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Man könnte die Quartette auf diesem Album wie ein Tagebuch aus dem Leben von Weinberg verstehen. Seine Musik war im Jahr 1963 zum ersten Mal in Polen zu hören, und zwar das Achte Quartett, gespielt vom Quartett Komitas anlässlich des Festivals Warschauer Herbst; das Publikum – überwiegend fanatische Avantgardisten – gönnte dieser Musik jedoch keinen Erfolg. Man muss sagen, dass Weinberg mit traditionellen Motiven, einfachen Rhythmen sowie tonalen, nur leicht dissonant gefärbten Harmonien arbeitete. Die sehr persönliche Botschaft seines Werkes tritt deutlicher zutage, wenn man etwas über die tragischen Umstände seines Lebens weiß. Er wurde 1919 in Warschau geboren und floh 1939 in die Sowjetunion, wo er auf Grund seiner angeschlagenen Gesundheit dem Militärdienst entging. So konnte er seine musikalischen Studien in Ruhe fortsetzen. Nach dem Diplom im Jahr 1941 musste er erneut vor dem Krieg fliehen und ließ sich eine Zeitlang als einfacher Opern-Repetitor in Taschkent nieder. Schostakowitsch setzte sich dafür ein, dass er nach Moskau zurückkehren konnte, wo er den Rest seines Lebens verbrachte. Er kehrte nur einmal, 1966, nach Warschau zurück und obwohl er in der Sowjetunion sehr bekannt war, erinnerte sich in seinem Heimatland niemand an ihn. Nach zwei mehr oder weniger ruhigen Jahren in Moskau folgte eine katastrophale Zeit. 1948 wurde sein Schwiegervater – der berühmte Schauspieler Solomon Mikhoels – von Stalins Geheimpolizei ermordet. Danach lebte die Familie unter Polizeiterror. Weinberg wurde des Formalismus und starken Pessimismus in seiner Musik angeklagt – laut Komponistenverband -, der angeblich verriet, dass er mit seinem privilegierten Leben in der Sowjetunion nicht glücklich war. 1943 wurde er wegen „jüdisch-bürgerlichen Nationalismus“ inhaftiert, und nur das Ende des niederträchtigen Diktators – sowie die unermüdliche Unterstützung durch Schostakowitsch – retteten ihn vor dem sicheren Tod. Nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis lebte er bis an sein Lebensende in Angst und teilte seine Gefühle lieber durch die Musik als durch Worte und in Gesprächen mit. Das merkt man seinen Werken natürlich an, insbesondere den vorliegenden drei Quartetten, Nr. 8, 9 und 10 (aus den Jahren 1959, 1963 und 1964), deren Atmosphäre das düstere Schicksal des Komponisten widerspiegelt. Kein Wunder, dass sie alle in Moll-Tonarten geschrieben wurden und dass vor allem langsame Sätze vorherrschen. Die Musik von Weinberg lässt sich durch seine Aussage aus dem Jahr 1988 resümieren: „Viele meiner Werke handeln vom Krieg. Ich habe das Thema aber nicht selbst gewählt; es wurde durch das tragische Schicksal derer bestimmt, die mir am nächsten und am liebsten waren. Ich betrachte es als moralische Verpflichtung, über den Krieg sowie über das schreckliche Schicksal zu schreiben, das so vielen Menschen unserer Zeit auferlegt wurde.“ © SM/Qobuz
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