Die Alben

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Klassik - Erscheint am 14. Juni 2019 | Ricercar

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Klassik - Erscheint am 7. Juni 2019 | Ricercar

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Klassik - Erschienen am 5. April 2019 | Ricercar

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Klassik - Erschienen am 15. März 2019 | Ricercar

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Trotz der bekannten Rivalität zwischen den von Händel und Porpora zwischen 1734 und 1737 geführten Londoner Operngesellschaften, ist die tatsächliche Natur der Beziehung zwischen den Komponisten noch zu erforschen. Beide galten in ihrer jeweiligen ästhetischen Haltung als besonders originell. Beide bewunderten die Musik des anderen. Ihre wenigen stürmischen Jahre der Rivalität in der englischen Hauptstadt brachten einige unvergessliche Ergebnisse hervor, darunter Ariodante von Händel und Polifemo von Porpora, die gleichzeitig in den Theatern der Stadt liefen. Der Kampf zwischen den beiden Operngesellschaften war für die Komponisten eine Gelegenheit, einander zu begegnen, sich mit dem Geschmack des Londoner Publikums vertraut zu machen und mit neuen Ideen zu experimentieren. Unterstützt wurden sie dabei durch die erstaunlichen stimmlichen Fähigkeiten ihrer Darsteller wie Farinelli, Senesino und Carestini. Diese Aufnahme ist dem Geist dieser komplexen intellektuellen Beziehung auf der Spur, indem sie wichtige Beispiele für den Stil jedes Komponisten präsentiert und das Ausmaß der gegenseitigen Wertschätzung zwischen diesen beiden Größen der Musikgeschichte umreißt. Die junge Mezzosopranistin Giuseppina Bridelli zeigt auf ihrem Debüt-Soloalbum mit einer unerschrockenen Leichtigkeit diese technisch anspruchsvollen Werke, die für einige der berühmtesten Stimmen des 18. Jahrhunderts komponiert wurden. © Arcana
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Instrumentalmusik - Erschienen am 1. Februar 2019 | Ricercar

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 5 de Diapason
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Klassik - Erschienen am 11. Januar 2019 | Ricercar

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Welch katastrophale Auswirkungen hatte doch der Brand, bei dem die Bibliothek von Schloss Rudolstadt völlig zerstört wurde: Die überwiegende Mehrheit der Manuskripte Philipp Heinrich Erlebachs gingen in Flammen auf. Von den rund tausend dort gesammelten Werken haben nur 70 den Brand überlebt, darunter einige Opern sowie komplette Jahreszyklen mit Kantaten, Messen und Oratorien. Einige verstreute Kopien gibt es noch hier und da, und man kann nur bitter beklagen, dass die Mehrheit seiner Manuskripte nur in Form eines einzigen Autographs existierten. Doch genug davon… Klagen hilft auch nichts mehr. Freuen wir uns lieber über die Veröffentlichung dieser sechs Triosonaten für Violine, Gambe und Basso Continuo durch das Ensemble L’Achéron von François Joubert-Caillet, der hier das Continuo auf einer Bassgambe spielt. Erlebachs Kompositionsstil übernimmt zum großen Teil die italienischen und französischen Neuerungen, über die man sich in Deutschland sehr freuen sollte, auch ein gewisser Bach. Die vorliegenden sechs Sonaten berufen sich ganz besonders auf Italien, was auch die auf der Ausgabe von 1694 vermerkten Vornamen „Filippo Henrico“ bezeugen. Virtuosität, Eleganz, Geist, Raffinesse: All dies macht aus Erlebach ein fehlendes Bindeglied zwischen den ersten deutschen Barockkomponisten wie Schein oder Schütz und dem großen Johann Sebastian Bach. © SM/Qobuz
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Klassik - Erschienen am 23. November 2018 | Ricercar

