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Die Alben

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Jazzgesang - Erschienen am 13. November 2020 | ECM

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2018 entschloss sich Elina Duni zu einem Sprung ins kalte Wasser, um im Alleingang weiterzumachen. Zumindest war zum ersten Mal ihr Name allein auf dem Cover des Albums zu lesen. Nach zwei Platten mit einem eher dem Jazz zuzuordnenden Quartett, das die Sängerin aus Tirana leitete, veröffentlichte sie bei ECM mit Partir eine herrliche Sammlung an Stücken, die sowohl von Liebe als auch von Verlust und Abschied erzählten und die sie selbst mit Klavier, Gitarre oder Perkussionsinstrumenten untermalte. Werke, die entweder in der Folklore oder in der populären Musik wurzelten… Mit Lost Ships setzt Duni ihre 2017 begonnene Zusammenarbeit mit dem jungen britischen Gitarristen Rob Luft fort. Das Duo präsentiert sehr wohl Liebeslieder, aber auch Lieder, in denen Exil und Leid im Mittelpunkt stehen. Die schlimmen Zustände in dieser Welt, egal, ob es sich nun um dramatische Geschichten von Migranten oder ökologische Katastrophen handelt, erhalten mit dieser Auswahl an Melodien einen originellen und ergreifenden Resonanzkörper. Es hört sich an wie eine Kombination von Strukturen sowohl aus dem Mittelmeerraum und als auch aus dem Jazz, anhand derer das Duo mit Hilfe des britischen Pianisten und Perkussionisten Fred Thomas und des Schweizer Flügelhornspielers Matthieu Michel so etwas wie eine Kammersinfonie kreiert… Eine Jazz-Ballade, ein Lied aus Italien (Bella Ci Dormi), eine Volksweise aus Albanien (Kur Më Del Në Derë und N’at Zaman) oder ein durch Charles Aznavour (Hier encore) oder Frank Sinatra populär gewordener Klassiker (I’m a Fool to Want You), alle diese von überall her kommenden Inspirationen fließen dank der ausdrucksvollen Stimme einer Elina Duni ineinander über, und dabei entsteht eine Art Fado aus dem Balkan oder europäischer Blues, der nie drückend wirkt, weil er immer wieder neue Hoffnung mit sich bringt. © Marc Zisman/Qobuz
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Jazz - Erschienen am 13. November 2020 | ECM

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Jazz - Erschienen am 6. November 2020 | ECM

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Jazz - Erschienen am 6. November 2020 | ECM

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Dino Saluzzi veröffentlicht eher selten eine Platte. Und noch seltener als Solist allein mit seinem Bandoneon. Deshalb ist dieses Albores für die Fans des argentinischen Maestros ein besonderes Ereignis. Diese zwischen Februar und Juni 2019 in seinem Studio in Buenos Aires eingespielten neun Themen zeigen, dass sich seine Musik, so einfach sie auch daherkommt, als unerschöpfliche Quelle für Geschichten erweist. Der eingefleischte Erzähler spinnt aus intimsten und sogar äußerst persönlichen Umständen universell gültige Beschreibungen. So bringt er etwa die Arbeit seines Vaters, des Komponisten Cayetano Saluzzi in Don Caye zur Sprache oder er erweist in Adiós Maestro Kancheli dem 2019 verstorbenen georgischen Komponisten Giya Kancheli die Ehre, dessen Repertoire er auf dem 2010 veröffentlichten Giya Kancheli: Themes From The Songbook zusammen mit Gidon Kremer und Andrei Pushkarev neu interpretiert hatte… Mit Albores noch mehr als mit seinen vorangegangenen Soloalben, wie etwa Kultrum (1982) und Andina (1988), die auch bei ECM erschienen waren, beseitigt Dino Saluzzi sämtliche Grenzen zwischen argentinischer Folklore, Jazz, zeitgenössischer und improvisierter Musik. Und seine extrem sachlichen Selbstgespräche lassen nichts anderes als den Klang seiner Stimme hören. Mit dem Balg passt er das Bandoneon dem Rhythmus der vorüberziehenden Zeit an und skizziert damit ein Stück des Weges, den er in den mehr als 85 Jahren seines Lebens zurückgelegt hat. In diesen Augenblicken, wenn die räumliche Stille die Noten etwas verdrängt, wirkt Saluzzi unnahbar und charismatischer denn je. © Marc Zisman/Qobuz
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Jazz - Erschienen am 30. Oktober 2020 | ECM

