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Die Alben

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Jazz - Erschienen am 26. April 2019 | ACT Music

Hi-Res Booklet
Natürlich kann der Mann Klavier spielen. Und wie: Vor Jahren erschien mit „Good Days At Schloss Elmau“ ein akustisches Überraschungsei: So frisch und frei, so brillant und fantasievoll, dabei von erlesenem Geschmack und einiger pianistischer Raffinesse hatte man Soloklaviermusik lange nicht gehört. Nun hat Gwilym Simcock auf „Near And Now“ nachgelegt. Einmal in Ruhe zu Hause aufnehmen, das war immer der Traum des Pianisten. In der Vergangenheit hatte er seine Musik daheim komponiert und draußen in den Sälen und Studios eingespielt. Nun sollte es andersherum geschehen. Simcock erstand einen Flügel für seine Berliner Wohnung und stellte Mikros auf. Natürlich gibt es Vorbilder: vor allem Keith Jarretts intimes „The Melody At Night With You“. Aber so zurückgenommen wie Jarrett auf seinem Album ist Simcock lange nicht. Er ist eher auf ein Füllhorn der pianistischen Möglichkeiten aus, schwelgt in Harmonieprogressionen, lässt dazu die rechte Hand laufen. Seine meist mehrteiligen Stücke sind ganz unterschiedlichen Tastenkollegen gewidmet. So gibt sich seine Hommage an Brad Mehldau rhythmisch stark akzentuiert. Tatsächlich spürt man da Mehldaus Schatten in Simcocks Spielweise. Erstaunlich lyrisch fällt dagegen seine Anlehnung an den Fusion-Keyboarder und Leader der Yellowjackets, Russell Ferrante, aus. Vielleicht am interessantesten klingt „Many Worlds Away“: Ungewöhnlich introspektiv nähert sich Simcock in einem weiten Spannungsbogen hier Egberto Gismonti. Jahrelang war Simcock mit Pat Metheny um die Welt getourt. Wann immer er konnte, griff er zum Stift, um musikalische Ideen zu skizzieren. Nun hat er sie wunderbar zum Klingen gebracht. © Urbach, Tilman / www.fonoforum.de
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Jazz - Erschienen am 25. Juli 2014 | ACT Music

Booklet
Kaum hat der walisische Pianist seine klassisch-romantische Ader im intimen Duo mit dem Bassisten Youri Goloubev gezeigt („Duo Art: Reverie At Schloss Elmau“, ACT; s. FF 02/14), da lebt er sie schon in deutlich größerem Kontext aus: mit zwei je fünfteiligen Suiten, davon eine mit Kammerorchester. Beide sind weitgehend auskomponiert, erlauben innerhalb der Struktur aber improvisatorische Beiträge. Den Kern beider Ensembles bildet Simcocks Jazztrio, mal organisch in den klassischen Klangkörper integriert, mal um Klassikinstrumente erweitert. „Move!“ ist ein Werk aus einem Guss mit durchkomponierten, stilistisch unterschiedlichen orchestralen Teilen und improvisierten Überleitungen für Soloklavier. Hauptsolist ist durchweg Simcock; in Part 5 („Industrial“) – wo auch John Parricelli mit halligen Gitarrensounds hinzustößt – entspinnt sich zwischen ihm und Martin France ein spannendes Klavier-Schlagzeug-Duett. Das Orchester, das zuvor eher Farbpaletten aufgefächert oder sein Wechselspiel mit Vorder-/Hintergrundfunktionen getrieben hat, kommt auf der Zielgeraden einer veritablen Big Band nahe. Gegenüber dem durchlaufenden, orchestralen „Moves!“ ist „Simple Tales“ eher als Folge kleinerer Kammerjazzstücke angelegt. Hier bindet Simcock ein klassisches Klaviertrio (mit Geige, Bratsche) und ein jazziges Pianotrio (mit Bass, Drums) zusammen; sein Klavier stellt den Knoten zwischen beiden dar. Mit Sinn fürs Kleine, besinnlichen Momenten und Rückgriffen auf Folk und Dance steht „Simple Tales“ zum ambitionierten „Move!“ in schönem Kontrast. © Klostermann, Berthold / www.fonoforum.de
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Jazz - Erschienen am 7. Januar 2011 | ACT Music

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ACT Music im Magazin
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