Hi-Res Booklet Auszeichnungen Diapason d'or - 5 Sterne Fono Forum Klassik
Die vorliegende Aufnahme versucht, Anweisungen aus der Abhandlung über die Diminutionspraxis von Silvestro Ganassi, Fontegara, die 1535 in Venedig erschienen ist, musikalisch umzusetzen. Das Werk bleibt aus verschiedenen Gründen ein Rätsel, denn es enthält kein einziges Beispiel für die musikalische Umsetzung der Empfehlungen. Und von Ganassis eigenen Kompositionen wurde auch keine aufgefunden. Zur Erinnerung: Die Kunst der Diminution besteht in der Verbindung der einzelnen Töne der Partitur durch mehr oder weniger virtuose Figuren (je nach Länge der Note). Diese Figuren werden als „Verkleinerungen“ der ursprünglichen rhythmischen Werte betrachtet. Für jede in der Partitur verzeichnete Note improvisiert der Ausführende 2 bis 32 weitere Noten und vermischt dabei Rhythmen und melodische Konturen. Durch die Diminution wird die Anzahl der Noten gegenüber der Notierung bei einer Verringerung ihres Notenwertes erhöht. Die Partitur ist daher eine Art Skelett, das durch verschiedenste Ornamente ausgeschmückt wird. In dieser Hinsicht gibt Silvestro Ganassi zahlreiche Ratschläge zu Atemtechnik, Artikulation und Fingersätzen. Das Ensemble Le Concert brisé hat die Vorschläge der Fontegara an verschiedenen Kompositionen, die Ganassi während seines Lebens gekannt haben muss, ausprobiert: Improvisationen aus den 1400er Jahren sowie französisch-flämische Kompositionen aus den Jahren 1480 bis 1520. Cipriano de Rore, Adrian Willaert, Nicolas Gombert, Jacques Arcadelt und andere werden hier treu nach den Prinzipien ihres Zeitgenossen Ganassi (es sei denn, sie seien spekulativ, denn sie sind manchmal recht gewagt… wer weiß) neu interpretiert. Eine faszinierende Übung in historischer Aufführungspraxis für Blockflöten, stillen Zink, Gamben, Barockposaune, Zink, Continuo und natürlich Singstimmen. © SM/Qobuz
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Klassik - Erschienen am 9. November 2018 | Ricercar

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Kantaten (weltlich) - Erschienen am 2. November 2018 | Ricercar

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 5 de Diapason - 5 Sterne Fono Forum Klassik - 5 étoiles de Classica
In Anbetracht der Tatsache, dass er an die 115 Opern (von denen uns mindestens 70 überliefert sind), 800 Kantaten aller Art, haufenweise Sinfonien und Serenaden und Dutzende verschiedenster liturgischer Werke geschrieben hat, wird Alessandro Scarlatti heute noch viel zu wenig gespielt: Er ist sozusagen ein berühmter Unbekannter. Auf dem Album werden uns einige dieser vielen Kantaten vorgestellt, die fast alle als Manuskripte erhalten geblieben sind. Ein großer Teil davon gehört zum arkadischen Genre, d.h. die Themen berühren die in der Renaissance entstandene bukolische Mythologie der Nymphen und Hirten aus Arkadien, einer Landschaft im Zentrum der Peloponnes in Griechenland. Liebe, Verrat, Versöhnung werden hier in Solokantaten – Sopran oder Bariton – in manchen Kantaten auch in einem Dialog der beiden Solostimmen dargestellt. Zur Begleitung wird zuweilen nur Continuo verwendet, manchmal werden zwei Geigen und Continuo eingesetzt… Alles deutet darauf hin, dass diese Stücke zur Zeit ihrer Entstehung zur Erbauung von Adligen bestimmt waren, die sie in ihren Palästen spielten, besonders während der vielen Perioden im Jahr, in denen die Kirche jegliche Art öffentlicher Aufführungen verbot. Sie wurden wahrscheinlich ein- oder zweimal gespielt und dann vergessen… Hier werden sie von der Sopranistin Deborah Cachet und dem Bariton Nicolas Achten aus der Vergessenheit hervorgeholt, der nicht nur singt, sondern daneben auch sein Ensemble Scherzi Musicali leitet und Theorbe, Tripelharfe und Orgel spielt. © SM/Qobuz
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Klassik - Erschienen am 26. Oktober 2018 | Ricercar

