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Die Alben

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Jazz - Erscheint am 12. November 2021 | ACT Music

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Jazz - Erscheint am 29. Oktober 2021 | ACT Music

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Jazz - Erscheint am 8. Oktober 2021 | ACT Music

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Jazz - Erscheint am 8. Oktober 2021 | ACT Music

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Jazz - Erschienen am 10. September 2021 | ACT Music

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Jazz - Erschienen am 27. August 2021 | ACT Music

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Lampedusa Lullaby, das ACT-Debüt des Quartetts KUU!, wurde im Jahr 2018 von der Kritik gefeiert – und zwar mit unüblichen Begriffen, weil es für diese Musik noch keine Schublade gab. In der Süddeutschen wurden „kubistische Rockmusik“ und „wunderbare, harte Poesie“ gehört. Etwas bedeckter hielt sich laut: „Ziemlich dicke Ansage“, die Zeitschrift Kultur titelte mit „ProtoPostPunkJazz“. Begeistert waren alle. „Im Grunde möchten wir einfach nur spielen. Gute Konzerte mit dieser Band sind beglückend“, sagt Gitarrist Kalle Kalima. Sängerin Jelena Kuljić ergänzt: „Wenn wir spielen, ist es das reine Paradies.“ Auch für das Publikum. Komplettiert durch den Gitarristen Frank Möbus und dem Schlagzeuger Christian Lillinger waren KUU! unterwegs und wurde gefeiert auf großen Festivals und in angesagten Clubs. So wäre es weitergegangen, doch dann kam Corona… Also wurde die Arbeit in die Heimstudios nach München und Berlin verlegt. Neue Songs mussten her, um sich für das Danach frisch und die Band vital zu halten. Das Jetzt veränderte alles: die Kommunikation, die Prozesse, die Themen und die Art, wie sie in die Texte einflossen, die Beats, die rhythmischen Verflechtungen, die Sounds und überhaupt die Energie produzierende Reibung innerhalb dieser Band der starken Persönlichkeiten.Gespenstisch und verunsichernd war es, als wäre eine dystopische Zukunft plötzlich Gegenwart. Ohnehin hatten KUU! – was im Finnischen Mond bedeutet – darüber nachgedacht, die Texte des neuen Albums in einer nahen Zukunft zu verorten. Die Welt von Blade Runner aber war plötzlich Realität: Paranoia, Kontrolle, Macht und Misstrauen, die Fälschung der Welt, Umweltzerstörung, Mensch versus Roboter … Der Kultfilm mit Harrison Ford basiert auf dem S-F-Roman Träumen Androiden von elektrischen Schafen? des Amerikaners Philip K. Dick. Ihm ist auch der Album-Titel Artificial Sheep entlehnt.„Wenn man seine Arbeit in der Öffentlichkeit macht“, sagt Jelena Kuljić, „hat man die Aufgabe, sich mit der Welt zu befassen.“ Simple Liebeslieder hätten heute etwas Verlogenes. Corona wurde zum Katalysator einer ins Netz verschwindenden Welt. Das hat die Intensität und poetische Kraft der neuen Texte gesteigert. Sie handeln von der Flucht vor Realitäten in den schönen Schein, von digitalen Schafen, die andere Hirten suchen. Sie schichten den Bilderberg einer klaustrophobischen Welt. Eine taucht „aus der Sicherheit ihrer Küche in die Welt der Superheldinnen ein“. Ein anderer weiß bei all den digitalen Manipulationen gar nicht mehr, ob er als Roboter oder als Mensch durch die Welt taumelt. Es öffnen sich Räume für Verschwörungstheorien, die für politische Ambitionen ausgenutzt werden. Auch die Kommunikationsprobleme von Menschen, die sich nah sind, wachsen. Im Intro zu Miss Stress zitiert Kuljić den Selbstverwirklichungsanspruch der Aktivistin Emma Goldman, um von dort auf Gender- und Diversifizierungsfragen zu kommen. Leben werden aus den Bruchstücken der Erinnerung rekonstruiert. Zwei Coverversionen von Arcade Fire und den Beastie Boys thematisieren Zerbrechlichkeit und Versuche, das System zu sprengen. Darwinistische Überlebensregeln als Gruppenzwang, wie sie der skandinavische Romancier Aksel Sandemose als Gegenentwurf zu den zehn Geboten im Jante-Gesetz formulierte, scheinen auf in Book of Nihil, das wie eine schräge atonale Hymne das Album abschließt.Nichts in diesen Texten über unsere schöne neue Welt wird mit erhobenem Zeigefinger vorgetragen. Sehnsuchtsvoll, charming und direkt, dann wieder spröde, sperrig und provokant interpretiert diese höchst intensive Sängerin, die als Schauspielerin an den Münchner Kammerspielen arbeitet, die Bilderflut der Gegenwart mit ihren Dringlichkeitssteigerungen. Das ist nicht mehr in gängigen Strophe-Refrain-Schemen zu verhandeln. Hier gibt es kein Trallala. Wie die grandiose Band mit ihrer Sängerin lustvoll durch diese Textgebirge steigt, wie sie ihren so anderen Songs dient und sie mit ausgefuchster Musikalität steigert, das ist ohne Vergleich. Sie leuchten Klüfte und Schluchten aus, bewahren die Rätsel und agieren als Team jenseits der Selbstdarstellung. Das ist markant und bis in die Details spannend. Eben deswegen dringt diese Kunst zu Essenzen vor, ohne dabei jemals zu moralisieren. Die beiden Gitarren verschmelzen zu einem Megainstrument, wobei sie weder das Wettbewerbsmäßige des Jazz noch das Simplifizierende des Rock bedienen. In dieses Zwischenreich hinein schlägt das Schlagzeug zu mit immer neuen druckvollen Finessen. Das ergibt eine Musik genau für diese Zeit: energetisch, aufstörend, wuchtig, doch gleichzeitig filigran und eindringlich plausibel: Ein Glücksfall für vorurteilsfreie Hörer. „Sind wir laut genug?“, fragte Jelena Kuljić während eines der großartigen KUU!-Konzerte. Genau darum geht es: Diese Band muss gehört werden, sie ist gemeinsam in Bewegung. „Eine der krassesten Sachen, die ich je gemacht habe“, nennt Kalle Kalima Artificial Sheep. © ACT Music