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Am 21. Oktober 2020, neun Tage vor der Veröffentlichung dieses Budapest Concert, teilt Keith Jarrett in einem Interview der New York Times mit, dass er im Februar und Mai 2018 zwei Schlaganfälle hintereinander erlitten hatte. Sie hatten ihn teilweise gelähmt. „Man sagte mir, dass ich mit meiner linken Hand nicht mehr als ein Glas würde halten können“, bedauert der 75-jährige Pianist, der wohl nie mehr auf der Bühne zu sehen sein wird. Dabei spielt in seinem Werk eben die Bühne eine so große Rolle. Seine unerschöpfliche Diskografie enthält unzählige Live-Einspielungen. Denn für Jarrett haben diese Konzertmitschnitte denselben Wert wie Studioaufnahmen. Wenn nicht sogar einen höheren… Am 3. Juli 2016 steht der Amerikaner alleine auf der Bühne des Béla Bartók-Konzertsaals in Budapest. Wie so oft spielt er keine Stücke, sondern etwas, das aus mehreren, in diesem Fall von 1 bis 12 durchnummerierten Teilen besteht. Genauso wie auf seinem im November 2019 erschienenen Album Munich 2016, das er am 16. Juli 2016, ein paar Tage nach seinem Auftritt in Budapest eingespielt hatte. Für einen Bartók-Fanatiker wie Jarrett, der mütterlicherseits selbst ein Urenkel ungarischer Auswanderer ist, hat ein solches Ereignis eben eine ganz bestimmte Würze. Es überrascht uns nicht, wenn der Künstler die für ihn so typische Lawine an Improvisationen lostritt und auf seinen unbändigen Appetit verweist, denn sein Klavier swingt genauso wie bei seinen Vorgängern und er versteht sich darauf, zu rhythmisch und harmonisch komplexen Phrasen zu improvisieren. Ein ganzer Tsunami an Noten (mitten im Part III zitiert er jenen seiner Survivors’ Suite aus dem Jahr 1977) schwappt über, bevor dann ein von Grund auf neu verarbeitetes Blues-Motiv erklingt. Folkloristische Anleihen folgen auf rein klassische Strukturen. Und so geht es auch weiter. Die einzelnen Teile haben eigentlich nicht viel gemeinsam, aber Keith Jarretts dermaßen faszinierender Anschlag lässt die Zuhörer nicht abdriften und auch diesen stilistischen Stimmungswechsel werden sie nicht überdrüssig. Genauso wie in München klingt dieses im Entstehen begriffene Werk mit denselben zwei Klassikern aus, dem durch Sinatra bekannt gewordenen It's a Lonesome Old Town und mit Answer Me, das Nat King Cole so sehr am Herzen lag. Auf seine ganz eigene Art ruft er uns damit in Erinnerung, was bei ihm so Tradition ist, selbst wenn er sie auf den Kopf stellt und mit so viel Verwegenheit neu interpretiert… Eine umwerfende, abenteuerliche Reise mehr. © Marc Zisman/Qobuz
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Jazz - Erschienen am 30. Oktober 2020 | ECM

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Das vorliegende Doppelalbum dokumentiert das Solokonzert des Pianisten in der Béla Bartók National Concert Hall in Budapest und ist nach dem vielbeachteten Konzert in München (Munich 2016, ECM 2667-68) die zweite Liveaufnahme aus seiner Europatournee von 2016.  Jarrett, dessen familiäre Wurzeln bis nach Ungarn zurückreichen, betrachtete das Konzert in Budapest als eine Art „Heimkehr“ - ein Umstand, der seine Kreativität an diesem Abend besonders beflügelt haben mag. Während Jarretts frühe Solokonzerte im Laufe eines Abends einen großen musikalischen Bogen spannen, sind seine jüngeren Konzerte von eher suitenartigem Charakter geprägt. Seien es subtil gesponnene Tongebilde, polyrhythmische Studien, Bluesanklänge oder die Standards, die er als Zugaben spielt – das Budapester Konzert verdeutlicht einmal mehr die schier grenzenlose Spiellust und stilistische Bandbreite des Pianisten und seine einzigartige Fähigkeit, aus dem Moment zu schöpfen. ©ECM
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Jazz - Erschienen am 16. Oktober 2020 | ECM