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Nichts Englisches oder Anglikanisches finden wir auf diesem ersten Album des Cembalisten Yoann Moulin, einem Schüler von Olivier Baumont, Kenneth Weiss, Pierre Hantaï, Skip Sempé und Blandine Verlet – was für ein Stammbaum! In Wirklichkeit ist der Titel einem Stück von Samuel Scheidt entlehnt, Cantilena Anglica Fortunae, einer Variation des englischen Themas Fortune, my for. Das Album präsentiert abwechselnd Scheidt und Scheidemann, zwei Komponisten aus Norddeutschland: Scheidemann blieb dreißig Jahre an seiner Stelle in Hamburg (und komponierte praktisch nur für das Cembalo, oder es wurden uns nur seine Cembalo- und Orgelkompositionen überliefert), während Scheidt in Sachsen und Brandenburg lebte und alle Gattungen, die damals in dieser Region in Mode waren – sei es instrumentale, vokale, weltliche oder geistliche Musik – verwendete. Die Cembalostücke der beiden Komponisten bilden eine perfekte Verschmelzung deutscher Strenge mit den neuen freieren und melodischeren Trends aus Italien. Yoann Moulin hat ein herrliches Cembalo ausgewählt, eine moderne Kopie eines Ruckers von 1615 mit „gebrochenen Obertasten“, das heißt, mit „doppelten“ schwarzen Tasten, mit deren Hilfe die Chromatik exakt gespielt werden konnte. Denn genau genommen ist Dis nicht dasselbe wie Es, und in der hier verwendeten alten Stimmung ist diese Technik praktisch unverzichtbar, wenn man vermeiden möchte, dass viele Akkorde falsch klingen! © SM/Qobuz
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Kammermusik - Erschienen am 21. September 2018 | Ricercar

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 5 étoiles de Classica
Der russische Geiger Evgeny Sviridov, Gewinner des MA-Festival-Brügge-Wettbewerbs 2017, hat sich entschieden, seine erste Aufnahme den Sonaten von Giuseppe Tartini zu widmen. Als Erbe der barocken Tradition des frühen 18. Jahrhunderts entwickelte Tartini viel mutigere technische Konzepte als seine Vorgänger und bereitete so die Geige auf die Sprache der Klassik vor. Seine Abhandlung diente als Vorbild für Leopold Mozart, und sein Ruf war noch in der Romantik sehr lebendig. So verbreitete sich die berühmte Traumanekdote, in der ihm der Teufel einflüsterte, wie man angeblich unmögliche Triller spielt... © Ricercar
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Vokalmusik (weltlich und geistlich) - Erschienen am 17. August 2018 | Ricercar

Hi-Res Booklet Auszeichnungen Diapason d'or - 5 étoiles de Classica
Der in französisch-flämischer Tradition aufgewachsene, aber mit dem italienischen Madrigal aus der Renaissance in jungen Jahren vertraut gemachte Künstler Jacques Arcadelt (1507-1568) hat uns eine Reihe an wunderbaren Werken hinterlassen, deren Wichtigkeit erst seit kurzem so richtig geschätzt wird. Wir verneigen und daher vor diesem traumhaften Album, das den Chambre de Namur-Chor, das Doulce Mémoire-Ensemble und die Cappella Mediterranea in Eintracht zeigt. Gemeinsam legen sie eine große Vielfalt an Madrigalen, Liedern und Motetten von Arcadelt dar. Einige der Madrigalen stammen aus dem Ersten, andere aus dem Vierten Buch, welche in seiner italienischen Phase um 1540 herum veröffentlicht wurden. Die Lieder aus diversen Liederbüchern wurden während seiner Pariser Zeit zwischen 1550 und 1565 herausgebracht. Die Motetten stammen aus unterschiedlichen Epochen seiner Karriere, aber vor allem aus seiner italienischen und französischen Phase, da er sich je nach Auftrag, politischen Umschwüngen und genereller Bündnislage von Hof zu Hof bewegte. Mit einem leichten Augenzwinkern lauschen wir dem Ave Maria, das laut Arcadelt eine Fälschung von Louis Dietsch - einem Komponisten aus dem 19. Jahrhundert - war, und dem ulkigen Ave Maria von Arcadelt für Soloorgel. Ein Versuch, zu den alten Wurzeln zurückzukehren, wie man sie sich zu Zeiten der romantischen Epoche vorstellt. Man könnte sich beinahe fragen, ob Saint-Saëns das Leitmotiv nicht für seine Symphonie mit Orgel recycelt hat… © SM/Qobuz
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Geistliche Kantaten - Erschienen am 22. Juni 2018 | Ricercar

