Ihr Warenkorb ist leer!

Genre :

Ähnliche Künstler

Die Alben

Ab
HI-RES25,49 €
CD17,29 €

Electronic - Erschienen am 26. Februar 2021 | Duophonic

Hi-Res
Ab
HI-RES17,49 €
CD13,99 €

Alternativ und Indie - Erschienen am 16. November 2018 | Too Pure

Hi-Res
Ab
CD20,49 €

Electronic - Erschienen am 13. September 2019 | Duophonic - Warp Records

Ab
CD20,49 €

Electronic - Erschienen am 13. September 2019 | Duophonic - Warp Records

Ab
CD13,49 €

Electronic - Erschienen am 5. April 1996 | Duophonic

Das vierte Album der Indie-Avantgardisten Stereolab fasziniert schon mit dem bizarren Namen (entlehnt von einem japanischen Film aus dem Jahr 1971 namens "Tomato Kecchappu Kôtei") sowie dem grellgrafischen Retro-Cover (basierend auf einer Schallplattenhülle von 1964 zu Béla Bartóks "Concerto for Orchestra"). Flankiert von diesen extravaganten Referenzen steigt man dann vom ersten Ton an ein in das spacige Nerd-Karussell-Universum von Chanteuse Lætitia Sadier und ihrem Komplizen Tim Gane (Gitarre und Synths), die alle Songs von "Emperor Tomato Ketchup" schrieben. Wobei "einsteigen" eigentlich das unzutreffende Wort ist, man wird hier förmlich eingesaugt in einen so komplexen wie katzenschnurrenden Soundteppich, gewoben aus Streicher-Arrangements, Singsang-Parts, Synth-Orgien, Soundtrack-Erinnerungen und so vielem mehr. Ein Song auf dem Album heißt passenderweise dazu "The Noise Of Carpet". Charakteristika vieler Songs ist die scheinbare Monotonie, die Stereolab ausbreiten, doch unter dieser Oberfläche geschieht sehr viel, während der Hörer in einen fast tranceartigem Hypnosezustand geschickt wird: Oft melden sich kleine Gegenmelodien oder Gegengesänge (von der leider viel zu früh im Jahr 2002 nach einem Fahrradunfall verstorbenen Mary Hansen), die im Untergrund brummeln. So heißt der Opener treffenderweise "Metronomic Underground", in dem ein Beat wie ein Uhrwerk den Song regelrecht vorantreibt und Kraut mit Electronica vermählt. In Sachen Genres zeigt sich die Band sowie so geschmackssicher wie gewandt, es finden sich Spacerock, Sixties-Pop, Lounge-Elemente wie auch Easy Listening in Stereolabs uniquen Klangkonstruktionen, die oft um repetitive Soundfolgen kreisen und von dronigen Soundflächen aufgefangen werden. Die Einflüsse von solch disparaten Acts wie Neu!, Burt Bacharach, Philip Glass, Françoise Hardy, Beach Boys bis hin zu Kraftwerk sind zudem unüberhörbar und bilden einen Referenzchor, der erstaunlich harmonisch in seiner Zusammensetzung wirkt. Sadiers Stimme macht ebenfalls einiges von der Einzigartigkeit Stereolabs aus, ihr Gesang entwickelt mit einer Mischung aus Distanziertheit und Charme einen zusätzlichen hypnotischen Effekt. Besonders beeindruckend ist diese Meisterschaft in Monotonie beim Titelsong zu sehen, in dem sich über einen simplen immer gleich bleibenden Beat die Vocals geradezu emporschlängeln, während die blubbernden analogen Synths den Song zu einem rauschhaften Finale treiben. "Emperor Tomato Ketchup" gilt vielen als das absolute Meisterwerk der Band, ein Song fließt geradezu in den anderen. Maßgeblichen Anteil an den Arrangements hatte hier John McEntire (Tortoise, The Sea And Cake). Im Gegensatz zu den frühen Alben der Band ist hier kaum noch etwas von ihrer Rohheit zu hören. Der poppige wie vielschichtige Ansatz führte zu dem definierenden Moment und der eigentlichen Geburt der "Marke" Stereolab. Das Anhören dieses Albums zeigt, welch wichtige psychologisch, philosophisch wie politisch schlaue Band Stereolab sind – ohne dass dies auf den ersten Blick irgendwie sichtbar würde, dazu spinnen sie ihr musikalisches feines Netz zu clever. Und so ist es nur folgerichtig, dass auch diese Band der Neunziger im Jahr 2019 wieder auf Tour ist und alle ihre sieben Alben remastered wieder herausbringt. Doch der Kaiser, "Emperor Tomato Ketchup", bleibt natürlich der strahlendste Vertreter unter den herausgeputzten Werken. © Laut
Ab
CD13,49 €