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ECM ist wohl das Label, das am liebsten die Spuren zwischen Jazz und klassischer Musik verwischt. Deshalb überrascht es kaum, wenn wir dort Anja Lechner und François Couturier über den Weg laufen, die mit viel Raffinesse und Fingerspitzengefühl das ganze Lontano hindurch eine herrliche, nirgendwo heimische Partitur ausarbeiten, die sich aus ihren Begegnungen, ihren Reisen, ihren Bildungswegen und ihrer jeweiligen Vorstellungswelt nährt. Schon im Jahre 2014 schlugen die deutsche Cellistin und der französische Pianist eine Brücke zwischen Orient und Okzident, als sie insbesondere von Gurdjieff, Komitas und Mompou komponierte Themen neu interpretierten. Nun stellen sie ein weiteres Mal ihr umwerfendes Zusammenspiel, das sie bereits auf glanzvolle Art mit dem Tarkovsky Quartet sowie mit dem Projekt Il Pergolese präsentiert hatten, unter Beweis. Das Repertoire auf Lontano besteht hauptsächlich aus Neukompositionen, abgesehen von ein paar Abstechern zu Johann Sebastian Bach, Henri Dutilleux, Gija Kantscheli und Anouar Brahem (dessen Vague - E la nave va sie covern und das genau derselbe Couturier 2006 uraufgeführt hatte). Trotz dieser Unmenge von Zuordnungen und Referenzen sprechen Lechner und Couturier sehr wohl ihre eigene, für sie typische Sprache. Eine kleine, von klassischer, zeitgenössischer, folkloristischer Musik, aber auch von Jazz sowie von Film und Literatur durchtränkte Kammersinfonie. Welch ein gnadenvoller Augenblick! © Marc Zisman/Qobuz
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Jazz - Erschienen am 16. Oktober 2020 | ECM

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ECM ist wohl das Label, das am liebsten die Spuren zwischen Jazz und klassischer Musik verwischt. Deshalb überrascht es kaum, wenn wir dort Anja Lechner und François Couturier über den Weg laufen, die mit viel Raffinesse und Fingerspitzengefühl das ganze Lontano hindurch eine herrliche, nirgendwo heimische Partitur ausarbeiten, die sich aus ihren Begegnungen, ihren Reisen, ihren Bildungswegen und ihrer jeweiligen Vorstellungswelt nährt. Schon im Jahre 2014 schlugen die deutsche Cellistin und der französische Pianist eine Brücke zwischen Orient und Okzident, als sie insbesondere von Gurdjieff, Komitas und Mompou komponierte Themen neu interpretierten. Nun stellen sie ein weiteres Mal ihr umwerfendes Zusammenspiel, das sie bereits auf glanzvolle Art mit dem Tarkovsky Quartet sowie mit dem Projekt Il Pergolese präsentiert hatten, unter Beweis. Das Repertoire auf Lontano besteht hauptsächlich aus Neukompositionen, abgesehen von ein paar Abstechern zu Johann Sebastian Bach, Henri Dutilleux, Gija Kantscheli und Anouar Brahem (dessen Vague - E la nave va sie covern und das genau derselbe Couturier 2006 uraufgeführt hatte). Trotz dieser Unmenge von Zuordnungen und Referenzen sprechen Lechner und Couturier sehr wohl ihre eigene, für sie typische Sprache. Eine kleine, von klassischer, zeitgenössischer, folkloristischer Musik, aber auch von Jazz sowie von Film und Literatur durchtränkte Kammersinfonie. Welch ein gnadenvoller Augenblick! © Marc Zisman/Qobuz
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Jazz - Erschienen am 25. September 2020 | ECM

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Jazz - Erschienen am 25. September 2020 | ECM

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Jazz - Erschienen am 18. September 2020 | ECM

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Jazz - Erschienen am 18. September 2020 | ECM

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Jazz - Erschienen am 18. September 2020 | ECM

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Jazz - Erschienen am 11. September 2020 | ECM