Jazz - Erschienen am 13. August 2021 | ACT Music

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Jazz - Erschienen am 23. Juli 2021 | ACT Music

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Jazz - Erschienen am 30. April 2021 | ACT Music

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Jazz - Erschienen am 26. März 2021 | ACT Music

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Das altgriechische „téchne“ lässt sich kaum adäquat übersetzen. In der europäisch geprägten Philosophie ist das Wort bis heute prägend für das Verständnis von Kunst, Wissenschaft und Technik. Der Begriff kennt keine Unterscheidung dieser Kategorien. Genau deshalb definiert er das neue Album der Jazzrausch Bigband, die 2014 von dem Posaunisten Roman Sladek in München gegründet wurde. Das bedeutet: Vom ersten Moment an sind die Stücke ein Statement dafür, dass alles fließt – für die Musik gilt dies ebenso wie für die Texte. „Der Literat“ ist durchaus nicht der einzige Track, an dem man ablesen kann, wie weit die 35 Musikerinnen und Musiker immer wieder über den Tellerrand des Jazz hinausschauen. Technobeats betten an Strawinsky angelehnte Harmonien ein. Mal umtänzelt eine Flöte, mal Jakob Manz’ Altsaxofon Jelena Kuljics expressiven Gesang. Zum flirrenden „AI 101“ ließ Komponist Leonhard Kuhn sich von Künstlicher Intelligenz inspirieren – nein, besser: Er tat sich mit der KI zusammen. Bei „Mosaique Bleu“ spielt Funk eine tragende Rolle. Das sphärische „Green Sun“ wechselt immer wieder Tempi, Rhythmen und Stimmungen. Was für ein Wahnsinn! Trotz dieser Vielschichtigkeit eint alle Nummern doch eines: Sie sind extrem tanzbar. Aufgenommen wurden sie im Münchner Technoclub Harry Klein, dort ist die Jazzrausch Bigband Artist in Residence. „What It Is“ bietet eine Kombination aus satten Bläsern und hämmernden Beats; es beschäftigt sich mit der Corona-Krise. Bei „Shuffling Steps“ lautet die Gleichung: Perlend leichter Jazz plus geschmackvolle Beats ergeben grandiose Musik. Das ist einfach unwiderstehlich. © Leischow, Dagmar / www.fonoforum.de
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Jazz - Erschienen am 26. Februar 2021 | ACT Music