Electronic - Erschienen am 28. September 2018 | Duophonic

Ab
CD13,49 €

Electronic - Erschienen am 9. August 1994 | Duophonic

Ab
HI-RES17,49 €
CD13,99 €

Alternativ und Indie - Erschienen am 16. November 2018 | Too Pure

Hi-Res
Ab
CD20,49 €

Electronic - Erschienen am 3. Mai 2019 | Duophonic - Warp Records

Ab
CD13,49 €

Electronic - Erschienen am 23. September 1997 | Duophonic

Ab
CD13,49 €

Electronic - Erschienen am 21. September 1999 | Duophonic

Bei mir ist das so: Wenn sich die Tanzfläche leert und DJ's umständlich mit Vinylkoffern hantieren, wenn die Nacht also von offizieller Seite für beendet erklärt wird, dann hoffe ich stets instinktiv auf die Rettung des Abends. Ich will nun allerdings auf etwas ganz spezielles hinaus und meine deshalb nicht die 24-Stunden-Tanke oder das letzte KSC-Spiel auf Video (grosser Gott, nein!), ich meine eine überaus intelligente Institution: den Chill-Out-Room. An Abenden, an denen ich in solchen Räumen auftauche, hege ich zwar selten noch Wünsche, aber wenn's sein muss, bitte Thievery Corporation oder Air. Oder - wer hätt's gedacht - Stereolab. Smooth muss es sein und Stereolab sind es seit jeher. Kritiker verurteilen die Band gerne mit dem Argument, jeder Song, ja jedes Album klinge wie der Vorgänger. Im Fan-Jargon heisst das: Toll, Stereolab erkennt man sofort. Beiden Meinungen ist nicht zu widersprechen. Das neue Album beginnt hektisch jazzy mit Bläsersatz, doch nach und nach setzt der vertraute Stereolab-Effekt ein: close your eyes and you will feel. Die Songs schmiegen sich einem zärtlich an, generieren nicht selten abstruse Gedankenkonstrukte und gefallen einfach. "People do it all the time" ist einer ihrer perfektesten Popsongs, "Blips drips and strips" durchquert vor Erreichen der Ohrmuschel ein Aquarium und "Caleidoscopic gaze" gerät derart süß, daß ich mir Gedanken um die Diabetiker-Fraktion unter den LAUT-Lesern mache. Alles wie gewohnt repetitiv, atmosphärisch und meditativ eigentlich auch. Sowas will ich hören, wenn der Kreislauf nach Erholung lechzt und wenn Laetitia Sadier dann noch auf französisch singt, befinden sich meine Glückshormone siedend im Optimum. Nur: Die radikale Kehrtwendung zu neuen musikalischen Ufern wird hier nicht vollzogen. "Cobra and phases..." ist einfach eine neue Stereolab-Platte, die zehnte. Sie ist gut, empfehlenswert, berechenbar. Sie ist gediegen, hat Charme und die "licence to chill". © Laut
Ab
CD20,49 €