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Der 73-jährige Saitenmagier Terje Rypdal gründete 2017 das Quartett Conspiracy, das neben ihm aus Keyboarder Ståle Storløkken, Drummer Pål Thowsen, der durch sein detailreiches Spiel auf den Arild Andersen-Alben in den 70er-Jahren Bekanntheit erlangte, und dem jungen Bassgitarristen Endre Hareide Hallre besteht. Das nutzte er zunächst, um Stücke seiner Bands Odyssey und The Chasers weiterzuentwickeln und sich somit wieder mehr auf seine rockigen Wurzeln zu besinnen, wie man auf den Tourneen des Vierers in den letzten Jahren sehen konnte, die er aus gesundheitlichen Gründen sitzend bestritt. Diese Pläne verwarf er jedoch irgendwann. Jedenfalls begab er sich im Februar letzten Jahres ins Rainbow Studio in Oslo, um unter der Regie von Manfred Eicher mit der Band neues Material einzuspielen. Das findet man nun auf "Conspiracy", seiner ersten Studioplatte seit rund zwei Jahrzehnten. Die verbindet die atmosphärischen Qualitäten seines 75er-Meilensteins "Odyssey" mit der verspielten, treibenden Kraft der beiden The Chasers-Alben Mitte der 80er. Schon wenn in "As If The Ghost ... Was Me!?" die ersten polyrhythmischen Drum-Sounds erklingen und sich kurze Zeit später Rypdals sphärische Fender Stratocaster sowie Storløkkens psychedelische Keyboard-Klänge dazugesellen, kann man sich den melancholischen Tönen nicht mehr entziehen. Später kommen noch erdige Bass-Sounds hinzu. Die Nummer prägen überwiegend auf- und abebbende Saiten-Klänge, gelegentlich auch verzerrt, so dass man vor dem inneren Auge bei Regen auf das unruhige norwegische Meer blickt. Die Entladung bleibt jedoch aus. Das Stück verpflichtet sich ganz dem perfektionierten Schönklang von "Odyssey". Daran ändert sich auch mit dem folgenden "What Was I Thinking" nichts, das noch etwas nachdenklicher klingt, wenn Rypdals Band größtenteils im Hintergrund für atmosphärische Nuancen sorgt, so dass die verzerrten Saiten-Sounds ihre emotionale Wucht nicht verfehlen. Spätestens hier merkt man, dass der Norweger nichts an Magie eingebüßt hat. Sein Spiel tönt immer noch so ausdrucksstark wie zu "Odyssey"- oder The Chasers-Zeiten. Dass er auch Rock immer noch aus dem Stegreif beherrscht, beweist der Titeltrack danach. Dort reißt er sich zu variablen Rhythmusverschiebungen an den Drums, verspulten Orgel- und spröden Bassklängen nicht nur zu deutlich freieren Jazz-Tönen hin, sondern betont auch seine wilde und ruppige The Chasers-Seite. Es folgt mit "By His Lonesome" wieder eine Ballade, die mit nächtlichen Keyboard-Tönen und dezenten Drumeinwürfen im Hintergrund aufwartet. Dabei stehen poetische Bass-Sounds im Vordergrund, die Rypdal mit zurückhaltenden Klängen noch weiter akzentuiert. So kommt die gesamte lyrische Klasse Hallres hervorragend zur Geltung. Mit seiner Vielseitigkeit und Sensibilität braucht sich der junge Musiker hinter großartigen Rypdal-Bassisten wie Barre Phillips, Sveinung Hovensjø, Miroslav Vitous und Bjørn Kjellemyr auf jeden Fall nicht zu verstecken. "Baby Beautiful" besteht zu Beginn ebenfalls aus stimmungsvollen Balladen-Klängen, hat aber in der Mitte auch ein paar ungestümere Sounds aus der Fender Stratocaster zu bieten. Gegen Ende stellt sich noch mit verschnörkelten Einsprenseln Storløkkens ein gewisses 70er-Jahre-Miles Davis-Feeling ein, nur um wenig später in einem hymnischen Finale Rypdals zu münden, das mitreißender kaum sein könnte. Zwischendrin schlägt der Norweger auch betörende Töne an, die an die ruhigen Stücke von The Chasers erinnern. Seine große stilistische Bandbreite manifestiert sich letzten Endes in dieser Nummer. "Dawn" entführt dann zum Schluss mit bedrohlichem Schlagwerk und ambienter, finsterer Elektronik in die Dämmerung. Am Ende bleibt ein Album, das trotz aller musikalischen und emotionalen Vielschichtigkeit eine atmosphärisch in sich geschlossene, melancholische Einheit bildet. Es zeigt Rypdal in Bestform. © Laut
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Jazz - Erschienen am 11. September 2020 | ECM