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Man kennt Joachim Kühn als Teil zahlloser Formationen und spannender Projekte. Auf seinem neuesten Album Touch the Light erleben wir den deutschen Pianisten nun in sich gekehrt und mit nichts und niemanden beschäftigt als mit sich und seinem Klavier. Ein intimes Balladen-Album, das nach dem Licht greift. Neben Jazz-Interpretationen von bekannten Pop-Songs wie Princes Purple Rain, Bob Marleys Redemption Song, Eddie Cooleys Fever sowie Themen aus Jazz und Klassik wie Bill Evans' Peace Piece oder Beethovens Allegretto aus der 7. Sinfonie beschert uns Joachim Kühn auch Eigenkompositionen. Der deutsche Jazz-Pianist, der wohl zu den international erfolgreichsten seiner Generation zählt, hat das besondere Jahr 2020 und die damit einhergehende Abgeschiedenheit genutzt, um ein Album zu schaffen, das, mit Blick auf seine Vorgänger, überraschend introvertiert wirkt. Musikalisch gewinnt die Melodie über die Improvisation und die Emotion über das große Spektakel. Und passenderweise erscheint das Album nun zu Beginn dieses neuen Jahres 2021 mit einem zuversichtlichen Titel, das zum Licht am Ende des Tunnels weist und über dessen Titelstück Joachim Kühn selbst sagt: „Hier steckt eine Menge Liebe drin. Und Freude.“ © Qobuz
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Jazz - Erschienen am 19. Februar 2021 | ACT Music

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Dieses in audiophiler Pracht im Rahmen der Reihe „Jazz at Berlin Philharmonic“ aufgenommene Live-Album strotzt vor Geschichte(n). Denn schon 1976 hatten die Gitarristen Larry Coryell und Philip Catherine in dem Scharoun-Bau als Duo für Furore gesorgt. Dass ihr Auftritt vom 24. Januar 2017 dort mit dem sprechenden Titel „The Last Call“ nun vorliegt, ist ein großes Glück. Vor allem für Fans von Larry Coryell, denn der starb wenig später, am 19. Februar 2017, in New York an Herzversagen. Wie wirkmächtig die Partnerschaft von Larry Coryell und Philip Catherine war, zeigen gleich die ersten Takte ihres Openers. Dürfte doch jeder sofort „Miss Julie“ erkennen, deren mitreißende Erscheinung 1977 maßgeblich dazu beitrug, dass die Studio-LP „Twin House“ der beiden Gitarristen zum durchschlagenden Erfolg wurde. Der lässig groovenden, dabei rhythmisch vertrackten, erinnerungsseligen Ohrwurmmelodie folgt prompt der zweite Track des legendären Albums, „Homecomings“ des unverwechselbaren Philip Catherine, der nun die Führung in den blitzschnell wechselnden Dialogen übernimmt. Dann verwandeln die beiden betörend fingerfertig Luis Bonfás berühmten Bossa Nova „Manhã de Carnaval“ in eine kleine Kostbarkeit, um sich im Anschluss an Coryells „Jemin-Eye’n“ für neue Begegnungen aufzusplitten. Erst lotet Catherine mit Jan Lundgren am Flügel den Gershwin-Klassiker „Embraceable You“ delikat swingend aus, dann liefert der Bassist Lars Danielsson mit „Bags’ Groove“ ebenjenen für Coryells zitatenreichen Saitenzauber. Zum Grande Finale begeben sich alle Mann auf die „Green Dolphin Street“, wobei Paolo Fresu hinzu- und feurig ins Horn stößt. Eine coole Jamsession, die nach fast zehn Minuten in tosendem Applaus endet. © Thielmann, Sven / www.fonoforum.de
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Jazz - Erschienen am 25. September 2020 | ACT Music