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 5 de Diapason
Die Mehrheit der Werke, die uns das Ensemble Clematis und der Countertenor Paulin Büntgen hier präsentieren, stammen aus der reichhaltigen Düben-Sammlung, die in der Universität von Uppsala verwahrt wird. Gustav Düben war im 17. Jahrhundert Kapellmeister am schwedischen Hof und hat überwiegend handgeschriebene Partituren von vielen deutschen, französischen, italienischen und baltischen Komponisten zusammengetragen. Seine Sammlung ist eine der wichtigsten Quellen des lutherischen Repertoires des 17. Jahrhunderts, zumal sie zahlreiche Unikate enthält. Von den hier vorgestellten Komponisten waren einige Schüler oder Erben von Schütz. Allerdings waren die deutschen Komponisten jener Zeit – insbesondere Schein, Franz Tunder (Buxtehudes Meister) oder Johann Fischer – stark vom italienischen Barock beeinflusst. Auf diesem Album finden wir zwei Komponisten mit dem Namen Bach: Johann Michael (1648-1694) und Johann Christoph (1642-1703), Johann Sebastian Bachs Vettern zweiten Grades. Das Lamento von Johann Christoph Bach – der von seinem Cousin als "wahrer Komponist" bezeichnet wurde – ist zweifellos eine der berühmtesten Kompositionen der deutschen geistlichen Musik aus dieser Zeit. Wie auch in dem gesamten Repertoire ist die Rolle der Streicher hier entscheidend. Diese geistliche Kantate setzt die zahlreichen beschreibenden Effekte des Textes durch „Tonmalerei“ um: prägnante Begriffe (weinen, seufzen, fließen etc.) werden durch entsprechende Vokal- oder Instrumentaleffekte untermalt. Dieses Lamento ist zweifellos das perfekte Modell einer Da-Capo-Arie, wie sie Johann Sebastian Bach später in seinen geistlichen Werken oft verwenden wird. Dem Vokalmusikprogramm wurden auf einige Instrumentalstücke hinzugefügt, die sich gut als Kirchenmusik eignen. © SM/Qobuz
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Klassik - Erschienen am 27. April 2018 | Ricercar

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 5 Sterne Fono Forum Klassik
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Klassik - Erschienen am 9. März 2018 | Ricercar