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Der 73-jährige Saitenmagier Terje Rypdal gründete 2017 das Quartett Conspiracy, das neben ihm aus Keyboarder Ståle Storløkken, Drummer Pål Thowsen, der durch sein detailreiches Spiel auf den Arild Andersen-Alben in den 70er-Jahren Bekanntheit erlangte, und dem jungen Bassgitarristen Endre Hareide Hallre besteht. Das nutzte er zunächst, um Stücke seiner Bands Odyssey und The Chasers weiterzuentwickeln und sich somit wieder mehr auf seine rockigen Wurzeln zu besinnen, wie man auf den Tourneen des Vierers in den letzten Jahren sehen konnte, die er aus gesundheitlichen Gründen sitzend bestritt. Diese Pläne verwarf er jedoch irgendwann. Jedenfalls begab er sich im Februar letzten Jahres ins Rainbow Studio in Oslo, um unter der Regie von Manfred Eicher mit der Band neues Material einzuspielen. Das findet man nun auf "Conspiracy", seiner ersten Studioplatte seit rund zwei Jahrzehnten. Die verbindet die atmosphärischen Qualitäten seines 75er-Meilensteins "Odyssey" mit der verspielten, treibenden Kraft der beiden The Chasers-Alben Mitte der 80er. Schon wenn in "As If The Ghost ... Was Me!?" die ersten polyrhythmischen Drum-Sounds erklingen und sich kurze Zeit später Rypdals sphärische Fender Stratocaster sowie Storløkkens psychedelische Keyboard-Klänge dazugesellen, kann man sich den melancholischen Tönen nicht mehr entziehen. Später kommen noch erdige Bass-Sounds hinzu. Die Nummer prägen überwiegend auf- und abebbende Saiten-Klänge, gelegentlich auch verzerrt, so dass man vor dem inneren Auge bei Regen auf das unruhige norwegische Meer blickt. Die Entladung bleibt jedoch aus. Das Stück verpflichtet sich ganz dem perfektionierten Schönklang von "Odyssey". Daran ändert sich auch mit dem folgenden "What Was I Thinking" nichts, das noch etwas nachdenklicher klingt, wenn Rypdals Band größtenteils im Hintergrund für atmosphärische Nuancen sorgt, so dass die verzerrten Saiten-Sounds ihre emotionale Wucht nicht verfehlen. Spätestens hier merkt man, dass der Norweger nichts an Magie eingebüßt hat. Sein Spiel tönt immer noch so ausdrucksstark wie zu "Odyssey"- oder The Chasers-Zeiten. Dass er auch Rock immer noch aus dem Stegreif beherrscht, beweist der Titeltrack danach. Dort reißt er sich zu variablen Rhythmusverschiebungen an den Drums, verspulten Orgel- und spröden Bassklängen nicht nur zu deutlich freieren Jazz-Tönen hin, sondern betont auch seine wilde und ruppige The Chasers-Seite. Es folgt mit "By His Lonesome" wieder eine Ballade, die mit nächtlichen Keyboard-Tönen und dezenten Drumeinwürfen im Hintergrund aufwartet. Dabei stehen poetische Bass-Sounds im Vordergrund, die Rypdal mit zurückhaltenden Klängen noch weiter akzentuiert. So kommt die gesamte lyrische Klasse Hallres hervorragend zur Geltung. Mit seiner Vielseitigkeit und Sensibilität braucht sich der junge Musiker hinter großartigen Rypdal-Bassisten wie Barre Phillips, Sveinung Hovensjø, Miroslav Vitous und Bjørn Kjellemyr auf jeden Fall nicht zu verstecken. "Baby Beautiful" besteht zu Beginn ebenfalls aus stimmungsvollen Balladen-Klängen, hat aber in der Mitte auch ein paar ungestümere Sounds aus der Fender Stratocaster zu bieten. Gegen Ende stellt sich noch mit verschnörkelten Einsprenseln Storløkkens ein gewisses 70er-Jahre-Miles Davis-Feeling ein, nur um wenig später in einem hymnischen Finale Rypdals zu münden, das mitreißender kaum sein könnte. Zwischendrin schlägt der Norweger auch betörende Töne an, die an die ruhigen Stücke von The Chasers erinnern. Seine große stilistische Bandbreite manifestiert sich letzten Endes in dieser Nummer. "Dawn" entführt dann zum Schluss mit bedrohlichem Schlagwerk und ambienter, finsterer Elektronik in die Dämmerung. Am Ende bleibt ein Album, das trotz aller musikalischen und emotionalen Vielschichtigkeit eine atmosphärisch in sich geschlossene, melancholische Einheit bildet. Es zeigt Rypdal in Bestform. © Laut
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Jazz - Erschienen am 21. August 2020 | ECM