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Jazz - Erschienen am 31. Juli 2020 | ACT Music

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Jazz - Erschienen am 29. Mai 2020 | ACT Music

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Jazz - Erschienen am 27. März 2020 | ACT Music

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Angesichts ihrer selbstverlegten Scheibe „Bruckners Breakdown“ von 2016 darf man davon ausgehen, dass der nun apostrophierte Zusammenbruch zum Titanen-Jubel sich eigenem Interesse der Jazzrausch-Masterminds Roman Sladek und Leonhard Kuhn verdankt – und nicht etwa kommerziellen Erwägungen ihres Labels ACT. So oder so dürfte das wegweisende Münchener Kollektiv, das sich aus 40 Musikern inklusive einiger Damen speist, mit „Beethoven’s Breakdown“ Erfolge weit über die Jazzszene hinaus feiern. Schließlich spielt diese hammerharte Big Band rein akustisch fabrizierten Techno, den lediglich ihr genialer Arrangeur Leonhard Kuhn mit dezenten Electronics anfettet. Was ein hypnotischer, mächtig in die Beine gehender Rausch ist, wie sich schon nach wenigen Takten zeigt. Denn nur kurz leuchtet die vom Blech delikat offerierte Ohrwurm-Melodie der von ihrem Schöpfer nicht sonderlich geschätzten „Mondschein“-Sonate, um flott von treibenden Beats abserviert und in unerhörte Gefilde getragen zu werden. Was man ebenso wie das folgende „Allegretto“ der Sinfonie Nr. 7 in Beethoven-tauglicher Lautstärke genießen sollte. Und dabei jede Menge feiner Details entdecken kann, würzen doch vor allem die Bläser das groovige Gebräu immer wieder mit eindrucksvollen Soli. Dass ACT-Star Nils Landgren das zentrale Opus dieser Dancefloor-Scheibe – Leonhard Kuhns fabelhafte vierteilige „Sonata in Fm“ à la Ludwig – posaunistisch adelt, ist wahrlich nett, wäre aber auch aus eigener Kraft möglich gewesen. Mit einer aberwitzigen Neudeutung der ersten beiden Sätze des Streichquartetts op. 131 ist „Beethoven’s Breakdown“ perfekt. Und der Jazzrausch-selige Hörer halb taub. © Thielmann, Sven / www.fonoforum.de
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Jazz - Erschienen am 31. Januar 2020 | ACT Music