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 5 de Diapason
Die Fidel ist eines der ältesten mittelalterlichen Instrumente. Es gab sie in verschiedenen Größen: die größeren sind mit der heutigen Bratsche vergleichbar, die anderen sind kleiner und wurden gegen Ende des 14. Jh. Rebec genannt. Der einfache allgemeine Überbegriff Fidel wurde nach und nach durch spezifischere Bezeichnungen wie Gîge (mittelhochdeutsch), Rabāb (arabisch) oder auch Crwth oder Rotta (keltisch) ersetzt. Die Fidel besitzt einen flachen, oval oder länglich geformten, mehr oder weniger taillierten Resonanzkasten mit einer unterschiedlichen Anzahl von Saiten. Es gibt zahlreiche Varianten und auf dem vorliegenden Album werden Instrumente unterschiedlichster Form und Herkunft vorgestellt. Der Hörer muss sich, von einem Stück zum anderen, sowie bei den handschriftlich überlieferten von einem Herkunftsland zum anderen (Deutschland, Italien, Flandern, Okzitanien, keltisch beeinflusste Gebiete) selbst ein Bild der verschiedenen Klänge machen. Die meisten der Stücke sind anonym, man kann aber auch Werke von Perdigon – Troubadour aus der Ardèche, Beginn des 13. Jh. – dem Flamen Johannes Ciconia (1370 bis 1412) sowie dem berühmten Guillaume Dufay aus Burgund hören. Das Ensemble Le Miroir de musique unter der Leitung von Baptiste Romain hat sich auf das Repertoire des Mittelalters und der Renaissance spezialisiert. Die Musiker des Ensembles singen und spielen auf den vielen verschiedenen Fideln, Harfen, Schlaginstrumenten und Sackpfeifen! © Marc Trautmann/Qobuz
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Kammermusik - Erschienen am 23. Februar 2018 | Ricercar

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 5 de Diapason
François Couperins Diskografie ist natürlich schon sehr umfangreich. Dieses Projekt zielt daher nicht darauf ab, sie durch eine zusätzliche Fassung von diesem oder jenem Teil seines Werkes zu bereichern. Indem der Cemabalist Brice Sailly Verschiedenes aus seiner Kammermusik, den (weit weniger bekannten) Airs de cour und den Stücken für Cembalo zusammenstellt, schlägt er hier eine poetische Reise durch jene Fantasiewelt Arkadiens vor, in der die Figuren leben, lieben oder sich trennen, und einen bedeutenden Teil jener Literatur bevölkern, die den italienischen Madrigalen oder den französischen Airs als dramatische Grundlage diente. Die meisten davon sind Schäfer oder Schäferinnen und heißen Tirsis, Zéphire, Silvie, Phillis, Iris usw. Sie sind in Sammlungen erschienen und stellten in den ersten Jahren des 18. Jh. Werke verschiedener Kompositionen zusammen, die somit noch zu Lebzeiten Ludwig XIV. geschrieben worden waren. Die in dieses Programm eingefügten Instrumentalstücke sind den Concerts royaux und den Nations entnommen. Zwei Tänze volkstümlicher Herkunft, nämlich eine der Oboe und dem Fagott anvertraute Gavotte und die Forlane des Quatrième Concert royal, die für Violine und Gambe instrumentiert ist, schildern das pastorale Thema gut. Brice Sailly spielt auf eine Kopie eines Cembalos von Antoine Vatter, zwar en französischer Instrumentenbauer aber trotz alledem deutscher Herkunft, der seine gebürtige Kultur nicht vergisst. Im Jahre 1732 baute er ein Cembalo (das heute im Pariser Musée de la musique ausgestellt ist), bei dem er sich der polyphonen Verankerung der Instrumente seiner Kindheit in Hannover erinnerte. Er passte sich der französischen Ästhetik an. Das Cembalo wurde nach den Vorschriften des französischen „gewöhnlichen Temperament“ gestimmt: Die Akkorde behalten einige reine Terzen, die von der mitteltönigen Stimmung übernommen wurden, indem das System so angepasst wurde, dass man sich mit den „schlechten„ – dh. die etwas abwegigen – Tonarten abfinden kann. Die kammermusikalischen Stücke werden von den Solisten des Ensemble La Chambre Claire gespielt: verschiedene Violen, Flöte, Geige, Oboe und Fagott. Die Vokalstücke singt die bezaubernde Emmanuelle de Negri. © Marc Trautmann/Qobuz
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Weltliche Vokalmusik - Erschienen am 1. Dezember 2017 | Ricercar

Hi-Res Booklet Auszeichnungen Diapason découverte
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Kammermusik - Erschienen am 18. Oktober 2017 | Ricercar