Electronic - Erschienen am 3. Mai 2019 | Duophonic - Warp Records

Ab
CD20,49 €

Electronic - Erschienen am 29. November 2019 | Duophonic - Warp Records

Ab
CD13,99 €

Alternativ und Indie - Erschienen am 10. April 1992 | Too Pure

Ab
CD20,49 €

Electronic - Erschienen am 13. September 2019 | Duophonic - Warp Records

Ab
CD13,49 €

Electronic - Erschienen am 22. August 2001 | Duophonic

Ab
CD13,49 €

Electronic - Erschienen am 10. August 1993 | Duophonic

Ab
CD13,49 €

Electronic - Erschienen am 27. Januar 2004 | Duophonic

Es gibt Momente, in denen der alltagsbedingte Sättigungsgrad des Musikredakteurs erbarmungslos zuschlägt. "Die neue Stereolab ist da", rief ein Kollege kürzlich nach dem Postgang durch die Redaktion, woraufhin ich mich genötigt sah, den Blick noch sturer auf meinen Monitor zu richten. Gedankliche Absenz kommt recht glaubwürdig rüber, wenn man Kopfhörer trägt. Eigentlich finden linke Täuschungsmanöver sonst nur bei Themen wie Celine Dion oder den unzähligen Bohlen-Derivaten statt, bei einer Band wie Stereolab sind sie zugegebenermaßen ein echtes Sakrileg. Dafür schmerzt es jetzt auch, dieses Eingeständnis niederzuschreiben. Wie dem aufmerksamen Leser langsam dämmert, steuern wir nämlich geradewegs auf ein Happy End zu. Letztlich landete die Scheibe halt doch irgendwie auf meinem Tisch und siehe da: Das britische Klang-Kollektiv liefert sich keinesfalls wehrlos der Stagnation ihres Lounge-Konzepts aus, wie es beim letzten Album "Sound Dust" trotz jazziger Kapriolen noch den Anschein hatte. "Margerine Eclipse" ist ein unerwarteter Paukenschlag, auch weil das Quintett die Elektronik endlich wieder zur Chefsache erklärt und damit eine Begeisterung wachruft, die zuletzt alte Klassiker wie "Emperor Tomato Ketchup" auslösten. Wähnt man sich beim Opener "Vonal Declosion" aufgrund der vertrauten Kombination von Laetitia Sadiers süßem Französisch und lieblichen Orgelklängen noch in trügerischer Sicherheit, führt spätestens der ab Minute 1.38 einsetzende Hochhypnotik-Keyboard-Lauf in "Need To Be" die Hand zum Volume-Regler. Auch im weiteren Verlauf gilt das Motto, das 1989 auf The Cures "Disintegration"-Album prangte: "This music has been mixed to be played loud, so turn it up". Natürlich ist Tim Ganes Truppe viel zu bescheiden, um so zu formulieren, deshalb tue ich es für sie. Man kommt aus dem Staunen kaum mehr heraus, dass eine Band nach zwölf Studioalben plötzlich mit der Detailverliebtheit eines hungrigen Newcomers ihre schon verloren geglaubte, unnachahmliche Kunst der Repetition noch zu steigern weiß. Ob überraschende Breaks in "... Sudden Stars" und "Cosmic Country Noir", Gitarrenzerren im Album-Hit "Margerine Rock" oder housige Einflüsse in "Margerine Melodie", das Album ist eine einzige, wahrlich butterweiche Pop-Definition und stellt in seinem Genre ein ähnlich eindrucksvolles Comeback dar, wie vor zwei Jahren das "Murray Street"-Album von Sonic Youth. Auf textlicher Ebene fällt das samtweich perlende "Bop Scotch" auf, in dem Sadier jegliche, imperialistisch ausgerichtete Staatsgebaren verurteilt, während "Feel And Triple" zum traurigen Abschied an das langjährige Stereolab-Mitglied Mary Hansen gerät, die 2002 verunglückte: "Goodbye Mary, you will sing for ever like an angel who flew away." Eine wundervolle Liebeserklärung, genau wie das ganze Album. © Laut
Ab
CD26,99 €

Electronic - Erschienen am 25. April 2005 | Duophonic

Ab
CD13,99 €

Alternativ und Indie - Erschienen am 26. Mai 1992 | Too Pure