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 4F de Télérama - 5 Sterne Fono Forum Jazz
Das ist beinahe zu schön, um wahr zu sein: „Epilog zur Hoffnung“ heißt das magische Intro dieses Albums. Und es hängt die Messlatte für dieses Duo von Klavier und Geige schon einmal unglaublich hoch. Umso traumhafter, dass Joachim Kühn und Mateusz Smocynski sie nie reißen werden. Dabei schlägt schon das nächste Stück eine vollkommen andere Tonart an. Wie ein Frage- und Antwortspiel werden nun Motive angerissen, fortgeführt, ausgesponnen – und ja, da ist der selbstvergessene Anfang wie weggeblasen und macht einer enormen Dringlichkeit Platz, die die Aufnahme durchziehen wird. Sicher, der polnische Geiger aus dem Atom String Quartett begreift das Musizieren hörbar als komplett sinnlichen Moment: Seine Geige singt, seufzt, gibt sich stets hochmusikantisch und erzählerisch. Hier schlägt die Musik einen weiten Bogen, ist „Schubertauster“ vom Akkordeonisten Vincent Peirani zu hören, auch Rabih Abou-Khalils „I’m Better Off Without You“, dazu abseitiges wie Gurdjiefs „No. 40“ aus seinem „Asian Songs And Rhythms“. Dazu Eigenes von Kühn, der sich melodisch gibt wie selten, sich zu erinnern scheint an seine frühe Zeit, als er klassische Musik spielte. Ein Stück von ihm ist nach dem Teufelsgeiger „Paganini“ benannt. Anderes tönt wieder sehr modern. Über allem aber scheint die gemeinsame Besinnung an den berühmten Geiger Zbigniew Seifert zu stehen, mit dem Kühn eng befreundet war. Für Smocynski ist Seifert eher ein Übervater, ein Leit- und Vorbild. Aber auch eine kritische Instanz, was das eigene Spiel anbetrifft. Selten haben sich zwei Musiker derart gut verstanden. Das Treffen von Kühn und Smocynski ist ganz einfach ein Glücksfall! © Urbach, Tilman / www.fonoforum.de
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Jazz - Erschienen am 25. Oktober 2019 | ACT Music

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Die Münchener „Jazzrausch Bigband“ genießt mittlerweile, obwohl sie live aus Kostengründen (allein die Übernachtungen würden jeden Veranstalter ruinieren) kaum einmal den Weißwurst-Äquator überquert hat, einen Ruf wie Donnerhall. Weshalb „Dancing Wittgenstein“ nun als Reissue die verdiente Breitenwirkung entfalten darf, während das allererste Programm „Sing! Sing! Sing!“ pünktlichst zur Weihnachtszeit seine Tonträger-Premiere erlebt. Heiliger Bimbam, „what a band!“ Denn wie diese aus einem 40-köpfigen Kollektiv schöpfende Big Band hier durch von Leonhard Kuhn grandios arrangierte heimische Christmas-Klassiker swingt, ist ganz großes Kino. Da rieselt leise der Schnee à la Count Basie, singen die Engel Herp-Alpert-selig auf den Feldern, gibt’s gar Stan-Kenton-mäßige Gaben, denen Patricia Römer völlig ironiefrei die immergrünen Texte mit fein-duftigem Sopran auflegt. Keine Parodie, sondern ein fabelhaftes Geschenk, das jeden mitreißend in weihnachtlichen Jazzrausch versetzt. Gefeiert wird aber woanders, nämlich im Münchener Techno-Club „Harry Klein“, wo die „Jazzrausch Bigband“ als House-Kapelle firmiert. Wie sie dort den Dancefloor aufkochen, zeigt ihre beinhart groovende Melange aus Hip-Hop, Techno und Soul auf „Dancing Wittgenstein“ mit der nun hypnotischen Patricia Römer. Handgemacht und mundgeblasen, geht die von Kuhn mit Electronics dekorierte Chose voller packender Details derart tierisch ab, dass man mit dieser Scheibe ultracool jede Party in Trance versetzt. Garantiert nix für eine stille Weihnacht, aber überwältigend perfekt, um der Jugend zu zeigen, was Jazz auch sein kann. Play it loud! © Thielmann, Sven / www.fonoforum.de
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Jazz - Erschienen am 14. Juni 2019 | ACT Music