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Die englische Musik für Gamben-Ensembles erreicht im Laufe der ersten 250 Jahre des 17. Jahrhunderts ihren Höhepunkt. Holborn, Dowland und eine Vielzahl anderer Komponisten – bestimmt hunderte – haben uns zahllose Werke hinterlassen, meist in handgeschriebener Form. Gibbons spielte für dieses Genre eine wichtige Rolle. Als Organist schrieb er zahlreiche geistliche Vokalkompositionen, genau genommen die Hälfte seines Gesamtwerkes. Von ihm ist auch ein Band weltlicher Madrigale bekannt, 1612 veröffentlicht, in dem darauf hingewiesen wird, dass diese Kompositionen für „Gamben und Singstimmen gleichermaßen geeignet seien“. Das beweist, wie sehr sich der Komponist für Gamben-Ensembles begeisterte, denn er stellte sie in seinen Madrigalen vor den Gesang. Von Gibbons sind uns zweiundvierzig Werke für Gambenensemble bekannt, die eine breite Palette an Formen und Strukturen für Ensembles dieser Art bieten. Gibbons hat nicht nur alle möglichen Besetzungen berücksichtigt, vom Duo bis zum Sextett, sondern auch auf verschiedenste Weise zwischen dem Tonumfang der verschiedenen Instrumente Ausgleich geschaffen. Die vorliegenden Fantasien aus den 1620er-Jahren – also gegen Ende von Gibbons Leben – sind wahre architektonische Meisterwerke: Die verschiedenen Register und die unterschiedlichen Klangfarben der Gamben sind mit großem Feingefühl und mit einer gründlichen Kenntnis ihrer jeweiligen Möglichkeiten eingesetzt. Obwohl Italien den englischen Musikern in der Zeit Jakob I. lange als Modell diente, zeugen diese Werke von einer allmählichen Loslösung der Komponisten, die die englischen Renaissance-Tänze – Pavane, Allemande, Gaillarde etc. zugunsten „absoluter“ musikalischer Formen beiseiteließen und mit allen denkbaren Neuheiten experimentierten. Daher die etwas unschärferen Überschriften wie Fantasy, Fantazia oder auch Fancy. Nach seiner Gründung durch François Joubert-Caillet wartete das Ensemble Achéron sehnlichst darauf, über ein echtes Consort aus sechs englischen Gamben zu verfügen, die nach historischen Proportionen und mit Hilfe der jüngsten Entdeckungen im Instrumentenbau gebaut wurden. Hier sind die köstlichen Früchte dieser Arbeit.
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Klassik - Erschienen am 25. August 2017 | Ricercar

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Hildegard von Bingen ist ein dreifaches Wunder: Ein Wunder, dass im 12. Jahrhundert eine Frau solch ein Werk überhaupt geschrieben hat, ein Wunder, dass sie ihren Namen auf den Kompositionen ließ zu einer Zeit, in der die meiste Musik anonym blieb und ein Wunder, dass die Manuskripte uns nach acht Jahrhunderten in perfektem Zustand erreicht haben. Wir kennen nur wenige Namen von Komponisten des 12. Jahrhunderts, und wenn überhaupt, verfügen wir in den meisten Fällen über keinerlei weitere Informationen über sie, insbesondere darüber, welche Stücke sie geschrieben haben könnten. Auch in dieser Hinsicht ist Hildegard eine Offenbarung. Ihre Werke der geistlichen Musik, d.h. 77 Stücke sowie das liturgische Drama Ordo Virtutum, zeugen von einem persönlichen Ansatz, der von der monophonischen Tradition des gregorianischen Gesangs beeinflusst ist, aber weder in seiner Zeit noch danach etwas anderem gleicht. Hildegard bestritt, eine Ausbildung in Neumen oder im Gesang erhalten zu haben, man kann jedoch annehmen, dass es sich um die Haltung einer Person handelt, die ihre eigenen Fähigkeiten nicht erkennen kann. Durch ihre Vita wissen wir, dass ihre Vorsteherin Jutta von Sponheim ihr beibrachte, Psalmen zu singen und auf dem zehnsaitigen Psalter Dank zu sagen. Wir wissen auch, dass die Nonnen vom Kloster Rupertsberg Gesangsstunden nehmen mussten. Wir wissen jedoch nicht, worin diese Stunden bestanden, doch in Anbetracht des Schwierigkeitsgrades der melismatischen Kompositionen, die oft virtuos waren und einen großen Stimmumfang erforderten, ist anzunehmen, dass sie zumindest einigen Anforderungen unserer Zeit entsprechen mussten. Hildegard komponierte ihre Gesänge für die örtlichen Feste und das Kirchenjahr. Ihre hochmelodische Musik lädt dazu ein, sie etwas zu ornamentieren. Als Herausforderung hat sich as Tiburtina Ensemble dazu entschlossen, eine improvisierte Begleitung der homophonen Gesänge auf den ältesten gezupften Saiteninstrumenten, der Harfe und dem Dulce melos (einer Kastenzither), zu spielen. © SM/Qobuz
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Klassik - Erschienen am 25. August 2017 | Ricercar