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Jazz - Erschienen am 26. Juni 2020 | ECM

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Sechzehn Jahre schon geht Marcin Wasilewski bei ECM ein und aus. Beim Münchner Label hat sich der polnische Pianist inzwischen einen sehr persönlichen, aber wesentlichen Platz erobert, und zwar mit seinem Trio, zu dem seine Landsmänner - der Kontrabassist Slawomir Kurkiewicz und der Schlagzeuger Michał Miśkiewicz - gehören. Anlässlich dieses Jahrestages hat die Gruppe zu ihrer Fiesta in kleinem Rahmen einen hochkarätigen Tenorsaxophonisten zu Gast gebeten: Joe Lovano. Die nie aufdringlich wirkende Lyrik des Amerikaners schmiegt sich ideal an das von Bill Evans und Keith Jarrett inspirierte Klavier an, während Wasilewski sich stets mit recht sparsamen Mitteln ausdrückt. Aber nicht alles besteht einzig und allein aus Klugheit und Bedachtsamkeit, denn Wasilewski ist, wie etwa in dem unzähmbaren Cadenza, durchaus redegewandt, ja unvorhersehbar. Bei der einzigen Neuinterpratation der Platte, Improvisationen zu Carla Bleys Klassiker Vashkar, entpuppt er sich als besonders mysteriös. © Max Dembo/Qobuz
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Jazz - Erschienen am 26. Juni 2020 | ECM

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Jazz - Erschienen am 12. Juni 2020 | ECM

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Nach dem 68-jährigen, irdischen Dasein und mit mehr als 40 als Leader eingespielten Alben auf dem Konto bringt John Scofield nun bei ECM seine erste Platte als Frontmann heraus. Das Album wurde Anfang 2019 innerhalb eines einzigen Tages in New York eingespielt, womit er in erster Linie die Musik seines langjährigen Freundes und Mentors Steve Swallow feierte.  Als der Gitarrist den um elf Jahre älteren Bassisten kennenlernt und zum ersten Mal mit ihm spielt, ist er erst 20 Jahre alt und Student in Berklee - eine Kooperation, die noch heute andauert. Mit Neuinterpretationen von so unterschiedlichen Stücken wie Hullo Bolinas, Eiderdown, Falling Grace, Radio und weniger bekannten Werken betont Sco vor allem, wie sehr ihm Swallows Kompositionen am Herzen liegen. Das gegenseitige musikalische Verständnis ist dermaßen groß, dass diese Swallow Tales sich oft wie eine einzige Stimme anhören. „Manchmal, wenn wir spielen, klingt es so, als würden wir beide eine einzige, sogar richtig große Gitarre sein!“, sagt er. Und es gibt noch einen anderen alten Freund, den Schlagzeuger Bill Stewart, John Scofields Sideman seit Beginn der 90er Jahre.  „Das, was er tut, ist viel mehr als ‚Schlagzeug spielen‘. Bill liefert der Musik Nahrung, weil er die Melodie im Blut hat und gleichzeitig einen unheimlichen Swing produziert.“ Übrigens ist es dieser „powervolle Swing“, der dieser „großen Gitarre“ eine zehnmal größere Kraft verleiht. In dieser Dreierrunde gibt es keinen Leerlauf und ihre Balladen spielen sie mit derselben Begeisterung wie ihre Themen im Uptempo. Vor allem ist da dieser Scofield-Klang, eine Stimme, die man unter tausend anderen heraushört und die mit den Jahren mit einem immer wärmer werdenen Hauch überzogen wird. © Max Dembo/Qobuz

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