A-has nordisch-kristallkalter Sound-Klarheit lassen sich die unterschiedlichsten Querverweise in mehrere Dekaden hinein entdecken. 90er-Nostalgiker werden an der geheimnisvollen "Devastation" ("Verwüstung") ihren besonderen Spaß haben, und das mit jedem Hören ein Stück mehr.
© Laut

Informationen zu dem Album

Verbessern Sie diese Seite

Qobuz logo Warum Musik bei Qobuz kaufen?

Aktuelle Sonderangebote...

Abba Gold Anniversary Edition

ABBA

Super Trouper

ABBA

The Essential Collection

ABBA

Abba

ABBA

Abba ABBA
Mehr auf Qobuz
Von Pumarosa

Piano Sessions Unplugged - EP

Pumarosa

Pumarosa

Pumarosa

Pumarosa Pumarosa

The Witch

Pumarosa

The Witch Pumarosa

Pumarosa

Pumarosa

Pumarosa Pumarosa

Devastation

Pumarosa

Devastation Pumarosa
Das könnte Ihnen auch gefallen...

The Nearer The Fountain, More Pure The Stream Flows

Damon Albarn

My Universe

Coldplay

My Universe Coldplay

Happier Than Ever (Explicit)

Billie Eilish

WHEN WE ALL FALL ASLEEP, WHERE DO WE GO?

Billie Eilish

Terra Firma

Tash Sultana

Terra Firma Tash Sultana
Panorama-Artikel...
Skandinavischer Jazz in 10 Alben

Winterliche, weite Landschaften, majestätische Natur... Skandinavien wird oft auf die ewig gleichen Klischees reduziert. Beim Jazz ist es genauso. Dabei folgt der dänische Jazz gern der nordamerikanischen Tradition, in Norwegen ist man experimentierfreudig, während in Schweden unentschieden zwischen den Stilen manövriert wird. Trotz aller Unterschiede spricht man vom skandinavischen Jazz immer wie von einer großen Familie. Seit Anfang der 70er Jahre haben die Musiker, die aus der Kälte kamen, den Jazz durch ihre Originalität geprägt, die von der heutigen Generation weitergegeben wird. Lassen Sie uns diese Patchwork-Familie in den folgenden 10 Alben näher betrachten. Sie wurden ganz subjektiv aus einer Diskographie ausgewählt, die unermesslich ist wie ein Fjord.

Iggy and the Stooges - Sonnenaufgang des Punk

Es war einmal 1969, eine selbsternannte Bande voller Quatschköpfe eines unverzerrten Rock’n’Roll mit Texten, die von Nihilismus nur so strotzen. An der Spitze dieser Gruppe namens Stooges befand sich Iggy Pop, eine Art gestandener und revolutionärer Nijinsky, der dazu bestimmt war, der Pate des kommenden Punk-Rock zu werden.

Interpol - Fanatiker in Schwarz

Zu Beginn der 2000er Jahre, als der Garage Rock das Sagen hatte, überraschte das zum Trio gewordene New Yorker Quartett, indem es die trübselige Postpunk-Romantik der achtziger Jahre neu belebte. Ist die anhand von sechs Alben deklinierte Anmut Interpols etwa hinfällig geworden?

Aktuelles...