Hi-Res Booklet
Minimalistisch, manieriert, unzugänglich, modern, avantgardistisch, esoterisch, expressionistisch, kunstvoll, komplex... All diese Bezeichnungen werden abwechselnd für einen Musikstil verwendet, der erst sechs hundert Jahre nach seiner Entstehung subtil genannt wurde. Am Ende des 14. Jahrhunderts entstand und entwickelte sich somit ein Stil sonderbarer Art, der heute Ars subtilior genannt wird, also die feinere/subtilere/geistreichere/brillantere Kunst. Erlesene​ Beispiele für diese Musik sind in Frankreich (Paris, Avignon und im Südwesten) zu finden, aber auch im Norden Italiens und sogar​ in Zypern. In Paris kommt im ausgehenden 14. ​Jahrhundert eine eigenartige Bruderschaft zusammen: eine Gruppe junger, exzentrischer Intellektueller, die sich Cercle des Fumeux nennt – der Kreis der Rauchigen. Sie sind Dichter, Denker, Musiker. Sie amüsieren sich, kritisieren, machen sich über die Vernunft lustig, und ihre Aktionen zeichnen sich durch Extravaganz aus. ​Unter ​ihnen findet man Jean Fumeux, Solage, Jehan Simon Hasprois und Eustache Deschamps. Letzterer schreibt über seine Kollegen und sich selbst in seiner Charte des fumeux (1368): „Sie drücken sich unterschiedlich aus, Sie handeln dumm, ​s​ie sollen sich wie Verrückte betragen!“ Manchmal wird angenommen, dass dieser Kreis seinen Namen von Jean Fumeux übernahm. Wie dem auch sei, die Thematik und der Verweis auf den Cercle des Fumeux finden sich in den Gedichten der Lieder Fumeux fume von Solage sowie in Puisque je sui fumeux von Hasprois, die in diesem Album zu hören sind. Unter dem Ausdruck „fumée“, der im 14. Jahrhundert natürlich nichts mit Tabakrausch zu tun hatte, verstand ​man ​einerseits das sichtbare oder nicht sichtbare Ergebnis verschiedener Phänomene körperlicher oder psychischer Art, andererseits wird das Wort übertragen in unzähligen Ausdrücken​ und Metaphern angewandt. Das Ensemble Santenay hat ein paar improvisierte Zwischenspiele zwischen den Originalstücken hinzugefügt, etwas rauchig im Design, weit entfernte Winde und unfa​ss​bare Geflüster. Der Zuhörer wird sechs Jahrhunderte in eine Welt zurückgebracht, die offensichtlich mittelalterlich ist, aber sicherlich nicht primitiv, wenn man den Reichtum der harmonischen und melodischen Erfindung betrachtet. © SM/Qobuz