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Es ist kein Zufall, dass dieses Konzert mit Monks „Round Midnight“ beginnt. Immerhin hatte dieser Song die Jazz-Philanthropin Pannonica de Koenigswarter auf den Pianisten aufmerksam gemacht. Und das zu einer Zeit, als der Personalstil dieses heute legendären Pianisten höchst umstritten war. Wann immer Monk in den folgenden Jahren durch Drogen, den Entzug der Cabaret Card, der ein sofortiges Auftrittsverbot zur Folge hatte, in Schwierigkeiten geriet, sprang ihm Pannonica zur Seite. Sie war schwerreiche Rothschild-Erbin und ursprünglich Diplomatengattin. Aber der schwarzamerikanische Jazz vermittelte ihr über alle Rassenschranken hinweg ein Gefühl der Freiheit. Das inzwischen neunte „Jazz At Berlin Philharmonic“ ist nun der berühmten Jazz-Mäzenatin gewidmet und bietet einen Reigen von Monk-Kompositionen, aber auch Horace Silvers Widmungssong „Nica’s Dream“. Unter der Leitung des Pianisten Iro Rantala ist die New Yorker Sängerin Charenée Wade stimmlich wunderbar präsent, gefolgt von den Saxbläsern Angelika Niescier und dem Veteranen Ernie Watts. Vor allem Letztere vertreiben den Gedanken an einen allzu „smooth“ dahingleitenden Abend. Beide weiden die Themen aus, lassen sich musikalisch keine Fesseln anlegen, blasen sich die Seele aus dem Leib, bevor Wade die Songs wieder in die Erkennbarkeit überführt. Auch Rantala lässt seine pianistischen Fähigkeiten glänzen. Manchmal klingt er wie ein moderner Monk, freilich scheint dabei genug Virtuosität durch, um Rantala kenntlich zu machen. Kurator der Reihe ist ACT-Produzent Siggi Loch. Wie Pannonica hatte er ein musikalisches Erweckungserlebnis mit 15, als er Sidney Bechet live hörte. Die Folgen sind bekannt! © Urbach, Tilman / www.fonoforum.de
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Jazz - Erschienen am 14. Juni 2019 | ACT Music

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Eine Fazialisparese ist nie schön – aber am allerwenigsten für einen Bläser, der seine Gesichtsmuskulatur zur Tonbildung benötigt. Den Trompeter Luca Aquino traf es 2017 just vor dem Start seiner „Jazz-Bike-Tour“, die ihn radelnd von seiner kampanischen Heimatstadt Benevento quer durch Europa bis nach Oslo führen sollte. Nun, mit hartem Physio-Training und ausdauerndem Üben hat der inzwischen 45-Jährige seither sowohl Ansatz wie Spielvermögen zurückerobert, was er nun mit seinem „Italian Songbook“ strahlkräftig wie eh und je feiert. Wobei der früher „apostolo del Miles“ genannte Aquino vor allem am Flügelhorn spürbar nach seinem Mentor Paolo Fresu klingt. Mit ebenso geradliniger, zart vibrierender Melodieführung, die weite Bögen spannt und dabei schnörkellose Geschichten erzählt. Wie „La canzone dell’armore perduto“ des Cantautore Fabrizio De André, das mit bitter-süßen Klängen des Orchestra Filarmonica di Benevento elegisch untermalt ist. Während er für „Caruso“ seines Freundes Lucio Dalla allein auf die stupenden Tastenkünste von Danilo Rea und Natalino Marchettis flirrendes Akkordeon vertraut, um duftige Stimmungen zu zaubern. Umrahmt werden die zumeist kaum bekannten Canzoni von Nino Rotas „La Strada“ und „Deborah’s Theme“ von Ennio Morricone, wozu sich mit „So che ti perderò“ eine rare Perle von Chet Baker gesellt, die der 1962 unter Federführung des legendären Filmkomponisten während der RCA-Sessions für „Chet Is Back!“ aufgenommen hatte. Und hier von Luca Aquino in ganz eigenem Duktus beseelt wird, der sein zwischen Intimität und Opulenz schillerndes „Italian Songbook“ durchgängig zum Vergnügen macht. © Thielmann, Sven / www.fonoforum.de

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